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Was sagen die Parteien in Sachsen zu Gleichstellung und Vielfalt?

6 aktuelle Wahlprogramme in Sachsen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 2 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+1,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 4 deutlich konservativ

Andere Lebensmodelle tolerieren, nicht fördern

Die AfD will, dass vom traditionellen Modell abweichende Lebensformen öffentlich nicht mehr Raum erhalten, als sie im Alltag haben. Sie wendet sich gegen eine Neudefinition von Abstammung, Familie und Ehe und lehnt das ab, was sie Frühsexualisierung nennt. Die Einordnung von Lebensmodellen und Sexualität soll Sache der Eltern bleiben.

Die AfD will andere Lebensformen dulden, aber nicht fördern. Die Begriffe Ehe, Familie und Abstammung sollen so bleiben wie bisher. Eltern sollen mit ihren Kindern über Sexualität sprechen, nicht die Kita. Kinder sollen passend zu ihrem Alter aufgeklärt werden.

Kinder von CSD-Paraden fernhalten

Die AfD will, dass Kinder nicht mehr an Paraden wie dem Christopher Street Day teilnehmen. Der Freistaat soll dies unter Berufung auf den Jugendschutz sicherstellen. Öffentliche Schulen und Kitas sollen für solche Veranstaltungen nicht werben dürfen.

Die AfD will Kinder von Regenbogen-Paraden fernhalten. Ein Beispiel ist der Christopher Street Day. Das Land Sachsen soll dafür sorgen. Schulen und Kitas sollen keine Werbung für solche Feste machen.

Gleichstellungsbeauftragte abschaffen, Gender-Förderung beenden

Die AfD will Gleichstellungsbeauftragte abschaffen und die Förderung dessen beenden, was sie Gender-Ideologie nennt. Bei Stellen soll nur die fachliche Eignung zählen. Vorgaben zu einer „politisch korrekten“ Sprache lehnt sie ab.

Die AfD will keine Gleichstellungs-Beauftragten mehr. Sie will kein Geld mehr für Gender-Themen geben. Regeln für eine gendergerechte Sprache lehnt sie ab. Bei Stellen soll nur das Können zählen.

Pubertätsblocker für Minderjährige unterbinden

Die AfD will Pubertätsblocker und ähnliche Medikamente bei Kindern, die nicht selbst einwilligen können, bis auf seltene Ausnahmen unterbinden. Auch geschlechtsangleichende Operationen an Minderjährigen sollen grundsätzlich untersagt werden.

Pubertäts-Blocker sind Medikamente. Sie halten die körperliche Entwicklung von Jugendlichen auf. Die AfD will diese Medikamente für Kinder fast immer verbieten. Auch Operationen zur Änderung des Geschlechts sollen bei Minderjährigen verboten sein. Nur in Ausnahme-Fällen soll das erlaubt bleiben.

Keine neuen Moscheen, Moscheevereine kontrollieren

Die AfD lehnt den Bau von Moscheen in Sachsen ab, vor allem mit Minarett. Moscheevereine sollen eine Demokratieerklärung abgeben und ihre Finanzen offenlegen müssen; Geld aus dem Ausland soll verboten werden.

Die AfD will keine neuen Moscheen in Sachsen. Moschee-Vereine sollen eine Erklärung unterschreiben. Darin bekennen sie sich zum Staat und gegen Gewalt. Sie sollen zeigen, woher ihr Geld kommt. Geld aus dem Ausland soll verboten sein.

AfD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Barrierefreiheit und Teilhabe für Menschen mit Behinderung voranbringen

Die CDU will den sächsischen Aktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen und die Barrierefreiheit ausbauen. Auch die medizinische und pflegerische Versorgung von Menschen mit Behinderungen soll stärker beachtet werden.

Die CDU will Menschen mit Behinderung besser unterstützen. Gebäude des Landes sollen leichter zugänglich sein. Informationen soll es in leicht verständlicher Sprache geben. Auch die Versorgung bei Krankheit und Pflege soll besser werden.

Gleiche Chancen für Frauen und Männer fördern

Die CDU will mehr Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) und in Führungspositionen sowie mehr Männer in Pflege- und Erziehungsberufen. Lohnunterschiede sollen beseitigt werden; von Zugewanderten will sie die Gleichberechtigung der Geschlechter einfordern.

Die CDU will gleiche Chancen für Frauen und Männer. Mehr Frauen sollen in Technik-Berufen und als Chefinnen arbeiten. Mehr Männer sollen in der Pflege und Erziehung arbeiten. Frauen und Männer sollen gleichen Lohn bekommen. Auch Zugewanderte sollen die Gleichberechtigung achten.

CDU: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Freie Wähler

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Keinen Zwang zu gendergerechter Sprache

Die Freien Wähler lehnen eine Pflicht ab, an Schulen und Hochschulen gendergerechte Sprache zu verwenden. Die Forderung steht sowohl im Schul- als auch im Hochschulkapitel.

Die Freien Wähler wollen keine Pflicht zum Gendern. Gendern heißt: Man spricht alle Geschlechter extra an. Niemand soll das an Schulen tun müssen. Das gilt auch für Hochschulen.

Gendern in Behörden beenden

Die Freien Wähler wollen, dass staatliche Stellen keine geschlechtergerechte Sprache mehr verwenden. Aus Sicht der Partei macht Gendern Behördentexte schwerer verständlich und verändert die Gesellschaft nicht. Die Verwaltung soll stattdessen einfach und leicht verständlich kommunizieren.

Die Freien Wähler wollen, dass Ämter nicht mehr gendern. Gendern heißt: Man spricht alle Geschlechter extra an. Die Partei findet, das macht Texte schwer zu verstehen. Ämter sollen einfach und klar schreiben.

Freie Wähler: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 8 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Gleichstellungsstrategie, Stiftung und Paritätsgesetz schaffen

Die Grünen wollen eine landesweite Gleichstellungsstrategie und eine öffentlich-rechtliche Gleichstellungsstiftung gründen. Sie unterstützen ein Paritätsgesetz, damit Frauen in der Politik gleich stark vertreten sind. Ungleiche Bezahlung soll durch Aufklärung und Entgeltchecks zurückgehen.

Die Grünen wollen gleiche Chancen für alle Geschlechter. Dafür soll es einen Plan für ganz Sachsen geben. Eine neue Stiftung soll die Arbeit für Gleichstellung unterstützen. Ein Gesetz soll für gleich viele Frauen und Männer in der Politik sorgen. Frauen und Männer sollen gleich viel verdienen.

Landesgewaltschutzgesetz einführen

Die Grünen wollen ein Landesgesetz, das den Schutz vor Gewalt in ganz Sachsen einheitlich regelt. Das Hilfesystem gegen häusliche Gewalt, Stalking und geschlechtsspezifische Gewalt soll nach den Vorgaben der Istanbul-Konvention ausgebaut werden und allen Geschlechtern offenstehen.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz zum Schutz vor Gewalt. Es soll in ganz Sachsen gleiche Regeln geben. Betroffene sollen mehr Hilfe und Schutz bekommen. Das gilt für alle Geschlechter. Auch Kinder sollen in Schulen und Heimen sicher sein.

Beratung und Schutz für queere Menschen ausbauen

Die Grünen wollen mehr Beratungs- und Anlaufstellen für queere Menschen, vor allem für Jugendliche und auf dem Land. Schulen sollen sichere Lernorte für alle Kinder sein, das Projekt „Schule der Vielfalt“ soll wachsen. Der Landesaktionsplan Vielfalt soll von allen Ministerien umgesetzt werden.

Die Grünen wollen mehr Hilfe für queere Menschen. Queer heißt zum Beispiel: lesbisch, schwul oder trans. Es soll mehr Beratung geben, auch auf dem Land. Schulen sollen für alle Kinder sicher sein. Polizei und Justiz sollen mehr Vertrauen aufbauen.

Landesantidiskriminierungsgesetz einführen

Die Grünen wollen ein Antidiskriminierungsgesetz für Sachsen und eine Landesbeauftragte für Antidiskriminierung. Wer in Behörden oder anderen Institutionen Rassismus oder Diskriminierung erlebt, soll sich bei überregionalen Stellen beschweren können.

Die Grünen wollen ein Gesetz gegen Diskriminierung in Sachsen. Diskriminierung heißt: Jemand wird ungerecht behandelt, zum Beispiel wegen seiner Herkunft. Eine Beauftragte soll sich um das Thema kümmern. Betroffene sollen sich über Behörden beschweren können.

Staatsvertrag mit Sinti und Roma schließen

Die Grünen wollen einen Staatsvertrag zwischen Sachsen und der Vertretung der sächsischen Sinti und Roma abschließen. Er soll die Unterstützung der Minderheit, ihrer Kultur und Geschichte verbindlich und dauerhaft regeln.

Sinti und Roma leben seit Jahrhunderten in Sachsen. Die Grünen wollen einen festen Vertrag mit ihrer Vertretung schließen. Der Vertrag soll die Hilfe für diese Gruppe sichern. Auch Schulen sollen mehr über ihre Geschichte lehren.

Jüdisches Leben schützen und Antisemitismus bekämpfen

Die Grünen wollen jüdisches Leben in Sachsen stärken und sichtbarer machen und den Schutz jüdischer Einrichtungen ausbauen. Sie bekennen sich zur Verteidigung des Existenzrechts Israels und wollen antisemitischen Positionen entgegentreten.

Die Grünen wollen jüdisches Leben in Sachsen schützen. Jüdische Einrichtungen sollen mehr Schutz bekommen. Die Partei stellt sich gegen Hass auf Juden. Es soll mehr jüdischen Religions-Unterricht geben, wenn Bedarf besteht.

Vielfalt, Inklusion und Gleichstellung in der Kultur

Die Grünen wollen den Kulturbereich für Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte gleichermaßen öffnen und dazu ein Landeskonzept erarbeiten. Kulturangebote sollen barrierefrei werden, und staatliche Gremien, Jurys und Beiräte sollen zur Hälfte mit Frauen besetzt sein.

Die Grünen wollen mehr Vielfalt in der Kultur. Zugewanderte Menschen sollen gleich gut mitmachen können. Menschen mit Behinderung sollen überall Zugang haben und mitentscheiden. In Jurys und Beiräten sollen gleich viele Frauen wie Männer sitzen.

Unternehmerinnen durch Mutterschutz und Betriebshilfe unterstützen

Die Grünen unterstützen eine Reform des Mutterschutzes, wie sie Unternehmerinnen und Handwerkerinnen fordern. Im Handwerk soll es wie in der Landwirtschaft eine Betriebshilfe als Vertretung geben, auch mit Geld des Landes. Ziel ist ein Arbeitsmarkt, auf dem Frauen ihre Vorhaben verwirklichen können.

Die Grünen wollen selbstständigen Frauen helfen. Der Mutter-Schutz soll für sie besser werden. Im Handwerk soll es eine Vertretung für den Betrieb geben. Das Land Sachsen soll dafür Geld geben. Frauen und Männer sollen gleich viel verdienen.

Vertretung und Förderung der Sorben stärken

Die Grünen wollen die sorbischen Institutionen stärken, die Zuständigkeit in einem Ministerium zusammenführen und die Stiftung für das sorbische Volk verlässlich finanzieren. Langfristig soll über eine demokratisch gewählte sorbische Volksvertretung diskutiert werden.

Die Sorben sind eine Minderheit in Sachsen. Die Grünen wollen ihre Rechte stärken. Ein Ministerium soll für alle sorbischen Themen zuständig sein. Die sorbische Stiftung soll genug Geld bekommen. Orts-Schilder sollen beide Sprachen gleich groß zeigen.

Grüne: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,3), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 4 deutlich progressiv, 8 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Kompetenzzentrum für Gendermedizin aufbauen

Die Linke will die Gesundheitsversorgung von trans- und intergeschlechtlichen Menschen absichern. Ein Kompetenzzentrum für Gendermedizin soll Ausbildung, Lehre und Forschung geschlechtersensibel machen.

Die Linke will trans- und inter-geschlechtliche Menschen gut medizinisch versorgen. Dafür soll ein neues Zentrum entstehen. Es soll forschen und Fachleute ausbilden. Ärzte und Pflegekräfte sollen mehr darüber lernen.

UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen, Sonderstrukturen abschaffen

Die Linke will die UN-Behindertenrechtskonvention auf allen politischen Ebenen umsetzen und getrennte Strukturen für Menschen mit Behinderungen in Arbeit, Wohnen und Bildung beenden. Das Sächsische Inklusionsgesetz soll überarbeitet werden und auch für Kommunen gelten.

Menschen mit Behinderungen sollen überall gleich mitmachen können. Die Linke will getrennte Einrichtungen abschaffen. Das gilt für Arbeit, Wohnen und Schule. Das sächsische Inklusions-Gesetz soll auch für Städte und Gemeinden gelten.

Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen durchsetzen

Die Linke will Barrierefreiheit bei Gebäuden, Verkehrsmitteln, Geräten und digitalen Angeboten umfassend verwirklichen. Die Norm DIN 18040 soll ins sächsische Baurecht übernommen werden, und eine unabhängige Landesfachstelle soll beraten.

Alle Menschen sollen Gebäude, Busse und Internet-Seiten nutzen können. Die Linke will das zur Pflicht machen. Neue Bauten sollen von Anfang an ohne Hindernisse geplant werden. Es soll mehr Wohnungen ohne Hindernisse geben. Eine neue Stelle im Land soll dazu beraten.

„Schule der Vielfalt“ landesweit ausweiten

Die Linke will das Pilotprojekt „Schule der Vielfalt“ in ganz Sachsen einführen und Sexualbildung, die Vielfalt berücksichtigt, in alle Lehrpläne aufnehmen. Dazu kommen Beschwerdestellen und Schutzangebote für queere Jugendliche.

Ein Projekt für Vielfalt an Schulen soll es in ganz Sachsen geben. Alle Lehrpläne sollen vielfältige Sexual-Bildung enthalten. Schulen und Hochschulen sollen Stellen für Beschwerden bekommen. Queere Jugendliche sollen einen sicheren Ort finden können.

Frauenquote von 50 Prozent und Lohngleichheit durchsetzen

Die Linke will die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter erreichen. Dazu fordert sie Frauenquoten von 50 Prozent in Führungspositionen und Gremien, das Ende der Lohnlücke und einen erweiterten Diskriminierungsschutz im Grundgesetz.

Frauen und Männer sollen wirklich gleichgestellt sein. Die Linke will, dass die Hälfte der Chefposten an Frauen geht. Frauen sollen für gleiche Arbeit gleich viel verdienen. Das Grundgesetz soll auch vor Benachteiligung wegen der sexuellen Orientierung schützen.

Parité-Gesetz für Wahllisten einführen

Die Linke will per Gesetz vorschreiben, dass Wahllisten zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern besetzt werden. Ziel ist eine gleichmäßige Vertretung der Geschlechter in den sächsischen Parlamenten.

Die Linke will ein Parité-Gesetz. Parität heißt: gleich viele Frauen wie Männer. Parteien sollen ihre Wahl-Listen so aufstellen müssen. So sollen mehr Frauen in die Parlamente kommen.

Landesantidiskriminierungsgesetz und queere Angebote schaffen

Die Linke will ein Landesgesetz gegen Diskriminierung durch Behörden mit einklagbaren Rechten für Betroffene. Dazu kommen mehr Beratungsstellen, Angebote für queere Menschen und ein Verbot sexistischer Werbung im öffentlichen Raum.

Die Linke will ein Gesetz gegen Benachteiligung durch Behörden. Betroffene sollen vor Gericht klagen können. Es soll mehr Beratungs-Stellen geben, vor allem auf dem Land. Queere Menschen sollen besser geschützt werden. Sexistische Werbung auf Straßen und Plätzen soll verboten werden.

Gewaltschutz ausbauen und Istanbul-Konvention umsetzen

Die Linke will die Istanbul-Konvention, ein europäisches Abkommen gegen Gewalt an Frauen, vollständig umsetzen. Schutzeinrichtungen sollen ausgebaut und komplett vom Land bezahlt werden, die Zahl der Schutzplätze soll sich mindestens verdoppeln.

Die Linke will Frauen besser vor Gewalt schützen. Es soll mindestens doppelt so viele Schutz-Plätze geben. Das Land Sachsen soll die Schutz-Häuser ganz bezahlen. Betroffene sollen nichts mehr selbst zahlen müssen.

Sexarbeit entstigmatisieren, Opfer von Menschenhandel schützen

Die Linke will das sächsische Ausführungsgesetz zum Prostituiertenschutz grundlegend ändern und Kontrollen sowie Stigmatisierung beenden. Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter sollen unterstützt werden. Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution sollen umfassende Schutzrechte bekommen.

Die Linke will ein neues Gesetz für Sex-Arbeit in Sachsen. Sex-Arbeiter sollen nicht mehr abgewertet und streng kontrolliert werden. Sie sollen Hilfe und Beratung bekommen. Opfer von Menschen-Handel sollen besseren Schutz erhalten.

Geschlechtergerechte Sprache im Freistaat verwenden

Die Linke will geschlechtergerechte Sprache in Texten des Freistaats verwenden, um auf geschlechtliche Vielfalt hinzuweisen. Die Anweisung des Kultusministers, die solche Schreibweisen an Schulen untersagt, soll zurückgenommen werden.

Die Linke will eine Sprache, die alle Geschlechter nennt. Der Staat Sachsen soll so schreiben. An Schulen ist diese Schreibweise heute verboten. Die Linke will dieses Verbot aufheben.

Queere Menschen schützen und beraten

Die Linke will Gewalt und Diskriminierung gegen queere Menschen durch Vorbeugung und Eingreifen beenden. Geplant sind eine unabhängige Melde- und Beratungsstelle, Zufluchtsorte, mehr Aufklärung an Schulen sowie ein besserer Zugang zu Beratung und Gesundheitsversorgung.

Queere Menschen erleben oft Gewalt und Ausgrenzung. Die Linke will eine Stelle, bei der man solche Fälle melden kann. Es soll sichere Orte für Betroffene geben. Auch an Schulen soll es mehr Aufklärung geben. Beratung und ärztliche Hilfe sollen leichter erreichbar sein.

Rechte queerer Menschen und Regenbogenfamilien ausweiten

Die Linke verlangt, dass Sachsen sich im Bundesrat für den Schutz queerer Menschen einsetzt, unter anderem durch eine Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes. Regenbogenfamilien sollen gleichgestellt und der „Landesaktionsplan Vielfalt“ erneuert werden.

Die Linke will mehr Rechte für queere Menschen. Das Grundgesetz soll sie ausdrücklich vor Benachteiligung schützen. Familien mit zwei Müttern oder zwei Vätern sollen gleiche Rechte haben. Sachsen soll sich im Bund dafür einsetzen.

Linke: alle 12 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Sachsen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 8 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Lohnlücke zwischen Frauen und Männern schließen

Die SPD fordert gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit und will dafür Betriebsräte, Personalräte und die Tarifbindung stärken. Im Bund will sie auf ein schärferes Entgelttransparenzgesetz hinwirken. Der Freistaat soll bei der Gleichstellung am Arbeitsmarkt vorangehen.

Frauen verdienen oft weniger als Männer. Die SPD will das ändern. Sie will mehr Tarif-Verträge und starke Betriebsräte. Ein Bundes-Gesetz zur Offenlegung von Löhnen soll strenger werden.

Kostenlose Menstruationsartikel und Verhütungsmittel ermöglichen

Die SPD will, dass in Gebäuden des Freistaats Menstruationsartikel gratis bereitliegen. Zudem setzt sie sich für eine bundesweit einheitliche Regelung ein, nach der die Kosten ärztlich verordneter Verhütungsmittel übernommen werden.

In Gebäuden des Landes Sachsen soll es kostenlose Binden und Tampons geben. Auch Verhütung soll nicht vom Geld abhängen. Die SPD will dafür eine Regel für ganz Deutschland. Dann müssten Menschen verordnete Verhütungs-Mittel nicht selbst bezahlen.

Gewaltschutz ausbauen und Femizid als Straftatbestand einführen

Die SPD will überall in Sachsen genügend Schutzeinrichtungen für Frauen und Kinder und räumt der Umsetzung der Istanbul-Konvention Vorrang ein. Sie setzt sich außerdem dafür ein, die Tötung von Frauen und Mädchen wegen ihres Geschlechts als eigenen Straftatbestand zu fassen.

Frauen und Kinder sollen in ganz Sachsen Schutz vor Gewalt finden. Dafür soll es genug Schutz-Häuser und Beratung geben. Die SPD will auch eine neue Straftat im Gesetz. Sie heißt Femizid. Das ist die Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist.

Queere Menschen schützen und Vielfalt fördern

Die SPD will queere Menschen besser vor Gewalt schützen und plant dafür Schutzkonzepte, mehr Beratung und eine landesweite Kampagne. Vereine und Initiativen für LSBTIQ*, Vielfalt und Antidiskriminierung sollen stärker gefördert werden.

Queere Menschen sind zum Beispiel lesbisch, schwul oder trans. Die SPD will sie besser vor Gewalt schützen. Es soll mehr Beratung in Stadt und Land geben. Eine Kampagne in ganz Sachsen soll gegen Queer-Feindlichkeit wirken. Vereine für Vielfalt sollen mehr Unterstützung bekommen.

Geschlechtergerechte Sprache nicht verbieten

Die SPD lehnt ein Verbot geschlechtergerechter Sprache ab. Ob jemand mit oder ohne Genderstern schreibt, sollen die Menschen in Sachsen im Beruf und privat selbst entscheiden.

Manche Menschen schreiben mit Gender-Stern, zum Beispiel Lehrer*innen. Die SPD will das nicht verbieten. Jeder Mensch soll selbst entscheiden, wie er schreibt und spricht. Das soll bei der Arbeit und privat gelten.

Mehr Frauen in Führung, Quoten und Parität

Die SPD will mehr Frauen in Führungspositionen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung und tritt dafür bei Bedarf für Quoten ein. Das sächsische Gleichstellungsgesetz soll künftig auch in den Kommunen gelten, und Wege zu einer verfassungsfesten Paritätsregelung für Parlamente sollen weiter geprüft werden.

Die SPD will mehr Frauen als Chefinnen. Das gilt für Politik, Firmen und Ämter. Wo es nötig ist, will sie Quoten. Eine Quote legt einen festen Anteil von Frauen fest. Das Gleichstellungs-Gesetz von Sachsen soll auch in Städten und Gemeinden gelten.

Queere Aufklärung und Ansprechpersonen in Bildungseinrichtungen

Die SPD will, dass queere Lebensentwürfe und die Aufklärung darüber zum Alltag junger Menschen in Bildungseinrichtungen gehören. Kinder und Jugendliche sollen ohne Diskriminierung aufwachsen können.

Die SPD will Kinder und Jugendliche bestärken. Sie sollen so leben können, wie sie wollen. In Schulen soll über queeres Leben gesprochen werden. Queer heißt zum Beispiel: lesbisch, schwul oder trans. In allen Bildungs-Einrichtungen soll es geschulte Ansprech-Personen geben.

Paragraf 218 streichen, Zugang zu Abbrüchen sichern

Die SPD will den Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch nehmen und die Pflichtberatung durch ein Recht auf Beratung ersetzen. In ganz Sachsen soll der Zugang zu Abbrüchen möglich sein. Die Kosten für ärztlich verordnete Verhütung sollen übernommen werden.

Ein Schwangerschafts-Abbruch steht heute im Straf-Gesetz. Die SPD will diese Regel streichen. Frauen sollen sich beraten lassen können, aber nicht müssen. Überall in Sachsen soll ein Abbruch möglich sein. Vom Arzt verordnete Verhütung soll bezahlt werden.

Gleichheitsgrundsatz der Verfassung modernisieren

Die SPD will den Gleichheitsgrundsatz der sächsischen Verfassung neu fassen. Der Begriff „Rasse“ soll ersetzt werden, weil es wissenschaftlich keine menschlichen Rassen gebe. Die Diskriminierungsverbote sollen ausdrücklich benannt und erweitert werden.

In der Verfassung von Sachsen steht das Wort Rasse. Die SPD will es durch ein besseres Wort ersetzen. Die Verfassung soll genau sagen, was verboten ist. Niemand darf zum Beispiel wegen Alter, Behinderung oder sexueller Orientierung benachteiligt werden.

SPD: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl