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Was sagen die Parteien in Baden-Württemberg zu Gleichstellung und Vielfalt?

4 aktuelle Wahlprogramme in Baden-Württemberg haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 1 deutlich konservativ

Geschlechtsverändernde Behandlungen bei Minderjährigen ablehnen

Die AfD lehnt Pubertätsblocker, gegengeschlechtliche Hormone und Operationen zur Geschlechtsänderung bei Minderjährigen ab. Solche Entscheidungen sollen erst ab der Volljährigkeit möglich sein, weil die Folgen aus ihrer Sicht unumkehrbar sind.

Manche Jugendliche wollen ihr Geschlecht ändern. Dafür gibt es Hormone und Operationen. Die AfD will das für Jugendliche unter 18 Jahren nicht. Erst Erwachsene sollen das entscheiden dürfen.

AfD: der Punkt mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Gleichstellung fördern, Frauen vor Gewalt schützen

Die CDU will, dass Frauen stärker und gleichwertig am Arbeitsmarkt beteiligt sind, vor allem in MINT-Berufen und in Führungspositionen. Das soll ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit stärken und Altersarmut vorbeugen. Den Schutz vor Gewalt will sie über das Gewalthilfegesetz verbessern.

Frauen und Männer sollen die gleichen Chancen haben. Mehr Frauen sollen in technischen Berufen und als Chefinnen arbeiten. So haben sie eigenes Geld und sind im Alter seltener arm. Frauen sollen besser vor Gewalt geschützt werden.

CDU: der Punkt mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 1 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,2), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich progressiv, 9 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöhen

Die Grünen wollen, dass mehr Frauen erwerbstätig sein können und die Lohnlücke zu Männern kleiner wird. Als wichtigen Baustein nennt das Programm die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die es auch als Standortvorteil gegen den Fachkräftemangel sieht.

Die Grünen wollen, dass mehr Frauen arbeiten können. Frauen sollen so viel verdienen wie Männer. Familie und Beruf sollen besser zusammenpassen. Dafür soll es mehr Betreuung für Kinder geben.

Nachwuchs und Chancengleichheit in der Wissenschaft stärken

Die Grünen wollen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mehr Sicherheit und Mitsprache geben und den Frauenanteil bei Professuren und Hochschulleitungen weiter erhöhen. An Hochschulen wollen sie Diskriminierung entgegentreten.

Junge Forscher haben oft nur Verträge für kurze Zeit. Die Grünen wollen ihnen mehr Sicherheit geben. Mehr Frauen sollen Professorin werden. An Hochschulen soll niemand benachteiligt werden.

Schulen für queere Schüler*innen sicherer machen

Die Grünen wollen Lehrkräfte in der Ausbildung stärker für die Lebenswirklichkeit queerer Kinder und Jugendlicher sensibilisieren. Zusammen mit Bildungsträgern aus der queeren Community soll eine Schulkultur entstehen, in der sich diese Schülerinnen und Schüler sicher und akzeptiert fühlen.

Queere Menschen sind zum Beispiel schwul, lesbisch oder trans. Die Grünen wollen: Lehrer lernen mehr über queere Schüler. Niemand soll in der Schule ausgegrenzt werden. Queere Schüler sollen sich in der Schule sicher fühlen.

Erstakademiker fördern, Rollenbilder bei Berufswahl abbauen

Die Grünen wollen eigene Beratungsangebote für Menschen schaffen, die als Erste ihrer Familie ein Studium aufnehmen. Zugleich sollen mehr Frauen für MINT-Studiengänge und das Handwerk sowie mehr Männer für den Hebammenberuf gewonnen werden.

Manche Menschen studieren als Erste in ihrer Familie. Die Grünen wollen sie besonders beraten. Mehr Frauen sollen Technik und Natur-Wissenschaften studieren. Auch im Handwerk soll es mehr Frauen geben.

Paragraf 218 streichen, Zugang zu Abbrüchen sichern

Die Grünen wollen sich im Bund dafür einsetzen, den Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetzbuch zu nehmen. Im Land soll es überall einen gesicherten und zeitnahen Zugang zu Abbrüchen geben, und die Schwangerenberatung soll ausgebaut werden.

Ein Schwangerschafts-Abbruch steht heute im Straf-Gesetz. Die Grünen wollen das ändern. Frauen sollen selbst über ihren Körper entscheiden. Überall im Land soll es Ärzte für einen Abbruch geben. Die Beratung für Schwangere soll besser werden.

Frauenhäuser ausbauen und queeres Leben schützen

Die Grünen wollen eine flächendeckende Versorgung mit Frauenhäusern erreichen und die Istanbul-Konvention gegen Gewalt an Frauen umsetzen. Die Gleichstellung aller Geschlechter soll vorangetrieben und der Schutz queerer Menschen verbessert werden.

Frauen-Häuser schützen Frauen vor Gewalt. Die Grünen wollen überall im Land genug davon. Alle Geschlechter sollen gleiche Chancen haben. Auch queere Menschen sollen besser geschützt werden.

Chancengleichheitsgesetz novellieren, Gleichstellung verbindlicher machen

Die Grünen wollen das Chancengleichheitsgesetz des Landes überarbeiten, damit Gleichstellung wirksamer und verbindlicher wird. Sie treten für gleiche Bezahlung und mehr Frauen in Führungspositionen ein.

Frauen und Männer sollen gleiche Chancen haben. Dafür soll ein Landes-Gesetz strenger werden. Frauen sollen für gleiche Arbeit gleich viel Geld bekommen. Mehr Frauen sollen Chefin werden.

Rechte queerer Menschen und Regenbogenfamilien absichern

Die Grünen wollen die sexuelle Identität als Diskriminierungsmerkmal ins Grundgesetz aufnehmen und das Familien- und Abstammungsrecht modernisieren, damit Regenbogenfamilien rechtlich abgesichert sind. Bestehende Strukturen für queere Menschen im Land sollen weiterentwickelt und dauerhaft finanziert werden.

Queere Menschen sollen besser geschützt sein. Das Grundgesetz soll verbieten, Menschen wegen ihrer sexuellen Identität zu benachteiligen. Familien mit zwei Müttern oder zwei Vätern sollen gleiche Rechte bekommen. Beratung soll es auch auf dem Land geben.

Frauen besser vor Gewalt schützen

Die Grünen wollen Gewalt gegen Frauen mit Prävention und Strafverfolgung bekämpfen. Sie fordern vom Bund einen eigenen Straftatbestand für Femizide, setzen auf elektronische Fußfesseln und wollen genügend Frauenhäuser und Beratungsstellen im ganzen Land sicherstellen.

Frauen und Mädchen sollen besser vor Gewalt geschützt sein. Manche Täter töten eine Frau, weil sie eine Frau ist. Dafür soll es ein eigenes Gesetz mit Strafen geben. Gefährliche Täter sollen eine Fuß-Fessel tragen. Es soll genug Frauen-Häuser geben.

Gleichbehandlungsgesetz und Antidiskriminierungsarbeit stärken

Die Grünen wollen mit einem Gleichbehandlungsgesetz vor Diskriminierung durch staatliche Stellen schützen. Antidiskriminierungsprojekte und Beratungsstellen sollen verlässlich finanziert und ein Präventionsnetzwerk gegen Hasskriminalität aufgebaut werden.

Niemand soll von Behörden schlechter behandelt werden. Dafür soll es ein starkes Gesetz geben. Beratungs-Stellen gegen Benachteiligung sollen sicher Geld bekommen. Ein Netzwerk soll Hass-Taten vorbeugen.

Jüdisches Leben schützen, Dialog der Religionen fördern

Die Grünen wollen jüdisches Leben schützen, die Aufklärung über Antisemitismus an Schulen verstärken und dauerhafte Beratungsstellen gegen Antisemitismus sichern. Die Islamberatung Baden-Württemberg soll zur zentralen Ansprechstelle für muslimische Gemeinden werden.

Jüdische Menschen sollen ohne Angst leben können. Schulen sollen mehr über Juden-Hass aufklären. Es soll feste Beratungs-Stellen geben. Für muslimische Gemeinden soll es eine zentrale Ansprech-Stelle geben.

Grüne: alle 11 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 6 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Inklusion voranbringen, Gehörlosengeld einführen

Die SPD will die UN-Behindertenrechtskonvention weiter umsetzen und Menschen mit Behinderungen bessere Chancen in Bildung, Wohnen und Arbeit verschaffen. Taubblinde und gehörlose Menschen sollen eine regelmäßig angepasste Geldleistung als Nachteilsausgleich erhalten. Die Eingliederungshilfe soll verbessert werden.

Menschen mit Behinderung sollen selbst über ihr Leben bestimmen können. Die SPD will mehr Wohnungen ohne Barrieren schaffen. Mehr Menschen mit Behinderung sollen normale Arbeitsplätze bekommen. Taubblinde und gehörlose Menschen sollen Geld vom Land bekommen. Das Geld soll mit den Preisen steigen.

Lohnlücke schließen, mehr Frauen in Führung

Die SPD will mit einem Aktionsplan die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern beseitigen, die laut Programm in Baden-Württemberg größer sind als in jedem anderen Bundesland. Mehr Frauen sollen in Führungspositionen, Aufsichtsräte und Entscheidungsgremien gelangen. Dafür sollen Ausnahmen im Chancengleichheitsgesetz entfallen.

Frauen verdienen im Land weniger als Männer. Die SPD will das mit einem Plan ändern. Löhne sollen offener sein. Mehr Frauen sollen Chefinnen werden. Dafür ändert die SPD das Gesetz zur Chancen-Gleichheit.

Schutz vor Gewalt gegen Frauen ausbauen

Die SPD will den Rechtsanspruch von Frauen auf Schutz vor Gewalt im Land umsetzen und mehr Beratungsstellen, Schutzhäuser und Gewaltschutzambulanzen schaffen. Die Istanbul-Konvention soll konsequent angewendet werden. Taten sollen strenger verfolgt und elektronische Fußfesseln konsequent genutzt werden.

Die SPD will Frauen besser vor Gewalt schützen. Es soll mehr Frauen-Häuser und Beratungs-Stellen geben. Täter sollen strenger verfolgt werden. Manche Täter sollen eine elektronische Fußfessel tragen. Auch für Täter soll es Beratung geben.

Queeres Leben gesetzlich absichern und fördern

Die SPD will den Landesaktionsplan für Akzeptanz und gleiche Rechte per Gesetz absichern und ein Amt für queere Belange auf Landesebene schaffen. Schulen sollen für queere Kinder und Jugendliche sicherer werden. Die Partei begründet dies mit zunehmenden Bedrohungen von rechts.

Die SPD will queere Menschen unterstützen. Queer heißt zum Beispiel lesbisch, schwul oder trans. Ein Gesetz soll den Aktions-Plan für gleiche Rechte sichern. Das Land soll einen Beauftragten für queere Menschen bekommen. Schulen sollen für queere Kinder sicherer werden.

Landesantidiskriminierungsgesetz schaffen, Hasskriminalität bekämpfen

Die SPD will ein Landesantidiskriminierungsgesetz einführen, das vor Benachteiligung durch staatliche Stellen schützt. Zudem soll Hasskriminalität stärker verfolgt und erfasst werden. Das Programm begründet dies damit, dass Menschen im Kontakt mit Behörden und Vollzugsdienst besonders verletzlich seien.

Die SPD will ein neues Gesetz gegen Diskriminierung. Diskriminierung heißt: Jemand wird ungerecht behandelt. Das Gesetz soll Menschen im Umgang mit Behörden schützen. Betroffene sollen Schadens-Ersatz bekommen können. Wer Hass-Gewalt erlebt, soll das einfach melden können.

Jüdisches Leben schützen, Antisemitismus bekämpfen

Die SPD will jüdisches Leben in Baden-Württemberg schützen und Antisemitismus durch Strafverfolgung, Bildung und Opferberatung bekämpfen. Sie begründet dies mit einer historischen und wertebasierten Verantwortung von Staat und Gesellschaft. Mit Kirchen und Religionsgemeinschaften will sie weiter eng zusammenarbeiten.

Die SPD will Jüdinnen und Juden im Land schützen. Hass gegen Juden soll bestraft werden. Schulen sollen mehr über das Thema lehren. Opfer sollen Beratung bekommen. Die SPD will weiter mit den Kirchen zusammenarbeiten.

Geschlechtergerechtigkeit im Verkehr umsetzen

Die SPD will die Verkehrsplanung stärker an den unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen von Frauen und Männern ausrichten. Aus Sicht des Programms behandelt das heutige Verkehrssystem diese Bedürfnisse ungleich.

Frauen und Männer sind oft anders unterwegs. Die SPD will, dass die Verkehrs-Planung das beachtet. Mehr Frauen sollen im Verkehrs-Bereich arbeiten und leiten. Dafür soll es Geld und Personal geben.

SPD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl