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Was sagen die Parteien in Schleswig-Holstein zu Gleichstellung und Vielfalt?

5 aktuelle Wahlprogramme in Schleswig-Holstein haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

CDU

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (-0,5), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 5 eher progressiv, 2 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Führungspositionen im Landesdienst paritätisch besetzen

Die CDU will Führungspositionen in der Landesverwaltung, in landeseigenen Unternehmen und in Unternehmen mit mehrheitlicher Beteiligung des Landes je zur Hälfte mit Frauen und Männern besetzen. Der öffentliche Dienst soll dabei Vorreiter sein. Familienzeiten sollen der Karriere nicht schaden, und mehr Frauen sollen für MINT-Berufe gewonnen werden.

Die CDU will mehr Frauen in Führungs-Positionen. In der Verwaltung des Landes sollen gleich viele Frauen und Männer leiten. Das gilt auch für Firmen, die dem Land gehören. Wer Kinder betreut, soll im Beruf keine Nachteile haben. Mehr Frauen sollen technische Berufe wählen.

Mehr Frauen in der Politik ohne gesetzliche Quote

Die CDU strebt paritätisch besetzte Parlamente und Kommunalvertretungen an und will die Landesregierung weiter paritätisch besetzen. Gesetzliche Quoten für die Kandidatenlisten der Parteien lehnt sie jedoch ab. Stattdessen soll politische Arbeit familienfreundlicher werden, etwa durch digitale und hybride Sitzungen.

Die CDU will mehr Frauen in der Politik. Ein Gesetz mit festen Quoten für Partei-Listen will sie aber nicht. Politik soll besser zu Familien passen. Sitzungen sollen auch im Internet stattfinden können. Bei Sitzungen soll es Betreuung für Kinder geben.

Genderzeichen in Behörden und Schulen ablehnen

Die CDU hält geschlechtersensible Sprache für wichtig, sieht ihre Verwendung aber grundsätzlich als Privatsache. Behörden und staatliche Einrichtungen sollen sie nur nach den Regeln des Rates für deutsche Rechtschreibung anwenden; Genderzeichen lehnt die Partei dort grundsätzlich ab. Auch die Schule soll sich an diese Regeln halten.

Die CDU findet: Sprache soll Frauen und Männer ansprechen. Jeder Mensch soll privat selbst entscheiden, wie er schreibt. Ämter sollen sich an die amtlichen Regeln der Rechtschreibung halten. Zeichen wie das Gender-Sternchen lehnt die CDU dort ab. Auch Schulen sollen nach diesen Regeln unterrichten.

Beratung und Prävention gegen häusliche Gewalt ausbauen

Die CDU will Beratungsstellen für Frauen, Einrichtungen des Kinderschutzes und das Netzwerk KIK gegen häusliche Gewalt weiter stärken. Die Vorbeugung an Schulen soll wachsen, und auch betroffene Männer sollen Beratung und Schutz bekommen. Das Programm begründet dies damit, dass Prävention der beste Schutz vor Gewalt sei.

Die CDU will Gewalt in der Familie verhindern. Beratungs-Stellen für Frauen sollen mehr Hilfe bekommen. Schulen sollen mehr über das Thema aufklären. Lehrer sollen dafür Fortbildungen bekommen. Auch Männer, die Gewalt erleben, sollen Hilfe bekommen.

Frauenhausplätze und Wohnangebote für Frauen ausbauen

Die CDU will im ganzen Land genügend Plätze in Frauenhäusern bereitstellen und einheitliche Qualitätsstandards festlegen. Frauen, die kein Frauenhaus brauchen, sollen schnell eine eigene Wohnung bekommen.

Frauen-Häuser schützen Frauen vor Gewalt. Die CDU will genug Plätze im ganzen Land. Es soll ein neues Frauen-Haus im Norden geben. Alle Frauen-Häuser sollen gleich gut sein. Frauen sollen auch schneller eine eigene Wohnung finden.

Sexuelle Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen stärken

Die CDU will, dass Menschen mit Behinderungen selbst über ihre Sexualität bestimmen können und besser vor sexualisierter Gewalt geschützt sind. Dafür sollen Hilfsangebote und die Schulung von Fachkräften wachsen.

Menschen mit Behinderungen sollen selbst über ihre Sexualität entscheiden. Die CDU will sie besser vor sexueller Gewalt schützen. Dafür soll es mehr Beratung und Therapie geben. Auch Fachleute sollen mehr dazu lernen.

Landesaktionsplan gegen Rassismus fortführen

Die CDU will den Landesaktionsplan gegen Rassismus weiterführen und ausbauen, mit Schwerpunkt auf Prävention. Zugleich wendet sie sich gegen aus ihrer Sicht pauschale Rassismusvorwürfe und will historische Namen erklären, statt sie ohne Debatte zu entfernen.

Die CDU will weiter gegen Rassismus arbeiten. Dafür gibt es einen Plan des Landes. Diesen Plan will sie fortsetzen. Die CDU ist aber auch gegen Rassismus-Vorwürfe ohne Grund. Alte Namen will sie erklären und nicht einfach entfernen.

LGBTQIA+-Community stärken

Die CDU will die LGBTQIA+-Community stärken und sich gegen ihre gesellschaftliche Diskriminierung wenden. Queere Lebensweisen sollen in der Bildung vorkommen, und Beratungs- und Anlaufstellen sollen im ganzen Land verfügbar sein.

Die CDU will queere Menschen stärken. Das sind zum Beispiel lesbische, schwule oder trans Menschen. Niemand soll sie benachteiligen. In der Bildung sollen sie vorkommen. Es soll überall im Land Hilfe und Beratung geben.

Queere Menschen schützen, Diskriminierung abbauen

Die CDU will gegen Gewalt an queeren Menschen vorgehen und Diskriminierung abbauen. Im Land und im Bund sollen dazu auch die Regeln des Familienrechts überprüft werden.

Die CDU will queere Menschen besser schützen. Queer heißt zum Beispiel: lesbisch, schwul oder trans. Die Partei will gegen Gewalt vorgehen. Benachteiligung soll weniger werden. Auch das Familien-Recht soll geprüft werden.

Nationale Minderheiten verlässlich fördern

Die CDU will die nationalen Minderheiten und Volksgruppen im Land weiter fördern und ihnen finanzielle Planungssicherheit geben. Die bestehenden Finanzierungsgrundlagen, auch für das dänische Schulwesen, sollen erhalten bleiben.

In Schleswig-Holstein leben mehrere Minderheiten. Dazu gehören Dänen, Friesen sowie Sinti und Roma. Die CDU will sie weiter unterstützen. Sie sollen ihre Kultur und Sprache leben können. Das Geld dafür soll sicher bleiben.

Jüdisches Leben schützen und Antisemitismus bekämpfen

Die CDU will das Amt des Beauftragten für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus dauerhaft einrichten und finanzieren. Synagogen und Gemeindezentren sollen Geld für Sicherheit und Sanierung erhalten, und ein Aktionsplan soll vor allem auf Bildungsarbeit setzen.

Die CDU will jüdisches Leben im Land schützen. Es gibt einen Beauftragten gegen Juden-Hass. Dieses Amt soll dauerhaft bleiben. Synagogen sollen Geld für Sicherheit und Reparaturen bekommen. Schulen sollen über jüdisches Leben aufklären.

CDU: alle 11 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Gesellschaftausgewogen (-0,5), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 2 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Verpflichtende Parität in Landesunternehmen ablehnen

Die FDP lehnt eine Pflicht ab, Geschäftsführungen und Aufsichtsgremien von Unternehmen mit Landesbeteiligung je zur Hälfte mit Frauen und Männern zu besetzen. Eine ausgewogene Besetzung sei anzustreben, dürfe aber nicht über dem Leistungsprinzip stehen.

Die FDP will keine feste Regel für gleich viele Frauen und Männer in Chef-Gremien. Das gilt für Firmen, an denen das Land beteiligt ist. Die FDP findet gleich viele Frauen und Männer gut. Aber die am besten geeignete Person soll die Stelle bekommen.

Gleichberechtigung und Vielfalt ohne Quoten fördern

Die FDP will Gleichberechtigung fördern, lehnt Quotenregelungen aber ab und wendet sich gegen Benachteiligung jedes Geschlechts. Sie setzt auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, Lohntransparenz und Diversity-Management in öffentlichen Einrichtungen. Menschen sollen dabei nicht auf eine Gruppenzugehörigkeit reduziert werden.

Die FDP will, dass alle Menschen gleiche Chancen haben. Feste Quoten lehnt sie ab. Frauen und Männer sollen für gleichwertige Arbeit gleich viel verdienen. Auch Männer und diverse Menschen sollen Gleichstellungs-Beauftragte werden können. Behörden sollen Vielfalt fördern.

LSBTIQ-Rechte ausbauen

Die FDP versteht LSBTIQ-Rechte als Menschenrechte und will den Landesaktionsplan für Akzeptanz weiterentwickeln und ausreichend finanzieren. Sie unterstützt die Vorhaben des Bundes, darunter ein Selbstbestimmungsgesetz anstelle des Transsexuellengesetzes und eine Ergänzung des Grundgesetzes. Sogenannte Konversionstherapien sollen vollständig verboten werden.

LSBTIQ steht für lesbische, schwule, bisexuelle, trans, inter und queere Menschen. Die FDP will ihre Rechte stärken. Niemand soll wegen seiner Liebe oder seines Geschlechts Nachteile haben. Ein neues Selbstbestimmungs-Gesetz soll kommen. Beratungs-Stellen sollen sicher Geld bekommen.

Frauenhäuser und Gewaltschutz stärken

Die FDP will Frauenhäuser samt Kinderschutzräumen sowie Frauenberatungsstellen im Land stärken und den Schutz vor Gewalt ausbauen. Frauen sollen nach einem Aufenthalt im Frauenhaus leichter in ein eigenständiges Leben zurückfinden.

Die FDP will Frauenhäuser stärken. Dort finden Frauen Schutz vor Gewalt. Auch Beratungs-Stellen für Frauen sollen mehr Hilfe bekommen. Frauen sollen danach leichter wieder selbstständig leben können.

Jüdisches Leben fördern, Islam unter Bedingungen anerkennen

Die FDP will jüdisches Leben weiter fördern und Antisemitismus jeder Herkunft klar benennen. Einer Anerkennung des Islams steht sie offen gegenüber, sofern es eine breit legitimierte Organisation gibt, die zweifelsfrei zum Grundgesetz steht. Zudem will sie eine Imam-Ausbildung in Deutschland fördern.

Die FDP will jüdisches Leben weiter unterstützen. Sie will Hass gegen Juden klar ansprechen. Sie ist offen dafür, den Islam anzuerkennen. Dafür braucht es eine Organisation, die zum Grundgesetz steht. Imame sollen in Deutschland ausgebildet werden. Imame sind Vorbeter in der Moschee.

Nationale Minderheiten weiter fördern und finanzieren

Die FDP will die Einrichtungen der dänischen Minderheit, der Friesen sowie der deutschen Sinti und Roma weiter fördern und ausreichend finanzieren. Sie wirbt für ein Haus der Minderheiten und will die Verpflichtung gegenüber der deutschen Minderheit in Dänemark in die Landesverfassung schreiben.

In Schleswig-Holstein leben Dänen, Friesen sowie Sinti und Roma als Minderheiten. Die FDP will ihre Einrichtungen weiter mit Geld unterstützen. Sie wünscht sich ein Haus der Minderheiten. Auch die deutsche Minderheit in Dänemark soll Hilfe bekommen.

FDP: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,1), aus 24 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich progressiv, 22 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Antidiskriminierung in Schule und Lehrerausbildung verankern

Die Grünen wollen Diskriminierung schon in Kita und Schule entgegenwirken. Lehrkräfte und Schulpersonal sollen in Studium und Fortbildung Wissen über Diskriminierung erwerben. Im Unterricht sollen auch Hassrede, Falschnachrichten und Gewalt gegen Frauen und queere Menschen behandelt werden.

Manche Kinder werden in der Schule ungerecht behandelt. Das nennt man Diskriminierung. Die Grünen wollen, dass Lehrer darüber mehr lernen. Im Unterricht soll es um Hass im Internet und falsche Nachrichten gehen. Auch Gewalt gegen Frauen und Mädchen soll Thema sein.

Queere Vielfalt an Schulen fördern

Die Grünen wollen Schulen und Jugendarbeit zu sicheren Orten für queere Jugendliche machen. Geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung sollen fächerübergreifend und nicht nur im Sexualkundeunterricht behandelt werden. Als Grund nennt das Programm, dass viele queere Jugendliche sich aus Angst vor Diskriminierung nicht outen.

Queere Jugendliche lieben oder leben anders als die Mehrheit. Viele verstecken das in der Schule aus Angst. Die Grünen wollen, dass Schulen sichere Orte für sie sind. Der Unterricht soll in vielen Fächern über Vielfalt sprechen. Lehrer sollen dazu Schulungen bekommen.

Quoten und Diversität an Hochschulen verankern

Die Grünen wollen Frauen sowie inter*, nicht-binäre und trans* Personen in der Wissenschaft sichtbarer machen und fordern Quoten für Professuren und Führungspositionen. Eine landesweite Koordinierungsstelle für Diversität soll entstehen. Ein Verbot der Vollverschleierung an Hochschulen lehnt die Partei ab.

Die Grünen wollen mehr Frauen in hohen Stellen an Hochschulen. Dafür soll es Quoten geben. Eine Quote ist ein fester Anteil. Auch trans, inter und nicht-binäre Menschen sollen mehr Schutz und Mitsprache bekommen. Ein Verbot von Gesichts-Schleiern lehnen die Grünen ab.

Paragraf 218 streichen, Zugang zu Abbrüchen sichern

Die Grünen wollen den Paragrafen 218 des Strafgesetzbuchs streichen, der Schwangerschaftsabbrüche unter Strafe stellt. Betroffene sollen wohnortnahe und leicht erreichbare Möglichkeiten für einen Abbruch haben. Zudem soll es Hilfen bei der Behandlung weiblicher Genitalverstümmelung geben.

Ein Gesetz stellt Schwangerschafts-Abbrüche unter Strafe. Die Grünen wollen dieses Gesetz streichen. Frauen sollen in ihrer Nähe einen Abbruch machen können. Auch Frauen mit verletzten Genitalien sollen Hilfe bekommen.

Politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sichern

Die Grünen wollen Menschen mit Behinderungen in alle relevanten politischen Prozesse des Landes einbeziehen und Barrieren abbauen. Verbindliche Regeln sollen barrierefreie Beteiligung sichern. Grundlage ist die UN-Behindertenrechtskonvention; Inklusion soll in allen Politikfeldern mitgedacht werden.

Menschen mit Behinderung sollen in der Politik mit-entscheiden. Dafür soll es feste Regeln geben. Informationen sollen für alle verständlich sein. Wer Hilfe braucht, soll sie bekommen.

Gewaltschutzkonzept für Frauen mit Behinderungen erarbeiten

Die Grünen wollen ein landesweites Konzept zum Schutz von Frauen mit Behinderungen vor Gewalt. Schutz- und Hilfsangebote sollen barrierefrei, leicht zugänglich und wohnortnah sein. Das Programm begründet dies mit dem hohen Risiko dieser Gruppe, sexuelle, körperliche und psychische Gewalt zu erleben.

Frauen und Mädchen mit Behinderung erleben oft Gewalt. Die Grünen wollen einen Plan für ihren Schutz im ganzen Land. Es soll Beratungs-Stellen in der Nähe geben. Diese Stellen sollen ohne Hindernisse erreichbar sein.

Gebärdensprache anerkennen und Leichte Sprache fördern

Die Grünen wollen die Gebärdensprache als Minderheitensprache anerkennen, um sie schützen und fördern zu können. In den Verwaltungen sollen Leichte Sprache und Mehrsprachigkeit weiter gefördert werden. Alle Menschen sollen so Zugang zu wichtigen Informationen erhalten.

Gehörlose Menschen sprechen mit den Händen. Das heißt Gebärden-Sprache. Die Grünen wollen diese Sprache besonders schützen. Ämter sollen mehr in Leichter Sprache schreiben.

Frauentag als Feiertag, mehr Frauen in Ämtern

Die Grünen wollen den 8. März zum gesetzlichen Feiertag machen und den Frauenanteil in der Kommunalpolitik deutlich steigern. Außerdem wollen sie gegen unterschiedliche Preise für Frauen und Männer bei gleichen Produkten vorgehen.

Die Grünen wollen einen neuen Feiertag am 8. März. Das ist der Frauentag. Mehr Frauen sollen in der Politik vor Ort mitmachen. Frauen sollen für gleiche Produkte nicht mehr bezahlen als Männer.

Frauenhäuser und Beratung gegen Gewalt ausbauen

Die Grünen wollen Frauenhäuser und Beratungsstellen im ganzen Land ausbauen, vor allem auf dem Land, und dauerhaft finanzieren. Gewalt gegen Frauen soll als Frage der inneren Sicherheit behandelt und mit einer eigenen Strategie bekämpft werden.

Die Grünen wollen Frauen besser vor Gewalt schützen. Es soll mehr Frauen-Häuser und Beratungs-Stellen geben. Besonders auf dem Land fehlen solche Orte. Sie sollen dauerhaft Geld bekommen.

Frauen in Beruf, Technik und Haushalt fördern

Die Grünen wollen Frauen und Mädchen bei Berufswahl, Bildung und Karriere gezielt fördern, besonders in technischen Fächern und bei Unternehmensgründungen. Im Landeshaushalt soll das Gender-Budgeting ausgeweitet werden, und im Bund will die Partei ein Verbot sexistischer Werbung erreichen.

Die Grünen wollen Frauen und Mädchen im Beruf stärken. Mehr Frauen sollen Technik und Informatik studieren. Frauen, die eine Firma gründen, sollen Hilfe bekommen. Werbung, die Frauen abwertet, soll verboten werden.

Queer-Beauftragte und mehr Beratung schaffen

Die Grünen wollen ein Amt für queere Themen auf Landesebene einrichten, das die Queerpolitik der Landesregierung koordiniert. Beratungsangebote für queere Menschen sollen mit den Kommunen ausgebaut werden, vor allem zu geschlechtlicher Vielfalt und auf dem Land.

Die Grünen wollen eine beauftragte Person für queere Themen. Queer heißt zum Beispiel: lesbisch, schwul oder trans. Es soll mehr Beratung für queere Menschen geben. Das gilt besonders auf dem Land.

Queer-sensible Gesundheitsversorgung ausbauen

Die Grünen wollen eine Gesundheits- und Pflegeversorgung, die auf queere Menschen eingeht. Dazu sollen Einrichtungen ein Gütesiegel erhalten können, Personal geschult und Beratungsangebote ausgeweitet werden.

Die Grünen wollen bessere Hilfe für queere Menschen beim Arzt und in der Pflege. Queer heißt zum Beispiel: schwul, lesbisch oder trans. Gute Praxen sollen ein Siegel bekommen. Das Personal soll mehr dazu lernen. Es soll mehr Beratung geben.

Landesaktionsplan „Echte Vielfalt 2.0“ auflegen

Die Grünen wollen den Landesaktionsplan „Echte Vielfalt“ gemeinsam mit queeren Organisationen zu einer Version 2.0 ausbauen. Queere Bildungs-, Beratungs- und Jugendarbeit soll professionelle, landesweit erreichbare Strukturen erhalten.

Das Land hat einen Plan für queere Menschen. Er heißt „Echte Vielfalt“. Die Grünen wollen diesen Plan größer machen. Dafür soll es mehr Geld geben. Beratung und Jugend-Arbeit sollen feste Stellen bekommen.

Vereinbarungen mit Religionsgemeinschaften schließen, Religionsrecht modernisieren

Die Grünen wollen eine staatliche Vereinbarung mit den muslimischen Gemeinschaften erreichen und auch mit weiteren Religionsgemeinschaften Verträge schließen. Jüdisches Leben soll sichtbarer werden, und das Staatskirchenrecht des Landes soll an die heutige Vielfalt angepasst werden.

Im Land leben Menschen mit vielen Religionen. Die Grünen wollen einen Vertrag mit den Muslimen schließen. Mit Juden und Aleviten gibt es das schon. Jüdisches Leben soll man besser sehen können. Die Regeln für Religionen sollen moderner werden.

Internationalen Frauentag als Feiertag einführen

Die Grünen wollen den 8. März, den internationalen Frauentag, zum gesetzlichen Feiertag in Schleswig-Holstein machen. Bei weiteren neuen Feiertagen setzen sie sich für den 27. Januar und den 8. Mai ein.

Der 8. März ist der Welt-Frauentag. Die Grünen wollen: Dieser Tag soll ein Feiertag werden. Später könnten noch zwei Feiertage dazukommen. Das sind der 27. Januar und der 8. Mai.

Gleichstellung in der IT-Branche fördern

Die Grünen wollen mehr Frauen sowie inter*, nicht-binäre und trans* Personen für IT-Berufe gewinnen und Stellen im IT-Bereich paritätisch besetzen. Das Programm begründet dies damit, dass die digitale Welt bisher überwiegend von Männern geprägt sei und Themen wie digitale Gewalt zu wenig beachtet würden.

Die Grünen wollen mehr Frauen in IT-Berufen. Das gilt auch für inter, nicht-binäre und trans Personen. Stellen in der IT sollen gleich verteilt sein. Mädchen sollen früh Förderung in Mathe, Technik und Naturwissenschaft bekommen.

IT-Projekte von Frauen und FINT*-Personen fördern

Die Grünen wollen eigene Fördermittel für IT-Projekte von Frauen und FINT*-Personen bereitstellen. Auch Hackathons ausschließlich für diese Gruppen sollen unterstützt werden.

Die Grünen wollen Geld für IT-Projekte von Frauen geben. Das gilt auch für FINT*-Personen. Das sind Frauen, inter, nicht-binäre und trans Menschen. Es soll auch eigene Programmier-Treffen nur für sie geben.

Verwaltung vielfältiger aufstellen

Die Grünen wollen, dass die Landesverwaltung die Vielfalt der Gesellschaft abbildet. Dazu planen sie eine Nachwuchskampagne, Erleichterungen für trans*, inter* und nicht-binäre Beschäftigte sowie paritätische Doppelspitzen.

In der Verwaltung sollen mehr junge Menschen und mehr Frauen arbeiten. Auch Menschen mit verschiedener Herkunft sollen dort arbeiten. Trans Menschen sollen es bei der Einstellung leichter haben. Zwei Personen sollen eine Behörde gemeinsam leiten können.

Landesantidiskriminierungsgesetz schaffen

Die Grünen wollen ein Landesgesetz gegen Diskriminierung einführen, das Menschen stärkt, die von Behörden benachteiligt werden. Betroffene sollen Schadensersatz vom Land verlangen können. Organisationen der Zivilgesellschaft sollen dauerhaft gefördert werden.

Die Grünen wollen ein Gesetz gegen Diskriminierung. Diskriminierung heißt: Jemand wird ungerecht behandelt, zum Beispiel wegen seiner Herkunft. Wer von einer Behörde benachteiligt wird, soll Geld vom Land fordern können. Verbände sollen für Betroffene klagen dürfen.

Strukturellen Rassismus erfassen und Teilhabe stärken

Die Grünen verlangen, dass sich das Land intensiv mit Rassismus in Strukturen und Institutionen befasst. Sie werten ihn als Verstoß gegen das Gleichheitsgebot des Grundgesetzes. Menschen mit Migrationsgeschichte sollen in wichtigen Positionen stärker vertreten sein.

Die Grünen wollen mehr gegen Rassismus tun. Sie wollen Rassismus im Alltag in den Gemeinden untersuchen lassen. Menschen aus Einwanderer-Familien sollen mehr mitbestimmen können. Dafür soll es ein Gesetz im Bund geben.

Antimuslimischen und anderen Rassismus bekämpfen

Die Grünen wollen gegen Rassismus vorgehen, der sich gegen Musliminnen und Muslime richtet, und dafür mit muslimischen Verbänden und der Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Auch Maßnahmen gegen Rassismus gegenüber Schwarzen Menschen und gegen Antiziganismus sollen im Land unterstützt werden.

Die Grünen wollen Rassismus gegen Muslime bekämpfen. Dafür wollen sie mit muslimischen Verbänden zusammenarbeiten. Auch Menschen ohne Religion sollen mitreden. Die Grünen wollen auch Schwarze Menschen und Roma besser schützen.

Antisemitismus in allen Formen bekämpfen

Die Grünen wollen Antisemitismus in allen gesellschaftlichen Gruppen bekämpfen und jüdische Einrichtungen umfassend schützen. Die Dokumentationsstelle LIDA und das Amt der oder des Landesbeauftragten sollen gestärkt werden, Veranstaltungen mit antisemitischen Auftritten sollen kein Landesgeld erhalten.

Die Grünen wollen Juden-Feindlichkeit bekämpfen. Jüdische Menschen sollen im Land sicher sein. Eine Stelle soll Vorfälle besser aufschreiben. Wer Juden-Feindlichkeit fördert, soll kein Geld vom Land bekommen. Lehrer sollen mehr Fortbildungen bekommen.

Frauenquote von 50 Prozent in Landesunternehmen einführen

Die Grünen wollen in Unternehmen mit Landesbeteiligung eine verbindliche Frauenquote von mindestens 50 Prozent in den Führungsebenen einführen. Zusätzlich sollen Maßnahmen inter*, trans* und nicht binäre Personen berücksichtigen.

An manchen Firmen ist das Land beteiligt. Dort soll mindestens die Hälfte der Chefs Frauen sein. Das soll Pflicht werden. Auch inter, trans und nicht-binäre Menschen sollen berücksichtigt werden.

Nationale Minderheiten gleichberechtigt fördern

Die Grünen wollen die drei nationalen Minderheiten im Land – Sinti und Roma, Friesen und die dänische Minderheit – gleichberechtigt fördern. Ihre Sprachen sollen auch an deutschen Schulen unterstützt werden, und Zentren sollen über die Minderheiten informieren.

In Schleswig-Holstein leben drei nationale Minderheiten. Das sind Sinti und Roma, Friesen und die dänische Minderheit. Die Grünen wollen alle drei gleich fördern. Ihre Sprachen sollen auch in deutschen Schulen vorkommen. Neue Zentren sollen über die Minderheiten informieren.

Grüne: alle 24 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,2), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich progressiv, 8 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Die SPD will Menschen mit Behinderung gesetzlich vor Diskriminierung schützen und ihre Teilhabe in Bildung, Freizeit und Arbeit ausbauen. Der Landesaktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention soll weiterentwickelt und der Fonds für Barrierefreiheit fortgesetzt werden. Ziel ist, wo möglich, eine Beschäftigung auf dem regulären Arbeitsmarkt.

Die SPD will Menschen mit Behinderung besser vor Benachteiligung schützen. Schulen, Kitas und Jugend-Treffs sollen ohne Hindernisse sein. Mehr Menschen mit Behinderung sollen Arbeit in normalen Betrieben finden. In Werkstätten soll es mehr Lohn geben.

Gleichstellungsstrategie für das Land einführen

Die SPD will eine landesweite Gleichstellungsstrategie mit Zielen und Maßnahmen für Regierung und Behörden. Sie soll unter anderem die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern verringern, soziale Berufe und Pflegeberufe aufwerten und Gleichstellungsbeauftragte stärken.

Frauen verdienen im Schnitt weniger als Männer. Die SPD will das ändern. Dafür soll das Land einen Plan für Gleichstellung bekommen. Gleichstellungs-Beauftragte sollen mehr Unterstützung bekommen.

Programm gegen häusliche und digitale Gewalt

Die SPD will ein landesweites, barrierefreies Programm gegen häusliche und sexualisierte Gewalt auflegen. Zusätzlich soll eine koordinierende Frauenberatungsstelle gegen Gewalt im Internet entstehen. Das Programm begründet dies mit Lücken im bestehenden Hilfesystem.

Viele Frauen erleben Gewalt zu Hause oder im Internet. Die SPD will ein Programm dagegen für das ganze Land. Es soll eine neue Beratungs-Stelle gegen Gewalt im Internet geben. Auch Kinder, die Gewalt zu Hause sehen, sollen Hilfe bekommen.

Paritätsgesetz und paritätisches Kabinett anstreben

Die SPD will sich für eine Änderung des Grundgesetzes einsetzen, damit Paritätsgesetze möglich werden, die Parlamente gleichmäßig mit Frauen und Männern besetzen. Ein von ihr geführtes Landeskabinett soll zur Hälfte aus Frauen bestehen.

In den Parlamenten sitzen mehr Männer als Frauen. Die SPD will das ändern. Dafür soll das Grundgesetz geändert werden. In einer SPD-Regierung soll die Hälfte der Minister-Posten an Frauen gehen.

Frauenhäuser und Beratungsstellen besser ausstatten

Die SPD will mehr Plätze in Frauenhäusern schaffen, deren Kosten vollständig übernehmen und mehr Personal je Bewohnerin einsetzen. In jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt soll es ein Frauenhaus geben. Auch weitere Beratungsstellen sollen gestärkt werden.

Frauen-Häuser schützen Frauen vor Gewalt. Die SPD sagt: Es gibt zu wenige Plätze. Sie will mehr Plätze und mehr Personal. Das Land soll die Kosten bezahlen.

Rechte und Akzeptanz queerer Menschen stärken

Die SPD will gleiche Rechte für gleichgeschlechtliche Ehepaare, vor allem bei Adoptionen, und die rechtliche Gleichbehandlung queerer Menschen. Der Landesaktionsplan gegen Trans- und Homofeindlichkeit soll fortgeführt und erweitert werden. Verbote geschlechtergerechter Sprache lehnt sie ab.

Die SPD will gleiche Rechte für queere Menschen. Paare mit gleichem Geschlecht sollen bei Adoptionen gleich behandelt werden. Ein Plan gegen Feindlichkeit soll weitergehen. Die SPD ist gegen Verbote beim Gendern.

Gendern und religiöse Symbole an Schulen zulassen

Die SPD will, dass gendergerechte Sprache in der Schule nicht als Fehler gewertet wird, ohne den Schulen Vorgaben zum Gendern zu machen. Pädagogisches Personal soll selbst entscheiden, ob es religiöse Symbole wie ein Kopftuch trägt, solange das Gesicht erkennbar bleibt.

Manche Schüler schreiben mit Gender-Stern. Die SPD will: Das soll kein Fehler sein. Schulen müssen aber nicht gendern. Lehrerinnen dürfen selbst über ein Kopftuch entscheiden. Das Gesicht muss man aber sehen können.

Minderheitenpolitik fortsetzen und absichern

Die SPD will die Förderung der Minderheiten und Volksgruppen in Schleswig-Holstein fortschreiben und die langfristige Planungssicherheit auch auf Sinti und Roma ausdehnen. Das Programm versteht die kulturelle Vielfalt des Landes als Stärke und die Minderheiten als Brückenbauer im Grenzland.

In Schleswig-Holstein leben mehrere Minderheiten. Dazu gehören Friesen, Dänen sowie Sinti und Roma. Die SPD will sie weiter mit Geld unterstützen. Die Förderung soll für lange Zeit sicher sein. Das soll auch für Sinti und Roma gelten.

Antisemitismus und Antiziganismus bekämpfen

Die SPD will den Kampf gegen Antisemitismus fortsetzen und Betroffene antisemitischer Taten betreuen lassen. Für antiziganistische Vorfälle will sie ein landesweites Monitoring prüfen und auch dort Beratung und Prävention sichern.

Die SPD will Juden im Land besser schützen. Wer Opfer von Juden-Hass wird, soll Hilfe bekommen. Auch Sinti und Roma erleben Hass. Die SPD will prüfen, ob das Land solche Vorfälle zählen kann. Auch für sie soll es Beratung geben.

Landesantidiskriminierungsgesetz einführen

Die SPD will in Schleswig-Holstein ein Landesantidiskriminierungsgesetz schaffen, um Betroffene von Diskriminierung zu unterstützen und rechtlich zu schützen. Zudem soll Vielfalt politisch sichtbarer werden, etwa durch Diversität als Kriterium bei der öffentlichen Politikförderung.

Manche Menschen werden schlechter behandelt, zum Beispiel wegen ihrer Herkunft. Das nennt man Diskriminierung. Die SPD will ein neues Landes-Gesetz dagegen machen. Das Gesetz soll Betroffene schützen. Vielfalt soll auch in der Politik mehr zählen.

SPD: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SSW

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,2), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich progressiv, 10 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Minderheitensprachen im öffentlichen Raum und vor Gericht

Der SSW will die Minderheiten- und Regionalsprachen im Alltag sichtbar und nutzbar machen. Dazu sollen mehr zweisprachige Schilder aufgestellt werden, und die Sprachen sollen vor Gericht ohne Nachteile verwendet werden dürfen.

Der SSW will mehr Schilder in zwei Sprachen. Zum Beispiel auf Deutsch und Dänisch. Vor Gericht sollen Menschen ihre Minderheiten-Sprache sprechen dürfen. Das soll sie nichts kosten.

Sinti und Roma schützen, Antiziganismus bekämpfen

Der SSW will den Schutz der Sinti und Roma auf europäischer, Bundes- und Landesebene stärken. Die EU-Staaten sollen sich verbindlich dazu verpflichten, und im Bund soll es ein Amt gegen Antiziganismus geben. Im Land sollen Kulturarbeit und Bildungsbegleitung der Minderheit weiter gefördert werden.

Der SSW will Sinti und Roma besser schützen. Antiziganismus heißt: Feindschaft gegen Sinti und Roma. Dagegen soll es im Bund einen Beauftragten geben. Auch die EU soll mehr dagegen tun. Helfer sollen Kinder der Minderheit in Kita, Schule und Ausbildung begleiten.

Dänische Einrichtungen finanziell gleichstellen und absichern

Der SSW will die finanzielle Gleichstellung der Einrichtungen der dänischen Minderheit verstetigen und rechtlich sowie vertraglich absichern. Kommunen, Land und Bund sollen dafür jeweils ihren Anteil tragen. Die Förderung ist aus Sicht der Partei Voraussetzung für die Existenz dieser Einrichtungen.

Die dänische Minderheit hat eigene Kindergärten, Schulen und Pflegedienste. Der SSW will, dass sie genauso viel Geld bekommen wie andere. Gemeinden, Land und Bund sollen dafür zahlen. Das soll fest geregelt sein.

Frauenhäuser und Beratungsstellen erhalten und ausbauen

Der SSW will Frauenhäuser sowie Beratungsstellen für Frauen und Mädchen sichern und nach Bedarf erweitern, um die Istanbul-Konvention zu erfüllen. Auch Hilfs- und Beratungsangebote für Männer sollen wachsen.

Der SSW will Frauen-Häuser erhalten und ausbauen. Dort finden Frauen Schutz vor Gewalt. Auch Beratungs-Stellen für Frauen und Mädchen sollen mehr werden. Für Männer soll es ebenfalls mehr Beratung geben.

Teilhabe von Menschen mit Behinderungen stärken

Der SSW verlangt, die UN-Behindertenrechtskonvention auf allen staatlichen Ebenen konsequent umzusetzen und Betroffene daran zu beteiligen. Dazu gehören ein Gehörlosengeld, mehr barrierefreier Wohnraum und barrierefreie Arztpraxen.

Der SSW will mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen im Alltag. Gehörlose Menschen sollen ein eigenes Geld vom Land bekommen. Es soll mehr Wohnungen ohne Hindernisse geben. Auch Arzt-Praxen sollen für alle zugänglich sein.

Lohnlücke schließen und Rückkehrrecht in Vollzeit schaffen

Der SSW will, dass Frauen und Männer für ihre Arbeit gleich bezahlt werden, und die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern schließen. Wer seine Arbeitszeit verringert hat, soll einen Anspruch auf Rückkehr in Vollzeit bekommen. Außerdem sollen Geschlechterquoten erfüllt und mehr Frauen in Führungspositionen gebracht werden.

Der SSW will gleichen Lohn für Frauen und Männer. Wer in Teilzeit arbeitet, soll wieder in Vollzeit wechseln dürfen. Das hilft laut SSW vor allem vielen Frauen. Mehr Frauen sollen Chefinnen werden.

Schwangerschaftsabbruch entkriminalisieren, § 219a streichen

Der SSW unterstützt die Streichung des Paragrafen 219a und will den Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafrecht herausführen. An die Stelle der heutigen Regelung soll ein Gesetz nach dänischem Muster treten, das ein allgemeines Recht auf Abbruch bis zum Ende der zwölften Woche vorsieht. Die Pflichtberatung soll durch ein freiwilliges Angebot ersetzt werden.

Der SSW will Schwangerschafts-Abbrüche nicht mehr im Strafrecht regeln. Bis zur 12. Woche sollen Schwangere ein Recht auf einen Abbruch haben. Vorbild ist Dänemark. Die Beratung soll freiwillig sein. Ärztinnen und Ärzte sollen offen über Abbrüche informieren dürfen.

LSBTIQ* rechtlich gleichstellen und schützen

Der SSW will die rechtliche Benachteiligung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, intersexuellen und trans Personen beenden. Das Diskriminierungsverbot im Grundgesetz soll um die sexuelle Identität erweitert werden, und gleichgeschlechtliche Paare sollen bei der Elternschaft dieselben Rechte erhalten. Hinzu kommt ein Programm von Bund und Ländern gegen queerfeindliche Gewalt.

Der SSW will gleiche Rechte für queere Menschen. Das Grundgesetz soll sie ausdrücklich vor Benachteiligung schützen. Lesbische und schwule Paare sollen als Eltern gleiche Rechte haben. Es soll ein Programm gegen Gewalt an queeren Menschen geben. Trans Personen sollen bessere Gesundheits-Versorgung bekommen.

Parität und familienfreundlichen Politikbetrieb fördern

Der SSW will, dass Parlamente zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern besetzt sind, und sieht die Organisation des Politikbetriebs als eine Ursache des Ungleichgewichts. Abgeordnete mit einem neugeborenen Kind sollen ihr Mandat vorübergehend an eine nachrückende Person abgeben können. Außerdem soll das Land seinen Haushalt geschlechtergerecht führen.

Der SSW will gleich viele Frauen und Männer in den Parlamenten. Politik soll besser zur Familie passen. Abgeordnete mit einem Baby sollen eine Pause machen können. In dieser Zeit übernimmt eine andere Person von der Liste. Das Land soll sein Geld gerecht für alle Geschlechter ausgeben.

Rechtsanspruch auf Hilfe bei Gewalt schaffen

Der SSW fordert, dass alle Menschen, die Gewalt erleben, bundesweit einen einklagbaren Anspruch auf Hilfe bekommen. Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen sollen angemessen finanziert und ausgebaut werden. Auch Angebote für Opfer von Verbrechen will die Partei erweitern und dauerhaft sichern.

Der SSW will: Wer Gewalt erlebt, soll ein Recht auf Hilfe haben. Das soll in ganz Deutschland gelten. Frauenhäuser und Beratungs-Stellen sollen genug Geld bekommen. Auch für Männer soll es mehr Schutz-Angebote geben. Opfer von Verbrechen sollen mehr Hilfe bekommen.

Gleichberechtigung fördern und Rassismus entgegenwirken

Der SSW will, dass der Staat die Teilhabe aller Menschen aktiv fördert und niemand wegen Herkunft, Geschlecht, Religion, Alter oder sexueller Identität benachteiligt wird. Er verlangt ein aktiv antirassistisches politisches Handeln und unterstützt die Aktionspläne gegen Rassismus.

Der SSW will, dass alle Menschen gleiche Rechte haben. Niemand soll wegen Hautfarbe, Herkunft oder Religion schlechter behandelt werden. Der Staat soll mehr gegen Rassismus tun. Es soll mehr Beratungs-Stellen geben.

Jüdisches Leben schützen und sichtbarer machen

Der SSW will, dass Jüdinnen und Juden sicher leben und ihren Glauben ohne Angst ausüben können. Das Amt des Landesbeauftragten für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus soll bestehen bleiben, und die Bildungsarbeit gegen Antisemitismus soll gestärkt werden.

Der SSW will, dass jüdische Menschen sicher leben können. Sie sollen ihren Glauben ohne Angst leben. Das Land soll weiter eine beauftragte Person gegen Juden-Hass haben. Schulklassen sollen weiter Gedenk-Orte besuchen.

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