Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Was sagen die Parteien in Rheinland-Pfalz zu Gleichstellung und Vielfalt?

3 aktuelle Wahlprogramme in Rheinland-Pfalz haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+1,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 2 deutlich konservativ

Frauenquoten im Beruf ablehnen

Die AfD lehnt Quotenregelungen im Berufsleben ab. Aus ihrer Sicht ersetzen Quoten Leistung und Eignung durch das Geschlecht und behandeln Frauen pauschal als schwächere Gruppe. Stellen sollen an die besten Bewerber gehen.

Die AfD will keine Frauen-Quoten im Beruf. Eine Quote legt fest, wie viele Stellen an Frauen gehen müssen. Die AfD findet: Nur Leistung und Können sollen zählen. Die besten Bewerber sollen die Stelle bekommen.

Frauenhäuser und Frauennotrufe ausbauen

Die AfD will die Zahl der Frauenhäuser in Rheinland-Pfalz von 19 auf 36 erhöhen, sodass es in jeder kreisfreien Stadt und jedem Landkreis eines gibt. Das Land soll dafür den größten Teil des kommunalen Kostenanteils tragen. Auch die Frauennotrufe sollen ausgebaut und bekannter werden.

Frauenhäuser schützen Frauen und Kinder vor Gewalt zu Hause. Heute gibt es 19 davon im Land. Die AfD will 36 Frauenhäuser. Das Land soll den größten Teil bezahlen. Auch die Notruf-Stellen für Frauen sollen wachsen.

Selbstbestimmungsgesetz abschaffen

Die AfD will das Selbstbestimmungsgesetz abschaffen. Schutzbereiche wie Frauenhäuser, Saunen und Umkleiden sollen nur biologischen Frauen zugänglich sein. Das Programm begründet das mit Gefahren, die es für Frauen sieht.

Das Selbstbestimmungs-Gesetz erlaubt, den Geschlechts-Eintrag leicht zu ändern. Die AfD will dieses Gesetz abschaffen. Frauenhäuser und Umkleiden sollen nur für biologische Frauen sein. Die AfD sagt: So sind Frauen besser geschützt.

Gender-Förderung streichen, Behandlungen Minderjähriger beschränken

Die AfD will Landesmittel streichen, die nach ihrer Darstellung der Förderung einer „Genderideologie“ dienen, und entsprechende Inhalte aus Kitas und Schulen fernhalten. Geschlechtsverändernde Behandlungen sollen vor dem 18. Geburtstag nur bei medizinischer Notwendigkeit zulässig sein. Die Partei begründet das mit dem Kindeswohl.

Die AfD lehnt ab, was sie Gender-Ideologie nennt. Das Land soll dafür kein Geld mehr geben. In Kitas und Schulen soll das Thema so nicht mehr vorkommen. Unter 18 Jahren sollen Behandlungen zur Änderung des Geschlechts nur bei medizinischem Grund erlaubt sein.

AfD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 5 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung stärken

Die Grünen wollen, dass Menschen mit Behinderung ihre Interessen mit professionellen Strukturen selbst vertreten können. Dazu sollen überall im Land kommunale Beiräte und Beauftragte entstehen und die politische Teilhabe ausgebaut werden.

Menschen mit Behinderung sollen selbst für ihre Rechte sprechen können. Jeder Kreis und jede große Stadt soll einen Beirat dafür haben. Wahlen sollen ohne Hindernisse möglich sein. Es soll Angebote in Leichter Sprache geben.

Barrierefreiheit und UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen

Die Grünen wollen bis 2035 alle Gebäude des Landes barrierefrei machen und die digitale Barrierefreiheit durchsetzen. Der Landesaktionsplan zur UN-Behindertenrechtskonvention soll fortgeschrieben und das Landesrecht daran gemessen werden.

Alle Gebäude des Landes sollen bis 2035 ohne Hindernisse sein. Auch Internet-Seiten von Land und Gemeinden sollen für alle nutzbar sein. Blinde Menschen sollen mehr Geld bekommen. Das Land soll bei allen Entscheidungen an Menschen mit Behinderung denken.

Ehegattensplitting ersetzen und Lohngleichheit fördern

Die Grünen verlangen vom Bund, das Ehegattensplitting durch eine individuelle Besteuerung abzulösen, weil es Frauen aus ihrer Sicht strukturell benachteiligt. Im Land soll ein Programm Unternehmen fördern, die freiwillig ihre Gehälter prüfen und Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern beseitigen. Gleichstellungsbeauftragte sollen eine stärkere Stellung bekommen.

Ehepaare zahlen heute oft gemeinsam Steuern. Die Grünen finden: Das ist ungerecht für Frauen. Jede Person soll einzeln besteuert werden. Firmen sollen Hilfe bekommen, wenn sie Frauen und Männer gleich bezahlen. Gleichstellungs-Beauftragte sollen mehr Gewicht bekommen.

Schutz von Frauen vor Gewalt ausbauen

Die Grünen wollen Frauenhäuser, Übergangswohnungen, Notrufe und Interventionsstellen weiter ausbauen und die Istanbul-Konvention im Land vollständig umsetzen. Das Gewalthilfegesetz des Bundes, das ab 2032 einen Anspruch auf kostenlosen Schutz und Beratung gibt, soll konsequent umgesetzt werden. Hinzu kommen Vorbeugung und strengere Regeln auf Bundesebene.

Die Grünen wollen Frauen besser vor Gewalt schützen. Es soll mehr Plätze in Frauen-Häusern geben. Auch Notrufe und Beratung sollen wachsen. Belästigung durch Zurufe auf der Straße soll strafbar werden. Jungen und junge Männer sollen früh lernen, Streit ohne Gewalt zu lösen.

Landesantidiskriminierungsgesetz und Beratung ausbauen

Die Grünen wollen mit einem Landesantidiskriminierungsgesetz Schutzlücken schließen und Betroffenen Mittel geben, sich zu wehren. Im Diskriminierungsrecht soll eine Beweiserleichterung gelten. Beratungsstellen sollen ausgebaut und der Landesaktionsplan gegen Rassismus fortgeführt werden.

Niemand soll benachteiligt werden, etwa wegen Hautfarbe, Religion oder Behinderung. Die Grünen wollen dafür ein eigenes Landes-Gesetz. Betroffene sollen sich damit besser wehren können. Es soll mehr Beratungs-Stellen geben. In Schulen und Ämtern soll es Kurse gegen Rassismus geben.

Queere Menschen schützen und rechtlich gleichstellen

Die Grünen wollen queere Menschen besser vor Gewalt und Anfeindungen schützen, unter anderem mit dauerhaft geförderten Zentren in allen größeren Städten und einem weiterentwickelten Landesaktionsplan. Die Landesverfassung soll sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität als Schutzmerkmale nennen. Das Abstammungsrecht soll modernisiert und Mehrelternschaft rechtlich abgesichert werden.

Queere Menschen sind zum Beispiel lesbisch, schwul oder trans. Die Grünen wollen sie besser vor Gewalt schützen. In großen Städten soll es feste Treffpunkte mit Beratung geben. Die Landes-Verfassung soll queere Menschen ausdrücklich schützen. Kinder sollen auch mehr als zwei Eltern mit Sorgerecht haben können.

Grüne: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 6 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern

Die SPD will Frauen die Rückkehr in den Beruf nach oder während der Familienphase erleichtern. Dazu sollen verlässliche Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeiten sowie Qualifizierung und Beratung beitragen, auch um Fachkräfte zu sichern und Altersarmut vorzubeugen.

Viele Frauen machen wegen der Familie eine Pause im Beruf. Die SPD will ihnen die Rückkehr leichter machen. Dafür soll es gute Kinder-Betreuung und flexible Arbeitszeiten geben. Frauen sollen auch Beratung und Kurse bekommen.

Gleiche Bezahlung und mehr Frauen in Führung

Die SPD will, dass Frauen und Männer für gleichwertige Arbeit gleich und nachvollziehbar bezahlt werden. Außerdem soll der Frauenanteil in Führungspositionen dauerhaft steigen.

Die SPD will gleichen Lohn für Frauen und Männer. Das soll für gleichwertige Arbeit gelten. Mehr Frauen sollen Chefinnen werden. Das Land will Frauen dafür weiter fördern.

Schutz vor Gewalt an Frauen ausbauen

Die SPD will, dass Betroffene häuslicher oder sexualisierter Gewalt landesweit schnell Schutz, Beratung und Hilfe bekommen. Dafür sollen mehr Plätze in Frauenhäusern und weitere Schutzräume entstehen.

Die SPD will Frauen und Mädchen besser vor Gewalt schützen. Es soll mehr Plätze in Frauen-Häusern geben. Betroffene sollen überall schnell Hilfe und Beratung bekommen. Beweise sollen sie auch ohne Anzeige sichern lassen können.

Catcalling bestrafen, Frauen im Netz und draußen schützen

Die SPD befürwortet einen eigenen Straftatbestand gegen verbale sexuelle Belästigung, das sogenannte Catcalling. Zudem sollen Frauen im Internet und im öffentlichen Raum besser vor Hass, Bedrohung und Unsicherheit geschützt werden.

Die SPD will, dass sexuelle Belästigung mit Worten strafbar wird. Man nennt das Catcalling. Frauen sollen sich draußen sicher fühlen. Auch im Internet sollen sie besser vor Hass geschützt sein.

Antisemitismus bekämpfen, jüdisches Leben schützen

Die SPD will Antisemitismus in jeder Form bekämpfen und den Schutz jüdischen Lebens ausbauen. Anlass ist aus Sicht der Partei, dass antisemitische Straftaten und Vorfälle deutlich zugenommen haben.

Die SPD will gegen Juden-Hass vorgehen. Jüdische Menschen sollen besser geschützt werden. Es gibt eine Beauftragte oder einen Beauftragten für jüdisches Leben. Diese Arbeit soll gestärkt werden.

Landesaktionsplan gegen Rassismus weiterentwickeln

Die SPD will den Aktionsplan des Landes gegen Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit fortführen und gezielt weiterentwickeln. Die Stelle, die menschenfeindliche Vorfälle erfasst, soll unterstützt und bekannter gemacht werden.

Das Land hat einen Plan gegen Rassismus. Die SPD will diesen Plan weiterführen und verbessern. Es gibt eine Stelle, bei der man menschenfeindliche Vorfälle melden kann. Die SPD will diese Stelle unterstützen. Mehr Menschen sollen sie kennen.

Rechte und Schutz queerer Menschen stärken

Die SPD will den Landesaktionsplan „Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen“ fortführen und umsetzen, um Rechte, Sichtbarkeit und Schutz queerer Menschen zu stärken. Queere Zentren sollen dauerhaft finanziert werden.

Die SPD will queere Menschen besser schützen. Queer sind zum Beispiel lesbische, schwule und trans Menschen. Das Land hat dafür einen Plan. Die SPD will diesen Plan weiterführen. Queere Zentren sollen dauerhaft Geld bekommen.

SPD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl