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parteiprogramm

CDU zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Connected Cities. Das vernetzte Land. Regierungsprogramm der CDU Bremen zur Wahl der Bremischen Bürgerschaft am 14. Mai 2023“

Bürgerschaftswahl Bremen 2023, 14. Mai 2023Original-PDF, 132 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv (-0,7), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 5 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Keine Pflicht zum Gendern

Die CDU lehnt verbindliche Vorgaben zur geschlechtergerechten Sprache in Bildung, Lehre und öffentlicher Verwaltung ab. Wer nicht gendert, soll dadurch keine Nachteile haben, auch nicht bei Noten.

Die CDU will keine Pflicht zum Gendern. Gendern heißt: Man spricht alle Geschlechter in der Sprache an. Niemand soll Nachteile haben, wenn er nicht gendert. Das soll auch für Schulnoten gelten.

Das Programm verlangt, dass Menschen, die nicht gendern, in Bildung, Lehre und der gesamten öffentlichen Verwaltung nicht benachteiligt werden. Verbindliche Regeln zum Gendern soll es nicht geben. Auf die Benotung soll es sich nicht auswirken, ob jemand gendert.

Originalzitat anzeigen (Seite 4)
„Es darf keine verpflichtenden Vorgaben zum Gendern der Sprache geben.“
Seite 4 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die CDU will verbindliche Vorgaben zur geschlechtergerechten Sprache ausschließen und stellt sich damit gegen einen Sprachwandel, was dem konservativen Pol entspricht.

Frauen besser vor Gewalt schützen

Die CDU will die Istanbul-Konvention in Bremen und Bremerhaven vollständig umsetzen und genügend Beratung und Frauenhausplätze bereitstellen. Sie verweist darauf, dass Frauen und Mädchen besonders häufig von Gewalt, auch häuslicher, betroffen sind.

Frauen und Mädchen erleben oft Gewalt. Die CDU will sie besser schützen. Es soll genug Plätze in Frauen-Häusern geben. Es soll gute Beratung geben. Dunkle Wege sollen besser beleuchtet werden.

Die Istanbul-Konvention ist ein Abkommen des Europarats gegen Gewalt an Frauen. Die Beratung soll dem Bedarf entsprechen, leicht erreichbar und barrierefrei sein. Auf Bundesebene will die CDU auf eine bundesweit einheitliche Finanzierung der Frauenhäuser hinwirken. Für mehr Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum nennt das Programm unter anderem bessere Beleuchtung von Wegen und Straßen, mehr Frauenparkplätze in Parkhäusern und Frauensitzplätze im Nahverkehr.

Originalzitat anzeigen (Seite 86)
„für ein bedarfsgerechtes, niedrigschwelliges und barrierefreies Beratungsangebot und für auskömmliche Frauenhausplätze sorgen“
Seite 86 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die vollständige Umsetzung der Istanbul-Konvention und mehr Schutzangebote für Frauen bauen bestehende Gleichstellungspolitik schrittweise aus.

Berufliche Chancen von Frauen verbessern

Die CDU will Frauen und Mädchen bessere berufliche Chancen verschaffen und Berufsbilder früh von Rollenklischees lösen. Sie begründet das damit, dass Frauen in Bremen im Ländervergleich besonders selten erwerbstätig und besonders oft arbeitslos seien.

Die CDU will bessere Chancen für Frauen im Beruf. Mädchen sollen alle Berufe kennenlernen, ohne Vorurteile. Berufe mit vielen Frauen sollen besser bezahlt werden. Frauen ohne Abschluss sollen Hilfe bekommen.

Kindererziehung, Pflege von Angehörigen und Berufswahl sollen Frauen nicht benachteiligen. MINT-Programme, also Angebote in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, sollen gestärkt werden. Berufe, in denen überwiegend Frauen arbeiten, sollen bei Bezahlung und Attraktivität aufgewertet werden. Frauen und Mütter ohne Abschluss, vor allem Alleinerziehende, sollen intensiver zum Berufsabschluss begleitet werden. Unternehmensgründungen von Frauen sollen gezielt gefördert werden. Zugleich soll das Geschlecht nach dem Willen der CDU nicht das bestimmende Kriterium für Förderung werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„Rahmenbedingungen schaffen, um frauentypische Berufe hinsichtlich des Verdiensts und der Attraktivität aufzuwerten“
Seite 87 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Rollenklischees bei der Berufswahl sollen abgebaut und Frauen im Erwerbsleben gezielt gefördert werden, was die Gleichstellung schrittweise ausbaut.

Parität bei Führungsposten im öffentlichen Dienst

Die CDU will Führungspositionen in der Landesverwaltung und in Landesunternehmen zur Hälfte mit Frauen besetzen, soweit geeignete Bewerberinnen vorhanden sind. Der öffentliche Dienst soll dabei als Vorbild dienen; Frauenförderung und Auswahl nach Leistung gehören für die Partei zusammen.

Die CDU will mehr Frauen als Chefinnen in den Behörden. Das gilt auch für Firmen, die dem Land gehören. Voraussetzung ist: Es gibt passende Bewerberinnen. Eltern-Zeit soll im Beruf kein Nachteil sein.

Die Parität soll auch für Unternehmen gelten, an denen das Land die Mehrheit hält. Frauen sollen zur Übernahme von Leitungsaufgaben ermutigt und durch Personalentwicklung darauf vorbereitet werden. Modelle wie Führen in Teilzeit, geteilte Führung und flexibles Arbeiten sollen weiter gefördert, bei schlechteren Ergebnissen oder ungeeigneten Arbeitsabläufen aber auch wieder eingeschränkt werden. Bei Elternzeit oder Beurlaubung zur Betreuung sollen dienstliche Beurteilungen fiktiv fortgeschrieben werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„Parität bei allen Führungspositionen in der Landesverwaltung, in landeseigenen und in Unternehmen mit mehrheitlicher Landesbeteiligung umsetzen, wo immer es geeignete Kandidatinnen gibt“
Seite 87 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Eine paritätische Besetzung von Führungsposten im öffentlichen Bereich baut die Gleichstellung aus, bleibt aber an Eignung gebunden und damit ein schrittweiser Schritt.

Queere Menschen vor Diskriminierung schützen

Die CDU will sich stärker für den Schutz von lesbischen, schwulen, bi-, trans-, intergeschlechtlichen und queeren Menschen einsetzen. Der Landesaktionsplan gegen Homo-, Trans- und Interphobie soll weiter umgesetzt werden.

Die CDU will queere Menschen besser schützen. Queer heißt zum Beispiel: lesbisch, schwul oder trans. Niemand soll sie schlecht behandeln. Bremen hat dafür schon einen Plan. Die CDU will diesen Plan weiter umsetzen.

Der Queerpolitische Beirat soll die Umsetzung des Aktionsplans weiter begleiten und beraten. Gegen Gewalt an queeren Menschen will die CDU konsequent vorgehen. Die bestehenden Beratungs- und Hilfsangebote sollen weiterentwickelt werden. Dabei sollen sie für die besonderen Schutzbedarfe queerer BIPoC (Schwarze, Indigene und People of Color) sensibilisiert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 90)
„Dabei wollen wir uns verstärkt für den Schutz und gegen die Diskriminierung von LSBTIQ einsetzen.“
Seite 90 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der bestehende Aktionsplan wird fortgeführt und der Schutz queerer Menschen ausgebaut, was Gleichstellung und Vielfalt schrittweise stärkt.

Landesaktionsplan gegen Rassismus erarbeiten

Die CDU will den bereits beschlossenen Landesaktionsplan gegen Rassismus zeitnah und ressortübergreifend erarbeiten. Beschwerde- und Beratungsstellen sollen ausgebaut und diskriminierende Strukturen abgebaut werden.

Die CDU will gegen Rassismus und Diskriminierung vorgehen. Bremen soll bald einen Plan dafür haben. Betroffene sollen sich leichter beschweren können. Das soll auch anonym und online gehen. Es soll mehr Bildung zu dem Thema geben.

Am Aktionsplan sollen Akteure der Zivilgesellschaft und Betroffene mitwirken. Für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes ist eine zentrale, unabhängige Beschwerdestelle vorgesehen, dazu kommen Schulungsangebote. Bildungsangebote zu Anti-Rassismus in und außerhalb der Schule sollen stärker gefördert werden. Das Programm bezeichnet ein Land ohne Rassismus und Diskriminierung als Aufgabe der gesamten Gesellschaft.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Unabhängige, niedrigschwellige und anonymisierte Beschwerde- und Beratungsstellen (online) ausbauen“
Seite 97 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Aktionsplan, neue Beschwerdestellen und mehr Bildungsangebote bauen den Schutz vor Diskriminierung schrittweise aus.

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Alle Programme in Bremen im Vergleich