Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt bekämpfen
Die Grünen wollen Diskriminierung bei der Wohnungsvergabe verhindern. Aufsichtsräte und Vertriebsbeschäftigte der städtischen Wohnungsunternehmen sollen verpflichtende Schulungen besuchen. Anlass ist der Fall BREBAU, bei dem Mietinteressenten nach Herkunft oder Einkommen gekennzeichnet wurden.
Bei der Suche nach einer Wohnung soll niemand benachteiligt werden. Die Grünen wollen Pflicht-Schulungen bei den städtischen Wohnungs-Firmen. Sie prüfen auch Bewerbungen ohne Namen. Forscher sollen untersuchen, wo Menschen benachteiligt werden.
Die Partei will prüfen, wie anonymisierte Wohnungsbewerbungen bei den städtischen Unternehmen zumindest beim ersten Kontakt zum Standard werden können; die Ergebnisse sollen ins reguläre Verfahren einfließen. Die Beratung der Landesantidiskriminierungsstelle für Wohnungssuchende wird unterstützt und auf ihren Umfang hin überprüft. Ein Forschungsauftrag soll diskriminierende Strukturen und Praktiken im Land Bremen untersuchen und Empfehlungen liefern, auch zum Wohnraummanagement. Darauf aufbauend ist ein Runder Tisch „Wohnen in Vielfalt“ geplant, an dem auch private Wohnungsunternehmen beteiligt werden.
Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„fordern wir, dass die Aufsichtsräte der städtischen Wohnungsbauunternehmen sowie Vertriebsmitarbeiter*innen verpflichtend Schulungen zum Thema Diversität und Antidiskriminierung wahrnehmen.“Einordnung
- Gesellschafteher progressiv
Pflichtschulungen, die Prüfung anonymer Bewerbungen und Forschung sollen Benachteiligung nach Herkunft abbauen, was Gleichstellung und Vielfalt schrittweise stärkt.