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Was sagen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zu Gesundheit und Pflege?

5 aktuelle Wahlprogramme in Nordrhein-Westfalen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 3 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europadeutlich weniger EU (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 1 deutlich weniger EU

Corona-Einschränkungen und Impfpflicht ablehnen

Die AfD lehnt Einschränkungen von Grundrechten, Schulschließungen und eine allgemeine Impfpflicht in der Corona-Politik ab. Stattdessen verlangt sie eine Schutzstrategie, die nach Risiko unterscheidet.

Die AfD ist gegen eine Impf-Pflicht für alle. Sie will auch keine geschlossenen Schulen wegen Corona. Grundrechte sollen nicht eingeschränkt werden. Der Schutz soll sich nach dem Risiko der Menschen richten.

Kinder vor Corona-Maßnahmen schützen

Die AfD lehnt die Covid-Impfung von Kindern und Jugendlichen ab und will Lockdowns nur unter engen Bedingungen zulassen. Pädagogen an Kitas und Grundschulen sollen zusätzlich geschult werden, um psychische Folgen der Maßnahmen bei Kindern zu erkennen.

Die AfD ist gegen die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche. Lockdowns soll es nur bei großer Gefahr geben. Die AfD sagt: Die Corona-Regeln haben vielen Kindern geschadet. Erzieher und Lehrer sollen lernen, damit umzugehen.

Gesundheitsvorsorge ausbauen, Versorgung wohnortnah sichern

Die AfD will Angebote zur Gesundheitsvorsorge ausbauen und schon in der Grundschule über Ernährung und Bewegung sprechen lassen. Jeder soll unabhängig vom Einkommen und auch auf dem Land eine gute medizinische Versorgung in der Nähe haben.

Die AfD will mehr Angebote zur Vorsorge. Vorsorge heißt: gesund bleiben, bevor man krank wird. Kinder sollen in der Grundschule etwas über Essen und Bewegung lernen. Alle sollen einen Arzt in der Nähe haben, auch auf dem Land.

Individualbudgets für Krankenhäuser einführen

Die AfD will Krankenhäuser über individuelle Budgets statt allein über Fallpauschalen finanzieren. Kliniken sollen nicht mehr aus wirtschaftlichen Gründen schließen, und private Träger sollen höchstens 60 Prozent des Krankenhausbereichs ausmachen.

Die AfD will Krankenhäuser anders bezahlen. Jedes Krankenhaus soll ein eigenes Budget bekommen. Kein Krankenhaus soll wegen Geldmangel schließen. Private Firmen sollen höchstens 60 Prozent der Krankenhäuser betreiben.

Pflege und Wohnangebote im Alter ausbauen

Die AfD will die Versorgung älterer Menschen mit einem Bündel von Maßnahmen verbessern, darunter mehr Kurzzeitpflegeplätze, neue Wohnformen und eine stärkere Palliativversorgung. Niemand soll im Alter Geldsorgen haben oder lange nach einem Pflegeplatz suchen müssen.

Die AfD will mehr für alte Menschen tun. Es soll mehr Plätze für kurze Pflege geben. Alte Menschen sollen lange selbstständig wohnen können. Pflegekräfte in der Altenpflege sollen mehr Geld bekommen.

Pflege- und Gesundheitsberufe aufwerten

Die AfD will Pflegekräfte durch flächendeckende Tariflöhne, feste Mindestpersonalgrenzen und bessere Aufstiegschancen stärken. Eine Pflichtmitgliedschaft in der Pflegekammer lehnt sie ab, weil sie darin nur zusätzliche Bürokratie sieht.

Die AfD will Pflegekräfte besser stellen. Sie sollen überall Tariflohn bekommen. Es soll feste Regeln für genug Personal geben. Niemand soll Mitglied in der Pflegekammer sein müssen.

Heimische Arzneimittelproduktion und Antibiotikaforschung fördern

Die AfD will die Herstellung von Arzneimitteln und Medizinprodukten im Inland stärken, um die Abhängigkeit von weltweiten Lieferketten zu verringern. Außerdem soll der Staat die Antibiotikaforschung fördern.

Die AfD will, dass mehr Medikamente in Deutschland hergestellt werden. So soll das Land weniger von Lieferungen aus dem Ausland abhängen. Der Staat soll die Forschung zu Antibiotika fördern. Antibiotika sind Mittel gegen Bakterien.

Impfpflicht ablehnen und Coronapolitik aufarbeiten

Die AfD lehnt jede Form einer Impfpflicht ab und will die Coronapolitik in einem Untersuchungsausschuss des Landtags aufarbeiten lassen. Gesundheitspolitische Zuständigkeiten sollen von der EU zurückgeholt werden.

Die AfD will keine Impfpflicht. Niemand soll sich impfen lassen müssen. Der Landtag soll die Corona-Politik genau untersuchen. Die EU soll in der Gesundheits-Politik weniger entscheiden.

AfD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

U-Untersuchungen für Kinder verpflichtend machen

Die CDU will die Vorsorgeuntersuchungen für Kinder zur Pflicht machen. Regelmäßige Arztbesuche sollen helfen, frühe Anzeichen von Gewalt zu erkennen. Daneben will die CDU Therapieangebote ausweiten, die verhindern sollen, dass Menschen zu Tätern werden.

Kinder gehen regelmäßig zu Vorsorge-Untersuchungen beim Arzt. Die CDU will, dass alle Kinder daran teilnehmen müssen. Ärzte sollen so früh erkennen, ob ein Kind Gewalt erlebt. Es soll auch mehr Therapie für mögliche Täter geben.

Landarztquote ausweiten und wohnortnahe Versorgung sichern

Die CDU will die Landarztquote fortführen und mehr Medizinstudienplätze darüber vergeben. Wer einen solchen Platz erhält, arbeitet danach als Hausarzt in einer Region mit zu wenigen Ärzten. Menschen auf dem Land sollen so wie in der Stadt eine Versorgung in ihrer Nähe haben.

Auf dem Land fehlen Ärztinnen und Ärzte. Die CDU will deshalb die Landarzt-Quote ausbauen. Das heißt: Manche Studien-Plätze für Medizin sind reserviert. Wer so einen Platz bekommt, arbeitet später als Hausarzt auf dem Land.

Krankenhausplanung reformieren und Geburtshilfe sichern

Die CDU will die Reform der Krankenhausplanung fortsetzen. Grund- und Notfallversorgung, Geburtshilfe sowie Kinder- und Jugendmedizin sollen überall wohnortnah erreichbar sein, während komplizierte Eingriffe bei spezialisierten Häusern liegen sollen. Aus Sicht der Partei darf der Markt nicht allein über Standorte und Angebote entscheiden.

Die CDU will die Planung der Krankenhäuser weiter verändern. Überall soll es ein Krankenhaus für Notfälle und Geburten in der Nähe geben. Schwere Operationen sollen Fachleute in besonderen Kliniken machen. Hebammen sollen bessere Bedingungen bekommen.

Krankenhäuser mit 2,5 Milliarden Euro modernisieren

Die CDU will den Krankenhäusern in fünf Jahren zusätzlich 2,5 Milliarden Euro für Modernisierung bereitstellen. Sie zählt Krankenhäuser zur zentralen Infrastruktur des Landes. Auf Bundesebene will sie eine Reform der Fallpauschalen erreichen.

Die CDU will den Krankenhäusern mehr Geld geben. In fünf Jahren sollen es 2,5 Milliarden Euro zusätzlich sein. Damit sollen Gebäude und Technik besser werden. Auch die Bezahlung der Krankenhäuser durch Fall-Pauschalen soll sich ändern. Fall-Pauschalen sind feste Beträge pro Behandlung.

Virtuelles Krankenhaus und Telenotarzt landesweit ausbauen

Die CDU will das Virtuelle Krankenhaus auf weitere Krankheitsbilder und auf alle Kliniken im Land ausweiten. Auch das Telenotarztsystem soll flächendeckend kommen. So soll das Fachwissen der Universitätskliniken auch Häusern in der Fläche zugutekommen.

Die CDU will mehr Medizin über das Internet. Ärzte aus großen Kliniken sollen kleine Kliniken per Video beraten. Das nennt man Virtuelles Krankenhaus. Alle Kliniken im Land sollen mitmachen. Auch Notärzte sollen überall per Video helfen können.

Notfallversorgung mit Portalpraxen und Ersteinschätzung neu ordnen

Die CDU will die Portalpraxen an Krankenhäusern ausbauen und einen zentralen Empfang oder ein einheitliches Verfahren zur Ersteinschätzung einführen. Patienten sollen so schneller an den passenden Behandlungsort gelangen. Notaufnahmen und Klinikambulanzen sollen dadurch entlastet werden.

Viele Menschen gehen direkt in die Notaufnahme. Die CDU will das ändern. Am Empfang soll geprüft werden, wohin ein Patient gehört. Dann kommt er schnell zum richtigen Arzt. Die Notaufnahmen sollen so weniger voll sein.

Spitzenmedizin, Forschung und Universitätskliniken ausbauen

Die CDU will medizinische Forschung stärker fördern und die Universitätskliniken modernisieren. In Ostwestfalen-Lippe soll mit einer Milliarde Euro ein Universitätsklinikum entstehen. Krebsmedizin auf aktuellem Forschungsstand soll wohnortnah erreichbar sein.

Die CDU will mehr Geld für medizinische Forschung geben. Die großen Uni-Kliniken sollen moderne Geräte bekommen. In Ostwestfalen-Lippe soll eine neue Uni-Klinik entstehen. Dafür plant die CDU eine Milliarde Euro ein. Krebskranke sollen in ihrer Nähe gute Behandlung finden.

Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken

Die CDU will den Öffentlichen Gesundheitsdienst ausbauen und das zugehörige Landesgesetz überarbeiten. Sie begründet das mit den Erfahrungen aus der Corona-Pandemie. Geplant sind landesweite Strukturen für das Krisenmanagement.

Die Gesundheitsämter gehören zum Öffentlichen Gesundheitsdienst. Die CDU will diesen Dienst stärker machen. Das Gesetz dafür soll neu gefasst werden. Das Land soll auf Krisen besser vorbereitet sein. Die Corona-Zeit hat das nach Ansicht der CDU gezeigt.

Pflegende Angehörige mit Pflegezeit und Pflegegeld unterstützen

Die CDU will Angehörige, die zu Hause pflegen, stärker entlasten. Sie strebt eine Pflegezeit nach dem Vorbild der Elternzeit an und will beim Bund ein Pflegegeld als Lohnersatz anstoßen. Pflegebedürftige sollen möglichst selbstständig leben können.

Viele Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause. Die CDU will ihnen helfen. Sie sollen eine Pflegezeit bekommen, ähnlich wie die Elternzeit. In dieser Zeit soll es Geld als Ersatz für den Lohn geben. Dafür will sich die CDU beim Bund einsetzen.

Begrüßungsgeld für neue Pflegekräfte zahlen

Die CDU will mehr Pflegekräfte gewinnen, unter anderem durch Anwerbung im Ausland. Neue Pflegekräfte sollen ein einmaliges Begrüßungsgeld von bis zu 3.000 Euro erhalten. Auf längere Sicht sollen so bis zu 10.000 zusätzliche Kräfte pro Jahr kommen.

In der Pflege fehlen Fachkräfte. Die CDU will mehr Pflegekräfte holen, auch aus dem Ausland. Neue Pflegekräfte sollen einmal bis zu 3.000 Euro bekommen. So sollen jedes Jahr bis zu 10.000 neue Kräfte kommen. Sie sollen dauerhaft im Land bleiben.

Pflegeausbildung ausbauen und Tariflohn für alle Pflegekräfte

Die CDU will Ausbildung und Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern. Studien- und Ausbildungsplätze sollen wachsen, und alle Pflegekräfte sollen nach Tarif bezahlt werden. Das Programm sieht darin den Schlüssel zu ausreichend qualifiziertem Personal.

Die CDU will mehr junge Menschen für die Pflege gewinnen. Es soll mehr Plätze für Ausbildung und Studium geben. Alle Pflegekräfte sollen Lohn nach Tarif bekommen. Ein Tarif ist ein fester Vertrag über Löhne. Auch ein freiwilliges Jahr in der Pflege soll sich mehr lohnen.

Pflegekammer aufbauen und Mitsprache stärken

Die CDU unterstützt den Aufbau der Pflegekammer in Nordrhein-Westfalen als berufsständische Vertretung. Sie befürwortet auch eine Pflegekammer auf Bundesebene. Weitere Gesundheitsfachberufe sollen in den Landesgremien mehr Mitsprache erhalten.

Eine Pflegekammer vertritt die Pflegekräfte. In Nordrhein-Westfalen entsteht gerade eine solche Kammer. Die CDU unterstützt das. Sie will auch eine Pflegekammer für ganz Deutschland. Andere Gesundheitsberufe sollen ebenfalls mehr mitreden dürfen.

Beihilfe und duales Krankenversicherungssystem erhalten

Die CDU bekennt sich zum Berufsbeamtentum mit Versorgung, Alimentation und Beihilfe. Eine pauschale Beihilfe und eine einheitliche Pflichtversicherung lehnt sie ab; das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung soll bleiben.

Beamte bekommen vom Staat einen Zuschuss zu Arzt-Kosten. Das heißt Beihilfe. Die CDU will dieses System behalten. Sie ist gegen eine einzige Versicherung für alle.

CDU: alle 13 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Bürgerrechte zuerst (-2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Kontrollierte Cannabis-Abgabe an Erwachsene unterstützen

Die FDP unterstützt den Plan der Bundesregierung, Cannabis kontrolliert an Erwachsene abzugeben. Der Verkauf soll in Geschäften mit Lizenz stattfinden.

Die Bundesregierung will Cannabis für Erwachsene erlauben. Der Verkauf soll nur in besonderen Geschäften möglich sein. Diese Geschäfte brauchen eine Erlaubnis. Die FDP in NRW unterstützt diesen Plan.

Krankenhausstrukturen reformieren und Leistungen konzentrieren

Die FDP will die Reform der Krankenhausplanung vor Ort umsetzen. Schwierige Behandlungen sollen an geeigneten Standorten gebündelt, doppelte Angebote in Ballungsräumen abgebaut und die Versorgung in der Fläche gesichert werden.

Die FDP will die Krankenhäuser neu ordnen. Schwierige Behandlungen sollen nur besonders geeignete Häuser machen. In großen Städten gibt es manche Angebote doppelt. Das soll weniger werden. Auf dem Land soll die Versorgung sicher bleiben.

Hausärztliche Versorgung auf dem Land sichern

Die FDP will die wohnortnahe Versorgung vor allem im ländlichen Raum sichern und dafür mehr Medizin-Studienplätze schaffen. Landarzt-Programme sollen verstärkt und der Quereinstieg in die Hausarzttätigkeit weiter unterstützt werden.

Auf dem Land fehlen Ärzte. Die FDP will mehr Studien-Plätze für Medizin schaffen. Sie will Programme für Land-Ärzte stärken. In Bielefeld soll man auch Pharmazie studieren können. Pharmazie ist das Fach für Apotheker.

Digitalisierung im Gesundheitswesen ausbauen

Die FDP will digitale Anwendungen im Gesundheitswesen stärker nutzen, um Patientinnen und Patienten effizienter zu versorgen. Dazu zählen das Virtuelle Krankenhaus, Künstliche Intelligenz bei Diagnosen und die digitale Vernetzung aller Versorgungsbereiche.

Die FDP will mehr digitale Technik in der Medizin. Computer-Programme sollen bei der Diagnose helfen. Ärzte, Krankenhäuser und Pflege sollen digital verbunden sein. Die Daten sollen sicher sein. Die Nutzung soll freiwillig bleiben.

Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken und digitalisieren

Die FDP will die Gesundheitsämter digital vernetzen, für ärztlichen Nachwuchs attraktiver machen und von Aufgaben entlasten. Ein Landesgesundheitsamt mit einer schnellen Eingreiftruppe soll die örtlichen Ämter im Bedarfsfall unterstützen.

Die FDP will die Gesundheits-Ämter stärken. Die Ämter sollen digital zusammenarbeiten. Die Arbeit dort soll für junge Ärzte attraktiver werden. Ein Landes-Amt soll den Ämtern vor Ort schnell helfen können.

Prävention und psychische Gesundheit ausbauen

Die FDP will Vorsorge und Gesundheitsförderung für alle Altersgruppen ausbauen, damit Krankheiten vermieden oder früh erkannt werden. Zudem sollen Wartezeiten auf Psychotherapie sinken und psychische Erkrankungen entstigmatisiert werden.

Die FDP will mehr Vorsorge für die Gesundheit. Kinder und Jugendliche sollen zusätzliche Untersuchungen bekommen. Schulen sollen mehr über Gesundheit lehren. Erwachsene sollen alle zwei Jahre zur Vorsorge gehen. Wer eine Therapie braucht, soll kürzer warten.

Rettungsdienst und Notfallversorgung verbessern

Die FDP will die Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst verbessern und ihn digital besser ausstatten. Ein landesweites Online-System soll freie Kapazitäten der Krankenhäuser in Echtzeit anzeigen, und Notpraxen sollen die Notaufnahmen entlasten.

Die FDP will den Rettungs-Dienst besser machen. Die Mitarbeiter sollen bessere Arbeits-Bedingungen bekommen. Ein Online-System soll zeigen, wo Krankenhäuser freie Plätze haben. Not-Praxen sollen direkt an den Not-Aufnahmen sein.

Selbstbestimmung am Lebensende erleichtern

Die FDP will ein selbstbestimmtes und würdevolles Sterben ermöglichen und die Hospiz- und Palliativversorgung verbessern. Ärztliche Sterbebegleitung soll nicht mit Strafe bedroht werden.

Menschen sollen am Ende ihres Lebens selbst entscheiden können. Die FDP will die Versorgung von Sterbenden verbessern. Ärzte sollen Sterbende begleiten dürfen. Dafür soll es keine Strafe geben.

Pflegeberuf attraktiver machen und Pflegende entlasten

Die FDP will die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern, um dem Personalmangel zu begegnen. Dazu sollen weniger Bürokratie, bessere Bezahlung, digitale Technik, mehr Ausbildungsplätze und die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland beitragen.

In der Pflege fehlen Fachkräfte. Die FDP will den Beruf attraktiver machen. Technik und Roboter sollen die Arbeit leichter machen. Es soll mehr Ausbildungs-Plätze geben. Auch Pflege-Kräfte aus dem Ausland sollen kommen.

FDP: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 2 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Gesundheitsregionen aufbauen, Klinikprivatisierungen stoppen

Die Grünen wollen die medizinische Versorgung vor allem auf dem Land über „Gesundheitsregionen“ sichern, in denen ambulante und stationäre Angebote zusammen geplant werden. Weitere Privatisierungen von Krankenhäusern lehnen sie ab; wo es geht, sollen Kliniken wieder in öffentliche Trägerschaft kommen.

Auf dem Land fehlen oft Ärzte und Krankenhäuser. Die Grünen wollen Gesundheits-Regionen einrichten. Dort planen Praxen und Krankenhäuser zusammen. Krankenhäuser sollen nicht mehr an private Firmen verkauft werden. Im Notfall soll jeder schnell ein Krankenhaus erreichen.

Öffentlichen Gesundheitsdienst und Prävention stärken

Die Grünen wollen die Gesundheitsämter mit mehr Geld, einem eigenen Tarif für medizinisches Personal und besserer digitaler Ausstattung stärken. Außerdem sollen Vorsorge und die Vorbereitung auf Pandemien verbessert werden.

Gesundheits-Ämter haben zu wenig Geld und Personal. So sehen es die Grünen. Sie wollen den Ämtern mehr Geld geben. Ärzte dort sollen einen eigenen Tarif bekommen. Das Land soll sich besser auf Pandemien vorbereiten. Auch Vorsorge soll wichtiger werden.

Hilfe bei psychischen Erkrankungen ausbauen

Die Grünen wollen die Empfehlungen des Landespsychiatrieplans umsetzen. Dazu zählen mehr ambulante Krisenhilfe, kürzere Wartezeiten auf Therapieplätze und weniger Zwangseinweisungen.

Menschen mit seelischen Krankheiten brauchen schnell Hilfe. Die Grünen wollen mehr Hilfe in Krisen anbieten. Man soll nicht mehr so lange auf eine Therapie warten. Weniger Menschen sollen gegen ihren Willen in eine Klinik kommen.

Anonymen Krankenschein einführen, Barrieren abbauen

Die Grünen wollen Menschen ohne Krankenversicherung, etwa Geflüchteten, Obdachlosen und Menschen ohne Papiere, mit einem anonymen Krankenschein den Zugang zu medizinischer Versorgung sichern. Für Menschen mit Behinderung soll ein Inklusionsplan Hürden im Gesundheitswesen verringern.

Manche Menschen haben keine Kranken-Versicherung. Zum Beispiel Menschen ohne Papiere oder Obdachlose. Die Grünen wollen einen anonymen Kranken-Schein einführen. Damit kann man zum Arzt gehen, ohne seinen Namen zu nennen. Auch Menschen mit Behinderung sollen besser versorgt werden.

Geburtshilfe und Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen verbessern

Die Grünen wollen die Gesundheitsversorgung geschlechtergerecht ausrichten, die Geburtshilfe stärken und Schwangerschaftsabbrüche wohnortnah ermöglichen. Aus Sicht des Programms orientiert sich die Medizin bisher zu stark am männlichen Körper.

Die Medizin schaut oft vor allem auf Männer. So sehen es die Grünen. Sie wollen, dass Studien Frauen und Männer getrennt betrachten. Hebammen sollen mehr Unterstützung bekommen. Frauen sollen eine Schwangerschaft in der Nähe ihres Wohnorts abbrechen können.

Pflege im Quartier ausbauen, Eigenanteile deckeln

Die Grünen setzen in der Pflege auf Wohn- und Hausgemeinschaften und ambulante Angebote im Quartier statt auf weitere Großheime. Vom Bund erwarten sie eine „doppelte Pflegegarantie“ mit gedeckeltem Eigenanteil; zudem sollen Personal und Ausbildung gestärkt werden.

Viele alte Menschen wollen nicht in ein großes Heim. Die Grünen wollen mehr Pflege im eigenen Wohn-Viertel. Pflege soll bezahlbar bleiben. Dafür soll es eine Ober-Grenze für die eigenen Kosten geben. Den Rest zahlt die Pflege-Versicherung. Es soll mehr Pflege-Kräfte geben.

Kontrollierte Cannabis-Abgabe und Suchthilfe unterstützen

Die Grünen halten das Cannabisverbot für ungeeignet und wollen die kontrollierte Abgabe an Erwachsene in NRW zügig umsetzen, sobald der Bund sie erlaubt. Suchtberatung, Drogencafés und Konsumräume sollen weiter gefördert werden.

Die Grünen finden das Verbot von Cannabis falsch. Erwachsene sollen Cannabis in kontrollierten Geschäften kaufen können. Dafür muss erst der Bund das Gesetz ändern. Beratungs-Stellen für Sucht sollen weiter Geld bekommen. Kinder und Jugendliche sollen besonders geschützt werden.

Grüne: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 10 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Gesundes Mittagessen und Schulgesundheitspflege einführen

Die SPD will, dass das Mittagessen in Kitas und Schulen den Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung entspricht und für Kinder aus Familien mit wenig Geld kostenlos ist. Außerdem sollen Schulgesundheitspflegerinnen und -pfleger an Schulen eingesetzt werden.

Kinder sollen in Kita und Schule gesundes Mittagessen bekommen. Für Kinder aus armen Familien soll es kostenlos sein. An Schulen soll es außerdem Pflege-Fachleute für die Gesundheit geben. Sie kümmern sich um Kinder und Schulpersonal.

Alle Krankenhausstandorte im Land erhalten

Die SPD will alle Krankenhausstandorte in Nordrhein-Westfalen erhalten und Schließungen beenden. Einzelne Häuser könnten dabei einen anderen Versorgungsauftrag bekommen. Das Programm begründet dies damit, dass Kranke ein Krankenhaus in der Nähe brauchen.

Die SPD will kein Krankenhaus im Land schließen. Alle Standorte sollen bleiben. Manche Krankenhäuser bekommen vielleicht andere Aufgaben. Kranke Menschen sollen ein Krankenhaus in ihrer Nähe haben.

Ambulante und stationäre Versorgung enger verzahnen

Die SPD will die Trennung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sowie zwischen Kranken- und Pflegeversicherung überwinden. Praxen und Krankenhäuser sollen enger zusammenarbeiten. Das soll nach Darstellung des Programms mehr Wirtschaftlichkeit bringen, ohne die Beschäftigten zusätzlich zu belasten.

Heute sind Arztpraxen und Krankenhäuser streng getrennt. Die SPD will, dass sie enger zusammenarbeiten. Dafür sollen Gesundheits-Zentren helfen. Die Städte und Gemeinden sollen dabei mehr mitreden.

Krankenhausfinanzierung reformieren und Krisenvorsorge aufbauen

Die SPD will die Krankenhausfinanzierung in zwei Schritten reformieren und Vorräte für medizinische Krisen anlegen. Die Gesundheitsämter sollen mehr Personal, Geld und digitale Ausstattung erhalten. Gespart werden soll nicht bei Beschäftigten, Qualität oder Standorten, sondern durch weniger Bürokratie.

Die SPD will ändern, wie Krankenhäuser ihr Geld bekommen. Das Land soll Vorräte für Notfälle anlegen, zum Beispiel Masken und Tests. Die Gesundheitsämter sollen mehr Personal und Geld bekommen. Unnötige Vorschriften sollen wegfallen.

Gewinnentnahme privater Klinikbetreiber regulieren

Die SPD will regeln, wie viel Gewinn private Klinikbetreiber, Klinikgesellschaften und Klinikkonzerne aus ihren Häusern entnehmen dürfen. Ziehen sich Betreiber deshalb zurück, sollen Kliniken wieder in kommunale Trägerschaft kommen können. Das Geld soll nach dem Willen der Partei der Gesundheitsversorgung vor Ort zugutekommen.

Manche Krankenhäuser gehören privaten Firmen. Die SPD will Regeln dafür, wie viel Gewinn diese Firmen herausnehmen dürfen. Das Geld soll in der Versorgung bleiben. Wenn Firmen aufgeben, sollen Städte die Krankenhäuser übernehmen können.

Mehr Hausärzte für Land und ärmere Stadtteile gewinnen

Die SPD will mehr Hausärztinnen und Hausärzte für ländliche Gebiete und für Stadtteile mit wenigen Privatversicherten gewinnen. Dafür plant sie finanzielle Anreize und zusätzliche Medizinstudienplätze. Das Programm begründet das mit einem erwarteten Rückgang der Hausarztzahlen bis 2030.

Auf dem Land fehlen Haus-Ärzte. Auch in ärmeren Stadtteilen fehlen sie. Die SPD will mehr Ärzte dorthin holen. Dafür soll es Geld für das Studium und für neue Praxen geben. Es soll auch mehr Studien-Plätze für Medizin geben.

Ausbildung in Gesundheitsberufen ausbauen und verzahnen

Die SPD will, dass Pflege, Therapieberufe und Medizin schon in Ausbildung und Studium stärker gemeinsam lernen. Für Pflege- und Therapieberufe sollen Bildungswege bis zur Promotion möglich werden. Für Hebammen sind zusätzliche Studienplätze geplant.

Pflege-Kräfte, Therapeuten und Ärzte sollen schon in der Ausbildung zusammen lernen. Wer in der Pflege arbeitet, soll sich weiter bilden können. Das soll bis zum Doktor-Titel gehen. Für Hebammen soll es mehr Studien-Plätze geben.

Zahnärzte und Apotheken wohnortnah und barrierefrei sichern

Die SPD will eine flächendeckende, barrierefreie zahnärztliche Versorgung und setzt sich für inhabergeführte Apotheken vor Ort ein. Lücken in der Versorgung bei psychischen, neurologischen und orthopädischen Erkrankungen sollen geschlossen werden. Das Programm argumentiert, Vorsorge sei günstiger als spätere teure Behandlungen.

Zahn-Ärzte soll es überall im Land geben. Neue Praxen sollen ohne Hindernisse erreichbar sein. Auch Apotheken soll es überall in der Nähe geben. Die SPD sagt: Vorsorge ist billiger als teure Behandlungen später.

Gesundheitslotsen und Gesundheitskioske einführen

Die SPD will Gesundheitslotsen mit Landesmitteln fördern und in Ballungsräumen barrierefreie Gesundheitskioske einrichten. Diese Anlaufstellen sollen in den Stadtteilen leicht zugänglich über Vorsorge, Krankheit und Pflege informieren. Auch Menschen ohne Krankenversicherung sollen dort Hilfe bekommen.

Die SPD will Gesundheits-Lotsen einsetzen. Das sind Menschen, die bei Fragen zur Gesundheit beraten. In großen Städten soll es Gesundheits-Kioske geben. Dort bekommt jeder Rat und Hilfe. Das gilt auch für Menschen ohne Kranken-Versicherung.

Mehr Therapieplätze und Hilfe bei psychischen Erkrankungen

Die SPD will mehr ambulante Therapieplätze und Klinikplätze schaffen, auch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Beratung und Therapie sollen leicht zugänglich und kurzfristig erreichbar sein. Psychische Erkrankungen, Suizid und Einsamkeit sollen nach dem Willen der Partei keine Tabuthemen bleiben.

Viele Menschen warten lange auf eine Therapie. Die SPD will mehr Therapie-Plätze schaffen. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche. Hilfe soll schnell und einfach zu bekommen sein. An Schulen soll es mehr psychologische Hilfe geben.

Pflegende Angehörige entlasten und besser beraten

Die SPD will pflegende Angehörige entlasten, unter anderem durch umfassende Beratung in Pflegekompetenzzentren und mehr Plätze für Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege. Pflegezeiten sollen bei der Rente zählen, und Pflege soll sich mit Beruf und Familie vereinbaren lassen. Das Programm verweist darauf, dass drei Viertel der Pflegebedürftigen im Land zuhause von Angehörigen versorgt werden.

Viele Menschen pflegen ihre Angehörigen zuhause. Die SPD will ihnen helfen. Es soll Zentren mit guter Beratung geben. Es soll mehr Plätze für Tages-Pflege und Kurzzeit-Pflege geben. Die Zeit der Pflege soll bei der Rente zählen.

Gemeindeschwestern und neue Wohnformen für Pflegebedürftige

Die SPD will nach dem Vorbild von Rheinland-Pfalz besonders ausgebildete Fachkräfte als Gemeindeschwestern einsetzen, die Menschen zuhause beraten. Zudem sollen alternative Wohnformen wie Pflege-Wohngemeinschaften und digitale Hilfen gefördert werden. Ziel ist, dass Menschen möglichst lange selbstbestimmt leben können.

Die SPD will Gemeinde-Schwestern einsetzen. Das sind Fachkräfte, die ältere Menschen zuhause besuchen und beraten. Es soll mehr Wohn-Gemeinschaften für Menschen mit Pflege-Bedarf geben. Auch digitale Technik soll im Alltag helfen.

Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern

Die SPD will die Belastung in Pflegeberufen senken, mit kürzeren und verlässlichen Arbeitszeiten, angemessener Bezahlung und besseren Aufstiegschancen. Ausgestiegene Pflegekräfte sollen über Programme zurückgewonnen werden. Eine Pflegekammer mit Pflichtmitgliedschaft gegen den Willen der Beschäftigten lehnt die Partei ab.

Viele Pflege-Kräfte hören früh in ihrem Beruf auf. Die SPD will die Arbeit leichter machen. Die Arbeits-Zeiten sollen kürzer und verlässlich sein. Der Lohn soll angemessen sein. Niemand soll gegen seinen Willen Mitglied in einer Pflege-Kammer sein.

Pflegeheimkosten für Bewohner senken

Die SPD will Pflegeeinrichtungen öffentlich fördern, damit die Investitionskosten sinken, die Heimbewohnerinnen und -bewohner tragen. Auf Bundesebene setzt sie sich zudem für eine Obergrenze bei den Eigenanteilen ein.

Ein Platz im Pflege-Heim kostet viel Geld. Die Bewohner zahlen auch für Bau und Ausstattung. Die SPD will den Heimen dafür Geld vom Staat geben. So sollen die Bewohner weniger zahlen. Auch der Eigen-Anteil soll eine Grenze bekommen.

Cannabis-Freigabe mit Prävention und Suchtberatung begleiten

Die SPD will die vom Bund geplante Cannabis-Freigabe im Land mit einem Programm für Vorbeugung und Jugendschutz flankieren. Außerdem soll die Suchtberatung für Gefährdete und Angehörige gesichert werden.

Der Bund will Cannabis erlauben. Die SPD will dazu ein Programm im ganzen Land machen. Das Programm soll vor Sucht warnen und Jugendliche schützen. Die Beratung bei Sucht soll sicher bleiben. Familien und Kinder sind dabei besonders wichtig.

SPD: alle 15 Punkte mit Zitat und Seitenzahl