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Was sagen die Parteien in Schleswig-Holstein zu Gesundheit und Pflege?

5 aktuelle Wahlprogramme in Schleswig-Holstein haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

CDU

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 11 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 2 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Zuckersteuer auf Getränke und klare Kennzeichnung einführen

Die CDU will sich beim Bund für eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke einsetzen, die sich nach dem Zuckergehalt richtet. Zugleich fordert sie eine transparente Lebensmittelkennzeichnung und auf EU-Ebene einen wissenschaftlich fundierten Nutri-Score.

Die CDU will eine Steuer auf süße Getränke. Je mehr Zucker im Getränk ist, desto höher ist die Steuer. Der Bund soll diese Steuer einführen. Auf Lebensmitteln soll klar stehen, wie gesund sie sind.

Wohnortnahe ambulante Versorgung sichern

Die CDU will die medizinische Versorgung in Stadt und Land wohnortnah halten und setzt dabei auf selbstständige, freiberufliche Praxen. Kooperationen, regionale Gesundheitszentren und digitale Angebote sollen Lücken vor allem auf dem Land schließen.

Die CDU will, dass alle Menschen einen Arzt in der Nähe haben. Das gilt besonders auf dem Land. Ärzte sollen leichter zusammenarbeiten können. Es soll Gesundheits-Zentren in Gegenden mit wenig Ärzten geben. Auch Sprechstunden über das Internet sollen häufiger werden.

Krankenhausfinanzierung ergänzen und Enquetekommission einsetzen

Die CDU will die Krankenhäuser besser finanzieren: Neben den Fallpauschalen soll es eine Grundpauschale für Vorhaltekosten geben, und der Bund soll sich an Investitionen beteiligen. Über die Zukunft der Krankenhauslandschaft soll eine Enquetekommission des Landtags im Konsens beraten.

Krankenhäuser sollen genug Geld bekommen. Heute bekommen sie Geld pro Behandlung. Die CDU will zusätzlich einen festen Grund-Betrag. Auch der Bund soll mehr für Gebäude und Geräte zahlen. Eine Gruppe im Landtag soll über die Zukunft der Krankenhäuser beraten.

Universitätsklinikum und Medizinstudium weiterentwickeln

Die CDU will das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) weiter modernisieren und den Zukunftspakt UKSH umsetzen. Das Klinikum soll enger mit kleineren Krankenhäusern zusammenarbeiten. Außerdem soll der Masterplan Medizinstudium 2020 zügig verwirklicht werden.

Das UKSH ist die große Uni-Klinik im Land. Die CDU will sie weiter modernisieren. Die Klinik soll enger mit kleinen Kranken-Häusern arbeiten. Auch das Medizin-Studium soll besser werden. Mehr junge Ärzte sollen im Land bleiben.

Prävention ausbauen, psychische Gesundheit in den Mittelpunkt stellen

Die CDU will Angebote zur Gesundheitsvorsorge ausbauen und dabei besonders die psychische Gesundheit beachten. Aufklärung in Schulen und Betrieben soll dazu beitragen, dass psychische Erkrankungen nicht mehr stigmatisiert werden. Nach Darstellung des Programms zahlt sich Vorsorge vielfach aus und entlastet die Sozialsysteme.

Die CDU will mehr Angebote für die Gesundheits-Vorsorge. Besonders wichtig ist ihr die seelische Gesundheit. Über seelische Krankheiten soll offen gesprochen werden. Dafür soll es Aufklärung in Schulen und Betrieben geben. Hilfe und Therapie soll es überall im Land geben.

Suchtberatung ausbauen und offene Drogenszenen bekämpfen

Die CDU will die Suchtberatung ausbauen und zusätzliches Geld für Prävention bereitstellen. Offene Drogenszenen will sie nicht hinnehmen und gemeinsam mit Drogenberatung, sozialen Trägern und Polizei dagegen vorgehen. Kommunen sollen weiterhin Drogenkonsumräume einrichten dürfen.

Die CDU will mehr Beratung für Menschen mit Sucht. Die Warte-Zeiten sollen kürzer werden. Offene Drogen-Szenen will die Partei nicht dulden. Polizei und Beratungs-Stellen sollen dort zusammen arbeiten. Städte dürfen weiter Räume für den Drogen-Konsum einrichten.

Drogenlegalisierung ablehnen, Jugendschutz und KO-Tropfen-Regeln verschärfen

Die CDU lehnt die Legalisierung von Drogen ab und verweist auf Gesundheitsgefahren und Langzeitfolgen. Sollte der Bund Cannabis dennoch freigeben, will sie die Abgabe im Land eng kontrollieren und wissenschaftlich begleiten. Orte, an denen sich viele Kinder und Jugendliche aufhalten, sollen drogenfrei sein und stärker kontrolliert werden.

Die CDU ist dagegen, Drogen zu erlauben. Sie sagt: Drogen schaden der Gesundheit. Vielleicht erlaubt der Bund Cannabis trotzdem. Dann will die CDU die Abgabe im Land streng kontrollieren. Kinder und Jugendliche sollen besser vor Drogen geschützt werden.

Gesundheitssystem besser auf Pandemien vorbereiten

Die CDU will als Lehre aus der Coronapandemie Reserven an medizinischen Gütern und Personal für Notfälle aufbauen. Der öffentliche Gesundheitsdienst soll besser ausgestattet werden, Pandemiepläne sollen aktualisiert und regelmäßig geübt werden. Außerdem soll die Impfquote möglichst hoch sein.

Die CDU will aus der Corona-Zeit lernen. Es soll Vorräte an Medikamenten und Schutz-Ausrüstung geben. Die Gesundheits-Ämter sollen mehr Personal und bessere Technik bekommen. Pläne für eine Pandemie sollen regelmäßig geübt werden. Viele Menschen sollen sich impfen lassen.

Hebammenversorgung im ganzen Land sichern

Die CDU will mehr Studienplätze für Hebammen schaffen, damit Geburtshilfe sowie Vor- und Nachsorge überall im Land verfügbar sind. Zudem setzt sie sich für angemessene Vergütung und verlässliche Bedingungen für Hebammen ein.

Die CDU will mehr Studien-Plätze für Hebammen. Hebammen helfen vor, bei und nach der Geburt. Überall im Land soll es genug Hebammen geben. Sie sollen angemessen bezahlt werden.

Pflege zu Hause stärken und Angehörige entlasten

Die CDU will ambulante Pflege, Beratung sowie Kurzzeit- und Tagespflege ausbauen, damit Menschen länger zu Hause gepflegt werden können. Pflegende Angehörige sollen entlastet und bei der Rente besser abgesichert werden. Pflege und Beruf sollen leichter vereinbar sein.

Viele Menschen werden zu Hause von der Familie gepflegt. Die CDU will dafür mehr Hilfe und Beratung vor Ort. Es soll mehr Plätze für Kurzzeit-Pflege und Tages-Pflege geben. Wer Angehörige pflegt, soll dadurch nicht arm werden. Pflege und Beruf sollen besser zusammen passen.

Pflegeberufe attraktiver machen und Fachkräfte gewinnen

Die CDU will Pflegeberufe attraktiver machen, um den Fachkräftemangel zu verringern. Dazu zählen aus ihrer Sicht ein angemessener Verdienst, mehr Ausbildungsplätze und Programme für Rückkehrer. Auch ausländische Abschlüsse sollen unbürokratisch anerkannt und Auszubildende im Ausland angeworben werden.

In der Pflege fehlen Fach-Kräfte. Die CDU will die Pflege-Berufe attraktiver machen. Die Bezahlung soll zur schweren Arbeit passen. Es soll mehr Ausbildungs-Plätze geben. Auch Menschen aus dem Ausland sollen für die Pflege gewonnen werden.

Pflegeversicherung weiterentwickeln und Eigenanteil begrenzen

Die CDU will sich im Bund für eine Weiterentwicklung der Pflegeversicherung einsetzen. Der Eigenanteil der Pflegebedürftigen soll stabil und begrenzt bleiben, damit Pflege nicht in Altersarmut führt. Zudem fordert sie weitere gesetzliche Personaluntergrenzen in der stationären Altenpflege.

Pflege im Heim kostet viel Geld. Einen Teil zahlen die Menschen selbst. Die CDU will, dass dieser Teil nicht weiter steigt. Niemand soll wegen Pflege im Alter arm werden. In Pflege-Heimen soll es feste Regeln für genug Personal geben.

Hospiz- und Palliativversorgung ausbauen

Die CDU will die Hospizversorgung im Land ausbauen, sowohl stationär als auch ambulant. Auch die Palliativversorgung soll gestärkt werden. Menschen sollen ihr Lebensende in Würde und möglichst ohne Schmerzen erleben können.

Die CDU will mehr Hospize und mehr Hospiz-Dienste zu Hause. Ein Hospiz begleitet Menschen am Ende ihres Lebens. Auch die Palliativ-Versorgung soll stärker werden. Sie lindert Schmerzen bei schwer kranken Menschen. Sterbende sollen in Würde leben können.

CDU: alle 13 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Bürgerrechte zuerst (-2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Vorsorge zum Kern der Gesundheitspolitik machen

Die FDP will Vorsorge und Prophylaxe zu einem Schwerpunkt ihrer Gesundheitspolitik machen. Dabei setzt sie auf Anreize und lehnt Verbote ab. Das soll laut Programm die Lebensqualität erhöhen und die Kosten im Gesundheitswesen begrenzen.

Die FDP will mehr für Vorsorge tun. Vorsorge heißt: Man tut etwas, damit man nicht krank wird. Die FDP will dafür Anreize schaffen. Verbote will sie nicht.

Hausärztliche Versorgung mit flexiblen Arbeitsmodellen sichern

Die FDP will die hausärztliche Versorgung in der Fläche sichern und jungen Ärztinnen und Ärzten flexiblere Arbeitsformen anbieten. Die Freiberuflichkeit soll bleiben, zugleich soll es auf dem Land mehr Stellen in Anstellung und Teilzeit geben. Hintergrund ist, dass viele Hausärzte bald in den Ruhestand gehen.

Viele Hausärzte gehen bald in Rente. Die FDP will junge Ärzte für das Land gewinnen. Sie sollen auch angestellt oder in Teilzeit arbeiten können. Ärzte sollen aber weiter eine eigene Praxis haben dürfen.

Kommunale Gesundheitszentren auf dem Land ausbauen

Die FDP will, dass kommunale Gesundheitszentren nach dem Vorbild Büsums öfter die medizinische Versorgung auf dem Land sichern. Kommunen sollen bei der Gründung helfen, das Land soll sie bei der Förderung unterstützen. Die rechtlichen Vorgaben für solche Gründungen sollen möglichst schlank sein.

Auf dem Land soll es mehr Gesundheits-Zentren geben. Die Gemeinde hilft dort bei der Gründung. In Büsum gibt es so ein Zentrum schon. Das Land soll die Gemeinden dabei unterstützen.

Ärztliche Aufgaben delegieren und Telemedizin nutzen

Die FDP will, dass Ärztinnen und Ärzte mehr Aufgaben an Assistenzkräfte abgeben können, etwa bei Hausbesuchen. Das soll mit Telemedizin verbunden werden und der Ausdünnung der Versorgung auf dem Land entgegenwirken. In Orten ohne Hausarzt sollen feste Anlaufstellen entstehen.

Assistenten sollen Ärzten mehr Arbeit abnehmen. Zum Beispiel machen sie Hausbesuche. Der Arzt spricht dann per Video mit dem Patienten. Orte ohne Hausarzt sollen eine feste Anlaufstelle bekommen.

Versorgungssicherungsfonds neu auflegen

Die FDP will den Versorgungssicherungsfonds des Landes neu auflegen. Damit sollen weiterhin Projekte für Digitalisierung, Vernetzung, Mobilität und zukunftsfähige Versorgung vor Ort gefördert werden. So soll das Land zur ambulanten Versorgung beitragen.

Das Land hat einen Fonds für die Versorgung mit Ärzten. Ein Fonds ist ein Geld-Topf. Die FDP will diesen Fonds neu füllen. Damit sollen neue Projekte vor Ort bezahlt werden.

Palliativversorgung stärken und Hospizausbau abschließen

Die FDP will die ambulante palliativmedizinische Versorgung stärken und enger mit den Hospizen verzahnen. Der begonnene Ausbau der Hospizplätze soll in den nächsten Jahren abgeschlossen werden.

Schwer kranke Menschen brauchen Hilfe zu Hause. Die FDP will diese Hilfe stärken. Sie soll besser mit Hospizen zusammenarbeiten. In einem Hospiz werden sterbende Menschen begleitet. Es soll genug Plätze geben.

Masterplan und Investitionsoffensive für Krankenhäuser

Die FDP will einen Masterplan Krankenhausinfrastruktur aufstellen und mehr Geld in die Kliniken investieren. Der Plan soll gute Erreichbarkeit und hochwertige Medizin verbinden. Die Finanzierung der Investitionen soll gemeinsam mit den Kommunen dauerhaft rechtlich abgesichert werden.

Die FDP will einen großen Plan für die Kranken-Häuser machen. Das Land soll mehr Geld in die Kliniken stecken. Die Kliniken sollen gut erreichbar sein und gute Medizin bieten. Bürger und Fachleute sollen mitreden können.

Krankenhausvergütung um Vorhaltefinanzierung ergänzen

Die FDP will sich im Bund für eine grundlegende Reform der Krankenhausvergütung einsetzen. Kliniken der Grund- und Regelversorgung sollen eine Basisfinanzierung für Ausstattung und Vorhaltekosten erhalten. Das soll wirtschaftlichen Druck und Fehlanreize der Fallpauschalen verringern.

Kranken-Häuser bekommen heute Geld pro Behandlung. Das reicht oft nicht. Die FDP will eine feste Grund-Finanzierung für Kliniken vor Ort. So sollen sie weniger Geld-Sorgen haben. Dafür muss der Bund Gesetze ändern.

Notfallversorgung und Rettungsdienst stärken

Die FDP will Portal- und Anlaufpraxen an Krankenhäusern rund um die Uhr ermöglichen, damit Notfälle passend ambulant oder stationär behandelt werden. Im Rettungsdienst sollen Telemedizin, einheitliche Qualitätsmaßstäbe und eine bedarfsgerechte Luftrettung die Zeit bis zur Erstversorgung kurz halten.

Im Notfall soll schnell Hilfe kommen. An Kranken-Häusern soll es Praxen geben, die immer offen sind. Ein Not-Arzt soll auch per Video helfen können. Für Inseln und Halligen soll es genug Rettungs-Hubschrauber geben.

Öffentlichen Gesundheitsdienst personell stärken

Die FDP will die im ÖGD-Pakt vereinbarten zusätzlichen Stellen in Gesundheitsämtern und Gesundheitsministerium schaffen. Bei der Besetzung soll es mehr Spielraum geben, vor allem bei der Bezahlung. Außerdem sollen Land und Gesundheitsämter enger zusammenarbeiten, etwa bei IT und Meldewesen.

Die Gesundheits-Ämter sollen mehr Personal bekommen. Sie sollen auch besser bezahlen dürfen. So werden die Stellen für junge Leute attraktiv. Die Ämter sollen gemeinsame Computer-Programme nutzen.

Mehr Ausbildung und Fachkräfte für Gesundheitsberufe

Die FDP will die Ausbildungs- und Studienkapazitäten in Gesundheits- und Pflegeberufen ausbauen und einen zweiten Standort für ein Pflegestudium schaffen. Zudem sollen Fachkräfte aus dem Ausland leichter in der Branche arbeiten können. Anlass ist der Fachkräftemangel, der sich durch den demografischen Wandel verschärfe.

In der Pflege fehlen viele Fachkräfte. Die FDP will mehr Ausbildungs-Plätze fördern. Es soll einen zweiten Ort für das Pflege-Studium geben. Fachkräfte aus dem Ausland sollen leichter kommen können.

Arbeitsbedingungen und Bezahlung in der Pflege verbessern

Die FDP will die Personalschlüssel in der Pflege bundesweit überprüfen und anpassen lassen. Die Pflegekassen sollen die Kosten des wirklich eingesetzten Personals tragen und bei Vergütungsverhandlungen die Bedeutung der Pflege berücksichtigen. So soll der Beruf attraktiver werden und Beschäftigte länger darin bleiben.

Pflege-Kräfte sollen bessere Arbeits-Bedingungen bekommen. Es soll genug Personal geben. Die Pflege-Kassen sollen das Personal voll bezahlen. Pausen und Ruhe-Zeiten sollen wirklich eingehalten werden.

Interessenvertretung der Pflegekräfte neu entwickeln

Nach der Auflösung der Pflegekammer will die FDP, dass die Pflegekräfte selbst bestimmen, wie ihre Interessen künftig vertreten werden. Die nächste Landesregierung soll einen breit angelegten, demokratischen Prozess dazu begleiten, ohne eigene Vorstellungen gegen die Mehrheit durchzusetzen.

Die Pflege-Kammer im Land gibt es nicht mehr. Die FDP will, dass Pflegekräfte selbst über eine neue Vertretung entscheiden. Viele Pflegekräfte sollen dabei mitreden. Die Landesregierung soll dabei helfen, aber nichts vorschreiben.

Pflegeberatung und Kurzzeitpflege ausbauen

Die FDP will die Pflegestützpunkte nach Bedarf ausbauen und eine landesweite Datenbank aller Pflegeangebote samt Auslastung schaffen. Für Plätze in Kurzzeit-, Tages- und Entlastungspflege soll das Land Investitionsmittel geben, damit Betroffene nach einem Klinikaufenthalt wieder nach Hause zurückkehren können.

Die FDP will mehr Beratung für Menschen, die Pflege brauchen. Eine Daten-Bank soll alle Pflege-Angebote im Land zeigen. Das Land soll Geld für mehr Plätze in der Kurzzeit-Pflege geben. Kurzzeit-Pflege heißt: Pflege für eine begrenzte Zeit, zum Beispiel nach dem Krankenhaus.

Eigenanteile in der Pflege deckeln

Die FDP will die Eigenanteile der Pflegebedürftigen auf einen Höchstbetrag begrenzen; alle weiteren notwendigen Kosten soll die Pflegeversicherung tragen. Damit die Beiträge stabil bleiben, soll ein dauerhafter Zuschuss aus Steuermitteln des Bundes hinzukommen.

Pflege soll bezahlbar bleiben. Die FDP will eine feste Ober-Grenze für den eigenen Anteil an den Kosten. Den Rest soll die Pflege-Versicherung zahlen. Der Bund soll dafür dauerhaft Geld aus Steuern geben.

Digitalisierung der Pflege per Modellprojekt erproben

Die FDP will digitale Technik in der Pflege nutzen, um Abläufe für Personal und Verwaltung zu vereinfachen, vor allem bei der Dokumentation. Ein Modellprojekt des Landes soll ein vollständig digitalisiertes Pflegeheim testen. Heimbewohner sollen zudem mehr Angebote für digitale Kommunikation erhalten.

Die FDP will mehr digitale Technik in der Pflege. Das soll dem Personal Arbeit abnehmen. Dann bleibt mehr Zeit für die Menschen. Ein Pflege-Heim soll als Test ganz digital arbeiten. Bewohner sollen auch digital mit Angehörigen sprechen können.

Pflegeaufsicht stärken

Die FDP will die Pflegeaufsicht auf Landesebene sowie in Kreisen und kreisfreien Städten stärken. Die Bevölkerung solle sich darauf verlassen können, dass Pflegestandards überall gelten.

Die FDP will die Aufsicht über die Pflege stärken. Die Aufsicht prüft, ob Heime gut pflegen. Die Behörden sollen besser zusammen arbeiten. So sollen Mängel in der Pflege aufhören.

Cannabis kontrolliert freigeben, Suchtprävention ausbauen

Die FDP will Besitz und Konsum von Cannabis für Erwachsene erlauben und den Verkauf auf lizenzierte Geschäfte beschränken. Sucht soll vor allem durch mehr Prävention begegnet werden, finanziert aus Steuern auf Glücksspiel, Alkohol, Tabak und künftig Cannabis.

Die FDP will Cannabis für Erwachsene erlauben. Nur Läden mit einer Erlaubnis sollen es verkaufen dürfen. Die Steuern daraus sollen in Sucht-Hilfe fließen. Die FDP will insgesamt mehr Vorbeugung gegen Sucht.

FDP: alle 18 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 11 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 2 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Gesundheitsfachkräfte an allen Grundschulen einsetzen

Die Grünen wollen langfristig an jeder Grundschule Gesundheitsfachkräfte beschäftigen. Sie sollen Gesundheitsförderung früh zum Thema machen und eine medizinische Versorgungslücke schließen. Mittelfristig soll es in Schulmensen gesundes, regionales und günstiges Essen geben.

An jeder Grundschule soll später eine Fachkraft für Gesundheit arbeiten. Sie spricht mit Kindern über gesundes Essen und Zahn-Pflege. Sie hilft auch Kindern, die medizinische Hilfe brauchen. Die Grünen wollen auch gesundes und günstiges Essen in den Schul-Kantinen.

Zugang zur Gesundheitsversorgung für alle sichern

Die Grünen wollen, dass alle Menschen im Land Zugang zur Gesundheitsversorgung haben, unabhängig etwa von Herkunft, Behinderung oder Sprache. Dazu gehören geregelte Dolmetscherkosten, barrierefreie Praxen und die Versorgung von Menschen ohne Papiere oder Krankenversicherung.

Alle Menschen sollen zum Arzt gehen können. Das soll auch für Menschen ohne Papiere gelten. Übersetzer sollen bezahlt werden. Arzt-Praxen sollen ohne Hindernisse erreichbar sein.

Gesundheitssystem geschlechtergerecht und diversitätssensibel gestalten

Die Grünen wollen Forschung und Lehre zu geschlechtsspezifischer Medizin stärken und das Fach Gendermedizin an den Universitäten einführen. Eine Frauenquote soll mehr Frauen in Führungspositionen des Gesundheitswesens bringen. Auch die Diagnostik bei nicht-weißen Patientinnen und Patienten soll fester Teil der Ausbildung werden.

Krankheiten zeigen sich bei Frauen und Männern oft unterschiedlich. Die Grünen wollen, dass Ärzte das besser lernen. An den Unis soll es dafür ein eigenes Fach geben. Mehr Frauen sollen Chefinnen im Gesundheits-Bereich werden.

Medizinische Versorgung auf dem Land und Pflegeberufe stärken

Die Grünen wollen die Versorgung im ganzen Land sichern, auch auf Inseln und Halligen. Dazu sollen die Allgemeinmedizin gestärkt, kommunale Gesundheitszentren unterstützt, Telemedizin gefördert und mehr Ausbildungs- und Studienplätze geschaffen werden. In der Pflege sollen bessere Arbeitsbedingungen Fachkräfte im Beruf halten.

Auf dem Land fehlen Ärzte und Pflegekräfte. Die Grünen wollen mehr Haus-Ärzte aufs Land holen. Es soll mehr Plätze für Ausbildung und Studium geben. Pflegekräfte sollen bessere Arbeits-Bedingungen bekommen.

Gesundheitsämter und Prävention stärken

Die Grünen wollen die Gesundheitsämter dauerhaft mit mehr Personal und Technik ausstatten und die öffentliche Gesundheitsfürsorge zu einer starken Säule machen. Vorbeugung soll stärker zum Grundprinzip des Gesundheitswesens werden.

Die Grünen wollen die Gesundheits-Ämter stärken. Sie sollen mehr Personal und bessere Technik bekommen. Außerdem soll mehr getan werden, damit Menschen gar nicht erst krank werden.

Krankenhausfinanzierung reformieren, Privatisierungen ablehnen

Die Grünen wollen ein neues Finanzierungssystem, das Kliniken nicht allein nach Fallzahlen bezahlt. Weitere Privatisierungen im Gesundheitssektor lehnen sie ab, weil Gesundheit aus ihrer Sicht öffentliche Daseinsvorsorge ist. Die Investitionen in Krankenhäuser sollen fortgesetzt werden.

Kliniken bekommen heute Geld nach der Zahl ihrer Behandlungen. Die Grünen wollen das ändern. Kliniken sollen auch Geld für ihre Aufgabe für die Gesellschaft bekommen. Kliniken sollen nicht weiter an private Firmen verkauft werden.

Wohnortnahe Geburtshilfe und Hebammenversorgung sichern

Die Grünen wollen, dass Hebammen in Städten wie auf dem Land nah am Wohnort erreichbar sind. Dafür sollen Arbeitsbedingungen und Bezahlung besser werden und mehr Studienplätze entstehen. Geburtshilfeabteilungen sollen in der Krankenhausplanung besonders berücksichtigt werden.

Die Grünen wollen genug Hebammen in der Nähe, in der Stadt und auf dem Land. Hebammen sollen besser arbeiten können und fair bezahlt werden. Es soll mehr Studien-Plätze für Hebammen geben.

Mehr Therapieplätze und psychosoziale Anlaufstellen schaffen

Die Grünen wollen, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen schneller Hilfe bekommen. Dazu sollen mehr Therapeutinnen und Therapeuten eine Kassenzulassung erhalten und im ganzen Land Anlaufstellen entstehen. Monatelange Wartezeiten hält das Programm für unzumutbar.

Manche Menschen haben eine seelische Krankheit. Sie warten oft viele Monate auf Hilfe. Die Grünen wollen mehr Therapie-Plätze. Es soll auch mehr Beratungs-Stellen in der Nähe geben.

Ambulante Pflege und kommunale Pflegeplanung stärken

Die Grünen wollen mehr ambulante Pflege- und Wohnformen statt großer Einrichtungen. Kommunen sollen den Pflegebedarf verbindlich planen dürfen, um das Angebot vor Ort auszubauen. Das soll Pflegebedürftigen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen und Angehörige entlasten.

Die Grünen wollen weniger große Pflege-Heime. Menschen sollen eher zu Hause oder in kleinen Wohn-Gruppen Pflege bekommen. Städte und Gemeinden sollen die Pflege selbst planen dürfen. Der Bund soll dafür am Anfang Geld geben.

Pflegebevollmächtigte und Stabsstelle Pflege einrichten

Die Grünen wollen in der Landesregierung eine unabhängige Stabsstelle Pflege mit einer oder einem Pflegebevollmächtigten schaffen. Diese Person soll die Interessen der Pflegebedürftigen vertreten und für alle an der Pflege Beteiligten ansprechbar sein. Zudem soll ein Dialog über die Selbstverwaltung des Pflegeberufs beginnen.

Die Grünen wollen eine neue Stelle in der Landes-Regierung. Dort arbeitet eine Person nur für das Thema Pflege. Sie vertritt Menschen, die Pflege brauchen. Sie redet bei neuen Gesetzen zur Pflege mit.

Löhne und Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern

Die Grünen wollen höhere Löhne in der Pflege und gleiche Bezahlung in Alten- und Krankenpflege. Langfristig streben sie eine 35-Stunden-Woche für Pflegekräfte bei vollem Lohn an. Bessere Bedingungen sollen den Beruf attraktiver machen und die Versorgung sichern.

Pflege-Kräfte sollen mehr Geld verdienen. In der Alten-Pflege soll es so viel Lohn geben wie im Krankenhaus. Später sollen Pflege-Kräfte nur 35 Stunden pro Woche arbeiten. Der Lohn soll dabei gleich bleiben.

Präventionsrat einrichten und Beratungsstellen stärken

Die Grünen wollen noch 2022 einen Präventionsrat des Landes schaffen, der das Gesundheitsministerium berät. Er soll sich vor allem mit chronischen Erkrankungen befassen. Daneben sollen Beratungsstellen wie AIDS- und Drogenberatung gestärkt werden.

Die Grünen wollen einen neuen Rat für Gesundheits-Vorsorge. Er berät das Gesundheits-Ministerium. Er kümmert sich um Krankheiten, die lange dauern. Beratungs-Stellen sollen mehr Hilfe bekommen, auch auf dem Land.

Gesunde Ernährung und Bewegung fördern

Die Grünen wollen Krankheiten vorbeugen, die aus falscher Ernährung und Bewegungsmangel entstehen. Geplant sind eine dauerhafte Beratungsstruktur für Familien, mehr Gesundheitsbildung in Kitas und Schulen und mehr Zeit für Sport. Mit den Kommunen soll ein Förderprogramm für gesunde Verpflegung aufgelegt werden.

Schlechtes Essen und wenig Bewegung machen krank. Die Grünen wollen Familien dazu beraten. In Schulen soll es mehr Sport geben. Kinder sollen in Kita und Schule mehr über gesundes Essen lernen.

Cannabis legalisieren und Drug-Checking ermöglichen

Die Grünen setzen in der Drogenpolitik auf Aufklärung, selbstbestimmten Umgang und Suchtprävention statt auf Kriminalisierung von Suchtkranken. Sie unterstützen die Legalisierung von Cannabis für Erwachsene mit Verkauf in Fachgeschäften. Drug-Checking in Clubs soll auch in Schleswig-Holstein möglich werden.

Die Grünen wollen Cannabis für Erwachsene erlauben. Besondere Geschäfte sollen es verkaufen. In Clubs sollen Menschen ihre Drogen prüfen lassen können. Sucht-Kranke sollen Hilfe bekommen und keine Strafe.

Maßregelvollzug baulich und therapeutisch verbessern

Die Grünen wollen die Bedingungen im Maßregelvollzug verbessern, also in der Unterbringung psychisch kranker oder suchtkranker Straftäter in Kliniken. Einzelzimmer sollen zur Regel werden, und die therapeutische und pflegerische Versorgung soll besser werden. Gute Behandlung schützt aus Sicht des Programms am besten vor Rückfällen.

Manche Straftäter sind psychisch krank. Sie kommen in eine besondere Klinik. Die Grünen wollen dort Einzel-Zimmer für alle. Es soll mehr Therapie und Pflege geben. Das soll neue Straftaten verhindern.

Medizinische und psychosoziale Versorgung Geflüchteter sichern

Die Grünen wollen in einem mehrjährigen Pilotprojekt die Behandlung von Menschen ohne Aufenthaltspapiere über einen Fonds ermöglichen, ohne dass diese ihre Identität offenlegen müssen. Für Geflüchtete mit seelischen Belastungen soll ein Landeskonzept die psychosoziale Versorgung verbessern.

Menschen ohne Papiere können kaum zum Arzt gehen. Die Grünen wollen ein Projekt für mehrere Jahre. Ein Geld-Topf bezahlt dann die Behandlung im Notfall. Die Menschen müssen ihren Namen nicht nennen. Geflüchtete mit seelischen Problemen sollen mehr Hilfe bekommen.

Grüne: alle 16 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 11 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Geburtshilfe und Hebammen stärken

Die SPD will in der Geburtshilfe eine verbindliche Personalbemessung und strebt an, dass jede Gebärende von einer eigenen Hebamme betreut wird. Vor- und Nachsorge sollen überall im Land in der Nähe des Wohnorts verfügbar sein.

Bei jeder Geburt soll eine Hebamme nur für eine Frau da sein. Hilfe vor und nach der Geburt soll es in der Nähe geben. Geburts-Stationen in Kliniken sollen bleiben. Das Land soll Hebammen bei teuren Versicherungen helfen.

Wahlfreiheit bei der Krankenversicherung für Beamte

Landesbeamtinnen und -beamte sollen künftig zwischen der individuellen Beihilfe und einem pauschalen Arbeitgeberzuschuss zu einer Krankenvollversicherung wählen können. Langfristig hält die SPD an einer Bürgerversicherung für alle fest.

Beamte des Landes sollen bei der Kranken-Versicherung wählen dürfen. Sie können die bisherige Beihilfe behalten. Oder das Land zahlt einen festen Teil ihrer Beiträge. Später will die SPD eine Versicherung für alle.

Medizinische Versorgung auf dem Land sichern

Die SPD will die ärztliche Arbeit auf dem Land für junge Medizinerinnen und Mediziner attraktiver machen und medizinische Angebote besser vernetzen. Menschen sollen auch mit wachsendem Pflegebedarf in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können.

Die SPD will gute Ärzte auch auf dem Land. Junge Ärzte sollen dort gern arbeiten. Ärzte und Pflegedienste sollen in Zentren zusammenarbeiten. Auch Beratung per Video soll helfen.

Versorgungszentren in jedem Kreis bis 2030

Die SPD will bis 2030 in jedem Kreis Versorgungszentren mit einem breiten allgemeinmedizinischen Angebot schaffen. Kleinere Kliniken sollen sich zu regionalen Gesundheitszentren weiterentwickeln können. Grundlage soll eine mit allen Beteiligten erarbeitete Strategie für Versorgung und Vorbeugung sein, weil Gesundheit aus Sicht der Partei nicht nach Gewinn und Verlust organisiert werden darf.

Die SPD will bis 2030 in jedem Kreis ein Zentrum mit Ärztinnen und Ärzten. Dort bekommen Menschen allgemeine medizinische Hilfe. Kleine Kranken-Häuser sollen zu Gesundheits-Zentren werden können. Die SPD sagt: Gesundheit ist keine Ware.

Digitalisierung im Gesundheitswesen beschleunigen

Die SPD will digitale Angebote in der Gesundheitsversorgung schneller ausbauen, etwa Sprechstunden per Telefon und Video sowie elektronische Patientenakten. Nach Auffassung des Programms können solche Angebote die Versorgung vor Ort ergänzen und verbessern, aber nicht vollständig ersetzen.

Die SPD will mehr digitale Technik in der Medizin. Man soll zum Beispiel per Video mit der Ärztin sprechen können. Die Kranken-Akte soll es elektronisch geben. Die Praxis vor Ort bleibt trotzdem wichtig.

Landarztquote und mehr Medizinstudienplätze schaffen

Die SPD will Medizinstudienplätze für Bewerberinnen und Bewerber ohne Bestnoten vorhalten, die sich für zehn Jahre als Landärztin oder Landarzt verpflichten. Zusätzlich sollen neue Studienplätze in Humanmedizin entstehen. Hintergrund ist, dass in den kommenden Jahren viele Praxen neu besetzt werden müssen.

Auf dem Land fehlen bald Ärztinnen und Ärzte. Die SPD will deshalb Studien-Plätze für Medizin frei halten. Diese Plätze bekommen Menschen ohne Spitzen-Noten. Dafür müssen sie zehn Jahre auf dem Land arbeiten. Es soll auch mehr Studien-Plätze geben.

Krankenhausfinanzierung und Fallpauschalen reformieren

Die SPD will die Abrechnung über Fallpauschalen, also feste Beträge je Behandlungsfall, so ändern, dass sie sich an den wirklichen Kosten orientiert. Investitionen der Krankenhäuser in Gebäude und Geräte sollen weiter aus öffentlichen Mitteln bezahlt werden. Kliniken auf dem Land sollen eine Grundfinanzierung für das Vorhalten ihrer Angebote bekommen.

Kranken-Häuser bekommen heute feste Beträge pro Behandlung. Die SPD will das ändern. Das Geld soll zu den echten Kosten passen. Kliniken auf dem Land sollen Geld bekommen, damit sie da sind. Der Staat soll weiter Gebäude und Geräte bezahlen.

Krankenhäuser in öffentliche Trägerschaft zurückholen

Die SPD will, dass wieder mehr Krankenhäuser von der öffentlichen Hand oder von Kommunen betrieben werden. Kommunen, die Kliniken zurück in eigene Verantwortung nehmen wollen, sollen dabei Unterstützung vom Land erhalten.

Viele Kranken-Häuser gehören privaten Firmen. Die SPD will, dass wieder mehr Kliniken dem Staat oder den Städten gehören. Städte und Kreise sollen dabei Hilfe bekommen.

Kostenfreie Verhütung und Hilfe bei Kinderwunsch

Die SPD will sich dafür einsetzen, dass Verhütungsmittel für alle kostenlos sind. Ungewollt kinderlose Paare sollen über ein Bundesprogramm finanzielle Hilfe für Behandlungen bekommen, ausdrücklich auch unverheiratete und gleichgeschlechtliche Paare sowie Alleinstehende. Bei Schwangerschaftsabbrüchen will die Partei Information, Beratung und Versorgung in Wohnortnähe sichern.

Die SPD will Verhütungs-Mittel für alle kostenlos machen. Menschen mit unerfülltem Kinder-Wunsch sollen Geld für die Behandlung bekommen. Das soll auch für Paare ohne Trauschein, gleich-geschlechtliche Paare und Alleinstehende gelten. Frauen sollen bei einem Schwangerschafts-Abbruch gute Hilfe in der Nähe finden.

Geburtshilfe wohnortnah erhalten, Hebammen stärken

Die SPD will Geburtsstationen in Stadt und Land erhalten und die Versorgung vor und nach der Geburt in Wohnortnähe ausbauen. Von Hebammen geleitete Kreißsäle, Praxen und Ambulanzen sollen gefördert werden. Eltern sollen weiter frei wählen können, wo ihr Kind zur Welt kommt.

Die SPD will Geburts-Stationen in Stadt und Land erhalten. Hebammen sollen mehr Unterstützung bekommen. Es soll mehr Ausbildungs-Plätze für Hebammen geben. Eltern sollen selbst wählen, wo ihr Kind geboren wird.

Psychische Gesundheit und Suchtprävention ausbauen

Die SPD will den Zugang zu Therapien bei psychischen Erkrankungen verbessern, besonders für Kinder und Jugendliche. Aufklärung soll der Stigmatisierung entgegenwirken, auch an Schulen. Die Vorbeugung und Bekämpfung von Suchtkrankheiten soll mehr Gewicht bekommen.

Menschen mit seelischen Krankheiten sollen leichter eine Therapie bekommen. Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche. Schul-Psychologinnen und Schul-Psychologen sollen die Klassen besuchen. Die SPD will auch mehr gegen Sucht tun.

Hospizplätze auf 160 ausbauen

Die SPD will die Zahl der Hospizplätze im Land auf 160 erhöhen und die überwiegend ehrenamtliche Hospizarbeit unterstützen. Tageshospize sollen zunächst als Modell gefördert werden, um Lücken in der Versorgung zu schließen.

In einem Hospiz werden sterbende Menschen begleitet. Die SPD will 160 Hospiz-Plätze im Land. Viele Helfer dort arbeiten ohne Bezahlung. Die SPD will sie unterstützen. Es soll auch Hospize nur für den Tag geben.

Pflege vor Ort ausbauen, Seniorenpolitik stärken

Die SPD will die Pflege in Wohnortnähe umbauen und ambulante Angebote vor die Unterbringung im Heim stellen. Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege sollen wachsen, um pflegende Angehörige zu entlasten. Für Menschen ab 75 Jahren soll es einen vorbeugenden Hausbesuch mit Beratung geben.

Die SPD will bessere Pflege in der Nähe. Pflege zu Hause soll Vorrang vor dem Heim haben. Es soll mehr Plätze für Pflege am Tag und in der Nacht geben. Auch für Pflege für kurze Zeit soll es mehr Plätze geben. Menschen ab 75 Jahren sollen Besuch und Beratung zu Hause bekommen. So sollen sie länger in ihrer Wohnung leben.

Ausbildung in Pflege- und Sozialberufen vergüten und ausbauen

Die SPD setzt sich für Ausbildungen ohne Schulgeld und mit sozialversicherungspflichtiger Vergütung ein, vor allem in Berufen, die überwiegend Frauen wählen. Pflegefachkräfte sollen auch an berufsbildenden Schulen ausgebildet werden, und es soll mehr Studienplätze für Pflege geben. Das Programm begründet dies mit dem Fachkräftemangel und steigenden Anforderungen in der Pflege.

Manche Ausbildungen kosten Schulgeld und bringen keinen Lohn. Das betrifft oft Berufe, die viele Frauen wählen. Die SPD will das ändern. Azubis sollen kein Schulgeld zahlen und Lohn bekommen. Es soll auch mehr Plätze für die Pflege-Ausbildung und das Pflege-Studium geben.

SPD: alle 14 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SSW

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Gesundheitsversorgung über die Grenze erleichtern

Der SSW will es einfacher machen, sich im jeweils anderen Land behandeln zu lassen und dort frei eine Praxis zu wählen. Behörden und Kliniken beiderseits der Grenze sollen enger zusammenarbeiten.

Menschen im Grenzland sollen leichter zum Arzt im Nachbarland gehen können. Deutsche und dänische Krankenhäuser sollen mehr zusammenarbeiten. Das gilt auch für den Rettungs-Dienst.

Krankenhäuser in öffentliche Hand zurückführen

Der SSW will, dass Krankenhäuser langfristig wieder öffentlich getragen werden, weil in der Gesundheitsversorgung das Gemeinwohl und nicht der Gewinn zählen solle. Die Investitionsmittel für Kliniken sollen deutlich steigen.

Der SSW will, dass Kranken-Häuser wieder dem Staat gehören. Das soll auf lange Sicht geschehen. Bei der Gesundheit soll es nicht um Gewinn gehen. Kranken-Häuser sollen außerdem mehr Geld für Bauten bekommen.

Bürgerversicherung und Pflegevollversicherung einführen

Der SSW will eine Bürgerversicherung, in die alle Menschen in Deutschland einzahlen, statt einzelne Gruppen privat zu versichern. Die Pflegeversicherung soll zu einer Vollversicherung werden, die sämtliche Pflegekosten ohne Zuzahlung übernimmt.

Der SSW will eine Kranken-Versicherung für alle. Alle Menschen sollen dort einzahlen. Auch die Pflege-Versicherung soll sich ändern. Sie soll alle Kosten der Pflege bezahlen. Niemand soll dann selbst zuzahlen müssen.

Pflegekräfte besser bezahlen und Personal aufstocken

Der SSW will den Personalmangel in der Pflege mit einem verbindlichen Tarifvertrag für die Altenpflege auf dem Niveau des öffentlichen Dienstes und einer gesetzlichen Personalbemessung bekämpfen. Das soll den Beruf attraktiver machen und die Pflegequalität sichern.

Der SSW will mehr Geld für Pflege-Kräfte. Es soll einen Tarif-Vertrag für die ganze Alten-Pflege geben. Ein Gesetz soll festlegen, wie viel Personal nötig ist. Es soll auch mehr Ausbildungs-Plätze geben.

Medizinische Versorgung auf dem Land sichern

Der SSW will die wohnortnahe medizinische Versorgung im Flächenland Schleswig-Holstein sichern, unter anderem mit Anreizen für Ärztinnen und Ärzte und mehr Telemedizin. Auch Hospize, Geburtshilfe und Vorsorge sollen gestärkt werden.

Der SSW will gute Ärzte auch auf dem Land. Ärzte sollen Vorteile bekommen, wenn sie dort arbeiten. Behandlung über das Internet soll öfter genutzt werden. Auch Hebammen und Hospize sollen mehr Hilfe bekommen.

Pflegende Angehörige mit Vereinbarkeitsbudget entlasten

Der SSW will Menschen, die Angehörige pflegen, stärker unterstützen und Pflege und Beruf besser vereinbar machen. Dazu soll ein „Vereinbarkeitsbudget“ als Lohnersatz nach dem Muster des Elterngelds kommen.

Der SSW will Menschen helfen, die Angehörige pflegen. Sie sollen Geld als Ersatz für ihren Lohn bekommen. Das soll ähnlich wie das Eltern-Geld sein. Außerdem sollen Berater zu den Menschen nach Hause kommen.

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