Pubertätsblocker und Hormontherapien für Minderjährige unterbinden
Die AfD will den Zugang von Kindern und Jugendlichen zu Pubertätsblockern und geschlechtsangleichenden Hormontherapien einschränken oder ganz unterbinden. Sie bezeichnet diese Behandlungen als experimentell und beruft sich auf den Deutschen Ärztetag.
Manche Kinder fühlen sich nicht ihrem Geschlecht zugehörig. Es gibt Medikamente, die die Pubertät aufhalten. Die AfD will: Kinder und Jugendliche sollen diese Medikamente kaum oder gar nicht bekommen. Das gilt auch für Hormone zur Angleichung des Geschlechts.
Das Programm beschreibt Geschlechtsdysphorie als Störung, deren Zunahme aus Sicht der AfD von Interessengruppen befördert und von anderen Parteien verharmlost wird. Diese Entwicklung will die Partei umkehren. Anstelle dessen, was sie als verklärende Normalisierung bezeichnet, verlangt sie einen aus ihrer Sicht verantwortungsbewussten Umgang mit seelischen Störungen.
Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Statt den Zugang zu Hormontherapien und Pubertätsblockern zu erleichtern, fordern wir, wie auch der Deutsche Ärztetag, den Zugang zu diesen experimentellen Eingriffen einzuschränken bzw. zu unterbinden.“Einordnung
- Gesellschaftdeutlich konservativ
Heute zugängliche Behandlungen für transgeschlechtliche Minderjährige sollen eingeschränkt oder unterbunden werden, was die Selbstbestimmung in diesem Bereich grundlegend zurücknimmt.