Zum Inhalt springen
parteiprogramm

SPD zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Mit Herz, Haltung und Zuversicht. Für unsere Heimat Sachsen-Anhalt“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 61 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Krankenhäuser mit Landesgeld sichern

Die SPD will die bestehenden Krankenhäuser durch dauerhafte Investitionsmittel des Landes erhalten. Die Krankenhauslandschaft soll sich nach Qualität, Erreichbarkeit und Wirtschaftlichkeit richten und nicht nach Kapitalinteressen.

Die SPD will die Krankenhäuser im Land erhalten. Das Land soll dafür dauerhaft Geld geben. Zieht sich ein privater Betreiber zurück, sollen Kreise oder Städte übernehmen können. Das Land soll dabei mit Geld helfen. Ärzte sollen auch per Video helfen können.

Das Land soll Umbauten mitfinanzieren und Geld beisteuern, wenn Kliniken wieder in kommunale Hand übergehen müssen, etwa wenn private Träger sich zurückziehen. Für ärztliches Personal und Pflege sind Personaluntergrenzen vorgesehen. Ambulante und stationäre Versorgung, Rettungsdienst und Pflege sollen enger verzahnt werden. Telemedizin, das Netzwerk TeleSAN, das Steuerungssystem IVENA, Telenotarzt und Gemeindenotfallsanitäter sollen die Versorgung ergänzen und in der Fläche eingeführt werden, begleitet von Schulungen für Ältere. Für den ländlichen Raum nennt das Programm mobile Angebote und regionale Versorgungszentren.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Dazu werden wir die bestehenden Krankenhäuser durch eine verlässliche, langfristig ausgerichtete Investitionskostenfinanzierung sichern und Umbaumaßnahmen aus Landesmitteln unterstützen.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Landesinvestitionen, Personaluntergrenzen und Hilfe bei Rekommunalisierungen stärken die öffentliche Hand gegenüber privaten Trägern.

Geburtsstationen erhalten, Hebammenkreißsäle ausbauen

Die SPD zählt Geburtshilfe in Wohnortnähe zur medizinischen Daseinsvorsorge. Vorhandene Geburtsstationen sollen bleiben, solange die Qualität stimmt, und es soll mehr von Hebammen geleitete Kreißsäle geben.

Frauen sollen in der Nähe ihres Wohnorts ein Kind bekommen können. Die SPD will die Geburts-Stationen erhalten. Die Qualität muss dabei stimmen. Es soll mehr Kreißsäle geben, die Hebammen leiten.

Die Sicherung bestehender Stationen steht unter dem Vorbehalt gewährleisteter medizinischer Qualität. Von Hebammen geleitete Kreißsäle sollen gezielt hinzukommen. Als Ziel nennt das Programm, dass jede Frau den Ort der Geburt nach ihren eigenen Bedürfnissen wählen kann.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Bestehende Geburtsstationen werden gesichert, sofern die medizinische Qualität gewährleistet ist. Hebammengeführte Kreißsäle werden gezielt ausgebaut.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Erhalt und Ausbau öffentlicher Geburtshilfe bedeutet mehr staatlich gesicherte Daseinsvorsorge.

Pflege vor Ort stärken und reformieren

Die SPD will Pflege so organisieren, dass Menschen möglichst lange selbstständig zu Hause leben können, und im Bundesrat auf eine Pflegereform drängen. Zugleich soll die Pflege von Bürokratie entlastet werden.

Alte und kranke Menschen sollen lange zu Hause leben können. Die SPD will dafür Hilfe in der Nachbarschaft stärken. Der Bund soll die Pflege reformieren. Pflege-Kräfte sollen weniger Papier-Arbeit haben. Ab 65 Jahren soll es einen freiwilligen Gesundheits-Check geben.

Bei der Bundesreform stehen Finanzierung, Ausbildungsstandards, Qualitäts- und Begutachtungsrichtlinien, einheitliche Dokumentation und Fachkräftegewinnung im Mittelpunkt. Doppelprüfungen durch MDK und Heimaufsicht sollen entfallen, digitale Schnittstellen zu Praxen ausgebaut werden. Vor Ort sollen Versorgungsnetzwerke, Quartiersansätze, Nachbarschaftshilfe und ambulante Palliativversorgung wachsen; Investitionen in Heime fördert das Land dort, wo sonst die Versorgung gefährdet wäre. Geplant sind ein freiwilliger „Senioren-Check“ ab 65, spezialisierte ambulante geriatrische Versorgung und bessere Bedingungen für Menschen mit Demenz. Pflegende Angehörige sollen in Pflegegremien von Land und Kommunen vertreten sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Wir setzen uns im Bundesrat für eine echte Pflegereform auf Bundesebene ein.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Investitionen und neue Angebote in der Pflege überwiegen, auch wenn Prüfpflichten abgebaut werden sollen.

Gesundheitsberufe ohne Schulgeld und mit Vergütung ausbilden

Die SPD will, dass die Ausbildung in sämtlichen Gesundheitsberufen kein Schulgeld kostet und vergütet wird. Damit und mit weiteren Maßnahmen soll dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen begegnet werden.

Wer einen Gesundheits-Beruf lernt, soll kein Schulgeld zahlen. Die SPD will auch, dass Auszubildende Geld bekommen. So sollen mehr Menschen diese Berufe lernen. Das Land will auch mehr Ärzte auf dem Land halten.

Landarzt-, Amtsarzt- und Landzahnarztquote werden fortgeführt. Bei der Vergabe von Medizinstudienplätzen sollen neben der Abiturnote auch Berufserfahrung und soziale Kompetenz zählen können. Gesundheitsberufe sollen mehr Aufgaben in der Versorgung übernehmen, um Ärztinnen und Ärzte zu entlasten. Ab 2027 soll der neue Beruf der Pflegeassistenz im Land ausgebildet werden. Für die Heilerziehungspflege ist eine Fachkräfteoffensive vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 14)
„Ziel bleibt Schulgeldfreiheit und Ausbildungsvergütung in allen Gesundheitsberufen.“
Seite 14 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Finanzierung der Ausbildung soll auf weitere Berufe ausgedehnt werden, was bestehende Leistungen schrittweise ausbaut.

Psychische Versorgung und Prävention ausbauen

Die SPD will die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung am Bedarf ausrichten, weil psychische Erkrankungen zunehmen. Daneben sollen Vorsorge und Früherkennung sowie der Öffentliche Gesundheitsdienst gestärkt werden.

Immer mehr Menschen haben seelische Krankheiten. Die SPD will mehr Hilfe und Beratung für sie. Die Wartezeit auf eine Behandlung soll kürzer werden. Auch Vorsorge soll wichtiger werden, zum Beispiel gegen Krebs und Sucht.

Prävention, Beratung und Behandlung sollen ausgebaut, gemeindepsychiatrische Verbünde gestärkt werden. Für queere Menschen, die durch Diskriminierung belastet sind, sieht das Programm eigene Beratungsangebote vor. Programme zur Krebsfrüherkennung, Suchtprävention und gesunden Ernährung laufen weiter, Gesundheitsbildung an Schulen wird ausgebaut. Das Nichtraucherschutzgesetz soll nach seiner Evaluierung überarbeitet und die Vorbeugung bei HIV und sexuell übertragbaren Krankheiten finanziell gesichert werden. Der Öffentliche Gesundheitsdienst soll mehr Personal und digitale Ausstattung erhalten; der Bund soll seinen Pakt dafür fortsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 15)
„Wartezeiten sind zu verkürzen, Übergänge zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zu verbessern. Tagesklinische, ambulante und aufsuchende Strukturen werden ausgebaut.“
Seite 15 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Gesundheitsangebote und der Gesundheitsdienst sollen ausgebaut werden, was mehr staatliche Leistungen bedeutet.

Was sagen die anderen Parteien zu Gesundheit und Pflege?

Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich