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Was sagen die Parteien in Baden-Württemberg zu Gesundheit und Pflege?

4 aktuelle Wahlprogramme in Baden-Württemberg haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Bürgerrechte zuerst, 2 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Krankenhausreform stoppen, Kliniken öffentlich halten

Die AfD will die Krankenhausreform von 2025 stoppen, weil sie ein Kliniksterben vor allem auf dem Land befürchtet. Krankenhäuser sollen überwiegend in öffentlicher Verantwortung bleiben und nicht weitgehend privatisiert werden.

Die AfD will die Krankenhaus-Reform von 2025 stoppen. Sie hat Angst, dass Kliniken auf dem Land schließen. Krankenhäuser sollen dem Staat gehören. Firmen sollen sie nicht für Gewinn führen.

Arztpraxen, Apotheken und Reha in der Fläche sichern

Die AfD will Ärzte mit organisatorischen und finanziellen Hilfen für ländliche und strukturschwache Gegenden gewinnen. Inhabergeführte Apotheken und Reha-Einrichtungen sollen erhalten bleiben, und der Großhandel soll Arzneimittel auf Vorrat halten.

Auf dem Land fehlen Ärzte. Die AfD will Ärzten mit Geld helfen, dort eine Praxis zu öffnen. Apotheken und Reha-Kliniken sollen bleiben. Händler sollen wichtige Medikamente für zwei Monate lagern.

Pflegegeld anheben und Pflegepersonal gewinnen

Die AfD will pflegende Angehörige besser unterstützen und das Pflegegeld an die Vergütung ambulanter Dienste angleichen. Gegen den Personalmangel setzt sie auf bessere Bezahlung, weniger Dokumentation und mehr Ausbildung. Für Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten verlangt sie strenge Prüfungen.

Viele Menschen pflegen Angehörige zu Hause. Die AfD will ihnen mehr Pflegegeld geben. Pflegekräfte sollen besser verdienen und weniger Papierkram haben. Ärzte und Pflegekräfte aus Ländern außerhalb der EU sollen eine Prüfung machen.

Impfpflichten abschaffen, keine Pflicht zur Organspende

Die AfD will jede Impfpflicht abschaffen und beruft sich auf das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit. Über medizinische Behandlungen soll allein der Einzelne entscheiden. Auch eine Pflicht zur Organspende lehnt sie ab.

Die AfD will jede Impf-Pflicht abschaffen. Jeder Mensch soll selbst über seine Behandlung entscheiden. Niemand soll Organe spenden müssen. Auch Heilpraktiker sollen weiter arbeiten dürfen.

Corona-Politik im Landtag aufarbeiten und Betroffene entschädigen

Die AfD will die Corona-Politik durch einen Untersuchungsausschuss im Landtag aufarbeiten lassen. Aus ihrer Sicht waren viele Maßnahmen unbegründet, unwirksam oder schädlich. Wer dadurch Schaden erlitt, soll entschädigt werden.

Die AfD will die Corona-Zeit genau prüfen. Dafür soll der Landtag einen Ausschuss bilden. Die AfD sagt: Viele Regeln waren falsch oder schädlich. Menschen mit Schäden sollen Geld bekommen.

Elektronische Patientenakte patientenfreundlicher gestalten

Die AfD verlangt, dass Versicherte nachträglich neutral über die elektronische Patientenakte (ePA) aufgeklärt werden und die Nutzungsmöglichkeiten stärker an den Patienten ausgerichtet werden. Wer die ePA ablehnt, soll Notfalldaten direkt auf der Versichertenkarte speichern können.

Die elektronische Patienten-Akte speichert Daten über Behandlungen. Die AfD findet: Die Menschen wurden darüber schlecht informiert. Sie will eine neutrale Aufklärung. Wer die Akte nicht will, soll Notfall-Daten auf der Karte der Krankenkasse speichern können.

AfD: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Rettungsdienst und Leitstellen modernisieren

Die CDU will die Leitstellen im Land mit einem neuen Konzept technisch vereinheitlichen und vernetzen. Der ärztliche Bereitschaftsdienst und die Leitstellen sollen Fälle digital aneinander übergeben können, damit Patienten besser gelenkt werden.

Die CDU will den Rettungsdienst moderner machen. Die Leitstellen sollen die gleiche Technik nutzen. Eine Leitstelle nimmt Notrufe an und schickt Hilfe. Der ärztliche Bereitschafts-Dienst soll Daten direkt an die Leitstellen schicken können.

Wohnortnahe medizinische Versorgung sichern

Die CDU will die medizinische Versorgung im ganzen Land wohnortnah sichern. Dafür sollen mehr Studienplätze in Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie entstehen und die Landarztquote steigen.

Die CDU will, dass es überall im Land Ärzte in der Nähe gibt. Es soll mehr Studien-Plätze für Medizin geben. Mehr Plätze sollen an künftige Land-Ärzte gehen. Auch die Apotheke vor Ort soll gestärkt werden.

Investitionsförderung für Krankenhäuser ausbauen

Die CDU bekennt sich zur dualen Krankenhausfinanzierung und will die Investitionsförderung des Landes ausbauen. So soll die Grund- und Regelversorgung mit Notfallambulanzen im ganzen Land gesichert werden.

Die CDU will mehr Geld für Krankenhäuser geben. Das Land bezahlt Gebäude und Technik. Die Kranken-Kassen bezahlen den laufenden Betrieb. So soll es überall im Land gute Krankenhäuser geben.

Patienten über Hausärzte und Notfallzentren lenken

Die CDU unterstützt den Plan des Bundes, dass Hausärzte Patienten als Lotsen durch das Gesundheitssystem führen. In der Notfallversorgung setzt sie auf Integrierte Notfallzentren, die in 30 Fahrminuten erreichbar sein sollen.

Die CDU will, dass Haus-Ärzte die Patienten durch das Gesundheits-System führen. Digitale Stellen sollen bei Terminen helfen. Für Notfälle soll es Notfall-Zentren geben. Jeder soll ein solches Zentrum in 30 Minuten mit dem Auto erreichen.

Fachkräfte und Ausbildung im Gesundheitswesen stärken

Die CDU will Gesundheitsberufe mit besseren Arbeitsbedingungen attraktiver machen und die Ausbildung ausbauen. Abschlüsse ausländischer Fachkräfte in Medizin und Pflege sollen schneller und digital anerkannt werden.

Die CDU will mehr Fachkräfte für Gesundheit und Pflege gewinnen. Die Arbeit soll besser bezahlt und besser planbar sein. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller anerkannt werden. Die Ausbildung an Schulen für Gesundheits-Berufe soll kein Schulgeld kosten.

Medizinische Forschung und Datennutzung ausbauen

Die CDU will die medizinische Forschung im Land stärken, vor allem bei Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Gesundheitsdaten sollen leichter ausgetauscht und für die Forschung genutzt werden, und eine landesweite Biobank soll entstehen.

Die CDU will mehr Forschung für die Gesundheit. Es geht vor allem um Herz-Krankheiten und Krebs. Ärzte und Kliniken sollen Daten leichter austauschen. Eine Biobank soll Proben für die Forschung sammeln.

Gesundheitsämter stärken, Gesundheitswesen krisenfest machen

Die CDU will den öffentlichen Gesundheitsdienst mit moderner Technik, digitaler Vernetzung und Fachpersonal ausstatten. Zugleich soll das Gesundheitswesen besser auf Pandemien, Katastrophen und sicherheitspolitische Bedrohungen vorbereitet werden.

Die CDU will die Gesundheits-Ämter besser ausstatten. Sie sollen moderne Technik und gutes Personal bekommen. So können sie in einer Krise schnell handeln. Auch Kliniken und Praxen sollen auf Krisen vorbereitet sein.

Benachteiligung beim Kassen-Finanzausgleich beenden

Die CDU will sich im Bund dafür einsetzen, dass Baden-Württemberg beim Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen nicht länger schlechter gestellt wird. Nach Darstellung des Programms verliert das Land wegen des Regionalfaktors jährlich fast eine Milliarde Euro.

Die Kranken-Kassen gleichen untereinander Geld aus. Die CDU sagt: Baden-Württemberg bekommt dabei zu wenig. Es fehlt fast eine Milliarde Euro im Jahr. Die CDU will das beim Bund ändern.

Wohnortnahe Pflege sichern, pflegende Angehörige entlasten

Die CDU will, dass gute Pflege in der Nähe des Wohnorts verfügbar und bezahlbar bleibt. Sie prüft dazu, ob das Land Investitionen von Pflegeheimen wieder fördert, und will Angehörige, die zu Hause pflegen, stärker entlasten.

Die CDU will gute Pflege in der Nähe. Die Pflege soll bezahlbar bleiben. Das Land soll vielleicht wieder Geld für Pflege-Heime geben. Wer Angehörige zu Hause pflegt, soll mehr Hilfe bekommen.

Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte verbessern

Die CDU will den Pflegeberuf attraktiver machen: mit fairen Löhnen, festen Personalschlüsseln und planbaren Dienstzeiten. Ausländische Pflegeabschlüsse sollen schneller anerkannt werden, damit Fachkräfte aus dem Ausland rasch arbeiten können.

Die CDU will bessere Arbeit für Pflege-Kräfte. Sie sollen faire Löhne bekommen. Die Dienst-Pläne sollen verlässlich sein. Pflege-Kräfte aus dem Ausland sollen schneller hier arbeiten dürfen.

Pflegeversicherung stabil und solidarisch finanzieren

Die CDU will erreichen, dass steigende Eigenanteile Pflegebedürftige und ihre Familien nicht überfordern. Im Bund setzt sie sich für eine dauerhaft stabile Pflegeversicherung ein, die Eigenverantwortung und Solidarität verbindet.

Pflege kostet viel Geld. Einen Teil zahlen die Menschen selbst. Die CDU will: Dieser Teil soll niemanden überfordern. Die Pflege-Versicherung soll lange stabil bleiben.

CDU: alle 11 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Medizinforschung und Gesundheitswirtschaft ausbauen

Die Grünen wollen, dass neue medizinische Entwicklungen schneller bei Patientinnen und Patienten ankommen. Dafür sollen Unikliniken, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen enger zusammenarbeiten.

Die Grünen wollen, dass neue Medizin schneller bei kranken Menschen ankommt. Dafür sollen Kliniken, Forscher und Firmen enger zusammen arbeiten. Heidelberg und Mannheim sollen ein Spitzen-Standort für Medizin-Forschung werden.

Krankenhäuser verlässlich finanzieren

Die Grünen setzen auf ein starkes öffentliches Gesundheitssystem. Vom Bund fordern sie eine verlässliche Finanzierung der Behandlungen im Krankenhaus; das Land soll seine Investitionsförderung für Kliniken weiter erhöhen.

Die Grünen wollen gute Krankenhäuser für alle. Der Bund soll die Behandlungen sicher bezahlen. Das Land soll mehr Geld für Gebäude und Geräte geben.

Schulgeld in Gesundheitsberufen abschaffen

Die Grünen wollen, dass die Ausbildung in Gesundheitsberufen kein Schulgeld mehr kostet. Nach Darstellung des Programms halten die Gebühren viele junge Menschen von Berufen wie Logopädie, Ergo- und Physiotherapie ab, obwohl Bedarf besteht.

Manche Ausbildungen im Gesundheits-Bereich kosten Geld. Das gilt zum Beispiel für Physio-Therapie. Die Grünen wollen diese Gebühren abschaffen. Dann machen mehr junge Menschen diese Ausbildung.

Telemedizin und digitale Gesundheitsversorgung ausbauen

Die Grünen wollen die Digitalisierung im Gesundheitswesen vorantreiben und telemedizinische Angebote fördern. Hausarztpraxen sollen digital erreichbar sein und beraten können, was vor allem die Versorgung auf dem Land stärken soll.

Die Grünen wollen mehr digitale Angebote beim Arzt. Patienten sollen auch per Video mit Ärzten sprechen können. Das hilft besonders Menschen auf dem Land. Technik soll Menschen aber nicht ersetzen.

Pflegeberufe stärken und Angehörige entlasten

Die Grünen wollen die professionelle Pflege stärken: mit modernerer Ausbildung, neuen Berufsbildern, mehr Mitsprache und besseren Arbeitsbedingungen. Pflegende Angehörige sollen durch mehr Plätze in der Tages- und Kurzzeitpflege entlastet werden. Ein „Pakt der Pflege“ soll die Versorgung vor Ort sichern.

Die Grünen wollen die Pflege stärken. Die Ausbildung soll moderner werden. Pflege-Kräfte sollen mehr mitreden können. Viele Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause. Sie sollen mehr Hilfe bekommen, zum Beispiel durch Tages-Pflege.

Hausärztliche Versorgung auf dem Land sichern

Die Grünen wollen eine Initiative „Hausärztliche Versorgung“ starten, die Lücken in der medizinischen Grundversorgung schließt. Dazu gehören eine neue Quote für Kinderärzte auf dem Land, ein kommunaler Ärztefonds und bessere Bedingungen im praktischen Jahr des Medizinstudiums.

Auf dem Land fehlen oft Ärzte. Die Grünen wollen das ändern. Es soll Studien-Plätze für künftige Land-Kinderärzte geben. Ein Fonds soll neue Praxen auf dem Land unterstützen. Medizin-Studenten sollen im Praxis-Jahr genug Geld bekommen.

Geschlechtergerechte Medizin und Hebammenversorgung stärken

Die Grünen wollen die Forschung zu geschlechtsspezifischen Unterschieden in der Medizin ausbauen, weil Medikamente und Therapien nach ihrer Darstellung vor allem an Männern erprobt werden. Trans- und intergeschlechtliche Menschen sollen ohne Diskriminierung behandelt werden. Die Versorgung mit Hebammen soll im ganzen Land gesichert sein.

Viele Medikamente werden vor allem an Männern getestet. Die Grünen wollen mehr Forschung zur Gesundheit von Frauen. Ärzte sollen lernen, trans und inter Menschen fair zu behandeln. Es soll überall genug Hebammen geben.

Prävention und Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken

Die Grünen wollen ein Gesundheitssystem, das vorbeugt, statt erst auf Krankheit zu reagieren. Dazu soll eine Präventionsstrategie für das ganze Land entstehen, Schulgesundheitsfachkräfte sollen an weiteren Schulen erprobt und der Öffentliche Gesundheitsdienst weiterentwickelt werden.

Die Grünen wollen, dass Menschen gar nicht erst krank werden. Dafür soll es einen Plan für das ganze Land geben. An mehr Schulen sollen Gesundheits-Fachkräfte arbeiten. Auch die Gesundheits-Ämter sollen mehr für Vorsorge tun.

Drug-Checking und Schadensminderung ermöglichen

Die Grünen stellen Vorbeugung in den Mittelpunkt ihrer Drogen- und Suchtpolitik. Sie wollen Angebote schaffen, bei denen Konsumierende die Inhaltsstoffe von Drogen prüfen lassen können, und die gesundheitliche Versorgung von Abhängigen und Gefährdeten ausbauen.

Die Grünen wollen Sucht vorbeugen. Menschen sollen Drogen testen lassen können. So erfahren sie, was darin ist. Das soll vor gefährlichen Stoffen schützen. Süchtige Menschen sollen gute Hilfe bekommen.

Arzneimittelproduktion im Land und Apotheken stärken

Die Grünen wollen die Versorgung mit grundlegenden Medikamenten sichern und dafür die Herstellung von Arzneimitteln und Medizinprodukten in der Region fördern. Apotheken vor Ort sollen gestärkt werden, damit die Versorgung wohnortnah bleibt.

Manchmal fehlen wichtige Medikamente, zum Beispiel Fieber-Saft für Kinder. Die Grünen wollen, dass mehr Medikamente in der Region hergestellt werden. Auch die Apotheken im Ort sollen gestärkt werden.

Psychotherapeutische Versorgung ausbauen, Einsamkeit bekämpfen

Die Grünen wollen Lücken in der Versorgung psychisch erkrankter Menschen schließen, besonders auf dem Land. Vorbeugung soll früh ansetzen, mit mehr Schulpsychologinnen und Schulpsychologen und mehr Therapieplätzen für Kinder und Jugendliche. Zudem soll eine Strategie gegen Einsamkeit entstehen.

Viele Menschen haben seelische Krankheiten. Sie finden oft schwer Hilfe. Die Grünen wollen mehr Therapie-Plätze, besonders auf dem Land. An Schulen soll es mehr Psychologen geben. Einsame Menschen sollen Anlauf-Stellen bekommen.

Rettungsdienst und Leitstellen modernisieren

Die Grünen wollen Rettungswachen sanieren und neu bauen, die Leitstellen personell und technisch besser aufstellen und Gemeinde-Notfallsanitäter einsetzen. Die kürzere Hilfsfrist soll nicht zulasten der Beschäftigten gehen.

Die Grünen wollen Rettungs-Wachen reparieren und neu bauen. Die Leitstellen nehmen Notrufe an. Sie sollen mehr Fachleute und eine gemeinsame Software bekommen. Gemeinde-Notfallsanitäter sollen bei leichteren Fällen helfen. So hat der Rettungsdienst mehr Zeit für echte Notfälle.

Notfall- und Gesundheitsversorgung über Grenzen hinweg

Die Grünen wollen eine gemeinsame Notfallversorgung mit dem Elsass und der Nordwestschweiz vorbereiten. Auch in der Gesundheitsversorgung sollen bürokratische Hürden für Personal und Patienten an der Grenze fallen.

Bei einem Notfall soll die Grenze keine Rolle spielen. Rettungs-Dienste aus drei Ländern sollen zusammen üben und helfen. Ärzte und Pfleger sollen leichter im Nachbar-Land arbeiten können. Patienten sollen dort behandelt werden, wo es am schnellsten geht.

Grüne: alle 13 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Baden-Württemberg 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Krankenhäuser stärker finanzieren und erreichbar halten

Die SPD will die Landesmittel für Krankenhausinvestitionen um 60 Prozent anheben und die Krankenhausplanung so ausrichten, dass ein Haus der Grundversorgung in höchstens 30 Minuten mit dem Auto erreichbar ist. Schließungen, die sie für verantwortungslos hält, lehnt sie ab. Ausgegliederte Tätigkeiten sollen in die Kliniken zurückkehren.

Die SPD will mehr Geld für Krankenhäuser ausgeben. Jeder soll in 30 Minuten mit dem Auto ein Krankenhaus erreichen. Geburtshilfe soll es überall im Land geben. Ausgelagerte Arbeiten sollen zurück in die Krankenhäuser kommen.

Ambulante Versorgung und Notfallpraxen sichern

Die SPD will die ambulante ärztliche Versorgung vor Ort sichern und freie Kassenarztsitze vorrangig besetzen. Der ärztliche Notfalldienst soll überall binnen 30 Autominuten erreichbar sein. Notfallpraxen, die 2025 von Schließung bedroht waren, sollen bleiben oder wieder öffnen.

Die SPD will mehr Ärzte in den Orten. Der Notfall-Dienst soll in 30 Minuten mit dem Auto erreichbar sein. Bedrohte Notfall-Praxen sollen bleiben oder wieder öffnen. Eine Stiftung soll Arzt-Praxen fördern.

Wartezeiten bei psychischer Gesundheit verkürzen

Die SPD will, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen schneller eine ambulante oder stationäre Behandlung bekommen. Wohnortnahe Angebote und die Gemeindepsychiatrie sollen gestärkt werden. Für psychisch kranke Menschen, von denen eine Gefahr ausgeht, unterstützt sie eine angeordnete ambulante Behandlung.

Menschen mit seelischen Krankheiten warten oft lange auf Hilfe. Die SPD will diese Wartezeit kürzer machen. Es soll mehr Hilfe nah am Wohnort geben. Manche kranke Menschen gefährden andere. Für sie soll eine Behandlung mit Medikamenten angeordnet werden können.

Prävention ausbauen und Gesundheitskioske einrichten

Die SPD will Vorsorge und gesundheitliche Aufklärung in Kommunen, Kitas und Schulen fördern. Der Öffentliche Gesundheitsdienst soll neu ausgerichtet und personell verstärkt werden. In sozial benachteiligten Gegenden sollen Gesundheitskioske als leicht erreichbare Anlaufstellen entstehen.

Die SPD will mehr für die Vorsorge tun. An Schulen soll es Ersthelfer geben. Die Gesundheits-Ämter sollen mehr Personal bekommen. In ärmeren Stadtteilen soll es Gesundheits-Kioske geben. Dort bekommen Menschen Rat zu Krankheit und Pflege.

Mehr Ärzte und Pflegekräfte ausbilden und anwerben

Die SPD will 500 zusätzliche Medizinstudienplätze über das Landärzteprogramm schaffen und das Schulgeld in den Therapieberufen abschaffen. Fach- und Assistenzkräfte für Gesundheit und Pflege sollen gezielt angeworben werden, auch im Ausland. Ausländische Berufsabschlüsse sollen kostenlos und schneller anerkannt werden.

Die SPD will 500 neue Studien-Plätze für Medizin schaffen. Wer einen Therapie-Beruf lernt, soll kein Schulgeld mehr zahlen. Das Land soll Pflege-Kräfte aus dem Ausland holen. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schnell und ohne Gebühr anerkannt werden.

Gehalt für pflegende Angehörige einführen

Die SPD will pflegenden Angehörigen ein Gehalt zahlen, auf das Sozialbeiträge anfallen. Der Eigenanteil in Pflegeheimen und ambulant betreuten Wohngemeinschaften soll sinken, indem das Land wieder Investitionskosten fördert. Ambulante Pflege, Tages- und Kurzzeitpflege sowie Hospize sollen ausgebaut werden.

Viele Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause. Die SPD will ihnen dafür ein Gehalt zahlen. Pflege im Heim soll für die Bewohner billiger werden. Das Land soll dafür Geld für Pflege-Heime geben. Es soll mehr Hospize geben.

Suchthilfe ausbauen, Drug-Checking ermöglichen

Die SPD will Suchtprävention und Suchtberatung besser finanzieren, vor allem für junge Menschen. Abhängige sollen gesundheitlich versorgt werden, einschließlich sauberem Konsumbesteck, Drogenanalysen und Drogenkonsumräumen. Ziel ist laut Programm weniger Konsum, ohne Konsumierende zu bestrafen.

Die SPD will mehr Geld für Sucht-Beratung geben. Besonders junge Menschen sollen Hilfe bekommen. Süchtige sollen ihre Drogen prüfen lassen können. Es soll Räume für sicheren Konsum geben. Vor Restaurants soll Rauch niemanden stören.

Frauengesundheit und Zugang zu Abbrüchen sichern

Die SPD will eine wohnortnahe gynäkologische Versorgung ohne lange Wartezeiten und eine verlässlich finanzierte Geburtshilfe. Schwangerschaftsabbrüche sollen kostenfrei sein und überall im Land in zumutbarer Entfernung angeboten werden. Die Partei begründet das mit dem Selbstbestimmungsrecht von Frauen.

Frauen sollen nah am Wohnort gute Frauen-Ärzte finden. Hebammen und Geburts-Häuser sollen mehr Unterstützung bekommen. Ein Schwangerschafts-Abbruch soll nichts kosten. Er soll überall im Land möglich sein. Beratung soll es auch online geben.

SPD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl