Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Was sagen die Parteien in Thüringen zu Gesundheit und Pflege?

5 aktuelle Wahlprogramme in Thüringen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Thüringen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (+0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 2 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Geburtshilfe und ärztliche Versorgung sichern

Die AfD will erreichen, dass jede Geburtsklinik in höchstens 40 Minuten erreichbar ist und Geburten im Verhältnis eins zu eins betreut werden. Thüringen soll Ärzte, Kinderärzte und Hebammen selbst ausbilden und dafür sorgen, dass sie anschließend im Land bleiben.

Die AfD will, dass Frauen schnell zur Geburts-Klinik kommen. Der Weg soll höchstens 40 Minuten dauern. Bei der Geburt soll eine Hebamme nur für eine Frau da sein. Thüringen soll mehr Ärzte und Hebammen ausbilden und behalten.

Ärztemangel mit Studienplätzen und Stipendien bekämpfen

Die AfD will mehr Studienplätze in Human- und Zahnmedizin schaffen und Landesstipendien vergeben, wenn Studierende sich für zehn Jahre an unterversorgte Regionen binden. So soll die wohnortnahe ambulante Versorgung gesichert werden, vor allem auf dem Land.

In Thüringen fehlen Ärzte, vor allem auf dem Land. Die AfD will mehr Studien-Plätze für Medizin. Studenten sollen Geld vom Land bekommen. Dafür arbeiten sie später zehn Jahre in Gegenden mit wenigen Ärzten.

Ländliche Krankenhäuser in kommunaler Hand erhalten

Die AfD will Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung auf dem Land erhalten und nicht an private Klinikketten abgeben. Das Land soll seine Investitionspflichten erfüllen, und eine Landesgesellschaft soll kommunale Träger finanziell entlasten.

Die AfD will kleine Krankenhäuser auf dem Land erhalten. Sie sollen Städten, Kreisen oder gemeinnützigen Trägern gehören. Private Klinik-Firmen sollen sie nicht kaufen. Das Land Thüringen soll mehr Geld für Krankenhäuser geben.

Pflege durch Angehörige besser bezahlen und anerkennen

Die AfD will die Pflege in der Familie stärken: Angehörige sollen so viel Geld erhalten wie Pflegedienste, besser beraten werden und Rentenansprüche für ihre Sorgearbeit bekommen. Auch in Heimen sollen bessere Arbeitsbedingungen frühere Pflegekräfte zurückholen.

Viele Menschen pflegen ihre Eltern oder Großeltern zu Hause. Die AfD will ihnen mehr Geld geben. Sie sollen so viel bekommen wie ein Pflege-Dienst. Die Pflege soll auch für die Rente zählen. In Pflege-Heimen soll die Arbeit besser werden.

Strenge Prüfungen für ausländisches Gesundheitspersonal

Die AfD will, dass Bewerber für Medizin und Pflege ohne Abschluss aus einem EU-Land eine Gleichwertigkeitsprüfung ablegen und Deutsch auf dem Niveau C1 nachweisen. Das aktive Anwerben von Ärzten und Pflegekräften im Ausland sieht sie kritisch.

Manche Ärzte und Pflege-Kräfte haben ihre Ausbildung außerhalb der EU gemacht. Die AfD will, dass sie eine Prüfung ablegen. Sie sollen auch sehr gut Deutsch können. Die AfD will nicht gezielt Personal aus anderen Ländern holen.

Klinikhygiene nach niederländischem Vorbild einführen

Die AfD will im Gesundheitswesen Hygieneregeln wie in den Niederlanden einführen, um Schäden durch multiresistente Keime so weit wie möglich zu senken. Patienten sollen bei der Einweisung ins Krankenhaus verpflichtend getestet werden, bezahlt von den gesetzlichen Kassen.

In Krankenhäusern gibt es gefährliche Keime. Viele Medikamente wirken nicht gegen sie. Die AfD will strenge Regeln für Sauberkeit wie in den Niederlanden. Patienten sollen im Krankenhaus einen Test auf diese Keime machen. Die Kranken-Kassen sollen den Test bezahlen.

Medizinisches Personal vor Angriffen schützen

Die AfD verlangt, dass Behörden Rettungsdiensten, Notaufnahmen und Arztpraxen Schutzmaßnahmen gegen Angriffe anbieten. Laut Programm nehmen Übergriffe auf Personal und Patienten zu.

Ärzte und Rettungskräfte werden manchmal angegriffen. Die AfD sagt: Das passiert immer öfter. Die Behörden sollen deshalb beim Schutz helfen. Das gilt für Rettungsdienste, Notaufnahmen und Praxen.

Legalisierung von Cannabis ablehnen

Die AfD lehnt die Legalisierung von Cannabis und eine gesellschaftliche Normalisierung des Konsums ab. Sie verweist auf Risiken für das Gehirn, besonders bei jungen Menschen. Für den medizinischen Einsatz zeigt sie sich offen.

Die AfD ist gegen erlaubtes Cannabis. Sie sagt: Cannabis kann dem Gehirn schaden. Das gilt besonders für junge Menschen. Als Medizin findet die AfD Cannabis in Ordnung.

Corona-Politik im Untersuchungsausschuss aufarbeiten

Die AfD fordert einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Corona-Politik und will Verantwortliche gegebenenfalls vor Gericht bringen. Vergleichbare Einschränkungen soll es nicht mehr geben. Den Pandemievertrag der WHO lehnt sie ab.

Die AfD will die Corona-Politik prüfen lassen. Dafür soll es einen Untersuchungs-Ausschuss im Landtag geben. Verantwortliche sollen notfalls vor Gericht kommen. Die AfD ist auch gegen den Pandemie-Vertrag der WHO. Die WHO ist die Welt-Gesundheits-Organisation.

AfD: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

BSW

Programm zur Landtagswahl Thüringen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Zahl der Krankenkassen deutlich verringern

Das BSW will auf Bundesebene erreichen, dass es deutlich weniger Krankenkassen gibt, und die Beiträge in den nächsten Jahren nicht steigen lassen. Aus Sicht des Programms ist genug Geld im System, und die Zweiklassenmedizin soll überwunden werden.

In Deutschland gibt es fast 100 gesetzliche Kranken-Kassen. Sie bieten fast das Gleiche an. Das kostet viel Geld für Verwaltung. Das BSW will viel weniger Kassen. Die Beiträge sollen nicht steigen.

Versorgungszentren nach Poliklinik-Vorbild schaffen

Das BSW will die ambulante Facharztversorgung in gut erreichbaren Zentren bündeln, ähnlich den Polikliniken der DDR. Zugleich soll die Krankenhausreform so umgesetzt werden, dass die Grundversorgung vor allem auf dem Land erhalten bleibt.

Fach-Ärzte sollen zusammen in einem Zentrum arbeiten. So war es früher in den Polikliniken. Die Zentren sollen gut erreichbar sein. Auch Krankenhäuser auf dem Land sollen eine gute Grund-Versorgung bieten.

Ärzte mit Landarztquote an Thüringen binden

Ärztinnen und Ärzte, die in Jena oder an privaten Hochschulen ausgebildet werden, sollen über Förderprogramme für fünf bis zehn Jahre in Thüringen arbeiten. Außerdem will das BSW Telemedizin, Prävention und Gesundheitsbildung stärken.

Thüringen braucht mehr Ärzte. Wer in Jena Medizin lernt, soll danach in Thüringen arbeiten. Das gilt für fünf bis zehn Jahre. Dafür gibt es Förder-Programme. Auch Behandlung per Video und Vorsorge sollen wachsen.

Eigenanteil im Pflegeheim auf Durchschnittsrente deckeln

Das BSW will einen Deckel für Pflegeheimkosten: Der Eigenanteil der Bewohner soll nicht höher sein als die Durchschnittsrente. Aus Sicht des Programms ist das Pflegeheim wegen stark steigender Eigenanteile zur Armutsfalle geworden.

Ein Platz im Pflege-Heim ist sehr teuer. Viele Menschen werden dadurch arm. Das BSW will eine Grenze für die Kosten. Bewohner sollen höchstens so viel zahlen wie eine normale Rente. Land und Bund sollen den Rest neu regeln.

BSW: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Thüringen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Arzt und Apotheke in 20 Minuten erreichbar machen

Die CDU will die medizinische Grundversorgung auf dem Land sichern: Hausarzt, Kinder-, Frauen- und Zahnarzt sowie Apotheke sollen höchstens 20 Minuten entfernt sein. Dafür sollen ein Fünftel der Studienplätze an künftige Landärzte und Landapotheker gehen und Niederlassungen stärker gefördert werden.

Jeder soll in 20 Minuten beim Arzt oder in der Apotheke sein. Das soll auch auf dem Land gelten. Die CDU will Studien-Plätze für Menschen reservieren, die später auf dem Land arbeiten. Dabei soll die Eignung wichtiger sein als die Schulnoten. Wer eine Praxis eröffnet, soll mehr Hilfe bekommen.

Landschwestern und Gemeindepflegekräfte auf dem Land einsetzen

Die CDU will in den Dörfern Landschwestern etablieren, die weniger mobile Menschen medizinisch grundversorgen, und sie durch Gemeindepflegekräfte ergänzen. Zudem soll der Nahverkehr um flexible Fahrten zu Ärzten und Krankenhäusern erweitert werden.

Auf dem Land soll es Land-Schwestern geben. Das sind medizinische Fach-Kräfte mit einer Zusatz-Ausbildung. Sie machen Hausbesuche und sprechen sich digital mit dem Hausarzt ab. Dazu kommen Pflege-Kräfte für die Gemeinde. Busse sollen Menschen besser zum Arzt bringen.

Alle Krankenhausstandorte erhalten und besser finanzieren

Die CDU will die Krankenhausplanung sofort angehen und jedem Standort eine Zukunft als Ort medizinischer Versorgung geben. Ein Transformationsfonds und höhere Investitionsmittel des Landes sollen den Umbau der Kliniken bezahlen.

Kein Krankenhaus-Standort in Thüringen soll wegfallen. Jeder Standort soll weiter Menschen medizinisch versorgen. Die CDU will den Kliniken mehr Geld für Umbau und Geräte geben. Schwierige geplante Operationen sollen in großen, spezialisierten Kliniken stattfinden.

Masterplan für den Rettungsdienst auflegen

Die CDU will einen Masterplan für Rettungsdienst am Boden, Luftrettung und Intensivverlegungen erarbeiten und mehr Geld und Personal bereitstellen. Neue Fahrzeugtypen, zusätzliche Hubschrauberstandorte und mehr Ersthelfer sollen Lücken in der Notfallversorgung schließen.

Die CDU will den Rettungs-Dienst verbessern. Es soll mehr Geld und mehr Personal geben. Rettungs-Hubschrauber sollen auch nachts fliegen können. Nicht jeder Einsatz soll im Krankenhaus enden müssen. In allen Gemeinden soll es Defibrillatoren geben. Das sind Geräte, die bei Herz-Stillstand helfen.

Mehr Ausbildungs- und Studienplätze in Gesundheitsberufen

Die CDU will mehr Ausbildungs- und Studienplätze in den Gesundheitsberufen schaffen, um junge Menschen in Thüringen zu halten. Die Ausbildung in Gesundheitsfachberufen soll schulgeldfrei bleiben, und Dokumentationspflichten sollen sinken, damit mehr Zeit für Patienten bleibt.

Die CDU will mehr Plätze für Ausbildung und Studium in Gesundheits-Berufen. Junge Menschen sollen in Thüringen bleiben. Die Ausbildung soll weiter kein Schulgeld kosten. Ärzte und Pflegekräfte sollen weniger Formulare ausfüllen müssen.

Pflegeberuf aufwerten und Arbeitsbedingungen verbessern

Die CDU will den Pflegeberuf attraktiver machen: mit mehr Befugnissen für Fachkräfte, weniger Dokumentationspflichten und besseren Arbeitsbedingungen. Ausgestiegene Pflegekräfte sollen zurückgewonnen werden, Überstunden in der Pflege sollen steuerfrei sein, und ein freiwilliges Thüringen-Jahr soll junge Menschen an soziale Berufe heranführen.

Die CDU will den Pflege-Beruf attraktiver machen. Pflege-Fachkräfte sollen mehr selbst entscheiden dürfen. Sie sollen weniger Formulare ausfüllen. Für Überstunden sollen sie keine Steuern zahlen. Junge Menschen sollen ein freiwilliges Jahr in Thüringen machen können.

Pflegekräfte im Ausland anwerben

Die CDU will gezielt Pflegekräfte aus dem Ausland nach Thüringen holen. Ausländische Abschlüsse sollen einfacher und deutlich schneller anerkannt werden, weil der Bedarf an Arbeitskräften in der Pflege aus Sicht der Partei sonst nicht zu decken ist.

Die CDU will Pflegekräfte aus anderen Ländern holen. Ihre Abschlüsse sollen schneller anerkannt werden. Das soll auch einfacher werden. Die CDU sagt: Thüringen braucht diese Fachkräfte für die Pflege.

Landespflegeplanung erarbeiten und Telepflege fördern

Die CDU will die Pflegeinfrastruktur mit einer Landespflegeplanung koordiniert planen und fördern. Versorgungslücken sollen erkannt und Pflegekräfte in unterversorgte Regionen gelenkt werden; Telepflege und digitale Hilfen sollen Landesgeld erhalten.

Die CDU will die Pflege im ganzen Land besser planen. Das Land soll sehen, wo Pflegekräfte fehlen. Dorthin sollen mehr Pflegekräfte kommen. Das Land soll auch Pflege über Telefon und Internet fördern.

Pflegekosten senken und Pflegereform anstoßen

Die CDU will die Pflege für Betroffene günstiger machen und sich im Bund für eine Pflegereform einsetzen. Das Land soll Investitionen von Pflegeeinrichtungen mitfinanzieren, und selbst bewohntes Eigentum sowie Altersvorsorge sollen nicht mehr für Pflegekosten herangezogen werden.

Die CDU will, dass Pflege weniger kostet. Das Land soll Pflege-Heimen Geld für Investitionen geben. Dann zahlen die Bewohner weniger. Niemand soll sein eigenes Haus für die Pflege-Kosten verkaufen müssen. Die CDU will auch eine Pflege-Reform im Bund.

Landespflegegeld ab Pflegegrad II einführen

Die CDU will ein Landespflegegeld für Pflegebedürftige ab Pflegegrad II einführen. Das Geld soll ihnen ermöglichen, sich selbst etwas zu gönnen oder die Menschen finanziell anzuerkennen, die sie pflegen.

Die CDU will ein Landes-Pflegegeld einführen. Das ist Geld vom Land für Menschen, die Pflege brauchen. Man bekommt es ab Pflegegrad 2. Die Menschen können das Geld für sich nutzen. Oder sie geben es ihren Helfern.

Pflegende Angehörige entlasten

Die CDU will Menschen entlasten, die Angehörige pflegen. Pflegezeiten sollen bei Lebensarbeitszeit, Pflegebeiträgen und Rente stärker zählen, die Arbeitszeit soll flexibler werden, und Beratung sowie Kurzzeitangebote sollen ausgebaut werden.

Die CDU will Menschen helfen, die Angehörige pflegen. Die Pflege-Zeit soll für die Rente mehr zählen. Wer gepflegt hat, soll später weniger Pflege-Beitrag zahlen. Eine Internet-Seite soll freie Plätze in Heimen zeigen. Es soll mehr Kurzzeit-Pflege geben.

CDU: alle 11 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Landtagswahl Thüringen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Öffentlich in Gesundheitsversorgung investieren

Die Linke will, dass die öffentliche Hand in großem Umfang in Gesundheit und medizinische Versorgung investiert. Dazu gehört eine Krankenhausplanung des Landes. Krankenhäuser sollen nach Auffassung der Partei den Menschen dienen und nicht dem Gewinn von Konzernen.

Die Linke will viel Geld für Gesundheit ausgeben. Das Geld soll vom Staat kommen. Das Land soll gut planen, wo es Krankenhäuser gibt. Krankenhäuser sollen für die Menschen da sein, nicht für den Gewinn.

Verhütung als Kassenleistung, geschlechtersensible Medizin

Die Linke will erreichen, dass die Krankenkassen Verhütungsmittel vollständig bezahlen, damit Verhütung nicht vom Einkommen abhängt. Ein Menstruationsfreistellungsgesetz soll hinzukommen. Forschung und Versorgung sollen stärker auf die Unterschiede zwischen den Geschlechtern eingehen.

Die Linke will: Die Kranken-Kasse soll Verhütungs-Mittel ganz bezahlen. Verhütung soll nicht am Geld scheitern. Es soll ein Gesetz zur Freistellung bei der Menstruation geben. Die Medizin soll Frauen und Männer gleich gut behandeln.

Ärztliche Versorgung auf dem Land sichern

Die Linke will die wohnortnahe medizinische Versorgung in ganz Thüringen sichern, auch dort, wo Praxen schwer Nachfolger finden. Dazu setzt sie auf die Landarztquote, zusätzliche Stipendien, Niederlassungsförderung und leichteren Zugang zum Medizin- und Zahnmedizinstudium.

Die Linke will genug Ärzte in allen Teilen von Thüringen. Vor allem auf dem Land fehlen Ärzte. Studierende sollen Geld bekommen, wenn sie später auf dem Land arbeiten wollen. Auch wer eine Praxis gründet, soll Geld bekommen.

Inhabergeführte Apotheken vor Ort erhalten

Die Linke will die Apothekenversorgung in Wohnortnähe erhalten, besonders auf dem Land. Sie setzt auf Apotheken, die von ihren Inhabern geführt werden, und spricht sich gegen Versand- und Kettenapotheken aus, weil aus ihrer Sicht nur so gute Beratung und kurze Wege möglich sind.

Die Linke will Apotheken in der Nähe erhalten. Das gilt besonders für das Land. Die Apotheke soll dem Apotheker selbst gehören. Versand-Apotheken und Apotheken-Ketten lehnt die Partei ab.

Gesundheitsämter stärken und kommunale Versorgungszentren fördern

Die Linke will den öffentlichen Gesundheitsdienst deutlich stärken und begründet das mit den Erfahrungen der Pandemie. Kommunen sollen beim Aufbau eigener medizinischer Versorgungszentren unterstützt werden, als öffentliches Gegengewicht zu privaten Anbietern.

Die Linke will die Gesundheits-Ämter stärken. In der Pandemie waren sie sehr wichtig. Städte und Gemeinden sollen eigene Ärzte-Zentren gründen können. Die Partei will so ein öffentliches Angebot neben privaten Firmen schaffen.

Geburtshilfe und Hebammen stärken

Die Linke will die Geburtshilfe vor Ort stärken, vor allem auf dem Land, und bekennt sich zur freien Wahl des Geburtsortes. Als Ziel nennt sie, dass jede Gebärende von einer Hebamme allein betreut wird.

Die Linke will die Hilfe bei Geburten verbessern. Das gilt besonders auf dem Land. Schwangere sollen selbst wählen, wo sie ihr Kind bekommen. Jede Frau soll bei der Geburt eine eigene Hebamme haben.

Alle Krankenhausstandorte erhalten, Fallpauschalen ablösen

Die Linke will sämtliche Krankenhausstandorte in Thüringen erhalten und hält Klinikschließungen für nicht vertretbar. Sie fordert vom Bund eine ausreichende Finanzierung ohne Fallpauschalen und will Krankenhäuser stärker in öffentliche Trägerschaft bringen.

Die Linke will alle Krankenhäuser in Thüringen behalten. Keine Klinik soll schließen. Der Bund soll die Kliniken anders und besser bezahlen. Mehr Krankenhäuser sollen dem Staat oder den Kommunen gehören.

Solidarische Bürgerversicherung für Gesundheit und Pflege einführen

Die Linke will sich im Bundesrat für eine gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung einsetzen, in die alle Erwerbsgruppen verpflichtend einzahlen. Aus Sicht der Partei ist diese Bürgerversicherung nötig, um die Pflege besser zu finanzieren.

Die Linke will eine Versicherung für alle Menschen. Alle sollen in dieselbe Kranken- und Pflege-Versicherung einzahlen. Das gilt auch für Beamte, Selbstständige und Abgeordnete. So soll mehr Geld für die Pflege da sein.

Landespflegegeld einführen und Pflegekosten begrenzen

Die Linke will ein Thüringer Landespflegegeld einführen, um Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu entlasten. Außerdem sollen die Kosten der Pflege begrenzt und pflegende Angehörige besser beraten werden.

Die Linke will ein neues Pflege-Geld vom Land. Wer mindestens Pflegegrad 2 hat, bekommt bis zu 600 Euro im Jahr. Pflege soll nicht zu teuer werden. Angehörige, die pflegen, sollen mehr Beratung bekommen.

Verbindliche Personalschlüssel und bessere Bedingungen in der Pflege

Die Linke unterstützt verbindliche Personalvorgaben in der Pflege und in Krankenhäusern, abgesichert durch Flächentarifverträge. Pflegekräfte sollen mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen erhalten, damit mehr Menschen in diesen Berufen arbeiten.

Die Linke will feste Regeln für die Zahl der Pflege-Kräfte. Die Regeln sollen für alle Heime und Krankenhäuser gelten. Pflege-Kräfte sollen mehr Geld verdienen. So sollen mehr Menschen in der Pflege arbeiten.

Drogenpolitik auf Gesundheit statt Strafe ausrichten

Die Linke will eine Drogenpolitik, die auf Gesundheit und Selbstbestimmung setzt und Konsum nicht kriminalisiert. Suchtprävention, Beratung und Drug-Checking sollen ausgebaut werden.

Die Linke will Menschen nicht bestrafen, wenn sie Drogen nehmen. Wichtiger sind Gesundheit und der Schutz von Jugendlichen. Es soll mehr Beratung gegen Sucht geben. Menschen sollen Drogen auf gefährliche Stoffe testen lassen können.

Linke: alle 11 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Thüringen 2024

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 9 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Corona-Maßnahmen in Enquete-Kommission aufarbeiten

Die SPD will die gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und der Schutzmaßnahmen systematisch aufarbeiten lassen. Dafür soll der Thüringer Landtag eine Enquete-Kommission einsetzen. Das Programm hält die Bewältigung der Pandemie in Thüringen für gelungen, sieht aber dennoch Bedarf an einer Aufarbeitung.

Die SPD will die Corona-Zeit untersuchen lassen. Dafür soll der Landtag eine Kommission bilden. Die Kommission soll die Folgen der Pandemie prüfen. Sie soll auch die Folgen der Corona-Regeln prüfen. Besonders geht es um verletzliche Menschen.

Universitätsklinikum Jena finanziell und baulich stärken

Die SPD will das Universitätsklinikum Jena mit garantierten jährlichen Mittelzuwächsen und einem dritten Bauabschnitt unterstützen. Das soll die Krankenversorgung, vor allem die Notfallmedizin, sowie die Bedingungen für Studium, Lehre und Forschung verbessern.

Die SPD will das Universitäts-Klinikum in Jena stärken. Das Klinikum soll jedes Jahr mehr Geld bekommen. Es soll auch weiter gebaut werden. So sollen Kranke besser versorgt werden, vor allem im Notfall.

Klinikstandorte erhalten und Privatisierung verhindern

Die SPD will alle Klinik- und Versorgungsstandorte in Thüringen erhalten und keine weiteren kommunalen Krankenhäuser privatisieren lassen. Ein Sonderfonds von 100 Millionen Euro soll eine vernetzte, digitale und wohnortnahe Versorgung ermöglichen.

Die SPD will alle Krankenhäuser in Thüringen behalten. Krankenhäuser von Städten und Kreisen sollen nicht an private Firmen gehen. Es soll 100 Millionen Euro extra für moderne Versorgung geben. Arzt-Lotsen sollen helfen, dass Ärzte aufs Land kommen.

Psychotherapeutische Hilfe für Kinder ausbauen

Die SPD will Engpässe in der psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen abbauen, die sich laut Programm durch die Corona-Pandemie vergrößert haben. Leicht zugängliche Hilfen sollen wachsen, und Schulen wie Kindergärten sollen früh für mögliche Probleme sensibilisiert werden.

Viele Kinder und Jugendliche warten lange auf eine Therapie für die Seele. Die SPD will mehr Hilfe anbieten, die leicht zu erreichen ist. Schulen und Kindergärten sollen früh auf Probleme achten. Das erste Gespräch mit Therapeuten soll auch per Video gehen.

Geburtshilfe flächendeckend sichern

Die SPD will auf Landes- und Bundesebene für Qualität und verlässliche Versorgung in der Geburtshilfe eintreten. Geplant ist ein abgestuftes System mit gut erreichbaren Geburtsstationen im ganzen Land und genügend gut ausgebildeten Hebammen.

Die SPD will, dass Frauen überall in Thüringen eine Geburtsklinik erreichen können. Kleine und große Kliniken sollen eng zusammenarbeiten. Es soll genug Hebammen geben. Ihre Arbeit soll attraktiver werden. Eine Übersicht soll alle Geburtskliniken verständlich vergleichen.

Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken

Die SPD will den Öffentlichen Gesundheitsdienst, also vor allem die Gesundheitsämter, dauerhaft stärken. Dafür sollen mehr angehende Ärzte für diese Arbeit gewonnen werden, unter anderem über Studieninhalte und ein Stipendium.

Die SPD will die Gesundheits-Ämter stärken. Im Medizin-Studium soll es mehr um öffentliche Gesundheit gehen. Ein Teil der Ausbildung soll im Gesundheits-Amt möglich sein. Wer später dort arbeiten will, soll ein Stipendium bekommen. Das ist Geld für das Studium.

Öffentlichen Gesundheitsdienst per Landesgesetz stärken

Die SPD will den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) auf ein eigenes Landesgesetz stellen, das die bisherige Verordnung als Grundlage ablöst. Die Gesundheitsämter sollen eine einheitliche Mindestausstattung mit Personal bekommen, und die Beschäftigten sollen besser bezahlt werden.

Die Gesundheits-Ämter gehören zum Öffentlichen Gesundheits-Dienst. Die SPD will dafür ein neues Gesetz in Thüringen. Jedes Amt soll genug Personal haben. Die Beschäftigten sollen mehr Geld bekommen.

Versorgung bei Long-Covid und Suchtprävention ausbauen

Die SPD will Forschung und Behandlung bei Post- und Long-Covid voranbringen und landesweit Anlaufstellen für Erkrankungen nach Virusinfektionen schaffen. Außerdem soll ein Landeskonzept zur Suchtprävention entstehen.

Manche Menschen bleiben nach Corona lange krank. Das heißt Long-Covid. Die SPD will überall Anlauf-Stellen für diese Menschen. Ärzte sollen dazu mehr lernen. Außerdem will die SPD einen Plan gegen Sucht machen.

Gesundheitswesen klimafreundlicher machen

Die SPD will den Energie- und Ressourcenverbrauch im Gesundheitswesen senken, das laut Programm für geschätzt fünf Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich ist. Dazu soll in nachhaltige Infrastruktur, vor allem in Gebäude, investiert werden.

Krankenhäuser und Praxen verbrauchen viel Energie. Das schadet dem Klima. Die SPD will Geld in bessere Gebäude stecken. Das Gesundheits-Wesen soll weniger Material verbrauchen.

Apotheken sichern und neue Gesundheitsberufe fördern

Die SPD will die Versorgung mit Apotheken im ganzen Land erhalten, die Ausbildung in der Pharmazie stärken und Anreize für Niederlassungen in unterversorgten Gegenden setzen. Zugleich sollen neue Berufsbilder Ärztinnen und Ärzte entlasten.

Die SPD will Apotheken überall im Land erhalten. Mehr Menschen sollen Apotheker werden können. Wer eine Apotheke auf dem Land eröffnet, soll Hilfe bekommen. Neue Gesundheits-Berufe sollen Ärzte entlasten.

Anonymen Krankenschein dauerhaft fördern und ausweiten

Die SPD will den anonymen Krankenschein Thüringen dauerhaft fördern und auch Menschen ohne Krankenversicherung einbeziehen. Die Mittel dafür sollen dem Bedarf entsprechend steigen.

Mit dem anonymen Kranken-Schein können Menschen zum Arzt gehen, ohne ihren Namen zu nennen. Die SPD will ihn dauerhaft bezahlen. Auch Menschen ohne Kranken-Versicherung sollen ihn nutzen können. Dafür soll es mehr Geld geben.

Eigenanteile in der Pflege deckeln

Die SPD will den Eigenanteil begrenzen, den Pflegebedürftige selbst zahlen müssen. Zunächst sollen die Eigenanteile auf dem heutigen Stand eingefroren und höhere Kosten erstattet werden, damit Pflege aus Sicht der Partei nicht zum Armutsrisiko wird.

Pflege im Heim kostet viel Geld. Einen Teil zahlen die Menschen selbst. Die SPD will diesen Teil begrenzen. Er soll erst einmal nicht mehr steigen. Was darüber liegt, sollen die Menschen zurückbekommen.

Pflegende Angehörige durch mobile Beratung und Kurzzeitpflege entlasten

Die SPD will pflegende Angehörige mit aufsuchender, regional vernetzter Beratung unterstützen und dafür die Pflegestützpunkte zu mobilen Diensten umbauen. Zudem soll das Land zusätzliche Plätze in der Kurzzeitpflege fördern, weil deren Fehlen laut Programm viele Angehörige überlastet.

Viele Menschen pflegen Angehörige zu Hause. Die SPD will ihnen helfen. Beraterinnen und Berater sollen zu den Familien kommen. Es soll mehr Plätze für Kurzzeit-Pflege geben. Dann können Angehörige auch einmal Pause machen.

Landespflegebeauftragten und Pflegeplanung einführen

Die SPD will einen Beauftragten für Pflege und Patienten auf Landesebene einsetzen, der als Ombudsstelle dient und regelmäßig über die Lage der Pflege berichtet. Eine öffentlich zugängliche regionale Pflegestatistik soll die Grundlage für eine Landespflegeplanung bilden.

Die SPD will eine neue Stelle für Pflege und Patienten. Dorthin können sich Menschen mit Problemen wenden. Die Stelle soll regelmäßig Berichte schreiben. Es soll auch genaue Zahlen zur Pflege in jeder Region geben.

SPD: alle 14 Punkte mit Zitat und Seitenzahl