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Was sagen die Parteien im Saarland zu Gesundheit und Pflege?

3 aktuelle Wahlprogramme im Saarland haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-1,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 2 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Keine weiteren Lockdowns in der Corona-Pandemie

Die AfD lehnt weitere Lockdowns ab und will, dass die Gesellschaft lernt, mit dem Coronavirus zu leben. Ungeimpfte sollen nicht benachteiligt werden. Das Programm begründet dies mit den Folgen der Einschränkungen für Existenzen, Schüler und junge Menschen.

Die AfD will keinen neuen Lockdown. Bei einem Lockdown schließt der Staat viele Orte und begrenzt Kontakte. Die Menschen sollen lernen, mit dem Virus zu leben. Ungeimpfte sollen keine Nachteile haben.

Corona-Impfpflicht verhindern

Die AfD will eine Pflicht zur Corona-Impfung verhindern und hält sie für unverhältnismäßig. Die Impfung soll wie die Grippeimpfung freiwillig bleiben. Aus Sicht des Programms schützen die verfügbaren Impfstoffe nicht ausreichend, und Corona sei für die Mehrheit keine schwere Gefahr.

Die AfD ist gegen eine Impf-Pflicht bei Corona. Jeder soll selbst entscheiden, ob er sich impfen lässt. Die Partei meint: Die Impfstoffe schützen nicht gut genug. Sie fürchtet, dass Menschen sich sonst immer wieder impfen lassen müssen.

Intensivbetten und Klinikpersonal ausreichend vorhalten

Die AfD verlangt, dass die Regierung dauerhaft für genügend Intensivbetten und Personal sorgt. Außerdem sollen Medikamente und Schutzausrüstung für alle Betroffenen gesichert sein. Das Programm kritisiert, dass während der Pandemie Kapazitäten abgebaut worden seien.

Die AfD will mehr Sicherheit in Krankenhäusern. Es soll genug Betten für schwer Kranke geben. Es soll auch genug Personal geben. Medizin und Schutz-Ausrüstung sollen für alle reichen.

Kliniken erhalten, mehr Ärzte ausbilden, Geburtshilfe sichern

Die AfD will die Investitionsförderung des Landes für Krankenhäuser am tatsächlichen Bedarf ausrichten und Schließungen sowie Bettenabbau stoppen. Die Zahl der Medizinstudienplätze soll stark steigen, die ärztliche Versorgung auf dem Land und die Geburtshilfe sollen gefördert werden.

Die AfD will mehr Geld vom Land für Kranken-Häuser. Es sollen keine Kliniken und Geburts-Stationen mehr schließen. Mehr junge Menschen sollen Medizin studieren können. Auch auf dem Land soll es genug Ärzte geben.

Apotheken vor Ort erhalten, Rabattverträge abschaffen

Die AfD will kleine Apotheken vor Ort erhalten und Lieferengpässe bei Medikamenten vermeiden. Rabattverträge und die Reimportquote sollen entfallen, die Produktion von Arzneimitteln in Deutschland oder der EU soll durch Anreize gefördert werden.

Die AfD will kleine Apotheken in den Orten erhalten. Medikamente sollen immer lieferbar sein. Mehr Medikamente sollen aus Deutschland oder der EU kommen. Die AfD will Rabatt-Verträge abschaffen. Das sind Preis-Absprachen zwischen Kranken-Kassen und Herstellern.

Flächentarifvertrag für alle Pflegekräfte einführen

Die AfD fordert, dass sämtliche Pflegekräfte unter einen Flächentarifvertrag fallen und dadurch angemessen bezahlt werden. Dazu kommen familienfreundliche Arbeitszeiten, geförderte Umschulungen und mehr Werbung für Pflegeberufe. So soll dem Fachkräftemangel in der Pflege begegnet werden.

Die AfD will einen Tarif-Vertrag für alle Pflege-Kräfte. Ein Tarif-Vertrag legt den Lohn für eine ganze Branche fest. Pflege-Kräfte sollen so gut bezahlt werden. Auch die Arbeits-Zeiten sollen besser zu Familien passen.

Pflegende Angehörige und Heimbewohner finanziell entlasten

Die AfD will das Pflegegeld für die Pflege durch Angehörige auf das Niveau der Sachleistungen für Pflegedienste anheben und zusätzlich einen jährlichen Landeszuschuss zahlen. Außerdem sollen Heimkosten sinken und Pflegekräfte entlastet werden. Das Programm begründet dies damit, dass Angehörige den Großteil der Pflege leisten und dafür zu wenig Anerkennung erhalten.

Viele Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause. Die AfD will ihnen mehr Geld geben. Dazu soll es einmal im Jahr einen Zuschuss vom Land geben. Auch das Pflege-Heim soll billiger werden.

AfD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Heimaufsicht personell und digital ausbauen

Die CDU will die Heimaufsicht mit mehr Personal ausstatten und zu einer modernen, digital arbeitenden Behörde umbauen. Sie soll Pflegeheime stärker beraten und im Dialog mit ihnen arbeiten, um die Qualität der Betreuung dauerhaft zu sichern.

Die Heimaufsicht kontrolliert Pflegeheime. Die CDU will dort mehr Personal einstellen. Die Behörde soll digital arbeiten. Sie soll die Heime nicht nur prüfen, sondern auch mehr beraten.

Vernetzte Gesundheitsversorgung in jeder Kommune aufbauen

Die CDU will ambulante und stationäre Angebote enger verzahnen, die Krankenhausplanung neu aufstellen und in jeder Kommune ein medizinisches Versorgungszentrum einrichten. Dafür sagt sie 840 Millionen Euro Investitionsförderung über 15 Jahre zu. Das Programm versteht dies als Lehre aus der Corona-Pandemie.

Die CDU will die Versorgung mit Ärzten und Kliniken neu ordnen. In jeder Kommune soll es ein medizinisches Zentrum geben. Praxen und Kliniken sollen digital zusammenarbeiten. Das Land soll dafür in 15 Jahren 840 Millionen Euro geben.

Landarztförderung aufstocken, Medizinstudienplätze ausweiten

Die CDU will die Förderung für Landärzte und Praxisgründungen fortführen und erhöhen sowie mehr Studienplätze für Medizin und Zahnmedizin schaffen. Ziel ist mindestens ein Hausarzt in jeder Gemeinde und eine wohnortnahe Versorgung im ganzen Land.

Auf dem Land fehlen oft Ärzte. Die CDU will Ärzte fördern, die dort eine Praxis eröffnen. Es soll auch mehr Studienplätze für Medizin geben. In jeder Gemeinde soll es mindestens einen Hausarzt geben.

Ausbildungsstätten für Gesundheitsberufe bedarfsgerecht planen

Die CDU will für die nichtakademischen Gesundheitsberufe eine mittelfristige Planung der Ausbildungsstätten mit einer Bedarfsanalyse einführen. Anlass sind neue gesetzliche Vorgaben für diese Ausbildungen, die höhere Anforderungen an Schulen, Lehrende und Auszubildende stellen.

Die Ausbildung in Pflege und anderen Gesundheitsberufen hat sich geändert. Die CDU will genau planen, wie viele Ausbildungsplätze das Land braucht. Auch Weiterbildungen sollen eingeplant werden. Besonders wichtig ist die Intensivpflege.

Kliniken und Gesundheitsämter krisenfest machen

Die CDU will Beschaffung und Lagerung der saarländischen Kliniken zentral organisieren und dafür ein Zentrallager ausbauen. Außerdem soll der Öffentliche Gesundheitsdienst mehr Personal und digitale Technik erhalten und dauerhaft mit dem Katastrophenschutz verbunden werden.

Die CDU will das Land besser auf Krisen wie eine Pandemie vorbereiten. Die Kliniken sollen Material gemeinsam einkaufen und lagern. Dafür soll es ein großes Lager geben. Die Gesundheitsämter sollen mehr Personal und bessere Technik bekommen.

eHealth-Strategie erarbeiten, Datenschutz neu bewerten

Die CDU will zusammen mit saarländischen IT-Unternehmen und Forschungseinrichtungen eine Strategie für digitale Patientenversorgung entwickeln. Dafür hält sie es für nötig, den Datenschutz im Gesundheitsbereich teilweise neu zu bewerten, damit digitale Angebote praxistauglich und nutzerfreundlich sind.

Ärzte, Kliniken und andere sollen digital zusammenarbeiten. Die CDU will dafür einen Plan machen. Firmen und Forscher aus dem Saarland sollen helfen. Die Regeln zum Datenschutz sollen zum Teil neu geprüft werden.

Pflegeberufe besser bezahlen und attraktiver machen

Die CDU will die Bedingungen in der Pflege für Personal, Pflegebedürftige und Angehörige verbessern, unter anderem durch höhere Bezahlung, flexible Arbeitszeiten und mehr Verantwortung für Pflegekräfte. Neue Berufsbilder wie eine duale Assistenzausbildung in der Heilerziehungspflege sollen zusätzliche Fachkräfte bringen.

Immer mehr Menschen brauchen Pflege. Die CDU will, dass Pflegekräfte mehr Geld und bessere Arbeitszeiten bekommen. Es soll neue Ausbildungen geben. Auch Angehörige, die zu Hause pflegen, sollen entlastet werden.

Suchtprävention und Drogenhilfe ausbauen

Die CDU will den Schwerpunkt der Drogenpolitik weiter auf Aufklärung und Prävention legen und Drogenkonsum nicht verharmlosen. Zugleich sollen Beratung und Behandlung wachsen, ein Substitutionszentrum entstehen und in Saarbrücken ein Modellprojekt zur Prüfung von Drogen starten.

Die CDU will vor Drogen warnen und aufklären. Sie will mehr Beratung und Behandlung für Suchtkranke. Ein neues Zentrum soll Ersatz-Stoffe für Abhängige ausgeben. In Saarbrücken sollen Menschen Drogen auf besondere Gefahren prüfen lassen können.

Gesundheitsversorgung und Krisenschutz grenzüberschreitend organisieren

Die CDU will eine gemeinsame Gesundheitsversorgung mit den Nachbarregionen aufbauen, in der Behandlungen auf beiden Seiten der Grenze möglich sind. Ein interregionaler Krisen- und Pandemiestab soll das Vorgehen im Krisenfall abstimmen, und Rettungskräfte sollen über die Grenze hinweg zusammenarbeiten.

Krankheiten machen nicht an Grenzen halt. Die CDU will deshalb mit den Nachbarn enger zusammenarbeiten. Kranke sollen sich auf beiden Seiten der Grenze behandeln lassen können. Ein gemeinsamer Krisen-Stab soll bei Notlagen und Pandemien planen. Auch Feuerwehr und Rettungsdienst sollen über die Grenze hinweg helfen.

CDU: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Gesundheitswesen digital vernetzen

Die SPD strebt ein digitales Gesundheitssystem mit Telemedizin, vernetzten Einrichtungen und elektronischen Gesundheitsakten an. Das soll Ärzte und Pflegekräfte entlasten, die Versorgung verbessern und doppelte Untersuchungen vermeiden.

Die SPD will mehr digitale Technik in der Medizin. Ärzte sollen auch per Video beraten können. Praxen und Kliniken sollen Daten leicht austauschen. Technik im Haus soll die Pflege daheim leichter machen.

4.000 zusätzliche Pflegekräfte bis 2030 gewinnen

Die SPD will bis zum Ende des Jahrzehnts 4.000 zusätzliche Pflegekräfte gewinnen und so den Personalmangel beheben. Dazu sollen eine Konzertierte Aktion Pflege, bessere Bezahlung, mehr Ausbildungsplätze und ein neuer Pflegeplan beitragen.

Im Saarland fehlen viele Pflege-Kräfte. Die SPD will bis 2030 insgesamt 4.000 mehr davon haben. Pflege-Kräfte sollen besser bezahlt werden. Es soll mehr Plätze für Ausbildung und für Tages-Pflege geben.

Pflegeberuf mit mehr Befugnissen stärken

Die SPD will Pflegekräften mehr eigene Handlungsspielräume geben und sie von Bürokratie entlasten. Außerdem sollen ausländische Pflegekräfte leichter aufgenommen und ihre Abschlüsse einfacher anerkannt werden.

Die SPD will den Pflege-Beruf stärken. Pflegekräfte sollen mehr selbst entscheiden dürfen. Sie sollen weniger Papierkram haben. Pflegekräfte aus dem Ausland sollen leichter im Saarland arbeiten können.

Eigenanteile in der Pflege deckeln

Die SPD will sich im Bundesrat für eine solidarische Pflegeversicherung einsetzen, bei der die Eigenbeteiligung von Beginn der Pflegebedürftigkeit an begrenzt ist. Im Saarland sollen mehr Kurzzeitpflegeplätze und mehr ambulante Angebote entstehen.

Pflege kostet die Betroffenen viel Geld. Die SPD will diese Kosten begrenzen. Die Grenze soll ab dem ersten Monat gelten. Im Saarland soll es mehr Plätze für Kurzzeit-Pflege geben.

Krankenhäuser ohne private Betreiber sichern

Die SPD will, dass das Land die Krankenhausplanung wieder aktiv steuert und es im Saarland weiterhin keine privaten Klinikbetreiber gibt. Das Land soll sich an Krankenhausträgern beteiligen können, und dem Mangel an Ärzten und Therapeuten auf dem Land soll entgegengewirkt werden.

Die SPD will keine privaten Firmen als Betreiber von Kranken-Häusern. Das Land soll die Kranken-Häuser besser planen. Das Land kann sich auch an Trägern beteiligen. Auf dem Land soll es genug Ärzte geben.

Öffentlichen Gesundheitsdienst reformieren

Die SPD will den öffentlichen Gesundheitsdienst in den Gesundheitsämtern und auf Landesebene neu aufstellen. Vorgesehen sind mehr Personal, neue Kompetenzen, mehr Prävention und ein eigenes Landesinstitut nach dem Vorbild des Robert-Koch-Instituts.

Die SPD will die Gesundheits-Ämter verbessern. Dort sollen mehr Menschen arbeiten. Die Ämter sollen mehr für die Vorsorge tun. In Homburg soll ein neues Institut für Gesundheit entstehen.

Mehr Therapieplätze und Suchthilfe schaffen

Die SPD will das psychotherapeutische Angebot im Saarland vergrößern, weil Betroffene nach Darstellung des Programms monatelang auf einen Platz warten. Zugleich sollen Suchtprävention und Hilfen für Suchtkranke gestärkt werden.

Viele Menschen warten lange auf eine Therapie. Die SPD will mehr Therapie-Plätze schaffen. Sie will auch Menschen mit einer Sucht besser helfen. Auch Obdachlose sollen leichter Hilfe bekommen.

Altern im eigenen Zuhause unterstützen

Die SPD will älteren Menschen ermöglichen, in der eigenen Wohnung zu bleiben, und dafür Wohnberatung, Umbauförderung und aufsuchende Beratung einführen. Seniorenbüros, eine gesetzlich verankerte Mitwirkung der Seniorenbeiräte und eine weiterentwickelte Demenzstrategie sollen hinzukommen.

Viele Menschen wollen im Alter zu Hause wohnen bleiben. Die SPD will beim Umbau der Wohnung helfen. Es soll Beratung für ältere Menschen geben. Auch Menschen mit Demenz sollen mehr Hilfe bekommen. Demenz ist eine Krankheit, bei der man vieles vergisst.

SPD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl