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Was sagen die Parteien in Bayern zu Gesundheit und Pflege?

5 aktuelle Wahlprogramme in Bayern haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Bürgerrechte zuerst, 2 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Kliniken der Grundversorgung sichern und finanzieren

Die AfD will die medizinische Grundversorgung in kommunaler Hand halten und überall in Bayern absichern. Das Geld für Kliniken soll sich am Bedarf orientieren, Gewinnstreben lehnt das Programm in diesem Bereich ab. Vor allem kleinere Standorte sollen Investitionen erhalten.

Die AfD will Kranken-Häuser in ganz Bayern erhalten. Überall soll es Notfall-Hilfe und Geburts-Stationen geben. Die Kliniken sollen so viel Geld bekommen, wie sie brauchen. Mit der Grund-Versorgung soll niemand Gewinn machen.

Fallpauschalen durch Einzelleistungsvergütung ersetzen

Die AfD will das System der Fallpauschalen ablösen und stattdessen einzelne Leistungen vergüten. Aus Sicht des Programms verursachen die Pauschalen Fehlsteuerungen und lange Wartezeiten. Dazu sollen mehr Arztsitze und ein anderer Zugang zum Medizinstudium kommen.

Kliniken bekommen heute einen festen Betrag pro Krankheits-Fall. Die AfD will das ändern. Jede einzelne Leistung soll bezahlt werden. Es soll auch mehr Arzt-Praxen geben. Junge Menschen ohne Spitzen-Abitur sollen Medizin studieren können.

Corona-Politik aufarbeiten, mRNA-Impfungen aussetzen

Die AfD verlangt, die Corona-Maßnahmen der Staatsregierung rechtlich und wissenschaftlich aufzuarbeiten; sie hält diese für unverhältnismäßig und teils verfassungswidrig. Impfungen mit mRNA-Stoffen sollen ausgesetzt werden. Übersterblichkeit und Impfschäden sollen offen untersucht werden.

Die AfD hält die Corona-Regeln in Bayern für falsch. Gerichte und Forscher sollen diese Regeln prüfen. Die AfD will mRNA-Impfungen stoppen. Es soll Stellen geben, die Menschen mit Impf-Schäden helfen.

Masern-Impfpflicht abschaffen, keinen Impfzwang zulassen

Die AfD lehnt jede Impfpflicht ab und will die Masern-Impfpflicht zurücknehmen, die nach ihrer Darstellung ohne ausreichende medizinische Belege eingeführt wurde. Eltern sollen selbst über die Impfung ihrer Kinder entscheiden. Wer eine Impfung ablehnt, soll nicht benachteiligt werden.

Die AfD will keine Pflicht zum Impfen. Die Impf-Pflicht gegen Masern soll wegfallen. Eltern sollen selbst für ihr Kind entscheiden. Niemand soll Nachteile haben, weil er sich nicht impfen lässt.

Keine zentralen Gesundheitsdatenbanken zulassen

Die AfD befürwortet Digitalisierung in Verwaltung und Service, lehnt aber die zentrale Speicherung sensibler Gesundheitsdaten ab, weil sie Missbrauch befürchtet. Bayern soll den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) nicht mittragen. Ein zentrales Impfregister lehnt das Programm ebenfalls ab.

Die AfD will Gesundheits-Daten schützen. Niemand soll diese Daten an einem zentralen Ort sammeln. Das gilt für Deutschland und für die EU. Die AfD will auch kein zentrales Impf-Register.

Cannabis nur für medizinische Zwecke zulassen

Die AfD hält den medizinischen Einsatz von Cannabis für sinnvoll und förderungswürdig, steht einer unkontrollierten Freigabe aber kritisch gegenüber. Als Grund nennt sie, dass sich der Gehalt an THC und anderen Stoffen nicht regeln lasse. Zugleich fordert sie eine wissenschaftliche Neubewertung der Pflanze.

Die AfD will Cannabis als Medizin erlauben und fördern. Eine freie Abgabe an alle sieht die AfD kritisch. Forscher sollen die Pflanze und ihre Gefahren neu bewerten. Die EU soll sich hier nicht einmischen.

Angehörigenpflegezeit einführen und Pflege reformieren

Die AfD will pflegende Angehörige mit einer bezahlten Pflegezeit entlasten, die dem Erziehungsurlaub ähnelt und den Arbeitsplatz schützt. Der finanzielle Ausgleich soll sich dem Lohn professioneller Pflegekräfte annähern. Außerdem verlangt das Programm eine große Pflegereform und einen attraktiveren Pflegeberuf.

Viele Menschen pflegen ihre Angehörigen zu Hause. Die AfD will ihnen eine Pflege-Zeit geben. In dieser Zeit bekommen sie Geld und behalten ihren Arbeits-Platz. Auch der Pflege-Beruf soll besser werden.

Grenzwerte für Mobilfunk und Schadstoffe verschärfen

Die AfD will die Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung überprüfen lassen und auf niedrigere Werte hinwirken. Außerdem sollen die Regeln zu giftigen Rückständen in der Umwelt strenger werden. Das Programm begründet dies mit dem Schutz der Gesundheit vor Einflüssen, die der Einzelne nicht steuern kann.

Die AfD will strengere Grenzen für Handy-Strahlung. Auch für giftige Stoffe in der Umwelt sollen strengere Regeln gelten. Die Partei sagt: Die Gesundheit der Menschen ist am wichtigsten. Unabhängige Forscher sollen die Gefahren untersuchen.

AfD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CSU

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 2 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Krankenhausinvestitionen auf eine Milliarde Euro erhöhen

Die CSU will die Krankenhäuser in ganz Bayern erhalten und nach Bedarf weiterentwickeln, besonders auf dem Land. Dafür sollen die jährlichen Investitionen des Landes auf eine Milliarde Euro wachsen.

Die CSU will die Krankenhäuser in Bayern erhalten. Auch auf dem Land soll es gute Ärzte und Kliniken geben. Das Land soll jedes Jahr eine Milliarde Euro für Kliniken ausgeben. Das ist viel mehr als heute. Für Notfälle gibt es zusätzlich Geld.

Mehr Ärzte ausbilden und Geburtshilfe sichern

Die CSU will knapp 3.000 zusätzliche Medizinstudienplätze schaffen und Ärzte für das Land gewinnen. Die Geburtshilfe in Wohnortnähe soll weiter mit 28 Millionen Euro im Jahr gefördert werden.

Die CSU will mehr Ärzte ausbilden. Dafür soll es fast 3.000 neue Studien-Plätze geben. Ärzte sollen auch aufs Land gehen. Dafür gibt es Geld vom Land. Auch Hebammen und kleine Geburts-Stationen bekommen weiter Geld.

Pflegeplätze ausbauen und Pflegekräfte gewinnen

Die CSU will bis 2028 den Bau von 8.000 neuen Pflegeplätzen fördern und das Landespflegegeld fortführen. Mehr Fachkräfte sollen durch bessere Bedingungen und schnellere Verfahren für Pflegekräfte aus dem Ausland kommen.

Die CSU will mehr Plätze in der Pflege schaffen. Bis 2028 sollen 8.000 neue Plätze entstehen. Das Pflege-Geld vom Land Bayern soll bleiben. Pflege-Kräfte aus dem Ausland sollen schneller in Bayern arbeiten dürfen.

Hospiz- und Palliativversorgung ausbauen, Suizidassistenz ablehnen

Die CSU will die Begleitung Sterbender ausweiten, auch zu Hause und in Pflegeheimen. Sie versteht das als ihre Antwort auf den assistierten Suizid, den sie ablehnt.

Die CSU will sterbende Menschen besser begleiten. Das soll auch zu Hause und im Pflege-Heim möglich sein. Hilfe beim Suizid lehnt die CSU ab. Suizid heißt: Ein Mensch nimmt sich das Leben.

Cannabis-Legalisierung in Bayern verhindern

Die CSU lehnt die von der Bundesregierung geplante Freigabe von Drogen ab und nennt sie einen Irrweg. Bayern soll keine Modellregion für Cannabis werden.

Die Bundesregierung will Cannabis erlauben. Die CSU ist dagegen. Bayern soll kein Test-Gebiet für Cannabis werden. Die CSU will das mit allen erlaubten Mitteln verhindern.

CSU: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Freie Wähler

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 1 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Apotheken vor Ort und Arzneimittelversorgung sichern

Die Freien Wähler wollen Apotheken vor Ort flächendeckend erhalten; der Onlineversand soll sie nur ergänzen. Arzneimittel sollen verstärkt in Deutschland und Europa hergestellt und bevorratet werden.

Die Freien Wähler wollen Apotheken in der Nähe erhalten. Der Versand im Internet soll sie nicht ersetzen. Medikamente sollen mehr in Deutschland und Europa hergestellt werden. So sollen immer genug Medikamente da sein.

Krankenhäuser und Ärzte in der Fläche erhalten

Die Freien Wähler wollen Krankenhäuser, Notaufnahmen und Geburtsstationen flächendeckend erhalten und lehnen die Krankenhauspläne des Bundes ab, die sie als Kahlschlag bezeichnen. Die Fallpauschalen sollen abgeschafft werden, und gegen den Ärztemangel soll es mehr Medizinstudienplätze geben.

Die Freien Wähler wollen Kranken-Häuser überall in Bayern erhalten. Auch kleine Kranken-Häuser sollen bleiben. Der Bund soll genug Geld dafür geben. Es soll mehr Studien-Plätze für Medizin geben. So soll es auch auf dem Land genug Ärzte geben.

Pflege aufwerten und Gesellschaftsjahr für alle einführen

Die Freien Wähler wollen die Pflege deutlich verbessern, pflegende Angehörige stärker unterstützen und eine unabhängige Berufsvertretung für Pflegekräfte einrichten. Unter den Zielen für die Pflege steht auch ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr für alle.

Die Freien Wähler wollen die Pflege verbessern. Wer Angehörige zu Hause pflegt, soll mehr Hilfe und Geld bekommen. In Pflege-Heimen soll mehr Personal arbeiten. Alle sollen ein Jahr lang für die Gesellschaft arbeiten müssen.

Freie Wähler: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 11 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Gesundes Aufwachsen von Kindern sichern

Die Grünen wollen überall in Bayern genug Hebammen, Geburtshelfer und Kinderärzte sicherstellen. In Kitas, Horten und Schulen soll es mehr Bewegung, psychosoziale Hilfe und staatlich bezuschusstes gesundes Essen geben. Die Partei begründet das damit, dass eine gesunde Lebensweise in der Kindheit meist bis ins Erwachsenenalter anhält.

Die Grünen wollen, dass Kinder gesund aufwachsen. Überall soll es genug Hebammen und Kinder-Ärzte geben. In Kita und Schule soll es mehr Sport geben. Der Staat zahlt einen Teil für gesundes Essen dort.

Prävention und Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken

Die Grünen wollen Gesundheitsförderung und Prävention in allen Politikbereichen verankern und allen Menschen unabhängig von Einkommen oder Behinderung zugänglich machen. Der kommunale Öffentliche Gesundheitsdienst soll mehr Geld, mehr Personal und eine bessere digitale Ausstattung bekommen. Kommunen sollen außerdem Hilfe bei Hitzeaktionsplänen erhalten.

Die Grünen wollen, dass Menschen gar nicht erst krank werden. Alle sollen Zugang zu Vorsorge haben. Gesundheits-Ämter sollen mehr Geld und mehr Personal bekommen. Gemeinden sollen Pläne gegen große Hitze machen. Das Land soll sie dabei beraten und fördern.

Gesundheitsversorgung in Stadt und Land sichern

Die Grünen wollen eine flächendeckende und hochwertige Gesundheitsversorgung in ganz Bayern erreichen, besonders auf dem Land. Dazu sollen der Bedarf sektorübergreifend ermittelt, mehr Kassensitze für Fachärztinnen und Fachärzte geschaffen und kommunale Gesundheits- und Pflegezentren unterstützt werden.

Auf dem Land ist der Weg zum Arzt oft weit. Die Grünen wollen überall in Bayern eine gute Versorgung. Es soll mehr Plätze für Fachärzte mit Kassen-Zulassung geben. Gemeinden sollen eigene Gesundheits-Zentren aufbauen können. Praxen, Kliniken und Pflege-Dienste sollen besser zusammenarbeiten.

Krankenhaus in 30 Minuten erreichbar machen

Die Grünen wollen, dass jede Person in Bayern im Notfall oder zur Geburt binnen einer halben Stunde in einem passenden Krankenhaus sein kann. Weitere Privatisierungen von Kliniken lehnen sie ab. Telemedizin soll lange Wege und Wartezeiten verringern.

Die Grünen wollen Krankenhäuser in der Nähe. Im Notfall soll man höchstens 30 Minuten brauchen. Das gilt auch für eine Geburt. Krankenhäuser sollen nicht mehr an private Firmen verkauft werden. Ärzte sollen auch über Video beraten können.

Rettungsdienst vernetzen und entlasten

Die Grünen wollen die Leitstellen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes und des Notrufs in ganz Bayern zusammenführen, damit Hilfesuchende schneller an die richtige Stelle gelangen. Der Rettungsdienst soll aus einer Hand organisiert, digitaler und bei Bedarf ausgebaut werden. Das soll laut Programm die Qualität sichern und die Einsatzkräfte entlasten.

Die Grünen wollen den Rettungs-Dienst verbessern. Die Nummern 112 und 116117 sollen eng zusammenarbeiten. So kommen Menschen schneller zur richtigen Hilfe. Der Rettungs-Dienst soll mehr mit Computern arbeiten. Schüler sollen jedes Jahr Erste Hilfe üben.

Nichtärztliche Gesundheitsberufe stärken

Die Grünen wollen Pflegekräften, Hebammen, Therapeuten und Medizinischen Fachangestellten mehr Aufgaben und Verantwortung in der Versorgung geben. Ausbildungs- und Studienplätze sollen am Bedarf ausgerichtet und erhöht werden. Begründet wird das mit Schwachstellen, die die Coronapandemie gezeigt habe.

Die Grünen wollen Gesundheits-Berufe stärken. Pflegekräfte, Hebammen und Therapeuten sollen mehr selbst entscheiden dürfen. Es soll mehr Plätze für Ausbildung und Studium geben. Wer einen Therapie-Beruf lernt, soll dafür Geld bekommen.

Pflegeangebote ausbauen, Pflegeberuf aufwerten

Die Grünen wollen ambulante Pflege sowie Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege ausbauen und damit auch pflegende Angehörige entlasten. Der Pflegeberuf soll durch mehr Personal, bessere Bezahlung und mehr Kompetenzen attraktiver werden. Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern soll zu einer Pflegekammer werden.

Die Grünen wollen mehr Pflege-Angebote. Zum Beispiel Pflege zu Hause oder für kurze Zeit. Das hilft auch Angehörigen, die pflegen. Pflegekräfte sollen mehr Geld bekommen. Es soll mehr Pflegekräfte geben. Pflegekräfte sollen eine eigene Kammer bekommen. Eine Kammer vertritt einen Beruf.

Versorgung psychisch Erkrankter ausbauen

Die Grünen wollen, dass Menschen in psychischen Krisen schnell und in der Nähe ihres Wohnorts Hilfe bekommen. Dazu sollen mehr Therapieplätze entstehen und Kompetenzzentren als erste Anlaufstelle eingerichtet werden. Monatelange Wartezeiten hält das Programm für nicht zumutbar.

Die Grünen wollen Menschen mit seelischen Krankheiten besser helfen. Niemand soll monatelang auf eine Therapie warten. Dafür soll es mehr Therapie-Plätze geben. Neue Zentren sollen zeigen, wo ein Platz frei ist. Geflüchtete Kinder sollen bei Bedarf besondere Hilfe bekommen.

Hebammen fördern, Gendermedizin verankern

Die Grünen wollen die Hebammenversorgung mit einem Förderprogramm von 6 Millionen Euro im Jahr und mit hebammengeleiteten Kreißsälen verbessern. Zudem soll die Medizin Unterschiede zwischen den Geschlechtern stärker beachten, unter anderem durch einen Lehrstuhl für Gendermedizin. Das Programm begründet dies damit, dass Krankheiten sonst später erkannt würden.

Die Grünen wollen Hebammen mit mehr Geld unterstützen. Hebammen helfen bei der Geburt. Es soll Kreißsäle geben, die Hebammen leiten. Frauen sollen wählen können, wo sie ihr Kind bekommen. Die Medizin soll besser auf Frauen und Männer achten. Denn Krankheiten zeigen sich bei ihnen oft verschieden.

Zugang zu Schwangerschaftsabbruch und Verhütung sichern

Die Grünen wollen, dass Frauen einen Schwangerschaftsabbruch in der Nähe ihres Wohnorts vornehmen lassen können, und planen dafür ein bayernweites Versorgungskonzept. Junge Menschen und Empfänger von Sozialleistungen sollen Verhütungsmittel kostenlos bekommen. Die staatliche Förderung der Kinderwunschbehandlung soll für alle Paare gelten.

Die Grünen wollen, dass Frauen eine Schwangerschaft in ihrer Nähe abbrechen können. Dafür soll es einen Plan für ganz Bayern geben. Junge Menschen sollen Verhütungs-Mittel kostenlos bekommen. Das gilt auch für Menschen mit Sozial-Leistungen. Alle Paare sollen Hilfe beim Kinder-Wunsch bekommen.

Drogenkonsumräume und Drug-Checking ermöglichen

Die Grünen wollen eine Drogenpolitik, die auf Jugendschutz, Aufklärung, Vorbeugung und Hilfe setzt. Kommunen sollen Drogenkonsumräume einrichten dürfen, und Drug-Checking soll in Bayern eingeführt werden. Die Menge Cannabis, deren Besitz zum Eigengebrauch straffrei bleibt, soll auf 15 Gramm steigen.

Die Grünen wollen bei Drogen mehr aufklären und helfen. Städte sollen Räume für den sicheren Drogen-Konsum einrichten dürfen. Menschen sollen ihre Drogen auf gefährliche Stoffe testen lassen können. Wer wenig Cannabis für sich selbst hat, soll keine Strafe bekommen. Die Grenze soll bei 15 Gramm liegen.

Pflegestützpunkte in allen Landkreisen aufbauen

Die Grünen wollen in jedem Landkreis Pflegestützpunkte mit Beratung einrichten, um pflegende Angehörige zu entlasten. Zudem soll jede Kommune über ausreichend ambulante und stationäre Pflegeplätze verfügen.

Viele Menschen pflegen ihre Angehörigen selbst. Oft sind das Frauen. Die Grünen wollen ihnen helfen. In jedem Landkreis soll es eine Beratungs-Stelle für Pflege geben. Außerdem soll es überall genug Pflege-Plätze geben.

Angebote für psychische Gesundheit ausbauen

Die Grünen wollen mehr Beratungsstellen für psychische Gesundheit schaffen und sich für mehr therapeutisches Fachpersonal einsetzen. An jeder Schule soll es Sozial- und Jugendarbeit geben, damit Überlastung früh erkannt wird.

Die Grünen wollen mehr Hilfe für die seelische Gesundheit. Es soll mehr Beratungs-Stellen geben. Es soll auch mehr Therapeuten und Ärzte dafür geben. An jeder Schule sollen Sozial-Arbeiter arbeiten. Sie sollen früh merken, wenn ein Kind überlastet ist.

Grüne: alle 13 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,5), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 4 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Krankenhausförderung auf eine Milliarde Euro erhöhen

Die SPD will die Landesmittel für Krankenhäuser auf etwa eine Milliarde Euro anheben und Pflegeheime besser finanzieren. Kindermedizin und Geburtshilfe sollen sich am medizinischen Bedarf ausrichten.

Die SPD will mehr Geld für Krankenhäuser geben. Der Freistaat soll etwa eine Milliarde Euro zahlen. Auch Pflege-Heime sollen genug Geld bekommen. Das gilt auch für die Medizin für Kinder und für Geburten.

Krankenhäuser flächendeckend sichern, Fallpauschalen zurückdrängen

Die SPD will die Krankenhausreform nutzen, um das Gewicht der Fallpauschalen zu verringern und eine flächendeckende Versorgung zu sichern. Kleine kommunale Kliniken auf dem Land und Geburtsstationen sollen erhalten bleiben. Dazu strebt sie eine landesweite Gesundheitsplanung über alle Versorgungsbereiche an.

Die SPD will Krankenhäuser in ganz Bayern erhalten. Kleine Kliniken auf dem Land sollen Hilfe bekommen. Auch Geburts-Stationen und Hebammen soll es überall geben. Kliniken bekommen heute meist festes Geld pro Behandlung. Das soll weniger wichtig werden.

Leiharbeit in der Pflege beenden, Personal entlasten

Die SPD will Leiharbeit in der Pflege schrittweise vollständig abbauen und eine flächendeckende Tarifbindung im Gesundheits- und Pflegebereich erreichen. Verbindliche Personalvorgaben und bessere Ausbildungsbedingungen sollen die Beschäftigten entlasten. Das Programm begründet dies mit Personalmangel und dauerhafter Überlastung.

Die SPD will Leih-Arbeit in der Pflege abschaffen. Bei Leih-Arbeit verleiht eine Firma Arbeitskräfte an andere Betriebe. Alle Beschäftigten sollen gleich bezahlt werden. Es soll feste Regeln geben, wie viel Personal nötig ist. Die Ausbildung soll besser werden.

Pflegekosten deckeln, pflegende Angehörige entlasten

Die SPD will die Kosten für Pflegebedürftige senken und sich im Bund für eine Pflegevollversicherung einsetzen, zunächst mit gedeckelten Eigenanteilen. Pflegende Angehörige sollen unter anderem eine Lohnersatzleistung und mehr Entlastungsangebote erhalten. Nach Ansicht der SPD darf die Pflege weder dem Markt noch allein den Kommunen überlassen bleiben.

Die SPD will, dass Pflege für Betroffene weniger kostet. Die Pflege-Versicherung soll später alle Pflege-Kosten zahlen. Zuerst soll der eigene Anteil eine Obergrenze bekommen. Wer Angehörige pflegt, soll Geld als Ersatz für Lohn bekommen. In jedem Landkreis soll es Beratung geben.

Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken, Gesundheitskioske einrichten

Die SPD will den Öffentlichen Gesundheitsdienst personell und digital ausbauen und auf den Abbau gesundheitlicher Ungleichheit ausrichten. In benachteiligten Gegenden sollen Gesundheitskioske mit mehrsprachiger Beratung entstehen. Außerdem soll es für ungewollt Schwangere wohnortnahe Möglichkeiten zum Schwangerschaftsabbruch geben.

Die SPD will die Gesundheits-Ämter stärken. Sie sollen mehr Personal und bessere Technik bekommen. In ärmeren Gegenden soll es Gesundheits-Kioske geben. Dort bekommen Menschen Beratung in mehreren Sprachen. Ungewollt Schwangere sollen in ihrer Nähe einen Abbruch bekommen können.

Psychiatrische Versorgung ausbauen, Zwang verringern

Die SPD will Lücken in der psychotherapeutischen Versorgung schließen, besonders für Kinder und Jugendliche, und Krisendienste gesetzlich absichern. Die Zahl der Unterbringungen in der Psychiatrie soll sinken, Zwangsmaßnahmen sollen möglichst vermieden werden. Ein Landespsychiatriebeirat soll die Qualität sichern.

Die SPD will mehr Hilfe für Menschen mit seelischen Krankheiten. Kinder und Jugendliche sollen schneller eine Therapie bekommen. Krisen-Dienste sollen im Gesetz stehen. Weniger Menschen sollen gegen ihren Willen in die Psychiatrie kommen. Ein neuer Beirat soll die Politik beraten.

Drogenkonsumräume zulassen, Cannabis-Legalisierung unterstützen

Die SPD will in Bayern Drogenkonsumräume einrichten und Drug-Checking ermöglichen, also die Prüfung von Drogen auf ihre Inhaltsstoffe. Der Cannabis-Legalisierung will sie im Bundesrat zustimmen. Das Programm nennt dies eine progressive Drogen- und Suchtpolitik.

Die SPD will Räume, in denen Menschen Drogen unter Aufsicht nehmen können. Drogen sollen auf gefährliche Stoffe geprüft werden können. Die SPD will im Bundesrat für erlaubtes Cannabis stimmen. Schulen sollen besser über Sucht aufklären.

Gewinne privater Klinik- und Pflegebetreiber begrenzen

Die SPD will regeln, wie viel Gewinn private Betreiber von Kliniken, Pflegeheimen und Medizinischen Versorgungszentren entnehmen dürfen. Kliniken und Heime sollen eher wieder in kommunale Hand kommen, Privatisierungen sollen erschwert werden. Das Programm begründet dies damit, dass Gesundheit ein Menschenrecht und keine Ware sei.

Die SPD will Gewinne von privaten Kliniken und Pflege-Heimen begrenzen. Das Geld soll zuerst in bessere Versorgung fließen. Städte und Landkreise sollen Kliniken wieder selbst betreiben können. Eine neue Beschwerde-Stelle soll Betrug aufdecken helfen.

Versorgung bei Schwangerschaft und Geburt sichern

Die SPD will, dass landeseigene Kliniken ungewollt Schwangere gut versorgen und Schwangerschaftsabbrüche anbieten. Außerdem sollen Geburtshilfe auf dem Land erhalten, die Hebammenversorgung verbessert und ein Lehrstuhl für geschlechtersensible Medizin geschaffen werden.

Manche Frauen sind ungewollt schwanger. Kliniken des Landes sollen ihnen gut helfen, auch bei einem Abbruch. Auf dem Land soll es weiter Geburts-Stationen geben. Es soll überall genug Hebammen geben.

Pflege solidarisch finanzieren und Wohnen im Alter sichern

Die SPD will die Pflegeversicherung so reformieren, dass alle Berufsgruppen und Einkommensarten einzahlen. Der Freistaat soll Investitionskosten tragen, die Eigenanteile im Heim sollen gedeckelt und altersgerechtes Wohnen gefördert werden.

Pflege im Heim kostet viel Geld. Die SPD will: Alle zahlen in die Pflege-Versicherung ein. Der eigene Anteil im Heim soll eine Grenze bekommen. Ältere sollen lange in ihrer Wohnung bleiben können.

SPD: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl