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AfD zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Wahlprogramm der AfD Hessen zur Landtagswahl 2023“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 58 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Digitale Geräte für Heime und Hospize bereitstellen

Die AfD will Alten- und Pflegeheime sowie Hospize mit digitalen Geräten ausstatten. Bewohner sollen per begleiteter Videotelefonie Kontakt zu Angehörigen halten können, in Zeiten der Isolation ebenso wie im Alltag.

Menschen in Heimen sollen ihre Familie per Video sehen können. Dafür sollen die Heime Geräte bekommen. Jemand hilft den Bewohnern beim Video-Anruf. Die AfD meint: In der Corona-Zeit waren viele Bewohner sehr einsam.

Das Programm verweist auf eine Studie der Charité zu den Folgen der Besuchsverbote während der Corona-Pandemie. Demnach nahmen Einsamkeit, Verwirrung und Depressionen bei Heimbewohnern stark zu. Die Geräte sollen auch den Kontakt zu weit entfernt lebenden Verwandten erleichtern.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„dass in Alten- und Pflegeheimen sowie Hospizen digitale Endgeräte zur Verfügung gestellt werden“
Seite 50 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Kommunale Krankenhäuser erhalten und ausreichend finanzieren

Die AfD will kommunale Krankenhäuser weitgehend erhalten, nicht privatisieren und nach Bedarf finanzieren. Das Land soll seine Investitionspflichten voll erfüllen und den Investitionsstau abbauen. Das Vorhalten von Gesundheitseinrichtungen sieht das Programm als zentrale Staatsaufgabe.

Städte und Kreise haben eigene Krankenhäuser. Die AfD will diese Krankenhäuser behalten. Sie sollen nicht an private Firmen gehen. Das Land soll genug Geld für sie zahlen.

Das Land soll Investitionen in die Plankrankenhäuser fortlaufend in voller Höhe finanzieren. Personalschlüssel und Personaluntergrenzen sollen in die Finanzierung einfließen, Energie- und Sanierungskosten eigens vergütet werden. Kinderkliniken sollen ein eigenes Investitionsbudget mit dem 1,2-fachen des Regelbudgets erhalten. Für kommunale Häuser fordert die AfD einen Tarifvertrag nach dem Vorbild des Entlastungstarifvertrags der Universitätskliniken. Alle Krankenhäuser sollen lückenlos auf multiresistente Keime testen, bezahlt von den Krankenkassen.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Wir setzen uns für den weitgehenden Erhalt und gegen eine Privatisierung der kommunalen Krankenhäuser sowie für eine bedarfsgerechte Finanzierung ein.“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Krankenhäuser sollen in öffentlicher Hand bleiben und mehr Landesmittel erhalten, was die staatliche Rolle stärkt.

Ambulante Versorgung stärken, Budgetierung aufheben

Die AfD will die ambulante Behandlung ausbauen und besser vergüten, um Krankenhäuser zu entlasten. Die Budgetierung, also die Deckelung der Honorare für Arztpraxen, soll entfallen, und die Neupatientenregelung soll bleiben. Rückforderungen der Krankenkassen an niedergelassene Ärzte lehnt sie ab.

Die AfD will Arztpraxen stärken. Ärzte bekommen heute nur bis zu einer Grenze Geld. Diese Grenze soll wegfallen. So sollen Krankenhäuser weniger Arbeit haben.

Der Hausarzt trägt nach dem Programm die zentrale Verantwortung in der ambulanten Versorgung. Für Therapeuten fordert die AfD höhere Vergütungen vor allem bei Hausbesuchen, mehr Eigenständigkeit bei der Behandlung, eine Akademisierung der Berufe und weniger Bürokratie. Bei der Psychotherapie sollen Kontrollmechanismen übermäßige Ausgaben verhindern. Für die Versorgung auf dem Land sollen mehr Medizinstudienplätze und Stipendien für die Facharztweiterbildung auf dem Land entstehen. Ausländische Studenten sollen Studiengebühren zahlen. Die Palliativversorgung soll flächendeckend ambulant und stationär ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Wir fordern eine Aufhebung der Budgetierung und den Erhalt der Neupatientenregelung.“
Seite 56 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Ausgabendeckel für Praxen sollen fallen und Vergütungen steigen, was die Leistungen des solidarisch finanzierten Systems ausweitet.

Hebammen besser bezahlen und absichern

Die AfD will Hebammen deutlich besser vergüten, um dem Mangel in der Wochenbettbetreuung zu begegnen. Wegen der stark gestiegenen Haftpflichtprämien will sie einen staatlichen Haftungsfonds prüfen. Geburtsstationen in wohnortnahen Krankenhäusern sollen bestehen bleiben.

Hebammen helfen bei der Geburt und danach. Die AfD will, dass sie viel mehr Geld verdienen. Ihre Versicherung ist sehr teuer geworden. Der Staat soll dabei vielleicht mit einem Fonds helfen.

Nach dem Programm drängen steigende Versicherungsprämien viele Hebammen aus der Geburtshilfe, woran der Sicherstellungszuschlag der gesetzlichen Kassen wenig ändere. Einen staatlichen Haftungsfonds, wie ihn Berufsverbände vorschlagen, hält die AfD für sinnvoll und will Möglichkeiten dazu prüfen. Bessere Bezahlung soll eine flächendeckende Grundversorgung aller Schwangeren sichern. Geburtshilfestationen in der Nähe des Wohnorts sollen erhalten werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Die AfD Hessen setzt sich dafür ein, dass Hebammen wesentlich besser vergütet werden.“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Vergütung und ein möglicher staatlicher Haftungsfonds weiten die öffentliche Absicherung eines Berufs aus.

Corona-Politik aufarbeiten, Impfpflicht ablehnen

Die AfD fordert, die Corona-Maßnahmen des Landes im Gesundheitswesen gründlich aufzuarbeiten, und will dafür einen Untersuchungsausschuss im Landtag. Eine Corona-Impfpflicht lehnt sie ab und setzt auf persönliche Aufklärung und eigene Entscheidung. Das soll nach dem Programm das Vertrauen in das Gesundheitssystem stärken.

Die AfD will die Corona-Zeit genau untersuchen. Dafür soll es im Landtag einen besonderen Ausschuss geben. Eine Pflicht zur Corona-Impfung lehnt die AfD ab. Jeder soll selbst entscheiden.

Untersucht werden sollen die auf Landesebene angewandten Maßnahmen und Methoden, darunter die Impfkampagne, Risiken und Nebenwirkungen der Impfstoffe sowie die Kosten. Die AfD befürwortet eine personenbezogene Aufklärung über Risiken und individuelle Entscheidungen. Zwangsmaßnahmen ohne Zustimmung der Betroffenen bezeichnet das Programm als nicht akzeptabel. Grundrechte sollen auch in Pandemien gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Wir fordern einen Untersuchungsausschuss „Corona“ für die nächste Wahlperiode.“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Staatliche Zwangsmaßnahmen und eine Impfpflicht werden abgelehnt, die individuelle Entscheidung erhält Vorrang.

Telemedizin ausbauen und fördern

Die AfD will die Telemedizin ausbauen und stärker in die reguläre Versorgung einbinden. Ein Förderprogramm soll Ärzten bei der Anschaffung der Technik helfen. Das Programm sieht darin eine Ergänzung der Behandlung vor Ort, besonders auf dem Land.

Bei Telemedizin spricht der Arzt über Video oder Telefon mit dem Patienten. Die AfD will mehr davon. Ärzte sollen Geld für die Technik bekommen. Der Besuch beim Arzt soll aber bleiben.

Telemedizin soll die Vor-Ort-Behandlung nicht ersetzen, sondern die fach-, haus- und notärztliche Versorgung verbessern. Gefördert werden sollen Angebote wie Tele-Notarzt, elektronische Krankschreibung und E-Rezept sowie der Wissensaustausch im Gesundheitswesen. Ein Förderprogramm soll Fach- und Hausärzte bei Geräten, Software und einem IT-gestützten Fallmanagement unterstützen. Die elektronische Patientenverfügung befürwortet die AfD ebenfalls.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„der Ausbau der Telemedizin vorangetrieben und verstärkt in die Regelversorgung eingebunden wird.“
Seite 57 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Arbeitsbedingungen in Pflege und Kliniken verbessern

Die AfD will dem Personalmangel in der Pflege mit besseren Arbeitsbedingungen, höherer Bezahlung und gezielter Anwerbung qualifizierter Kräfte begegnen. Bereitschaftsdienste über 24 Stunden in Kliniken sollen abgeschafft werden. Personaluntergrenzen sollen eingehalten und auf weitere Berufsgruppen ausgeweitet werden.

In der Pflege fehlen viele Arbeitskräfte. Die AfD will bessere Arbeit und mehr Lohn für sie. Dienste von 24 Stunden im Krankenhaus sollen wegfallen. Es soll feste Mindest-Zahlen für das Personal geben.

Das Programm nennt Personalmangel und schlechte Arbeitsbedingungen als Ursachen eines Pflegenotstands. Alle hessischen Kliniken sollen die Untergrenzen für Pflegepersonal einhalten. Solche Untergrenzen sollen auch für andere Gruppen wie Logopäden und Physiotherapeuten gelten. Die 24-Stunden-Bereitschaft bewertet die AfD als unzumutbar für Beschäftigte und als Gefahr für Patienten.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„24-Stunden-Bereitschaftsdienste in hessischen Kliniken sind unzumutbare Arbeitsbedingungen für das Personal und stellen ein Risiko für die Patienten dar. Wir wollen diese abschaffen.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Personaluntergrenzen und ein Ende langer Bereitschaftsdienste bedeuten mehr Regulierung der Arbeit in Kliniken.

Prävention und Sport stärker fördern

Die AfD will Sport und Bewegung staatlich stärker fördern und fordert eine „Landesoffensive Sport“. Ein Landesprogramm soll Folgen der Corona-Zeit wie Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen bekämpfen. Zugleich sollen die Krankenkassen von allgemeiner Prävention entlastet und die Eigenverantwortung gestärkt werden.

Die AfD will mehr Sport und Bewegung fördern. Viele Kinder haben sich in der Corona-Zeit zu wenig bewegt. Ein Programm des Landes soll ihnen helfen. Auch in der Schule soll Sport wichtiger werden.

Das Landesprogramm soll „Kondition und Koordination“ heißen und sich vor allem an Kinder und Jugendliche richten. Prävention und Sport sollen mehr Raum bekommen: im Lehrplan ebenso wie dort, wo Lehrkräfte und Erzieher ausgebildet werden. Das Programm der Lehrertrainer in Hessen soll ausgebaut werden. Die AfD verlangt außerdem ein klares sportpolitisches Konzept. Begründet wird dies mit steigenden Gesundheitskosten durch Demografie und medizinischen Fortschritt.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Die AfD Hessen fordert, dass Sport und Bewegung einen größeren Stellenwert erhalten und staatlich gefördert werden.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Mehr staatliche Sportförderung steht neben der Entlastung der Kassen und der Betonung von Eigenverantwortung.

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Alle Programme in Hessen im Vergleich