Uniklinikum Gießen-Marburg entprivatisieren
Die SPD will das 2006 verkaufte Uniklinikum Gießen-Marburg wieder aus privater Hand lösen und dafür alle rechtlichen Mittel des Landes nutzen. Krankenhäuser sollen nach ihrer Auffassung gemeinnützig oder öffentlich-rechtlich getragen werden. Aus Sicht des Programms hat die Privatisierung Patienten, Beschäftigten, dem Landeshaushalt sowie Forschung und Lehre geschadet.
Die SPD will das Uni-Klinikum Gießen-Marburg zurückholen. Das Klinikum gehört seit 2006 einer privaten Firma. Die SPD sagt: Das war schlecht für Patienten und Mitarbeiter. Krankenhäuser sollen nicht für Gewinn arbeiten. Sie sollen der Allgemeinheit gehören.
Das Programm versteht Gesundheit als Teil der Daseinsvorsorge und als Staatsaufgabe, die nicht allein dem Markt überlassen werden soll. Bereits privatisierte Bereiche sollen streng kontrolliert werden. Die SPD wirft dem privaten Betreiber gebrochene Zusagen vor und gibt an, das Land zahle inzwischen mehr, als der Verkauf damals eingebracht habe. Gewinne auf Kosten von Versorgung und Personal lehnt die Partei ab.
Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Für eine am Menschen und nicht an Profiten orientierte Gesundheitsversorgung gehören Krankenhäuser in gemeinnützige oder öffentlich-rechtliche Trägerschaft.“Einordnung
- Wirtschaftdeutlich mehr Staat
Die Rückführung eines privatisierten Klinikums und der Grundsatz nicht gewinnorientierter Krankenhausträger kehren eine Privatisierung um.