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Grüne zu Gesundheit und Pflege

Aus dem Programm „Das GRÜNE Regierungsprogramm 2024–2029“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 85 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gesundheit und Pflege

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 7 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Wohnortnahe Gesundheitsversorgung mit Gesundheitszentren sichern

Die Grünen wollen die medizinische Grundversorgung in Stadt und Land sichern, unter anderem durch Gesundheitszentren, mobile Praxen und Gemeindepflegerinnen und -pfleger. Die hausärztliche Versorgung soll gestärkt werden, besonders in unterversorgten Gebieten.

Alle Menschen in Hessen sollen einen Arzt in der Nähe haben. Die Grünen wollen dafür Gesundheits-Zentren fördern. Dort arbeiten verschiedene Fach-Leute zusammen. Es soll auch mehr Haus-Ärzte auf dem Land geben.

Ambulante und stationäre Angebote sollen enger zusammenarbeiten und dafür weitere Investitionsmittel erhalten, auch für digitale Infrastruktur. Die Grünen halten an der Landarztquote und am Ausbau der Medizinstudienplätze fest und wollen genossenschaftliche Hausarztmodelle nach baden-württembergischem Vorbild prüfen. „Community Health Nurses“ sollen in den Zentren eingesetzt werden. Die Ergebnisse des Runden Tisches Geburtshilfe sollen umgesetzt werden, um die Betreuung durch Hebammen zu verbessern. Wartezeiten bei psychischen Erkrankungen sollen sinken; Trauma-Ambulanzen sollen Hilfe bei Gewalt leisten.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Durch gut erreichbare, interdisziplinär und multiprofessionell arbeitende Gesundheitszentren und ergänzende mobile Praxen stärken wir eine niedrigschwellige Gesundheitsversorgung in ganz Hessen.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Investitionen und Förderung sollen die Gesundheitsversorgung als Daseinsvorsorge ausbauen.

Krankenhausplan überarbeiten und Notfallversorgung verzahnen

Die Grünen wollen den Landeskrankenhausplan neu fassen und die Investitionsmittel für Kliniken weiter anheben. Rettungsdienst, Notaufnahmen und ärztlicher Bereitschaftsdienst sollen enger zusammenarbeiten.

Die Grünen wollen die Planung für Kranken-Häuser erneuern. Kliniken sollen mehr Geld für Investitionen bekommen. Nicht jede Klinik muss alles anbieten. Aber im Notfall muss schnell eine Klinik erreichbar sein.

Die Planung soll ambulante und stationäre Versorgung gemeinsam betrachten. Zusammen mit den Kommunen soll eine leistungsfähige und erreichbare Krankenhausversorgung gesichert werden. Die Notfallversorgung vor Ort soll jederzeit gewährleistet sein. Das Programm verweist auf das hessische Modell der sektorenübergreifenden ambulanten Notfallversorgung (SaN), das Notaufnahmen und Rettungsdienst für schwere Fälle entlasten soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Den Landeskrankenhausplan werden wir auch mit Blick auf die integrierte Bedarfsplanung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung überarbeiten sowie die Investitionsmittel weiter erhöhen.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Investitionsmittel des Landes und stärkere staatliche Planung bauen die öffentliche Rolle bei Krankenhäusern aus.

Pflegeangebote ausbauen und Fachkräfte gewinnen

Die Grünen wollen stationäre und ambulante Pflegeangebote ausbauen, vor allem Tages- und Kurzzeitpflege sowie Hilfen für pflegende Angehörige. Eine erweiterte Fachkräfteoffensive soll mehr Personal für Gesundheit und Pflege gewinnen.

Die Grünen wollen mehr Angebote für die Pflege. Wer Angehörige pflegt, soll mehr Hilfe bekommen. Es sollen mehr Menschen in der Pflege arbeiten. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller anerkannt werden.

Pflegestützpunkte sollen ausgebaut, durch eine Landesservicestelle vernetzt und um ein flächendeckendes Case-Management ergänzt werden. Auf Grundlage des „Demenzatlas Hessen“ soll eine Demenzstrategie entstehen. Zur Fachkräfteoffensive gehören leichtere Berufszugänge, Quereinstiegsprogramme, mehr einjährige Pflegeausbildung, zügige Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Programme für eingewanderte Fachkräfte. Studiengänge und Teilzeitausbildung sollen ausgebaut werden. Die Grünen unterstützen den Dialog über eine Landespflegekammer nach rheinland-pfälzischem Vorbild und wollen die Palliativversorgung vor allem ambulant erweitern.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„In der Pflege wollen wir die stationären und ambulanten Angebote ausbauen sowie die hessische Pflegestrategie zu einem umfassenden Handlungskonzept der pflegerischen Versorgung weiterentwickeln.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentlich geförderte Pflegeangebote, Beratungsstrukturen und Ausbildungsprogramme erweitern staatliche Leistungen.

  • Migrationeher offen

    Ausländische Abschlüsse sollen schneller anerkannt und eingewanderte Fachkräfte gezielt angeworben und unterstützt werden.

Anonymen Krankenschein und mehr Prävention einführen

Die Grünen wollen Menschen ohne Krankenversicherung über Clearingstellen in eine Versicherung vermitteln und für die übrigen einen anonymen Krankenschein einführen. Zudem sollen Gesundheitsförderung und Prävention ausgebaut werden.

Manche Menschen haben keine Kranken-Versicherung. Beratungs-Stellen sollen ihnen helfen, eine zu bekommen. Wenn das nicht geht, soll es einen anonymen Kranken-Schein geben. Damit können sie trotzdem zum Arzt gehen.

Die Clearingstellen sollen den Weg in eine reguläre Krankenversicherung ebnen. Im Bereich Vorsorge sind eine Offensive zur Endometriose, mehr Forschung zu Long Covid und eine HIV-Strategie mit Versorgungsmapping vorgesehen. Ambulante und stationäre Rehabilitation soll gesichert werden. Geplant sind auch Präventionsprogramme für pflegende Angehörige und ein Runder Tisch gegen Gewalt an älteren, behinderten und pflegebedürftigen Menschen. Forschung zu geschlechtsspezifischer Medizin soll verstärkt und in Ausbildung und Praxis berücksichtigt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Außerdem führen wir einen anonymen Krankenschein für Menschen ein, bei denen eine Vermittlung in die reguläre Krankenversicherung nicht möglich ist.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein öffentlich finanzierter Zugang zur Behandlung für Unversicherte und mehr Prävention erweitern staatliche Leistungen.

Gesundheitsämter stärken, Hitzeschutz ausbauen

Die Grünen wollen die Gesundheitsämter über das Landesamt für Gesundheit und Pflege weiter stärken. Sie sollen auch den Schutz der Bevölkerung vor Hitze und Extremwetter übernehmen; Krankenhäuser sollen auf dem Weg zur Klimaneutralität unterstützt werden.

Durch den Klima-Wandel gibt es mehr heiße Tage. Das kann krank machen. Die Grünen wollen die Menschen besser vor Hitze schützen. Städte und Gemeinden sollen eigene Hitze-Pläne bekommen. Kranken-Häuser sollen klimafreundlich werden.

Grundlage ist der hessische Hitzeaktionsplan, der um kommunale Hitzeschutzpläne ergänzt werden soll. Ein neuer Klima- und Transformationsfonds des Landes soll Anpassungsmaßnahmen der Kliniken finanzieren. Die Initiative „Green Hospital“ wird gefördert, ebenso Qualifizierungen im Klimamanagement. Das Programm begründet dies mit mehr heißen Tagen, überhitzten Innenstädten und Extremwetter.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Daher wollen wir Maßnahmen voranbringen, damit die Menschen auch in Hitzewellen oder bei Extremwetterereignissen besser geschützt und gut versorgt sind.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neuer Landesfonds und gestärkte Gesundheitsämter bedeuten mehr öffentliche Ausgaben und Aufgaben.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Krankenhäuser sollen klimaneutral werden und Klimaanpassung wird aus einem neuen Landesfonds gefördert.

Drogenpolitik auf Hilfe statt Strafe ausrichten

Die Grünen wollen eine Drogenpolitik, die auf Aufklärung, Prävention und Hilfe für Suchtkranke setzt. Aus Sicht des Programms hat die Kriminalisierung Abhängiger ihre Ziele verfehlt; die Partei begrüßt die Cannabis-Legalisierung im Bund.

Die Grünen wollen Menschen mit Sucht helfen statt sie zu bestrafen. Es soll mehr Therapie geben. Es soll Räume geben, in denen Süchtige Drogen sicherer nehmen können. Die Grünen finden es gut, dass Cannabis erlaubt werden soll.

Vorgesehen sind mehr Therapie- und Substitutionsangebote, Drogenkonsumräume, Streetwork und Maßnahmen für Stadtviertel mit offener Drogenszene. Jugendliche und junge Erwachsene sollen besser aufgeklärt werden, auch über Spielsucht; Schule, Jugendhilfe und Suchthilfe sollen enger kooperieren. Kommunen, die Modellregion für legales Cannabis werden wollen, erhalten Unterstützung. Drug-Checking, also die Prüfung von Substanzen auf Inhaltsstoffe, soll Gelegenheitskonsum sicherer machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir unterstützen den Ausbau von Therapie- und Substitutionsmöglichkeiten, die Einrichtung von Drogenkonsumräumen und Streetwork-Angebote.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Konsumierende sollen weniger strafrechtlich verfolgt und Cannabis legalisiert werden, was staatliche Strafverfolgung zurücknimmt.

  • Gesellschafteher progressiv

    Selbstbestimmter Umgang mit Drogen und akzeptierende Drogenhilfe stehen für eine liberalere gesellschaftliche Haltung.

Unikliniken finanzieren, UKGM möglichst zurückkaufen

Die Grünen wollen die hessischen Universitätskliniken ausreichend finanzieren und weitere Medizinstudienplätze schaffen. Die Privatisierung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg hält die Partei für einen Fehler und will es zurückkaufen, sobald das zu vertretbaren Bedingungen möglich ist.

Die Grünen wollen Uni-Kliniken gut bezahlen. Es soll mehr Studienplätze für Medizin geben. Das Uni-Klinikum Gießen und Marburg gehört einer privaten Firma. Die Grünen wollen es zurückkaufen, wenn der Preis stimmt.

Vom Bund fordert das Programm eine dritte Finanzierungssäule für Universitätskliniken sowie eine Beteiligung am reformierten Medizinstudium und an der Akademisierung nicht ärztlicher Gesundheitsberufe. Zugänge zum Medizinstudium jenseits von Bestnoten sollen bestehen bleiben. Ein Rückkauf des UKGM ist laut Programm derzeit nicht möglich. Bis dahin sollen die geschlossenen Vereinbarungen beiden Standorten Verlässlichkeit geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Wenn sich aber in der Zukunft die Möglichkeit eröffnet, das Klinikum zu vertretbaren Konditionen zurückzukaufen, wollen wir es wieder in öffentliches Eigentum überführen.“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der angestrebte, aber an Bedingungen geknüpfte Rückkauf eines privatisierten Klinikums und mehr öffentliche Mittel stärken die Rolle des Staates.

Frauengesundheit und Gendermedizin fördern

Die Grünen wollen geschlechtsspezifische Unterschiede in Versorgung, Vorbeugung und Forschung stärker berücksichtigen, weil diese aus Sicht des Programms bisher zu kurz kommen. Dazu sollen Frauengesundheitszentren überall gefördert und eine Forschungsstelle für Gendermedizin gegründet werden. In Schulen und öffentlichen Einrichtungen soll es kostenlose Binden und Tampons geben.

Frauen und Männer werden zum Teil anders krank. Auch Medikamente wirken unterschiedlich. Die Grünen wollen das besser erforschen lassen. Es soll mehr Gesundheits-Zentren für Frauen geben. In Schulen sollen Binden und Tampons kostenlos sein.

Frauengesundheitszentren und Angebote wie Mutter-Kind-Kuren sollen über mehr Gesundheitskoordinationsstellen in den Kommunen gefördert werden. Die Forschungsstelle für Gendermedizin soll mit den drei hessischen Hochschulen mit Medizinfakultät entstehen und das Thema auch in Lehre und Pharmazie verankern. Gesundheitsdaten sollen differenziert erhoben werden, auch mit Blick auf trans- und intergeschlechtliche Menschen. Neben kostenlosen Hygieneartikeln sollen Schulen und öffentliche Einrichtungen über Anlaufstellen bei Schwangerschaftskonflikten, Gewalt und Seelsorge informieren. Initiativen, die Frauen mit wenig Geld verschreibungspflichtige Verhütungsmittel bezahlen, will die Partei unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Wir wollen eine Forschungsstelle für Gendermedizin in Zusammenarbeit mit den drei medizinführenden Hochschulen ins Leben rufen.“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue öffentlich finanzierte Angebote wie Gesundheitszentren und kostenlose Hygieneartikel erweitern staatliche Leistungen schrittweise.

  • Gesellschafteher progressiv

    Geschlechterunterschiede und geschlechtliche Vielfalt sollen in Medizin und Forschung stärker berücksichtigt werden, was dem progressiven Pol entspricht.

Geburtshilfe und Hebammenversorgung verbessern

Die Grünen wollen die Versorgung von Schwangeren stärken und die Betreuung durch Hebammen rund um die Geburt verbessern. Grundlage sind die Maßnahmen, die der Runde Tisch Geburtshilfe für Hessen erarbeitet hat. Außerdem setzt sich die Partei für gewaltfreie Geburten ein.

Schwangere Frauen sollen besser versorgt werden. Hebammen sollen Eltern vor, bei und nach der Geburt gut begleiten. Dafür gibt es in Hessen schon einen Plan. Die Grünen wollen diesen Plan umsetzen und verbessern.

Die Vorschläge des Runden Tisches sollen umgesetzt, überprüft und fortentwickelt werden. Ziel ist, dass Hebammen werdende Eltern in der Schwangerschaft, bei der Geburt und in der Zeit danach besser begleiten. Zum Thema Gewalt bei der Geburt plant die Partei Sensibilisierung sowie Hilfsangebote für betroffene und traumatisierte Menschen.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Wir werden die Maßnahmen des „Runden Tisches Geburtshilfe in Hessen“ umsetzen, evaluieren und weiterentwickeln“
Seite 64 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen sichern und entkriminalisieren

Die Grünen wollen ein flächendeckendes Netz aus Kliniken und Praxen aufbauen, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, und die Konfliktberatung voll finanzieren. Auf Bundesebene unterstützt die Partei Bemühungen, Abbrüche nicht länger unter Strafe zu stellen, und fordert eine Regelung gegen Belästigung vor Beratungsstellen.

Frauen sollen in ihrer Nähe eine Schwangerschaft beenden lassen können. Dafür soll es genug Kliniken und Praxen geben. Die Beratung soll der Staat voll bezahlen. Niemand soll Frauen vor Beratungs-Stellen belästigen. Ein Abbruch soll nicht mehr strafbar sein.

Jede Frau soll sich wohnortnah über anerkannte Methoden informieren und die Methode selbst wählen können. Die ergebnisoffene Beratung soll anonym und ohne Beeinflussung erreichbar sein; gegen sogenannte Gehsteigbelästigung verlangt die Partei eine rechtssichere Bundesregelung. Die Ergebnisse der dazu eingesetzten Kommission des Bundes will die Partei auswerten. Diese soll die Ziele mit verfassungsrechtlichen und ethischen Fragen des Schutzes ungeborenen Lebens in Einklang bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 64)
„Wir unterstützen die Anstrengungen auf Bundesebene, die die Selbstbestimmungsrechte der Schwangeren stärken und die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen beenden sollen.“
Seite 64 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Der Schwangerschaftsabbruch soll nicht länger strafbar sein und die Versorgung flächendeckend aufgebaut werden, was die heutige Rechtslage grundlegend in Richtung Selbstbestimmung ändert.

Was sagen die anderen Parteien zu Gesundheit und Pflege?

Alle Programme in Hessen im Vergleich