Flächenverbrauch bis 2050 auf Netto-Null senken
Die FDP will den Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsflächen bis 2050 auf null bringen. Bevor neue Bau- oder Gewerbegebiete entstehen, sollen Baulücken, bestehende Gebäude und Brachflächen genutzt werden.
Boden lässt sich nicht vermehren. Die FDP will deshalb weniger neue Flächen bebauen. Ab 2050 soll unterm Strich keine neue Fläche mehr dazukommen. Zuerst sollen Lücken und alte Gebäude genutzt werden. Häuser sollen auch höher gebaut werden dürfen.
Vor neuen Siedlungsflächen sollen Baulücken geschlossen und der Bedarf belegt werden; der Ausbau von Scheunen, Ställen und Dachgeschossen hat Vorrang vor Neubaugebieten am Ortsrand. Brachliegende Gewerbe- und Industrieflächen sollen vor neuen Gewerbegebieten wieder genutzt werden, und Kommunen sollen Gewerbeflächen gemeinsam anbieten. Die FDP wirbt für mehrstöckiges Bauen bei Wohn- und Gewerbebauten und will die Mehrfachnutzung von Flächen vorantreiben. Denkmalschutzauflagen für Häuser und Hofreiten in Ortslagen sollen gelockert werden. Förderprogramme und finanzielle Anreize für Eigentümer und Kommunen sollen dies unterstützen, ebenso Anreize, Ausgleichsmaßnahmen direkt am Bauobjekt umzusetzen.
Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Wir fordern eine langfristige Planung für eine Flächenkreislaufwirtschaft, die den Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche bis zum Jahr 2050 entsprechend dem Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung auf „Netto-Null“ reduziert.“Einordnung
Dieser Punkt berührt keine der Achsen.