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Grüne zum Wohnen

Aus dem Programm „Das GRÜNE Regierungsprogramm 2024–2029“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 85 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wohnen

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Zwei Milliarden Euro für sozialen Wohnungsbau

Die Grünen wollen mit einem Landesprogramm von 2 Milliarden Euro den Wohnungsbau fördern und die Zahl der Sozialwohnungen jedes Jahr steigern. Wohnen soll nach Ansicht der Partei nicht allein dem Markt überlassen bleiben; mehr Wohnungen sollen in öffentlicher Hand sein.

Die Grünen wollen mehr günstige Wohnungen. Dafür soll das Land 2 Milliarden Euro ausgeben. Es soll jedes Jahr mehr Sozial-Wohnungen geben. Sozial-Wohnungen sind günstige Wohnungen für Menschen mit wenig Geld.

Landesflächen sollen überwiegend per Erbbaurecht vergeben oder Kommunen verbilligt überlassen werden. Geplant sind 10.000 Mietwohnungen mit 50 Jahren Sozialbindung; Bindungen sollen länger gelten und schwerer vorzeitig ablösbar sein. Die Förderung soll mehr rollstuhlgerechte Wohnungen sowie Wohnraum für Auszubildende und Studierende bringen. Bei der Nassauischen Heimstätte bleibt die Mietbremse für niedrige und mittlere Einkommen, und das Land kann größere Bestände von Wohnungskonzernen kaufen. Serielles Bauen und der Gebäudetyp E sollen Baukosten senken.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir werden erneut ein Landesprogramm in Höhe von 2 Milliarden Euro auflegen, um den Wohnungsbau zu fördern und ökologisch auszurichten.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll weiter stark in geförderten Wohnraum investieren und mehr Wohnungen in öffentliches Eigentum bringen; das setzt die bisherige Förderung in ähnlicher Höhe fort.

Gesetz gegen Zweckentfremdung von Wohnraum schaffen

Die Grünen wollen ein Landesgesetz, mit dem Gemeinden gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum vorgehen können. Wohnungen sollen dauerhaft zum Wohnen dienen und nicht leer stehen oder als Büro oder Ferienwohnung genutzt werden.

Wohnungen sollen zum Wohnen da sein. Sie sollen nicht leer stehen. Sie sollen auch nicht dauerhaft Büro oder Ferien-Wohnung sein. Die Grünen wollen dafür ein neues Gesetz machen.

Als Vorbild nennt das Programm Bayern und Baden-Württemberg. Leerstand soll systematisch erfasst werden können, und Gemeinden sollen die Umwandlung von Wohnraum von einer Genehmigung abhängig machen dürfen. Auch leer stehende, geeignete Büroflächen sollen erfasst und auf einen Umbau zu Wohnungen geprüft werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Dafür schaffen wir (wie z. B. Bayern, Baden-Württemberg) ein Wohnraumzweckentfremdungsgesetz, das den Gemeinden die (Rechts-)Grundlage zum Handeln gibt.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Landesgesetz erlaubt Gemeinden, die Nutzung von Wohneigentum stärker zu regulieren.

Mieterschutz im Bundesrecht verschärfen

Die Grünen wollen Mieterinnen und Mieter vor unverhältnismäßigen Mieterhöhungen schützen und fordern dafür Änderungen im Bundesrecht. Dazu zählen ein reformiertes Mietrecht, eine wirksamere Mietpreisbremse und niedrigere Kappungsgrenzen.

Mieten sollen nicht zu stark steigen. Die Grünen wollen dafür strengere Regeln im Bund. Die Mietpreis-Bremse soll besser wirken. Abrechnungen für Neben-Kosten sollen klar und verständlich sein.

Das Programm bezeichnet Wohnen als Grundrecht. Neben Schritten auf Landesebene hält die Partei Bundesgesetze für nötig. Die Kappungsgrenze, die Mieterhöhungen in laufenden Verträgen begrenzt, soll in angespannten Märkten sinken. Bei Nebenkostenabrechnungen soll mehr Transparenz herrschen.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Dazu gehören eine Novellierung des Mietrechts, eine effektivere Mietpreisbremse und eine Absenkung der Kappungsgrenzen in angespannten Wohnungsmärkten.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die bestehende Mietregulierung soll verschärft werden, was stärker in den Wohnungsmarkt eingreift.

Gemeinschaftliches und genossenschaftliches Wohnen fördern

Die Grünen wollen gemeinwohlorientierte Wohnformen mit einem eigenen Förderprogramm unterstützen. Gemeinschaftliche, genossenschaftliche und altersgemischte Wohnprojekte sollen älteren Menschen und Menschen mit Behinderungen ein selbstständiges Leben im gewohnten Umfeld erleichtern.

Die Grünen wollen neue Arten des Wohnens fördern. Dafür soll es ein eigenes Förder-Programm geben. Zum Beispiel für Häuser, in denen Junge und Alte zusammen wohnen. So können ältere Menschen länger selbstständig leben.

Vorgesehen ist ein Förderprogramm des Landes für gemeinwohlorientierte Wohnformen. Die Landesberatungsstelle für gemeinschaftliches Wohnen soll dauerhaft bestehen bleiben. Das Modell „Wohnen für Hilfe“, bei dem ältere oder kranke Vermieter günstig an Menschen vermieten, die sie unterstützen, soll durch den Abbau steuerlicher Hürden in Bund und Land gestärkt werden. Außerdem setzt das Programm auf sozial gemischte Quartiere, Co-Working-Angebote in kleineren Gemeinden und modulares Bauen mit wenig Flächenversiegelung.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Dazu gehört auch die Förderung von gemeinwohlorientierten Wohnformen, die wir gezielt mit einem eigenen Förderprogramm unterstützen wollen.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein zusätzliches staatliches Förderprogramm für gemeinwohlorientiertes Wohnen erweitert die öffentliche Rolle am Wohnungsmarkt schrittweise.

Kommunen beim Bauen und Sanieren unterstützen

Die Grünen wollen Kommunen mit Beratung, Digitalisierung und mehr Fachpersonal in den Bauämtern helfen, damit Planung, Klimaschutz und Denkmalschutz schneller bearbeitet werden. Kommunale Beratungsstellen sollen das Sanieren und Ausbauen bestehender Gebäude anregen.

Die Grünen wollen den Städten und Gemeinden beim Bauen helfen. Die Bau-Ämter sollen mehr Fachleute bekommen. Beratungs-Stellen sollen Menschen beim Sanieren helfen. Sanieren heißt: ein altes Haus erneuern.

Geplant sind neue Dialog- und Beratungsangebote sowie Hilfen für Initiativen, die Ortskerne im ländlichen Raum stärken. Eine Personaloffensive soll die Bauämter entlasten, und das Land will die Digitalisierung des Bauwesens unterstützen. Statt neuer Flächen sollen innerörtliche Entwicklungsräume genutzt werden. Die energetische Quartierssanierung im Werra-Meißner-Kreis soll als Modell auf andere Regionen übertragen werden. Die Allianz für Wohnen in Hessen soll dauerhaft bestehen, und auch private Kleineigentümer sollen bei der Modernisierung Hilfe bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Wir fördern die Implementierung von kommunalen Beratungsstellen, die Unterstützung bieten und Anreize schaffen für das Sanieren und Ausbauen von Bestandsgebäuden.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliches Personal, Beratung und Förderung für Sanierungen bauen staatliche Leistungen schrittweise aus.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Förderung energetischer Sanierung und mehr Kapazität für Klimaschutz in den Bauämtern stärken den Klimaschutz im Gebäudebereich schrittweise.

Geförderten Wohnraum für zehn Prozent der Studierenden

Die Grünen wollen für mindestens jeden zehnten Studierenden in Hessen geförderten Wohnraum schaffen und damit über dem Bundesdurchschnitt liegen. Auf Bundesebene will die Partei mehr BAföG-Berechtigte und einen Wohnkostenzuschlag je nach Studienort erreichen.

Die Grünen wollen mehr günstige Wohnungen für Studierende. Für mindestens 10 von 100 Studierenden soll es geförderten Wohnraum geben. Mehr Studierende sollen BAföG bekommen. In teuren Städten soll es einen Zuschlag für die Miete geben.

Zusammen mit den Kommunen sollen weitere Möglichkeiten für studentisches Wohnen entstehen. Die Grünen wollen sich für Bund-Länder-Programme zum Ausbau einsetzen. Der ortsabhängige Wohnkostenzuschlag im BAföG soll Studierende an Standorten mit hohen Mieten wie dem Rhein-Main-Gebiet gezielt entlasten. Das Programm verweist darauf, dass Hessen beim studentischen Wohnraum zuvor bundesweit hinten lag.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„künftig über dem Bundesschnitt für mindestens 10 Prozent der Studierenden geförderten Wohnraum bereitstellen“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr geförderter Wohnraum und ein breiterer BAföG-Anspruch erweitern staatliche Leistungen schrittweise.

Was sagen die anderen Parteien zum Wohnen?

Alle Programme in Hessen im Vergleich