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parteiprogramm

CDU zum Wohnen

Aus dem Programm „Unser Hessenprogramm 2024–2029 (Hessen weiter führen)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 164 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wohnen

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (+0,1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 4 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bauen verbilligen und Genehmigungen vereinfachen

Die CDU sieht mehr Wohnraum als einzigen Weg zu bezahlbarem Wohnen und will deshalb Baukosten und Auflagen senken. Eine Taskforce soll Verfahren vereinfachen; Umnutzungen von Büros und Aufstockungen von Gebäuden sollen leichter werden.

Die CDU will, dass Bauen billiger wird. Eine Arbeitsgruppe soll Regeln und Verfahren einfacher machen. Aus Büros sollen leichter Wohnungen werden. Auf bestehende Gebäude sollen neue Stockwerke kommen können, auch auf Supermärkte.

Im Planungsverfahren sollen keine neuen Anforderungen hinzukommen, und Genehmigungen sollen digital und schneller ablaufen. Die Vorschrift der Hessischen Bauordnung zu Stellplätzen (§ 52 Abs. 5) wird überprüft, damit Kommunen etwa bei Fahrradstellplätzen wieder selbst entscheiden können. Für Aufstockungen sollen genehmigungsrechtliche Hürden fallen. Die Städtebauförderung bleibt bestehen, Bundesmittel werden voll kofinanziert und um Beratung für Eigentümer leerstehender Gebäude ergänzt. Um Kosten für Erdaushub zu senken, sollen Kommunen über den Finanzausgleich Anreize für neue Deponiekapazitäten erhalten; Recyclingbaustoffe sollen leichter einsetzbar sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„um Bauen wieder billiger zu machen, bürokratische Fesseln zu lösen und Genehmigungsverfahren zu vereinfachen“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Bauvorschriften und Genehmigungsauflagen sollen schrittweise abgebaut werden, um privates Bauen zu erleichtern.

Hessengeld für das erste Eigenheim einführen

Die CDU will mehr Menschen den Erwerb von Wohneigentum ermöglichen und dafür ein „Hessengeld“ für den ersten Kauf einer selbst genutzten Immobilie zahlen. Hinzu kommen angepasste Förderdarlehen und Initiativen beim Bund für steuerliche Erleichterungen.

Die CDU will Menschen beim ersten eigenen Haus oder der ersten eigenen Wohnung helfen. Dafür soll es Geld vom Land geben. Jeder Käufer soll 10.000 Euro bekommen. Für jedes Kind gibt es 5.000 Euro dazu. Auch Kredite vom Land sollen mehr Menschen erreichen.

Das Hessengeld beträgt 10.000 Euro je erwerbender Person und weitere 5.000 Euro je Kind; es gilt, bis der Bund Freibeträge bei der Grunderwerbsteuer zulässt. Die Darlehensprogramme der landeseigenen WiBank sollen an das höhere Zinsniveau angepasst werden, und die Einkommensgrenzen der Programme „Bestandserwerb“ und „Neubau“ sollen steigen. Mit dem Bund will die CDU über die steuerliche Absetzbarkeit von Kreditzinsen für selbst genutztes Eigentum sprechen sowie über bessere Regeln für Eigenheimrente und Wohnungsbauprämie. Begründet wird dies damit, dass Eigentum der Altersvorsorge dient und Mietwohnungen frei macht.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„zahlen wir beim Ersterwerb einer selbstgenutzten Immobilie ein Hessengeld für die ersten eigenen vier Wände in Höhe von 10.000 Euro pro Erwerbsperson plus 5.000 Euro für jedes Kind“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Eine neue staatliche Zahlung und mehr Förderdarlehen stehen neben dem Ziel, private Eigentumsbildung zu fördern und die Grunderwerbsteuer zu senken; beide Richtungen halten sich die Waage.

Umwandlungsprüfung abschaffen, Zweckentfremdungsregeln lockern

Die CDU will die Prüfung streichen, die vor der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen in größeren Häusern vorgeschrieben ist. Auch die Regeln zur Zweckentfremdung sollen grundlegend überarbeitet werden, damit Eigentümer freier über ihre Immobilie entscheiden können.

Die CDU will Eigentümern mehr Freiheit geben. Heute gibt es eine Prüfung, bevor aus Mietwohnungen Eigentums-Wohnungen werden. Diese Prüfung will die CDU abschaffen. Auch andere Regeln zur Nutzung von Wohnungen sollen lockerer werden. Ein Verbot von Einfamilien-Häusern lehnt die CDU ab.

Die Prüfung betrifft bislang Häuser mit über sechs Wohnungen. Nach Auffassung der Partei soll jeder selbst bestimmen, wie er seine Immobilie nutzt. Die Zweckentfremdungsregeln, die eine andere Nutzung von Wohnraum als zum Wohnen beschränken, sollen mehr Spielraum lassen. Zudem lehnt die CDU Bestrebungen ab, Einfamilien- oder Doppelhäuser mit Verweis auf den Flächenschutz zu untersagen.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Deswegen wollen wir die Prüfung abschaffen, bevor in Gebäuden mit mehr als sechs Wohnungen eine Miet- in eine Eigentumswohnung umgewandelt werden kann.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Eine bestehende Genehmigungspflicht für Eigentümer soll ersatzlos entfallen und die Zweckentfremdungsregeln sollen grundlegend gelockert werden; das ist eine deutliche Deregulierung des Wohnungsmarkts.

Mehr Bauland schneller ausweisen

Die CDU will, dass Kommunen schneller und einfacher neues Wohnbauland ausweisen können. Finanzielle Anreize, ein digitales Flächenkataster und Zuschüsse zu Erschließungskosten sollen dazu beitragen.

Die CDU will mehr Bauland für Wohnungen. Städte und Gemeinden sollen neue Baugebiete schneller festlegen können. Dafür sollen sie Geld als Anreiz bekommen. Das Land soll eine digitale Liste mit geeigneten Flächen anbieten.

Im Zuge der Überprüfung des kommunalen Finanzausgleichs soll geklärt werden, wie Kommunen für neue Flächen belohnt werden können, da Neubaugebiete hohe Folgekosten für Infrastruktur auslösen. Gemeinsam mit den Kommunen ist eine Initiative zur Baulandgewinnung geplant, vor allem auf Brach- und Konversionsflächen, unterstützt durch ein digitales Potenzialflächenkataster des Landes. Geprüft wird ein Bund-Länder-Programm, das Gemeinden bis zu 30 Prozent der direkten Erschließungskosten erstattet, wenn sie bis Ende 2025 zusätzliche Baugebiete ausweisen. Kleinere Kommunen sollen eine Vorfinanzierung der Erschließung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„die rechtlichen Verfahren und Schritte, die die Kommunen zur Ausweisung von neuen Baugebieten durchlaufen müssen, signifikant zu vereinfachen und zu beschleunigen“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Vereinfachte Verfahren stehen neben neuen öffentlichen Zuschüssen und Anreizen für Kommunen, sodass der Punkt Deregulierung und staatliche Förderung verbindet.

Sozialwohnungen sichern, keine schärfere Mietpreisregulierung

Die CDU will bezahlbaren Wohnraum über Wohngeld, den Kauf von Belegungsrechten und praxistauglichere Förderung sichern. Eine Verschärfung der Mietpreisregulierung lehnt sie ab, ebenso Spekulation mit Bauland oder leerstehenden Wohnungen.

Die CDU will günstige Wohnungen erhalten. Das Land soll Rechte kaufen, damit Sozial-Wohnungen günstig bleiben. Das neue Wohngeld soll schnell bei den Menschen ankommen. Strengere Regeln für Mietpreise will die CDU nicht.

Die Wohngeldreform soll zügig umgesetzt und stärker auf Familien mit mittleren Einkommen ausgerichtet werden. Durch den Ankauf von Belegungsrechten sollen Sozialwohnungen auch nach Ende der Bindung günstig bleiben. Förderrichtlinien werden überprüft; kostentreibende Mindeststandards, etwa zu Wohnungsgröße, Anzahl der Einheiten und Ausstattung, sollen gegebenenfalls gelockert werden. Öffentliche Wohnungsgesellschaften sollen sich auf bezahlbare Mietwohnungen konzentrieren, Genossenschaften werden unterstützt. Zwischen Mieterrechten und Interessen von Vermietern will die CDU ein Gleichgewicht wahren.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Weitere Eingriffe in die Wohnungsmärkte durch eine Verschärfung der Mietpreisregulierung soll es deshalb mit uns ebenso wenig geben wie Spekulationen mit Bauland oder leerstehenden Wohnungen.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Die CDU lehnt strengere Mietpreisregeln ab, setzt aber zugleich auf Wohngeld, öffentlich finanzierte Belegungsrechte und sozialen Wohnungsbau und wendet sich gegen Spekulation.

Altersgerechtes und generationenübergreifendes Wohnen fördern

Die CDU will mehr seniorengerechten und barrierefreien Wohnraum schaffen. Sie will Wohnanlagen für Ältere im ganzen Land unterstützen, den Umbau bestehender Wohnungen fördern und Wohnformen für mehrere Generationen ausbauen.

Ältere Menschen sollen lange in ihrer Wohnung bleiben können. Die CDU will den Umbau von Wohnungen fördern. Zum Beispiel den Einbau von Aufzügen. Es soll auch mehr Wohn-Anlagen für Senioren geben.

Das Programm begründet das Vorhaben damit, dass die meisten Menschen im Alter in ihrer gewohnten Umgebung bleiben möchten. Wohnanlagen für Senioren sollen flächendeckend entstehen, damit Ältere in ihrer Heimatgemeinde bleiben können. Gefördert werden soll der barrierefreie Umbau, etwa Aufzüge in älteren Häusern. Wohnformen, in denen Jung und Alt zusammenleben, sollen weiterentwickelt werden. Im Quartier sollen leicht zugängliche Angebote entstehen, zum Beispiel durch Unterstützung für nahe Lebensmittelgeschäfte.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Wir wollen den altersgerechten und barrierefreien Umbau von Wohnungen, wie z.B. den Einbau von Aufzügen im Treppenhaus von älteren Wohnhäusern fördern“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Förderung für Umbau und Seniorenwohnanlagen baut staatliche Leistungen schrittweise aus.

Obdachlosigkeit mit aufsuchender Hilfe bekämpfen

Die CDU will Obdachlosigkeit in Hessen bekämpfen und dafür mit Kommunen und sozialen Trägern ein Hilfskonzept entwickeln. Sie will außerdem prüfen, ob der Ansatz „Housing first“ helfen kann.

Manche Menschen haben keine Wohnung. Die CDU will ihnen helfen. Helfer sollen zu den Menschen hingehen. Die CDU prüft auch die Idee „Housing first“. Dabei bekommen Menschen zuerst eine Wohnung.

Das Konzept soll leicht zugängliche, aufsuchende Hilfe und passende Angebote umfassen und gemeinsam mit Städten, Gemeinden und Hilfsträgern entstehen. Der „Housing first“-Ansatz, bei dem wohnungslose Menschen zuerst eine eigene Wohnung erhalten, soll auf seinen Nutzen geprüft werden. Mit den Kommunen will die CDU zudem besprechen, ob Unterkünfte aus der Zeit der Flüchtlingskrise anschließend dafür genutzt werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Gemeinsam mit den Kommunen und den Trägern sozialer Hilfen erarbeiten wir dafür ein Konzept der niedrigschwellig aufsuchenden Hilfe und passgenauen Angebote.“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues öffentliches Hilfskonzept für Wohnungslose baut soziale Leistungen schrittweise aus.

Alte Ortskerne beleben, Städtebau und Mobilität fördern

Die CDU will es erleichtern, alte Ställe, Scheunen und Gewerbebauten in Ortskernen zu Wohnungen oder für andere Zwecke umzunutzen. Außerdem sollen Mittelzentren auf dem Land stärker von der Städtebauförderung profitieren und Bus und Bahn dort verlässlich verfügbar sein.

In alten Dörfern stehen viele Scheunen und Ställe leer. Die CDU will, dass man daraus leichter Wohnungen machen kann. Kleine Städte auf dem Land sollen mehr Geld für den Städtebau bekommen. Busse und Bahnen sollen auch auf dem Land zuverlässig fahren.

Für die Umnutzung will das Programm bürokratische Hürden und Hindernisse im Denkmalschutzrecht abbauen und den Kommunen mehr Entscheidungsspielraum geben. Die Programme der Städtebauförderung sollen in bisheriger Art und Höhe weiterlaufen, wobei das Land die Bundesmittel vollständig mitfinanziert. Bei der Mobilität bekennt sich die CDU zu individuellem und klimaneutralem Verkehr auf dem Land. Verkehrsangebote sollen vernetzt werden, und in ländlichen Regionen sollen neue, an der Nachfrage ausgerichtete Konzepte hinzukommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 132)
„Die Umwidmung ehemaliger landwirtschaftlicher oder gewerblich genutzter Gebäude (wie z.B. Stallungen und Scheunen) in alten Ortskernen in Wohngebäude oder eine andere Nutzung muss vereinfacht werden.“
Seite 132 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet weniger Auflagen beim Umbau alter Gebäude mit fortgesetzter öffentlicher Förderung für Städtebau und Nahverkehr.

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