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SPD zum Wohnen

Aus dem Programm „Zukunftsprogramm zur Landtagswahl 2023 (Unser Zukunftsprogramm)“

Landtagswahl Hessen 2023, 8. Oktober 2023Original-PDF, 88 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wohnen

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Auszubildendenwerke für bezahlbaren Wohnraum gründen

Die SPD will nach dem Vorbild der Studierendenwerke flächendeckend Auszubildendenwerke gründen. Sie sollen vor allem günstigen Wohnraum nahe dem Ausbildungsbetrieb schaffen. Zudem setzt sich die Partei für ein verbilligtes Deutschlandticket für Auszubildende ein.

Für Studierende gibt es Studierenden-Werke. Sie bieten zum Beispiel günstige Zimmer an. Die SPD will so etwas auch für Auszubildende. Die Zimmer sollen nah am Betrieb liegen. Auszubildende sollen auch ein billigeres Deutschland-Ticket bekommen.

Die Auszubildendenwerke sollen in ganz Hessen vertreten sein und auch den Bedarf im ländlichen Raum abdecken. Ihre Hauptaufgabe ist bezahlbarer Wohnraum in der Nähe des Ausbildungsbetriebs, möglicherweise gemeinsam mit den Studierendenwerken. Das Programm erwartet davon mehr Bereitschaft junger Menschen, für einen Ausbildungsplatz an einen anderen Ort in Hessen zu ziehen. Hinzu kommt der Einsatz für ein vergünstigtes Deutschlandticket für Auszubildende.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„In Anlehnung an die existierenden Studierendenwerke sollen Auszubildendenwerke gegründet werden.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue öffentliche Einrichtungen für günstigen Wohnraum und ein vergünstigtes Ticket bauen öffentliche Leistungen für Auszubildende aus.

Sozialen Wohnungsbau durch öffentliche Hand ankurbeln

Die SPD will mehr geförderte und preisgedämpfte Wohnungen für unterschiedliche Gruppen schaffen und dafür den öffentlichen Wohnungsbau ausweiten. Kommunen sollen durch eine Reform der Gemeindeordnung mehr Spielraum bekommen.

Die SPD will mehr günstige Wohnungen bauen lassen. Der Staat und die Gemeinden sollen dabei mehr tun. Es soll Wohnungen für Familien, Studierende und ältere Menschen geben. Auch leere Büros sollen zu Wohnungen werden.

Gedacht ist an Wohnungen für Studierende, Auszubildende, Familien, Alleinstehende und Geringverdienende sowie an barrierefreie und altersgerechte Wohnungen. Neben Neubau nennt das Programm den Umbau leerer Büros und Renovierungen, auf dem Land kleinere Wohnungen für Junge und alleinstehende Ältere. Auch Wohneigentum will die SPD unterstützen, unter anderem als Altersvorsorge. Angestrebt werden gemischte Quartiere mit Wohnen, Einkauf, Kinderbetreuung, Büros und Arztpraxen. Die Bundesregierung soll bei einem wirksamen kommunalen Vorkaufsrecht gegen Verdrängung unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Nach Jahren der Vernachlässigung durch CDU und Grüne werden wir den sozialen Wohnungsbau durch die öffentliche Hand ankurbeln.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Hand soll mehr Wohnungen bauen und Kommunen sollen sich stärker wirtschaftlich betätigen dürfen, was den Staat am Wohnungsmarkt stärkt.

Energetische Sanierung und nachhaltiges Bauen fördern

Die SPD will die energetische Sanierung von Gebäuden stärker mit staatlichem Geld fördern, damit Wohnen trotz steigender Energiepreise bezahlbar bleibt. Bei den Energiestandards soll darauf geachtet werden, dass Sanierungen erschwinglich bleiben.

Die SPD will mehr Geld für das Sanieren von Häusern geben. So verbrauchen Häuser weniger Energie. Das soll das Klima schützen und Kosten senken. Sanieren soll aber bezahlbar bleiben.

Mit den Förderprogrammen will die SPD erreichen, dass alle bestehenden Gebäude zusammen möglichst wenig Energie verbrauchen. Leerstehende größere Gebäude auf dem Land sollen durch geförderte Modernisierung und Umbau wieder nutzbar werden, um Orte von ihrem Kern her zu erneuern. Beim Bauen will die SPD mehr Holz und andere nachwachsende Rohstoffe einsetzen und Pilotprojekte voranbringen. Außerdem setzt sie auf das Recycling von Baustoffen und den Erhalt der in Gebäuden gebundenen „Grauen Energie“.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Deshalb wollen wir die energetische Gebäudesanierung staatlich stärker fördern.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll Sanierung und Umbau stärker mit öffentlichen Mitteln fördern.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Förderung für Sanierungen soll den Energieverbrauch von Gebäuden senken, wobei die Bezahlbarkeit mitbedacht wird.

Baukosten senken und Verfahren beschleunigen

Die SPD will das Bauen von Wohnungen billiger machen, indem sie das Baurecht vereinfacht und die Grunderwerbsteuer reformiert. Planung und Genehmigung sollen schneller gehen, damit mehr Bauland bereitsteht.

Die SPD will, dass Bauen weniger kostet. Dafür sollen die Bau-Regeln einfacher werden. Auch die Steuer beim Kauf von Grundstücken soll sich ändern. Genehmigungen sollen schneller kommen.

Als Beispiele für die Baurechtsreform nennt das Programm weniger Vorschriften und die Zulassung modularer Bauweise. Die Landesförderung soll so umgebaut werden, dass sie den Wohnungsbau trotz hoher Kosten und Zinsen wieder anschiebt. Auch größere Arbeitgeber sollen bauen, etwa Betriebswohnungen, und zu Mietzuschüssen für Beschäftigte ermutigt werden. Kommunen sollen Hilfe bei Planung und Bau erhalten, und neue Wohngebiete sollen rechtlich leichter ausgewiesen werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Wir senken die Kosten für den Wohnungsbau durch eine Reform des Baurechts (z. B. Entschlackung, Ermöglichung von Modulbauweise) und der Grunderwerbsteuer.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Vorschriften im Baurecht sollen abgebaut, Verfahren verkürzt und die Grunderwerbsteuer reformiert werden, was Regulierung und Kosten für Bauende verringert.

Spekulation mit Wohnraum unterbinden, Gemeinwohl stärken

Die SPD will spekulativen Leerstand und andere Zweckentfremdung von Wohnungen per Gesetz verbieten. Boden soll möglichst in öffentlicher Hand bleiben, und Wohnungsbau ohne Renditeziel soll gefördert werden.

Die SPD will verbieten, dass Wohnungen absichtlich leer stehen. Mit Wohnungen soll niemand spekulieren. Der Staat soll viel Boden behalten. Genossenschaften sollen mehr Hilfe bekommen.

Spekulation mit Wohnraum soll sich wirtschaftlich nicht mehr lohnen. In angespannten Märkten will die SPD die Kündigungssperrfrist nach der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen verlängern. Vorgesehen sind ein Vorrang für das Erbbaurecht, ein Bodenfonds und die jährliche Rückführung von Wohnungen in öffentliches Eigentum. Genossenschaften, gemeinnützige Unternehmen und gemeinschaftliche Wohnprojekte sollen bessere Förderung und Finanzierungsbedingungen erhalten. Die vom Bund geplante neue Wohngemeinnützigkeit unterstützt die SPD und will sie auch für Genossenschaften und Wohnprojekte öffnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Zweckentfremdung, insbesondere spekulativen Leerstand von Wohnraum, werden wir gesetzlich verbieten.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Ein neues gesetzliches Verbot von Leerstand und Zweckentfremdung sowie die Rückführung von Wohnungen und Boden in öffentliches Eigentum greifen grundlegend in den Wohnungsmarkt ein.

Mieterschutz auf mehr Kommunen ausweiten

Die SPD will mehr Kommunen als angespannte Wohnungsmärkte einstufen, damit dort Mietpreisbremse und weitere Schutzregeln gelten. Sie begründet das damit, dass die Mieten zuletzt schneller gestiegen seien als die Gehälter.

Die Mieten steigen schneller als die Löhne. Die SPD will Mieter deshalb besser schützen. In mehr Orten soll die Miet-Preis-Bremse gelten. Mehr Orte sollen einen Miet-Spiegel bekommen.

Mit der Einstufung greifen die Mietpreisbremse, die Kappung von Mieterhöhungen und die Begrenzung der Modernisierungsumlage. Gemeinsam mit den Kommunen sollen Mietspiegel in Hessen nach und nach ausgeweitet werden. Das soll es Mieterinnen und Mietern erleichtern, ihre Rechte durchzusetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Wir werden daher weitere Kommunen als angespannte Wohnungsmärkte einstufen.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bestehende Mietpreisregeln sollen in mehr Kommunen gelten, was die Regulierung des Mietmarkts schrittweise ausweitet.

Wohnraumhilfen fördern und Wohnungsverlust vorbeugen

Die SPD will ein Landesprogramm für soziale Wohnraumhilfen auflegen, die Menschen in schwierigen Lebenslagen zu einer Wohnung verhelfen. Außerdem sollen kommunale Fachstellen verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren. Eine Wohnung ist aus Sicht des Programms Voraussetzung für soziale Teilhabe.

Die SPD will Menschen in Not bei der Wohnung helfen. Dafür soll es ein neues Förder-Programm vom Land geben. In den Kommunen sollen Fach-Stellen arbeiten. Sie sollen verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren.

Das Programm stellt fest, dass es in Hessen bislang lediglich zwei soziale Wohnraumhilfen gibt. Das neue Förderprogramm soll ihre Zahl erhöhen. Kommunale Fachstellen sollen vorbeugend gegen Wohnungsverluste arbeiten und so Wohnungs- und Obdachlosigkeit vermeiden.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Da es davon bisher nur zwei in Hessen gibt, werden wir ein Landesförderprogramm „Wohnraumhilfen“ auflegen.“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein neues Landesförderprogramm und kommunale Fachstellen bauen öffentliche Hilfen gegen Wohnungslosigkeit aus.

10.000 neue Wohnheimplätze für Studierende schaffen

Die SPD will in der nächsten Wahlperiode 10.000 Wohnheimplätze für Studierende anstoßen. Langfristig soll ein Fünftel der Studierenden geförderten Wohnraum bekommen. Das Programm begründet dies damit, dass derzeit weniger als jeder zehnte Studierende in Hessen einen Wohnheimplatz hat.

Viele Studierende finden keine bezahlbare Wohnung. Die SPD will 10.000 neue Plätze in Wohnheimen schaffen. Später soll es für jeden fünften Studierenden geförderten Wohnraum geben. Auch Geld für hohe Mieten soll es geben.

Neben den 10.000 Plätzen will sich die SPD für ein gemeinsames Programm von Bund und Ländern einsetzen, das Ausbau und Sanierung von Wohnheimen fördert. Für Studierende in besonders teuren Städten sollen zusätzliche Zuschüsse zu den Wohnkosten kommen. Als langfristiges Ziel nennt das Programm eine Versorgungsquote von 20 Prozent. Auch Promovierende, Postdocs und Studierende aus dem Ausland sollen bei der Wohnungssuche mehr Hilfe erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 81)
„Um den akuten Mangel zu bekämpfen, wollen wir in der kommenden Wahlperiode 10.000 Wohnheimplätze auf den Weg bringen.“
Seite 81 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll mehr geförderten Wohnraum und Zuschüsse für Studierende finanzieren, was öffentliche Leistungen ausbaut.

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