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Was sagen die Parteien in Niedersachsen zum Wohnen?

4 aktuelle Wahlprogramme in Niedersachsen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Wohneigentum durch Steuerentlastung erleichtern

Die AfD will die Grunderwerbsteuer senken und den ersten Kauf einer selbst bewohnten Immobilie ganz davon befreien. So soll der Anteil der Menschen mit eigenem Wohnraum steigen, vor allem unter Normalverdienern und jungen Familien.

Wer ein Haus kauft, zahlt eine Steuer. Die AfD will diese Steuer senken. Beim ersten eigenen Haus soll man gar keine Steuer zahlen. So sollen mehr Menschen ein eigenes Zuhause besitzen.

Wohnungsneubau fördern und Bauen erleichtern

Die AfD will den Neubau von Wohnungen stärker fördern, statt auf Mietendeckel und Mietpreisbremse zu setzen. Ein größeres Angebot soll nach ihrer Auffassung den Anstieg der Mieten bremsen. Dazu gehören eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft, weniger Bauauflagen, schnellere Genehmigungen und mehr Wohngeld.

Die AfD will, dass mehr Wohnungen gebaut werden. Sie glaubt: Mehr Wohnungen machen die Mieten günstiger. Das Land soll wieder eine eigene Firma für Wohnungsbau haben. Bau-Genehmigungen sollen schneller gehen. Menschen mit wenig Geld sollen mehr Wohngeld bekommen.

AfD: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (-0,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Niedersächsisches Baukindergeld einführen

Die CDU will Familien mit einem Baukindergeld des Landes den Weg ins Wohneigentum erleichtern. Für jedes minderjährige Kind im Haushalt soll es 12.000 Euro für Kauf oder Bau einer Immobilie geben.

Die CDU will Familien beim Hausbau helfen. Dafür soll es ein Bau-Kindergeld geben. Für jedes Kind unter 18 Jahren gibt es 12.000 Euro. Das Geld ist für den Kauf oder Bau einer Wohnung oder eines Hauses.

Grunderwerbsteuer für erstes Eigenheim abschaffen

Die CDU will beim Kauf der ersten selbst bewohnten Immobilie keine Grunderwerbsteuer mehr erheben. Vom Bund fordert sie, dass Kreditzinsen für Wohneigentum zehn Jahre lang von der Steuer abgesetzt werden können.

Wer ein Haus kauft, zahlt eine Steuer auf den Kauf. Die CDU will diese Steuer beim ersten eigenen Zuhause streichen. Auch Zinsen für den Haus-Kredit sollen die Steuer senken. Das soll zehn Jahre lang gelten.

Bauoffensive statt Mietendeckel

Die CDU will hohe Mieten und Kaufpreise durch mehr Neubau bekämpfen und lehnt einen Mietendeckel ab. Eine Wohnungsbaugesellschaft des Landes soll es nicht geben; stattdessen plant sie eine Bauoffensive mit Genossenschaften, Kommunen und privaten Investoren.

Die CDU will, dass mehr Wohnungen gebaut werden. Dann sinken nach ihrer Meinung die Preise. Einen Mieten-Deckel lehnt sie ab. Das Land soll keine eigene Firma für Wohnungsbau gründen. Die Förderbank des Landes soll Kredite für den Bau geben.

Wohnungsbau von Gesellschaften, Genossenschaften und Privaten fördern

Die CDU will kommunale Bau- und Siedlungsgesellschaften sowie Genossenschaften unterstützen und den Wohnungsbau auch privater Investoren über die landeseigene NBank stark fördern. Wohnungsbaugesellschaften sollen günstiger an Grundstücke kommen, und Investitionen in Wohnungen sollen steuerlich besser abgeschrieben werden können.

Die CDU will, dass mehr Wohnungen gebaut werden. Dafür soll die Förderbank des Landes mehr Geld geben. Das Geld sollen Städte, Genossenschaften und private Firmen bekommen. Bau-Firmen sollen leichter an günstige Grundstücke kommen.

Mehr Bauland für Kommunen mobilisieren

Die CDU will das Baulandmobilisierungsgesetz des Bundes umsetzen und Kommunen helfen, Bauland zu aktivieren und vorzuhalten. Geeignete Grundstücke des Landes sollen verbilligt an Kommunen gehen, und die Regeln für den Flächenausgleich sollen so geändert werden, dass mehr Bauland entsteht.

In vielen Orten fehlt Land zum Bauen. Die CDU will den Städten und Gemeinden helfen. Das Land soll eigene Grundstücke billiger an sie abgeben. Auch Regeln für den Ausgleich von bebauten Flächen sollen sich ändern.

Niedersächsisches Umbaurecht für Bestandsgebäude schaffen

Die CDU will ein eigenes Umbaurecht des Landes einführen, das Umbauten in Innenstädten und Ortskernen sowie das Schließen von Baulücken erleichtert. Zugleich will sie gegen Leerstand und Zweckentfremdung vorgehen und Aufstockungen sowie Dachausbauten vereinfachen und fördern.

Die CDU will neue Regeln für den Umbau von alten Häusern. Umbauten in der Innenstadt sollen einfacher werden. Leere Wohnungen sollen schneller wieder nutzbar sein. Wer ein Haus aufstockt oder das Dach ausbaut, soll Geld bekommen.

Sozialen Wohnungsbau ausbauen und besser fördern

Die CDU will mehr preisgünstige und sozial gebundene Wohnungen schaffen und dies finanziell fördern. Sie begründet das damit, dass weiterhin viele geförderte Wohnungen aus der Sozialbindung fallen und kaum durch neue ersetzt wurden. Eine Rückkehr zur Wohnungsgemeinnützigkeit lehnt sie ab.

Die CDU will mehr günstige Wohnungen. Viele Sozial-Wohnungen verlieren gerade ihre Preis-Bindung. Darum soll das Land den Bau neuer Sozial-Wohnungen besser fördern. Eine Wohnungs-Gemeinnützigkeit will die CDU nicht. Das ist ein altes Modell mit Steuer-Vorteilen für Vermieter mit begrenzten Mieten.

Digitales Bauamt einführen und Baugenehmigungen beschleunigen

Die CDU will das digitale Bauamt im ganzen Land einführen, damit Bauanträge und Genehmigungen elektronisch abgewickelt werden. Zusätzlich sollen einheitliche Unterlagen, Standards und Abläufe die Genehmigungsverfahren verkürzen.

Die CDU will, dass Bau-Ämter digital arbeiten. Bau-Anträge soll man am Computer stellen können. Man soll auch sehen, wie weit der Antrag ist. So sollen Genehmigungen schneller gehen.

CDU: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 5 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

100.000 Sozialwohnungen und Landeswohnungsgesellschaft schaffen

Die Grünen wollen mindestens 100.000 neue, dauerhaft gebundene Sozialwohnungen schaffen. Dafür soll eine gemeinnützige Landesgesellschaft Wohnen und Klima entstehen, die öffentlichen Wohnraum baut, kauft und saniert. Immobilien, die nur der Spekulation dienen, will die Partei notfalls vergesellschaften.

Die Grünen wollen 100.000 neue Sozial-Wohnungen. Das sind günstige Wohnungen für Menschen mit wenig Geld. Das Land soll dafür eine eigene Gesellschaft gründen. Sie soll Wohnungen bauen, kaufen und erneuern. Häuser, mit denen nur spekuliert wird, kann das Land übernehmen.

Wohnbauförderung auf Umbau und Klimaschutz ausrichten

Die Grünen wollen die Wohnbauförderung neu ausrichten: Ökologisches und energiesparendes Bauen sowie sozialer Wohnungsbau sollen stärker belohnt werden. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Umbau leerstehender Gebäude, vor allem auf dem Land.

Das Land gibt Geld für den Bau von Wohnungen. Die Grünen wollen dieses Geld anders verteilen. Mehr Geld soll es für klima-freundliches Bauen geben. Auch der Umbau leerer Häuser auf dem Land soll Geld bekommen.

Mietpreisbremse, Wohnraumschutz und Mietberatung ausbauen

Die Grünen wollen die Mietpreisbremse überall dort anwendbar machen, wo sie nötig ist, und kommunale Vorkaufsrechte stärken. Das Gesetz gegen Zweckentfremdung von Wohnraum soll verschärft werden. Eine landesweite Hotline soll kostenlose Mietrechtsberatung bieten.

Die Grünen wollen Mieter besser schützen. Die Mietpreis-Bremse soll überall gelten, wo Wohnungen knapp sind. Sie begrenzt die Miete bei neuen Verträgen. Wohnungen sollen seltener zu Ferien-Wohnungen werden. Mieter sollen kostenlos Rat am Telefon bekommen.

Kreislaufwirtschaft am Bau und Gebäuderessourcenausweis einführen

Die Grünen wollen beim Bauen auf schadstofffreie, nachwachsende und recycelte Materialien setzen. Sanierung und Umbau sollen Vorrang vor Abriss haben. Ein Gebäuderessourcenausweis soll den gesamten Energie- und Materialaufwand eines Gebäudes sichtbar machen.

Beim Bauen entsteht viel Müll. Die Grünen wollen Bau-Stoffe wieder verwenden. Alte Häuser soll man lieber umbauen als abreißen. Ein neuer Ausweis soll zeigen, wie viele Rohstoffe in einem Haus stecken.

Landesbauordnung zur „Umbau-Ordnung“ weiterentwickeln

Die Grünen wollen die Landesbauordnung an Klima- und Nachhaltigkeitsziele anpassen und stärker auf Sanierung und Nutzung bestehender Gebäude ausrichten. Für Recycling-Baustoffe sollen Mindestquoten gelten. Dachausbau und gemischte Nutzungen sollen einfacher werden.

Die Bau-Regeln des Landes sollen sich ändern. Umbauen soll leichter werden als bisher. Bau-Stoffe wie Holz und Stroh sollen öfter erlaubt sein. Ein Teil der Bau-Stoffe muss wiederverwertet sein. Wohnungen über dem Supermarkt sollen leichter möglich sein.

Landesgrundstücke verbilligt für Gemeinwohlzwecke abgeben

Die Grünen wollen, dass das Land eigene Grundstücke auch unter Marktwert verkaufen darf, wenn dort geförderte Wohnungen oder soziale und kulturelle Einrichtungen entstehen. Kommunen sollen bessere Vorkaufsrechte für Bauland erhalten, und die Niedersächsische Landgesellschaft soll sie bei der Siedlungsentwicklung unterstützen.

Dem Land gehören Grundstücke. Die Grünen wollen sie billiger verkaufen dürfen. Das soll für geförderte Wohnungen und soziale Zwecke gelten. Städte und Gemeinden sollen Bauland leichter zuerst kaufen dürfen.

Stadtklima verbessern und Innenstädte beleben

Die Grünen wollen klimaneutrale Quartiere und Anpassung an den Klimawandel in Städten stärker fördern, etwa durch Entsiegelung, Stadtgrün und begrünte Dächer. Gegen leerstehende Gewerberäume in Innenstädten sollen Anreize für gemischte und vorübergehende Nutzungen helfen.

Die Grünen wollen das Klima in Städten verbessern. Dafür soll es mehr Grün und weniger Beton geben. Auch Dächer sollen grün werden. Leere Läden in der Innenstadt sollen neu genutzt werden, zum Beispiel für Kultur.

Kommunale Bodenfonds fördern

Die Grünen wollen Kommunen helfen, eigene Bodenfonds zu gründen. Damit sollen mehr Grundstücke in kommunalen Besitz kommen oder dorthin zurückkehren, damit Städte und Gemeinden ihre Entwicklung besser steuern können.

Gemeinden sollen mehr Grundstücke besitzen. Dafür sollen sie einen Boden-Fonds gründen können. Das ist ein Geldtopf zum Kauf von Grundstücken. Die Grünen wollen dabei helfen.

Grüne: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Landeswohnungsbaugesellschaft neu gründen

Die SPD will wieder eine landeseigene Wohnungsbaugesellschaft aufbauen, die nicht verkauft werden darf. Sie soll den Bestand an bezahlbaren Wohnungen nach und nach vergrößern, weil der Markt aus Sicht der Partei versagt.

Die SPD will eine Wohnungs-Gesellschaft des Landes gründen. Sie soll günstige Wohnungen bauen. Die Gesellschaft darf nicht verkauft werden. Das Ziel sind 40.000 Wohnungen des Landes.

Bestand an Sozialwohnungen um 100.000 erhöhen

Die SPD will den sozialen Wohnungsbau ausbauen, da er aus ihrer Sicht zu langsam vorankommt. Förderung, Sozialquoten in neuen Baugebieten und eine neue Wohngemeinnützigkeit sollen dazu beitragen.

Die SPD will viel mehr Sozial-Wohnungen. Das sind Wohnungen mit günstiger Miete. Es sollen 100.000 mehr werden. Das Land gibt dafür Fördergeld.

Mietpreisbremse im Land konsequent umsetzen

Die SPD will die Mietpreisbremse und das Baulandmobilisierungsgesetz des Bundes im Land vollständig anwenden, um Mieter besser zu schützen und mehr Bauflächen zu gewinnen. Eine Planungsoffensive soll zudem Wohnraum für Studierende und Auszubildende schaffen.

Die SPD will Mieter besser schützen. Die Mietpreis-Bremse soll im Land streng gelten. Sie begrenzt, wie hoch neue Mieten sein dürfen. Für Studierende und Azubis soll mehr Wohnraum entstehen.

Gemischte Quartiere und alternative Wohnformen fördern

Die SPD will Stadtviertel sozial und nach Alter stärker durchmischen und dafür neue Wohnformen fördern. Quartiersarbeit soll dauerhaft finanziert werden, und gemeinschaftliche Eigentumsmodelle sollen Förderung erhalten.

Die SPD will, dass Arme und Reiche, Junge und Alte zusammen wohnen. Dafür fördert sie neue Wohn-Formen. Die Arbeit in den Stadtvierteln soll dauerhaft Geld bekommen. Auch Menschen mit wenig Geld sollen Eigentum erwerben können.

SPD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl