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Was sagen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zum Wohnen?

5 aktuelle Wahlprogramme in Nordrhein-Westfalen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Obdachlose in leeren Wohncontainern unterbringen

Die AfD will Obdachlosen sozialen Wohnraum bereitstellen. Dafür sollen leer stehende Wohncontainer genutzt werden, die Kommunen ursprünglich für Asylsuchende aufgestellt hatten.

Es gibt mehr Menschen ohne Wohnung. Die AfD will ihnen Wohnraum geben. In vielen Städten stehen Wohn-Container leer. Dort sollen Obdachlose wohnen können.

Grunderwerbsteuer senken und Wohneigentum fördern

Die AfD will den Erwerb von Wohneigentum erleichtern und die Grunderwerbsteuer in NRW von 6,5 auf 3,5 Prozent senken. Dazu kommen Freibeträge beim ersten Kauf einer selbst genutzten Immobilie und mehr Förderung, auch für Genossenschaften.

Die AfD will, dass mehr Menschen eine eigene Wohnung kaufen können. Beim Kauf zahlt man eine Steuer. Diese Steuer soll von 6,5 auf 3,5 Prozent sinken. Wer zum ersten Mal kauft, soll weniger Steuer zahlen.

Bauvorschriften vereinfachen und Klimaauflagen streichen

Die AfD will Bauvorschriften vereinfachen und auf das Nötige beschränken. Vor allem Klimaschutzauflagen, die sie für überzogen hält, sollen entfallen, damit Bauen einfacher und billiger wird.

Die AfD will weniger Regeln beim Bauen. Vor allem Regeln zum Klima-Schutz sollen wegfallen. Genehmigungen sollen schneller gehen. So soll Bauen billiger werden.

Wohngeld statt Mietpreisbremse und Sozialwohnungsbau

Die AfD lehnt Mietpreisbremse und Mietendeckel ab und will mehr Neubau durch günstige Rahmenbedingungen erreichen. Mieter mit geringem Einkommen sollen stärker über Wohngeld unterstützt werden, weil der soziale Wohnungsbau aus Sicht der Partei teuer ist und zu wenige erreicht.

Die AfD will keine staatlichen Grenzen für Mieten. Stattdessen soll mehr gebaut werden. Menschen mit wenig Geld sollen mehr Wohngeld bekommen. Auch das Leben auf dem Land soll attraktiver werden.

AfD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer für Ersterwerb

Die CDU will Familien den Kauf von selbst genutztem Wohneigentum erleichtern. Beim ersten Erwerb soll ein Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer gelten, wofür der Bund den Ländern eine Öffnungsklausel einräumen müsste. Ergänzend sind ein Baukindergeld des Landes und Mietkaufmodelle geplant.

Wer ein Haus oder eine Wohnung kauft, zahlt eine Steuer. Die CDU will diese Steuer beim ersten eigenen Zuhause senken. Ein Teil des Kaufpreises soll steuerfrei bleiben. Dafür muss der Bund erst ein Gesetz ändern.

Mehr bezahlbaren Wohnraum und Bauland schaffen

Die CDU will mehr bauen, mehr öffentlich geförderte Wohnungen mit gebundenen Mieten schaffen und mehr Bauland ausweisen. Als größtes Hindernis nennt das Programm den Mangel an bebaubaren Grundstücken. Auch der Mieterschutz soll weiterentwickelt werden.

Die CDU will, dass mehr Wohnungen gebaut werden. Es soll mehr Wohnungen mit festen, niedrigen Mieten geben. Städte und Gemeinden sollen leichter Bauland bereitstellen können. Mieter sollen weiter geschützt sein.

Schneller, günstiger und klimaschonend bauen

Die CDU will das Bauen durch neue Verfahren wie seriellen und modularen Bau sowie 3D-Druck schneller, billiger und klimaschonender machen. Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen digital und kürzer werden. Bei den CO2-Zielen soll die Sanierung von Gebäuden mit hohem Energiebedarf im Mittelpunkt stehen.

Die CDU will, dass Bauen schneller und billiger wird. Neue Techniken wie der 3D-Druck sollen dabei helfen. Häuser sollen weniger Energie verbrauchen. Genehmigungen sollen digital und schneller kommen.

CDU: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (+0,3), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 3 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer für Eigenheime

Die FDP will mehr Menschen den Kauf eines eigenen Zuhauses ermöglichen und dafür die Nebenkosten senken. Sobald der Bund es erlaubt, soll ein Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer für selbstgenutztes Wohneigentum kommen. In den meisten Fällen soll dann keine Grunderwerbsteuer mehr anfallen.

Viele Menschen wollen ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung. Beim Kauf zahlt man eine Steuer. Die FDP will diese Steuer für Selbst-Nutzer meist streichen. Das soll vor allem jungen Familien helfen. Außerdem soll mehr und schneller gebaut werden.

Mieter durch sozialen Wohnungskauf zu Eigentümern machen

Die FDP will mehr Mieterinnen und Mietern den Kauf einer Wohnung ermöglichen, auch wenn sie sich das bisher nicht leisten können. Dazu setzt sie auf Darlehen, Zuschüsse und günstigere Zinsen sowie auf eine niedrigere Grunderwerbsteuer.

Die FDP will, dass mehr Mieter eine eigene Wohnung kaufen können. Der Staat soll dabei mit Krediten und Zuschüssen helfen. Auch die Steuer beim Kauf von Häusern und Wohnungen soll sinken. Diese Steuer heißt Grund-Erwerb-Steuer.

Offensive für mehr Bauland starten

Die FDP will deutlich mehr Bauland bereitstellen. Dazu sollen Flächen des Landes genutzt, Baulücken erfasst und das Wachstum von Städten und Gemeinden unterstützt werden.

Die FDP will mehr Flächen zum Bauen. Das Land soll eigene Grundstücke dafür hergeben. Lücken zwischen Häusern sollen erfasst und bebaut werden. Städte sollen auch wachsen dürfen.

Innovative Wohnhochhäuser in angespannten Lagen bauen

Die FDP will in angespannten Wohnungsmärkten und in Stadtteilen mit besonderen Problemen neue Hochhäuser errichten lassen. Sie sollen Wohnraum mit Bildungs- und Teilhabeangeboten verbinden und teils preisgebundene Wohnungen enthalten.

Die FDP will mehr Hochhäuser bauen lassen. Sie sollen dort stehen, wo Wohnungen knapp sind. In den Häusern soll es auch Kitas und kleine Läden geben. Ein Teil der Wohnungen soll günstig sein.

Innovatives und kreislauffähiges Bauen fördern

Die FDP will neue Bautechnologien und Baustoffe stärker fördern, damit günstiger und ressourcenschonender gebaut werden kann. Das Kreislaufprinzip „Cradle to Cradle“ soll auch bei Bauprojekten des Landes gelten.

Die FDP will neue Techniken beim Bauen fördern. Bauen soll billiger werden und weniger Rohstoffe brauchen. Baustoffe sollen später wieder verwendet werden. Das Land soll bei eigenen Gebäuden damit anfangen.

Baugenehmigungen digitalisieren und beschleunigen

Die FDP will Baugenehmigungen schneller erteilen lassen. Dazu sollen die Verfahren vollständig digital ablaufen, Fristen verkürzt und Kommunen bei Personalmangel vom Land unterstützt werden.

Die FDP will, dass Ämter Bauanträge schneller bearbeiten. Die Anträge sollen digital laufen. Das Amt soll in zehn Tagen prüfen, ob alle Unterlagen da sind. Das Land soll Städten mit Personal aushelfen.

Mieterschutzregeln überprüfen und teils abbauen

Die FDP will Regeln zum Mieterschutz auf den Prüfstand stellen und nach Bedarf anpassen. Vorschriften, die sie für nicht nötig hält, sollen wegfallen.

Die FDP will die Regeln zum Schutz von Mietern prüfen. Dazu gehört die Mietpreis-Bremse. Sie begrenzt, wie hoch eine neue Miete sein darf. Regeln, die aus Sicht der FDP unnötig sind, sollen wegfallen.

Wohnraumförderung zielgenauer machen

Die FDP will die öffentliche Förderung für preisgebundenen Wohnraum beibehalten und treffsicherer gestalten. Hindernisse, die den Abruf der Mittel bremsen, sollen beseitigt und zusätzliche private Investitionen angeregt werden.

Das Land gibt Geld für günstige Wohnungen. Die FDP will, dass dieses Geld auch wirklich verbaut wird. Dafür sollen Hindernisse wegfallen. Auch private Geldgeber sollen mehr in günstige Wohnungen stecken.

Bauordnung entschlacken und Baukosten senken

Die FDP will Bauvorschriften weiter lockern, damit durch Umbau, Ausbau und Nachverdichtung mehr Wohnraum entsteht. Außerdem sollen Normen überprüft werden, die das Bauen aus Sicht der Partei verteuern.

Die FDP will weniger Vorschriften beim Bauen. Dann kann man Dächer leichter ausbauen und Wohnungen teilen. Auch die vielen Bau-Normen sollen geprüft werden. So soll Bauen billiger werden.

Mehr Wohnheimplätze für Azubis und Studierende

Die FDP will mehr öffentliches Geld in den Neubau und die Sanierung von Wohnheimen für Studierende und Auszubildende stecken. Das Angebot an günstigen Plätzen sei hinter der Nachfrage zurückgeblieben.

Studierende und Azubis brauchen günstige Zimmer. Die FDP will mehr Wohnheime bauen und alte erneuern lassen. Das Land soll dafür mehr Geld geben. Es soll auch Grundstücke bereitstellen.

Innenstädte und Dorfzentren neu beleben

Die FDP will Stadt- und Dorfzentren zu Orten machen, an denen Handel, Wohnen, Gastronomie und Kultur zusammenkommen. Dazu plant sie eine weitere Innenstadtoffensive, einfacheres Baurecht und Hilfe für den Einzelhandel.

Die FDP will die Mitte von Städten und Dörfern beleben. Dort sollen Läden, Wohnungen, Lokale und Kultur nah beieinander sein. Leere Läden sollen neu genutzt werden. Geschäfte bekommen Hilfe für ihr Angebot im Internet.

Hilfen gegen Wohnungslosigkeit landesweit ausweiten

Die FDP will die Projekte der Landesinitiative „Endlich ein ZUHAUSE!“ auf alle Kreise und kreisfreien Städte ausdehnen. Wohnungslose sollen so in dauerhafte Wohnungen vermittelt und gefährdete Menschen vor dem Verlust ihrer Wohnung bewahrt werden.

Manche Menschen haben keine Wohnung. Die FDP will ihnen überall im Land helfen. Ein Hilfe-Programm des Landes soll es in allen Städten und Kreisen geben. Frauen, junge Leute und Eingewanderte sollen passende Hilfe bekommen.

FDP: alle 12 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Landesbauordnung für flächensparendes, ökologisches Bauen reformieren

Die Grünen wollen die Landesbauordnung ändern, damit Kommunen ökologische Vorgaben machen und bebaute Flächen besser genutzt werden können. Schottergärten und große ebenerdige Parkplätze sollen der Vergangenheit angehören.

Die Grünen wollen die Bau-Regeln im Land ändern. Städte sollen Regeln für umweltfreundliches Bauen machen dürfen. Über Supermärkten sollen Wohnungen entstehen können. Große Parkplätze aus Beton soll es nicht mehr geben.

Ökologische Landesbauordnung und klimaneutrales Bauen

Die Grünen wollen mit einer neuen Landesbauordnung den Bausektor binnen zehn Jahren auf klimaneutrale Bauweisen und kreislauffähige Materialien umstellen. Solaranlagen sollen auf neuen und sanierten Dächern Standard werden. Das Programm begründet dies mit der langen Nutzungsdauer von Gebäuden und ihren Folgen für Klima und Gesundheit.

Gebäude stehen viele Jahrzehnte. Die Grünen wollen deshalb neue Regeln für das Bauen. In zehn Jahren soll man nur noch klimafreundlich bauen. Auf neue und erneuerte Dächer sollen Solaranlagen kommen.

Mieterschutz und Mietpreisbremse ausweiten

Die Grünen wollen alle Möglichkeiten des Landesrechts nutzen, um Mietsteigerungen im günstigen Wohnungsbestand zu begrenzen. Mietpreisbremse und Kappungsgrenze sollen ausgeweitet, Umwandlungen in Eigentumswohnungen in angespannten Märkten beschränkt werden.

In vielen Städten sind Wohnungen teuer. Die Grünen wollen Mieter besser schützen. Mieten sollen nicht so stark steigen dürfen. Miet-Wohnungen sollen seltener zu Eigentums-Wohnungen werden.

Sozialen Wohnungsbau und gemeinwohlorientierte Bodenpolitik stärken

Die Grünen wollen mehr Fördergeld für günstige Wohnungen bereitstellen und deutlich mehr davon pro Jahr schaffen. Öffentliche Grundstücke sollen nicht länger an den Meistbietenden gehen, und eine sozialgerechte Bodennutzung soll Staatsziel in der Landesverfassung werden.

Die Grünen wollen mehr günstige Wohnungen bauen lassen. Dafür soll es mehr Förder-Geld geben. Öffentlicher Boden soll nicht mehr an den gehen, der am meisten zahlt. Neue Wohnungen sollen klima-neutral und barriere-frei sein.

Förderprogramm für generationengerechte Quartiere schaffen

Die Grünen wollen Kommunen helfen, Stadtteile so umzubauen, dass alle Generationen dort selbstbestimmt leben können. Dafür ist ein einheitliches Förderprogramm namens „Quartier inklusiv“ geplant.

Die Grünen wollen Stadtteile für Jung und Alt. Dort soll es Grün, Geschäfte und Treffpunkte in der Nähe geben. Wege und Wohnungen sollen barriere-frei sein. Dafür soll es ein Förder-Programm für Städte und Gemeinden geben.

Wohnungslosigkeit mit „Housing first“ überwinden

Die Grünen wollen Wohnungslosigkeit mit einem landesweiten Aktionsplan bekämpfen und den Ansatz „Housing first“ in ganz NRW ausweiten. Wohnungslose sollen ohne Vorbedingungen eine normale Wohnung bekommen und zusätzlich persönliche Hilfe erhalten.

Manche Menschen haben keine Wohnung. Die Grünen wollen ihnen zuerst eine eigene Wohnung geben. Das nennt man „Housing first“. Dazu gibt es persönliche Hilfe. Städte und Gemeinden sollen dafür Geld und Unterstützung bekommen.

Grüne: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

100.000 neue Wohnungen jährlich, davon 25.000 Sozialwohnungen

Die SPD hält jährlich 100.000 neue Wohnungen im Land für nötig, darunter 25.000 mit sozialer Mietpreisbindung. Zusätzlich plant sie eine neue Fördersäule für gemeinwohlorientierten Wohnungsbau. Ziel ist, dass Mieterhaushalte höchstens 30 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Miete aufwenden.

Wohnungen sind in vielen Orten knapp und teuer. Die SPD will jedes Jahr 100.000 neue Wohnungen. 25.000 davon sollen Sozial-Wohnungen sein. Das sind Wohnungen mit begrenzter Miete. Niemand soll mehr als 30 Prozent vom Einkommen für Miete zahlen.

Landeswohnungsbaugesellschaft gründen, kommunale Träger fördern

Die SPD will eine Wohnungsbaugesellschaft des Landes gründen, die für Kommunen ohne eigenes Wohnungsunternehmen baut und Bestandswohnungen ankauft. Kommunale Wohnungsunternehmen und Genossenschaften sollen bei Gründung und Neubau besonders gefördert werden. Aus Sicht des Programms dämpfen solche Träger das örtliche Mietniveau.

Das Land soll eine eigene Firma für Wohnungs-Bau gründen. Sie baut Wohnungen für Städte ohne eigene Wohnungs-Firma. Sie kauft auch vorhandene Wohnungen. So sollen Mieten bezahlbar bleiben. Städtische Wohnungs-Firmen und Genossenschaften sollen mehr Förderung bekommen.

Baugenehmigungen beschleunigen, Bundesgrundstücke nutzen

Die SPD will Planungs- und Genehmigungsverfahren digitalisieren und verkürzen, damit mehr Wohnungen entstehen. Die Kommunen sollen mehr Geld für Personal in ihren Bauämtern bekommen. Grundstücke des Bundes im Land sollen für preisgebundenen Wohnungsbau genutzt werden.

Bauen dauert oft lange. Die SPD will Genehmigungen schneller und digital machen. Die Städte sollen mehr Geld für ihre Bau-Ämter bekommen. Auf Grundstücken vom Bund sollen günstige Wohnungen entstehen.

Leerstand nutzen und Gebäude klimagerecht modernisieren

Die SPD will leerstehende Wohn- und Gewerbegebäude wieder nutzbar machen und Kommunen beim Vorgehen gegen verwahrloste Immobilien unterstützen. Sanierungsbedürftige Gebäude sollen modernisiert werden, vor allem mit Blick auf die Klimaziele. Das Bottroper Projekt „Innovation City“ soll dafür landesweit als Vorbild dienen.

Manche Häuser stehen leer oder verfallen. Die SPD will, dass sie wieder genutzt werden. Die Städte sollen Hilfe gegen verfallene Häuser bekommen. Alte Gebäude sollen erneuert werden. Das soll auch dem Klima helfen.

Mieterschutz per Landesverordnungen ausweiten

Die SPD will Nordrhein-Westfalen zum „Mieterschutzland“ machen und dafür alle Spielräume des Bundesrechts nutzen. Mieterschützende Regeln sollen in mehr Kommunen gelten, unter anderem durch eine Kappungsgrenzenverordnung, eine Umwandlungsverordnung und eine leichter anwendbare Mietpreisbremse.

Die SPD will Mieter besser schützen. Mieten sollen nicht mehr so schnell steigen. Dafür soll das Land neue Regeln machen. Diese Regeln sollen in mehr Städten und Gemeinden gelten.

Kurzzeitvermietung begrenzen und Wohnungsaufsicht stärken

Die SPD will die kurzzeitige Vermietung von Wohnungen, etwa an Touristen, zeitlich beschränken und dafür das Wohnraumstärkungsgesetz überarbeiten. Außerdem soll die öffentlich-rechtliche Wohnungsaufsicht wieder mehr Gewicht beim Schutz von Mieterrechten bekommen.

Manche Wohnungen werden nur kurz an Touristen vermietet. Die SPD will das zeitlich begrenzen. Dafür soll ein Gesetz geändert werden. Die Städte sollen außerdem bei schweren Verstößen gegen Mieter-Rechte eingreifen können.

Wohneigentum stärker fördern

Die SPD will mehr Menschen den Erwerb von Wohneigentum ermöglichen und die Förderung dafür ausweiten. Wer erstmals eine selbst genutzte Immobilie kauft, soll die Grunderwerbsteuer über ein Landesprogramm ausgeglichen bekommen, vor allem Familien mit Kindern. Das Programm begründet dies damit, dass Eigentum auch Altersvorsorge und Teil des sozialdemokratischen Aufstiegsversprechens sei.

Die SPD will, dass mehr Menschen ein eigenes Zuhause kaufen können. Dafür soll es mehr Förderung geben. Beim ersten eigenen Haus soll das Land die Steuer auf den Kauf ausgleichen. Das soll besonders Familien mit Kindern helfen.

Landes-Bodenfonds mit Vergabe in Erbpacht einrichten

Die SPD will mit einer gemeinwohlorientierten Bodenpolitik die Baukosten senken und dafür einen Bodenfonds des Landes schaffen. Das Land soll Grundstücke treuhänderisch für die Kommunen kaufen, baureif machen und nur in Erbpacht zu günstigem Zins für Wohnzwecke vergeben. Landeseigene Flächen sollen vorrangig für mietpreisgebundene Wohnungen bereitstehen.

Die SPD will einen Boden-Fonds gründen. Das Land kauft damit Grundstücke für die Städte und Gemeinden. Diese Grundstücke werden nicht verkauft, sondern günstig verpachtet. So sollen dort bezahlbare Wohnungen entstehen.

Grundsteuer C und kommunale Baulandinstrumente ermöglichen

Die SPD will den Kommunen erlauben, eine Grundsteuer C auf unbebaute Grundstücke zu erheben, um Bodenspekulation einzudämmen und Bauland zu mobilisieren. Zudem sollen die Möglichkeiten des Baulandmobilisierungsgesetzes in Nordrhein-Westfalen genutzt und vor allem finanzschwache Kommunen dabei unterstützt werden, Baugebiete selbst zu entwickeln.

Manche Besitzer lassen Grundstücke leer und warten auf höhere Preise. Die SPD will das erschweren. Städte und Gemeinden sollen dafür eine eigene Steuer auf leere Grundstücke erheben dürfen. Arme Gemeinden sollen Hilfe bekommen, damit sie selbst Bauland entwickeln können.

Programm „Umbau statt Neubau“ auflegen

Die SPD will mit einem großen Programm den Umbau und die Sanierung bestehender Gebäude dem Neubau vorziehen. Begründet wird dies damit, dass der größte Klimaschaden eines Hauses beim Bau entstehe und Umbau oft Ressourcen schone. Energetische Sanierung, Modernisierung und altersgerechter Umbau sollen stärker gefördert werden.

Die SPD will alte Häuser lieber umbauen als neue bauen. Das schont nach Meinung der SPD das Klima und spart Geld. Das Land soll Umbau und Sanierung stärker fördern. Auch Umbauten für ältere Menschen sollen mehr Geld bekommen.

Masterplan Innenstadt und 1.000 Spielplätze

Die SPD will mit einem „Masterplan Innenstadt“ Ortszentren beleben und dort Handel, Arbeit, Wohnen, Kultur, Handwerk und Gastronomie mischen. Zusätzlich plant sie ein Landesprogramm für 1.000 Spielplätze, an dessen Umsetzung Kinder und Jugendliche beteiligt werden sollen.

Die SPD will die Innenstädte wieder lebendiger machen. Dort soll es Läden, Arbeit, Wohnungen, Kultur und Restaurants geben. Außerdem soll das Land 1.000 Spielplätze fördern. Kinder und Jugendliche sollen dabei mitreden.

Wohnungslosigkeit mit „Housing First“ bekämpfen

Die SPD will Wohnungslosigkeit nach dem Ansatz „Housing First“ angehen. Wohnungslose sollen zuerst eine eigene Wohnung bekommen, ohne dafür Hilfsangebote annehmen zu müssen.

Die SPD will Menschen ohne Wohnung helfen. Diese Menschen sollen zuerst eine eigene Wohnung bekommen. Sie müssen dafür keine Hilfe annehmen. Sie entscheiden selbst, welche Hilfe sie wollen.

SPD: alle 12 Punkte mit Zitat und Seitenzahl