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Was sagen die Parteien in Berlin zum Wohnen?

5 aktuelle Wahlprogramme in Berlin haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026

  • Wirtschaftausgewogen (+0,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 1 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Einheimische bei gefördertem Wohnraum bevorzugen

Die AfD will geförderte Wohnungen vorrangig an Menschen vergeben, die in Berlin geboren sind oder seit vielen Jahren dort leben. Dazu soll ein Punktesystem dienen, außerdem ein eigenes Sonderbaurecht für Einheimische. Das Programm begründet das damit, dass langjährige Berliner bei der Wohnungssuche benachteiligt seien.

Die AfD will geförderte Wohnungen zuerst an Berliner geben. Gemeint sind Menschen, die in Berlin geboren sind oder schon lange dort wohnen. Ein Punkte-System soll die Vergabe regeln. Für Einheimische soll man auch leichter bauen dürfen.

Private Investitionen erleichtern, Milieuschutz begrenzen

Die AfD will den Bau von Mietwohnungen durch weniger Regulierung ankurbeln und setzt dabei auf private Wohnungsunternehmen. Enteignungen lehnt sie ab, den Milieuschutz will sie einschränken. Aus Sicht des Programms dämpft ein großes Wohnungsangebot die Mieten am besten.

Die AfD will weniger Regeln für den Wohnungs-Bau. Private Firmen sollen mehr Miet-Wohnungen bauen. Die AfD ist gegen die Enteignung von Wohnungs-Firmen. Enteignung heißt: Der Staat nimmt jemandem sein Eigentum weg. Auch der Milieu-Schutz soll weniger streng sein.

Mietzuschüsse zahlen und Fehlbelegungsabgabe wieder einführen

Die AfD will Menschen mit Wohnberechtigungsschein Zuschüsse zur Miete zahlen, damit sie auf dem freien Markt eine Wohnung finden. Sie setzt damit auf die Förderung von Personen statt von Gebäuden. Wer in einer Sozialwohnung lebt, ohne bedürftig zu sein, soll wieder eine Abgabe zahlen.

Die AfD will Geld für die Miete direkt an Menschen zahlen. Das gilt für Menschen mit einem Wohn-Berechtigungs-Schein. Sie sollen damit selbst eine Wohnung mieten können. Wer nicht mehr arm ist und in einer Sozial-Wohnung wohnt, soll extra zahlen.

Heizkostenabrechnungen transparent machen und Nachforderungen deckeln

Die AfD will, dass Mieter in der Heizkostenabrechnung alle Kostenbestandteile sehen und Anbieter vergleichen können. Landeseigene Wohnungsunternehmen sollen ihre Energie so einkaufen, dass kurzfristige Börsenpreise nicht durchschlagen. Anlass sind laut Programm hohe Nachzahlungen, deren Ursachen für Mieter nicht nachvollziehbar seien.

Die AfD will klare Abrechnungen für die Heiz-Kosten. Mieter sollen alle Kosten genau sehen können. Die Wohnungs-Firmen des Landes sollen Energie anders einkaufen. Hohe Nachzahlungen sollen eine Grenze bekommen.

Wohneigentum und Genossenschaften stärker fördern

Die AfD will mehr Berlinern zu Wohneigentum verhelfen, mit öffentlichen Bürgschaften und einer Befreiung von der Grunderwerbsteuer beim ersten selbst genutzten Kauf. Investoren von außerhalb des Euro-Raums sollen dagegen 20 Prozent zahlen. Auch Wohnungsgenossenschaften sollen stärker gefördert werden.

Die AfD will, dass mehr Berliner eine eigene Wohnung besitzen. Das Land soll beim Kredit mit einer Bürgschaft helfen. Eine Bürgschaft heißt: Das Land haftet für den Kredit mit. Beim ersten Kauf soll eine Steuer wegfallen. Auch Genossenschaften sollen mehr Hilfe bekommen.

Bauordnung vereinfachen und Dämmstandards absenken

Die AfD will Baugenehmigungen beschleunigen, indem sie die Berliner Bauordnung verschlankt. Die Vorgaben zur Gebäudedämmung sollen auf den Stand der frühen 2000er-Jahre zurückgehen, weil Kosten und Aufwand aus Sicht des Programms den Nutzen übersteigen. Neue Landespflichten wie das Nachrüsten von Solaranlagen lehnt sie ab.

Die AfD will, dass man in Berlin schneller bauen kann. Dafür soll es weniger Bau-Regeln geben. Häuser sollen weniger stark gedämmt werden müssen. Eine Pflicht zu Solar-Anlagen auf alten Häusern lehnt die AfD ab.

Kleingärten und Wochenendsiedlungen sichern

Die AfD will Kleingartenanlagen in der Innenstadt dauerhaft erhalten und rechtlich absichern. Auch Wochenendsiedlungen sollen geschützt werden. Wegen wachsender sozialer Not sollen deren Nutzer dort für eine begrenzte Zeit dauerhaft wohnen dürfen.

Die AfD will die Klein-Gärten in Berlin erhalten. Bebauungs-Pläne sollen die Gärten schützen. Auch Wochenend-Siedlungen sollen bleiben. Menschen sollen dort 20 Jahre lang fest wohnen dürfen.

AfD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 2 ausgewogen, 4 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Mietpreisprüfstelle und Mieterschutz stärken

Die CDU will bestehende Mieterrechte konsequenter durchsetzen und die Mietpreisprüfstelle zu einer Stelle ausbauen, die Verstöße auch ahndet. Aus Sicht des Programms liegt starker Mieterschutz vor allem in der Durchsetzung geltenden Rechts.

Die CDU will Mieter besser schützen. Es gibt eine Mietpreis-Prüfstelle. Sie prüft, ob Mieten erlaubt sind. Diese Stelle soll mehr Personal bekommen. Sie soll Verstöße auch bestrafen.

Enteignungen und Mietendeckel ablehnen

Die CDU lehnt die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen und einen Mietendeckel ab. Solche Eingriffe würden aus ihrer Sicht Investitionen abschrecken, Neubau verhindern und Wohnungssuchende benachteiligen. Stattdessen setzt sie auf mehr Neubau und Mieterschutz.

Die CDU ist gegen Enteignungen von Wohnungs-Firmen. Sie ist auch gegen einen Mietendeckel. Das ist eine feste Obergrenze für Mieten. Die CDU meint: Dann wird weniger gebaut. Sie will lieber mehr Wohnungen bauen.

Rechte von Untermietern stärken

Die CDU will verbindliche Regeln für Untervermietung in angespannten Märkten schaffen und Untermieter gegenüber Hauptmietern besser schützen. Ziel ist, Missbrauch zu verhindern und mehr Transparenz herzustellen.

Manche Menschen wohnen zur Untermiete. Sie mieten von einem anderen Mieter. Die CDU will sie besser schützen. Es soll klare Regeln geben. Sie sollen wissen dürfen, was der Hauptmieter zahlt.

Einkommen in Sozialwohnungen regelmäßig prüfen

Sozialwohnungen sollen nach dem Willen der CDU gezielt Bedürftigen zugutekommen. Bei Neuvermietungen soll das Einkommen regelmäßig geprüft werden; wer die Grenzen überschreitet, zahlt einen Mietzuschlag.

Sozialwohnungen sollen an Menschen gehen, die sie brauchen. Die CDU will das Einkommen der Mieter regelmäßig prüfen. Wer zu viel verdient, zahlt mehr Miete. Das Geld soll in neue Sozialwohnungen fließen.

Eigentumsbonus und Grunderwerbsteuer-Erlass für Ersterwerber

Die CDU will den Ersterwerb selbstgenutzten Wohneigentums fördern, vor allem für Familien. Vorgesehen sind ein Zuschuss, ein Mietkauf-Modell bei landeseigenen Wohnungen und eine deutliche Senkung der Grunderwerbsteuer. Eigentum gilt im Programm als Aufstiegsversprechen und Altersvorsorge.

Die CDU will, dass mehr Menschen eine eigene Wohnung kaufen. Wer zum ersten Mal kauft, soll Geld bekommen. Pro Erwachsenem gibt es 10.000 Euro. Pro Kind gibt es 5.000 Euro. Auch die Steuer beim Kauf soll sinken.

Vergabe landeseigener Wohnungen auf soziale Mischung ausrichten

Die CDU will die Belegung landeseigener Wohnungen stärker an einer sozialen Durchmischung der Quartiere ausrichten. Die heutige Konzentration auf Haushalte mit Transferleistungen hält sie für nicht nachhaltig. Zudem will sie Wohnungstausch und Familienwohnen fördern.

Die CDU will gemischte Nachbarschaften. Landeseigene Wohnungen sollen an viele verschiedene Menschen gehen. Auch Familien mit zwei Einkommen sollen Chancen haben. Ältere Menschen sollen leichter in kleinere Wohnungen ziehen können. Dann werden große Wohnungen für Familien frei.

Genossenschaften und gemeinnützige Träger stärker fördern

Die CDU will den gemeinwohlorientierten Wohnungssektor ausbauen und Genossenschaften, kirchliche Träger und Stiftungen gezielt fördern. Angestrebt werden mindestens 1.000 neue Genossenschaftswohnungen pro Jahr. Zudem soll der Einstieg in Genossenschaften günstiger werden.

Genossenschaften sind Wohnungs-Gemeinschaften. Die Mitglieder besitzen die Häuser zusammen. Die CDU will sie stärker fördern. Jedes Jahr sollen mindestens 1.000 neue Wohnungen entstehen. Der Kauf von Anteilen soll günstiger werden.

100.000 Wohnungen bis 2031, Bauregeln vereinfachen

Die CDU will mit einer Wohnoffensive bis 2031 insgesamt 100.000 neue Wohnungen schaffen. Dazu sollen ein standardisiertes Berliner Mehrfamilienhaus eingeführt, Verfahren verkürzt und Vorgaben aus Umwelt-, Arten- und Denkmalschutz auf das rechtlich nötige Minimum begrenzt werden.

Die CDU will bis 2031 100.000 neue Wohnungen. Es soll ein Standard-Haus für Berlin geben. Solche Häuser sollen schneller genehmigt werden. Anträge sollen digital werden. Regeln für Umwelt und Denkmäler sollen nicht strenger sein als nötig.

Landeseigene Wohnungsbestände auf 500.000 ausbauen

Die CDU will den Bestand der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften auf 500.000 Wohnungen erhöhen. Dafür sollen die Gesellschaften zusätzliches Eigenkapital und verlässliche Rahmenbedingungen erhalten.

Berlin besitzt eigene Wohnungs-Firmen. Sie sollen künftig 500.000 Wohnungen haben. Das Land soll ihnen mehr Geld geben. Damit sollen sie bauen und sanieren.

Tempelhofer Feld am Rand bebauen

Die CDU will die Ränder des Tempelhofer Feldes bebauen und dort über 20.000 Wohnungen schaffen. Die Freifläche selbst soll für Sport, Freizeit, Kultur und Erholung bleiben und weiterentwickelt werden.

Die CDU will am Rand vom Tempelhofer Feld bauen. Dort sollen über 20.000 Wohnungen entstehen. Etwa 50.000 Menschen sollen dort wohnen. Die große Wiese in der Mitte soll bleiben. Dort sollen Menschen weiter Sport machen und sich erholen.

CDU: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 24 Punkten

    Punkte je Stufe: 9 deutlich mehr Staat, 14 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,9), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 6 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Energetische Sanierung ohne Verdrängung voranbringen

Die Grünen wollen, dass deutlich mehr Gebäude energetisch saniert werden, ohne dass Mieterinnen und Mieter verdrängt werden. Ein Stufenmodell soll Eigentümer verpflichten, zuerst die Häuser mit dem schlechtesten energetischen Zustand anzugehen, und die Umlage auf die Miete stärker begrenzen. Die Kosten sollen fair auf Vermieter, öffentliche Hand und Mieter verteilt werden.

Die Grünen wollen, dass mehr Häuser saniert werden. Dann brauchen die Häuser weniger Energie zum Heizen. Eigentümer sollen mit den schlechtesten Häusern anfangen müssen. Die Miete soll dadurch nicht so stark steigen. Niemand soll deshalb seine Wohnung verlieren.

Wohnungsmarkt am Gemeinwohl ausrichten

Die Grünen wollen das in der Landesverfassung verankerte Recht auf angemessenen Wohnraum durchsetzen und dafür alle Gesetzgebungsmöglichkeiten des Landes nutzen. Im Blick stehen vor allem große, auf Rendite ausgerichtete Wohnungsunternehmen. Langfristig soll die Mehrheit des Wohnungsmarktes nach Wiener Vorbild gemeinwohlorientiert sein.

Jeder Mensch in Berlin soll eine passende Wohnung haben. Die Grünen wollen Mieter besser schützen. Zum Beispiel vor zu hohen Mieten und vor Kündigung. Vor allem große Wohnungs-Firmen sollen sich an strenge Regeln halten. Die Stadt soll ihren Boden behalten und nicht verkaufen.

Bezahlbare-Mieten-Gesetz für größere Vermieter einführen

Die Grünen wollen Vermieter mit mehr als 50 Wohnungen per Gesetz verpflichten, einen Teil ihrer Wohnungen günstig anzubieten und Geld für die Instandhaltung zurückzulegen. Bei Verstößen sollen Treuhänder eingesetzt und Gewinne abgeschöpft werden. Wer sich wiederholt weigert, soll seine Wohnungen verkaufen müssen.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz für große Vermieter. Es gilt ab 50 Wohnungen. Diese Vermieter müssen einen Teil der Wohnungen günstig vermieten. Sie müssen auch Geld für Reparaturen sparen. Wer sich nicht daran hält, bekommt harte Strafen.

Volksentscheid zur Vergesellschaftung umsetzen

Die Grünen wollen den Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ weiter voranbringen und die Initiative unterstützen. Das Programm hält eine Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände für rechtlich möglich und finanzierbar. Dem bisherigen Senat wirft es vor, die Umsetzung verschleppt zu haben.

Die Berliner haben für die Enteignung großer Wohnungs-Firmen gestimmt. Die Grünen wollen diese Abstimmung umsetzen. Sie unterstützen die Initiative dahinter. Die Partei sagt: Das ist rechtlich möglich. Und Berlin kann es bezahlen.

Zweckentfremdung und Leerstand schärfer ahnden

Die Grünen wollen das Zweckentfremdungsverbot verschärfen und besser durchsetzen. Für Zweckentfremdung soll ein Mindestbußgeld von 50.000 Euro gelten, und leerstehender Wohnraum soll nach sechs Monaten unter Zwangsverwaltung kommen können. Außerdem soll der Milieuschutz ausgeweitet werden.

Wohnungen sollen zum Wohnen da sein. Die Grünen wollen illegale Ferien-Wohnungen stoppen. Dafür soll es mindestens 50.000 Euro Bußgeld geben. Steht eine Wohnung sechs Monate leer, kann der Staat sie verwalten. Am Ende kann die Wohnung auch an die Allgemeinheit gehen.

Abriss von Wohnraum verbieten, Umbau fördern

Die Grünen wollen den Abriss von Mehrfamilienhäusern grundsätzlich verbieten und ihn zusätzlich beobachten lassen. Zugleich soll es leichter werden, bestehende Gebäude zu Wohnraum umzubauen. Ein Förderprogramm soll die Umwandlung von Büros in Wohnungen voranbringen.

Die Grünen wollen den Abriss von Wohn-Häusern verbieten. Sie sagen: Oft reißt man Häuser ab, um teure neue zu bauen. Der Umbau alter Gebäude soll leichter werden. Aus Büros sollen Wohnungen werden. Dafür soll es Förder-Geld geben.

Umwandlung und Eigenbedarfskündigungen eindämmen

Die Grünen wollen eine Ankaufsagentur für umgewandelte Wohnungen aufbauen und Eigenbedarfskündigungen behördlich kontrollieren. Ein zentrales Kataster und ein Abgleich mit Meldedaten sollen vorgetäuschten Eigenbedarf aufdecken. Mieterberatung und Mietpreisprüfung sollen ausgebaut werden.

Manche Vermieter kündigen, weil sie selbst einziehen wollen. Das heißt Eigenbedarf. Die Grünen wollen das genauer prüfen. Ein Amt soll alle diese Kündigungen sammeln. Außerdem soll Berlin Wohnungen kaufen, damit Mieter bleiben können.

Genossenschaften mit einem Pakt stärker fördern

Die Grünen wollen Wohnungsgenossenschaften stärker fördern, statt den Erwerb von Wohneigentum zu bezuschussen. Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen sollen Hilfe beim Kauf von Genossenschaftsanteilen bekommen. Ein „Genossenschaftspakt Berlin“ soll Bürokratie, Finanzierung und Zugang zu Grundstücken regeln.

Eine Genossenschaft gehört ihren Mitgliedern. Wer dort wohnt, wohnt sicher. Die Grünen wollen Genossenschaften mehr fördern. Menschen mit wenig Geld sollen Hilfe beim Kauf von Anteilen bekommen. Berlin soll Genossenschaften auch Grundstücke geben.

Mietrecht im Bund reformieren, Mietendeckel ermöglichen

Die Grünen wollen sich im Bund für eine Reform von Mietrecht und Baugesetzbuch einsetzen. Kernpunkte sind ein Mietendeckel, eine dauerhafte Mietpreisbremse mit Sanktionen und ein Verbot neuer Indexmieten. Auch die Berechnung der Bodenrichtwerte und der Diskriminierungsschutz am Wohnungsmarkt sollen geändert werden.

Viele Miet-Regeln macht der Bund. Die Grünen wollen diese Regeln ändern. Berlin soll die Mieten deckeln dürfen. Mieten, die mit den Preisen steigen, sollen bei neuen Verträgen verboten sein. Mieter sollen besser vor Kündigung geschützt sein.

Landeseigene Wohnungsunternehmen sozial ausrichten

Die Grünen wollen den landeseigenen Wohnungsunternehmen verbindliche Gemeinwohlziele vorgeben und ihre Führung stärker vom Parlament kontrollieren lassen. Die Unternehmen sollen finanziell gestärkt werden, damit Sozialwohnungen und energetische Modernisierung ohne weitere Mieterhöhungen möglich sind. Mieter sollen mehr mitentscheiden dürfen.

Berlin gehören fast 400.000 Wohnungen. Die Grünen wollen feste soziale Ziele für diese Wohnungs-Firmen. Das Parlament soll sie besser kontrollieren. Berlin soll den Firmen mehr Geld geben. Mieter sollen mehr mitreden können.

Landeseigene Wohnungsunternehmen sozialer ausrichten

Die Grünen wollen, dass die landeseigenen Wohnungsunternehmen mehr Wohnungen an Haushalte mit wenig Geld und an besonders schutzbedürftige Gruppen vergeben. Mieterhöhungen sollen dort durch einen „Mietendimmer“ gebremst werden, auch nach Klimaschutz-Modernisierungen.

Berlin besitzt eigene Wohnungs-Firmen. Die Grünen wollen: Diese Firmen sollen mehr Wohnungen an arme Menschen geben. Die Mieten sollen dort langsamer steigen. Auch nach einer Sanierung für das Klima soll die Miete nicht stark steigen.

Privatisierungsbremse in der Landesverfassung verankern

Die Grünen wollen den Verkauf kommunaler Wohnungen durch eine Regel in der Berliner Verfassung erschweren. Das Programm begründet dies mit dem früheren Verkauf von mehr als 200.000 kommunalen Wohnungen, den es als historischen Fehler bezeichnet.

Berlin hat früher viele eigene Wohnungen verkauft. Die Grünen nennen das einen Fehler. Sie wollen eine neue Regel in der Berliner Verfassung. Die Regel soll solche Verkäufe bremsen.

Soziale Gewerbemieten und Quartiersarbeit ausbauen

Die Grünen wollen leere Erdgeschossflächen der landeseigenen Unternehmen zu begrenzten Mieten an soziale und kulturelle Nutzer geben. Zugleich sollen Nachbarschaften durch mehr Beteiligung und Quartiersarbeit gestärkt werden, besonders in Großwohnsiedlungen.

Manche Läden im Erdgeschoss stehen leer. Die Grünen wollen sie günstig vermieten. Zum Beispiel an Jugend-Treffs, Künstler und Nachbarschafts-Gruppen. Auch die Arbeit in den Wohnvierteln soll mehr Geld und Hilfe bekommen.

Nachverdichtung maßvoll und flächensparend gestalten

Die Grünen wollen neuen Wohnraum vor allem im Bestand und auf bereits versiegelten Flächen schaffen. Grüne Innenhöfe und unversiegelte Flächen sollen erhalten bleiben; neue Bürotürme gegen den Willen von Bezirken und Nachbarschaften lehnt die Partei ab.

Die Grünen wollen neue Wohnungen bauen. Aber nicht auf Wiesen oder in grünen Höfen. Gebaut werden soll auf Lücken, Brachen und Parkplätzen. Über Supermärkten sollen Wohnungen entstehen. Hohe Büro-Türme gegen den Willen der Nachbarn lehnen die Grünen ab.

Wohnberatung und teilbare Wohnungen fördern

Die Grünen wollen vorhandenen Wohnraum besser nutzen, indem vor allem ältere Menschen bei Umbau, Wohnungsteilung oder Umzug beraten werden. Neubauten sollen möglichst viele Wohnungen enthalten, die sich teilen oder zusammenlegen lassen.

Im Alter brauchen viele Menschen eine andere Wohnung. Die Grünen wollen dabei mit Beratung helfen. Zum Beispiel beim Umbau oder beim Umzug in der Nähe. Neue Wohnungen sollen sich teilen und zusammenlegen lassen.

Öffentlichen Boden per Gesetz dauerhaft sichern

Die Grünen wollen Grundstücke des Landes nicht mehr verkaufen und dies in einem Bodensicherungsgesetz festlegen. Flächen sollen angekauft, per Erbbaurecht vergeben und nach dem besten Konzept statt nach dem höchsten Preis vergeben werden.

Berlin soll sein Land nicht mehr verkaufen. Das soll in einem Gesetz stehen. Das Land soll auch neue Flächen kaufen. Wer ein Grundstück nutzen darf, entscheidet die beste Idee. Nicht das meiste Geld.

Sozialwohnungsquote bei Bauprojekten auf 50 Prozent erhöhen

Die Grünen wollen, dass bei neuen Bauvorhaben nach dem Berliner Modell die Hälfte der Wohnungen mietpreisgebunden ist. Zusätzlich sollen Anteile für bezahlbare Gewerberäume und für Kultur- und Kreativräume vorgeschrieben werden.

Wer in Berlin ein großes Bau-Projekt plant, muss günstige Wohnungen bauen. Die Grünen wollen: Die Hälfte der Wohnungen soll günstig sein. Auch günstige Räume für Betriebe und Kultur sollen entstehen.

Bauordnung modernisieren und ökologisch bauen

Die Grünen wollen die Bauordnung so ändern, dass serielles und klimagerechtes Bauen sowie Umbauten leichter und günstiger werden. Bei Neubau und Sanierung sollen nachwachsende und CO2-arme Baustoffe verwendet werden.

Die Grünen wollen die Regeln fürs Bauen einfacher machen. Bauen und Umbauen soll schneller und billiger werden. Häuser sollen aus Holz, Lehm oder Stroh entstehen. Das soll dem Klima helfen.

Neue Quartiere klimaneutral und ohne Neuversiegelung planen

Die Grünen wollen neue Stadtquartiere klimaneutral, gemischt genutzt und mit kurzen Wegen entwickeln. Bis 2030 soll unter dem Strich keine zusätzliche Fläche mehr versiegelt werden.

Neue Wohnviertel sollen gut für das Klima sein. Kita, Schule, Läden und Bus sollen nah sein. Sie sollen von Anfang an da sein. Ab 2030 soll Berlin unterm Strich keinen neuen Boden mehr zubauen.

Gebäude erhalten und Quartiere gemeinschaftlich planen

Die Grünen wollen vorhandene Gebäude umbauen statt abreißen und sprechen von einer Bauwende. Neue Quartiere sollen mit gemeinwohlorientierten Partnern und Genossenschaften entstehen und Plätze, Grünflächen, Sport und soziale Einrichtungen von Beginn an enthalten.

Die Grünen wollen alte Häuser nicht abreißen. Sie wollen die Häuser umbauen. Neue Wohn-Viertel sollen Plätze, Grün und Sport-Flächen haben. Genossenschaften sollen beim Bauen mitmachen. Kinder und Jugendliche sollen mitreden.

Wohnungsmarkt mit Brandenburg gemeinsam entwickeln

Die Grünen wollen den Wohnungsmarkt der Region Berlin-Brandenburg als gemeinsamen Markt behandeln. Berliner Wohnungsunternehmen sollen auch in kleineren Umlandgemeinden bauen und sanieren, und Bus, Bahn und Radwege sollen entlang der Siedlungsachsen ausgebaut werden.

Die Grünen denken beim Wohnen auch an Brandenburg. Berliner Wohnungs-Firmen sollen auch im Umland bauen und Häuser erneuern. Orte mit leeren Wohnungen sollen Hilfe bekommen. Busse und Bahnen ins Umland sollen besser werden.

Geplante Stadtquartiere zügig bauen

Die Grünen wollen die Stadtquartiere bauen, die seit Jahren geplant oder fertig geplant sind, statt über neue Flächen zu diskutieren. Aus Sicht der Partei fehlt es Berlin nicht an Flächen, sondern an der Umsetzung. Pläne, die ökologisch wichtige Flächen versiegeln würden, sollen überprüft und geändert werden.

Die Grünen wollen geplante Wohn-Viertel jetzt wirklich bauen. Viele Pläne liegen schon seit Jahren fertig vor. Neue Debatten über weitere Flächen lehnen sie ab. Wichtige Natur-Flächen sollen aber frei bleiben.

Zwangsräumungen nur mit Ersatzwohnung zulassen

Die Grünen wollen Wohnungsverlust verhindern, um Wohnungslosigkeit vorzubeugen. Zwangsräumungen sollen nur noch möglich sein, wenn eine Ersatzwohnung bereitsteht. Die Regeln für übernommene Wohnkosten im Sozialleistungsbezug sollen so geändert werden, dass die tatsächlichen Mieten gedeckt sind.

Die Grünen wollen, dass Menschen ihre Wohnung behalten. Niemand soll ohne Ersatz-Wohnung geräumt werden. Im Winter soll es möglichst keine Räumungen geben. Das Amt soll die echten Mietkosten besser übernehmen.

Unterbringung Wohnungsloser verbessern und gemeinnützig organisieren

Die Grünen wollen wohnungslose Menschen in reguläre Wohnungen vermitteln und die Unterkünfte bis dahin verbessern. Ein Landesamt für Unterbringung soll die Plätze koordinieren, und auf lange Sicht sollen nur gemeinnützige Anbieter unterbringen dürfen. Der sogenannte Geschützte Wohnungsmarkt soll wachsen.

Die Grünen wollen bessere Unterkünfte für Menschen ohne Wohnung. Ein neues Amt soll die Plätze verteilen. Später sollen nur noch gemeinnützige Träger Unterkünfte betreiben. Gemeinnützig heißt: Sie machen keinen Gewinn. Mehr Menschen sollen eine normale Wohnung bekommen.

Büroneubau stoppen und Leerstand zu Wohnungen umbauen

Die Grünen wollen vorerst keine neuen Bürogebäude mehr genehmigen. Leerstehende Büros sollen mit einem neuen Förderprogramm zu bezahlbaren Wohnungen werden. Das Programm verweist auf über 2,2 Millionen Quadratmeter ungenutzter Bürofläche in Berlin.

In Berlin stehen viele Büros leer. Die Grünen wollen daraus Wohnungen machen. Dafür soll es Geld vom Land geben. Neue Büro-Häuser soll es vorerst nicht geben.

Wohnen, Gesundheit und Sport barrierefrei machen

Die Grünen wollen mehr barrierefreie Wohnungen schaffen und gemeinschaftliche Wohnformen fördern. Auch Praxen, Kliniken und Sportstätten sollen nach und nach für Menschen mit Behinderungen zugänglich werden.

Berlin soll mehr Wohnungen ohne Hindernisse bekommen. Auch Kranken-Häuser und Sport-Hallen sollen für alle zugänglich werden. In Wohn-Heimen soll es mehr Schutz vor Gewalt geben. Es soll mehr Sport-Angebote für Menschen mit Behinderungen geben.

Wohnraum für Azubis und Studierende sichern

Die Grünen wollen ein Azubiwerk aufbauen, das günstige Wohnheime für Auszubildende betreibt, und das Studierendenwerk Berlin finanziell stärken. Ein Pakt von Bund und Ländern soll die Studierendenwerke bundesweit absichern. Studiengebühren lehnt die Partei für alle Studierenden ab.

Azubis und Studierende brauchen günstige Wohnungen. Ein Azubi-Werk soll Wohnheime für Azubis betreiben. Das Studierenden-Werk soll mehr Geld bekommen. Das Essen in der Mensa soll bezahlbar bleiben. Studieren soll keine Gebühren kosten.

Grüne: alle 27 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Linke

Programm zur Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,3), aus 43 Punkten

    Punkte je Stufe: 12 deutlich mehr Staat, 31 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Bürgerrechte zuerst (-2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 6 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Mietendeckel für landeseigene Wohnungen einführen

Die Linke will für die rund 400.000 Wohnungen der landeseigenen Wohnungsunternehmen einen Mietendeckel beschließen. Zunächst soll ein Jahr lang keine Miete steigen, danach sollen Erhöhungen gesetzlich auf ein Prozent pro Jahr begrenzt sein. Das Programm begründet das damit, dass sich viele Mieterinnen und Mieter die jüngsten Erhöhungen nicht mehr leisten könnten.

Berlin besitzt eigene Wohnungs-Firmen. Die Linke will dort die Mieten begrenzen. Ein Jahr lang soll keine Miete steigen. Danach darf die Miete nur um 1 Prozent im Jahr steigen. Sehr hohe Mieten sollen sinken.

Landeseigene Wohnungen an Bedürftige und Wohnungslose vergeben

Die Linke will frei werdende Wohnungen der landeseigenen Unternehmen vorrangig an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein und an wohnungslose Menschen vergeben. Zwangsräumungen wegen Mietschulden sollen dort nicht mehr stattfinden. Das Programm will damit erreichen, dass Betroffene nicht länger in Notunterkünften bleiben müssen.

Die Linke will freie Wohnungen der Stadt anders verteilen. Menschen mit wenig Geld sollen sie zuerst bekommen. Auch Menschen ohne Wohnung sollen mehr Wohnungen bekommen. Wer Miet-Schulden hat, soll seine Wohnung dort nicht verlieren.

Service, Heizkosten und Mitbestimmung bei Landesunternehmen verbessern

Die Linke will, dass die landeseigenen Wohnungsunternehmen besser erreichbar sind, Arbeiten wieder mit eigenem Personal erledigen und die Heizkosten senken. Mieterinnen und Mieter sollen mehr mitbestimmen, und in Großwohnsiedlungen soll mehr in das Wohnumfeld investiert werden.

Die Linke will besseren Service in den Wohnungen der Stadt. Es soll Büros mit festen Öffnungs-Zeiten geben. Eigene Hausmeister sollen wieder die Reparaturen machen. Das Heizen soll billiger werden. Mieter sollen mehr mitreden.

Öffentlichen Wohnungsbestand sichern und ausbauen

Die Linke will Verkäufe aus dem Bestand der landeseigenen Wohnungsunternehmen ausschließen und ein Privatisierungsverbot in der Landesverfassung verankern. Zugleich sollen die Unternehmen mehr bauen und weitere Bestände kaufen, um den Anteil gemeinwohlorientierter Wohnungen zu erhöhen.

Die Linke will keine Wohnungen der Stadt verkaufen. Das Verbot soll in der Berliner Verfassung stehen. Die Wohnungs-Firmen der Stadt sollen mehr bauen. Sie sollen auch weitere Wohnungen kaufen.

Große Wohnungskonzerne vergesellschaften

Die Linke will den Volksentscheid „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ von 2021 umsetzen und 220.000 Wohnungen in öffentliche Hand bringen. Dafür soll ein Vergesellschaftungsgesetz auf Grundlage des Entwurfs der Initiative entstehen. Die Partei nennt das eine ihrer wichtigsten Prioritäten und begründet es mit dem Ziel bezahlbarer Mieten.

2021 gab es in Berlin eine Volks-Abstimmung. Die Mehrheit wollte große Wohnungs-Firmen enteignen. Die Linke will das jetzt umsetzen. 220.000 Wohnungen sollen dann der Stadt gehören. Dafür soll es ein neues Gesetz geben.

Mietwucher mit Taskforce und Staatsanwaltschaft verfolgen

Die Linke will überhöhte Mieten stärker verfolgen und dafür eine Taskforce mit zusätzlichem Personal einsetzen. Mieterinnen und Mieter sollen zu viel gezahlte Miete zurückbekommen. Nach Darstellung des Programms fehlen den Wohnungsämtern bisher Personal und wirksame Verfahren.

Manche Vermieter verlangen zu viel Miete. Das ist verboten. Die Linke will das strenger kontrollieren. Eine neue Arbeits-Gruppe mit mehr Personal soll das tun. Mieter sollen ihr Geld zurückbekommen.

Möbliertes Kurzzeitwohnen verbieten

Die Linke will die befristete Vermietung möblierter Wohnungen stoppen und sie in allen Milieuschutzgebieten verbieten. Aus Sicht des Programms dient die Möblierung Vermietern dazu, höhere Gewinne zu erzielen.

Manche Vermieter vermieten Wohnungen mit Möbeln nur für kurze Zeit. So verlangen sie mehr Geld. Die Linke will das verbieten. Das Verbot soll in besonders geschützten Wohn-Gebieten gelten.

Ferienwohnungen in Wohnhäusern verbieten

Die Linke will Ferienwohnungen in Wohnhäusern umfassend verbieten und illegale Angebote unterbinden. Das Programm begründet das damit, dass Berlin jede bezahlbare Wohnung brauche und Zehntausende Wohnungen zweckentfremdet würden.

In Berlin werden viele Wohnungen an Urlauber vermietet. Oft ist das nicht erlaubt. Die Linke will Ferien-Wohnungen in Wohn-Häusern verbieten. Die Wohnungen sollen wieder zum Wohnen da sein.

Leerstand ahnden, Hausbesetzungen entkriminalisieren

Die Linke will spekulativen Leerstand aufspüren und bestrafen sowie lange leerstehende Häuser zwangsweise instand setzen lassen. Hausbesetzungen sollen nicht mehr strafbar sein, und die Besetzung von Wohnraum, der mindestens ein Jahr leer steht, soll ein dauerhaftes Wohnrecht begründen können.

Manche Wohnungen in Berlin stehen lange leer. Die Linke will solche Wohnungen finden und die Eigentümer bestrafen. Menschen sollen leere Häuser besetzen dürfen, ohne bestraft zu werden. Wer eine lange leere Wohnung besetzt, soll dort bleiben dürfen.

Abriss bezahlbarer Wohnungen stoppen

Die Linke fordert einen Abrissstopp für bezahlbaren Wohnraum. Abrisse sollen nur noch in eng gefassten Ausnahmen erlaubt sein, weil nach Darstellung des Programms jährlich Hunderte günstige Wohnungen verloren gehen.

In Berlin werden jedes Jahr günstige Wohnungen abgerissen. Die Linke will das fast immer verbieten. Nur in wenigen Ausnahmen soll ein Abriss erlaubt sein. Im neuen Haus muss dann die Hälfte der Wohnungen günstig sein.

Mietangebote digital prüfen, Wohnungssuche öffentlich organisieren

Die Linke will den Wohnungsmarkt mit digitalen Werkzeugen auf illegale Mietangebote durchsuchen und die Ämter für Ermittlungen ausstatten. Außerdem soll die Wohnungssuche von privaten Plattformen wie ImmobilienScout24 in öffentliche Hand übergehen, denen das Programm vorwirft, an Wohnungssuchenden zu verdienen und die Mieten zu erhöhen.

Die Linke will Miet-Anzeigen mit Computer-Programmen prüfen. So sollen die Ämter verbotene Angebote finden. Auch die Wohnungs-Suche soll nicht mehr über private Internet-Seiten laufen. Die Stadt soll die Suche selbst anbieten.

Eigenbedarf begrenzen, Umwandlungen und Räumungen erschweren

Die Linke will den Kündigungsschutz stärken: Eigenbedarf soll nur noch für Verwandte ersten Grades gelten, und mehr Härtefälle sollen eine Kündigung ausschließen. Die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen soll dauerhaft ausgeschlossen werden, und Bezirke sollen bei Zwangsräumungen nur noch minimal mitwirken.

Vermieter können Mietern kündigen, wenn sie die Wohnung selbst brauchen. Die Linke will das nur noch für Eltern und Kinder erlauben. Alte und kranke Menschen und Familien sollen besser geschützt sein. Miet-Wohnungen sollen nicht mehr zu Eigentums-Wohnungen werden.

Sicher-Wohnen-Gesetz mit Sozialquote für große Vermieter

Die Linke will große Vermieter per Gesetz verpflichten, einen festen Anteil ihrer frei werdenden Wohnungen zu gedeckelten Mieten an Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu vergeben. Ein neues Landesamt für Mieter*innenschutz soll das durchsetzen und Daten über Eigentümer sammeln.

Große Vermieter sollen einen Teil ihrer freien Wohnungen günstig vermieten müssen. Das soll ein neues Gesetz regeln. Je mehr Wohnungen ein Vermieter hat, desto größer ist der Teil. Ein neues Amt soll das kontrollieren.

Mietberatung ausbauen, Wohngeld und WBS beschleunigen

Die Linke will die kostenlose Mietrechtsberatung in den Bezirken ausweiten und Kürzungen zurücknehmen. Anträge auf Wohngeld und den Wohnberechtigungsschein (WBS) sollen schneller bearbeitet werden; für den WBS soll eine Frist von zwei Wochen garantiert sein.

Die Linke will mehr kostenlose Beratung für Mieter. Anträge auf Wohngeld sollen schneller fertig sein. Der WBS ist ein Schein für geförderte Wohnungen. Diesen Schein soll man nach höchstens zwei Wochen bekommen.

Heizkostenfonds und Kautionsfonds einrichten

Die Linke will zwei Fonds schaffen: einen für Zuschüsse zu Heizkosten für Haushalte mit niedrigem Einkommen und einen für zinslose Darlehen zur Mietkaution. Hintergrund sind laut Programm hohe Nachzahlungen fürs Heizen und Kautionen von mehreren Tausend Euro.

Viele Menschen können das Heizen nicht bezahlen. Die Linke will ihnen mit Geld aus einem Fonds helfen. Ein Fonds ist ein Geld-Topf für einen bestimmten Zweck. Ein zweiter Fonds soll Geld für die Kaution leihen, ohne Zinsen.

Diskriminierung bei der Wohnungsvergabe bekämpfen

Die Linke will Benachteiligung bei der Wohnungsvergabe abbauen und Alleinerziehenden verlässlich passenden Wohnraum sichern. Nach Darstellung des Programms sind Frauen, trans und genderdiverse Menschen, Alleinerziehende und Menschen mit Migrationsgeschichte besonders von Wohnungsnot und Diskriminierung betroffen.

Manche Menschen bekommen schwerer eine Wohnung als andere. Das betrifft zum Beispiel Alleinerziehende und Menschen mit Migrations-Geschichte. Die Linke will das ändern. Bewerbungen um Wohnungen sollen ohne Namen geprüft werden.

Wohnheime für Studierende und Azubis bauen

Die Linke will ein Bauprogramm für Wohnheime für Studierende und Auszubildende auflegen. Zusätzlich setzt sie sich im Bund für ein elternunabhängiges BAföG und für bezahlbare Mobilität ein. Wohnen soll junge Menschen nach Ansicht der Partei nicht arm machen.

Die Linke will mehr Wohnheime bauen. Dort sollen Studierende und Azubis wohnen. Das BAföG soll nicht mehr vom Geld der Eltern abhängen. BAföG ist Geld vom Staat für die Ausbildung. Auch Bus und Bahn sollen für Studierende bezahlbar sein.

Bezahlbares und sicheres Wohnen im Alter fördern

Die Linke will den altersgerechten Umbau von Wohnungen fördern und an Mietpreis- und Belegungsbindungen knüpfen. Ältere Menschen sollen zudem vor Eigenbedarfskündigungen und Räumungen geschützt werden. Ziel ist ein sicheres und selbstbestimmtes Leben im Alter für alle, mit sozialen Kontakten im Umfeld.

Die Linke will Wohnungen für alte Menschen umbauen lassen. Die Mieten sollen dabei bezahlbar bleiben. Vermieter sollen alten Menschen nicht wegen Eigenbedarf kündigen dürfen. Niemand soll alte Menschen aus der Wohnung räumen. Es soll auch Hilfe gegen Einsamkeit geben.

Wohnungstausch erleichtern und gemeinsames Wohnen fördern

Die Linke will den Tausch von Wohnungen deutlich einfacher machen, damit vorhandener Wohnraum besser zur Lebenssituation der Menschen passt. Bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen (LWU) soll die bisherige Quadratmetermiete beim Tausch erhalten bleiben. Auf Bundesebene strebt die Partei ein Recht auf Wohnungstausch an.

Manche Menschen haben eine zu große Wohnung, andere eine zu kleine. Die Linke will das Tauschen von Wohnungen leichter machen. Die Miete pro Quadratmeter soll beim Tausch gleich bleiben. Wer mit anderen zusammenzieht, soll Geld bekommen.

Großsiedlungen ohne Mieterhöhung aufwerten

Die Linke will die 24 Berliner Großsiedlungen mit einem Aktionsprogramm sanieren und aufwerten, ohne dass die Mieten steigen. Die Siedlungen sollen nach Darstellung der Partei sozialer, sauberer und sicherer werden.

In Berlin gibt es 24 große Wohn-Siedlungen. Die Linke will die Wohnungen dort sanieren. Die Mieten sollen dabei nicht steigen. Es soll mehr Grün, Sport und Licht geben. Die Siedlungen sollen sauberer werden.

Rettungsprogramm für den sozialen Wohnungsbau auflegen

Die Linke will den Verlust von Sozialwohnungen mit einem Bündel aus Neubau, Rekommunalisierung und Regulierung stoppen. Laut Programm hat Berlin seit 2021 fast 120.000 Sozialwohnungen verloren, weil Bindungen ausgelaufen sind; die Partei befürchtet Mietsteigerungen und Verdrängung.

Berlin hat viele Sozial-Wohnungen verloren. Sozial-Wohnungen sind günstige Wohnungen für Menschen mit wenig Geld. Die Linke will das mit einem Rettungs-Programm stoppen. Die Stadt soll Wohnungen bauen und kaufen. Große Wohnungs-Konzerne sollen der Allgemeinheit gehören.

Bundesweiten Mietendeckel und Vorkaufsrecht durchsetzen

Die Linke will über den Bundesrat einen bundesweiten Mietendeckel erreichen, auch für Gewerbemieten. Zudem fordert sie die Rückkehr des Vorkaufsrechts und ein Verbot von Share Deals. Viele Probleme des Berliner Wohnungsmarkts lassen sich aus Sicht der Partei nur auf Bundesebene lösen.

Die Linke will einen Mieten-Deckel für ganz Deutschland. Ein Mieten-Deckel ist eine feste Grenze für Mieten. Er soll auch für Läden und Betriebe gelten. Die Stadt soll Häuser wieder vor anderen Käufern kaufen dürfen. Bestimmte Steuer-Tricks beim Hauskauf sollen verboten sein.

Kommunales Wohnungsbauprogramm mit 7.500 Wohnungen jährlich

Die Linke will das Eigenkapital der Wohnungsunternehmen des Landes um bis zu 2 Milliarden Euro pro Jahr aufstocken, damit sie jährlich 7.500 dauerhaft bezahlbare Wohnungen bauen. Die Mieten im Bestand sollen dadurch nicht steigen. Aus Sicht der Partei wird bisher zu wenig, zu teuer und das Falsche gebaut.

Die Linke will, dass die Stadt selbst mehr Wohnungen baut. Jedes Jahr sollen 7.500 neue Wohnungen entstehen. Dafür gibt das Land bis zu 2 Milliarden Euro im Jahr. Die Miete soll zwischen 6 und 12 Euro pro Quadratmeter liegen. Sie hängt vom Einkommen ab.

Sozialquote bei privaten Bauprojekten auf zwei Drittel anheben

Die Linke will die Kooperative Baulandentwicklung verschärfen, mit der Berlin private Bauträger zu bezahlbaren Wohnungen verpflichtet. Statt 30 Prozent befristeter Sozialwohnungen sollen mindestens zwei Drittel der Fläche gebunden sein. Private Unternehmen bauen laut Programm nur unter solchen Auflagen bezahlbar.

Private Firmen müssen bei manchen Bau-Projekten günstige Wohnungen bauen. Bisher sind das 30 Prozent. Die Linke will den Anteil auf mindestens zwei Drittel erhöhen. Die Partei sagt: Ohne Pflicht bauen private Firmen kaum günstige Wohnungen.

Private Bauförderung kürzen, Sozialbindung auf 50 Jahre verlängern

Die Linke will private Bauprojekte deutlich weniger mit öffentlichem Geld fördern. Geförderte Wohnungen sollen künftig mindestens 50 Jahre lang an Mietpreis- und Belegungsregeln gebunden bleiben, wie es Hamburg vormacht.

Die Linke will privaten Bau-Firmen weniger Förder-Geld geben. Geförderte Wohnungen sollen länger günstig bleiben. Die Bindung soll mindestens 50 Jahre gelten. Hamburg macht das schon so.

Bau-Turbo nur eingeschränkt anwenden

Die Linke will das Planen und Bauen durch mehr Personal in den Bezirken, digitale Abläufe und frühe Bürgerbeteiligung beschleunigen. Das „Schneller-Bauen-Gesetz“ und den „Bau-Turbo“ lehnt sie ab, weil diese aus ihrer Sicht demokratische, soziale und ökologische Standards schwächen. Die Bundesregeln sollen in Berlin nur unter strengen Bedingungen genutzt werden.

Die Linke will schneller bauen lassen. Dafür sollen die Bezirke mehr Personal bekommen. Abläufe sollen digital werden. Die Menschen sollen früh mitreden. Den „Bau-Turbo“ des Bundes findet die Linke falsch. Sie will ihn nur mit strengen Regeln nutzen.

Internationale Bauausstellung nur mit sozialen und ökologischen Leitplanken

Die Linke lehnt die aktuellen Senatspläne für eine internationale Bauausstellung ab. Sie wäre für eine solche Ausstellung offen, wenn Umbau und Sanierung Vorrang haben und Neubau dauerhaft bezahlbar durch gemeinwohlorientierte Träger entsteht.

Der Senat plant eine große Bau-Ausstellung. Die Linke lehnt diese Pläne ab. Sie will eine Ausstellung nur mit klaren Regeln. Alte Häuser soll man umbauen statt abreißen. Neue Wohnungen sollen dauerhaft günstig sein.

Genossenschaften und gemeinwohlorientierte Träger stärker fördern

Die Linke will Wohnungsgenossenschaften mit mehr Fördergeld, besserem Zugang zu Landesgrundstücken und einer oder einem neuen Genossenschaftsbeauftragten stärken. Die Förderung soll sich künftig am Zweck eines Trägers statt an der Rechtsform orientieren, damit auch kleine Genossenschaften und Träger wie das Mietshäusersyndikat profitieren.

Genossenschaften sind Gruppen, die gemeinsam Wohnungen besitzen. Die Linke will ihnen mehr Geld geben. Sie sollen leichter Grundstücke vom Land bekommen. Auch kleine Gruppen sollen Förder-Geld erhalten können. Eine neue Ansprech-Person soll sich um Genossenschaften kümmern.

Leere Büros zu Wohnungen umbauen, Abriss unterbinden

Die Linke will den Abriss von Büro- und Gewerbegebäuden über die Bauordnung weitgehend verhindern und leer stehende Flächen stärker zu bezahlbaren Wohnungen umbauen. Sie begründet das mit dem Klimaschutz und dem großen Leerstand.

In Berlin stehen viele Büros leer. Die Linke will daraus günstige Wohnungen machen. Der Abriss solcher Gebäude soll kaum noch erlaubt sein. Das Land soll den Umbau mit Geld fördern. Das hilft laut der Linken auch dem Klima.

Bebauungspläne sozial und ökologisch ausrichten

Die Linke will neue Bebauungspläne an strenge soziale, ökologische und städtebauliche Maßstäbe binden. Über den Bund sollen dauerhaft sektorale Bebauungspläne möglich werden, mit denen sich Quoten für geförderte Wohnungen auch dort festlegen lassen, wo bisher kein Bebauungsplan gilt.

Ein Bebauungs-Plan legt fest, was auf einem Grundstück gebaut werden darf. Die Linke will dafür strenge Regeln. Die Pläne sollen sozial sein und die Umwelt schützen. Sie sollen auch vorschreiben, wie viele günstige Wohnungen entstehen. Die Bezirke sollen dafür mehr Personal und Geld bekommen.

Neue Stadtquartiere mit hohen Sozialquoten vorrangig bauen

Die Linke will neue Stadtquartiere, vor allem auf landeseigenen Flächen, gegenüber der Nachverdichtung bestehender Viertel bevorzugen. Auf öffentlichem Bauland sollen ausschließlich Wohnungen mit gebundenen Mieten entstehen können, auf privatem Bauland soll die Hälfte der Fläche an das Land gehen oder zwei Drittel der Wohnfläche gebunden sein.

Die Linke will neue Stadt-Viertel schneller bauen. Dort sollen viele günstige Wohnungen entstehen. Auf Flächen der Stadt sollen alle neuen Wohnungen günstig sein können. Private Bauherren sollen die Hälfte ihrer Fläche an Berlin abgeben. Oder sie bauen zwei Drittel der Wohnungen mit festen, niedrigen Mieten.

Stadtzentren gemeinwohlorientiert und behutsam weiterentwickeln

Die Linke will die Berliner Mitte und die City West als öffentliche Räume mit viel Kultur und wenig kommerzieller Nutzung gestalten. Die Zentral- und Landesbibliothek soll in das Galeria-Warenhaus am Alexanderplatz einziehen, der Molkenmarkt soll bezahlbare Wohnungen und günstige Kulturräume bekommen. Abriss und Großneubauten an den Galeria-Standorten Hermannplatz und Ku'damm lehnt die Partei ab.

Die Linke will die Mitte von Berlin für alle Menschen gestalten. Dort soll es weniger Geschäfte und mehr Kultur geben. Die große Landes-Bibliothek soll in das Kaufhaus am Alexanderplatz ziehen. Am Molkenmarkt sollen günstige Wohnungen entstehen. Die Kaufhäuser am Hermannplatz und am Ku'damm sollen stehen bleiben.

Hochhausbau streng regulieren

Die Linke lehnt es ab, Planung und Bau von Hochhäusern für Büros oder teure Wohnungen zu erleichtern, und will das Hochhausleitbild überarbeiten. Sie begründet das damit, dass wegen der hohen Baukosten in Hochhäusern meist keine bezahlbaren Wohnungen entstehen.

Die Linke will weniger neue Hochhäuser in Berlin. Hochhäuser sind teuer zu bauen. Deshalb entstehen dort meist keine günstigen Wohnungen. Die Regeln für Hochhäuser sollen strenger werden. Ein geplantes sehr hohes Haus in Friedrichshain lehnt die Partei ab.

Kein neues Baurecht für Bürokomplexe vergeben

Die Linke will für neue Bürokomplexe kein Baurecht mehr schaffen, weil in Berlin laut Programm rund 2,2 Millionen Quadratmeter Bürofläche leer stehen. Stattdessen sollen leere Bürogebäude umgenutzt werden, gefördert durch Bundesmittel und ein eigenes Landesprogramm.

In Berlin stehen viele Büros leer. Trotzdem werden neue Büro-Häuser gebaut. Die Linke will das stoppen. Leere Büros sollen anders genutzt werden. Dafür soll es Geld vom Bund und vom Land geben. Wer Büros leer stehen lässt, soll bestraft werden können.

Umbau vor Neubau, Abriss intakter Gebäude verbieten

Die Linke will Aufstockung, Umnutzung und Sanierung gegenüber flächenintensivem Neubau bevorzugen. Abrisse sollen nur noch mit Genehmigung nach strengen Kriterien möglich sein, der Abriss intakter Gebäude soll verboten werden. Ein Kataster soll Leerstand systematisch erfassen.

Die Linke will lieber alte Häuser umbauen als neue bauen. Gute Häuser soll niemand mehr abreißen dürfen. Für jeden Abriss soll man eine Erlaubnis brauchen. Eine Liste soll zeigen, welche Gebäude leer stehen. Das frühere Sport-Zentrum SEZ soll erhalten bleiben.

Nachverdichtungsprojekte überprüfen und Anwohner beteiligen

Die Linke will zusammen mit den Bezirken alle noch nicht gebauten Nachverdichtungsprojekte der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften überprüfen. Für künftige Vorhaben sollen städtebauliche Kriterien gelten, und Anwohnerinnen und Anwohner sollen besser beteiligt werden. Projekte ohne ein solches Verfahren sollen so lange ruhen.

Nachverdichtung heißt: In einem Viertel werden freie Flächen bebaut. Die Linke will solche Pläne der städtischen Wohnungs-Firmen prüfen. Die Menschen im Viertel sollen besser mitreden können. Bis dahin sollen manche Projekte pausieren. Eine öffentliche Liste soll leere Baulücken zeigen.

Öffentlichen Boden per Gesetz sichern und vermehren

Die Linke will Grund und Boden als öffentliches Gut behandeln und den Bestand des Landes halten und ausbauen. Ein Bodensicherungsgesetz soll alle Flächen und Gebäude des Landes und seiner Unternehmen als Berliner Bodenfonds zusammenfassen und ihren Verkauf grundsätzlich verbieten. Erbpachtzinsen für Genossenschaften und gemeinwohlorientierten Wohnungsbau sollen deutlich sinken.

Die Linke will, dass Berlin seinen Boden behält. Die Stadt soll sogar mehr Boden kaufen. Ein neues Gesetz soll den Verkauf von städtischem Boden verbieten. Genossenschaften sollen weniger für gepachteten Boden zahlen. So sollen die Mieten niedrig bleiben. Ein Beirat aus Bürgern soll bei der Boden-Politik mitreden.

Housing First zum Leitprinzip machen

Die Linke will die Politik gegen Wohnungslosigkeit neu ausrichten und am Grundsatz Housing First orientieren: Zuerst kommt die eigene Wohnung, dann die Lösung weiterer Probleme. Die Strategiekonferenz zur Wohnungslosenhilfe soll wieder eine feste Einrichtung werden.

Die Linke will Wohnungslosigkeit beenden. Menschen ohne Wohnung sollen zuerst eine Wohnung bekommen. Danach können sie andere Probleme lösen. Ämter, Verbände und Betroffene sollen dafür regelmäßig zusammenarbeiten.

Feste Wohnungsquoten für Wohnungslose einführen

Die Linke will verbindliche Quoten bei der Vergabe von Wohnungen. Zehn Prozent der neu oder wieder vermieteten landeseigenen und geförderten Wohnungen sollen an wohnungslose Menschen gehen. Auch große private Vermieter sollen per Gesetz zu einer solchen Quote verpflichtet werden.

Die Linke will Wohnungen für Menschen ohne Wohnung reservieren. Jede zehnte frei werdende Wohnung des Landes soll an sie gehen. Auch große private Vermieter sollen das tun müssen. Familien ohne Wohnung sollen zuerst drankommen.

Zwangsräumungen in die Obdachlosigkeit verhindern

Die Linke lehnt Räumungen ab, nach denen Menschen ohne Wohnung dastehen, und will sie den landeseigenen Wohnungsunternehmen verbieten. Die Hilfestellen in den Bezirken sollen gestärkt werden, damit bedrohte Mieterinnen und Mieter früh Unterstützung bekommen.

Manche Menschen müssen ihre Wohnung räumen und landen auf der Straße. Die Linke will das verhindern. Die Wohnungs-Firmen des Landes sollen das nicht mehr dürfen. Betroffene sollen früh Beratung bekommen.

Mehr barrierefreie Wohnungen und Quartiere schaffen

Die Linke will, dass es in Berlin deutlich mehr Wohnungen ohne oder mit wenigen Barrieren gibt. Öffentliches Geld soll nur noch fließen, wenn Barrierefreiheit gewährleistet ist, und eine zentrale Stelle soll passende Wohnungen vermitteln.

Die Linke will mehr Wohnungen ohne Hindernisse. Solche Wohnungen heißen barrierefrei. Geld vom Staat soll es nur für barrierefreies Bauen geben. Eine neue Stelle soll diese Wohnungen vermitteln. Sie sollen an Menschen gehen, die sie brauchen.

Wohnraum und kostenlosen Nahverkehr für junge Menschen schaffen

Die Linke will die Mieten in Studierendenwohnheimen begrenzen und eine Jugendwohnagentur für Berlin unterstützen. Das Studierendenwerk und ein neues Auszubildendenwerk sollen Kredite aufnehmen dürfen, um selbst zu bauen und zu sanieren. Außerdem soll das kostenlose Nahverkehrsticket für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende und Careleaver dauerhaft gelten.

Junge Menschen haben oft zu wenig Geld für die Miete. Die Linke will die Mieten in Wohnheimen für Studierende begrenzen. Das Studierenden-Werk soll selbst Wohnungen bauen können. Schüler und Auszubildende sollen dauerhaft kostenlos Bus und Bahn fahren.

Wohnungen statt Massenunterkünfte für Geflüchtete

Die Linke will große Sammelunterkünfte wie die in Tegel auflösen und Geflüchtete in Wohnungen oder übergangsweise in kleineren, dezentralen Unterkünften unterbringen. Dafür sollen Vermietungsquoten steigen und der Wohnberechtigungsschein für alle Geflüchteten gelten.

Geflüchtete sollen nicht in riesigen Unterkünften leben. Die Unterkunft in Tegel soll schließen. Geflüchtete sollen eigene Wohnungen bekommen. Dafür sollen mehr günstige Wohnungen an sie vermietet werden.

Sportflächen bei Neubauprojekten vorschreiben

Die Linke will Investoren bei großen Wohnungsbauprojekten verpflichten, öffentlich nutzbare Sportflächen im Freien zu errichten. Neue Stadtquartiere sollen mit ausreichend Sporthallen, Sportplätzen und einem Schwimmbad geplant werden. Sport und Wohnungsbau sollen nach Ansicht der Partei nicht gegeneinanderstehen.

Wer viele neue Wohnungen baut, soll auch Sport-Plätze bauen müssen. Diese Plätze sollen für alle offen und kostenlos sein. Neue Stadt-Viertel sollen ein Schwimmbad bekommen. Fällt eine Sport-Anlage weg, soll es Ersatz in der Nähe geben.

Linke: alle 44 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 14 Punkten

    Punkte je Stufe: 5 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

100.000 neue Wohnungen bis 2031 schaffen

Die SPD will von 2026 bis 2031 insgesamt 100.000 neue Wohnungen schaffen und bis 2040 mindestens 230.000. Ein öffentliches Wohnungsbauprogramm soll dafür sorgen, dass mehr als die Hälfte der Neubauten bei landeseigenen, genossenschaftlichen und anderen gemeinwohlorientierten Unternehmen entsteht.

Die SPD will bis 2031 in Berlin 100.000 neue Wohnungen. Mehr als die Hälfte sollen Firmen bauen, die dem Gemeinwohl dienen. Dazu gehören die Wohnungs-Firmen des Landes. Das Land gibt diesen Firmen mehr Geld.

Genossenschaften mit Förderung und Flächen stärken

Die SPD will die Förderung für Wohnungsgenossenschaften weiterentwickeln und zur zweiten Säule des öffentlichen Wohnungsbauprogramms machen. Landeseigene Grundstücke sollen Genossenschaften und anderen gemeinwohlorientierten Akteuren vor allem über Erbbaurecht zur Verfügung stehen.

Die SPD will Wohnungs-Genossenschaften stärker fördern. Das Land soll ihnen Grundstücke zum Bauen geben. Meist bleibt das Grundstück beim Land. Die Genossenschaft darf es lange nutzen. Das nennt man Erbbaurecht.

Sozialwohnungsquote bei Neubau auf 50 Prozent erhöhen

Die SPD will die Quote für Sozialwohnungen im kooperativen Baulandmodell von 30 auf 50 Prozent anheben. Das Modell soll künftig auch bei Bauvorhaben ohne Bebauungsplan greifen, wenn Bauherren Befreiungen vom Baurecht benötigen.

Bei großen Neubau-Projekten müssen heute 30 Prozent Sozial-Wohnungen entstehen. Die SPD will 50 Prozent. Die Regel soll für mehr Bau-Projekte gelten. Die Bezirke sollen prüfen, ob die Wohnungen wirklich so vermietet werden.

Schneller und günstiger bauen und genehmigen

Die SPD will Bauen und Genehmigen beschleunigen und verbilligen, um den Mangel an bezahlbarem Wohnraum zu verringern. Dazu sollen einfachere Baustandards, Modulbau und digitalisierte Bauämter beitragen.

Die SPD will, dass schneller und billiger gebaut wird. Bau-Pläne sollen in zwei Jahren fertig sein. Die Bau-Ämter sollen mehr mit Computern und KI arbeiten. Es soll einfachere Bau-Regeln geben.

Ungenutzte Flächen mit Grundsteuer C und Baugeboten aktivieren

Die SPD will Baulücken, Brachen, leerstehende Büros und niedrig bebaute Grundstücke stärker für Wohnungen nutzen. Eigentümer, die baureife Grundstücke nicht bebauen, sollen durch eine Grundsteuer C und Baugebote zum Bauen oder Verkaufen gebracht werden.

Manche Grundstücke sind leer, obwohl man dort bauen darf. Die SPD will dafür eine eigene Steuer einführen. Sie will Eigentümer auch zum Bauen verpflichten. Leere Büros sollen zu Wohnungen werden. Über flachen Supermärkten könnten Wohnungen entstehen.

Tegel bebauen, Tempelhofer Feld erhalten

Die SPD will auf dem früheren Flughafen Tegel bis zu 12.000 Wohnungen mit landeseigenen Gesellschaften und Genossenschaften schaffen. Das Tempelhofer Feld soll in seiner heutigen Funktion erhalten bleiben; eine Randbebauung lehnt sie ab, solange andere Flächen in Berlin ungenutzt sind.

In Tegel war früher ein Flughafen. Dort will die SPD bis zu 12.000 Wohnungen bauen. Das Tempelhofer Feld soll frei bleiben. Am Rand des Feldes sollen vorerst keine Wohnungen entstehen. Neben dem alten Flughafen-Gebäude soll aber gebaut werden.

Mietenaufsicht schaffen und Mietwucher verfolgen

Die SPD will die bestehende Mietpreisprüfstelle zu einer Mietenaufsicht mit Beratungs-, Verfolgungs- und Sanktionsaufgaben ausbauen. Mietwucher soll zusätzlich durch eine Schwerpunktabteilung der Staatsanwaltschaft verfolgt werden.

Die SPD will eine neue Behörde für Mieten. Sie soll zu hohe Mieten prüfen und bestrafen. Mieter können zu hohe Mieten mit einer App melden. Auch die Staatsanwaltschaft soll sich stärker um Miet-Wucher kümmern. Miet-Wucher heißt: Die Miete ist viel zu hoch.

Mieterhöhungen bei landeseigenen Wohnungsunternehmen begrenzen

Die SPD will die landeseigenen Wohnungsunternehmen stärker auf eine vorbildliche Vermietungspraxis verpflichten und Mieterhöhungen dort begrenzen. Die Obergrenze von 27 Prozent des Haushaltseinkommens soll sich künftig auf die Bruttokaltmiete statt auf die Nettokaltmiete beziehen.

Das Land Berlin besitzt eigene Wohnungs-Firmen. Dort sollen die Mieten weniger steigen. Mieter sollen höchstens 27 Prozent ihres Einkommens für Miete zahlen. Dabei sollen künftig auch Betriebs-Kosten mitzählen. Wohnungen sollen ohne Benachteiligung vergeben werden.

Wohnungstausch und „Wohnen für Hilfe“ fördern

Die SPD will vorhandenen Wohnraum besser nutzen, indem sie Wohnungstausch und den Umzug in kleinere Wohnungen erleichtert. Ein Vermittlungsprogramm soll ältere Menschen mit freien Zimmern und junge Menschen zusammenbringen, die gegen Hilfe im Alltag weniger Miete zahlen.

Manche ältere Menschen haben ein Zimmer frei. Junge Menschen sollen dort einziehen können. Sie helfen im Alltag und zahlen weniger Miete. Wer in eine kleinere Wohnung zieht, soll nicht mehr pro Quadratmeter zahlen. Alleinerziehende sollen Anspruch auf mehr Zimmer bekommen.

Zweckentfremdung, Ferienwohnungen und Mikroapartments eindämmen

Die SPD will das Zweckentfremdungsverbot verschärfen und so Ferienwohnungen wieder dem Mietmarkt zuführen. Eine neue Spezialeinheit Wohnraumschutz beim Senat soll die Bezirke bei der Durchsetzung unterstützen; auch der Bau von Mikroapartments soll stärker gesteuert werden.

Viele Wohnungen werden als Ferien-Wohnungen genutzt. Die SPD will das stärker einschränken. Eine neue Einheit beim Senat soll den Bezirken beim Kontrollieren helfen. Auch sehr kleine Wohnungen sollen seltener gebaut werden.

Abriss, Verwahrlosung und Leerstand von Wohnungen bekämpfen

Die SPD will den Erhalt von Wohnungen vor Abriss stellen und schneller gegen verwahrloste Häuser vorgehen. Hinzu kommen ein Mieten- und Wohnungskataster, eine Meldepflicht für Leerstand und eine progressive Leerstandssteuer.

Die SPD will, dass weniger Häuser abgerissen werden. Vermieter sollen ihre Häuser in Ordnung halten. Sonst greift der Bezirk ein, und der Eigentümer zahlt. Wer Wohnungen lange leer lässt, soll eine Steuer zahlen. Ein Register soll zeigen, wem Wohnungen gehören.

Rechtssicheren Mietendeckel einführen

Die SPD will eine neue soziale Wohnungsordnung schaffen, die den gemeinwohlorientierten Wohnungsmarkt deutlich ausbaut. Ziel ist auch ein rechtssicherer Mietendeckel, entweder über eine Öffnungsklausel im Bundesrecht oder gestützt auf Artikel 15 des Grundgesetzes.

Die SPD will einen Mieten-Deckel für Berlin. Das ist eine feste Obergrenze für Mieten. Dafür braucht Berlin eine Erlaubnis im Bundes-Recht. Oder Berlin nutzt Artikel 15 im Grundgesetz. Dieser Artikel erlaubt, Eigentum in Gemeineigentum zu überführen.

Mietrecht des Bundes verschärfen

Die SPD will sich im Bund für ein strengeres Mietrecht einsetzen. Dazu zählen eine dauerhafte Mietpreisbremse ohne Ausnahmen, ein Verbot von Indexmieten und eine niedrigere Kappungsgrenze für Mieterhöhungen.

Die SPD will strengere Miet-Regeln in ganz Deutschland. Die Mietpreis-Bremse soll für immer gelten. Mieten sollen in drei Jahren höchstens um sechs Prozent steigen. Index-Mieten sollen verboten werden. Das sind Mieten, die mit den Preisen steigen.

Vorkaufsrecht wiederherstellen, Wuchermieten strenger verbieten

Die SPD will sich beim Bund für ein soziales Mietrecht für Gewerberäume, die Rückkehr des Vorkaufsrechts in Milieuschutzgebieten und ein schärferes Verbot von Wuchermieten einsetzen. Selbstgenutztes Wohneigentum soll gezielt gefördert werden, Berlin aber eine Stadt der Mieterinnen und Mieter bleiben.

Die SPD will Mieter besser schützen. Bezirke sollen Häuser in geschützten Wohngebieten wieder vorab kaufen dürfen. Sehr hohe Mieten sollen leichter verboten sein. Auch Läden und Betriebe sollen besseren Schutz bei der Miete bekommen. Familien mit wenig Geld bekommen Hilfe beim Kauf einer eigenen Wohnung.

SPD: alle 14 Punkte mit Zitat und Seitenzahl