Moore wiedervernässen und Wälder aufforsten
Die SPD will Moore, Wälder, Grünland und Seegraswiesen stärker als natürliche CO2-Speicher nutzen. Geplant sind verbindliche Quoten für die Wiedervernässung von Mooren und 2,9 Millionen neue Bäume in der nächsten Wahlperiode. Das soll zugleich dem Artenschutz dienen.
Moore, Wälder und Wiesen speichern das Klima-Gas CO2. Die SPD will trockene Moore wieder nass machen. Sie will 2,9 Millionen neue Bäume pflanzen. Das ist ein Baum für jeden Menschen im Land. Auch Seegras in der Ostsee soll wieder wachsen.
Die Moorstrategie soll mit Geld und hauptamtlichem Personal ausgestattet werden, weil sich das Land laut Programm bisher zu sehr auf Ehrenamtliche stützt; gebunden werden sollen deutlich mehr als die bisher geplanten 700.000 Tonnen CO2. Ein Förderprogramm soll Aufforstung und neue Wälder finanziell und personell unterstützen, öffentliche Wälder sollen beim Waldumbau vorangehen. Gemeinsam mit der Landwirtschaft will die SPD Dauergrünland erhalten und ausweiten und brachliegende Agrarflächen in ihrem Status schützen. Seegraswiesen an der Ostseeküste sollen wiederhergestellt und vergrößert werden. Auch Salzwiesen an der Nordsee und auf den Halligen sollen stärker als Speicher dienen.
Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Wir wollen eine Landesstrategie mit verbindlichen Quoten zur Wiedervernässung trockengelegter oder landwirtschaftlich genutzter Moore aufsetzen.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Zusätzliche Landesmittel, Personal und verbindliche Vorgaben für die Flächennutzung erweitern die Rolle des Staates.
- Klimaeher Klimaschutz zuerst
Verbindliche Quoten für Moore und ein Aufforstungsprogramm verschärfen den Klimaschutz über natürliche Speicher.