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Was sagen die Parteien in Schleswig-Holstein zu Klima und Energie?

5 aktuelle Wahlprogramme in Schleswig-Holstein haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

CDU

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschaftausgewogen (+0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,9), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 14 eher Klimaschutz zuerst, 2 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Küsten- und Hochwasserschutz weiter stärken

Die CDU will den Schutz von Küsten und vor Hochwasser ausbauen, weil sie wegen des Klimawandels mit häufigeren Extremwettern rechnet. Eine Wasserstrategie soll das Land auch auf Starkregen und Hitze vorbereiten.

Durch den Klimawandel gibt es mehr Stürme, Starkregen und Hitze. Die CDU will die Küsten deshalb besser schützen. Auch gegen Hochwasser will sie mehr tun. Dafür soll es einen Plan für den Umgang mit Wasser geben.

Erneuerbare Wärme fördern, Wärmepumpenstrom entlasten

Die CDU will das Heizen mit erneuerbaren Energien in Wohnquartieren und Industrie fördern und so dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 näherkommen. Strom für Wärmepumpen soll von Umlagen befreit werden, und Einnahmen aus dem CO₂-Preis sollen an die Bürger zurückfließen.

Die CDU will, dass Häuser mit sauberer Energie geheizt werden. Dafür soll es Förder-Geld geben. Strom für Wärme-Pumpen soll billiger werden. Das Geld aus dem CO₂-Preis sollen die Bürger zurückbekommen.

Sanierung auf wirtschaftlich vertretbares Maß ausrichten

Die CDU will bei alten Gebäuden weniger stark auf Dämmung setzen und stärker auf die Art der Wärmeerzeugung achten. Gebäude sollen nur so weit saniert werden, wie es wirtschaftlich sinnvoll ist, verbunden mit dem Umstieg auf erneuerbare Wärme.

Die CDU will alte Häuser nicht nur dämmen. Wichtiger soll sein, womit man heizt. Die Sanierung soll nicht zu teuer werden. Dazu soll sauberes Heizen kommen.

Kommunale Wärme- und Kältepläne flächendeckend aufstellen

Die CDU will, dass Städte und Gemeinden überall Wärme- und Kältepläne erstellen, um die Wärmeversorgung vor Ort klimaneutral zu machen. Das Land soll sie dabei unterstützen. Bestehende Gasnetze können laut Programm auch für klimaneutrale Gase wie Wasserstoff dienen.

Jede Gemeinde soll einen Plan für Wärme und Kälte machen. Der Plan zeigt, wie man ohne Schaden für das Klima heizt. Das Land soll den Gemeinden helfen. Alte Gas-Leitungen können später Wasserstoff leiten.

Fachkräfte, Beratung und Kompetenzzentrum für Wärme

Die CDU will Aus- und Weiterbildung in Energieberufen ausbauen, vor allem in der Gebäudeenergieberatung. Dazu kommen eine Informationskampagne zu erneuerbarer Wärme und ein neues Kompetenzzentrum für Wärmeversorgung.

Die CDU will mehr Menschen für Energie-Berufe ausbilden. Eine Kampagne soll über sauberes Heizen und Förder-Geld informieren. Außerdem soll ein Zentrum für Wärme-Versorgung entstehen. Dort gibt es Fachwissen zum Thema.

Forschung zur CO2-Entnahme und -Nutzung fördern

Die CDU will Forschung finanziell unterstützen, die bereits ausgestoßenes CO2 aus der Luft holt und als Rohstoff verwendet. Das soll über das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 hinausweisen.

In der Luft ist schon viel CO2. Die CDU will Forschung bezahlen, die CO2 wieder aus der Luft holt. Aus dem CO2 kann man dann neue Dinge machen. Zum Beispiel Kunststoff oder Flugzeug-Treibstoff.

Klimaneutralität bis 2045 erreichen

Die CDU hält am Pariser Abkommen fest und will Schleswig-Holstein bis 2045 klimaneutral machen; die Gebäude des Landes sollen das schon bis 2040 schaffen. Der Weg dorthin soll vor allem über technologieoffene Innovationen führen und ökologisch, sozial und wirtschaftlich vertretbar sein.

Die CDU will das Klima schützen. Bis 2045 soll Schleswig-Holstein klimaneutral sein. Das heißt: Das Land stößt unterm Strich kein CO2 mehr aus. Gebäude des Landes sollen das schon 2040 schaffen. Neue Technik soll dabei helfen.

Strategie zur Klimaanpassung entwickeln

Die CDU will zusammen mit den kommunalen Landesverbänden eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel erarbeiten. Begründet wird das mit Wetterextremen, deren Folgen bereits spürbar seien.

Das Klima ändert sich schon jetzt. Es gibt mehr starken Regen und mehr Hitze. Die CDU will das Land darauf vorbereiten. Dafür will sie mit den Gemeinden einen Plan machen.

CO2-Bepreisung ausweiten, Energieabgaben reformieren

Die CDU will Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte im Energiebereich grundlegend reformieren und setzt auf einen moderat steigenden CO2-Preis. Der Emissionshandel soll möglichst alle Sektoren erfassen, und CO2-freier Strom soll günstiger werden.

Wer CO2 ausstößt, soll dafür zahlen. Dieser Preis soll langsam steigen. Sauberer Strom soll dafür billiger werden. Die CDU will die Abgaben auf Energie neu ordnen. Die EEG-Umlage soll wegfallen.

Wasserstoff, Netze und Speicher ausbauen

Die CDU will eine Wasserstoffwirtschaft im Land aufbauen, Energiespeicher voranbringen und beim Bund auf den Ausbau der Stromnetze nach Süden drängen. Die Kosten der Energiewende, vor allem für die Verteilnetze, sollen bundesweit gerechter verteilt werden.

Schleswig-Holstein macht viel Strom aus Wind und Sonne. Die CDU will daraus auch Wasserstoff herstellen. Es soll mehr Strom-Leitungen und Speicher geben. Die Kosten dafür sollen in ganz Deutschland gerechter verteilt werden.

Photovoltaik auf Dächern und Flächen ausbauen

Die CDU will Solarstrom auf Dächern, an Fassaden und in Mietshäusern attraktiver machen und dafür eine Solar-Strategie für das Land entwickeln. Freiflächenanlagen sollen vor allem auf belasteten oder versiegelten Flächen entstehen, gute Ackerböden bleiben der Landwirtschaft vorbehalten.

Die CDU will mehr Strom aus Sonne. Solar-Anlagen auf dem eigenen Dach sollen sich lohnen. Das gilt auch für Häuser mit vielen Wohnungen. Große Anlagen auf freien Flächen sollen nicht auf gutem Ackerland stehen.

Biogas fördern und Geothermie untersuchen

Die CDU will Biogasanlagen weiter unterstützen, vor allem solche, die zugleich Strom, Wärme und Biomethan liefern. Zudem soll wissenschaftlich untersucht werden, welches Potenzial die Erdwärme in Schleswig-Holstein hat.

Die CDU will Biogas-Anlagen weiter unterstützen. Diese Anlagen machen Strom und Wärme aus Pflanzen und Gülle. Forscher sollen außerdem prüfen, wie viel Erdwärme das Land nutzen kann.

Offshore-Windkraft schneller ausbauen

Die CDU will sich im Bund für eine verbindliche Planung und einen schnelleren Bau von Windparks vor den Küsten des Landes einsetzen. Von diesem Ausbau sollen mehr Wertschöpfung und Einnahmen in Schleswig-Holstein bleiben.

Die CDU will mehr Windräder auf dem Meer. Der Bund soll den Bau fest planen und schnell umsetzen. Schleswig-Holstein soll daran mehr Geld verdienen.

Mehr Flächen für Windkraft an Land

Die CDU will die Vorranggebiete für Windkraft voll ausschöpfen und zusätzliche Flächen gewinnen, indem früher aussortierte Gebiete neu bewertet werden. Die Abstände zu Wohnhäusern sollen dabei unverändert bleiben. Bürgerwindparks sollen gestärkt werden.

Die CDU will mehr Windräder an Land ermöglichen. Dafür will sie früher abgelehnte Flächen neu prüfen. Der Abstand zu Wohnhäusern soll gleich bleiben. Windparks von Bürgern will die CDU stärker fördern.

Genehmigungen und Netzausbau beschleunigen

Die CDU will Genehmigungsverfahren für Anlagen erleichtern, die erneuerbare Energie erzeugen oder transportieren. Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze sollen schneller aus- und umgebaut werden.

Die CDU will Genehmigungen für Energie-Anlagen einfacher machen. Leitungen für Strom, Gas und Wasserstoff sollen schneller gebaut werden. Die Behörden sollen dafür genug Personal haben.

Kohlekraftwerk Wedel abschalten, Kernkraftwerke zurückbauen

Die CDU will erreichen, dass das Kohlekraftwerk in Wedel so früh wie möglich vom Netz geht. Für den Rückbau der Kernkraftwerke im Land soll eine eigene Landesstrategie entstehen.

Die CDU will das Kohle-Kraftwerk in Wedel so schnell wie möglich abschalten. Für den Abbau der Atom-Kraftwerke im Land soll es einen Plan geben.

Energiespeicher und Wärmepumpen fördern

Die CDU will Energiespeicher finanziell fördern, um Angebot und Nachfrage bei erneuerbarem Strom auszugleichen. Haushalte und kleine Betriebe sollen Zuschüsse für Batteriespeicher und Wärmepumpen in Verbindung mit einer Solaranlage erhalten.

Die CDU will Speicher für Strom fördern. Haushalte und kleine Firmen sollen Geld für Batterie-Speicher und Wärme-Pumpen bekommen. Das gilt, wenn sie eine Solar-Anlage haben oder bauen. Die CDU will auch eine große Batterie-Fabrik ins Land holen.

Wasserstoffwirtschaft und Energiestandorte ausbauen

Die CDU will die Wasserstoffwirtschaft im Land voranbringen und die Energiestandorte Heide, Brunsbüttel und Itzehoe weiter unterstützen. Brunsbüttels Hafen soll zu einem Terminal für erneuerbare Treibstoffe werden, und ein Wasserstoff-Transportnetz von Hamburg bis Oslo soll entstehen.

Die CDU will mehr grünen Wasserstoff im Land. Grüner Wasserstoff ist ein Gas, das man mit Öko-Strom herstellt. Der Hafen in Brunsbüttel soll ein Umschlag-Platz für saubere Treibstoffe werden. Leitungen sollen Wasserstoff von Hamburg bis Oslo bringen.

CDU: alle 18 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,3), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaausgewogen (+0,1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 3 ausgewogen, 3 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Energieküste als Wasserstoff- und Technologiestandort stärken

Die FDP will die Westküste als Standort für Technik, Produktion und Forschung rund um erneuerbare Energien ausbauen und bekannter machen. Sie sieht in der Erzeugung erneuerbarer Energien einen Wachstumstreiber, weil Unternehmen ihre Standorte zunehmend danach auswählen.

Die FDP will die Westküste des Landes stärken. Dort entsteht viel Strom aus Wind. Daraus soll auch Wasserstoff in großen Mengen entstehen. Die FDP hofft, dass deshalb neue Firmen in die Region kommen.

Energiestandards und Solarpflicht für Wohngebäude nicht verschärfen

Die FDP will die energetischen Anforderungen an Wohngebäude nicht weiter erhöhen und bestehende Regeln überprüfen lassen. Eine Pflicht zu Photovoltaik-Anlagen auf Wohngebäuden lehnt sie ab. Nach dem Programm stehen geringe Energieeinsparungen hohen Zusatzkosten gegenüber.

Die FDP will keine strengeren Energie-Regeln für Wohnhäuser. Sie will auch die heutigen Regeln prüfen. Niemand soll eine Solar-Anlage auf dem Dach haben müssen. Die FDP sagt: Strenge Regeln machen das Bauen zu teuer.

Klimaschutz technologieoffen und ohne Verbote betreiben

Die FDP bekennt sich zu den Pariser Klimazielen und will sie durch Innovation, Wettbewerb und Technologieoffenheit statt durch Verbote erreichen. Die öffentliche Verwaltung soll vorangehen, bevor Bürger und Unternehmen verpflichtet werden.

Die FDP will das Klima schützen. Sie will dafür neue Technik nutzen und keine Verbote. Zuerst soll der Staat selbst handeln. Erst danach sollen Bürger und Firmen Pflichten bekommen. Klimaschutz soll für die Menschen bezahlbar bleiben.

Energieversorgung sichern, LNG-Terminal Brunsbüttel bauen

Die FDP will Energiepolitik stärker an der Sicherheit ausrichten und strebt eine Versorgung Deutschlands und Europas aus eigener Kraft an. Dazu soll das Flüssiggasterminal in Brunsbüttel rasch gebaut werden; Bezahlbarkeit von Energie soll mehr Gewicht bekommen.

Die FDP will eine sichere Versorgung mit Energie. Deutschland und Europa sollen sich selbst versorgen können. In Brunsbüttel soll schnell ein Terminal für Flüssig-Gas entstehen. Energie soll bezahlbar bleiben.

Stromsteuer senken, Speicher und Netze stärken

Die FDP will die Stromsteuer auf das EU-Mindestmaß senken, Energiespeicher von Abgaben und Umlagen befreien und die Netzentgelte bundesweit einheitlich gestalten. Der Netzausbau soll mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien Schritt halten.

Die FDP will die Steuer auf Strom stark senken. Speicher für Energie sollen keine Abgaben mehr zahlen. Die Strom-Netze sollen zusammen mit Wind- und Sonnen-Energie wachsen. Die Kosten für Netze sollen in ganz Deutschland gleich verteilt sein.

Windenergie ausbauen und Repowering erleichtern

Die FDP will die Windenergie so ausbauen, dass die Ziele des geltenden Energiewende- und Klimaschutzgesetzes erreicht werden. Alte Anlagen sollen leichter durch leistungsstärkere ersetzt werden können, auch außerhalb der Vorrangflächen. Die Abstände zu Wohnhäusern sollen bleiben, Windräder im Wald lehnt die Partei ab.

Die FDP will mehr Strom aus Wind. Alte Windräder sollen leichter durch neue, stärkere ersetzt werden. Das nennt man Repowering. Der Abstand zu Wohnhäusern soll gleich bleiben. Im Wald soll es keine Windräder geben.

Solarenergie freiwillig statt per Pflicht ausbauen

Die FDP lehnt eine Pflicht zu Solaranlagen auf Wohngebäuden ab und will die Entscheidung den Eigentümern überlassen. Stattdessen sollen einfachere Regeln bei Steuern, Abrechnung und Anmeldung Anreize schaffen. Über Solar-Freiflächen sollen weiterhin die Gemeinden entscheiden.

Die FDP will keine Pflicht für Solar-Anlagen auf Wohnhäusern. Die Eigentümer sollen selbst entscheiden. Dafür sollen Steuern und Anmeldung einfacher werden. Wer seinen Solar-Strom selbst verbraucht, soll weniger Abgaben zahlen.

Längere Laufzeiten für Kernkraftwerke prüfen

Die FDP will prüfen lassen, ob laufende und kürzlich abgeschaltete Kernkraftwerke länger betrieben werden können, um die Energieversorgung zu sichern und Abhängigkeiten zu vermeiden. Außerdem will sie die Kernfusion stärker unterstützen. Zwischenlager an den Kraftwerksstandorten sollen nicht zu Endlagern werden.

Die FDP will prüfen, ob Atom-Kraftwerke länger laufen können. Das gilt auch für Kraftwerke, die erst vor kurzem abgeschaltet wurden. So soll Deutschland genug Energie haben. Die Partei will auch die Kernfusion fördern. Das ist eine neue Art, Energie zu gewinnen.

Wasserstoff und Methanol als Energieträger aufbauen

Die FDP will den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft beschleunigen und Wasserstoff zu einer Säule des Energiesystems machen. Dazu gehören die Umsetzung der Landesstrategie, eine gemeinsame Netzplanung und eine Europäische Wasserstoffunion. Auch Methanol soll als Energieträger deutlich stärker unterstützt werden.

Die FDP will Wasserstoff schneller nutzen. Wasserstoff ist ein Gas, das Energie speichern kann. Alte Erdgas-Leitungen sollen Wasserstoff transportieren können. Auch Methanol will die Partei mehr fördern. Methanol ist eine Flüssigkeit, die viel Energie enthält.

Solaranlagen auf Denkmälern erlauben

Die FDP will dem Klimaschutz bei denkmalgeschützten Gebäuden Vorrang geben. Das Denkmalschutzgesetz soll so geändert werden, dass Eigentümer Solaranlagen anbringen und ihre Gebäude energetisch umbauen dürfen.

Manche alten Gebäude stehen unter Denkmal-Schutz. Dort sind Umbauten oft schwer. Die FDP will Solar-Anlagen auf diesen Gebäuden erlauben. Die Besitzer sollen selbst entscheiden. Auch Umbauten zum Energie-Sparen sollen möglich sein.

FDP: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 11 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 2 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,3), aus 35 Punkten

    Punkte je Stufe: 10 deutlich Klimaschutz zuerst, 25 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Klimabildung in allen Lehrplänen verankern

Die Grünen wollen 2023 zum Jahr der Klimabildung erklären und eine landesweite Klima-Projektwoche an Kitas und Schulen einführen. Klimabildung soll in sämtlichen Lehrplänen stehen. Das Programm begründet dies damit, dass Wissen und Dialog nötig seien, um die Klimakrise zu verstehen.

Kinder und Jugendliche sollen mehr über das Klima lernen. Im Jahr 2023 soll es eine Klima-Projektwoche an Kitas und Schulen geben. Das Thema Klima soll in allen Lehrplänen stehen. Das gilt auch für Berufs-Schulen.

Klimakonzept für die Kulturbranche entwickeln

Die Grünen wollen mit privaten und öffentlichen Akteuren ein Konzept erarbeiten, wie die Kultur-, Veranstaltungs- und Filmbranche klimaneutral werden kann. Begründet wird das mit dem Beitrag der Branche zum Ausstoß von Treibhausgasen.

Auch Konzerte, Filme und Feste schaden dem Klima. Die Grünen wollen dafür einen Plan machen. Die Kultur-Branche soll dabei mitarbeiten. Am Ende soll sie dem Klima nicht mehr schaden.

Sportgroßveranstaltungen bis 2030 klimaneutral ausrichten

Die Grünen wollen, dass große Sportveranstaltungen spätestens 2030 klimaneutral und nachhaltig stattfinden. Olympische und Paralympische Spiele im Land soll es nur mit klimafreundlichem Konzept und Bürgerentscheid geben.

Große Sport-Feste sollen dem Klima nicht mehr schaden. Das soll bis zum Jahr 2030 gelten. Besucher sollen ohne Auto anreisen können. Über Olympische Spiele im Land sollen die Menschen selbst abstimmen.

Nachhaltigkeits-Rat beim Landtag einrichten

Die Grünen wollen beim Landtag einen wissenschaftlichen Nachhaltigkeits-Rat schaffen. Er soll beobachten, wie das Land bei seinen Klima- und Nachhaltigkeitszielen vorankommt, und Vorschläge machen, wenn es im Rückstand ist. Der bestehende Nachhaltigkeitscheck soll auch für Initiativen des Parlaments gelten.

Die Grünen wollen einen Rat für Nachhaltigkeit beim Landtag. In dem Rat sitzen Fachleute aus der Wissenschaft. Sie prüfen, ob das Land seine Klima-Ziele erreicht. Sie machen Vorschläge, wenn das Land zu langsam ist.

Schleswig-Holstein bis 2035 klimaneutral machen

Die Grünen wollen, dass Schleswig-Holstein spätestens 2035 klimaneutral ist, also früher als das Bundesrecht es vorsieht. Klima- und Artenschutz sollen bei politischen Abwägungen Vorrang bekommen. Ein festes CO2-Restbudget soll Maßstab der gesamten Landespolitik werden.

Die Grünen wollen: Schleswig-Holstein soll bis 2035 klimaneutral sein. Klimaneutral heißt: Das Land schadet dem Klima nicht mehr. Klima-Schutz und Arten-Schutz sollen bei Entscheidungen Vorrang haben. Das Land soll nur noch eine feste Menge CO2 ausstoßen dürfen.

Klimaschutz in der Landesverfassung verankern

Die Grünen wollen Klimaschutz als öffentliches Interesse festlegen und als Ziel in die Verfassung des Landes schreiben. Das Programm begründet dies damit, allen Generationen eine lebenswerte Zukunft zu sichern.

Die Grünen wollen den Klima-Schutz in die Landes-Verfassung schreiben. Die Verfassung ist das wichtigste Gesetz des Landes. Klima-Schutz soll als Interesse aller gelten. So sollen auch spätere Generationen gut leben können.

Klimaschädliche Landessubventionen beenden

Die Grünen wollen sämtliche Förderprogramme des Landes daraufhin überprüfen, ob sie zum Klimaschutz passen. Subventionen des Landes, die dem Klima schaden, sollen enden. Außerdem sollen Landesentwicklungsplan und Regionalpläne schneller angepasst werden können.

Die Grünen wollen alle Förder-Gelder des Landes prüfen. Geld für klima-schädliche Dinge soll es nicht mehr geben. Auch die Pläne für die Entwicklung des Landes sollen sich schneller ändern lassen.

Landesverwaltung schneller klimaneutral machen

Die Grünen wollen, dass die Landesverwaltung beim Klimaschutz Vorbild ist. Gebäude des Landes sollen schon 2035 statt 2040 ohne Emissionen mit Wärme und Strom versorgt werden. Die Fahrzeuge der Verwaltung sollen bis 2030 emissionsfrei fahren.

Die Grünen wollen: Die Verwaltung des Landes soll Vorbild beim Klima-Schutz sein. Ihre Gebäude sollen ab 2035 Wärme und Strom ohne Abgase bekommen. Bisher war 2040 geplant. Die Autos der Verwaltung sollen bis 2030 ohne Abgase fahren.

Klimapartnerschaften mit dem globalen Süden aufbauen

Die Grünen wollen Klimapartnerschaften zwischen Kommunen in Schleswig-Holstein und Kommunen im globalen Süden anstoßen und dafür Mittel bereitstellen. Auch das Land selbst soll eine Partnerschaft mit einem anderen Land eingehen. Ein Landesfonds soll die Projekte finanzieren.

Die Grünen wollen Klima-Partnerschaften mit ärmeren Ländern. Städte und Gemeinden aus Schleswig-Holstein arbeiten dann mit Orten dort zusammen. Auch das Land soll einen Partner bekommen. Ein Fonds des Landes soll die Projekte bezahlen.

Schifffahrt in den Emissionshandel einbeziehen

Die Grünen fordern, dass die Schifffahrt künftig am Emissionshandel teilnimmt. Ein EU-Innovationsfonds soll die Kosten neuer Antriebe abfedern, und auf europäischer Ebene soll ein Plan für den Umstieg auf emissionsfreie Schifffahrt entstehen.

Schiffe stoßen Abgase aus. Die Grünen wollen, dass Schiffe dafür zahlen müssen. Das nennt man Emissions-Handel. Ein Fonds der EU soll bei neuen Antrieben helfen. Die EU soll einen Plan für saubere Schiffe machen.

Küstenschutz und Niederungen an Klimafolgen anpassen

Die Grünen wollen den Generalplan Küstenschutz fortschreiben und eine Strategie „Niederungen 2100“ erarbeiten. In überflutungsgefährdeten Gebieten soll möglichst nicht mehr gebaut werden. Begründet wird das mit steigendem Meeresspiegel und Extremwetter.

Das Meer steigt und es gibt mehr Sturmfluten. Die Grünen wollen die Küsten besser schützen. Für tief liegende Gebiete soll es einen neuen Plan geben. Wo Wasser hinkommen kann, soll man nicht mehr bauen.

Städte begrünen und Hitzeschutzplan auflegen

Die Grünen wollen Städte über ein Landesprogramm an das veränderte Klima anpassen, etwa durch begrünte Fassaden und entsiegelte Böden. Hinzu kommen ein Beratungsangebot für Kommunen und ein Landesaktionsplan Hitzeschutz.

Die Grünen wollen mehr Grün in den Städten. Hauswände sollen bepflanzt werden. Der Boden soll mehr Regen aufnehmen können. Das schützt bei starkem Regen. Ein Plan soll die Menschen vor großer Hitze schützen.

Schneller aus Kohle und fossilen Energien aussteigen

Die Grünen wollen den Ausstieg aus Kohlestrom und anderen fossilen Energieträgern beschleunigen. Schleswig-Holstein soll dafür mehr zur deutschen Energieversorgung beitragen, als es seinem Anteil entspricht, und Stromnetze sowie Speicher vorausschauend ausbauen.

Die Grünen wollen schneller weg von Kohle, Öl und Gas. Schleswig-Holstein soll besonders viel grünen Strom für Deutschland liefern. Dafür braucht es mehr Strom-Leitungen und Speicher. Die Natur soll dabei geschützt bleiben.

Höhere Ausbauziele für Ökostrom gesetzlich festschreiben

Die Grünen wollen das Ziel für erneuerbaren Strom an Land bis 2030 auf 45 bis 50 Terawattstunden anheben. Bis 2040 soll der gesamte Energiebedarf des Landes für Strom, Wärme und Verkehr aus erneuerbaren Quellen stammen. Die Ziele sollen im Energiewende- und Klimaschutzgesetz des Landes stehen.

Die Grünen wollen viel mehr grünen Strom im Land erzeugen. Bis 2030 sollen es 45 bis 50 Terawatt-Stunden sein. Das ist eine Maß-Einheit für sehr viel Strom. Bis 2040 soll alle Energie im Land erneuerbar sein. Diese Ziele sollen in einem Gesetz stehen.

Bürgerenergie und Beteiligung an der Energiewende stärken

Die Grünen wollen, dass möglichst viele Menschen im Land von der Energiewende profitieren. Dazu soll der Bürgerenergiefonds wachsen, und Wind- und Solarparks in Bürgerhand sollen Hilfe bei Finanzierung und Genehmigung bekommen. Das soll nach dem Programm Wertschöpfung vor Ort und Zustimmung schaffen.

Die Grünen wollen, dass Bürger bei der Energiewende mitmachen können. Bürger sollen eigene Wind-Parks und Solar-Parks leichter bauen können. Dafür gibt es einen Fonds vom Land. Dieser Fonds soll größer werden. Auch Mieter sollen leichter eigenen Solar-Strom nutzen können.

Kommunalen Klimaschutz und lokale Energieprojekte fördern

Die Grünen wollen Kommunen beim Aufbau eigener Strukturen für den Klimaschutz unterstützen. Außerdem sollen mehr Modellprojekte möglich werden, bei denen Kommunen oder Bürgergenossenschaften selbst Strom und Wärme liefern.

Die Grünen wollen Städten und Gemeinden beim Klima-Schutz helfen. Es soll dort Klima-Büros und Klima-Beauftragte geben. Gemeinden und Bürger-Gruppen sollen selbst Strom und Wärme anbieten können. Ein neuer Preis soll gute Ideen zum Schutz der Natur ehren.

Windkraft an Land auf 15 Gigawatt ausbauen

Die Grünen wollen die Windenergie an Land über die bisher vereinbarten 10 Gigawatt hinaus ausbauen, mit 15 Gigawatt als nächstem Zwischenziel. Dafür sollen neue Flächen gefunden und zusätzliche Vorranggebiete ausgewiesen werden.

Die Grünen wollen mehr Wind-Räder an Land. Bisher ist das Ziel 10 Gigawatt Leistung. Das neue Ziel ist 15 Gigawatt. Dafür sucht das Land neue Flächen. Auch einzelne Wind-Räder und sehr kleine Wind-Parks sollen möglich sein.

Windkraft-Genehmigungen beschleunigen und Repowering erleichtern

Die Grünen wollen Genehmigungen für Windräder schneller machen und den Austausch alter Anlagen durch neue (Repowering) erleichtern. Technik wie Kollisionswarnsysteme soll Windkraft und Artenschutz besser vereinbar machen.

Die Grünen wollen, dass Wind-Räder schneller genehmigt werden. Die Behörden sollen mehr Personal bekommen. Alte Wind-Räder sollen leichter durch neue ersetzt werden. Technik soll Vögel vor den Wind-Rädern schützen.

Solarpflicht für Neubauten einführen

Die Grünen wollen, dass jedes geeignete Dach im Land eine Solaranlage bekommt. Für alle Neubauten soll eine Solarpflicht kommen; bestehende Gebäude sollen bei Eigentümerwechsel oder größerer Dachsanierung nachgerüstet werden.

Die Grünen wollen Solar-Anlagen auf allen passenden Dächern. Wer neu baut, muss eine Solar-Anlage aufs Dach setzen. Alte Häuser sollen bei Verkauf oder neuer Dach-Sanierung eine Anlage bekommen. Menschen mit wenig Geld sollen dabei Hilfe bekommen. Auch Solar-Anlagen am Balkon will die Partei stärker fördern.

Freiflächen-Solar kommunal planen und naturverträglich gestalten

Die Grünen halten Solaranlagen auf freien Flächen für nötig und wollen die Auswahl der Flächen bei den Kommunen belassen. Die Anlagen sollen zugleich Lebensräume für Tiere und Pflanzen bieten und mit Landwirtschaft kombiniert werden können.

Die Grünen wollen auch Solar-Anlagen auf freien Flächen. Die Gemeinden sollen weiter selbst über die Flächen entscheiden. Unter den Anlagen sollen Tiere und Pflanzen leben können. Auf manchen Flächen sollen Bauern zugleich Pflanzen anbauen oder Schafe halten.

Bioenergie auf Reststoffe und Gülle umstellen

Die Grünen wollen Biogasanlagen vom Maisanbau auf Reststoffe, Gülle und Blühstreifen umstellen. Die Anlagen sollen vor allem Schwankungen bei Wind- und Solarstrom ausgleichen. Frei werdende Maisflächen könnten nach dem Programm für Solarenergie, Biolandbau, Artenvielfalt oder Wald genutzt werden.

Biogas-Anlagen brauchen heute viel Mais. Die Grünen wollen das ändern. Die Anlagen sollen Gülle und Reste nutzen. Sie sollen Strom liefern, wenn Wind und Sonne fehlen. Auf den Mais-Feldern kann dann anderes entstehen.

Stromnetze schneller und im Dialog ausbauen

Die Grünen halten den Aus- und Neubau von Stromleitungen für unverzichtbar, um die Klimaziele zu erreichen. Alle Bundesländer sollen den Netzausbau beschleunigen; Belastungen für Anwohner und Natur sollen durch Transparenz und Dialog gering bleiben.

Grüner Strom muss dorthin kommen, wo Menschen ihn brauchen. Dafür wollen die Grünen mehr Strom-Leitungen bauen. Alle Bundesländer sollen dabei schneller werden. Die Partei will mit den Anwohnern offen reden. Das Wattenmeer soll geschont werden.

Land zum Drehkreuz für grünen Wasserstoff machen

Die Grünen wollen Schleswig-Holstein zu einem zentralen Standort für Erzeugung, Import und Handel von grünem Wasserstoff in Nordeuropa entwickeln. Wasserstoff soll gezielt dort eingesetzt werden, wo andere erneuerbare Energien nicht direkt nutzbar sind, etwa in der Industrie und im Schwerlast-, Schiffs- und Flugverkehr.

Grüner Wasserstoff ist ein Gas aus grünem Strom. Die Grünen wollen viel davon im Land herstellen und handeln. Fabriken, Schiffe, Flugzeuge und schwere Lkw sollen ihn nutzen. Das Land soll Fabriken beim Umstieg mit Geld helfen.

Eigene Wasserstoff-Infrastruktur im Land aufbauen

Die Grünen wollen für den Transport von Wasserstoff ein eigenes Netz schaffen. Dazu sollen Erdgasleitungen, Speicher und Verbrauchsanlagen umgerüstet oder durch neue ersetzt werden. Ein einheitlicher Standard „H2-ready“ soll festlegen, wann Anlagen sofort mit reinem grünem Wasserstoff laufen können.

Wasserstoff braucht eigene Leitungen und Speicher. Die Grünen wollen dafür alte Erdgas-Leitungen umbauen oder neue bauen. Anlagen für Wasserstoff sollen im Norden stehen. Es soll eine klare Regel geben, wann eine Anlage für Wasserstoff bereit ist.

Wärmewende mit mehr Gebäudesanierung sozial gestalten

Die Grünen wollen beim Anteil erneuerbarer Wärme das Bundesziel von 50 Prozent bis 2030 deutlich übertreffen. Jährlich sollen etwa 4 Prozent der Gebäude energetisch saniert werden. Mieterschutz und gezielte Förderung sollen verhindern, dass Menschen dadurch in soziale Not geraten.

Heizen verbraucht die Hälfte der Energie im Land. Die Grünen wollen mehr Wärme aus erneuerbaren Quellen. Jedes Jahr sollen etwa 4 von 100 Häusern saniert werden. Das soll auch die Heiz-Kosten senken. Mieter sollen dabei geschützt werden.

Klimaschutz zur kommunalen Pflichtaufgabe machen

Die Grünen wollen das Energiewende- und Klimaschutzgesetz erneut ändern und Klimaschutz für alle Kommunen zur Pflicht machen. Jede Kommune soll einen Wärmeplan aufstellen müssen. Regionale Klimaschutzagenturen und neue Fonds sollen dabei helfen.

Die Grünen wollen: Alle Städte und Gemeinden müssen das Klima schützen. Jede Gemeinde soll einen Plan für die Wärme-Versorgung machen. Neue Beratungs-Stellen sollen vor allem kleinen Gemeinden helfen. Das Land soll dafür Geld bereitstellen.

Wärmenetze bis 2035 auf Erneuerbare umstellen

Die Grünen wollen Nah- und Fernwärmenetze bis spätestens 2035 von fossilen Energien lösen. Neubaugebiete sollen in der Regel mit CO2-neutraler Nahwärme geplant werden. Solarthermie und Erdwärme sollen dabei eine große Rolle spielen.

Die Grünen wollen Wärme-Netze ohne Öl, Gas und Kohle. Das soll bis zum Jahr 2035 gelingen. Neue Wohn-Gebiete sollen klimafreundliche Wärme bekommen. Wärme aus Sonne und Erde soll mehr genutzt werden.

Strengere Gebäudestandards und Ende fossiler Heizungen

Die Grünen wollen, dass neue Gebäude mindestens dem Standard Effizienzhaus 40 entsprechen und Sanierungen den Standard Effizienzhaus 55 anstreben. Im Bund wollen sie erreichen, dass ab 2023 keine Öl- und reinen Gasheizungen mehr eingebaut werden. Begründet wird das mit der langen Lebensdauer von Heizungen.

Die Grünen wollen sparsame Häuser. Neue Häuser sollen sehr wenig Energie brauchen. Ab 2023 soll niemand mehr neue Öl-Heizungen oder reine Gas-Heizungen einbauen. Das Land soll Wärme-Pumpen fördern.

Netzentgelte bundesweit verteilen, Strommarkt flexibler machen

Die Grünen wollen sich im Bund dafür einsetzen, dass die Kosten des Netzausbaus bundesweit verteilt werden, damit Strom in Schleswig-Holstein nicht teurer ist als anderswo. Der Strommarkt soll mit flexiblen Preisen arbeiten, und überschüssiger Strom soll vor Ort genutzt werden können. Zugleich soll der Energieverbrauch sinken.

Strom-Netze kosten Geld. Die Grünen wollen diese Kosten in ganz Deutschland gleich verteilen. Strom-Preise sollen sich nach dem Angebot richten. Übriger Strom aus Wind soll im Land genutzt werden. Alle sollen weniger Energie verbrauchen.

Europäische Energie- und Wasserstoffkooperation ausbauen

Die Grünen sehen Schleswig-Holstein als Drehscheibe für Strom und Wasserstoff im Nord- und Ostseeraum. Sie wollen eine aktive europäische Energiepolitik mit den Nachbarstaaten betreiben und den Austausch über erneuerbare Energien verstärken.

Schleswig-Holstein liegt zwischen Nordsee und Ostsee. Die Grünen wollen bei Energie enger mit den Nachbar-Ländern arbeiten. Das Land soll Strom und Wasserstoff weiterleiten. Wasserstoff ist ein Gas, das Energie speichert.

LNG-Terminal und Nord Stream 2 ablehnen

Die Grünen lehnen ein LNG-Terminal in Schleswig-Holstein und die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 ab. Neue Projekte mit klimaschädlicher Wirkung sollen kein Landesgeld erhalten. Fossile Energieinfrastruktur hat aus Sicht des Programms keine Zukunft.

Die Grünen wollen kein Terminal für Flüssig-Gas im Land. Die Gas-Leitung Nord Stream 2 soll nicht starten. Das Land soll kein Geld für klimaschädliche Projekte geben. Statt·dessen sollen andere Energie-Träger geprüft werden.

Atomkraftwerke zurückbauen, Wiedereinstieg ablehnen

Die Grünen wollen die drei stillgelegten Atomkraftwerke im Land zügig und vollständig zurückbauen. Einen Wiedereinstieg in die Atomenergie lehnen sie ab, weil sie diese für teuer und gefährlich halten. An die Auseinandersetzungen um die Atomkraft soll ein Erinnerungsort erinnern.

Im Land gibt es drei abgeschaltete Atom-Kraftwerke. Die Grünen wollen sie schnell und sicher abbauen. Sie wollen keine neue Atom-Kraft. Ein Ort soll an den Streit um die Atom-Kraft erinnern.

Öl- und Gasförderung beenden, Förderzins anheben

Die Grünen wollen die Förderung von Erdöl und Erdgas im Land zurückfahren und beenden. Neue Ölbohrungen, Fracking und die Speicherung von CO2 im Boden (CCS) lehnen sie ab. Der Förderzins für Erdöl soll steigen, um eine ökologische Lenkungswirkung zu erzielen.

Die Grünen wollen kein Öl und Gas mehr im Land fördern. Neue Öl-Bohrungen soll es nicht geben. Firmen sollen mehr Geld für gefördertes Öl an das Land zahlen. Im Wattenmeer soll die Förderung schnell enden.

Städte klimaneutral und klimaangepasst umbauen

Die Grünen wollen den Städtebau ökologischer ausrichten und Städte auf die Folgen der Klimakrise vorbereiten. Mehr Grün, weniger Autoverkehr und der Umbau zu Schwammstädten gehören dazu.

Städte sollen sich auf die Klima-Krise vorbereiten. Es soll mehr Bäume und Grün geben. Manche Städte sollen Regen-Wasser besser aufnehmen können. Das nennt man Schwamm-Stadt. Es sollen weniger Autos fahren.

Landeshaushalt am 1,5-Grad-Ziel ausrichten

Die Grünen wollen alle finanzpolitischen Entscheidungen des Landes an Nachhaltigkeitszielen und am 1,5-Grad-Ziel messen. Investitionen und Förderprogramme sollen vorab auf ihre Klimawirkung geprüft werden, und ein fester Anteil des Haushalts soll in Klimaschutz fließen.

Die Grünen wollen das Geld des Landes am Klima-Schutz ausrichten. Das Land soll vorher prüfen, ob eine Ausgabe dem Klima hilft. Ausgaben, die dem Klima schaden, sollen sinken. Mindestens 5 Prozent vom Haushalt sollen in den Klima-Schutz gehen.

Nachhaltigkeitsberichte für öffentliche Unternehmen vorschreiben

Die Grünen wollen alle öffentlichen Unternehmen im Land zu Nachhaltigkeitsberichten verpflichten. Diese sollen mit einer Nachhaltigkeitsstrategie und Maßnahmen für Klimaneutralität bis 2035 verknüpft werden. Für Landesunternehmen soll zudem eine Gemeinwohlbilanz Pflicht werden.

Manche Firmen gehören dem Land oder den Gemeinden. Sie sollen künftig berichten, wie nachhaltig sie arbeiten. Sie sollen zum Beispiel ihren CO2-Ausstoß nennen. Bis 2035 sollen sie klimaneutral sein. Das heißt: Sie schaden dem Klima nicht mehr.

Grüne: alle 36 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,2), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich Klimaschutz zuerst, 6 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Schleswig-Holstein bis 2040 klimaneutral machen

Die SPD will Schleswig-Holstein bis 2040 klimaneutral machen und damit zum ersten klimaneutralen Bundesland. Ein Klimaplan soll alle nötigen Schritte benennen, ergänzt durch ein verbindliches CO2-Budget, das sich am 1,5-Grad-Ziel ausrichtet.

Die SPD will, dass Schleswig-Holstein bis 2040 klimaneutral ist. Das heißt: Das Land schadet dem Klima dann nicht mehr. Dafür soll es einen Klima-Plan geben. Eine feste Obergrenze soll regeln, wie viel CO2 noch erlaubt ist. Fachleute sollen das prüfen.

Windenergie und Erneuerbare schneller ausbauen

Die SPD will den Ausbau erneuerbarer Energien stark beschleunigen und breiter anlegen, weil der Strombedarf steigen werde. In der nächsten Wahlperiode sollen mindestens zwei Prozent der Fläche des Landes für Windkraft genutzt werden.

Die SPD will mehr Strom aus Wind und anderen sauberen Quellen. Zwei Prozent der Fläche im Land sollen für Windräder da sein. Alte Windräder sollen durch neue, stärkere ersetzt werden. Die Behörden sollen schneller genehmigen und mehr Personal bekommen.

100.000-Dächer-Programm für Solaranlagen auflegen

Die SPD will, dass sich alle Menschen im Land eine Solaranlage auf dem Dach leisten können. Ein Landesprogramm für 100.000 Dächer soll die Förderung des Bundes ergänzen und vor allem Haushalten mit wenig Geld helfen. Mieterinnen und Mieter sollen dabei nicht schlechter gestellt sein als Eigenheimbesitzer.

Die SPD will mehr Solar-Anlagen auf Dächern. Auch Menschen mit wenig Geld sollen eine bekommen können. Dafür plant die SPD ein Förder-Programm für 100.000 Dächer. Auch Mieter sollen vom günstigen Solar-Strom etwas haben.

Solarpflicht für Neubauten und Parkplätze einführen

Die SPD will Solaranlagen auf neuen Gebäuden und neuen Parkplätzen zur Pflicht machen. Alle geeigneten Gebäude des Landes sollen Photovoltaik erhalten. Den Ausbau auf Freiflächen will die Partei mit landesweiten Kriterien steuern.

Wer ein neues Haus baut, soll eine Solar-Anlage aufs Dach setzen müssen. Das soll auch für neue Parkplätze gelten. Auch die Gebäude des Landes sollen Solar-Anlagen bekommen. Für Solar-Anlagen auf Feldern soll es feste Regeln geben.

Bürgerenergie stärken und Ausverkauf verhindern

Die SPD will Energiegemeinschaften nach EU-Vorbild im Land einführen und Bürgerwind- sowie Bürgersolarparks fördern. Einen Verkauf dieser Parks an überregionale Energiekonzerne lehnt sie ab. Arbeitsplätze, Investitionen und Steuereinnahmen sollen im Land bleiben.

Bürger sollen sich an Wind-Parks und Solar-Parks beteiligen können. Die SPD will solche Bürger-Parks stärken. Große Energie-Firmen von außerhalb sollen sie nicht aufkaufen. Das Geld und die Arbeitsplätze sollen im Land bleiben.

Netzentgelte bundesweit gleichmäßiger verteilen

Die SPD will sich für eine Reform der Netzentgelte einsetzen. Die Kosten für die Stromnetze sollen in Deutschland gleichmäßiger verteilt werden. Aus Sicht der Partei dürfen sie nicht dort am höchsten sein, wo pro Kopf am meisten Ökostrom entsteht.

Netz-Entgelte sind Gebühren für die Strom-Leitungen. Sie sind ein Teil vom Strom-Preis. In Schleswig-Holstein sind sie besonders hoch. Die SPD will, dass alle Regionen in Deutschland ähnlich viel zahlen.

Wasserstoffproduktion auf 10 Gigawatt ausbauen

Die SPD will bis 2030 mindestens 10 Gigawatt Elektrolysekapazität für grünen Wasserstoff im Land aufbauen. Schleswig-Holstein soll als Teil einer „Wasserstoff-Hanse“ außerdem Drehkreuz für Wasserstoffimporte werden. Die Westküste mit Brunsbüttel soll dabei das Zentrum bilden.

Grüner Wasserstoff ist ein Energie-Träger aus Öko-Strom. Die Industrie braucht ihn, um klimaneutral zu werden. Die SPD will bis 2030 viel mehr davon im Land herstellen. Außerdem soll Wasserstoff aus anderen Ländern über Schleswig-Holstein ankommen.

Wärmenetze und Wärmepumpen fördern

Die SPD will den Ausbau von Wärmenetzen und den Einbau von Wärmepumpen fördern, um Öl- und Gasheizungen zu ersetzen. Neben Geld soll das Land eine eigene Umsetzungsstruktur mit Standardlösungen bereitstellen. Bei der Gebäudesanierung soll der Schwerpunkt auf ganzen Quartieren liegen.

Häuser sollen klimafreundlich geheizt werden. Die SPD will Wärme-Netze und Wärme-Pumpen fördern. Ein Wärme-Netz versorgt viele Häuser gemeinsam mit Wärme. Das Land soll Gemeinden beim Bauen mit Geld und Fachleuten helfen.

Land an Klimafolgen anpassen, Küsten schützen

Die SPD will schneller eine landesweite Strategie zur Anpassung an den Klimawandel erarbeiten und deren Umsetzung überwachen. Hochwasser- und Küstenschutz sollen auf die Folgen der Erwärmung ausgerichtet werden. In Hochwasserrisikogebieten soll nicht weiter gebaut werden, außer für den Küstenschutz.

Der Klima-Wandel bringt mehr Sturm-Fluten, Stark-Regen und Trockenheit. Die SPD will das Land besser darauf vorbereiten. Sie will die Küsten und das Binnen-Land vor Hoch-Wasser schützen. In gefährdeten Gebieten soll niemand mehr neu bauen.

Mit „Klimaretter-Kampagne“ Nachwuchs für Klimaberufe gewinnen

Die SPD will mit einer landesweiten Kampagne für Handwerksberufe und MINT-Studiengänge werben, die für den Klimaschutz gebraucht werden. Vor allem Frauen sollen stärker für technische Berufe und Studienfächer gewonnen werden. Laut Programm fehlen gerade dort Nachwuchskräfte, wo Windkraft, Solaranlagen, Gebäudesanierung und Netze ausgebaut werden müssen.

Für den Klima-Schutz braucht man viele Fachleute. Zum Beispiel im Handwerk und in der Technik. Dort fehlen Menschen. Die SPD will mit einer Kampagne für diese Berufe werben. Besonders Frauen sollen sich dafür entscheiden.

SPD: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SSW

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 6 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Erneuerbare durch Anreize statt Pflichten ausbauen

Der SSW will erneuerbare Energien fördern und setzt dabei auf Angebote statt Vorschriften. Eine Solarpflicht für alle Privathäuser lehnt er ab und will Solaranlagen stattdessen stärker finanziell fördern.

Der SSW will mehr Strom aus Wind und Sonne. Er will dafür aber keine Pflichten. Niemand soll eine Solar-Anlage auf dem Haus haben müssen. Stattdessen soll es mehr Geld als Hilfe geben. Das Land soll über die Hilfen informieren.

EU-Emissionshandel auf mehr Sektoren und Länder ausweiten

Der SSW will den EU-Emissionshandel auf weitere Sektoren und möglichst weltweit ausdehnen. Die Kosten des Klimaschutzes sollen vor allem Industrie und Großunternehmen tragen, nicht die Privathaushalte.

Firmen müssen in der EU für ihren CO2-Ausstoß Zertifikate kaufen. Das heißt Emissions-Handel. Der SSW will dieses System größer machen. Es soll für mehr Bereiche und mehr Länder gelten. Vor allem große Firmen sollen für Klimaschutz zahlen.

Klimaneutrale Energieversorgung bis 2035, Kohleausstieg bis 2030

Der SSW will die Energieversorgung des Landes bis 2035 klimaneutral machen und den Kohleausstieg möglichst auf 2030 vorziehen. Kohle- und Gaskraftwerke sollen in dem Maß vom Netz gehen, wie erneuerbare Energien wachsen.

Der SSW will Strom und Wärme ohne Schaden für das Klima. Das soll bis 2035 klappen. Kohle-Kraftwerke sollen möglichst bis 2030 schließen. Statt Öl- und Gas-Heizungen soll es Wärme-Pumpen geben. Der Schutz der Küsten soll wichtiger werden.

Windenergie ausbauen und Bürger am Gewinn beteiligen

Der SSW will den Ausbau der Windkraft an Land und auf See wieder beschleunigen und das Land zum Vorreiter machen. Bürgerinnen, Bürger und Kommunen sollen stärker an den Erträgen beteiligt werden, um Akzeptanz zu schaffen.

Der SSW will mehr Windräder an Land und auf dem Meer. Alte Windräder sollen durch stärkere ersetzt werden. Bürger sollen leichter am Gewinn beteiligt sein. Auch Gemeinden sollen mehr Geld von Windparks bekommen.

Photovoltaik auf Dächern stärker ausbauen

Der SSW will mehr Solaranlagen, vor allem auf Dächern: Öffentliche Gebäude und Gewerbebauten sollen bei Neubau und Sanierung damit ausgestattet werden, private Dächer mehr Förderung erhalten. Für Solarparks auf freier Fläche sollen klare Regeln gelten.

Der SSW will mehr Solar-Anlagen auf Dächern. Das Land soll bei seinen eigenen Gebäuden vorangehen. Auch Firmen-Gebäude sollen Solar-Anlagen bekommen. Private Haus-Besitzer sollen mehr Förderung erhalten. Solar-Parks sollen zuerst auf schon bebauten Flächen entstehen.

Grünen Wasserstoff, Sektorenkopplung und Speicher fördern

Der SSW will die Wasserstoffstrategie des Landes fortschreiben und die Forschung zu grünem Wasserstoff stark ausweiten. Wasserstoff aus fossilen Quellen soll im Land nicht hergestellt werden; zugleich sollen Sektorenkopplung und Speichertechnik vorankommen.

Grüner Wasserstoff entsteht mit Strom aus Wind und Sonne. Der SSW will dazu viel mehr Forschung. Wasserstoff aus Gas oder Kohle soll es im Land nicht geben. Auch Strom-Speicher sollen besser werden. Hochschulen und Firmen sollen dabei zusammenarbeiten.

Stromnetze schneller ausbauen, Kosten bundesweit verteilen

Der SSW will den Netzausbau beschleunigen und dessen Kosten auf ganz Deutschland umlegen, damit Menschen in Schleswig-Holstein nicht überproportional zahlen. Erneuerbarer Strom soll bei der Einspeisung konsequent Vorrang haben, und selbst genutzter Ökostrom soll nicht zusätzlich belastet werden.

Neue Strom-Leitungen sollen schneller gebaut werden. Die Kosten sollen alle in Deutschland gemeinsam tragen. Bisher zahlen die Menschen im Norden zu viel, sagt der SSW. Wer eigenen grünen Strom nutzt, soll dafür nichts extra zahlen.

Atomausstieg abschließen, Endlager ergebnisoffen suchen

Der SSW hält am Atomausstieg fest und lehnt es ab, Kernenergie in der EU-Taxonomie als nachhaltig einzustufen. Die Suche nach einem Endlager soll bundesweit, nach wissenschaftlichen Kriterien und mit breiter Beteiligung der Bevölkerung laufen.

Der SSW ist gegen Atomkraft. Der Atom-Müll braucht ein sicheres Lager tief in der Erde. Die Suche soll in ganz Deutschland laufen. Wissenschaft soll entscheiden, nicht Politik. Die Menschen sollen früh informiert werden und mitreden.

CCS, Fracking und LNG-Infrastruktur verhindern

Der SSW will die unterirdische Speicherung von CO2 (CCS) und Fracking im Land dauerhaft ausschließen und keine Infrastruktur für Flüssigerdgas aufbauen. Aus Sicht der Partei verlängern diese Techniken die Nutzung fossiler Energien und gefährden das Grundwasser.

CCS heißt: Man presst das Gas CO2 in den Boden. Fracking holt Öl und Gas mit Chemikalien aus dem Gestein. Der SSW will beides für immer verhindern. Er will auch keine Anlagen für Flüssig-Erdgas. Das Grundwasser soll geschützt bleiben.

SSW: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl