Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Was sagen die Parteien in Schleswig-Holstein zur Bildung?

5 aktuelle Wahlprogramme in Schleswig-Holstein haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

CDU

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 13 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschaftausgewogen (-0,1), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 6 eher progressiv, 0 ausgewogen, 5 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 0 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Bewegungsstunde im Ganztag einführen

Die CDU will zusammen mit der Ganztagsschule eine Bewegungsstunde einführen. Vereine und Träger sollen daran mitwirken. Das Ganztagsangebot in der Grundschule soll zudem gut ausgebaut und hochwertig sein.

Die CDU will eine Bewegungs-Stunde an Schulen. Kinder sollen sich dort bewegen und Sport machen. Die Stunde gehört zur Ganztags-Schule. Das ist Schule mit Angeboten am Nachmittag. Vereine sollen dabei helfen.

Erzieherausbildung ausbauen und vergüten

Die CDU will die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) für Erzieherinnen und Erzieher deutlich ausweiten und eine Ausbildungsvergütung einführen. Mittelfristig soll daraus eine duale Ausbildung werden. So soll der wachsende Bedarf an Kita-Fachkräften gedeckt werden.

Die CDU will mehr Erzieherinnen und Erzieher ausbilden. Sie sollen in der Ausbildung Geld bekommen. Die Ausbildung soll es in jedem Kreis geben. Später soll sie in Schule und Betrieb zugleich stattfinden. Das nennt man duale Ausbildung.

Untersuchung für Viereinhalbjährige erproben

Die CDU will eine Untersuchung von Kindern im Alter von viereinhalb Jahren erproben, um sonderpädagogischen Förderbedarf früh zu erkennen. Kita und Grundschule sollen dabei zusammenarbeiten und gemeinsame Förderangebote einführen.

Die CDU will Kinder mit viereinhalb Jahren untersuchen lassen. Das soll zuerst getestet werden. So sieht man früh, ob ein Kind Hilfe braucht. Es geht um Sprache und Bewegung. Kita und Grundschule sollen dann gemeinsam helfen.

Inklusionsoffensive in Kitas starten

Die CDU will eine Inklusionsoffensive für Kitas, damit Inklusion in allen Einrichtungen umgesetzt wird. Fachleute verschiedener Richtungen sollen Personal und Eltern vor Ort unterstützen.

Die CDU will mehr Inklusion in Kitas. Inklusion heißt: Kinder mit und ohne Behinderung sind zusammen. Das soll in allen Kitas im Land so sein. Fachleute sollen dem Personal und den Eltern helfen.

Bildungs-Plus-Programm und Standards in Kitas einführen

Die CDU will Kinder in der Kita gezielter auf die Schule vorbereiten. Dazu sollen ein Bildungs-Plus-Programm und verbindliche Bildungsstandards dienen.

Die CDU will Kinder in der Kita besser auf die Schule vorbereiten. Dafür soll es ein neues Programm geben. Für alle Kitas sollen feste Regeln zur Bildung gelten.

Nachhaltigkeit, Demokratie und Kultur in Kitas verankern

Die CDU will Bildung für nachhaltige Entwicklung und Demokratieerziehung in sämtlichen Kitas des Landes einführen. Außerdem sollen Naturkindertagesstätten ausgebaut und Kooperationen mit Kultureinrichtungen gestärkt werden.

Kinder sollen in der Kita etwas über Umwelt und Demokratie lernen. Das soll in allen Kitas im Land so sein. Die CDU will auch mehr Natur-Kitas. Kitas sollen mehr mit Kultur-Einrichtungen zusammenarbeiten.

Bewegungsoffensive in Kitas und Grundschulen starten

Die CDU will Kindern in Kitas und Grundschulen mehr Bewegung ermöglichen. Sie begründet das damit, dass Spiel und Sport die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen dauerhaft fördern.

Kinder sollen sich mehr bewegen. Das gilt für die Kita und für die Grundschule. Die CDU sagt: Bewegung ist gut für die Gesundheit. In der Grundschule soll es jede Woche eine Bewegungs-Stunde geben.

Professur für frühkindliche Bildung einrichten

Die CDU will in Schleswig-Holstein eine Professur für frühkindliche Bildung schaffen. Dazu sollen ein dualer Bachelor- und ein Masterstudiengang gehören.

Die CDU will eine neue Professur schaffen. Sie soll sich mit Bildung für kleine Kinder befassen. Dazu soll es zwei neue Studiengänge geben.

Mehr Unterricht und Förderung an Grundschulen

Die CDU will in den ersten beiden Grundschulklassen je eine Unterrichtsstunde mehr einführen, um Deutsch und Mathematik zu stärken. Kleine Grundschulstandorte sollen weiter vom Land unterstützt werden.

Kinder in Klasse 1 und 2 sollen eine Stunde mehr Unterricht bekommen. Die Stunde ist für Deutsch und Mathe gedacht. Kleine Grundschulen sollen bleiben. Das Land soll ihnen dabei helfen.

Gymnasium und Gemeinschaftsschule mit eigenen Profilen stärken

Die CDU will Gymnasien und Gemeinschaftsschulen als gleichwertige Schularten mit jeweils eigenem Profil weiterentwickeln. An Gemeinschaftsschulen sollen Lerngruppen nach Leistung getrennt und Abschlussprüfungen für alle verpflichtend werden.

Die CDU will beide Schul-Arten behalten: Gymnasium und Gemeinschafts-Schule. Das Gymnasium soll auf das Studium vorbereiten. Die Gemeinschafts-Schule soll auf alle Abschlüsse vorbereiten. Dort sollen Schüler ab Klasse 7 nach Leistung in Gruppen lernen.

Informatik als Pflichtfach ab Klasse 5 einführen

Die CDU will Informatik an sämtlichen weiterführenden Schulen von der fünften Klasse an zum Pflichtfach machen. Schülerinnen und Schüler sollen so früh mit Zukunftskompetenzen vertraut werden.

Alle Schüler sollen Informatik lernen. Das Fach soll ab Klasse 5 Pflicht sein. Die CDU will dafür mehr Lehrer ausbilden.

Fremdsprachen und herkunftssprachlichen Unterricht ausbauen

Die CDU will den Fremdsprachenunterricht stärken und neue Modelle wie bilingualen und herkunftssprachlichen Unterricht erproben. In den großen Städten sollen internationale Schulangebote entstehen.

Schüler sollen mehr Fremdsprachen lernen können. Kinder aus eingewanderten Familien sollen auch die Sprache ihrer Familie lernen können. In großen Städten soll es internationale Schulen geben.

Gründergeist und MINT-Bildung an Schulen fördern

Die CDU will ökonomische Bildung und Gründerkultur an weiterführenden Schulen im ganzen Land verankern. Zudem sollen MINT-Angebote wie Schülerlabore und die MINT-Akademie ausgebaut werden.

Schüler sollen lernen, wie Wirtschaft funktioniert. Sie sollen auch lernen, wie man eine Firma gründet. Die CDU will außerdem mehr Angebote für Mathe, Informatik, Natur-Wissenschaft und Technik.

Freie Schulen und Mitwirkung von Eltern stärken

Die CDU will Schulen in freier Trägerschaft bei Unterrichtsgenehmigungen und bei der Suche nach Fachkräften stärker unterstützen. Außerdem sollen Eltern- und Schülervertretungen bessere Bedingungen für ihre Arbeit bekommen.

Die CDU will private Schulen unterstützen. Sie sollen leichter Lehrer finden. Auch Eltern-Vertreter und Schüler-Vertreter sollen besser arbeiten können.

Unterrichtsversorgung sichern und Lehrkräfte gewinnen

Die CDU will die Unterrichtsversorgung dauerhaft über 100 Prozent halten, um Unterrichtsausfall zu verringern. Eine Allianz für Lehrkräftebildung soll helfen, mehr Lehrkräfte zu gewinnen, vor allem in Mangelfächern.

Es soll genug Lehrer geben, damit weniger Unterricht ausfällt. Die CDU will mehr Lehrer gewinnen. Besonders fehlen Lehrer für Mathe, Informatik und Natur-Wissenschaften. Ein Bündnis soll die Ausbildung der Lehrer verbessern.

Fortbildungspflicht und digitale Schulung für Lehrkräfte

Die CDU will Lehrkräfte verpflichten, jährlich mindestens 15 Stunden Fortbildung nachzuweisen. Digitale Bildung soll in Ausbildung und Fortbildung einen festen Platz bekommen.

Lehrer sollen sich jedes Jahr weiterbilden müssen. Es sollen mindestens 15 Stunden im Jahr sein. Sie sollen vor allem mehr über digitalen Unterricht lernen.

Ganztag an Grundschulen bis 2026/27 ausbauen

Die CDU will die Ganztagsangebote an Grundschulen bis zum Schuljahr 2026/27 so erweitern, dass der Rechtsanspruch schrittweise erfüllt werden kann. Land und Bund sollen die Schulträger bei Räumen und Personal finanziell unterstützen.

Die CDU will mehr Ganztag an Grundschulen. Ganztag heißt: Kinder werden auch am Nachmittag in der Schule betreut. Bis 2026/27 soll es genug Plätze geben. Das Land und der Bund sollen dafür Geld geben.

Schulbauförderung des Landes fortsetzen

Die CDU will die Schulträger auch nach 2023 beim Bau und bei der Sanierung von Schulen fördern. Dazu sollen ein Musterraumprogramm und neue Schulbauberater des Landes kommen.

Die CDU will weiter Geld für den Bau von Schulen geben. Das soll auch nach 2023 gelten. Es soll Berater für den Schulbau geben. Sie helfen vor allem kleinen Schulträgern.

Perspektivschulen fortführen und Sprachangebote stärken

Die CDU will das Programm für Schulen in sozial schwierigen Lagen, die mehr Geld erhalten, fortsetzen und weiterentwickeln. Dazu gehören mehr Deutschangebote, auch für Eltern, und ein Frühstück an diesen Schulen.

Manche Schulen haben es besonders schwer. Sie bekommen mehr Geld. Die CDU will dieses Programm weiterführen. Es soll mehr Deutsch-Kurse geben, auch für Eltern. An diesen Schulen soll es auch Frühstück geben.

Lern- und Betreuungsangebote in den Ferien verstetigen

Die CDU will schulische Lern- und Betreuungsangebote in den Ferien dauerhaft einrichten. Sie verweist darauf, dass sich solche Angebote im Programm zum Aufholen nach Corona bewährt hätten.

Die CDU will Lern-Angebote in den Ferien. Diese soll es dauerhaft geben. Die Kinder können dort lernen und werden betreut. Der Bund soll dafür weiter Geld geben.

Pilotprojekt für kostenlose Menstruationsartikel an Schulen

An weiterführenden Schulen will die CDU in einem Pilotprojekt Hygieneartikel kostenlos bereitstellen. Sie begründet das damit, dass Kosten und Unsicherheit rund um die Menstruation Schülerinnen vom Unterricht fernhalten können.

Die CDU will einen Versuch an Schulen starten. Dort soll es kostenlose Hygiene-Artikel für die Periode geben. Manche Mädchen fehlen sonst im Unterricht. Das will die CDU verhindern.

Multiprofessionelle Teams an Schulen ausbauen

Die CDU will Schulbegleitung, Schulassistenz und Schulsozialarbeit in gemeinsamen Teams mit regionalen Budgets bündeln und landesweit ausbauen. Schule sei längst mehr als ein Ort der Wissensvermittlung und brauche deshalb neben Lehrkräften weitere Berufsgruppen.

An Schulen arbeiten nicht nur Lehrer. Es gibt auch Helfer für einzelne Kinder und Sozial-Arbeiter. Die CDU will diese Fachleute in einem Team zusammenfassen. Jede Region bekommt dafür ein festes Budget. Es soll mehr solche Teams im Land geben.

Inklusion mit mehr Sonderpädagogen und Standards stärken

Die CDU will weitere Stellen für Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen schaffen und landesweit verbindliche Standards für Inklusion einführen. Maßstab bleibt ein Gutachten von 2016, das den Bedarf auf 493 zusätzliche Stellen beziffert.

Inklusion heißt: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen. Die CDU will dafür mehr Fach-Lehrer einstellen. Im ganzen Land sollen dieselben festen Regeln gelten. Der Beruf soll attraktiver werden.

Förderzentren erhalten und besondere Lerngruppen einrichten

Die CDU will Förderzentren mit eigenen Schülerinnen und Schülern beibehalten, damit dort bei Bedarf individuell gefördert werden kann. Zusätzlich sollen Lerngruppen für Kinder mit Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung entstehen.

Förderzentren sind Schulen für Kinder mit besonderem Förder-Bedarf. Die CDU will diese Schulen behalten. Es soll auch neue Lern-Gruppen geben. Sie sind für Kinder mit Problemen im Verhalten. Später sollen diese Kinder in ihre Klasse zurück.

Schulleitungen qualifizieren und Schulaufsicht stärken

Die CDU will Führungskräfte an Schulen gezielt finden, ausbilden und fortbilden und die Besetzung von Leitungsstellen neu regeln. Die Schulaufsicht, vor allem die Schulämter, soll gestärkt werden.

Die CDU will Schulleiter besser ausbilden. Sie will früh Lehrer finden, die gut leiten können. Die Auswahl für Leitungs-Stellen soll neu geregelt werden. Die Schul-Ämter sollen mehr Unterstützung geben können.

Berufsorientierung und Jugendberufsagenturen ausbauen

Die CDU will Programme zur beruflichen Orientierung dauerhaft weiterführen und erweitern. Jugendberufsagenturen sollen in allen Regionen des Landes entstehen und den Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen.

Schüler sollen früh etwas über Berufe erfahren. Die CDU will dafür mehr Programme. Überall im Land soll es Jugend-Berufs-Agenturen geben. Sie helfen Jugendlichen beim Start in den Beruf.

Landesweite Schüler-ID einführen

Die CDU will eine landesweite Kennung für Schülerinnen und Schüler einführen. Sie soll die Bildungsberichterstattung verbessern und Wechsel im Bildungsweg unbürokratischer machen.

Jeder Schüler soll eine eigene Nummer bekommen. Die CDU nennt das Schüler-ID. Damit soll ein Schul-Wechsel einfacher werden. Das Land will so auch bessere Zahlen über Bildung bekommen.

Berufliche Schulen und duale Ausbildung sichern

Die CDU will die sechs Schularten der beruflichen Bildung erhalten und die duale Ausbildung mit einem Masterplan absichern. Berufliche Schulen sollen modern ausgestattet und digital arbeiten können.

Die CDU will die Berufs-Schulen stärken. Alle sechs Arten von Berufs-Schulen sollen bleiben. Ein Plan soll den Unterricht auch auf dem Land sichern. Die Schulen sollen gute Technik bekommen.

Abschlüsse gegenseitig anerkennen, offene Berufshochschule gründen

Die CDU will den Wechsel zwischen schulischer Berufsbildung, dualer Ausbildung und Studium erleichtern, indem Abschlüsse gegenseitig angerechnet werden. Zusätzlich soll eine offene Berufshochschule entstehen, die Ausbildung und Studium verbindet.

Die CDU will, dass Abschlüsse überall zählen. Wer an einer Berufsschule etwas gelernt hat, soll das in der Ausbildung anrechnen können. Auch im Studium soll ein Berufs-Abschluss zählen. Außerdem soll es eine neue offene Berufs-Hochschule geben.

MINT-Bildungsgänge an beruflichen Schulen stärken

Die CDU will technische und naturwissenschaftliche Bildungsgänge an beruflichen Schulen überdurchschnittlich stärken. Sie begründet das mit dem Fachkräftemangel in den MINT-Berufen.

In technischen Berufen fehlen viele Fachleute. Die CDU will deshalb technische Fächer an Berufsschulen besonders fördern. MINT heißt: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Auch die Ausbildung von Schiffs-Offizieren soll besser werden.

App für Berufs- und Studienorientierung schaffen

Die CDU will eine App einführen, die Ausbildungs- und Berufswege zeigt und freie Ausbildungs- und Praktikumsplätze sichtbar macht. Sie soll auch Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern den Weg in eine Ausbildung verkürzen.

Die CDU will eine App für die Berufs-Wahl. Die App zeigt, welche Berufe und Ausbildungen es gibt. Sie zeigt auch freie Plätze für Ausbildung und Praktikum. Sie soll besonders für die Ausbildung im Betrieb werben.

Weniger Abgänge ohne Abschluss im Übergangsbereich

Die CDU will, dass weniger Jugendliche die berufsbildenden Schulen ohne Abschluss verlassen. Dazu sollen Ausbildungsvorbereitung und Berufsintegrationsklassen weiterentwickelt werden.

Manche Jugendliche verlassen die Berufsschule ohne Abschluss. Die CDU will, dass das seltener passiert. Dafür sollen Vorbereitungs-Klassen besser werden. Jugendliche sollen schneller eine Ausbildung im Betrieb beginnen.

Lehrkräfte für berufsbildende Schulen gewinnen

Die CDU will mehr Lehrkräfte für berufsbildende Schulen gewinnen und die Unterrichtsversorgung von über 100 Prozent halten. Dafür soll der Bedarf auch für diese Schulen vorausberechnet und der Quer- und Seiteneinstieg attraktiver werden.

An Berufsschulen fehlen Lehrerinnen und Lehrer. Die CDU will mehr Menschen für diesen Beruf gewinnen. Auch Leute aus Betrieben sollen leichter Lehrkraft werden können. Es soll weiter genug Unterricht geben.

Weiterbildungsstrategie entwickeln und gesetzlich verankern

Die CDU will eine landesweite Strategie für Weiterbildung erarbeiten und in ein Gesetz schreiben. Finanzierung, digitale Angebote und die Vernetzung der Träger sollen weiterentwickelt werden, damit Weiterbildung in den Bildungswegen mehr Gewicht bekommt.

Die CDU will einen Plan für Weiterbildung im Land machen. Weiterbildung heißt: Erwachsene lernen Neues für Beruf oder Alltag. Der Plan soll in einem Gesetz stehen. Es soll eine Internet-Plattform mit Angeboten geben. Die Anbieter sollen enger zusammenarbeiten.

BAföG für Weiterbildung öffnen und elternunabhängiger machen

Die CDU will sich im Bund dafür einsetzen, BAföG und Aufstiegs-BAföG zusammenzulegen und die Altersgrenze zu öffnen. Zudem soll die Förderung weniger vom Einkommen der Eltern abhängen.

BAföG ist Geld vom Staat für Ausbildung und Studium. Die CDU will, dass auch ältere Menschen BAföG bekommen können. Das BAföG soll weniger vom Geld der Eltern abhängen. Zwei Arten von BAföG sollen eine werden.

Grundbildungszentren ausbauen, Gebühren für ersten Schulabschluss streichen

Die CDU will die Grundbildungszentren ausbauen, um den Anteil Erwachsener zu senken, die nicht ausreichend lesen und schreiben können. Wer den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss an einer Weiterbildungseinrichtung nachholt, soll dafür keine Gebühren mehr zahlen.

Manche Erwachsene können nicht gut lesen und schreiben. Die CDU will mehr Orte schaffen, an denen sie das lernen können. Diese Orte heißen Grundbildungs-Zentren. Wer als Erwachsener den ersten Schul-Abschluss nachholt, soll nichts mehr bezahlen.

Grundfinanzierung der Hochschulen weiter erhöhen

Die CDU will die Mittel für die Hochschulen weiter Jahr für Jahr anheben, um eine auskömmliche Grundfinanzierung zu erreichen. Das Geld bleibt an Zielvereinbarungen und den Hochschulvertrag gebunden. Begründet wird dies mit neuen Anforderungen durch Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit.

Die Hochschulen sollen jedes Jahr mehr Geld bekommen. Die CDU sagt: Bisher reicht das Geld noch nicht. Die Hochschulen vereinbaren dafür Ziele mit dem Land. Auch private Hochschulen sollen Förderung bekommen können.

Mehr Lehrkräfte an den Hochschulen ausbilden

Die CDU will an den Hochschulen die Bedingungen dafür schaffen, dass deutlich mehr Menschen ein Lehramtsstudium abschließen, vor allem in Mangelfächern. Grund ist der vorhergesagte hohe Bedarf an Grundschulen und besonders an Gemeinschaftsschulen.

Das Land braucht in Zukunft viele neue Lehrerinnen und Lehrer. Die CDU will deshalb mehr Menschen für das Lehramt ausbilden. Die Hochschulen bekommen dafür Geld. Im Studium soll das Digitale wichtiger werden.

Hochschulbau stärken und Immobilienbetrieb prüfen

Die CDU will mehr Geld für den Hochschulbau und für Forschungsbauten der Universitätsmedizin bereitstellen. Sie prüft einen eigenen Immobilienbetrieb für die Hochschulgebäude, um den Investitionsstau aufzulösen. Sanierungen sollen genutzt werden, um die Gebäude energetisch zu erneuern.

Viele Gebäude der Hochschulen müssen erneuert werden. Die CDU will dafür mehr Geld geben. Sie prüft einen eigenen Betrieb für diese Gebäude. Er soll bauen und die Gebäude pflegen. Die Gebäude sollen später ohne Schaden für das Klima laufen.

Digital-Pakt Hochschule mit dem Bund schaffen

Die CDU will zusammen mit dem Bund einen Digital-Pakt Hochschule anstoßen, der die digitale Ausstattung der Hochschulen verbessert. Zusätzlich sollen die digitalen Fähigkeiten von Lehrenden und Studierenden gestärkt und weitere Landesmittel bereitgestellt werden.

Die Hochschulen sollen bessere digitale Technik bekommen. Die CDU will dafür ein Programm von Bund und Land. Es heißt Digital-Pakt Hochschule. Lehrende und Studierende sollen besser mit digitaler Technik umgehen können. Auch die Bibliotheken sollen digitaler werden.

Landesexzellenzstrategie mit eigenem Budget einführen

Die CDU will Spitzenforschung mit einer Landesexzellenzstrategie und einem eigenen Budget gezielt fördern. Schwerpunkt ist, dass die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Exzellenzuniversität wird.

Die CDU will sehr gute Forschung im Land besonders fördern. Dafür soll es einen Plan und eigenes Geld geben. Die Universität Kiel soll Exzellenz-Universität werden. Das ist ein Titel für besonders starke Universitäten in Deutschland.

Außeruniversitäre Forschung im Land ausbauen

Die CDU will Forschungseinrichtungen außerhalb der Hochschulen stärken und weitere Abteilungen und Außenstellen ins Land holen. Dafür plant sie eine Fraunhofer-Strategie und ein eigenes Landesbudget. Lübeck soll ein Zentrum für KI in Medizin und Medizintechnik werden.

Es gibt Forschungs-Institute außerhalb der Hochschulen. Die CDU will mehr davon ins Land holen. Dafür soll es eigenes Geld vom Land geben. Für die Fraunhofer-Institute soll es einen eigenen Plan geben. Lübeck soll ein starker Ort für KI in der Medizin werden.

Angewandte Forschung zu Energiewende und KI ausbauen

Die CDU will anwendungsnahe Spitzenforschung an allen Hochschularten fördern. Schwerpunkte sind die Forschung zu Energiewende und Wasserstoff sowie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Mittelfristig soll ein eigenes Kompetenzzentrum für Energiewendeforschung entstehen.

Die CDU will mehr Forschung an den Hochschulen. Die Forschung soll praktisch nutzbar sein. Wichtig sind Energie, Wasserstoff und Künstliche Intelligenz. Später soll es ein Zentrum für Energiewende-Forschung geben.

Studienbedingungen verbessern und Abbrüche verringern

Die CDU will das landesweite Semesterticket dauerhaft beibehalten und dafür sorgen, dass mehr Studierende ihr Studium abschließen. Die psychosoziale Beratung an den Hochschulen soll deutlich wachsen, weil die Corona-Maßnahmen Studierende aus Sicht der Partei stark belastet haben. Die Lehre soll überwiegend in Präsenz stattfinden.

Die CDU will das Semesterticket behalten. Weniger Studierende sollen ihr Studium abbrechen. Es soll mehr Beratung bei seelischen Problemen geben. Der Unterricht an Hochschulen soll meist vor Ort stattfinden.

Hochschulautonomie per Gesetzesnovelle stärken

Die CDU will den Hochschulen mehr Eigenverantwortung geben und dafür das Hochschulgesetz ändern. Der erweiterte Senat soll abgeschafft werden. Zugleich sollen Hochschulen stärker in die Gesellschaft wirken, unter anderem durch Orte der Wissenschaftskommunikation.

Die CDU will, dass Hochschulen mehr selbst entscheiden. Dafür soll das Hochschul-Gesetz geändert werden. Ein Gremium, der erweiterte Senat, soll wegfallen. Außerdem soll es Orte geben, an denen alle Menschen Forschung erleben können.

Zivilklauseln und Gender-Vorgaben an Hochschulen ablehnen

Die CDU lehnt Zivilklauseln an Hochschulen ab, also Selbstverpflichtungen, nur für zivile Zwecke zu forschen. Ebenso lehnt sie Vorgaben zu geschlechtergerechter Sprache ab, vor allem wenn diese in die Bewertung von Prüfungen einfließen. Sie begründet das mit der Wissenschaftsfreiheit und den Rechtschreibregeln.

Manche Hochschulen wollen nur für friedliche Zwecke forschen. Das nennt man Zivil-Klausel. Die CDU ist dagegen. Sie ist auch gegen Pflichten zum Gendern. Besonders bei Noten für Prüfungen soll Gendern keine Rolle spielen.

Keine Burka und kein Niqab in Lehrveranstaltungen

Die CDU lehnt es ab, dass in Lehrveranstaltungen und Prüfungen an Hochschulen Burka oder Niqab getragen werden. Sie sieht in dieser Kleidung ein Zeichen der Unterdrückung von Frauen und hält sichtbare Mimik und Gestik für notwendig.

Burka und Niqab verhüllen das Gesicht. Die CDU will das in Kursen und Prüfungen an Hochschulen nicht. Sie sagt: Diese Kleidung steht für die Unterdrückung von Frauen. Man soll beim Sprechen das Gesicht sehen können.

Gesundheit, Bewegung und Erste Hilfe an Schulen fördern

Die CDU will Erste-Hilfe- und Reanimationskurse im Schulunterricht einführen. Dazu kommen mehr Bewegung im Schulalltag, gesundes Mittagessen und Kondomautomaten an weiterführenden Schulen. Das Programm begründet dies mit den Folgen von Bewegungsmangel und dem Vorbild skandinavischer Länder bei der Ersten Hilfe.

Kinder sollen in der Schule Erste Hilfe lernen. Sie sollen sich in der Schule mehr bewegen. Das Mittag-Essen in der Schule soll gesund sein. An weiterführenden Schulen soll es Kondom-Automaten geben. So will die CDU die Gesundheit von Kindern stärken.

Gesellschaftliches Jahr in der Schulzeit einführen

Die CDU will an weiterführenden Schulen ein verpflichtendes gesellschaftliches Jahr einführen, das ein Schuljahr dauert. So sollen junge Menschen früh an ehrenamtliches Engagement herangeführt werden.

Die CDU will ein gesellschaftliches Jahr an Schulen. Schülerinnen und Schüler helfen dann ein Schuljahr lang in einem Verein oder einer Organisation. Sie tun das an einem Nachmittag pro Woche. Alle sollen mitmachen müssen.

Politische Bildung in Kita und Schule ausbauen

Die CDU will die Demokratiebildung in Kitas und Schulen stärken und den Pflichtunterricht im Fach Wirtschaft/Politik (WiPo) in der Sekundarstufe I um eine Stunde erhöhen. Das Programm begründet dies mit Populismus, Verschwörungstheorien und sinkender Wahlbeteiligung.

Die CDU will mehr politische Bildung. Schon in der Kita sollen Kinder Demokratie kennenlernen. In der Schule soll es eine Stunde mehr Wirtschaft und Politik geben. Kinder und Jugendliche sollen mehr über Extremismus lernen.

Konfessionellen Religionsunterricht und interreligiösen Dialog erhalten

Die CDU will den nach Konfessionen getrennten Religionsunterricht an den Schulen beibehalten und verweist auf dessen Schutz durch das Grundgesetz. Zugleich plant sie eine Initiative für mehr Gespräch zwischen den Religionen und mit nicht gläubigen Menschen.

Die CDU will den Religions-Unterricht in der Schule behalten. Kinder sollen ihre eigene Religion gut kennenlernen. Sie sollen auch etwas über andere Religionen lernen. Die CDU will außerdem mehr Gespräche zwischen den Religionen.

Islamischen Religionsunterricht und islamische Theologie aufbauen

Die CDU will gemeinsam mit den islamischen Verbänden einen islamischen Religionsunterricht im Land einführen und die Gespräche über eine Vereinbarung abschließen. Zusammen mit anderen Bundesländern sollen Studiengänge für islamische Theologie entstehen.

Die CDU will islamischen Religions-Unterricht an Schulen aufbauen. Dafür redet sie mit den islamischen Verbänden. Am Ende soll eine Vereinbarung stehen. Es soll auch ein Studium für Imame und Lehrkräfte geben. Das Studium soll auf Deutsch sein.

CDU: alle 52 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 17 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 15 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (-0,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 2 ausgewogen, 2 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 0 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Unterrichtsversorgung über 100 Prozent sicherstellen

Die FDP will an allen Schulen so viele Lehrkräfte einsetzen, dass auch Vertretungsunterricht abgedeckt ist. Dafür hält das Programm eine Unterrichtsversorgung von mehr als 100 Prozent für nötig. So soll Unterricht verlässlich stattfinden, ohne dass Lehrkräfte dauerhaft Mehrarbeit leisten.

Die FDP will mehr Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen. Es soll weniger Unterricht ausfallen. Wenn eine Lehrkraft fehlt, soll eine andere einspringen können. Dafür soll es zusätzliche Stellen geben.

Schulsozialarbeit ausbauen und Hilfen bündeln

Die FDP will die Schulsozialarbeit an allen Schularten ausweiten. Zudem sollen Schulbegleitung, Schulassistenz und Schulsozialarbeit neu geordnet und zusammengeführt werden. Das Programm begründet dies mit gestiegenem Betreuungsbedarf und einem effizienteren Einsatz der Mittel.

Die FDP will mehr Sozial-Arbeit an den Schulen. Das sind Fachleute, die Kindern bei Problemen helfen. Verschiedene Hilfen an der Schule sollen besser zusammenarbeiten. So sollen Teams aus mehreren Berufen entstehen.

Inklusion nur mit ausreichenden Ressourcen ausweiten

Die FDP will inklusiven Unterricht dort unterstützen, wo die Rahmenbedingungen dafür gegeben sind. Eine höhere Inklusionsquote zulasten der Lehrkräfte lehnt sie ab. Die nötigen Ressourcen will die Partei bereitstellen.

Inklusion heißt: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen. Die FDP will das dort fördern, wo die Bedingungen passen. Lehrkräfte sollen dadurch nicht überlastet werden. Die Partei will die nötigen Mittel bereitstellen.

Recht auf kostenfreie Lehrerfortbildung einführen

Die FDP will allen Lehrkräften ein Recht auf kostenlose Fortbildung geben, die zum Bedarf und zur Schulart passt. Die bisher vor allem angebotsorientierten Formate sollen überprüft werden. Jede Schule soll zudem ein eigenes Budget für Fortbildungen erhalten.

Lehrkräfte sollen ein Recht auf Fortbildung bekommen. Die Fortbildung soll nichts kosten. Sie soll zu dem passen, was die Schule braucht. Jede Schule soll dafür eigenes Geld bekommen.

Klassen verkleinern und Lehrkräfte entlasten

Die FDP will die Vorgaben für Klassengrößen senken, damit Schülerinnen und Schüler individueller betreut werden. Lehrkräfte sollen von Verwaltungsaufgaben entlastet werden und sich auf den Unterricht konzentrieren können.

Die FDP will kleinere Klassen. Dann haben Lehrkräfte mehr Zeit für jedes Kind. Lehrkräfte sollen weniger Büro-Arbeit machen müssen. Sie sollen sich um den Unterricht kümmern können.

Schulen digital ausstatten, Endgeräte für alle

Die FDP will die Digitalisierung der Schulen vorantreiben: Jedes Kind soll ein digitales Endgerät haben, jeder Klassenraum Gigabit-Internet und WLAN, jede Schule IT-Support. Digitales Lernen soll auch nach der Pandemie als Unterrichtsform rechtlich verankert werden. Vom Bund fordert die Partei dauerhafte Mittel und einfachere Anträge.

Die FDP will Schulen mit moderner Technik ausstatten. Jedes Kind soll ein Gerät zum Lernen bekommen, zum Beispiel ein Tablet. In jedem Klassenraum soll es schnelles Internet geben. Auch Lehrkräfte sollen Geräte bekommen. Der Bund soll dafür dauerhaft Geld geben.

Mehr Informatikunterricht an den Schulen

Die FDP will den Stundenumfang des Fachs Informatik schrittweise erhöhen. Die Einführung als Pflichtfach in Klasse 7/8 zum Schuljahr 2022/23 sieht sie als ersten Schritt. Vier Jahreswochenstunden in der gesamten Mittelstufe hält die Partei für zu wenig.

Die FDP will mehr Unterricht im Fach Informatik. In Informatik lernt man, wie Computer arbeiten. Ab Klasse 7 wird das Fach Pflicht. Der FDP reichen die geplanten Stunden nicht. Sie will nach und nach mehr Stunden.

Unterrichtsstunden an Grundschulen weiter erhöhen

Die FDP will die Zahl der Wochenstunden an Grundschulen schrittweise anheben und an das höhere Niveau anderer Bundesländer angleichen. Das Programm verweist auf Leistungsstudien, in denen Schleswig-Holstein schlechter abschneide als andere Länder.

Kinder in der Grundschule sollen mehr Unterricht bekommen. Die FDP will die Stunden pro Woche nach und nach erhöhen. Andere Bundesländer haben mehr Stunden. Schleswig-Holstein soll genauso viele haben.

Verbindlichen Grundwortschatz und Rechtschreibung stärken

Die FDP will für die Grundschulen einen verbindlichen Grundwortschatz als Mindestanforderung einführen. Rechtschreibung soll nach den bundesweit einheitlichen Regeln gelernt werden, und alle Schularten sollen die Leistungen in Rechtschreibung und Grammatik steigern. Zudem soll die Schulartempfehlung beim Übergang auf die weiterführende Schule gestärkt werden.

Die FDP will, dass Kinder besser lesen, schreiben und rechnen lernen. Es soll eine feste Liste mit Wörtern geben. Diese Wörter müssen alle Grundschul-Kinder richtig schreiben können. Die Empfehlung für die nächste Schule soll mehr Gewicht bekommen.

Deutsch und Mathematik im Grundschullehramt verpflichtend machen

Die FDP will fachfremden Unterricht an Grundschulen vermeiden, weil er aus Sicht des Programms vor allem in Deutsch und Mathematik schadet. Dafür soll eine verbindliche Studienordnung für das Grundschullehramt kommen, in der beide Fächer Pflicht sind.

Die FDP will gut ausgebildete Lehrer an Grundschulen. Lehrer sollen nur Fächer unterrichten, die sie studiert haben. Wer Grundschul-Lehrer wird, soll immer Deutsch und Mathe studieren. Ein drittes Fach kann man frei wählen.

Abschlussbezogene Klassen an Gemeinschaftsschulen ermöglichen

Die FDP will, dass Gemeinschaftsschulen selbst entscheiden können, Klassen nach angestrebtem Abschluss einzurichten. Das Programm hält eine stärkere Trennung nach Neigung und Leistung für nötig, um die Zahl der Jugendlichen ohne Abschluss zu senken. Neue Oberstufen an Gemeinschaftsschulen sollen kritisch geprüft werden.

Gemeinschafts-Schulen sollen selbst entscheiden dürfen. Sie sollen Klassen für bestimmte Abschlüsse bilden können. Die FDP meint: So schaffen mehr Schüler einen Abschluss. Neue Oberstufen an diesen Schulen will die FDP genau prüfen.

Sammelfächer NaWi und Weltkunde in Einzelfächer aufteilen

Die FDP will an Gemeinschaftsschulen das Fach NaWi durch getrennten Unterricht in Physik, Chemie und Biologie ersetzen und Weltkunde in Geschichte und Geografie aufteilen. Damit sollen Qualität und Interesse an den MINT-Fächern steigen. Ein eigenes Programm soll Mädchen stärker für diese Fächer gewinnen.

Die FDP will einzelne Fächer statt Sammel-Fächern. Statt NaWi soll es Physik, Chemie und Biologie geben. Statt Weltkunde soll es Geschichte und Geografie geben. Mädchen sollen mehr Lust auf Mathe, Technik und Natur-Wissenschaften bekommen.

Berufs- und Studienorientierung verbindlich im Stundenplan verankern

Die FDP will Berufs- und Studienwahlunterricht als festen Teil der Stundentafel stärken. Nach dem Leitsatz „kein Abschluss ohne Anschluss“ soll jede Schülerin und jeder Schüler nach der Schule eine gesicherte Perspektive haben.

Schüler sollen in der Schule mehr über Berufe und Studium lernen. Das soll fest im Stundenplan stehen. Jeder soll nach der Schule wissen, wie es weitergeht. Die FDP will auch mehr Praktika und Kontakte zu Betrieben.

Abschlussprüfungen bundesweit vergleichbar machen, Gymnasium stärken

Die FDP will sich für bundesweit vergleichbare Bedingungen bei Abschlussprüfungen einsetzen, weil Abiturnoten über Studienplätze und Ausbildungsverträge entscheiden. Am Gymnasium soll der Fachunterricht als Kern erhalten und ausgebaut werden.

Prüfungen sollen in ganz Deutschland ähnlich sein. Denn die Abitur-Noten entscheiden über Studienplätze. Am Gymnasium sollen Fach-Lehrer ihre Fächer unterrichten. Schüler sollen in der Oberstufe ihre Fächer freier wählen können.

Förderzentren stärken und Inklusionskonzept überprüfen

Die FDP will, dass Eltern von Kindern mit Förderbedarf zwischen Förderzentrum und inklusivem Unterricht wählen können. Das bisherige Konzept der inklusiven Beschulung soll auf seine Wirksamkeit hin evaluiert werden. Zugleich soll der Beruf der Sonderpädagogin und des Sonderpädagogen attraktiver werden.

Manche Kinder brauchen besondere Hilfe beim Lernen. Ihre Eltern sollen die Schule selbst wählen können. Die FDP will Förder-Zentren erhalten. Sie will prüfen, wie gut der gemeinsame Unterricht bisher klappt. Es soll mehr Sonder-Pädagogen geben.

Ganztagsschulen ausbauen und besser finanzieren

Die FDP will die Qualität der Ganztagsschulen verbessern und den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen möglichst rasch umsetzen. Der Bund soll sich stärker beteiligen, auch an den laufenden Betriebskosten. Mittelfristig sollen Ganztagsangebote auf weitere Schularten ausgedehnt werden.

Die FDP will mehr und bessere Ganztags-Schulen. Kinder an Grundschulen sollen schnell ein Recht auf Betreuung am Nachmittag bekommen. Der Bund soll mehr Geld dafür geben. Später soll es Ganztag auch in den Klassen 5 bis 10 geben.

Schulen mehr Eigenständigkeit geben, Leitungen entlasten

Die FDP will Schulen mehr Freiheit beim Einsatz ihrer Mittel geben und sie über Zielvereinbarungen steuern. Schulleitungen und Lehrkräfte sollen durch Fortbildungen und mehr Ausgleichsstunden unterstützt werden. Das Programm begründet dies damit, dass Verantwortung entsprechende Freiräume voraussetzt.

Schulen sollen selbst entscheiden, wofür sie ihr Geld ausgeben. Schule und Schul-Aufsicht sollen gemeinsam Ziele festlegen. Schul-Leiter sollen mehr Fortbildungen bekommen. Lehrer sollen mehr Zeit für Organisation und Team-Arbeit erhalten.

Einheitliche Standards und Sonderprogramm für Schulbau

Die FDP will einheitliche Qualitätsstandards für Bau und Ausstattung von Schulen und fordert ein Sonderprogramm Schulbau von Bund und Land. Begründet wird das mit Chancengerechtigkeit, da Ausstattung und Internetanbindung der Schulen bisher stark voneinander abweichen.

Schulen sind sehr unterschiedlich ausgestattet. Die FDP will gleiche Regeln für alle Schul-Gebäude. Bund und Land sollen Geld für die Sanierung geben. Schulen sollen gute Technik, Lüftung und moderne Toiletten haben. Alle Schulen sollen barrierefrei sein.

Politische und ökonomische Bildung ausbauen

Die FDP will das Fach Wirtschaft/Politik durchgehend bis zum Mittleren Schulabschluss oder Abitur verpflichtend unterrichten lassen. Der Landesbeauftragte für politische Bildung soll zu einer eigenständigen Landeszentrale für politische und ökonomische Bildung werden. Anlass ist die Sorge über wachsenden Extremismus, Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungserzählungen.

Schüler sollen mehr über Politik und Wirtschaft lernen. Das Fach WiPo soll bis zum Abschluss Pflicht sein. Eine neue Landes-Zentrale soll Wissen über Politik und Wirtschaft vermitteln. Die FDP sorgt sich, weil Extremismus zunimmt.

Berufliche Bildung als gleichwertigen Bildungsweg stärken

Die FDP will die berufliche Bildung modernisieren und als gleichwertig zum Studium im Bewusstsein von Eltern und Jugendlichen verankern. Das soll auch dem drohenden Fachkräftemangel in Schleswig-Holstein entgegenwirken. Vom Bund fordert sie eine rasche Umsetzung der „Exzellenzinitiative Berufliche Bildung“ und eines „Digitalpakt 2“ für berufsbildende Schulen.

Eine Ausbildung soll genauso viel zählen wie ein Studium. Die FDP will die Berufs-Schulen moderner machen. Es soll mehr Weiterbildung geben. So will die FDP dafür sorgen, dass es genug Fachkräfte gibt. Der Bund soll Geld für digitale Technik geben.

Berufsausbildung im ländlichen Raum sichern

Die FDP will ein Konzept erarbeiten, damit möglichst viele Berufe überall im Land ausgebildet werden können. Die Versorgung mit Fachkräften auf dem Land hat für sie hohe Priorität.

Die FDP will Ausbildung auch auf dem Land möglich machen. Viele Berufe soll man überall im Land lernen können. Wer weit zur Berufsschule fahren muss, soll mehr Geld bekommen. Manche Klassen könnten auch online lernen.

Schulische Berufsausbildung ausbauen und besser fördern

Die FDP will Berufsfachschulen und Fachschulen ausbauen und modern ausstatten. Wer dort lernt, etwa für den Erzieher- oder Pflegeberuf, soll finanziell besser gefördert werden, weil es anders als in der dualen Ausbildung oft keine Vergütung gibt.

Manche Berufe lernt man nur an einer Schule. Dort bekommen die Schüler oft kein Geld. Die FDP will das ändern und sie besser fördern. Sie will auch für Erzieher-Berufe und Pflege-Berufe werben.

Berufsbildende Schulen stärken und bekannter machen

Die FDP will die Berufsbildenden Schulen und Regionalen Berufsbildungszentren in allen Schularten stärken. Allgemeinbildende Schulen sollen verpflichtend darüber informieren, dass man über die berufliche Bildung auch Schulabschlüsse nachholen kann.

Die FDP will die Berufs-Schulen stärken. Dort kann man auch Schul-Abschlüsse nachholen, sogar das Abitur. Darüber sollen alle Schulen ihre Schüler informieren. Das soll Pflicht werden.

Berufliche Weiterbildung fördern und kostenfrei machen

Die FDP will berufliche Fort- und Weiterbildung finanziell dem Studium gleichstellen und mittelfristig kostenfrei anbieten. Lernen in jedem Alter soll durch Steueranreize, Bildungsgutscheine und mehr Förderung unterstützt werden.

Menschen lernen ihr ganzes Leben. Die FDP will Weiterbildung im Beruf mit Geld fördern. Später soll sie nichts mehr kosten, so wie ein Studium. Auch Menschen, die nicht lesen können, sollen Hilfe bekommen.

Lehrerberuf durch Bezahlung und Entlastung attraktiver machen

Die FDP will dem Lehrermangel mit besseren Arbeitsbedingungen begegnen. Dazu gehören ein 13. Monatsgehalt, mehr Unterstützung an den Schulen und eine Prüfung, ob die Pflichtstunden sinken können.

In Schleswig-Holstein fehlen viele Lehrer. Die FDP will den Beruf attraktiver machen. Lehrer sollen wieder ein 13. Monats-Gehalt bekommen. Andere Fachleute sollen ihnen Arbeit abnehmen. Vielleicht müssen Lehrer dann weniger Stunden unterrichten.

Lehrkräftebildung verbessern und Studienplätze anpassen

Die FDP will die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften verbessern. Eine Bedarfsprognose soll zeigen, wie viele Studienplätze an den Universitäten Kiel und Flensburg nötig sind, vor allem in Fächern mit Lehrermangel.

Die FDP will mehr Lehrer ausbilden. Zuerst soll das Land berechnen, wie viele Lehrer es braucht. Dann kann es mehr Studien-Plätze geben. Weniger Studenten sollen das Studium abbrechen.

Hochschulen besser finanzieren und modernisieren

Die FDP will eine landesweite Hochschulstrategie und mehr Geld für die Hochschulen. Grundfinanzierung, Hochschulbau und Digitalisierung sollen ausgebaut werden, damit die Hochschulen im bundesweiten und internationalen Wettbewerb bestehen.

Die FDP will die Hochschulen im Land stärken. Sie sollen mehr Geld bekommen. Alte Gebäude sollen modern werden. Lehre und Verwaltung sollen digitaler werden. Dafür soll es einen Plan für das ganze Land geben.

Autonomie der Hochschulen ausweiten

Die FDP will den Hochschulen per Gesetzesänderung mehr Eigenständigkeit geben, etwa bei Finanzen, Bau und Personal. Das Ministerium soll künftig eher Ziele vorgeben als Einzelheiten steuern.

Die Hochschulen sollen mehr selbst entscheiden dürfen. Das gilt für Geld, Bauen und Personal. Das Ministerium soll nur noch Ziele vorgeben. Dafür will die FDP das Hochschul-Gesetz ändern.

Wissenschaftsfreiheit stärken, Zivilklauseln ablehnen

Die FDP will die Wissenschafts- und Redefreiheit an Hochschulen stärken. Sie wendet sich gegen Extremismus und gegen das, was sie Cancel Culture nennt, will Gendern freiwillig halten und Zivilklauseln nicht zulassen.

Die FDP will, dass an Hochschulen frei geforscht und geredet wird. Gendern soll freiwillig sein. Es darf keine Folgen für Noten haben. Hochschulen sollen Forschung für das Militär nicht verbieten dürfen.

Spitzenforschung und KI-Forschung ausbauen

Die FDP will Spitzenforschung, Exzellenzcluster und Forschung zu Künstlicher Intelligenz im Land fördern. Lübeck soll ein führender Standort für KI in Medizin und Medizintechnik werden, und ein neues Wissenschaftskolleg soll entstehen.

Die FDP will sehr gute Forschung im Land fördern. Besonders wichtig ist ihr Künstliche Intelligenz, kurz KI. Lübeck soll bei KI für die Medizin führend werden. Außerdem soll ein neues Institut für Forscher entstehen.

Berufliche Hochschule gründen

Die FDP will die Gründung einer Beruflichen Hochschule unterstützen, die eine duale Ausbildung mit einem Bachelorstudium verbindet. Das soll die duale Ausbildung stärken und den Bedarf an Fachkräften decken.

Die FDP will eine neue Hochschule unterstützen. Dort macht man eine Ausbildung und studiert zugleich. Am Ende hat man einen Berufs-Abschluss und einen Bachelor. So soll es mehr Fachkräfte geben.

Grundlagenforschung mit eigenem Fonds ausbauen

Die FDP will die Grundlagenforschung ausbauen und dafür einen Forschungsfonds einrichten, der zusätzlich zu den bestehenden Budgets Geld bereitstellt. Sie sieht diese Forschung als Grundlage für Innovation und Spitzentechnologie.

Die FDP will mehr Grundlagen-Forschung im Land. Das ist Forschung ohne direkten Nutzen für ein Produkt. Dafür soll es einen eigenen Geld-Topf geben. Daraus sollen später neue Ideen und Techniken entstehen.

Hochschullehre verbessern, Kapazitätsrecht reformieren

Die FDP fordert eine Qualitätsoffensive in der Hochschullehre, an der sich der Bund finanziell erheblich beteiligen soll. Das Kapazitätsrecht will sie grundlegend ändern, damit Hochschulen mehr in digitale Lehre, Betreuung und Weiterbildungsmodule investieren können.

Die FDP will bessere Lehre an den Hochschulen. Der Bund soll dafür viel Geld geben. Eine Regel legt heute fest, wie viele Studien-Plätze es gibt. Diese Regel will die FDP stark ändern. Dann können Hochschulen mehr für gute Betreuung tun.

Keine Studiengebühren, mehr Wohnraum für Studierende

Die FDP will keine Studiengebühren einführen und das Semesterticket beibehalten und weiterentwickeln. Zudem will sie den Bau von mehr Wohnraum für Studierende unterstützen.

Das Studium soll weiter keine Gebühren kosten. Das Semester-Ticket für Bus und Bahn soll bleiben. Die FDP will auch mehr Wohnungen für Studierende. Die Städte und Gemeinden sollen dafür Grundstücke geben.

BAföG elternunabhängig machen und schneller bearbeiten

Die FDP unterstützt eine umfassende BAföG-Reform, die unabhängig vom Einkommen der Eltern ist und unterschiedliche Lebensentwürfe berücksichtigt. Im Land will sie den Zuschuss an das Studentenwerk erhöhen, damit Anträge schneller bearbeitet werden.

BAföG ist Geld vom Staat für Studierende. Heute hängt es vom Einkommen der Eltern ab. Die FDP will das ändern. Außerdem sollen Anträge schneller fertig werden. Dafür soll das Studentenwerk mehr Geld für Personal bekommen.

Hochschulgremien und Standorte neu ordnen

Die FDP will eine landesweite Vertretung der Studierenden im Hochschulgesetz festschreiben und den Erweiterten Senat abschaffen. Außerdem plant sie einen Pflegestudiengang im Norden des Landes und die weitere Modernisierung des Universitätsklinikums.

Studierende sollen eine Vertretung für das ganze Land bekommen. Das soll im Gesetz stehen. Ein Gremium an den Hochschulen soll wegfallen: der Erweiterte Senat. Im Norden soll man Pflege studieren können. Das Uni-Klinikum soll moderner werden.

Vollverschleierung unterbinden, keine Gender-Pflicht

Die FDP will es Hochschulen ermöglichen, Vollverschleierung und andere aus ihrer Sicht extremistische Symbole zu unterbinden. In Prüfungen an Universitäten soll es keine Pflicht zum Gendern geben.

Hochschulen sollen das Verhüllen des ganzen Gesichts verbieten können. Das gilt auch für Zeichen, die die FDP extremistisch nennt. In Prüfungen soll niemand gendern müssen. Gendern heißt: Man nennt alle Geschlechter in der Sprache.

Mehr Studienplätze für Architektur und Bauingenieurwesen

Die FDP will zusätzliche Studienplätze in Architektur und Bauingenieurwesen schaffen. Damit sollen Fachkräfte für den Wohnungsbau und für den Abbau des Sanierungsstaus bei Land und Kommunen gewonnen werden.

Die FDP will mehr Studien-Plätze für Architektur und Bau. Im Land fehlen Fachleute für den Wohnungsbau. Sie sollen auch helfen, alte Gebäude zu sanieren.

Landesförderung für kommunale Schwimmbäder ausbauen

Die FDP will die Landesförderung für kommunale Lehrschwimmbecken ausbauen, damit jedes Kind schwimmen lernen kann. Weil Schwimmen zum Pflichtunterricht gehört, sieht sie das Land in der Verantwortung, Schließungen von Bädern entgegenzuwirken.

Jedes Kind soll schwimmen lernen können. Dafür braucht es Schwimmbäder. Die FDP will, dass das Land mehr Geld für Schwimmbäder gibt. Die Städte und Gemeinden sollen die Kosten nicht allein tragen.

Religionsunterricht durch Ethik und Religionskunde ersetzen

Die FDP will den bisherigen Religionsunterricht an Schulen abschaffen und durch ein Fach Ethik und Religionskunde ersetzen. Es soll neutral über verschiedene Religionen und Weltanschauungen informieren. Die Partei begründet das mit der Trennung von Staat und Religion.

Heute gibt es in der Schule Religions-Unterricht. Die FDP will ihn ersetzen. Stattdessen soll es Ethik und Religions-Kunde geben. Dort lernen Kinder neutral etwas über viele Religionen. Die FDP sagt: Staat und Religion sollen getrennt sein.

FDP: alle 40 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 17 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 17 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 8 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 3 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Kita als Bildungsort ganzheitlich ausbauen

Die Grünen verstehen die Kita als Bildungseinrichtung und wollen die Bildungsleitlinien des Landes überarbeiten. Ernährungsbildung soll ins Kita-Gesetz, Naturerfahrung und Leseförderung sollen gestärkt werden.

Die Grünen sehen die Kita als Ort zum Lernen. Das Land soll die Regeln für Bildung in Kitas erneuern. Kinder sollen etwas über Essen lernen. Sie sollen viel in der Natur sein. Auch das Vorlesen soll mehr gefördert werden.

Mitbestimmung und Traumahilfe in Kitas stärken

Die Grünen wollen aus Modellprojekten zur Beteiligung von Kindern einen Qualitätsstandard für alle Kitas machen. Zudem soll das Landesprogramm für Traumapädagogik in Kitas weiterlaufen und möglicherweise wachsen.

Kinder sollen in der Kita mitbestimmen können. Das soll in allen Kitas so sein. Manche Kinder haben Schlimmes erlebt. Für sie gibt es ein Hilfs-Programm des Landes. Die Grünen wollen dieses Programm behalten.

Mehr Personal und Vorbereitungszeit in Kitas

Die Grünen wollen die Qualität der Kitas vor allem durch mehr Personal verbessern. Die Zeit, die Fachkräfte für Vor- und Nachbereitung haben, soll um mindestens eine Stunde steigen.

Die Grünen wollen mehr Personal in den Kitas. So sollen die Beschäftigten weniger Stress haben. Sie sollen auch mehr Zeit zum Vorbereiten bekommen. Es soll mindestens eine Stunde mehr sein.

Heilpädagogische Fachkräfte in alle Kitas bringen

Für die Inklusion sollen langfristig in allen Kitas Heilpädagoginnen und Heilpädagogen arbeiten. Zunächst soll jede große Kita, die über vier Gruppen hat, eine solche Fachkraft bekommen.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen zusammen in die Kita gehen. Dafür braucht es besondere Fachleute. Sie heißen Heilpädagogen. Zuerst sollen große Kitas eine solche Person bekommen. Später sollen alle Kitas eine haben.

Kita-Fachkräfte besser bezahlen und ausbilden

Die Grünen wollen erreichen, dass sich mehr Menschen für einen Beruf in der Kita entscheiden. Dafür sollen die Gehälter aller pädagogischen Berufsgruppen steigen, die Ausbildungswege ausgebaut und die Fachkräfte von Verwaltungs- und Hauswirtschaftsarbeit entlastet werden. Auch die Kindertagespflege soll weiter unterstützt werden.

Die Grünen wollen mehr Personal für Kitas. Die Beschäftigten sollen mehr Geld bekommen. Es soll mehr Ausbildungs-Plätze geben. Auch Tages-Mütter und Tages-Väter sollen mehr Hilfe bekommen.

Inklusion und Integration in Kitas ausbauen

Die Grünen wollen die Kita-Reform mit dem Schwerpunkt Inklusion fortführen. Geflüchtete Kinder sollen von Anfang an reguläre Kitas besuchen, und Menschen mit Behinderung sollen als Fachkräfte in Bildungseinrichtungen arbeiten. Das Programm begründet dies damit, dass das tägliche Miteinander Vorurteilen entgegenwirke.

Die Grünen wollen, dass alle Kinder zusammen in die Kita gehen. Das gilt auch für Kinder mit Behinderung. Geflüchtete Kinder sollen sofort in normale Kitas gehen können. Menschen mit Behinderung sollen dort auch arbeiten können.

Unterricht öffnen und Notenfreiheit erweitern

Die Grünen wollen das Lernen an Schulen inhaltlich weiterentwickeln, mit offenen Lernformen sowie fächer- und jahrgangsübergreifendem Unterricht. Die Stundentafel soll überarbeitet werden, damit Schulen mehr Spielraum erhalten. Zudem sollen die Möglichkeiten, auf Noten zu verzichten, erweitert werden.

Die Grünen wollen den Unterricht verändern. Schulen sollen mehr selbst entscheiden können. Kinder sollen ihre Stärken besser entdecken. Schulen sollen öfter auf Noten verzichten dürfen.

Gendersensible Sprache und Grundschrift zulassen

Die Grünen wollen, dass Schülerinnen und Schüler gendersensible Sprache wieder verwenden dürfen, ohne dadurch Nachteile zu haben. Grundschulen sollen außerdem die Grundschrift wieder als Schulausgangsschrift einsetzen können.

Schüler sollen wieder gendern dürfen. Sie sollen dafür keine Nachteile bekommen. Grundschulen sollen wieder die Grundschrift nutzen dürfen. Das ist eine bestimmte Schreib-Schrift für Kinder.

Späteren Schulbeginn am Morgen ermöglichen

Die Grünen wollen sich für einen späteren Unterrichtsbeginn einsetzen, damit der Schultag besser zum Schlafrhythmus der Kinder und Jugendlichen passt. Für Grundschulkinder soll es zugleich überall eine Betreuung vor Schulbeginn geben.

Die Schule soll morgens später anfangen. Dann sind die Kinder besser ausgeschlafen. Grundschul-Kinder sollen trotzdem früh betreut werden können. Das hilft Eltern, die arbeiten.

PerspektivSchulen ausbauen und Sozialindex einführen

Die Grünen wollen das PerspektivSchul-Programm für Schulen in einem schwierigen sozialen Umfeld ausbauen. Ein Sozialindex soll dafür sorgen, dass Geld nach Bedarf an die Schulen fließt. Das Programm begründet dies damit, dass die soziale Herkunft noch immer stark über Bildungschancen entscheide.

Manche Schulen haben es besonders schwer. Diese Schulen sollen mehr Geld bekommen. Ein Sozial-Index soll zeigen, welche Schule wie viel braucht. Kinder mit Lern-Lücken durch Corona sollen Hilfe bekommen.

Ganztag mit einheitlichen Standards ausbauen

Die Grünen wollen den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für Grundschulkinder gemeinsam mit den Kommunen schrittweise umsetzen. Für Räume, Personal und Ausstattung sollen im ganzen Land gleiche Vorgaben gelten. Der Ganztag soll aus Sicht der Partei nicht nur Betreuung, sondern auch Bildung bieten.

Grundschul-Kinder sollen den ganzen Tag in der Schule bleiben können. Ab 2026 haben sie ein Recht darauf. Die Grünen wollen überall im Land gleiche Regeln dafür. Vereine und Musik-Schulen sollen mitmachen.

Digitale Geräte für alle Schulkinder sichern

Die Grünen wollen, dass jedes Kind in der Schule und zu Hause mit einem digitalen Gerät lernen kann, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Dazu soll mit den Schulträgern ein Gesamtkonzept entstehen. Lehrkräfte sollen mehr Fortbildungen zum digitalen Unterrichten erhalten.

Jedes Kind soll mit einem Tablet oder Laptop lernen können. Das soll nicht vom Geld der Eltern abhängen. Lehrer sollen mehr über digitales Lernen lernen. Alle Schulen sollen schnelles Internet bekommen.

Informatik und Medienbildung an Schulen stärken

Die Grünen wollen Medienbildung und informatische Bildung für alle Schülerinnen und Schüler ausbauen. Informatische Bildung soll verbindlich in der überarbeiteten Stundentafel verankert werden, ohne die Belastung der Kinder zu erhöhen. Um genug Lehrkräfte zu haben, sollen Informatik-Studiengänge in Flensburg entstehen.

Alle Schüler sollen mehr über Computer und Medien lernen. Das soll fest zum Unterricht gehören. Dafür braucht es mehr Informatik-Lehrer. In Flensburg soll man dafür studieren können.

Schulische Inklusion ohne Ressourcenvorbehalt absichern

Die Grünen wollen den Vorbehalt im Schulgesetz streichen, der gemeinsames Lernen von den verfügbaren Mitteln abhängig macht. Bis 2024 sollen 490 zusätzliche Stellen für Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen bereitstehen. Am Nebeneinander von Regelschulen und Förderzentren hält die Partei fest.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen zusammen lernen. Das soll nicht mehr vom Geld abhängen. Es soll 490 neue Stellen für Sonder-Pädagogen geben. Förder-Zentren soll es weiter geben.

Bildungsrecht für alle Kinder und DaZ stärken

Die Grünen wollen ein Recht auf Bildung auch für Kinder und Jugendliche garantieren, die in Einrichtungen der Erziehungshilfe leben oder keinen sicheren Aufenthaltsstatus haben. Der Unterricht in Deutsch als Zweitsprache soll ausgebaut werden, damit Geflüchtete und Zugewanderte qualifizierte Schulabschlüsse erreichen können.

Alle Kinder sollen ein Recht auf Schule haben. Das gilt auch für Kinder ohne sicheres Bleibe-Recht. Es gilt auch für Kinder in Heimen. Kinder mit anderer Mutter-Sprache sollen mehr Deutsch-Unterricht bekommen.

Lernmittelfreiheit auf alle Materialien ausweiten

Die Grünen wollen, dass Schülerinnen und Schüler alle im Unterricht benötigten Materialien kostenlos erhalten. Das soll neben Schulbüchern auch Atlanten, Lektüren und Arbeitshefte umfassen und für alle Schularten gelten.

Schul-Material soll für alle Kinder kostenlos sein. Das gilt auch für Atlanten und Lese-Bücher. Auch Arbeits-Hefte sollen nichts kosten. Das soll an allen Schulen gelten.

Förderstunden pauschal an Schulen vergeben

Die Grünen wollen zusätzliche Förderstunden nicht mehr pro Kind, sondern nach dem Bedarf der jeweiligen Schule zuteilen. So sollen Kinder auch ohne förmlich festgestellten Förderbedarf vorbeugend unterstützt werden können. Landesweit sollen außerdem gleiche Regeln für die Diagnose gelten.

Manche Kinder brauchen in der Schule mehr Hilfe. Heute bekommt die Schule dafür Stunden pro Kind. Die Grünen wollen die Stunden direkt an die Schulen geben. Dann können Kinder auch ohne amtliche Prüfung Hilfe bekommen. Im ganzen Land sollen die gleichen Regeln gelten.

Schulsozialarbeit und multiprofessionelle Teams ausbauen

Die Grünen wollen, dass Lehrkräfte mehr Unterstützung durch andere Fachkräfte bekommen, etwa aus Ergotherapie und Logopädie. Langfristig soll jede Schule im Land eine Stelle für Schulsozialarbeit haben. Begründet wird das mit immer unterschiedlicher zusammengesetzten Klassen.

In den Schulen sollen mehr Fachleute mitarbeiten. Das sind zum Beispiel Sprach-Therapeuten oder Sozial-Arbeiter. Jede Schule soll auf lange Sicht eine Person für Sozial-Arbeit haben. So sollen Lehrer mehr Hilfe bekommen. Jedes Kind soll gut gefördert werden.

Lehramtsstudium um Digitales, Inklusion und Gesundheit erweitern

Die Grünen wollen angehende Lehrkräfte besser auf Digitalisierung, Inklusion und eigenverantwortliches Lernen vorbereiten. Digitale Bildung samt Grundlagen der Informatik soll fester Teil des Studiums werden. Hinzu kommen Angebote zur psychischen Gesundheit.

Wer Lehrer werden will, soll im Studium mehr lernen. Dazu gehören Computer und digitale Medien. Dazu gehört auch der Unterricht für Kinder mit Behinderung. Die Grünen wollen auch mehr Angebote für die seelische Gesundheit. Das soll Lehrern im Beruf helfen.

Lehrkräftemangel mit Quereinstieg und besserer Planung begegnen

Die Grünen wollen Vertretungskräften ohne Masterabschluss einen dauerhaften Weg in den Lehrberuf öffnen. Studienplätze sollen genauer am Bedarf geplant werden, weil Stellen nicht immer mit passend ausgebildeten Kräften besetzt werden können. Auch der Vorbereitungsdienst soll transparenter werden.

Es fehlen gut ausgebildete Lehrer. Manche Menschen unterrichten als Vertretung ohne vollen Abschluss. Sie dürfen das heute nur fünf Jahre lang. Die Grünen wollen ihnen eine Weiterbildung anbieten. Dann können sie dauerhaft als Lehrer arbeiten.

Schulleitungen und Lehrkräfte mit Sonderaufgaben entlasten

Die Grünen wollen Schulleitungen mehr Zeit für Leitungsaufgaben geben und ihnen Verwaltungsfachkräfte zur Seite stellen. Die Bezahlung soll sich an den Aufgaben orientieren. Begründet wird dies mit wachsenden Erwartungen an die Leitung von Schulen.

Eine Schule zu leiten wird immer schwerer. Die Grünen wollen den Schul-Leitungen mehr Zeit dafür geben. Schulen sollen Fachleute für die Verwaltung einstellen dürfen. Die Bezahlung soll zu den Aufgaben passen. Lehrer mit besonderen Aufgaben sollen auch entlastet werden.

Politische Bildung und Mitbestimmung an Schulen stärken

Die Grünen wollen Wirtschaft/Politik ab der siebten Klasse an allen Schularten unterrichten lassen. Zudem sollen Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte mehr mitbestimmen können, etwa über Klassenräte. Die Schule gilt dem Programm als zentraler Ort für demokratische Bildung.

Schüler sollen mehr über Politik und Wirtschaft lernen. Das Fach soll es ab Klasse 7 an allen Schulen geben. Schüler sollen in der Schule mehr mitreden. Dafür gibt es zum Beispiel Klassen-Räte. Auch Eltern sollen dabei mitmachen.

Schutzkonzepte gegen sexualisierte Gewalt an Schulen umsetzen

Die Grünen wollen, dass Konzepte zur Vorbeugung gegen sexualisierte Gewalt an allen Schulen regelmäßig angewendet werden. Alle an der Schule sollen wissen, wo Kinder und Jugendliche Hilfe bekommen. Das Programm verweist darauf, dass statistisch in jeder Klasse Betroffene sitzen.

Manche Kinder erleben sexuelle Gewalt. Das passiert zu Hause, in der Freizeit oder in der Schule. Die Grünen wollen, dass jede Schule etwas dagegen tut. Jede Schule soll ihren Plan zum Schutz wirklich anwenden. Alle sollen wissen, wo Kinder Hilfe finden.

Traumapädagogik in Kitas und Schulen ausbauen

Die Grünen wollen Kitas und Schulen für traumatische Erfahrungen von Kindern sensibilisieren. Dazu soll ein vorbeugendes Gruppenangebot an Schulen entstehen, das später zum Regelangebot wird. Als Auslöser nennt das Programm etwa Flucht, den Verlust Angehöriger oder Belastungen zu Hause in der Coronakrise.

Manche Kinder haben sehr Schlimmes erlebt. Das kann eine Flucht sein oder der Tod in der Familie. Die Grünen wollen diesen Kindern in Kita und Schule helfen. Dafür soll es Gruppen an den Schulen geben. Fachleute sollen dafür extra geschult werden.

Nachhaltigkeit als Bildungsziel verankern

Die Grünen wollen Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Teilen des Bildungssystems fest verankern. Zudem sollen Aus- und Fortbildung in allen Branchen auf den Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft ausgerichtet werden. Das Programm sieht dafür nur noch zehn bis 20 Jahre Zeit.

Alle sollen lernen, wie man die Umwelt und das Klima schützt. Das soll ein festes Ziel in Schulen und anderen Bildungs-Orten sein. Die Grünen wollen auch mehr Fachleute für den Klima-Schutz ausbilden. Museen und Volks-Hochschulen sollen über die Klima-Krise informieren.

Pauschalen für freie und dänische Schulen überarbeiten

Die Grünen wollen die Kostenpauschalen für Schulen in freier Trägerschaft in der kommenden Wahlperiode überarbeiten. Dänische und freie Schulen gelten dem Programm als wichtiger Teil der Schullandschaft.

Es gibt Schulen, die nicht dem Staat gehören. Dazu gehören auch die dänischen Schulen. Sie bekommen Geld vom Land. Die Grünen wollen die festen Beträge dafür neu berechnen. Es geht etwa um Geld für Gebäude, Verwaltung und Schul-Busse.

Übergang in Ausbildung und Schulabschlüsse sichern

Die Grünen wollen, dass mehr Jugendliche nach der Schule eine Ausbildung beginnen und alle einen Abschluss erreichen. Dazu sollen Jugendberufsagenturen im ganzen Land entstehen und Schulen Konzepte gegen Schulabbruch erhalten. Praxisnahe Programme sollen weiterlaufen oder wachsen.

Alle Jugendlichen sollen einen Schul-Abschluss schaffen. Mehr Jugendliche sollen danach eine Ausbildung anfangen. Dafür soll es überall Beratungs-Stellen für Jugendliche geben. Schulen sollen früh helfen, wenn jemand abbrechen will. Es gibt auch Klassen mit viel Praktikum im Betrieb.

Schulbau mit Landeshilfe und Musterraumprogramm modernisieren

Die Grünen wollen, dass sich das Land stärker an der Modernisierung der Schulgebäude beteiligt, auch damit finanzschwache Schulträger bauen können. Ein Musterraumprogramm soll landesweite Standards für moderne Schulen festlegen. Das Programm begründet dies damit, dass viele Kommunen mit Planung und Kosten allein überfordert seien.

Viele Schul-Gebäude müssen erneuert werden. Die Grünen wollen, dass das Land den Städten und Gemeinden dabei mehr hilft. Es soll einen Plan mit festen Regeln für gute Schul-Räume geben. Neue Schulen sollen dem Klima nicht schaden.

Berufsbildende Schulen stärken und SHIBB neu zuordnen

Die Grünen wollen das Schleswig-Holsteinische Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) vom Wirtschafts- zurück ins Bildungsministerium holen. Alle berufsbildenden Schulen sollen zu Regionalen Berufsbildungszentren werden. Eine landesweite Planung soll den Standorten trotz sinkender Schülerzahlen eine Perspektive geben.

Das SHIBB ist ein Institut für die Berufs-Schulen im Land. Heute gehört es zum Wirtschafts-Ministerium. Die Grünen wollen es zum Bildungs-Ministerium bringen. Alle Berufs-Schulen sollen zu regionalen Zentren werden. Ein Plan für das ganze Land soll die Standorte sichern.

Ausbildungsgarantie umsetzen und Berufsorientierung ausbauen

Die Grünen wollen die vom Bund angestrebte Ausbildungsgarantie in Schleswig-Holstein umsetzen, sodass alle Jugendlichen eine Chance auf einen Ausbildungsplatz erhalten. Dazu sollen die berufliche Orientierung an allgemeinbildenden Schulen verstärkt und die Sprachförderung an beruflichen Schulen ausgebaut werden.

Alle Jugendlichen sollen eine Chance auf einen Ausbildungs-Platz bekommen. Das gilt auch für Jugendliche, denen das Lernen schwerfällt. Schulen sollen besser über Berufe informieren. Junge Zugewanderte sollen mehr Hilfe beim Deutsch-Lernen bekommen.

Berufshochschule einführen und duale Studienplätze aufstocken

Die Grünen wollen den Wechsel zwischen beruflicher und akademischer Bildung erleichtern. Dafür soll eine Berufshochschule entstehen, die Berufsabschluss und später auch Bachelor verbindet. Zudem soll es mehr duale Studienplätze geben, um den Fachkräftebedarf zu decken.

Die Grünen wollen Ausbildung und Studium besser verbinden. Dafür soll es eine Berufs-Hochschule geben. Dort macht man erst einen Berufs-Abschluss. Später soll auch ein Bachelor möglich sein. Es soll auch mehr Plätze im dualen Studium geben.

Grundfinanzierung der Hochschulen erhöhen, Standorte sichern

Die Grünen wollen die Grundfinanzierung der Hochschulen weiter anheben, um ihnen Planungssicherheit zu geben. Keine staatliche Hochschule im Land soll in ihrem Bestand bedroht sein. Zusätzlich sollen in Neumünster neue Fachbereiche entstehen, vorrangig für ein Pflegestudium.

Die Hochschulen sollen weiter mehr Geld vom Land bekommen. So können sie besser planen. Keine staatliche Hochschule soll schließen müssen. In Neumünster sollen neue Studien-Angebote entstehen, zuerst für die Pflege.

Hochschulen digitaler und internationaler aufstellen

Die Grünen wollen die digitale Infrastruktur und Ausstattung der Hochschulen verbessern und Open Data sowie Open Access ausbauen. Ausländische Abschlüsse sollen leichter anerkannt werden. In der Grenzregion zu Dänemark sollen deutlich mehr gemeinsame Studiengänge entstehen.

Die Hochschulen sollen bessere digitale Technik bekommen. Forschungs-Ergebnisse sollen frei im Internet stehen. Abschlüsse aus dem Ausland sollen leichter anerkannt werden. Deutsche und dänische Hochschulen sollen mehr zusammen anbieten.

Exzellenzstrategie ablehnen, Forschung in der Breite fördern

Die Grünen lehnen die Exzellenzstrategie des Bundes ab, weil sie aus Sicht des Programms elitäre Strukturen stärkt und viele Fachbereiche leer ausgehen lässt. Stattdessen soll der Bund die Mittel für alle Hochschulen grundsätzlich erhöhen. Den Wissenstransfer wollen die Grünen über Innovationsagenturen stärken.

Der Bund gibt besonders viel Geld an einzelne Spitzen-Forschung. Die Grünen finden das nicht gerecht. Sie wollen mehr Geld vom Bund für alle Hochschulen. Bis dahin sollen die Universitäten im Land das Programm trotzdem nutzen können.

Studium gebührenfrei halten und soziale Hürden abbauen

Die Grünen lehnen Studiengebühren ab und wollen die Studienstarthilfe für Studierende aus Bedarfsgemeinschaften fortführen. Das Studentenwerk soll mehr Geld erhalten, vor allem für Wohnraum und psychosoziale Beratung. Beim BAföG setzt die Partei auf höhere, regelmäßig angepasste und stärker elternunabhängige Leistungen.

Studieren soll weiter keine Gebühren kosten. Studierende aus armen Familien sollen weiter Geld zum Start bekommen. Das Studentenwerk soll mehr Geld für Wohnungen und Beratung erhalten. Das BAföG soll höher werden und schneller ankommen.

Weiterbildung und Volkshochschulen gesetzlich stärker fördern

Die Grünen wollen das Weiterbildungsgesetz zu einem Weiterbildungsfördergesetz umbauen und Volkshochschulen sowie Bildungsstätten stärker unterstützen. Lebenslanges Lernen gilt dem Programm angesichts des raschen gesellschaftlichen und technischen Wandels als tragende Säule des Bildungssystems.

Auch Erwachsene sollen weiter lernen können. Die Grünen wollen dafür ein neues Gesetz machen. Volkshochschulen sollen mehr Kurse anbieten können. Menschen mit Problemen beim Lesen und Schreiben sollen überall Hilfe finden.

Schulfach „Philosophie und Religionskunde“ einführen

Die Grünen wollen das Fach Philosophie zu einem bekenntnisunabhängigen Fach „Philosophie und Religionskunde“ umbauen. Der konfessionelle Religionsunterricht soll daneben weiter besucht werden können.

In den Schulen lernen Kinder mit vielen Religionen und ohne Religion zusammen. Die Grünen wollen ein neues Schulfach. Es heißt Philosophie und Religions-Kunde. Es gehört zu keiner Kirche. Den normalen Religions-Unterricht gibt es trotzdem weiter.

Wissenschaft stärker in den Klimaschutz einbinden

Die Grünen wollen die Wissenschaft aktiv am Umbau zu einer klimaneutralen Gesellschaft beteiligen. Geplant sind ein landesweites Netz von Nachhaltigkeitsmanagerinnen und -managern an Hochschulen, ein Reallabor „SH.Klimaneutral“ und eine Plattform für Bürgerwissenschaft.

Die Grünen wollen die Wissenschaft beim Klima-Schutz mehr beteiligen. An den Hochschulen soll es Fachleute für Nachhaltigkeit geben. Ein neues Netzwerk soll Forschung, Firmen und Bürger zusammenbringen. Auch Bürger sollen bei der Forschung mitmachen können.

Umweltbildung und ökologische Freiwilligendienste ausbauen

Die Grünen wollen Naturkunde in und außerhalb der Schule, Artenkenntnis und die Ausbildung von Fachkräften im Naturschutz fördern. Das Freiwillige Ökologische Jahr und der ökologische Bundesfreiwilligendienst sollen wachsen und auch Älteren offenstehen.

Menschen sollen mehr über die Natur lernen. Das soll in der Schule und in der Freizeit möglich sein. Die Grünen wollen mehr Plätze im Freiwilligen Ökologischen Jahr. Dort arbeitet man ein Jahr für die Umwelt. Auch Menschen über 27 Jahre sollen mitmachen können.

Juristische Ausbildung modernisieren, Justiz diverser machen

Die Grünen wollen Jura-Studium und Referendariat didaktisch erneuern und weniger belastend gestalten. Die Justiz soll so vielfältig werden wie die Gesellschaft, und Fortbildungen zu Rassismus, Sexismus und Queerfeindlichkeit sollen fest zur Ausbildung gehören.

Die Grünen wollen das Jura-Studium moderner machen. Es soll weniger belastend sein. In der Justiz sollen mehr unterschiedliche Menschen arbeiten. Juristen sollen mehr über Rassismus und Sexismus lernen.

Grüne: alle 40 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 17 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 17 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Ausbildungsvergütung in sozialen Berufen einführen

Die SPD will, dass alle nicht akademischen Ausbildungen im sozialen Bereich vergütet werden, und zwar mindestens auf dem bundesweiten Durchschnitt. Auszubildende des Landes sollen zudem eine Übernahmegarantie erhalten.

Wer einen sozialen Beruf lernt, soll dafür Geld bekommen. Das Geld soll mindestens so hoch sein wie im Durchschnitt in Deutschland. Azubis beim Land sollen danach sicher eine Stelle bekommen.

Recht auf Weiterbildung und Bildungsurlaub stärken

Die SPD will es Beschäftigten leichter machen, Fort- und Weiterbildungen zu nutzen. Sie plant eine Informationskampagne zum Bildungsurlaub und will prüfen, ob die Zahl der Bildungsurlaubstage verdoppelt wird.

Beschäftigte sollen leichter etwas dazulernen können. Dafür gibt es Bildungs-Urlaub. Das sind freie Tage zum Lernen. Die SPD will darüber besser informieren. Sie prüft auch, ob es doppelt so viele Tage geben soll.

Eigenes Ministerium für Hochschulen und Forschung

Die SPD will für Hochschulen, Forschung und Technologietransfer ein eigenständiges Ministerium schaffen. Zudem will sie stark in Forschung und deren Übertragung in Unternehmen investieren und die Hochschulen internationaler ausrichten.

Die SPD will ein neues Ministerium nur für Hochschulen und Forschung. Das Land soll viel mehr Geld in Forschung stecken. Es soll mehr Studien-Gänge auf Englisch geben. Studierende aus dem Ausland sollen erfahren, wie sie bleiben können.

Sichere Stellen im wissenschaftlichen Mittelbau

Die SPD will klare Karrierewege und sichere Arbeitsbedingungen für wissenschaftliche Beschäftigte unterhalb der Professur. Stellen nach der Promotion sollen in der Regel unbefristet sein, Stellen für wissenschaftliche Mitarbeitende als Vollzeitstellen geplant werden.

Viele Forschende an Hochschulen haben nur befristete Stellen. Die SPD will das ändern. Nach der Doktor-Arbeit soll es feste Stellen geben. Stellen sollen als volle Stellen geplant werden. Dafür brauchen die Hochschulen mehr Geld.

Grundfinanzierung der Hochschulen und Open Science

Die SPD will die Grundfinanzierung der Hochschulen erhöhen, damit gute Lehre nicht von eingeworbenen Drittmitteln abhängt. Außerdem soll eine Open-Science-Strategie Forschungsergebnisse für alle zugänglich machen.

Hochschulen sollen mehr festes Geld vom Land bekommen. Gute Lehre soll nicht von Geld von außen abhängen. Ergebnisse der Forschung sollen alle Menschen lesen können. Dafür will die SPD einen Plan machen.

Mehr Geld für politische Bildung und Medienkompetenz

Die SPD will die Ausgaben für politische Bildung und Medienpädagogik deutlich erhöhen. Aus ihrer Sicht beugt das Radikalisierung, Alltagsrassismus und anderen Formen von Ausgrenzung vor.

Die SPD will mehr Geld für politische Bildung geben. Menschen sollen auch den Umgang mit Medien besser lernen. Die SPD sagt: Das hilft gegen Hass und Ausgrenzung. Die Angebote sollen alle Menschen erreichen.

Abschulungen untersagen, zehntes Schuljahr ermöglichen

Die SPD will, dass Kinder in der Regel nicht mehr auf eine andere Schulart herabgestuft werden, auch nicht nach der sechsten Klasse. Zudem soll es einen freiwilligen Anspruch auf zehn statt neun Schuljahre geben, und Ganztagsschulen sollen ausgebaut werden. Ziel ist, den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft zu lösen.

Manche Kinder müssen vom Gymnasium auf eine andere Schule wechseln. Die SPD will das fast immer verbieten. Schüler sollen freiwillig zehn Jahre zur Schule gehen dürfen. Es soll mehr Ganztags-Schulen geben.

Digitale Ausstattung der Schulen zentral sichern

Die SPD will, dass das Land allen Schulträgern ein zentrales Angebot für digitale Ausstattung samt Betrieb und Wartung macht. Schülerinnen und Schüler sollen ab der achten Klasse ein digitales Gerät erhalten oder erwerben können, und Lehrkräfte sollen von der Technikbetreuung befreit werden.

Nicht alle Schulen haben gute Technik. Die SPD will: Das Land hilft allen Schulen dabei. Ab Klasse 8 sollen Schüler ein Gerät wie ein Tablet bekommen. Lehrer sollen sich nicht mehr um die Technik kümmern müssen.

Unterrichtsversorgung über 100 Prozent sichern

Die SPD will so viele Lehrkräfte bereitstellen, dass Unterricht auch bei Krankheit oder Klassenfahrten kaum ausfällt. Der langfristige Einsatz von Vertretungskräften ohne Lehrerausbildung soll enden, befristete Verträge sollen zur Ausnahme werden.

Die SPD will mehr Lehrer, als für den Stunden-Plan nötig sind. Dann fällt weniger Unterricht aus. Vertretungs-Lehrer ohne Ausbildung soll es nicht mehr lange geben. Lehrer sollen feste Verträge bekommen.

Schulbaufonds wieder einführen

Die SPD will einen Schulbaufonds neu auflegen, um Schulgebäude gemeinsam mit den Trägern zu sanieren und modern zu gestalten. Dazu gehören ein Förderprogramm für Schulhöfe und Mensen sowie neue Raumkonzepte aus dem Projekt #SchuleDerZukunftSH.

Viele Schul-Gebäude sind alt und kaputt. Die SPD will Geld für den Schulbau bereitstellen. Auch Schulhöfe und Mensen sollen besser werden. Schulen sollen schöne Orte zum Lernen und Leben sein.

Lehrerausbildung und Fortbildung reformieren

Die SPD will Studium, Vorbereitungsdienst und Fortbildung der Lehrkräfte überarbeiten. Fortbildungen sollen häufiger verpflichtend sein und von ganzen Kollegien besucht werden, weil die bisherige Form laut Programm wenig wirkt.

Lehrer sollen besser ausgebildet werden. Die SPD will das Studium und die Zeit danach prüfen. Fortbildungen sollen öfter Pflicht sein. Viele Lehrer einer Schule sollen sie zusammen besuchen.

Eltern von Schulkosten entlasten

Die SPD will die Kosten senken, die Eltern durch den Schulbesuch ihrer Kinder entstehen. Die Kosten für die Schülerbeförderung sollen landesweit bis zum angestrebten Abschluss entfallen, und eine neue Untersuchung soll die Entwicklung der Schulkosten erfassen.

Schule kostet Eltern viel Geld. Die SPD will diese Kosten senken. Die Fahrt zur Schule soll für Schüler nichts mehr kosten. Eine neue Studie soll zeigen, wie viel Eltern zahlen.

Perspektivschulen und Schulsozialarbeit stärken

Die SPD will das Programm der Perspektivschulen fortsetzen und Schulen in schwierigem Umfeld nach einem Sozialindex besser ausstatten. Schulsozialarbeit soll an jeder Schule in angemessenem Umfang möglich sein, vor allem in benachteiligten Stadtteilen.

Manche Schulen haben es besonders schwer. Die SPD will diesen Schulen mehr Geld und Personal geben. Dort sollen kleinere Klassen möglich sein. Jede Schule soll Schul-Sozialarbeit haben.

Grundschullehrkräfte nach A13 bezahlen

Die SPD will Lehrkräfte an Grundschulen so schnell wie möglich in die Besoldungsgruppe A13 einstufen. Sie begründet das mit dem kommenden Anspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule und einer angemessenen Bezahlung des Fachpersonals.

Lehrer an Grundschulen sollen mehr Geld verdienen. Die SPD will sie in die Gehalts-Stufe A13 bringen. Das soll schnell passieren. Die SPD sagt: Die Arbeit an Grundschulen wird mehr.

Sexualpädagogik und Gewaltschutz an Schulen ausbauen

Die SPD will das Prinzip „Nur Ja heißt Ja“ von der Kita an vermitteln und in Schulbüchern verankern. Schulen sollen mit Fachberatungsstellen zur Sexualpädagogik zusammenarbeiten und Konzepte gegen Gewalt entwickeln, um Kinder und Jugendliche vor Übergriffen zu schützen.

Kinder sollen früh lernen: Nur Ja heißt Ja. Niemand darf sie gegen ihren Willen anfassen. Das soll auch in Schul-Büchern stehen. Lehrer sollen dazu Fortbildungen machen. Schulen sollen Pläne gegen Gewalt haben.

Ganztag an Grundschulen ausbauen und kostenfrei machen

Die SPD will die Grundschulen auf den Ganztagsanspruch ab 2026 vorbereiten, mehr gebundene Ganztagsschulen schaffen und den Ganztag an Grundschulen kostenlos anbieten. Dazu sollen gesundes Essen und eine verlässliche Betreuung in den Ferien kommen. Das Programm begründet dies mit Bildungsgerechtigkeit und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Ab 2026 haben Grundschul-Kinder ein Recht auf Ganztag. Die SPD will die Schulen darauf vorbereiten. Der Ganztag an Grundschulen soll nichts kosten. Es soll gesundes Essen geben. Auch in den Ferien sollen die Schulen Kinder betreuen.

Berufsorientierung und Jugendberufsagenturen flächendeckend ausbauen

Die SPD will berufliche Orientierung ab der 7. Klasse verbindlich machen und Jugendberufsagenturen in allen Kreisen und kreisfreien Städten aufbauen. Außerdem soll das praxisnahe Angebot „Produktives Lernen“ in allen Regionen verfügbar sein. Ziel ist laut Programm, dass kein junger Mensch ohne Abschluss, Ausbildung oder Studium bleibt.

Schüler sollen ab der 7. Klasse mehr über Berufe lernen. Das soll Pflicht werden. Überall im Land soll es Jugend-Berufs-Agenturen geben. Sie helfen jungen Menschen bei der Suche nach einer Ausbildung. Kein junger Mensch soll ohne Ausbildung bleiben.

Berufliche Schulen in der Fläche sichern

Die SPD will eine landesweite Planung für die beruflichen Schulen einführen und bis dahin die bestehenden Angebote erhalten. In Berufsfeldern mit Nachwuchsmangel soll das Land kleine Klassen ermöglichen. Das Programm zählt berufliche Bildung in allen Landesteilen zur Daseinsvorsorge.

Die SPD will einen Plan für alle Berufs-Schulen im Land machen. Bis der Plan fertig ist, sollen alle Angebote bleiben. Das Land soll auch kleine Klassen bezahlen. So sollen Berufs-Schulen gut erreichbar bleiben.

Weiterbildungsgesetz zu einem Fördergesetz ausbauen

Die SPD will das Weiterbildungsgesetz des Landes zu einem Weiterbildungsfördergesetz umbauen und das Recht auf Weiterbildung praktisch nutzbar machen. Beschäftigte sollen sich schon während ihrer Tätigkeit qualifizieren können. So sollen laut Programm Menschen auch im Strukturwandel in Arbeit bleiben.

Menschen sollen ihr ganzes Leben lang lernen können. Die SPD will das Gesetz für Weiterbildung verbessern. Menschen sollen sich weiterbilden, während sie noch Arbeit haben. So sollen sie auch später Arbeit haben.

Digitale Lehre fördern und Campus als sozialen Ort stärken

Die SPD will einen Innovationsfonds für digitale und flexible Studienformen einrichten, etwa für Teilzeit-, Fern- und berufsbegleitendes Studium. Zugleich soll in die Hochschule als Ort der Begegnung investiert werden, weil digitale Lehre aus Sicht des Programms das Präsenzstudium nicht ersetzt.

In der Corona-Zeit haben Studierende viel online gelernt. Die SPD will gute digitale Angebote behalten und fördern. Dafür soll es einen Fonds geben. Ein Fonds ist ein Topf mit Geld. Die Hochschule soll aber auch ein Ort zum Treffen bleiben.

Studium gebührenfrei halten und Masterplätze ausbauen

Die SPD will bis zum Masterabschluss keine Studiengebühren erheben und den Master grundsätzlich allen offenhalten. Wo es nötig ist, sollen die Kapazitäten der Masterstudiengänge steigen. Zudem soll die Studienberatung personell verstärkt werden.

Studieren soll weiter nichts kosten. Das gilt bis zum Master. Alle sollen nach dem Bachelor einen Master machen können. Dafür soll es genug Plätze geben. Es soll auch mehr Beratung für Studierende geben.

Anwesenheitspflicht abschaffen und Studium flexibler gestalten

Die SPD will Anwesenheitspflichten in allen Lehrveranstaltungen abschaffen und das Studium weniger verschult gestalten. Dazu sollen mehr Wahlmöglichkeiten, weniger Modulprüfungen und verpflichtende Freiversuche bei Prüfungen gehören.

Studierende sollen nicht mehr zu jeder Veranstaltung kommen müssen. Es soll weniger Prüfungen geben. Studierende sollen mehr selbst wählen können. Sie sollen eine Prüfung auch einmal ohne Risiko probieren dürfen. Das nennt man Freiversuch.

SPD: alle 22 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SSW

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 10 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Friesischunterricht ausweiten und rechtlich gleichstellen

Der SSW will Friesisch als Schulfach anderen Sprachen rechtlich gleichstellen und den Unterricht in Nordfriesland und auf Helgoland ausbauen. Friesischlehrkräfte sollen eine Jobgarantie und eine Zulage erhalten, das Unterrichtsmaterial soll kostenlos sein. Die Partei begründet das damit, dass die friesische Volksgruppe keine eigenen Bildungseinrichtungen betreibt.

Der SSW will mehr Friesisch in Schulen und Kindergärten. Friesisch soll ein normales Schulfach sein. Lehrer für Friesisch sollen sicher eine Stelle bekommen. Das Lernmaterial soll kostenlos sein.

Dänisch oder Friesisch ab Klasse 1 unterrichten

Der SSW will, dass öffentliche Schulen im Grenzland und in der Fehmarnbeltregion vom ersten Schuljahr an Dänisch oder Friesisch anbieten. Aus Sicht der Partei eröffnet Mehrsprachigkeit jungen Menschen Chancen und stärkt den Wirtschaftsstandort.

Kinder im Grenzland sollen ab der ersten Klasse Dänisch oder Friesisch lernen. Das gilt auch für die Region am Fehmarnbelt. Auch Berufs-Schulen sollen diese Sprachen anbieten. Der SSW sagt: Mehr Sprachen bringen mehr Chancen.

Ganztag und Ferienbetreuung ausbauen

Der SSW will Ganztagsangebote und Ferienbetreuung ausbauen und die Landeszuschüsse für Ganztagsschulen deutlich anheben. Das soll laut Programm Chancengleichheit fördern und Familie und Beruf besser vereinbar machen.

Der SSW will mehr Betreuung am Nachmittag. Alle Schulkinder unter 12 Jahren sollen ein Angebot bekommen. Auch in den Ferien soll es Betreuung geben. Das Land soll dafür mehr Geld zahlen.

Lernmittel und Schulweg kostenfrei machen

Der SSW will die Kosten für Lernmittel, digitale Geräte und Schülerbeförderung für Familien so weit wie möglich senken. Bildung soll laut Programm nicht vom Einkommen der Eltern abhängen.

Der SSW will, dass Schule für Familien wenig kostet. Bücher und Material sollen möglichst kostenlos sein. Das gilt auch für Tablets und Laptops. Auch der Schulbus soll für ältere Schüler kostenlos werden.

Inklusion mit multiprofessionellen Teams umsetzen

Der SSW will Inklusion an Schulen durch Teams aus verschiedenen Berufsgruppen verwirklichen und zugleich Förderzentren nach Bedarf erhalten. Besonders geforderte Schulen sollen mehr Personal bekommen.

Der SSW will, dass alle Kinder gut zusammen lernen können. Dafür sollen an Schulen verschiedene Fachleute zusammenarbeiten. Förder-Zentren sollen bleiben. Eltern sollen wählen können. Schulen mit besonderen Aufgaben sollen mehr Personal bekommen.

Berufliche Bildung stärken und Jugendberufsagenturen ausbauen

Der SSW will mehr Geld für die berufliche Bildung und ein Gesamtkonzept, das Abschlüsse vereinheitlicht und Übergänge erleichtert. Jugendberufsagenturen sollen es im ganzen Land dauerhaft geben.

Der SSW will mehr Geld für die Berufs-Ausbildung geben. Es soll einen Plan für die ganze berufliche Bildung geben. Jugendliche sollen beim Wechsel von der Schule in den Beruf Hilfe bekommen. Dafür soll es überall Jugend-Berufs-Agenturen geben.

Lehrkräfte entlasten und Stellen besetzen

Der SSW will die Pflichtstunden von Lehrkräften senken und sie durch weitere Berufsgruppen an den Schulen entlasten. Offene Stellen sollen mit ausgebildeten Lehrkräften besetzt werden.

Lehrerinnen und Lehrer haben heute mehr Aufgaben als früher. Der SSW will, dass sie weniger Stunden unterrichten müssen. Andere Fachleute sollen an den Schulen mithelfen. Es soll mehr Studien-Plätze für das Lehramt geben.

Weiterbildung und Volkshochschulen ausbauen

Der SSW will Weiterbildung zu einer gleichrangigen Säule des Bildungswesens machen und mehr Menschen dafür gewinnen. Die Zuschüsse für Volkshochschulen und Bildungsstätten sollen regelmäßig steigen.

Der SSW will, dass mehr Erwachsene weiter lernen können. Kurse sollen für Menschen mit wenig Geld bezahlbar sein. Volks-Hochschulen sollen mehr Geld bekommen. Das Geld soll regelmäßig steigen.

Grundfinanzierung der Hochschulen erhöhen

Der SSW will die Grundfinanzierung der Hochschulen ab 2022 weiter anheben und alle Standorte ausgewogen entwickeln. Die Hochschulen sollen sich in ihren Profilen ergänzen und internationaler werden.

Der SSW will den Hochschulen mehr Geld geben. Alle Hochschulen im Land sollen davon etwas haben. Die Hochschulen sollen gut zusammenarbeiten. Sie sollen auch mehr mit Dänemark zusammenarbeiten.

Arbeitsbedingungen an Hochschulen verbessern

Der SSW will mehr unbefristete Stellen an Hochschulen und Tarifverträge für studentische Beschäftigte. Das Programm begründet dies mit der aus seiner Sicht prekären Lage des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Viele Menschen an Hochschulen haben nur Verträge auf Zeit. Der SSW will mehr feste Stellen schaffen. Studierende mit einem Job an der Uni sollen einen Tarif-Vertrag bekommen. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeits-Zeit für viele Beschäftigte.

Elternunabhängiges BAföG und mehr Wohnheimplätze

Der SSW will das BAföG unabhängig vom Einkommen der Eltern auszahlen, damit alle Studierenden gleich gefördert werden. Zudem soll es deutlich mehr Wohnraum für Studierende und Auszubildende geben.

BAföG ist Geld vom Staat für Studierende. Heute hängt es vom Einkommen der Eltern ab. Der SSW will das ändern. Alle Studierenden sollen BAföG bekommen können. Es soll auch mehr Wohnheime geben.

Politische Bildung und Minderheitenwissen ausbauen

Der SSW will Demokratie stärker in der Schule vermitteln und bundesweit Wissen über die vier nationalen Minderheiten in allen Bildungsbereichen verankern. Auch Bildung für nachhaltige Entwicklung und MINT-Fächer sollen stärker gefördert werden.

Der SSW will, dass Schüler mehr über Demokratie lernen. In ganz Deutschland sollen Menschen etwas über die vier nationalen Minderheiten lernen. Dafür soll es Unterrichts-Material geben. Auch Mathe, Informatik, Natur und Technik sollen mehr Förderung bekommen.

Kulturelle Bildung ausbauen und dauerhaft finanzieren

Der SSW will die kulturelle Bildung besser und dauerhaft finanzieren und als eigenständigen Bereich in Bildungseinrichtungen verankern. Ein Gesamtkonzept „Bildung und Kultur“ soll Projekte nachhaltig sichern.

Kulturelle Bildung heißt zum Beispiel: Theater, Musik, Kunst und Tanz lernen. Der SSW will dafür mehr Geld geben. Schulen und Kultur-Angebote sollen mehr zusammenarbeiten. Alle Menschen in jedem Alter sollen mitmachen können.

SSW: alle 13 Punkte mit Zitat und Seitenzahl