Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Was sagen die Parteien in Schleswig-Holstein zur Landwirtschaft?

5 aktuelle Wahlprogramme in Schleswig-Holstein haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

CDU

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 2 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Zukunftsdialog fortführen und Familienbetriebe erhalten

Die CDU will den Zukunftsdialog Landwirtschaft fortsetzen und dessen Ergebnisse in konkrete Maßnahmen umsetzen. Ziel ist eine von bäuerlichen Familienbetrieben geprägte Landwirtschaft mit Ackerbau und Nutztierhaltung, die langfristig planen kann.

Die CDU will weiter mit den Bauern über die Zukunft reden. Aus den Gesprächen sollen feste Maßnahmen werden. Bauernhöfe von Familien sollen bleiben. Die Bauern sollen lange im Voraus planen können.

Für heimische Lebensmittel werben, Hofbesuche für Schulkinder

Die CDU will die frühere Agrar-Marketinggesellschaft CMA neu aufsetzen und eine nationale Lebensmittel-Agentur anstoßen, die im In- und Ausland für regionale Produkte wirbt. Zudem soll jedes Schulkind im Land einmal einen Bauernhof besuchen.

Die CDU will mehr Werbung für Essen aus der Region. Dafür soll es eine neue Agentur geben. Die Menschen sollen die Arbeit der Bauern mehr schätzen. Jedes Schulkind soll einmal einen Bauernhof besuchen.

Förderung statt Auflagen in der Landwirtschaft

Die CDU will Tierwohl, Klimaschutz, Artenvielfalt und Gewässerschutz in der Landwirtschaft über Förderprogramme erreichen und nicht über rechtliche Auflagen. Sie begründet das mit der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe. Bundes- und EU-Standards sollen im Land nicht verschärft werden.

Die CDU will Bauern nicht mit neuen Vorschriften belasten. Für Umwelt-Schutz und Tier-Schutz soll es Förder-Geld geben. Das Land soll Regeln von Bund und EU nicht strenger machen. So sollen die Höfe im Wettbewerb bestehen.

Kompetenzzentrum für klimaeffiziente Landwirtschaft gründen

Die CDU will ein Kompetenzzentrum gründen, das das wissenschaftliche Wissen zu klimaeffizienter Landwirtschaft bündelt und Betriebe beim Senken ihrer Treibhausgas-Emissionen unterstützt. Außerdem fördert sie digitale Verfahren in Feld und Stall und befürwortet einen CO2-Grenzausgleich für Importe.

Die CDU will ein neues Zentrum für Landwirtschaft und Klima gründen. Dort arbeiten Fachleute zusammen. Sie helfen Bauern, weniger schädliche Gase auszustoßen. Auch digitale Technik soll dabei helfen.

Umweltleistungen der Landwirte in der EU-Agrarpolitik vergüten

Die CDU will, dass Betriebe mit Umwelt- und Klimaschutz Geld verdienen können. Sie begrüßt die Eco-Schemes der EU-Agrarpolitik und unterstützt Vergütungssysteme, die von der Wirtschaft getragen werden. Die geforderte Ökologisierung soll für die Betriebe leichter umsetzbar werden.

Bauern sollen mit Umwelt-Schutz Geld verdienen können. Die CDU findet die neuen Öko-Regeln der EU gut. Das sind Zahlungen für freiwillige Umwelt-Leistungen. Auch die Wirtschaft soll Bauern dafür bezahlen.

Weidetierhaltung erleichtern, Gänse und Wolf managen

Die CDU will die Weidetierhaltung attraktiver machen, indem Vorgaben vereinfacht und Förderprogramme aufgelegt werden. Landwirte sollen Geld für Wolfsschutzzäune erhalten. Wegen Ernteschäden durch Wildgänse hält die Partei ein Gänsemanagement mit Bejagung für nötig.

Tiere auf der Weide zu halten soll einfacher werden. Die CDU will dafür Regeln abbauen und Geld geben. Bauern sollen Hilfe für Zäune gegen Wölfe bekommen. Wild-Gänse fressen Felder leer. Deshalb soll man Gänse auch jagen dürfen.

Küsten- und Krabbenfischerei im Land erhalten

Die CDU will die gewerbliche Fischerei in Schleswig-Holstein trotz der stark gesenkten EU-Fangquoten erhalten. Stilllegeprämien und EU-Fördermittel sollen so eingesetzt werden, dass die verbleibenden Betriebe überleben. Die Krabbenfischerei soll im Wattenmeer keine weiteren Sperrzonen bekommen.

Die CDU will, dass es weiter Fischer im Land gibt. Die EU erlaubt viel weniger Fang von Dorsch und Hering. Darum sollen die Fischer Hilfen bekommen. Im Wattenmeer soll es keine neuen Verbots-Zonen für Krabben-Fischer geben.

Aquakulturen als Alternative zum Fischfang ausbauen

Die CDU will Aquakulturanlagen ausbauen und ihre Weiterentwicklung unterstützen, weil sie den Bedarf an Fisch zunehmend decken könnten. Hürden durch Auflagen für umweltschonende Kreislaufanlagen sollen sinken. Die Umwelt dürfe dabei nicht wesentlich beeinträchtigt werden.

Die CDU will mehr Fisch-Zucht in Anlagen. Diese Anlagen heißen Aquakulturen. Sie sollen den Fang auf dem Meer zum Teil ersetzen. Für umweltfreundliche Anlagen soll es weniger Vorschriften geben.

Borchert-Empfehlungen umsetzen und Stallumbau erleichtern

Die CDU will die Empfehlungen der Borchert-Kommission zum Umbau der Nutztierhaltung umsetzen und befürwortet eine Tierwohlabgabe. Stallneubauten und -umbauten für mehr Tierwohl sollen rechtlich einfacher und weiter gefördert werden. Statt lebender Tiere soll verarbeitetes Fleisch exportiert werden.

Die CDU will, dass es Tieren in Ställen besser geht. Dafür findet sie eine Tierwohl-Abgabe richtig. Das ist ein Aufschlag, der bessere Ställe bezahlen soll. Neue und umgebaute Ställe sollen leichter erlaubt werden. Lebende Tiere sollen nicht mehr ins Ausland gebracht werden.

Ernährungsbildung und regionale Lebensmittel stärken

Die CDU will den Ernährungsführerschein an allen Schulen einführen und Aufklärungsprojekte in Kitas und Schulen fortsetzen. Regionale Erzeugnisse sollen besser vermarktet werden, und öffentliche Einrichtungen sollen stärker regional und saisonal kochen.

Kinder sollen in der Schule lernen, wie man sich gesund ernährt. Dafür soll es überall den Ernährungs-Führerschein geben. Die CDU will auch Lebensmittel aus der Region fördern. Kitas und Heime sollen mehr Essen aus der Region anbieten.

CDU: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Enquete-Kommission zur Landwirtschaft einrichten

Die FDP will den Dialog „Zukunft der Landwirtschaft“ fortführen und im Landtag eine Enquete-Kommission zur Landwirtschaft einsetzen. Die Ergebnisse des Dialogs sollen die Agrarpolitik leiten, und Praktiker sollen Verordnungsentwürfe vorab auf Umsetzbarkeit prüfen.

Die FDP will weiter mit den Bauern reden. Im Landtag soll es dafür eine Enquete-Kommission geben. Das ist eine Arbeitsgruppe aus Abgeordneten und Fachleuten. Bauern sollen neue Regeln vorher prüfen. Sie sollen sagen, ob die Regeln im Alltag funktionieren.

Tierwohl-Bauvorhaben gebührenfrei und schneller genehmigen

Die FDP will Bauanträge von Höfen, die Nachhaltigkeit und Tierschutz verbessern, von Gebühren befreien und an feste Bearbeitungsfristen binden. Läuft die Frist ab, soll der Antrag als genehmigt gelten. Das Programm begründet dies mit langen und teuren Genehmigungsverfahren, die Investitionen bremsen.

Bauern wollen oft bessere Ställe für ihre Tiere bauen. Die Anträge dafür dauern lange und kosten viel Geld. Die FDP will diese Anträge kostenlos machen. Das Amt soll in einer festen Zeit antworten. Antwortet es nicht rechtzeitig, gilt der Bau als erlaubt.

Weidetierhaltung sichern, Wolf und Gänse regulieren

Die FDP will die Weidetierhaltung sichern, wolfsfreie Regionen festlegen und ein regional abgestuftes Bestandsmanagement einführen. Auch für Gänse und Kormorane soll es ein wirksames Management geben, um Schäden in der Landwirtschaft abzuwehren. Zudem ist eine Weidetierprämie vorgesehen.

Viele Bauern halten Tiere auf der Weide. Die FDP will das schützen. In manchen Gegenden soll es keine Wölfe geben. Jäger sollen mehr Gänse schießen dürfen, weil Gänse Felder kahl fressen. Bauern mit Weidetieren sollen eine Prämie bekommen.

Auflagen für Landwirte abbauen und einfrieren

Die FDP will Bürokratie und Dokumentationspflichten in der Landwirtschaft abbauen und sich für ein Auflagenmoratorium einsetzen. Regeln von Bund oder Land, die strenger sind als die EU-Vorgaben für den Binnenmarkt, sollen wegfallen, damit die Betriebe unter gleichen Bedingungen konkurrieren. Den Höfen soll Zeit bleiben, sich auf neue Anforderungen bei Umwelt und Tierwohl einzustellen.

Bauern müssen viele Regeln beachten und viel aufschreiben. Die FDP will das verringern. Eine Zeit lang sollen keine neuen Auflagen dazukommen. Deutsche Regeln sollen nicht strenger sein als die Regeln der EU. So sollen die Bauern die gleichen Chancen haben wie Bauern in anderen Ländern.

Vorkaufsrecht für den Naturschutz abschaffen

Die FDP will das Vorkaufsrecht für den Naturschutz streichen, das der öffentlichen Hand beim Verkauf bestimmter Flächen den Vortritt gibt. Stattdessen setzt sie auf kooperative Vertragsnaturschutzprogramme und einen Dialog über Flächentausch zwischen Landwirtschaft und Stiftung Naturschutz.

Heute darf das Land manche Flächen zuerst kaufen, um die Natur zu schützen. Das heißt Vorkaufs-Recht. Die FDP will dieses Recht abschaffen. Bauern sollen lieber freiwillig Verträge zum Naturschutz schließen. Bauern und die Stiftung Naturschutz sollen über den Tausch von Flächen reden.

Agrarforschung, Gründungen und Hofnachfolge fördern

Die FDP will Forschung und neue Technik in der Landwirtschaft stärker fördern, darunter Grüne Gentechnik, klimaschonende Pflanzenschutzmittel und emissionsärmere Tierhaltung. Zugleich sollen Junglandwirte, Hofnachfolger und Gründungen im Agrarsektor mehr Unterstützung erhalten.

Die FDP will mehr Forschung für die Landwirtschaft. Dazu gehört die Grüne Gentechnik. Dabei verändern Forscher das Erbgut von Pflanzen. Auch Ställe mit weniger Abgasen sollen erforscht werden. Junge Bauern und neue Betriebe sollen mehr Hilfe und Beratung bekommen.

Fischerei modernisieren, Angeln erleichtern

Die FDP will die Berufsfischerei mit einem einmaligen Investitionsfonds und finanziellem Ausgleich für wegfallende Fanggründe stützen. Für Angler sieht das Programm mehr Eigenverantwortung und weniger Beschränkungen vor. Schleswig-Holstein soll aus Sicht der Partei Vorreiter einer nachhaltigen und zugleich auskömmlichen Fischerei werden.

Die FDP will den Fischern helfen. Sie sollen Geld für neue Schiffe und Geräte bekommen. Fallen Fang-Gebiete weg, sollen Fischer dafür Geld erhalten. Angler sollen mehr selbst entscheiden dürfen. Das Angeln in der Nacht soll erlaubt bleiben.

FDP: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 9 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Fischerei ökologisch umstellen, Grundschleppnetze beenden

Die Grünen wollen die Fischerei in Nord- und Ostsee erhalten und zugleich sensible Meeresgebiete schützen. Dazu gehören ein rascher Ausstieg aus der Grundschleppnetzfischerei, strengere Regeln für Stellnetze und Subventionen, die auf eine ökologische Meeresnutzung zielen.

Fischerei gehört zu Schleswig-Holstein. Die Grünen wollen sie umwelt-freundlicher machen. Netze, die über den Meeres-Boden gezogen werden, sollen bald verboten sein. Fischer sollen Hilfe bei der Umstellung bekommen. Bedrohte Fisch-Arten soll niemand gezielt fangen.

Agrarförderung an öffentliche Leistungen binden

Die Grünen wollen eine Agrarwende hin zu einer klimaneutralen Landwirtschaft, die Betrieben eine dauerhafte Perspektive gibt. Öffentliche Agrargelder sollen sich nach ökologischen und sozialen Leistungen der Höfe richten. Regeln für die Märkte sollen faire Erzeugerpreise ermöglichen.

Die Grünen wollen die Landwirtschaft umbauen. Sie soll dem Klima und der Natur nicht schaden. Geld vom Staat soll es für Leistungen für Umwelt und Gesellschaft geben. Bäuerinnen und Bauern sollen faire Preise bekommen.

Ökolandbau auf 30 Prozent der Fläche ausweiten

Die Grünen wollen den Anteil ökologisch bewirtschafteter Fläche im Land von derzeit 7 auf mindestens 30 Prozent steigern. Fördermittel des Landes sollen dafür vorrangig nach ökologischen Kriterien fließen. Auch Ausbildung und Forschung sollen stärker auf Ökolandbau ausgerichtet werden.

Die Grünen wollen viel mehr Bio-Landwirtschaft. Heute sind 7 Prozent der Fläche bio. Es sollen mindestens 30 Prozent werden. Dafür soll es mehr Geld und mehr Beratung geben.

Gentechnik in der Landwirtschaft ablehnen

Die Grünen lehnen Gentechnik in Land- und Forstwirtschaft ab, auch die sogenannten neuen Verfahren. Diese sollen weiter unter die Risikoprüfung und Zulassung des Gentechnikrechts fallen. Gentechnikfreiheit sieht die Partei als Standortvorteil.

Die Grünen sagen Nein zur Gen-Technik auf dem Feld und im Essen. Das gilt auch für neue Verfahren. Der Staat soll diese Verfahren streng prüfen. Die Partei will Umwelt und Gesundheit schützen.

Regionale Verarbeitung und Ernährungsbildung fördern

Die Grünen wollen, dass Lebensmittel stärker in der Region verarbeitet und verkauft werden. Das soll der Landwirtschaft eine wirtschaftliche Perspektive sichern. Zugleich soll Bildung von der Kita an vermitteln, woher Lebensmittel kommen.

Die Grünen wollen mehr Essen aus der Region. Kleine Molkereien und Schlachtereien sollen leichter eine Erlaubnis bekommen. Kinder sollen lernen, woher das Essen kommt. Sie sollen auch lernen, frisch zu kochen.

Bodenbesitz breit streuen, Hofübernahmen erleichtern

Die Grünen wollen verhindern, dass sich Agrarflächen bei Investoren und Finanzunternehmen sammeln. Dafür soll das Grundstücksverkehrsrecht im Land angepasst werden. Junge Landwirtinnen und Landwirte sollen leichter Höfe übernehmen können.

Die Grünen wollen, dass Acker-Land vielen Menschen gehört. Große Geld-Firmen sollen nicht immer mehr Land kaufen. Dafür will die Partei ein Gesetz ändern. Junge Leute sollen leichter einen Hof übernehmen können.

Pestizideinsatz halbieren, Pestizidabgabe einführen

Die Grünen wollen den Einsatz von Pestiziden bis 2030 in einem ersten Schritt halbieren und Gewässer besser vor Dünger schützen. Auf Bundesebene setzen sie sich für eine Pestizidabgabe ein. Wer Umweltschäden verursacht, soll nach dem Programm selbst dafür zahlen.

Die Grünen wollen weniger Gift auf den Feldern. Bis 2030 soll es nur noch halb so viel sein. Am Rand von Gewässern soll es keinen Dünger und kein Gift mehr geben. Hersteller und Nutzer sollen für Schäden selbst zahlen.

Nachhaltige Verpflegung und Lebensmittelkennzeichnung ausbauen

Die Grünen wollen das Essen in Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Kantinen gesünder und nachhaltiger machen und den Bio-Anteil dort stetig erhöhen. Ein Qualitätslabel soll zeigen, wie viele regionale und ökologische Produkte verarbeitet werden. Im Bund setzen sie sich für verbindliche Kennzeichnungen von Lebensmitteln ein.

Die Grünen wollen besseres Essen in Kitas, Schulen und Kliniken. Dort soll es mehr Bio-Essen geben. Ein Zeichen soll zeigen, wie viel Essen aus der Region kommt. Auf Lebensmitteln soll klar stehen, woher sie kommen und was drin ist.

Tierdichte auf zwei Großvieheinheiten pro Hektar begrenzen

Die Grünen wollen, dass Betriebe weniger Tiere pro Fläche halten. Als Zielwert nennen sie höchstens zwei Großvieheinheiten je Hektar. Begründet wird das mit Klimaschutz, Gewässerschutz und Tierwohl.

Die Grünen wollen weniger Tiere auf einer Fläche. Auf einem Hektar sollen höchstens zwei Großvieh-Einheiten leben. Eine Großvieh-Einheit entspricht etwa einer ausgewachsenen Kuh. Das soll dem Klima, dem Wasser und den Tieren helfen.

Tierhaltung artgerecht umbauen und finanzieren

Die Grünen wollen die Nutztierhaltung langfristig auf die höheren Haltungsstufen 3 und 4 umstellen und folgen dabei den Empfehlungen der Borchert-Kommission. Zur Finanzierung soll es im Bund ein eigenes Instrument geben, etwa eine Tierwohlabgabe. Weidehaltung und der Wechsel zur ökologischen Tierhaltung sollen gefördert werden.

Die Grünen wollen, dass Tiere auf Bauernhöfen besser leben. Die Tiere sollen mehr Platz und Auslauf bekommen. Dafür soll es Geld geben, zum Beispiel aus einer Tierwohl-Abgabe. Das ist ein Aufschlag auf tierische Produkte. Bauern sollen leichter auf Bio-Haltung umsteigen können.

Grüne: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Landwirtschaftliches Vorkaufsrecht stärken

Die SPD will den Preisanstieg bei Pacht und Kauf von Agrarflächen stoppen. Dazu soll das Vorkaufsrecht für Landwirte gestärkt werden, um Investoren von außerhalb der Branche zu begrenzen.

Ackerland wird immer teurer. Die SPD will das stoppen. Bauern sollen Land vor anderen Käufern kaufen dürfen. Dieses Recht heißt Vorkaufs-Recht. Die SPD will es stärken. So sollen Geld-Anleger von außen weniger Land bekommen.

Landwirtschaft nachhaltiger ausrichten

Die SPD will weniger Dünger und Pestizide, mehr Schutz der Artenvielfalt und eine Agrarförderung, die nachhaltiges Wirtschaften wettbewerbsfähig macht. Sie begründet das mit der Rolle der Landwirtschaft beim Klimawandel und ihrer Verwundbarkeit durch Dürre und Starkregen.

Die SPD will eine Landwirtschaft, die Natur und Klima schont. Bauern sollen weniger Dünger und Pflanzen-Gift nutzen. Förder-Geld soll nachhaltigen Höfen helfen. Das Land soll einen eigenen Plan für den Ackerbau bekommen.

Beratung, Ausbildung und Digitalisierung der Höfe fördern

Die SPD will landwirtschaftliche Betriebe bei der Neuausrichtung mit Beratung, mehr Ausbildungsangeboten und digitaler Infrastruktur unterstützen. Die Landwirtschaftskammer soll dabei eine zentrale Rolle übernehmen.

Bauern sollen bei Veränderungen Hilfe bekommen. Die SPD will gute Beratung für Höfe. Es soll mehr Ausbildung in grünen Berufen geben. Das sind Berufe in der Landwirtschaft. Höfe sollen schnelles Internet bekommen.

Regionale Lebensmittel und Ernährungswirtschaft stärken

Die SPD will, dass mehr Lebensmittel aus der Region im Land verarbeitet, vermarktet und verzehrt werden. Dazu plant sie Vermarktungshilfen, regionale Kost in Kitas und Schulen sowie eine Gesamtstrategie für die Ernährungswirtschaft.

Die SPD will mehr Essen aus der Region. Supermärkte sollen regionale Produkte besser zeigen. Kitas und Schulen sollen mehr regionales Essen bekommen. Schlachthöfe in der Region sollen bleiben. Kinder sollen mehr über gesundes Essen lernen.

Nachhaltige Landwirtschaft und Artenvielfalt stärken

Die SPD will zusammen mit bäuerlichen Familienbetrieben eine Landwirtschaft fördern, die Umwelt, Tierwohl, soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit verbindet. So soll die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft wieder zunehmen. Den Ausbau erneuerbarer Energien auf dem Land will sie gemeinsam mit den Menschen vor Ort gestalten.

Die SPD will eine Landwirtschaft, die die Natur schont. Es soll wieder mehr Tier- und Pflanzen-Arten geben. Die Höfe von Familien sollen dabei mitmachen. Auch Wind- und Sonnen-Energie sollen auf dem Land wachsen.

SPD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SSW

Programm zur Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Düngeeinträge in Gewässer verringern

Der SSW will, dass möglichst wenig Dünger in Grund- und Oberflächenwasser gelangt. Dazu fordert er eine modernisierte Düngeverordnung und Regeln zum Abbau von Nährstoffüberschüssen.

Der SSW will das Wasser besser schützen. Es soll weniger Dünger in Flüsse, Seen und Grundwasser kommen. Dafür soll es neue Regeln geben. Die Technik dafür soll für Bauern bezahlbar sein.

Natur- und Klimaschutz in der Landwirtschaft vergüten

Der SSW will Landwirtinnen und Landwirte für Leistungen im Natur- und Umweltschutz bezahlen und den Vertragsnaturschutz stärken. Grünland, Niederungen und Moore sollen stärker als CO2-Speicher wirken, und die Artenvielfalt soll mehr Gewicht bekommen.

Bauern sollen Geld bekommen, wenn sie die Natur schützen. Wiesen und Moore sollen besser geschützt werden. Sie speichern CO2 und helfen so dem Klima. Auch Insekten sollen mehr Schutz bekommen.

Glyphosat beenden, Antibiotika in der Tierhaltung reduzieren

Der SSW lehnt den Einsatz von Glyphosat in Landwirtschaft und Privatgärten ab. Außerdem sollen in der Tierhaltung weniger Antibiotika, Hormone und Medikamente verwendet werden, um Resistenzen vorzubeugen.

Glyphosat ist ein Mittel gegen Unkraut. Der SSW will, dass niemand es mehr benutzt. Tiere in der Landwirtschaft sollen weniger Antibiotika bekommen. Antibiotika sind Medikamente gegen Bakterien. Sie sollen bei Menschen weiter wirken.

EU-Agrarförderung sozial und ökologisch ausrichten

Der SSW fordert eine Reform der EU-Agrarzahlungen, die soziale Kriterien sowie Umwelt-, Klima- und Tierschutz in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist eine bäuerlich geprägte, nachhaltige Landwirtschaft, von der die Betriebe leben können.

Die EU gibt Bauern Geld. Der SSW will diese Regeln ändern. Das Geld soll mehr an Umwelt-Schutz, Tier-Schutz und soziale Regeln gebunden sein. Bauern sollen von ihrer Arbeit leben können.

Regionale Vermarktung stärken, Tiertransporte begrenzen

Der SSW will landwirtschaftliche Produkte stärker in der Region verarbeiten und vermarkten und Transporte von Lebensmitteln und lebenden Tieren verringern. Hochwertige Lebensmittel sollen für alle bezahlbar sein, und in der Fleischproduktion sollen Mindeststandards gelten.

Lebensmittel sollen mehr in der Region verarbeitet und verkauft werden. Lebende Tiere sollen nicht so weit transportiert werden. Gutes Essen soll auch für Menschen mit wenig Geld bezahlbar sein. In Fleisch-Betrieben sollen faire Löhne und Arbeits-Bedingungen gelten.

Traditionelle Fischerei erhalten und nachhaltig gestalten

Der SSW will die handwerkliche Fischerei in Schleswig-Holstein als Traditionsberuf sichern und zugleich die Fischbestände schützen. Fangquoten sollen wissenschaftlich begründet und besser kontrolliert werden; industrielle Überfischung lehnt die Partei ab.

Der SSW will die kleinen Fischerei-Betriebe im Land erhalten. Gleichzeitig sollen genug Fische im Meer bleiben. Fang-Mengen sollen nach Wissen der Forschung festgelegt werden. Schwere Schlepp-Netze soll es in empfindlichen Gebieten nicht geben.

SSW: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl