Bergrecht zu einem Ressourcenschutzrecht umbauen
Die Linke befürwortet Rohstoffabbau in Sachsen, wenn er natur- und sozialverträglich ist. Das Bergrecht soll so geändert werden, dass Umwelt und Anwohner mehr Gewicht erhalten als unternehmerische Interessen und Gemeinden mitbestimmen und mitverdienen.
In Sachsen werden Rohstoffe aus dem Boden geholt. Die Linke ist dafür, aber mit strengeren Regeln. Natur und Menschen sollen wichtiger sein als der Gewinn der Firmen. Die Gemeinden sollen mitentscheiden und Geld vom Gewinn bekommen.
Vor neuen Abbauvorhaben soll geprüft werden, ob der Rohstoff wirklich gebraucht wird und ob er sich durch Recycling gewinnen lässt. Bei künftigen Vorhaben sollen Gemeinden und ihre Einwohner mitbestimmen und am Gewinn beteiligt werden. Die Bergschadensvermutung soll breiter gelten, und die Beweislast soll sich umkehren, sodass das Bergbauunternehmen nachweisen muss, dass ein Schaden nicht von ihm stammt. Das Programm verweist auf die starke Abhängigkeit Sachsens von Rohstoffimporten.
Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Ziel ist es, das Bergrecht zu einem Ressourcenschutzrecht weiterzuentwickeln.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Strengere Genehmigungsmaßstäbe, Gewinnbeteiligung der Gemeinden und eine Beweislastumkehr erhöhen die Auflagen für Bergbauunternehmen.