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FDP zu Kultur und Medien

Aus dem Programm „Was das Land jetzt braucht. Wahlprogramm der Freien Demokraten (Programm der FDP Schleswig-Holstein zur Landtagswahl 2022)“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 142 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Kultur und Medien

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kulturentwicklungsplanung und verlässliche Kulturförderung schaffen

Die FDP will eine Kulturentwicklungsplanung und eine Expertenkommission, die den Neustart der Kultur nach der Pandemie begleitet und die Sparten krisenfester macht. Die öffentliche Kulturförderung soll planbar sein und auch kleinen Kulturunternehmen und Solo-Selbstständigen offenstehen.

Die FDP will einen Plan für die Kultur im Land. Fachleute sollen helfen, dass die Kultur nach Corona wieder gut läuft. Der Staat soll Kultur weiter mit Geld fördern. Auch kleine Betriebe und einzelne Künstler sollen Förderung bekommen können.

Die Kulturentwicklungsplanung soll auf veränderte Bedarfe reagieren, die vor allem durch die Pandemie entstanden sind, und Rahmenbedingungen für die Zukunft festlegen. Nach Ansicht der FDP lässt sich die Kultur im Land ohne öffentliche Mittel nicht erhalten. Die Förderung soll effizienter werden, und überregional bedeutende freie und kommunale Einrichtungen sollen ausreichend Geld bekommen. Außerdem will die FDP Gendergerechtigkeit, Diversität und Nachhaltigkeit in der Kultur stärker fördern sowie digitale Angebote und Qualifizierungen für Kulturschaffende ausbauen. Die Kultur- und Kreativwirtschaft soll als Standortfaktor weiterentwickelt und besser vernetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 37)
„Wir schlagen die Implementierung einer Expertenkommission vor, um den Wiederanlauf des Kulturbetriebs zu unterstützen und langfristige Maßnahmen zu entwickeln“
Seite 37 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Kulturförderung soll gesichert und auf weitere Empfänger ausgedehnt werden, was staatliche Förderung schrittweise ausweitet.

  • Gesellschafteher progressiv

    Gendergerechtigkeit und Diversität sollen in der Kultur stärker gefördert werden, was in Richtung Gleichstellung und Vielfalt geht.

Musikschulen, Bibliotheken, Kinos und Kulturehrenamt fördern

Die FDP will einzelne Kultureinrichtungen gezielt unterstützen, darunter Musikschulen, Bibliotheken, Kinos und die künstlerischen Hochschulen. Kulturelle und Medienbildung sowie der Zugang zu Kultureinrichtungen sollen als Teil der Daseinsvorsorge gelten.

Die FDP will Musik-Schulen, Bibliotheken und Kinos fördern. Bibliotheken sollen digitaler werden. Für Kinos soll es ein eigenes Programm geben. Auch Menschen, die freiwillig in der Kultur helfen, sollen Unterstützung bekommen.

Die musikalische Nachwuchsausbildung an Musikschulen soll ausgebaut und gesichert werden. Bibliotheken sollen bei der Digitalisierung Hilfe erhalten. Für Kinos plant die FDP ein Zukunftsprogramm, damit anspruchsvolle Filme auch außerhalb der Ballungsräume zu sehen sind. Das kulturelle Ehrenamt soll dauerhaft gestärkt werden, weil es aus Sicht des Programms Menschen verschiedener Herkunft zusammenbringt und Toleranz fördert. Unterstützt werden sollen auch Aushängeschilder wie das Schleswig-Holstein Musik Festival sowie die zwei künstlerischen Hochschulen.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Bibliotheken als hochmoderne und nachhaltige Informationszentren auf dem Weg in die Digitalisierung unterstützen und fördern.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Kultureinrichtungen sollen stärker öffentlich gefördert und der Zugang zu ihnen als Daseinsvorsorge behandelt werden, was öffentliche Leistungen schrittweise ausbaut.

Erinnerungskultur modernisieren und Gedenkstätten finanziell stärken

Die FDP will die Erinnerung an das Unrecht des Nationalsozialismus und der DDR mit neuen, auch digitalen Formen vermitteln und Gedenkstätten mehr Geld geben. Jüdisches Leben im Land soll geschützt und gefördert, Antisemitismus entschieden bekämpft werden.

Die FDP will, dass die Menschen die Geschichte nicht vergessen. Gedenk-Stätten sollen mehr Geld bekommen. Sie sollen auch digitale Angebote machen. Jüdisches Leben soll geschützt werden. Die FDP will gegen Juden-Hass vorgehen.

Das Programm begründet den Bedarf damit, dass jede Generation einen anderen Zugang zur Geschichte hat und die Vermittlung sich deshalb weiterentwickeln muss. Vorgesehen sind eine länderübergreifende Erinnerungskultur sowie digitale und interaktive Angebote, etwa mit Augmented Reality und Lernspielen. Lehrkräfte und Beschäftigte der Gedenkstättenpädagogik sollen didaktisch besser ausgebildet werden. Prävention und Aufklärung gegen Antisemitismus sollen in der Kultur- und Museumsplanung, an Schulen und in der Jugendarbeit verankert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Allgemein gilt es, eine finanzielle Stärkung der Gedenkstätten und der Erinnerungsarbeit voranzutreiben“
Seite 39 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Provenienzforschung ausbauen und Kolonialzeit aufarbeiten

Die FDP will mehr Geld für die Erforschung der Herkunft von Kulturgütern bereitstellen, besonders bei Objekten aus der Kolonialzeit. Geraubte Kunstwerke sollen weiter zurückgegeben werden. Beim Denkmalschutz sollen Eigentümer mehr Transparenz und faire Bedingungen bekommen.

Die FDP will prüfen lassen, woher Kunst in Museen stammt. Dafür soll es mehr Geld geben. Geraubte Kunst soll zurück an ihre Besitzer gehen. Die Museen sollen auch die Kolonial-Zeit aufarbeiten. Das ist die Zeit, in der Deutschland fremde Länder beherrschte.

Die Rückgabe geraubter Kunst soll vorankommen, indem die zuständigen Einrichtungen unterstützt werden. Die Mittel für Provenienzforschung, also die Klärung der Herkunft von Objekten, sollen auf lange Sicht steigen. Bestände aus der Kolonialzeit in den Sammlungen des Landes sollen möglichst bald aufgearbeitet und nach internationalen Standards digital verzeichnet werden. Den Denkmalschutz will die FDP durch mehr Offenheit gegenüber Eigentümern und faire Erhaltungsbedingungen stärken.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„die Mittel für Provenienzforschung, gerade aus kolonialem Kontext, langfristig erhöhen.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Kolonialzeit soll in den Sammlungen aufgearbeitet und die Rückgabe geraubter Kunst vorangetrieben werden, was einen kritischeren Umgang mit dem überlieferten Kulturbestand bedeutet.

Öffentlich-rechtlichen Rundfunk verschlanken, Beitrag senken

Die FDP will den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf Kultur, Bildung und Information konzentrieren und den Rundfunkbeitrag spürbar senken. Teure Formate, die auch private Sender anbieten können, zählt sie nicht zu seinen Kernaufgaben. Im Internet soll er privaten Medien keine aus ihrer Sicht unfaire Konkurrenz machen.

Die FDP will einen kleineren öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er soll vor allem Kultur, Bildung und Nachrichten bringen. Der Rundfunk-Beitrag soll sinken. Schüler, Studierende und Azubis sollen nichts zahlen. Im Internet soll er privaten Medien nicht schaden.

Die Finanzierung soll reformiert werden, sodass der Beitrag deutlich sinkt und Schüler, Studierende sowie Auszubildende befreit sind. Der Telemedienauftrag, also der Auftrag für Online-Angebote, soll so geändert werden, dass beitragsfinanzierte Gratisangebote nicht zu ungleichen Bedingungen mit privaten konkurrieren. Im Rundfunkstaatsvertrag sollen Regeln gegen Extremismus und Antisemitismus stehen. Die FDP lehnt Quoten ab, etwa für deutschsprachige Musik im Radio, ebenso verpflichtende Sendezeiten für Religionsgemeinschaften. Mehr niederdeutsche Kultur und mehr Berichte über die Landespolitik würde sie begrüßen.

Originalzitat anzeigen (Seite 138)
„uns für einen schlanken öffentlich-rechtlichen Rundfunk einsetzen, dessen Kernaufgaben wir bei Kultur, Bildung und Information sehen“
Seite 138 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ein kleinerer öffentlich-rechtlicher Rundfunk mit niedrigerem Beitrag und mehr Raum für private Anbieter verschiebt den heutigen Stand in Richtung Markt.

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