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Was sagen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zu Klima und Energie?

5 aktuelle Wahlprogramme in Nordrhein-Westfalen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 2 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 4 deutlich Wachstum zuerst

Ausbau der Windkraft stoppen

Die AfD will den weiteren Bau von Windkraftanlagen in NRW einstellen. Sie begründet das mit dem Schutz von Landschaftsbild, Natur und Tourismus.

Die AfD will keine neuen Windräder in NRW. Sie sagt: Windräder zerstören das Bild der Landschaft. Das schreckt Touristen ab. NRW soll für Urlauber schöner werden.

Pariser Abkommen kündigen, CO2-Bepreisung abschaffen

Die AfD lehnt die Energiewende ab und will das Pariser Klimaabkommen kündigen sowie CO2-Steuern und den CO2-Handel ohne Ersatz streichen. Sie bezweifelt, dass der Mensch die Erwärmung verursacht, und setzt auf Anpassung statt auf CO2-Vermeidung.

Die AfD ist gegen die Energie-Wende. Deutschland soll das Klima-Abkommen von Paris kündigen. Abgaben auf CO2 sollen wegfallen. Die AfD sagt: Die Erwärmung ist natürlich. Die Menschen sollen sich an das Klima anpassen.

Förderung erneuerbarer Energien beenden, Windkraft begrenzen

Die AfD will Strom aus Wind, Sonne, Biogas und Holz nicht mehr subventionieren und lehnt den Green Deal der EU ab. Für Windräder sollen große Mindestabstände und die Zustimmung der Anwohner gelten, und die Strompreise sollen um die EEG-Umlage sinken.

Die AfD will kein Geld vom Staat mehr für Wind-Kraft, Solar-Strom und Biogas. Wind-Räder sollen weit weg von Häusern stehen. Der Abstand soll mindestens 2,5 Kilometer sein. Im Wald soll es keine Wind-Räder geben. Der Strom soll billiger werden.

Kohle, Gas und Kernkraft weiter nutzen

Die AfD will einen Energiemix, in dem Kohle und Kernkraft die Grundlast sichern und Erdgas flexibel ergänzt. Die verbliebenen Kernkraftwerke sollen länger laufen, und die Kernforschung soll wieder aufgebaut werden.

Die AfD will weiter Strom aus Kohle, Gas und Kern-Kraft. Die letzten Kern-Kraftwerke sollen länger laufen. Deutschland soll wieder an Kern-Kraft forschen. Die AfD sagt: So bleibt der Strom sicher und günstig.

AfD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (+0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaausgewogen (-0,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Klimaschutz mit Industrie und Arbeitsplätzen verbinden

Die CDU bekennt sich zu den Pariser Klimazielen und will Nordrhein-Westfalen bis spätestens 2045 klimaneutral machen. Klimaschutz soll dabei mit Industrie, Arbeitsplätzen und sozialer Sicherheit in Einklang gebracht werden und für die Menschen bezahlbar bleiben.

Die CDU will das Klima schützen. Bis zum Jahr 2045 soll das Land klima-neutral sein. Das heißt: Es entstehen keine zusätzlichen schädlichen Gase mehr. Die Industrie und ihre Arbeitsplätze sollen trotzdem bleiben. Klimaschutz soll für die Menschen bezahlbar sein.

Energiepreise durch Steuersenkungen des Bundes bremsen

Die CDU fordert vom Bund eine Energiepreisbremse, damit Energie für Haushalte und Betriebe bezahlbar bleibt. Dazu sollen mehrere Steuern auf Energie sinken sowie Wohngeld und Pendlerpauschale steigen.

Energie ist teuer geworden. Die CDU will, dass der Bund die Preise bremst. Steuern auf Heizen, Strom und Sprit sollen sinken. Das Wohngeld soll dauerhaft steigen. Pendler sollen mehr von der Steuer absetzen können.

Kohleausstieg bis 2030 und sichere Energieversorgung

Die CDU will bis 2030 aus der Kohle aussteigen, sofern der Bund für sichere Versorgung und stabile Preise sorgt. Gas soll als Brückentechnologie dienen, und das Land soll rasch unabhängig von russischen Energieimporten werden.

Die CDU will bis 2030 keine Kohle mehr verbrennen. Dafür muss der Bund sorgen, dass genug Energie da ist. Auch die Preise müssen stabil bleiben. Für eine Übergangszeit will die CDU Gas nutzen. Das Land soll keine Energie mehr aus Russland brauchen.

Windkraft und Photovoltaik schneller ausbauen

Die CDU will den Ausbau von Windenergie und Photovoltaik beschleunigen. Dafür sollen Anwohner finanziell beteiligt, Schutzgüter neu gewichtet und Eigentümer kleiner Solaranlagen von Steuern und Bürokratie entlastet werden.

Die CDU will mehr Windräder und Solar-Anlagen. Der Bau soll schneller gehen. Anwohner sollen Geld von Windrädern in ihrer Nähe bekommen können. Besitzer kleiner Solar-Anlagen sollen keine Steuern auf die Erträge zahlen.

Wasserstoffwirtschaft und Klimatechnik ausbauen

Die CDU will Nordrhein-Westfalen zum führenden Wasserstoffland machen und bis 2030 mindestens drei Gigawatt Elektrolyseleistung erreichen. Die Industrie soll beim Umstieg Hilfe bekommen, und die Forschung zur Abscheidung von CO2 soll weiter gefördert werden.

Die CDU will viel mehr Wasserstoff im Land herstellen. Wasserstoff kann Kohle, Öl und Gas ersetzen. Alte Gas-Leitungen sollen Wasserstoff transportieren. Fabriken sollen Hilfe beim Umstieg bekommen. Auch Technik zum Auffangen von CO2 will die CDU fördern.

Auf Extremwetter vorbereiten, Landeszentrum Wasser gründen

Die CDU will das Land besser auf Unwetter vorbereiten und wichtige Infrastruktur gegen Extremwetter absichern. Ein neues Landeszentrum Wasser soll Konzepte für Trockenheit ebenso wie für Hochwasser und Starkregen entwickeln und die Warnung vor Wassergefahren übernehmen.

Die CDU will das Land besser auf Unwetter vorbereiten. Wichtige Anlagen sollen auch bei starkem Wetter funktionieren. Die CDU will ein Landes-Zentrum Wasser gründen. Es soll sich um Trockenheit und Hochwasser kümmern. Es soll auch vor Gefahren warnen.

CDU: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,3), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaausgewogen (-0,4), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 5 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Klimaneutralität 2045 durch Innovation erreichen

Die FDP bekennt sich zur Treibhausgasneutralität des Landes bis 2045 und will sie über Forschung, neue Technologien und Technologieoffenheit erreichen. Klimaschutz durch Verzicht lehnt sie ab; Klimaschutz und Wachstum sollen zusammengehen.

NRW soll bis 2045 klima-neutral sein. Das heißt: Das Land schadet dem Klima dann nicht mehr. Die FDP will das mit neuer Technik schaffen. Sie will nicht, dass Menschen dafür verzichten müssen.

Emissionshandel auf alle Sektoren ausweiten

Die FDP will den Emissionshandel auf alle Sektoren und möglichst viele Staaten ausdehnen. Sie hält ihn für das wirksamste und zugleich günstigste Instrument, um die Klimaziele einzuhalten.

Wer CO2 ausstößt, braucht dafür Zertifikate. Das heißt Emissions-Handel. Die FDP will diesen Handel auf alle Bereiche ausweiten. So soll der CO2-Ausstoß sinken.

Stromsteuer senken und EEG-Förderung ablösen

Die FDP will die Stromsteuer auf das in der EU zulässige Minimum senken und die EEG-Förderung durch ein Marktmodell ersetzen. So sollen Mehrkosten des Klimaschutzes ausgeglichen und Menschen mit geringem Einkommen entlastet werden.

Klima-Schutz macht manches teurer. Die FDP will deshalb die Steuer auf Strom stark senken. Auch die Förderung für Öko-Strom soll anders laufen. Menschen mit wenig Geld sollen weniger zahlen.

Energieversorgung mit Gas, Netzen und Speichern sichern

Die FDP will eine verlässliche, umweltfreundliche und preislich wettbewerbsfähige Energieversorgung. Dafür sollen Großkraftwerke kurzfristig von Kohle auf Gas wechseln, Netze für Strom, Gas und Wärme rasch ausgebaut und Speicher gefördert werden.

Die FDP will sichere und saubere Energie zu guten Preisen. Kraftwerke sollen statt Kohle erst einmal Gas nutzen. Die Leitungen für Strom, Gas und Wärme sollen schnell ausgebaut werden. Es soll mehr Speicher für Energie geben.

Kohleausstieg möglichst bis 2030 erreichen

Die FDP hält einen schnelleren Ausstieg aus der Kohleverstromung für nötig, im Idealfall bis 2030. Den Weg zur Klimaneutralität will sie mit wettbewerblichen Lösungen statt mit Zwang gehen. Landeseigene Betriebe sollen als Vorbild dienen.

Die FDP will schneller aus der Kohle aussteigen. Am besten soll das bis 2030 klappen. Die FDP will dabei keinen Zwang. Sie setzt auf Wettbewerb und neue Technik. Betriebe des Landes sollen ein Vorbild sein.

Windkraft verdoppeln, Photovoltaik verdreifachen

Die FDP will, dass erneuerbare Quellen bis 2030 über 55 Prozent des Stroms liefern. Der Ausbau der Windenergie soll verdoppelt, die Photovoltaik mindestens verdreifacht werden. Dafür sollen Genehmigungen schneller gehen und neue Flächen nutzbar werden.

Die FDP will viel mehr Strom aus Wind und Sonne. Bis 2030 soll mehr als die Hälfte vom Strom so entstehen. Genehmigungen sollen schneller gehen. Solar-Anlagen sollen auch an Haus-Wände und über Autobahnen kommen.

NRW zur Wasserstoff-Modellregion machen

Die FDP will den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft vorantreiben und Nordrhein-Westfalen zur führenden Modellregion machen. Für den Hochlauf soll Wasserstoff jeder Herstellungsart genutzt werden, also übergangsweise auch solcher aus Erdgas. Zudem wirbt sie für eine Europäische Wasserstoffunion.

Wasserstoff ist ein Gas, das Energie speichern kann. Die FDP will, dass NRW bei Wasserstoff ein Vorbild wird. Am Anfang soll jede Art von Wasserstoff erlaubt sein. Später soll er vor allem aus Wind- und Sonnen-Strom kommen. Europa soll dabei zusammenarbeiten.

Energiesystem digitalisieren, Smart Meter vereinfachen

Die FDP will die Digitalisierung der Energiewende vorantreiben und dafür bürokratische Hürden abbauen. Der Einbau intelligenter Stromzähler soll einfacher werden, und in intelligente Netze soll mehr investiert werden. Verbraucher sollen zugleich Strom erzeugen und nutzen können.

Die FDP will das Energie-System digital machen. Kluge Strom-Zähler sollen leichter eingebaut werden. Menschen sollen selbst Strom erzeugen und nutzen können. E-Autos sollen Strom speichern und wieder abgeben. Die Daten sollen dabei sicher sein.

FDP: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 9 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,3), aus 19 Punkten

    Punkte je Stufe: 7 deutlich Klimaschutz zuerst, 11 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Klimaneutralität vor 2040 per Sofortprogramm ansteuern

Nordrhein-Westfalen soll nach dem Willen der Grünen möglichst vor 2040 klimaneutral werden und damit dem 1,5-Grad-Pfad folgen, den das Pariser Abkommen vorgibt. Ein Sofortprogramm und ein neues Klimaschutzgesetz mit jährlichen Zielen für jeden Sektor sollen das einleiten.

Die Grünen wollen, dass NRW vor 2040 klimaneutral ist. Klimaneutral heißt: Das Land schadet dem Klima nicht mehr. Dafür soll es ein Sofort-Programm geben. Ein neues Gesetz soll für jeden Bereich Ziele für jedes Jahr festlegen. Fachleute sollen prüfen, ob die Ziele erreicht werden.

Kommunen für Klimaschutz besser ausstatten

Die Grünen wollen Städten und Gemeinden mehr Geld und Personal für Klimaschutz und Klimaanpassung geben. Kommunale Klimaplanung gilt dem Programm als Teil der Daseinsvorsorge, deshalb soll es verbindliche Standards geben.

Städte und Gemeinden sollen mehr Geld für Klimaschutz bekommen. Sie sollen auch mehr Personal dafür bekommen. Das Land soll feste Regeln für Klima-Pläne vorgeben. Jede Gemeinde soll einen Plan für Klimaschutz vor Ort machen.

Klimavorbehalt für Gesetze und Förderprogramme einführen

Die Grünen wollen einen Klimavorbehalt für neue Landesgesetze und Förderprogramme einführen. Bei jedem Gesetz soll berechnet werden, wie es sich auf den Treibhausgasausstoß auswirkt und ob es zu den Klimazielen passt; Landesgeld soll die Klimakrise nicht verschärfen.

Die Grünen wollen jedes neue Gesetz auf das Klima prüfen. Man rechnet aus, wie viel Treibhausgas durch das Gesetz entsteht. Auch Förder-Programme des Landes werden so geprüft. Das Land soll kein Geld für klimaschädliche Dinge geben.

Städte und Land an Klimafolgen anpassen

Die Grünen wollen rasch eine Klimaanpassungsstrategie mit messbaren Zielen vorlegen. Städte sollen mit mehr Grün und Wasserflächen gekühlt und nach dem Leitbild der Schwammstadt umgebaut werden; die Landesförderung dafür soll wachsen.

Das Klima wird wärmer, und es gibt mehr Starkregen. Die Grünen wollen NRW darauf vorbereiten. Städte sollen mehr Bäume, Pflanzen und Wasser bekommen. Der Boden soll mehr Regen aufnehmen können. Das nennt man Schwamm-Stadt. Das Land soll den Gemeinden dafür mehr Geld geben.

Strom bis 2035 vollständig erneuerbar erzeugen

Der Strom in NRW soll nach dem Willen der Grünen 2035 vollständig aus erneuerbaren Energien stammen; für 2030 gilt ein Zwischenziel von 80 Prozent. Speicher, flexible Nachfrage, Netzausbau und grüner Wasserstoff sollen die Versorgung sichern, von der laut Programm auch der Industriestandort abhängt.

Bis 2035 soll der ganze Strom in NRW aus Wind und Sonne kommen. Bis 2030 sollen es schon 80 Prozent sein. Dafür braucht es viel mehr Windräder und Solar-Anlagen. Strom-Speicher und neue Leitungen sollen die Versorgung sichern.

Kohleausstieg bis 2030 umsetzen

Die Grünen wollen den Braunkohleabbau in NRW bis spätestens 2030 beenden und dafür sofort eine neue Leitentscheidung treffen. Alle Dörfer im Rheinischen Revier sollen erhalten bleiben, ein Moratorium soll Abrisse und Rodungen stoppen.

Die Grünen wollen bis 2030 mit der Kohle aufhören. Dafür soll das Land sofort einen neuen Beschluss fassen. Alle Dörfer am Tagebau sollen bleiben. Niemand soll dort weiter Häuser abreißen oder Bäume fällen. Die Arbeiter in der Kohle sollen ehrliche Pläne bekommen.

Zwangsumsiedlungen für Kohle abschaffen, Tagebaudörfer stärken

Die Grünen wollen Zwangsumsiedlungen und Enteignungen für den Abbau von Kohle, Sand und Kies abschaffen. Wohnhäuser sollen mindestens 1.000 Meter vom Tagebau entfernt bleiben, und bereits Umgesiedelte sollen ihre früheren Grundstücke zurückkaufen können.

Niemand soll mehr wegen Kohle, Sand oder Kies umziehen müssen. Niemand soll deshalb sein Grundstück verlieren. Der Tagebau soll 1.000 Meter Abstand zu Wohnhäusern halten. Wer schon wegziehen musste, soll sein Haus zurückkaufen dürfen. Die Menschen in den Dörfern sollen mitbestimmen.

RWE für Tagebaufolgen haften lassen, Hambacher Wald sichern

Die Grünen wollen den Strukturwandel in den Kohleregionen beschleunigen und RWE für Rekultivierung und dauerhafte Folgekosten des Braunkohleabbaus in der Pflicht halten. Der Hambacher Wald soll in öffentlichen Besitz übergehen und geschützt werden.

Die Firma RWE baut in NRW Braunkohle ab. Die Grünen wollen, dass RWE für die Schäden bezahlt. RWE soll die Landschaft wieder in Ordnung bringen. Freie Flächen von RWE sollen in einen Fonds kommen. Der Hambacher Wald soll der Allgemeinheit gehören und geschützt sein.

Solaranlagen auf Dächern und Freiflächen ausbauen

Die Grünen wollen Solaranlagen zum Normalfall auf Gebäuden machen, zuerst auf öffentlichen Gebäuden und Neubauten, später auch auf bestehenden Häusern. Zusätzlich sollen Flächen an Autobahnen und Bahnstrecken sowie versiegelte Flächen für Solarparks freigegeben werden. Laut Programm könnte auf den Dächern in NRW etwa die Hälfte des heutigen Stromverbrauchs erzeugt werden.

Die Grünen wollen viel mehr Solar-Anlagen. Sie sollen auf öffentlichen Gebäuden und neuen Häusern normal werden. Später sollen sie auch auf alte Häuser kommen. Solar-Parks sollen neben Autobahnen und Bahn-Strecken entstehen. Auch Parkplätze und Deponien sollen dafür genutzt werden.

Windenergie ausbauen, Mindestabstände abschaffen

Die Grünen wollen pro Jahr mindestens 200 neue Windräder ermöglichen und 2 Prozent der Landesfläche für Windenergie sichern. Die festen Mindestabstände zu Wohnhäusern sollen dafür wieder entfallen. Windenergie gilt dem Programm zusammen mit der Photovoltaik als Grundlage von Energiewende und Klimaschutz.

Die Grünen wollen mehr Wind-Räder in NRW. Jedes Jahr sollen mindestens 200 neue gebaut werden können. 2 Prozent der Landes-Fläche sollen dafür gesichert werden. Feste Abstände zu Wohn-Häusern sollen wegfallen. Vögel und Fledermäuse sollen trotzdem geschützt werden.

Bürgerenergie und Mieterstrom fördern

Die Grünen wollen Energieprojekte in Bürgerhand mit einem neuen Fonds bei der Projektentwicklung unterstützen. Das Landesprogramm für Mieterstrom soll neu aufgelegt werden. So sollen nach Darstellung des Programms möglichst viele Menschen von günstiger Energie profitieren.

Bürger sollen selbst Wind-Parks und Solar-Parks betreiben können. Dafür wollen die Grünen einen neuen Förder-Topf schaffen. Auch Mieter sollen Strom vom eigenen Dach bekommen. Das Land soll solche Projekte neu fördern.

Sanierungsrate verdreifachen, Heizungen umstellen

Die Grünen wollen dreimal so viele Gebäude pro Jahr energetisch sanieren wie bisher und beim Austausch von Heizungen auch in bestehenden Häusern einen Mindestanteil erneuerbarer Energien vorschreiben. Alle Gebäude des Landes sollen bis 2030 saniert sein. Das bisherige Tempo reicht aus Sicht des Programms nicht, um Gebäude in 20 Jahren klimaneutral zu beheizen.

Die Grünen wollen viel mehr Häuser dämmen und modernisieren. Das soll dreimal so schnell gehen wie heute. Neue Heizungen sollen zum Teil mit erneuerbarer Energie laufen. Das gilt auch für alte Häuser. Das Land soll seine eigenen Gebäude bis 2030 sanieren.

Kosten der Wärmewende sozial verteilen

Die Grünen wollen Haushalte mit geringem Einkommen bei der energetischen Sanierung stärker fördern und die Sanierungskosten bei Mietshäusern zwischen Vermietern, Mietern und Staat aufteilen. Die Einnahmen aus dem CO2-Preis sollen den Menschen möglichst direkt zugutekommen. Das Programm begründet das damit, dass Mietaufschläge nach Sanierungen oft höher sind als die gesparten Energiekosten.

Die Grünen wollen, dass Klima-Schutz beim Heizen gerecht bezahlt wird. Menschen mit wenig Geld sollen mehr Förderung bekommen. Bei Miets-Häusern sollen Vermieter, Mieter und Staat die Kosten teilen. Das Geld aus dem CO2-Preis soll an die Menschen zurückgehen.

Erdgas begrenzen, Biogas und Erdwärme nutzen

Die Grünen wollen Erdgas nur so weit einsetzen, wie es für eine sichere Versorgung im Übergang nötig ist. Neue Gaskraftwerke und Pipelines sollen nur entstehen, wenn sie später mit klimaneutralen Gasen wie Wasserstoff arbeiten können. Als Alternativen nennt das Programm Biogas aus Reststoffen und Erdwärme.

Die Grünen wollen wenig Erdgas nutzen. Erdgas soll nur für eine Übergangs-Zeit da sein. Neue Gas-Kraftwerke müssen später mit Wasserstoff laufen können. Das gilt auch für neue Leitungen. Biogas soll aus Gülle und Resten kommen. Auch Wärme aus der Erde soll genutzt werden.

Urananreicherung in Gronau beenden

Die Grünen wollen die Urananreicherungsanlage in Gronau so schnell wie möglich schließen. Der Atomausstieg ist aus Sicht des Programms in Nordrhein-Westfalen noch nicht abgeschlossen. Außerdem setzt sich die Partei für das Abschalten grenznaher Atomkraftwerke in Nachbarländern ein.

In Gronau gibt es eine Anlage für Uran. Uran ist der Brennstoff für Atom-Kraftwerke. Die Grünen wollen diese Anlage schnell schließen. Atom-Kraftwerke nahe der Grenze sollen auch abgeschaltet werden. Für Atom-Müll soll es einen Plan für ganz Deutschland geben.

Planung beschleunigen, zwei Prozent Fläche für Windkraft

Die Grünen wollen Konflikte zwischen dem Ausbau klimarelevanter Infrastruktur und dem Artenschutz durch klare Vorgaben lösen und Planungsverfahren beschleunigen. Für neue Windkraftanlagen sollen 2 Prozent der Landesfläche genutzt werden. Gebiete mit Schwerpunktvorkommen empfindlicher Tierarten sollen dabei von vornherein ausgenommen sein.

Die Grünen wollen mehr Windräder bauen. Dafür sollen 2 Prozent der Fläche des Landes bereitstehen. Wo besonders viele empfindliche Tiere leben, sollen keine Windräder stehen. Ämter und Gerichte sollen mehr Personal bekommen. So soll die Planung schneller gehen.

NRW zum Standort für grünen Wasserstoff machen

Die Grünen wollen, dass NRW bei der Technik für grünen Wasserstoff eine führende Rolle einnimmt. Weil dieser Wasserstoff knapp bleibe, soll er nur dort genutzt werden, wo es keine Alternative gibt. Netze und Importwege sollen zügig ausgebaut werden.

Die Grünen wollen mehr grünen Wasserstoff in NRW. Grüner Wasserstoff entsteht mit Öko-Strom. Er ist knapp. Deshalb soll ihn vor allem die Industrie bekommen. Das Land soll Leitungen für Wasserstoff bauen.

Chemieindustrie mit Ökostrom und Recycling umbauen

Die Grünen wollen die Chemieindustrie auf einen Kurs bringen, der zum 1,5-Grad-Ziel passt. Dafür soll der Strom in NRW bis 2035 vollständig aus erneuerbaren Quellen stammen. Außerdem sollen mehr Recycling und der Abschied von fossilen Rohstoffen die Branche verändern.

Die Grünen wollen die Chemie-Industrie klimafreundlich machen. Bis 2035 soll aller Strom aus Wind und Sonne kommen. Die Firmen sollen mehr Stoffe wiederverwerten. Ein neues Institut soll dazu forschen.

Hochschulen bis 2035 klimaneutral machen

Die Grünen wollen, dass Hochschulen beim Klimaschutz Vorbild sind, und planen ein Programm für klimaneutrale Wissenschaft bis 2035. Dazu gehören die Sanierung der Gebäude und mehr Nachhaltigkeit in Lehre und Forschung.

Die Grünen wollen klima-neutrale Hochschulen bis zum Jahr 2035. Klima-neutral heißt: Die Hochschulen schaden dem Klima nicht mehr. Dafür sollen Gebäude saniert werden. Auch im Studium soll es mehr um Nachhaltigkeit gehen.

Klimaneutralität vor 2040 und Nachhaltigkeits-Check einführen

Die Grünen wollen, dass NRW möglichst vor 2040 klimaneutral wird, und leiten das aus dem europäischen Green Deal ab. Die UN-Nachhaltigkeitsziele sollen in allen Landesministerien verankert und Gesetze sowie öffentliche Aufträge verpflichtend auf soziale und ökologische Standards geprüft werden. Die Handelsabkommen CETA und Mercosur lehnt die Partei in der vorliegenden Fassung ab.

Die Grünen wollen: NRW soll möglichst vor 2040 klimaneutral sein. Klimaneutral heißt: Das Land schadet dem Klima nicht mehr. Neue Gesetze sollen einen Nachhaltigkeits-Check bekommen. Dabei wird geprüft, ob sie gut für Menschen und Umwelt sind. Die Handels-Verträge CETA und Mercosur lehnen die Grünen so ab. Firmen sollen Rohstoffe öfter wiederverwenden.

Grüne: alle 20 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 8 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

NRW-Klimaschutzgesetz am 1,5-Grad-Ziel ausrichten

Die SPD will das Klimaschutzgesetz des Landes überarbeiten. Ziele, Maßnahmen und Überprüfung sollen aus dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Abkommens abgeleitet und verbindlich festgelegt werden. Die Partei bezeichnet den Klimawandel als größte Herausforderung der Gegenwart.

Die SPD will das Klima-Schutz-Gesetz von NRW neu fassen. Die Erde soll sich höchstens um 1,5 Grad erwärmen. Daran soll sich das Gesetz ausrichten. Im Gesetz sollen Ziele und Maßnahmen stehen. Das Land soll prüfen, ob es die Ziele erreicht.

Erneuerbare ausbauen und Anwohner am Gewinn beteiligen

Die SPD will Wind- und Solarenergie fast überall im Land ausbauen und die Menschen vor Ort an den Erträgen beteiligen. Dazu sollen starre Abstandsregeln für Windräder fallen und Anlagen auch in Wirtschaftswäldern möglich sein. Der Kohleausstieg soll erfolgen, sobald die Ausbauziele nachprüfbar erreicht sind.

Die SPD will mehr Strom aus Wind und Sonne. Windräder und Solar-Anlagen sollen fast überall stehen. Menschen in der Nähe sollen billigeren Strom bekommen oder mitverdienen. Feste Abstands-Regeln für Windräder sollen wegfallen. Die Kohle soll enden, wenn genug neue Anlagen da sind.

Erneuerbare Energien stärker ausbauen

Die SPD will zunächst untersuchen lassen, welches Potenzial erneuerbare Energien in NRW haben und wie viel Kapazität für die Klimaziele nötig ist. Darauf aufbauend soll die Energiestrategie des Landes neu ausgerichtet und der Ausbau aller erneuerbaren Energieträger verstärkt werden.

Die SPD will mehr Strom aus Wind, Sonne und anderen erneuerbaren Quellen. Zuerst soll eine Studie zeigen, wie viel möglich ist. Danach will die SPD den Energie-Plan des Landes neu machen. Überschüssiger Strom soll als Wasserstoff gespeichert werden.

Öffentlichen Kostennavigator für Energiepreise entwickeln

Die SPD will ein öffentliches, leicht verständliches Informationsangebot zu den künftigen Preisen für Wasser, Strom und Heizung schaffen. Es soll den Menschen helfen, sich auf neue Energiepreise einzustellen, und staatliche Hilfen nach Einkommensgruppen anzeigen.

Die SPD will einen Kosten-Navigator für Energie. Das ist eine öffentliche Übersicht über künftige Preise für Wasser, Strom und Heizung. Dort sehen die Menschen auch, welche Hilfen der Staat anbietet. So können sich alle auf die Preise vorbereiten.

Klimamasterplan für 1.000 Quartiere auflegen

Nach dem Vorbild des Modellprojekts „Innovation City Bottrop“ will die SPD in 1.000 Quartieren die Energiewende vor Ort fördern, vor allem durch die energetische Sanierung von Gebäuden. Das soll dem Klimaschutz dienen, Aufträge für örtliche Betriebe bringen und Wohnen bezahlbar halten.

Die SPD will 1.000 Stadtviertel in NRW klimafreundlicher machen. Vorbild ist ein Projekt in der Stadt Bottrop. Vor allem sollen Häuser saniert werden, damit sie weniger Energie brauchen. Das soll auch Arbeit für Handwerker bringen.

Solarpflicht für Gewerbebauten einführen

Die SPD will Solaranlagen auf alle geeigneten Dächer bringen. Beim Neu- und Umbau von Gewerbeimmobilien soll das Pflicht sein, bei bestehenden Gebäuden gefördert werden. Auch Lärmschutzwände an Autobahnen und Gleisen sollen möglichst mit Photovoltaik ausgestattet werden.

Die SPD will Solar-Anlagen auf möglichst vielen Dächern. Wer ein Gewerbe-Gebäude neu baut oder umbaut, muss eine Solar-Anlage einbauen. Für bestehende Häuser soll es Fördergeld geben. Auch Lärmschutz-Wände sollen Solar-Platten bekommen.

Genehmigungen für Energieprojekte beschleunigen

Die SPD will Beschleunigungszentren und Service-Center für kommunale Genehmigungsbehörden einrichten. Sie sollen Genehmigungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz und die rechtssichere Ausweisung von Windenergie-Zonen einfacher und deutlich schneller machen.

Die SPD will, dass Windräder und andere Energie-Projekte schneller genehmigt werden. Dafür soll es neue Zentren geben. Dort arbeiten Fachleute, die den Ämtern in Städten und Kreisen helfen. Heute dauern manche Verfahren mehr als zehn Jahre.

Kommunale Wärmepläne binnen drei Jahren erstellen

Die SPD will, dass die Kommunen in NRW innerhalb von drei Jahren einen Wärmeplan mit konkreten Maßnahmen, Prioritäten und Zeitplan vorlegen. Die Pläne sollen den Wärmebedarf senken und die Versorgung auf erneuerbare Quellen umstellen.

Die SPD will, dass jede Stadt und Gemeinde einen Wärme-Plan macht. Der Plan zeigt, wie Häuser künftig klimafreundlich geheizt werden. Die Kommunen sollen dafür drei Jahre Zeit haben. Im Plan stehen Maßnahmen und ein Zeitplan.

NRW zum Wasserstoffzentrum mit Pipeline-Netz machen

Die SPD will die Region Rhein-Ruhr zum Wasserstoffzentrum Deutschlands entwickeln. Dafür soll ein landesweites Pipeline-Netz entstehen, bestehende Erdgasfernleitungen sollen umgerüstet und Fachkräfte in einem eigenen Ausbildungszentrum qualifiziert werden.

Die SPD will NRW zum wichtigsten Land für Wasserstoff machen. Wasserstoff ist ein Gas, das Kohle in der Industrie ersetzen kann. Rohre sollen den Wasserstoff im ganzen Land verteilen. Ein neues Zentrum soll Fachleute dafür ausbilden.

Öffentliche Gebäude klimaneutral bauen, Städte anpassen

Die SPD will, dass Gebäude von Land und Kommunen verpflichtend klimaneutral errichtet werden. Städte und Gemeinden sollen Hilfe bei barrierefreien Umbauten und bei der Anpassung an den Klimawandel bekommen, etwa durch mehr Grün- und Wasserflächen.

Neue Gebäude von Land und Gemeinden sollen dem Klima nicht schaden. Das soll Pflicht werden. Die SPD will den Städten auch beim Umbau helfen. Mehr Grün und Wasser sollen die Städte kühler machen.

SPD: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl