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Was sagen die Parteien im Saarland zu Klima und Energie?

3 aktuelle Wahlprogramme im Saarland haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1,4), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 4 eher Wachstum zuerst, 3 deutlich Wachstum zuerst

Klimapolitik global ausrichten statt teurer Maßnahmen im Inland

Die AfD lehnt Milliardenausgaben für Klimamaßnahmen ab, die sie für wenig wirksam und für die Bürger belastend hält. Stattdessen will sie den Export umweltfreundlicher Technik, Projekte in Schwellenländern und Wiederaufforstung fördern.

Die AfD sagt: Das Klima ändert sich durch Natur und Mensch. Deutschland verursacht nur zwei Prozent des CO2 auf der Welt. Die Partei will deshalb weniger Geld für Klima-Maßnahmen im Inland ausgeben. Sie will lieber deutsche Umwelt-Technik ins Ausland verkaufen. Außerdem will sie mehr Bäume pflanzen.

10-H-Abstandsregel für Windkraftanlagen einführen

Die AfD fordert, dass Windkraftanlagen mindestens das Zehnfache ihrer Höhe von Wohngebieten entfernt stehen müssen. Sie begründet das mit Gesundheitsgefahren durch Infraschall, die aus ihrer Sicht eine Studie der Universität Mainz belegt. Zudem soll ein Lärmrichtwert von 45 Dezibel gelten.

Die AfD will mehr Abstand zwischen Windrädern und Wohnhäusern. Der Abstand soll zehnmal so groß sein wie das Windrad hoch ist. Die AfD sagt: Windräder machen sehr tiefe Töne. Diese Töne können krank machen. Außerdem soll es eine Grenze für den Lärm geben.

Ausbau von Wind- und Solarenergie stoppen

Die AfD lehnt den weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie ab, solange Speicher und Reservekraftwerke fehlen, und will den Windkraftausbau stoppen sowie die Strompreise senken. Die Energiewende in ihrer bisherigen Form hält sie für weitgehend gescheitert und unsozial.

Die AfD will keine weiteren Windräder. Auch Solar-Energie soll nicht weiter wachsen. Sie sagt: Es fehlen Speicher für den Strom. Ohne Wind und Sonne gibt es dann keinen Strom. Die AfD will, dass Strom billiger wird.

Mindestabstand von 2000 Metern für Windräder

Die AfD verlangt, dass Windkraftanlagen mindestens 2000 Meter von Wohngebieten und Arbeitsstätten entfernt stehen. Sie begründet das mit Gesundheitsgefahren, die aus ihrer Sicht vom Infraschall der Anlagen ausgehen.

Windräder sollen weit weg von Häusern stehen. Die AfD will mindestens 2000 Meter Abstand. Sie sagt: Windräder machen sehr tiefe Töne. Diese Töne machen nach Meinung der AfD krank.

Erneuerbare-Energien-Gesetz bundesweit abschaffen

Die AfD will die bundesweite Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) anstoßen. Sie hält das Gesetz für den wichtigsten Preistreiber beim Strom und für den Grund des starken Ausbaus von Wind- und Solaranlagen.

Das EEG ist ein Gesetz. Es fördert Strom aus Wind und Sonne. Die AfD will dieses Gesetz abschaffen. Sie sagt: Das Gesetz macht den Strom teuer.

Wärmekraftwerke als Rückgrat der Stromversorgung

Die AfD will, dass Wärmekraftwerke die saarländische Stromversorgung tragen, solange es nicht genug Speicher gibt. Sie kritisiert den Ausstieg aus Kernenergie und Kohle und nennt die CO2-Debatte unehrlich.

Die AfD will weiter Strom aus Wärme-Kraftwerken. Das sind zum Beispiel Kohle-Kraftwerke. Sie sagt: Nur diese liefern immer sicher Strom. Den Ausstieg aus Kohle und Atomkraft findet die AfD falsch.

Energiesparen bei Gebäuden ohne Zwang fördern

Die AfD will Wärmedämmung und Energiesparen in Gebäuden nur fördern, wenn es sich wirtschaftlich begründen lässt. Sanierungen bestehender Gebäude sollen nicht vorgeschrieben, sondern über Anreize des Landes und im Einvernehmen mit den Eigentümern erreicht werden.

Die AfD will keine Pflicht zum Sanieren von alten Häusern. Sanieren heißt hier: ein Haus so umbauen, dass es weniger Energie braucht. Das Land soll Eigentümern lieber Geld-Hilfen anbieten. Die Kosten sollen für Bürger und Firmen nicht zu hoch sein.

AfD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,7), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 6 eher Klimaschutz zuerst, 2 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Wettbewerbsfähige Strompreise für die Industrie anstreben

Die CDU will die hohen Energiekosten im Saarland anhand eines internationalen Vergleichs untersuchen. Danach soll mit der Energiewirtschaft ein Konzept für wettbewerbsfähige Energiepreise am Industriestandort beraten werden.

Strom ist im Saarland sehr teuer. Das ist ein Problem für die Industrie. Die CDU will die Kosten mit anderen Ländern vergleichen. Dann will sie mit den Energie-Firmen über bessere Preise sprechen.

Grünen Stahl mit Wasserstoff staatlich fördern

Die CDU setzt auf Stahl, der mit klimaneutralem Wasserstoff hergestellt wird, und fordert dafür staatliche Investitionsförderung von Bund und EU. Übergangsweise ist sie auch für Wasserstoff aus Erdgas offen.

Die CDU will Stahl ohne Schaden für das Klima. Dafür braucht man Wasserstoff. Der Staat soll den Umbau mit Geld fördern. Für eine Übergangs-Zeit darf der Wasserstoff auch aus Erdgas kommen.

Erneuerbare und Netze ausbauen, Nachhaltigkeit als Leitlinie

Die CDU will erneuerbare Energien, Stromnetze und Speicher stark ausbauen und Genehmigungen beschleunigen. Nachhaltigkeit soll zum zentralen Maßstab für Entscheidungen der Landesregierung werden. Beim Ausbau soll der Dialog mit Bürgern, Kommunen und Naturschutzverbänden gesucht werden.

Die CDU will mehr Strom aus Wind und Sonne. Auch Strom-Netze und Speicher sollen wachsen. Genehmigungen sollen schneller gehen. Die Regierung soll bei allen Entscheidungen auf Nachhaltigkeit achten.

Technologieoffene Energiepolitik mit Geothermie und Grubengas

Die CDU will eine sichere und bezahlbare Energieversorgung und dafür alle Verfahren der Energiegewinnung ohne Vorfestlegung prüfen. Neben Wind und Sonne sollen Geothermie und Grubengas in Machbarkeitsstudien untersucht werden, weil Industrie und Grundlast laut Programm verlässliche Quellen brauchen.

Die CDU will, dass Strom und Wärme sicher und bezahlbar sind. Dafür will sie alle Arten der Energie prüfen. Sie will auch Erdwärme untersuchen lassen. Erdwärme gibt es Tag und Nacht. Auch Gas aus alten Bergwerken soll geprüft werden.

Saarländisches Klimaschutzgesetz einbringen

Die CDU will ein eigenes Klimaschutzgesetz für das Saarland erarbeiten und dem Landtag vorlegen. Es soll Klimaschutzvorgaben in mehreren Landesvorschriften verbindlich festschreiben, weil Klimaschutz laut Programm eine gesetzliche Grundlage im Land braucht.

Die CDU will ein Klimaschutz-Gesetz für das Saarland machen. Der Landtag soll darüber abstimmen. Das Gesetz soll feste Regeln für den Klimaschutz bringen. Diese Regeln gelten dann zum Beispiel beim Bauen und beim Einkauf des Landes.

Saarländische Energieagentur gründen

Die CDU will eine Energieagentur des Landes aufbauen, die Privatleute, Kommunen und Unternehmen berät. Mehr Energieeffizienz, vor allem bei Gebäuden, gilt dem Programm als Schlüssel zur Klimaneutralität.

Die CDU will eine Energie-Agentur für das Saarland gründen. Die Agentur berät Menschen, Gemeinden und Firmen. Sie zeigt, wie man Energie spart. Sie erklärt auch, welches Fördergeld es gibt.

Klima-Bonus für Heizungen und Solaranlagen einführen

Die CDU will mit einem „Klima-Bonus-Programm“ des Landes umweltfreundliche Heizungen und Solaranlagen auf Wohnhäusern bezuschussen. Das soll die Bundesförderung ergänzen, die Sanierungsrate erhöhen und das Saarland nach den Worten des Programms zum Solarland machen.

Die CDU will ein Förder-Programm des Landes starten. Es heißt Klima-Bonus-Programm. Wer eine umweltfreundliche Heizung einbaut, bekommt Geld dazu. Auch für Solar-Anlagen auf dem Hausdach gibt es Geld. So sollen mehr Menschen ihr Haus modernisieren.

Solar und Windkraft mit Bürgerbeteiligung ausbauen

Die CDU will vor allem die Solarenergie ausbauen und Windkraft dort, wo dies ohne Konflikte und umweltschonend möglich ist. Anwohner sollen informiert, beteiligt und finanziell am Ertrag beteiligt werden; eine Landesgesellschaft soll auf öffentlichen Liegenschaften selbst Energie erzeugen.

Die CDU will mehr Strom aus Sonne. Wind-Räder soll es nur dort geben, wo sie nicht stören. Die Menschen vor Ort sollen mitreden. Sie sollen auch Geld von dem Strom haben. Das Land soll selbst Strom erzeugen.

CDU: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Saarland 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Saarland zum führenden Wasserstoffstandort machen

Die SPD will das Saarland bis 2030 zum bundesweit führenden Wasserstoffstandort ausbauen. Das Land soll Wasserstoff selbst herstellen, an das europäische Fernleitungsnetz angeschlossen werden und ein regionales Verteilnetz erhalten. Wasserstoff gilt im Programm als wichtiger Energieträger für klimaneutrale Produktion.

Die SPD setzt auf Wasserstoff. Wasserstoff ist ein Gas, das Energie liefert. Das Saarland soll ihn selbst herstellen. Es soll Leitungen und Tankstellen dafür geben. Bis 2030 soll das Saarland hier vorne liegen.

Atomkraft ablehnen, Cattenom abschalten

Die SPD lehnt es ab, dass die EU Atomkraft als klimafreundlich einstuft, und fordert die Abschaltung des französischen Kernkraftwerks Cattenom. Als Brückentechnologie unterstützt sie den Bau von Gaskraftwerken. Die Versorgung von Industrie und Bevölkerung soll gesichert bleiben.

Die SPD ist gegen Atomkraft. Sie hält Atomkraft für unsicher und zu teuer. Das Atom-Kraftwerk Cattenom soll abgeschaltet werden. Für eine Übergangszeit soll es Gas-Kraftwerke geben. Strom soll immer sicher verfügbar sein.

Klimaschutzgesetz und Klima-Bürgerrat einführen

Die SPD will ein Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Zielen für das Saarland beschließen und Nachhaltigkeit in der Landesverfassung verankern. Außerdem soll ein Bürgerrat zum Klima entstehen.

Die SPD will ein Gesetz für den Klima-Schutz im Saarland. Das Gesetz soll feste Ziele haben. Nachhaltigkeit soll in der Verfassung des Landes stehen. Bürger sollen in einem Klima-Rat mitreden.

Erneuerbare Energien bis 2030 verdoppeln

Die SPD will den Anteil von Wind- und Sonnenstrom am Stromverbrauch bis 2030 mindestens verdoppeln und den Ausstoß von Treibhausgasen halbieren. Dazu plant sie eine Solarpflicht für öffentliche Gebäude, Förderprogramme und eine Beteiligung der Bevölkerung an Windkraft-Erträgen.

Die SPD will viel mehr Strom aus Wind und Sonne. Bis 2030 soll es doppelt so viel sein. Der Ausstoß von schädlichen Gasen soll sich halbieren. Öffentliche Gebäude sollen Solar-Anlagen aufs Dach bekommen. Bürger sollen an Wind-Anlagen mitverdienen.

Schutz vor Hochwasser und Pflichtversicherung

Die SPD will Kommunen mit Beratung und Geld beim Schutz vor Hochwasser und Starkregen unterstützen. Zusätzlich fordert sie eine Pflichtversicherung für Elementarschäden und flächendeckende Warnsysteme.

Die SPD will Orte besser vor Hochwasser schützen. Das Land soll dafür Geld geben. Alle sollen eine Versicherung gegen Natur-Schäden haben. Warn-Systeme sollen überall funktionieren.

SPD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl