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CDU zu Klima und Energie

Aus dem Programm „Auf den Inhalt kommt es an. #kurSHalten – Unser Wahlprogramm zur Landtagswahl am 8. Mai“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 166 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Klima und Energie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (+0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,9), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 14 eher Klimaschutz zuerst, 2 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Küsten- und Hochwasserschutz weiter stärken

Die CDU will den Schutz von Küsten und vor Hochwasser ausbauen, weil sie wegen des Klimawandels mit häufigeren Extremwettern rechnet. Eine Wasserstrategie soll das Land auch auf Starkregen und Hitze vorbereiten.

Durch den Klimawandel gibt es mehr Stürme, Starkregen und Hitze. Die CDU will die Küsten deshalb besser schützen. Auch gegen Hochwasser will sie mehr tun. Dafür soll es einen Plan für den Umgang mit Wasser geben.

Das Programm begründet das Vorhaben mit zunehmenden Extremwettern und Naturkatastrophen infolge des Klimawandels. Wegen des steigenden Meeresspiegels sollen weitere Küstenabschnitte gesichert werden. Dabei will die CDU auch neue Sicherungstechniken zulassen, die flexibel, naturbasiert und klimafest sind. Eine Wasserstrategie soll das Land gegen Starkregen, Hitzeperioden und hohe Wasserstände an Flüssen und Küsten wappnen.

Originalzitat anzeigen (Seite 66)
„Aus diesem Grund wollen wir den Küsten- und Hochwasserschutz weiter stärken und uns mittels einer Wasserstrategie auch gegen Starkregenereignisse und Hitzeperioden besser aufstellen.“
Seite 66 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Erneuerbare Wärme fördern, Wärmepumpenstrom entlasten

Die CDU will das Heizen mit erneuerbaren Energien in Wohnquartieren und Industrie fördern und so dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 näherkommen. Strom für Wärmepumpen soll von Umlagen befreit werden, und Einnahmen aus dem CO₂-Preis sollen an die Bürger zurückfließen.

Die CDU will, dass Häuser mit sauberer Energie geheizt werden. Dafür soll es Förder-Geld geben. Strom für Wärme-Pumpen soll billiger werden. Das Geld aus dem CO₂-Preis sollen die Bürger zurückbekommen.

Photovoltaik, Solarthermie und Erdwärme sollen stärker genutzt werden. Im Vordergrund stehen für die CDU Wärmepumpen, Nahwärmenetze, deren Verbindung mit Solarthermie und die Direktvermarktung von Energieüberschüssen. Wärmenetze mit hohem Anteil erneuerbarer Energien sollen ausgebaut werden. Auf Bundesebene will sich die CDU für weniger Bürokratie und für die Befreiung des Wärmepumpenstroms von Umlagen einsetzen. Die Wärmewende soll sozial verträglich sein, mit gezielter Förderung und Rückgabe der CO₂-Bepreisung.

Originalzitat anzeigen (Seite 93)
„Wir werden erneuerbare Wärmeversorgung in Wohnquartieren sowie aus der Industrie fördern und uns dafür einsetzen, bürokratische Hemmnisse wie die Umlagen auf Wärmepumpenstrom abzubauen.“
Seite 93 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Förderung und Entlastung sollen den Umstieg auf erneuerbare Wärme beschleunigen, ohne neue Verbote oder strengere Ziele.

Sanierung auf wirtschaftlich vertretbares Maß ausrichten

Die CDU will bei alten Gebäuden weniger stark auf Dämmung setzen und stärker auf die Art der Wärmeerzeugung achten. Gebäude sollen nur so weit saniert werden, wie es wirtschaftlich sinnvoll ist, verbunden mit dem Umstieg auf erneuerbare Wärme.

Die CDU will alte Häuser nicht nur dämmen. Wichtiger soll sein, womit man heizt. Die Sanierung soll nicht zu teuer werden. Dazu soll sauberes Heizen kommen.

Aus Sicht des Programms würde es einen sehr hohen Investitionsbedarf auslösen, jedes Gebäude zum Niedrigenergiehaus umzubauen. Dieses Geld ließe sich nach Auffassung der CDU an anderer Stelle wirksamer für einen klimaneutralen Gebäudebereich einsetzen. Sie will daher wirtschaftlich darstellbare Dämmmaßnahmen mit dem Wechsel zu erneuerbarer Wärmeversorgung kombinieren. Sanierungsfahrpläne sollen Flexibilität und Planbarkeit sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 92)
„Ein zu starker Fokus auf Dämmung bei der CO₂-Einsparung im Altbestand von Gebäuden ist nicht mehr sinnvoll.“
Seite 92 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Der Punkt hält am Ziel eines klimaneutralen Gebäudebereichs fest, begrenzt die Sanierungstiefe aber nach Wirtschaftlichkeit und verbindet so beide Anliegen.

Kommunale Wärme- und Kältepläne flächendeckend aufstellen

Die CDU will, dass Städte und Gemeinden überall Wärme- und Kältepläne erstellen, um die Wärmeversorgung vor Ort klimaneutral zu machen. Das Land soll sie dabei unterstützen. Bestehende Gasnetze können laut Programm auch für klimaneutrale Gase wie Wasserstoff dienen.

Jede Gemeinde soll einen Plan für Wärme und Kälte machen. Der Plan zeigt, wie man ohne Schaden für das Klima heizt. Das Land soll den Gemeinden helfen. Alte Gas-Leitungen können später Wasserstoff leiten.

Die Pläne sollen die verschiedenen Energiesparten berücksichtigen und landesweit angewendet werden. Kommunen sollen voneinander lernen und auch gemeinsame Pläne umsetzen. Wo eine Kommune es in ihrem Wärmeplan für sinnvoll hält, können vorhandene Gasnetze für Wasserstoff oder andere klimaneutrale Gase genutzt werden, was nach Darstellung des Programms neue Investitionen vermeidet. Die Wärmeplanung soll mit der Energieberatung der Verbraucherzentralen und einer individuellen Gebäudeberatung verzahnt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 93)
„Durch die Aufstellung kommunaler Wärme- und Kältepläne sollen mittelfristig passgenaue Konzepte für eine klimaneutrale Wärmeversorgung geschaffen werden.“
Seite 93 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Flächendeckende Wärmeplanung mit dem Ziel klimaneutraler Versorgung baut die Klimapolitik im Gebäudebereich schrittweise aus.

Fachkräfte, Beratung und Kompetenzzentrum für Wärme

Die CDU will Aus- und Weiterbildung in Energieberufen ausbauen, vor allem in der Gebäudeenergieberatung. Dazu kommen eine Informationskampagne zu erneuerbarer Wärme und ein neues Kompetenzzentrum für Wärmeversorgung.

Die CDU will mehr Menschen für Energie-Berufe ausbilden. Eine Kampagne soll über sauberes Heizen und Förder-Geld informieren. Außerdem soll ein Zentrum für Wärme-Versorgung entstehen. Dort gibt es Fachwissen zum Thema.

Berufe rund um erneuerbare Energien sollen besonders gefördert werden, um den Wirtschaftsstandort mit gut ausgebildeten Fachkräften zu stärken. Gemeinsam mit der Energieagentur plant die CDU eine umfassende Kampagne zur Nutzung erneuerbarer Wärme und zu Fördermöglichkeiten. Damit soll verhindert werden, dass Umrüstungen an fehlendem Wissen scheitern. Forschung und Entwicklung zu neuen Lösungen für Erschließung, Verteilung und Nutzung von Wärme sollen ebenfalls unterstützt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 93)
„Wir werden die Aus- und Weiterbildung zu energie- und umweltrelevanten Berufsfeldern insbesondere im Bereich der Gebäudeenergieberatung verstärken.“
Seite 93 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Mehr Ausbildung, Information und ein Kompetenzzentrum sollen den Umstieg auf erneuerbare Wärme schrittweise voranbringen.

Forschung zur CO2-Entnahme und -Nutzung fördern

Die CDU will Forschung finanziell unterstützen, die bereits ausgestoßenes CO2 aus der Luft holt und als Rohstoff verwendet. Das soll über das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 hinausweisen.

In der Luft ist schon viel CO2. Die CDU will Forschung bezahlen, die CO2 wieder aus der Luft holt. Aus dem CO2 kann man dann neue Dinge machen. Zum Beispiel Kunststoff oder Flugzeug-Treibstoff.

Gemeint ist das Verfahren Carbon Capture and Utilization, bei dem abgeschiedenes CO2 weiterverwendet wird. Als Beispiele nennt das Programm die Herstellung von Kunststoffen und Kerosin. Forschung und Entwicklung auf diesem Feld sollen Landesgeld erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 102)
„Wir werden CO2 als Ressource verstehen und Forschung zum CO2-Entzug aus der Atmosphäre und Nutzung finanziell unterstützen.“
Seite 102 im Original

Einordnung

  • Klimaausgewogen

    Die Förderung technischer CO2-Nutzung verbindet Klimaschutz mit wirtschaftlicher Verwertung und setzt auf Innovation statt Vorgaben.

Klimaneutralität bis 2045 erreichen

Die CDU hält am Pariser Abkommen fest und will Schleswig-Holstein bis 2045 klimaneutral machen; die Gebäude des Landes sollen das schon bis 2040 schaffen. Der Weg dorthin soll vor allem über technologieoffene Innovationen führen und ökologisch, sozial und wirtschaftlich vertretbar sein.

Die CDU will das Klima schützen. Bis 2045 soll Schleswig-Holstein klimaneutral sein. Das heißt: Das Land stößt unterm Strich kein CO2 mehr aus. Gebäude des Landes sollen das schon 2040 schaffen. Neue Technik soll dabei helfen.

Bei größeren Vorhaben der Landesregierung sollen CO2-Kosten berechnet und in die Gesamtkalkulation aufgenommen werden. Das Moorschutzprogramm mit Wiedervernässung soll weiterlaufen. Klimaschutzagenturen in den Kreisen, das Netzwerk kommunaler Klimaschutzmanager und das Jugendportal für nachhaltige Zukunftskonzepte sollen weiter unterstützt werden. Schleswig-Holstein soll als klimaneutraler Produktionsstandort entwickelt werden, und der Wissenstransfer zu Klimathemen an Hochschulen soll wachsen. Schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sollen helfen, die Ziele zu erreichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 103)
„Wir stehen unverändert zum Pariser Klimaabkommen und wollen, dass unsere Heimat bis zum Jahr 2045 klimaneutral wird.“
Seite 103 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Das Ziel 2045 entspricht dem geltenden Stand, das frühere Ziel 2040 für Landesliegenschaften und die CO2-Kostenrechnung gehen schrittweise darüber hinaus.

Strategie zur Klimaanpassung entwickeln

Die CDU will zusammen mit den kommunalen Landesverbänden eine Strategie zur Anpassung an den Klimawandel erarbeiten. Begründet wird das mit Wetterextremen, deren Folgen bereits spürbar seien.

Das Klima ändert sich schon jetzt. Es gibt mehr starken Regen und mehr Hitze. Die CDU will das Land darauf vorbereiten. Dafür will sie mit den Gemeinden einen Plan machen.

Als Beispiele für Anpassungsmaßnahmen nennt das Programm einen verstärkten Deichbau, Hitzestrategien für Städte und den Einsatz von Starkregenkarten. Solche Schritte sollen neben dem Klimaschutz stärker umgesetzt werden. Die Strategie soll gemeinsam mit den Verbänden der Kommunen entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 104)
„Wir werden gemeinsam mit den kommunalen Landesverbänden eine Klimaanpassungsstrategie entwickeln.“
Seite 104 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

CO2-Bepreisung ausweiten, Energieabgaben reformieren

Die CDU will Steuern, Abgaben, Umlagen und Netzentgelte im Energiebereich grundlegend reformieren und setzt auf einen moderat steigenden CO2-Preis. Der Emissionshandel soll möglichst alle Sektoren erfassen, und CO2-freier Strom soll günstiger werden.

Wer CO2 ausstößt, soll dafür zahlen. Dieser Preis soll langsam steigen. Sauberer Strom soll dafür billiger werden. Die CDU will die Abgaben auf Energie neu ordnen. Die EEG-Umlage soll wegfallen.

Die Abschaffung der EEG-Umlage gilt dem Programm als erster Schritt eines Systemwechsels, der die Kopplung von Strom, Wärme und Verkehr attraktiv machen soll. Die Menge der erlaubten Emissionsrechte soll jedes Jahr passend zu den Klimazielen sinken. Damit Klimaschutz die Wirtschaft nicht behindert, fordert die CDU vom Bund einen einheitlichen CO2-Preis und einen wirksamen CO2-Grenzausgleich auf europäischer Ebene und darüber hinaus. Energie soll dabei sicher und bezahlbar bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 105)
„Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, den Handel mit Emissionszertifikaten auf möglichst alle Sektoren unserer Volkswirtschaft auszuweiten“
Seite 105 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Partei setzt auf Marktmechanismen wie Zertifikatehandel und will Abgaben auf Strom wie die EEG-Umlage streichen.

  • Europaeher mehr EU

    Ein einheitlicher CO2-Preis und ein CO2-Grenzausgleich auf EU-Ebene bedeuten mehr gemeinsame europäische Klimapolitik.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein auf weitere Sektoren ausgedehnter Emissionshandel mit jährlich sinkender Zertifikatsmenge verschärft die Klimavorgaben schrittweise.

Wasserstoff, Netze und Speicher ausbauen

Die CDU will eine Wasserstoffwirtschaft im Land aufbauen, Energiespeicher voranbringen und beim Bund auf den Ausbau der Stromnetze nach Süden drängen. Die Kosten der Energiewende, vor allem für die Verteilnetze, sollen bundesweit gerechter verteilt werden.

Schleswig-Holstein macht viel Strom aus Wind und Sonne. Die CDU will daraus auch Wasserstoff herstellen. Es soll mehr Strom-Leitungen und Speicher geben. Die Kosten dafür sollen in ganz Deutschland gerechter verteilt werden.

Grüner Wasserstoff soll vor Ort erzeugt und etwa im Nahverkehr, in kommunalen Fuhrparks, in Gebäuden anstelle von Erdgas und in der Industrie eingesetzt werden; dafür ist eine Strategie geplant. Batterien, Umwandlungstechnik und ein flexibleres Energiesystem sollen Strom, Wärme und Mobilität verbinden. Fehlende Leitungen führen laut Programm zu Überschussstrom, der Netzentgelte und Strompreise erhöht. Kommunen und Unternehmen sollen für ihre Rolle beim Klimaschutz Förderprogramme erhalten, und heimische Firmen sollen beim Export unterstützt werden. Solarenergie soll auf Dächern, Fassaden, Parkplätzen und öffentlichen Gebäuden umfassend genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 105)
„Wir werden uns für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft mit Erzeugung und Verbrauch einsetzen.“
Seite 105 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau von Wasserstoff, Speichern, Netzen und Solarenergie treibt die Energiewende schrittweise voran, verbunden mit dem Ziel bezahlbarer Preise.

Photovoltaik auf Dächern und Flächen ausbauen

Die CDU will Solarstrom auf Dächern, an Fassaden und in Mietshäusern attraktiver machen und dafür eine Solar-Strategie für das Land entwickeln. Freiflächenanlagen sollen vor allem auf belasteten oder versiegelten Flächen entstehen, gute Ackerböden bleiben der Landwirtschaft vorbehalten.

Die CDU will mehr Strom aus Sonne. Solar-Anlagen auf dem eigenen Dach sollen sich lohnen. Das gilt auch für Häuser mit vielen Wohnungen. Große Anlagen auf freien Flächen sollen nicht auf gutem Ackerland stehen.

Das Programm nennt den Mieterstrom als Modell, mit dem selbst erzeugter Solarstrom in Mietgebäuden genutzt werden kann. Im Bund will sich die CDU dafür einsetzen, dass Umlagen wegfallen und der Eigenverbrauch klar geregelt wird, sofern kein fremdes Netz genutzt wird; steuerliche, abgabenrechtliche und bürokratische Hindernisse für lokale Erzeugung sollen entfallen. Für Dach- und Fassadenanlagen soll eine Solar-Strategie mit Anreizen entstehen. Die Agrar-Photovoltaik, bei der unter den Modulen weiter Landwirtschaft betrieben wird, soll gestärkt werden. Außerdem will die CDU prüfen, ob geeignete Anlagen auch auf Naturschutzflächen möglich sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 106)
„Damit sorgen wir dafür, dass es sich lohnt, eine Photovoltaikanlage bei sich zu Hause zu installieren.“
Seite 106 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Solarausbau soll durch Anreize und weniger Hemmnisse beschleunigt werden, was den bestehenden Kurs schrittweise in Richtung Klimaschutz verstärkt.

Biogas fördern und Geothermie untersuchen

Die CDU will Biogasanlagen weiter unterstützen, vor allem solche, die zugleich Strom, Wärme und Biomethan liefern. Zudem soll wissenschaftlich untersucht werden, welches Potenzial die Erdwärme in Schleswig-Holstein hat.

Die CDU will Biogas-Anlagen weiter unterstützen. Diese Anlagen machen Strom und Wärme aus Pflanzen und Gülle. Forscher sollen außerdem prüfen, wie viel Erdwärme das Land nutzen kann.

Biogasanlagen gelten im Programm als verlässliche Quelle für Strom und Wärme, die sich regional vernetzen lässt. Auch Stoffe, die sonst nicht verwertbar sind, sollen dort eingesetzt werden. Mit der Landwirtschaft will die CDU über gemeinsame Biogasanlagen für Gülle sprechen, um Betriebe zu stärken und das Grundwasser zu schützen. Die Geothermie sieht das Programm als mögliche wichtige Quelle für eine breite Energie- und Wärmeversorgung.

Originalzitat anzeigen (Seite 106)
„Gerade Biosgasanlagen, die Strom, Wärme und Biomethan herstellen, wollen wir weiter unterstützen.“
Seite 106 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Weitere erneuerbare Quellen sollen unterstützt und erschlossen werden, was den Ausbau innerhalb des bestehenden Rahmens voranbringt.

Offshore-Windkraft schneller ausbauen

Die CDU will sich im Bund für eine verbindliche Planung und einen schnelleren Bau von Windparks vor den Küsten des Landes einsetzen. Von diesem Ausbau sollen mehr Wertschöpfung und Einnahmen in Schleswig-Holstein bleiben.

Die CDU will mehr Windräder auf dem Meer. Der Bund soll den Bau fest planen und schnell umsetzen. Schleswig-Holstein soll daran mehr Geld verdienen.

Das Programm begründet die Forderung damit, dass Windkraft auf See günstigen erneuerbaren Strom liefere und ohne Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz auskomme. Zuständig ist die Bundesebene, auf der die CDU für eine feste Planung mit zügiger Umsetzung werben will. Ein größerer Teil der Wertschöpfung soll im Land ankommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 106)
„Bei der Offshore-Windenergie werden wir uns auf nationaler Ebene für eine verbindliche Planung mit rascher Umsetzung für den beschleunigten Ausbau von Windparks“
Seite 106 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau der Windkraft auf See soll gegenüber dem heutigen Tempo beschleunigt werden, was den Klimaschutz schrittweise stärkt.

Mehr Flächen für Windkraft an Land

Die CDU will die Vorranggebiete für Windkraft voll ausschöpfen und zusätzliche Flächen gewinnen, indem früher aussortierte Gebiete neu bewertet werden. Die Abstände zu Wohnhäusern sollen dabei unverändert bleiben. Bürgerwindparks sollen gestärkt werden.

Die CDU will mehr Windräder an Land ermöglichen. Dafür will sie früher abgelehnte Flächen neu prüfen. Der Abstand zu Wohnhäusern soll gleich bleiben. Windparks von Bürgern will die CDU stärker fördern.

Laut Programm sind 2,03 Prozent der Landesfläche Vorranggebiete; dort sollen alte Anlagen durch stärkere ersetzt (Repowering) und Lücken nachverdichtet werden. Vertikale Windanlagen will die CDU in einem Modellprojekt erproben. Neu bewertet werden sollen Flächen, die wegen Artenschutz, Denkmalschutz oder geringer Größe nicht in den Regionalplan kamen. Geprüft wird auch, ob Landes- und Bundesrecht so geändert werden kann, dass Repowering auf herausgefallenen Flächen mit hoher Akzeptanz vor Ort möglich wird, ohne die Pläne zu gefährden. Der Bürgerenergiefonds bei der Investitionsbank soll ausgebaut werden, damit Einnahmen in der Region bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 107)
„Wir werden aufgrund von Artenschutz, Denkmalschutz oder der Größe im Prozess der Erarbeitung des Regionalplans herausgefallene Potenzialflächen neu bewerten und dadurch weitere Flächen mobilisieren, ohne die Abstände zur Wohnbebauung infrage zu stellen.“
Seite 107 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Zusätzliche Windflächen und Repowering erweitern den Ausbau gegenüber dem geltenden Regionalplan, während die Abstandsregeln bestehen bleiben.

Genehmigungen und Netzausbau beschleunigen

Die CDU will Genehmigungsverfahren für Anlagen erleichtern, die erneuerbare Energie erzeugen oder transportieren. Strom-, Gas- und Wasserstoffnetze sollen schneller aus- und umgebaut werden.

Die CDU will Genehmigungen für Energie-Anlagen einfacher machen. Leitungen für Strom, Gas und Wasserstoff sollen schneller gebaut werden. Die Behörden sollen dafür genug Personal haben.

Die Erleichterungen betreffen sowohl Erzeugungsanlagen als auch Leitungen für erneuerbare Energie. In den zuständigen Behörden soll das Personal weiterhin vorausschauend geplant werden, damit Verfahren zügig laufen. Beim Netzausbau will die CDU bürokratische Hürden verringern.

Originalzitat anzeigen (Seite 107)
„Wir wollen den Aus- und Umbau von Strom-, Gas- und Wasserstoffnetzen beschleunigen und bürokratische Hemmnisse abbauen.“
Seite 107 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Verfahren sollen erleichtert und bürokratische Hürden verringert werden, was die Regulierung gegenüber heute schrittweise lockert.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Schnellere Verfahren für erneuerbare Anlagen und Netze treiben die Energiewende gegenüber dem heutigen Stand schrittweise voran.

Kohlekraftwerk Wedel abschalten, Kernkraftwerke zurückbauen

Die CDU will erreichen, dass das Kohlekraftwerk in Wedel so früh wie möglich vom Netz geht. Für den Rückbau der Kernkraftwerke im Land soll eine eigene Landesstrategie entstehen.

Die CDU will das Kohle-Kraftwerk in Wedel so schnell wie möglich abschalten. Für den Abbau der Atom-Kraftwerke im Land soll es einen Plan geben.

Beide Vorhaben stehen in der Liste konkreter Maßnahmen zur Energieerzeugung. Beim Kraftwerk Wedel kündigt die CDU an, sich für ein rasches Ende des Betriebs einzusetzen. Für die Kernkraftwerke soll das Land eine Strategie zum Rückbau auf den Weg bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 108)
„Wir werden uns dafür einsetzen, dass das Kohlekraftwerk Wedel schnellstmöglich abgeschaltet wird.“
Seite 108 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Ein einzelnes Kohlekraftwerk soll früher vom Netz gehen, was den Kohleausstieg im Land schrittweise beschleunigt.

Energiespeicher und Wärmepumpen fördern

Die CDU will Energiespeicher finanziell fördern, um Angebot und Nachfrage bei erneuerbarem Strom auszugleichen. Haushalte und kleine Betriebe sollen Zuschüsse für Batteriespeicher und Wärmepumpen in Verbindung mit einer Solaranlage erhalten.

Die CDU will Speicher für Strom fördern. Haushalte und kleine Firmen sollen Geld für Batterie-Speicher und Wärme-Pumpen bekommen. Das gilt, wenn sie eine Solar-Anlage haben oder bauen. Die CDU will auch eine große Batterie-Fabrik ins Land holen.

Die Förderung soll unbürokratisch sein und für bestehende wie neue Photovoltaikanlagen gelten. In mehreren Regionen sollen Modellprojekte zeigen, welche Speichertechnik am effizientesten ist; sie werden wissenschaftlich begleitet, und auch kleinere Initiativen sollen Geld erhalten. Lokale Versorger und Netzbetreiber will die CDU dabei unterstützen, Erzeugung und Verbrauch besser auszugleichen. Außerdem soll die Ansiedlung einer Giga-Fabrik für Batteriesysteme vorangebracht werden. Sektorenkopplung und Digitalisierung des Energiesystems sollen weiter verstärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 108)
„Wir werden die Nutzung von Batteriespeichern und Wärmepumpen für private Haushalte und kleine Unternehmen fördern.“
Seite 108 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll Speicher und Wärmepumpen mit öffentlichem Geld bezuschussen, was die staatliche Förderung schrittweise ausweitet.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Speicher und Wärmepumpen sollen gefördert werden, was die Umstellung auf erneuerbare Energie im bestehenden Rahmen voranbringt.

Wasserstoffwirtschaft und Energiestandorte ausbauen

Die CDU will die Wasserstoffwirtschaft im Land voranbringen und die Energiestandorte Heide, Brunsbüttel und Itzehoe weiter unterstützen. Brunsbüttels Hafen soll zu einem Terminal für erneuerbare Treibstoffe werden, und ein Wasserstoff-Transportnetz von Hamburg bis Oslo soll entstehen.

Die CDU will mehr grünen Wasserstoff im Land. Grüner Wasserstoff ist ein Gas, das man mit Öko-Strom herstellt. Der Hafen in Brunsbüttel soll ein Umschlag-Platz für saubere Treibstoffe werden. Leitungen sollen Wasserstoff von Hamburg bis Oslo bringen.

Grüner Wasserstoff gilt im Programm als zentraler Baustein, um erneuerbaren Strom zu speichern und zu transportieren. Die Energiestandorte sollen durch bestehende und neue Pipelines sowie Speicher besser vernetzt werden. Das Kompetenzzentrum HY.SH soll Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen. Die CDU unterstützt einen „STRING Hydrogen Corridor“ als Transportnetz für die westliche Ostseeregion. Im Industriegebiet Brunsbüttel sieht das Programm großes Potenzial, mit den dortigen Unternehmen Emissionen zu senken, und das Wissen des Landes soll international genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 109)
„Wir werden das Wasserstoffkompetenzzentrum HY.SH sowie die Wasserstoffwirtschaft in Schleswig-Holstein vorantreiben und Wissenschaft und Wirtschaft verknüpfen.“
Seite 109 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Infrastruktur für grünen Wasserstoff soll ausgebaut werden, was die Abkehr von fossilen Energien schrittweise unterstützt.

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