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Was sagen die Parteien in Niedersachsen zu Klima und Energie?

4 aktuelle Wahlprogramme in Niedersachsen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+1,8), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 5 deutlich Wachstum zuerst

Energiewende und Dekarbonisierung beenden

Die AfD will staatliche Eingriffe in den Energiemix sofort beenden, vom Kohleausstieg bis zur Förderung erneuerbarer Energien. Sie sieht in der Dekarbonisierung eine Gefahr für den Industriestandort Niedersachsen und für Arbeitsplätze in der Autoindustrie.

Die AfD will die Energiewende stoppen. Der Staat soll keine Energieart mehr bevorzugen oder benachteiligen. Die Bürger sollen selbst wählen, womit sie fahren und heizen. Die AfD sagt: Das schützt Fabriken und Arbeitsplätze.

Klimaschutzpolitik beenden und CO₂-Steuer abschaffen

Die AfD hält die Klimaschutzpolitik für einen Irrweg, weil es aus ihrer Sicht keinen Nachweis für einen nennenswerten Einfluss von CO₂ auf das Klima gibt. Sie fordert die sofortige Abschaffung der CO₂-Steuer, den Austritt aus dem Pariser Abkommen und das Ende des Zertifikatehandels. Den Klimaschutzplan 2050 und den Green Deal der EU lehnt sie ab.

Die AfD glaubt nicht, dass CO₂ das Klima stark verändert. Sie will deshalb die Klima-Politik beenden. Die Steuer auf CO₂ soll sofort wegfallen. Deutschland soll das Klima-Abkommen von Paris verlassen. Den Klima-Plan der EU lehnt die AfD ab.

EEG abschaffen und Ökostrom-Ausbau stoppen

Die AfD will das Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen, weil die Förderung aus ihrer Sicht gescheitert ist und die Versorgungssicherheit gefährdet. Wind- und Solaranlagen sollen nur noch ohne Subventionen gebaut werden. Geförderte Anlagen auf Äckern und in Naturschutzgebieten lehnt sie ab.

Ein Gesetz fördert heute Strom aus Wind und Sonne. Die AfD will dieses Gesetz abschaffen. Wind-Räder und Solar-Anlagen sollen kein Geld vom Staat mehr bekommen. Auf Äckern sollen vor allem Lebensmittel wachsen. In Naturschutz-Gebieten soll es keine geförderten Anlagen geben.

Kernkraftwerke weiter betreiben und Kernforschung ausbauen

Die AfD will die drei verbliebenen Kernkraftwerke so lange laufen lassen, wie es technisch sicher möglich ist, um eine Versorgungslücke zu vermeiden. Die Forschung an neuen Reaktortypen und an der Kernfusion soll wieder aufgenommen und besser finanziert werden. Ein geologisches Endlager hält sie für unnötig.

Die AfD will die letzten drei Atom-Kraftwerke weiter nutzen. Sonst fehlt nach ihrer Meinung Strom. Deutschland soll wieder an neuen Reaktoren forschen. Alte Brenn-Stäbe sollen neu genutzt werden. Ein Endlager tief in der Erde braucht es laut AfD nicht.

Kohle- und Gaskraftwerke weiter nutzen

Die AfD hält Kohle- und Gaskraftwerke für unverzichtbar, weil erneuerbare Energien aus ihrer Sicht keinen planbaren Strom liefern. Sie lehnt den Kohleausstieg als wirkungslosen deutschen Alleingang ab und fordert verlässliche wirtschaftliche Bedingungen für diese Kraftwerke.

Die AfD will Kraftwerke mit Kohle und Gas behalten. Wind und Sonne liefern nach ihrer Meinung keinen sicheren Strom. Den Ausstieg aus der Kohle lehnt die AfD ab. Alte Kraftwerke sollen durch neue ersetzt werden.

CO₂-Bepreisung ablehnen, Agrardiesel steuerfrei stellen

Die AfD lehnt einen Preis auf CO₂ grundsätzlich ab. Solange es ihn gibt, sollen Land- und Forstwirte für gebundenes CO₂ bezahlt werden. Diesel für die Landwirtschaft soll von der Steuer befreit werden.

Die AfD ist gegen einen Preis für CO₂. CO₂ ist ein Gas, das beim Verbrennen entsteht. Solange es den Preis gibt, sollen Bauern und Waldbesitzer Geld bekommen. Denn ihre Pflanzen und Bäume nehmen CO₂ auf. Diesel für Bauern soll keine Steuer kosten.

EEG-Umlage abschaffen, Energiesteuern senken

Die AfD will als ersten Schritt gegen steigende Kosten die EEG-Umlage abschaffen und die Steuern auf Energie senken. Sie begründet das mit Inflation und wachsenden Abgaben für Klima und Umwelt, die Einkommen und Renten belasteten.

Energie ist teuer geworden. Die AfD will deshalb die EEG-Umlage abschaffen. Das ist ein Aufschlag auf den Strom-Preis für Öko-Strom. Auch die Steuern auf Energie sollen sinken. So sollen die Menschen mehr Geld übrig haben.

AfD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

    Hängt stark von der Rechenweise ab.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,8), aus 18 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 16 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 0 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Sonderwirtschaftszone Wasserstoff an der Küste einrichten

Die CDU will im gesamten Küstenraum eine Sonderwirtschaftszone für Wasserstoff und erneuerbare Energien durchsetzen. Dort soll die Nutzung dieser Energien 20 Jahre lang frei von Steuern und Abgaben sein. Das soll den Aufbau einer Wasserstoff-Industrie beschleunigen, der laut Programm deutlich niedrigere Energiepreise voraussetzt.

Die CDU will an der Küste eine besondere Zone einrichten. Dort sollen Firmen Wasserstoff und erneuerbare Energie nutzen. Dafür sollen sie 20 Jahre lang keine Steuern und Abgaben zahlen. So soll eine Wasserstoff-Industrie entstehen. Auch neue Industrie-Betriebe sollen an die Küste kommen.

Klimaneutrale Stahlproduktion mit Wasserstoff voranbringen

Die CDU will den Umbau der Stahlindustrie zu einer klimaneutralen Produktion gemeinsam mit den Unternehmen fortsetzen. Grüner Wasserstoff soll den Kohlenstoff in der Stahlerzeugung ersetzen; die Energieversorgung soll dabei ökologisch und wirtschaftlich tragfähig sein.

Die CDU will, dass Stahl ohne Schaden für das Klima hergestellt wird. Dafür soll grüner Wasserstoff die Kohle ersetzen. Grüner Wasserstoff entsteht mit Strom aus Wind und Sonne. Die CDU will die Stahl-Firmen bei diesem Umbau unterstützen. Die Beschäftigten sollen Weiterbildung bekommen.

Klimaschutz und Energieerzeugung auf Höfen fördern

Die CDU will Landwirte dafür bezahlen, dass sie CO2 in Böden und Wäldern binden, und sie als Energieerzeuger stärken. Gefördert werden sollen regionale Energiekonzepte, die Verbindung von Biogas, Wind und Solar mit grünem Wasserstoff sowie Agri-Photovoltaik. Das Programm will damit die Versorgungssicherheit und eine dezentrale Energieversorgung stärken.

Bauern sollen Geld bekommen, wenn sie CO2 im Boden speichern. CO2 ist ein Gas, das dem Klima schadet. Bauern sollen auch Strom und Wärme erzeugen. Auf Feldern sollen Solar-Anlagen und Landwirtschaft zugleich möglich sein.

Moorschutzstrategie im Konsens erarbeiten

Die CDU will eine Strategie zum Schutz der Moore gemeinsam mit Betroffenen, Naturschutzverbänden und Landwirten entwickeln. Moore gelten dem Programm als wichtige CO2-Speicher, die dafür wieder vernässt werden müssen. Die Wiedervernässung soll nur mit Ausgleich für Nachteile und nach einem Beteiligungsverfahren erfolgen.

Moore speichern viel CO2. Dafür müssen sie nass sein. Die CDU will einen Plan zum Schutz der Moore machen. Bauern, Anwohner und Umwelt-Verbände sollen mitreden. Wer Nachteile hat, soll einen Ausgleich bekommen.

Energiebedarf bis 2040 erneuerbar decken

Die CDU will, dass Niedersachsen bis 2040 seinen gesamten Bedarf an Energie und Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen deckt. Der Klimaschutz soll aus ihrer Sicht volkswirtschaftlich effizient und technologieoffen umgesetzt werden. Unternehmen sollen dafür Freiraum und Unterstützung erhalten.

Bis 2040 soll Niedersachsen nur noch saubere Energie nutzen. Das gilt auch für Wasserstoff. Die CDU will dabei keine bestimmte Technik vorschreiben. Firmen sollen Hilfe beim Umstieg bekommen.

Klimafonds und Milliardeninvestitionen in Klimaschutz

Die CDU will mindestens eine Milliarde Euro in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und CO2-Minderung investieren und einen Klimafonds bei der landeseigenen NBank einrichten. Niedersachsen soll zum „Solarland“ werden. Nachhaltigkeit soll bei allen Entscheidungen der Regierung berücksichtigt werden.

Die CDU will viel Geld für den Klima-Schutz ausgeben. Es soll mindestens eine Milliarde Euro sein. Ein neuer Fonds soll klimafreundliche Projekte fördern. Es soll mehr Solar-Anlagen im Land geben.

Landesverwaltung bis 2040 klimaneutral machen

Die CDU will die Landesverwaltung bis 2040 klimaneutral machen und sieht den öffentlichen Sektor als Vorbild. Dazu sollen die Gebäude des Landes klimagerecht und wirtschaftlich saniert werden. Auch der Fuhrpark des Landes soll treibhausgasneutral werden.

Die Behörden des Landes sollen bis 2040 klimaneutral sein. Das heißt: Sie schaden dem Klima nicht mehr. Dafür will die CDU die Gebäude des Landes erneuern. Auch die Autos des Landes sollen sauber fahren.

Ausgleichspflicht für Radwege und Ökostromanlagen abschaffen

Die CDU will die Pflicht zu Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen streichen, wenn Radwege oder Anlagen für erneuerbare Energien gebaut werden. Das betrifft Anlagen zur Erzeugung ebenso wie Leitungen.

Wer baut, muss oft an anderer Stelle etwas für die Natur tun. Das nennt man Ausgleich. Die CDU will diese Pflicht für Radwege streichen. Sie soll auch für Anlagen für saubere Energie wegfallen.

Dekarbonisierung durch Cluster und CO2-Einnahmen fördern

Die CDU will Unternehmen, Hochschulen, Forschungsinstitute, Verbände und Politik in Dekarbonisierungs-Clustern zusammenbringen. Ein Teil der Einnahmen aus dem CO2-Zertifikatehandel soll an Waldbesitzer und Landwirte gehen, damit sie in klimafreundliche Projekte investieren.

Die CDU will, dass die Wirtschaft weniger CO2 ausstößt. Dafür sollen Firmen und Forscher enger zusammenarbeiten. Wald-Besitzer und Bauern sollen Geld aus dem CO2-Handel bekommen. Damit sollen sie Projekte für das Klima bezahlen.

Hochwasser- und Küstenschutz ausbauen

Die CDU will mehr Geld für den Hochwasserschutz an der Küste und im Binnenland bereitstellen und Planungen mit einem eigenen Gesetz beschleunigen. Sie begründet das mit dem Klimawandel, steigenden Meeresspiegeln und dem Umstand, dass rund 14 Prozent der Landesfläche sturmflutgefährdet sind.

Die CDU will das Land besser vor Hochwasser schützen. Dafür soll es mehr Geld geben. Ein neues Gesetz soll die Planung schneller machen. Die Deiche an der Küste sollen stärker werden.

Unabhängigkeit von russischer Energie, LNG-Terminals bauen

Die CDU will bis Ende 2023 ohne Gas, Öl und Kohle aus Russland auskommen. Dafür sollen die Häfen Wilhelmshaven und Stade zusammen mit dem Bund für Flüssiggas (LNG) und Biogas ausgebaut und LNG-Terminals möglichst schnell errichtet werden.

Die CDU will keine Energie mehr aus Russland kaufen. Das soll bis Ende 2023 gelingen. Dafür sollen zwei Häfen ausgebaut werden. Dort sollen Schiffe flüssiges Gas anliefern. Das flüssige Gas heißt LNG.

Heimische Erdgasförderung ausweiten

Die CDU will in Niedersachsen mehr konventionelle Erdgasförderung zulassen und neue Genehmigungen vergeben. Sie argumentiert, dass vor Ort nach deutschen Standards gefördertes Gas eine bessere CO2-Bilanz habe als Gas mit langen Transportwegen.

Die CDU will mehr Erdgas in Niedersachsen fördern. Dafür soll es neue Genehmigungen geben. Im Wattenmeer bleibt das verboten. Auch in Wasser-Schutz-Gebieten bleibt es verboten.

Gasspeicher notfalls in öffentliche Hand überführen

Die CDU will bestehende Gasspeicher in Niedersachsen wieder in öffentliches Eigentum bringen, wenn die Versorgungssicherheit das erfordert. Dafür will sie sämtliche rechtlichen Wege nutzen.

In Gasspeichern lagert Gas für den Winter. Viele Speicher gehören Firmen. Die CDU will sie notfalls zurück an den Staat holen. Das soll die Versorgung mit Gas sichern.

Grünen Wasserstoff und Speichertechnologien voranbringen

Die CDU will die Produktion von grünem Wasserstoff stark steigern und die Wasserstoffstrategie des Landes finanziell umsetzen. Zusätzlich plant sie einen Forschungscluster für Speichertechnologien mit den Nachbarländern und einen Schwerpunkt auf synthetische Kraftstoffe.

Die CDU will viel mehr grünen Wasserstoff herstellen. Grüner Wasserstoff entsteht mit Strom aus Wind und Sonne. Das Land soll dafür Geld geben. Forscher sollen neue Speicher für Energie entwickeln.

Genehmigungen für erneuerbare Energien beschleunigen

Die CDU sieht Auflagen und lange Planungsverfahren als Haupthindernis beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie will eine zentrale Landesstelle für Genehmigungen schaffen, Auflagen senken und Verfahren digitalisieren.

Anlagen für Wind und Sonne brauchen eine Genehmigung. Das dauert der CDU zu lange. Sie will weniger Auflagen. Eine neue Stelle beim Land soll den Ämtern helfen. Die Verfahren sollen digital werden.

Leistung der Windkraft verdoppeln

Die CDU bekennt sich zu den Klimazielen und will die Windkraftleistung in Niedersachsen in den kommenden Jahren verdoppeln, auf See wie an Land. Anlagen sollen eher im Naturraum als nahe an Wohngebieten entstehen; dafür will sie den Artenschutz im Bundesrecht lockern.

Die CDU will doppelt so viel Strom aus Wind erzeugen. Windräder sollen weiter weg von Wohnhäusern stehen. Sie sollen auch im Wald stehen dürfen. Schutzgebiete bleiben davon frei. Gemeinden sollen mehr Geld aus der Windkraft bekommen.

Photovoltaik mit Ausbau-Offensive voranbringen

Die CDU hält das Potenzial der Photovoltaik für bislang nicht ausgeschöpft und will den Ausbau deutlich steigern. Förderprogramme für Dächer von Wohn- und Gewerbegebäuden sollen einfacher und für Bauherren lohnender werden.

Die CDU will mehr Strom aus Sonne. Wer Solar-Anlagen aufs Dach baut, soll leichter Förderung bekommen. Solar-Anlagen sollen auch an Autobahnen und Bahnstrecken stehen. Äcker sollen dadurch nicht teurer werden.

Biogas, Wasserkraft und Geothermie stärker nutzen

Die CDU sieht Biogas und Wasserkraft als stetige Energiequellen, die Wind und Sonne ergänzen. Sie will landwirtschaftliche Reststoffe stärker für Biogas nutzen, Wasserkraftpotenziale prüfen und die Erkundung von Erdwärme fördern.

Die CDU will mehr Biogas nutzen. Biogas entsteht zum Beispiel aus Gülle und Mist. Auch Wasserkraft soll mehr Strom liefern. Wärme aus der Erde soll erforscht und gefördert werden.

Energiespeicher und Energieeffizienz fördern

Die CDU will Speicher ausbauen, damit Strom aus Wind und Sonne auch in ertragsarmen Zeiten verfügbar ist. Zudem plant sie eine Effizienzstrategie für alle Verbrauchssektoren und mehr Energieberatung.

Wind und Sonne liefern nicht immer Strom. Deshalb will die CDU mehr Speicher für Energie. Haushalte sollen Geld für eigene Speicher bekommen. Außerdem sollen alle weniger Energie verbrauchen. Dafür soll es mehr Beratung geben.

Kommunale Wärmeplanung und dezentrale Energieversorgung stärken

Die CDU will die Energieerzeugung vor Ort ausbauen und kommunale Versorger dabei unterstützen. Eine kommunale Wärmeleitplanung soll eingeführt und Wärmenetze mit hohem Anteil erneuerbarer Energien sollen gefördert werden.

Die CDU will, dass Energie mehr vor Ort entsteht. Stadtwerke sollen dabei Hilfe bekommen. Gemeinden sollen planen, wie Häuser künftig Wärme bekommen. Ganze Wohnviertel sollen gemeinsam versorgt werden.

CDU: alle 20 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 12 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,2), aus 26 Punkten

    Punkte je Stufe: 5 deutlich Klimaschutz zuerst, 21 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Energieversorgung bis 2035 vollständig erneuerbar machen

Die Grünen wollen Niedersachsen rasch von importiertem Öl, Gas und Kohle lösen und die Energieversorgung bis 2035 komplett auf erneuerbare Quellen umstellen. Strom soll schon bis 2030 möglichst ganz erneuerbar erzeugt werden. Das Programm begründet dies mit Klimaschutz und Versorgungssicherheit.

Die Grünen wollen weg von Öl, Gas und Kohle aus dem Ausland. Bis 2030 soll der Strom möglichst ganz aus Wind und Sonne kommen. Bis 2035 soll alle Energie erneuerbar sein. Das soll das Klima schützen und die Versorgung sicher machen.

Klimaneutralität bis 2035 im Klimagesetz verankern

Die Grünen wollen das niedersächsische Klimagesetz am 1,5-Grad-Pfad ausrichten und das Land bis 2035 klimaneutral machen. Dafür sollen feste Zwischenziele, jährliche Vorgaben für alle Sektoren und eine öffentliche Klimabilanz gelten. Frühes Handeln vermeidet aus Sicht der Partei Folgekosten und Fehlinvestitionen.

Die Grünen wollen das Klima-Gesetz von Niedersachsen strenger machen. Bis 2035 soll das Land klimaneutral sein. Das heißt: Es stößt unterm Strich keine Treibhaus-Gase mehr aus. Jedes Jahr soll es eine öffentliche Bilanz geben.

Landesverwaltung bis 2030 klimaneutral machen

Die Grünen wollen, dass die Verwaltung des Landes bis 2030 klimaneutral arbeitet und damit eine Vorreiterrolle übernimmt. Dazu sollen Landesgebäude schneller energetisch saniert und der Einkauf klimafreundlich gestaltet werden.

Die Ämter des Landes sollen bis 2030 klimaneutral sein. Das Land soll seine Gebäude schneller sanieren. Dann brauchen sie weniger Energie. Das Land soll auch klimafreundlich einkaufen.

Klimarat zur Beratung der Landesregierung einrichten

Die Grünen wollen einen Klimarat schaffen, der die Landesregierung berät und jedes Jahr in Berichten weitere Maßnahmen vorschlägt. Was wissenschaftlich nötig ist, um die Zwischenziele zu erreichen, soll das Regierungshandeln bestimmen.

Die Grünen wollen einen Klimarat gründen. Das ist eine Gruppe von Fachleuten. Sie berät die Regierung von Niedersachsen. Jedes Jahr schlägt sie neue Schritte für das Klima vor.

Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe verankern

Die Grünen wollen Klimaschutz als Pflichtaufgabe der Kommunen stärken und überall hauptamtliche Klimaschutzbeauftragte einsetzen. Das Programm begründet das damit, dass Klimaschutz vor Ort umgesetzt wird und dafür Geld und Fachwissen in der Verwaltung nötig sind.

Die Grünen wollen: Städte und Gemeinden müssen das Klima schützen. Jede Kommune soll dafür eine feste Person bekommen. Diese Person heißt Klimaschutz-Beauftragte oder Klimaschutz-Beauftragter. Das Land soll den Kommunen dabei mit Geld helfen.

Jährliche Klimaberichte und Klimacheck für Kommunen

Die Grünen wollen die kommunalen Energieberichte zu verpflichtenden, öffentlichen Klimaberichten ausbauen, die jedes Jahr erscheinen. Zusätzlich soll möglichst eine Pflicht kommen, bei kommunalen Entscheidungen die Folgen für das Klima zu prüfen. Das soll laut Programm Transparenz schaffen.

Kommunen schreiben heute Berichte über ihren Energie-Verbrauch. Die Grünen wollen daraus Klima-Berichte machen. Die Berichte sollen jedes Jahr erscheinen. Alle sollen sie lesen können. Kommunen sollen auch bei Entscheidungen die Folgen für das Klima prüfen.

Planungs- und Genehmigungsverfahren für Klimaschutz beschleunigen

Die Grünen wollen Planungen für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Netzausbau deutlich schneller machen. Dafür sollen Behörden besser ausgestattet, Verfahren bei einer Stelle gebündelt und Bürgerinnen und Bürger früh beteiligt werden. Der Arten- und Biotopschutz soll darunter nicht leiden.

Die Grünen wollen schneller planen und genehmigen. Das gilt zum Beispiel für Windräder und Stromnetze. Die Ämter sollen mehr Personal bekommen. Bürger sollen früh mitreden können. Der Schutz von Tieren und Pflanzen soll bleiben.

Windenergie an Land und auf See stark ausbauen

Die Grünen wollen den Ausbau der Windenergie schnell und deutlich steigern, um bis 2035 klimaneutral zu werden. An Land sollen jährlich netto mindestens zwei Gigawatt hinzukommen, und 2,5 Prozent der Landesfläche sollen für Windkraft gesichert werden. Der Ausbau soll mit dem Artenschutz vereinbar sein.

Die Grünen wollen viel mehr Windräder bauen. Niedersachsen soll bis 2035 klima-neutral sein. Das heißt: Das Land schadet dem Klima dann nicht mehr. Für Windräder soll es mehr Flächen geben. Genehmigungen sollen schneller gehen. Vögel und Fledermäuse sollen geschützt bleiben.

Solarpflicht für Neubauten, Dachsanierungen und Parkplätze

Die Grünen wollen mit einer Solarenergie-Offensive möglichst jedes geeignete Dach für Photovoltaik nutzen. Für Neubauten und Dachsanierungen soll eine Solarpflicht gelten, für neue Parkplätze schrittweise eine Pflicht zur Überdachung mit Solarmodulen. Das Programm sieht bei der Solarenergie in Niedersachsen Nachholbedarf.

Die Grünen wollen viel mehr Solar-Anlagen. Neue Häuser sollen eine Solar-Anlage auf dem Dach haben müssen. Das gilt auch, wenn jemand sein Dach erneuert. Neue Parkplätze sollen ein Dach mit Solar-Anlagen bekommen. Das Land soll seine eigenen Dächer bis 2025 nutzen.

Bürgerinnen und Bürger an der Energiewende beteiligen

Die Grünen wollen eine möglichst dezentrale Energiewende, von der die Menschen vor Ort direkt profitieren. Betreiber von Windanlagen sollen Anwohnenden und Kommunen eine Beteiligung von bis zu 20 Prozent anbieten müssen. Ein Fonds soll Bürgerenergieprojekten den Start erleichtern.

Die Grünen wollen: Menschen vor Ort sollen an Windrädern mitverdienen. Betreiber von Windrädern müssen ihnen einen Anteil anbieten. Der Anteil kann bis zu 20 Prozent betragen. Ein Fonds soll Bürger-Projekten am Anfang Geld geben. Ein Fonds ist ein Geld-Topf.

Biogas aus Reststoffen ausbauen und flexibilisieren

Die Grünen wollen Biogas stärker aus Rest- und Nebenprodukten sowie aus Gülle und Trockenkot gewinnen. Die Flächen für Energiepflanzen sollen zurückgehen. Bestehende Anlagen sollen flexibler laufen, um Stromnetz und Versorgung zu stabilisieren.

Die Grünen wollen Biogas vor allem aus Resten und Gülle machen. Für Energie-Pflanzen soll es weniger Felder geben. Biogas-Anlagen sollen Strom dann liefern, wenn er gebraucht wird. Auch die Wärme der Anlagen soll genutzt werden.

Intelligente Netze und Speicher ausbauen

Die Grünen wollen Stromnetze, intelligente Steuerung und Energiespeicher ausbauen, wobei verbrauchsnahe Erzeugung Vorrang haben soll. Flexible Tarife und Smart Meter sollen den Verbrauch an das Angebot von Wind- und Sonnenstrom anpassen. Gasspeicher sollen nach dem Willen der Partei unter öffentliche Kontrolle kommen.

Die Grünen wollen bessere Strom-Netze und mehr Speicher. Menschen sollen Strom dann nutzen, wenn viel Öko-Strom da ist. Dafür soll es passende Tarife und digitale Strom-Zähler geben. Gas-Speicher sollen dem Staat unterstehen. Das soll die Versorgung sicherer machen.

Wärmewende mit Pflichtquoten für erneuerbare Wärme

Die Grünen wollen, dass bis 2035 alle Gebäude ohne Erdöl und Erdgas beheizt werden. Ein Erneuerbare-Wärme-Gesetz soll beim Heizungstausch oder bei Sanierungen Mindestanteile erneuerbarer Wärme vorschreiben, und Neubauten sollen mindestens klimaneutral sein. Haushalte mit niedrigem Einkommen sollen gezielt entlastet werden.

Die Grünen wollen: Alle Häuser sollen ohne Öl und Gas heizen. Das soll bis 2035 klappen. Wer die Heizung tauscht, muss teilweise erneuerbare Wärme nutzen. Neue Häuser sollen klima-neutral sein. Menschen mit wenig Geld sollen Hilfe bekommen.

Kommunale Wärmeplanung verpflichtend machen

Die Grünen wollen Kommunen zu einer Wärmeplanung verpflichten und auf deren rasche Umsetzung drängen. Wärmenetze sollen klimaneutral werden und mehr Abwärme aufnehmen. Das Programm hält dies für entscheidend, damit die Wärmewende vor Ort gelingt.

Die Grünen wollen: Jede Kommune muss einen Plan für Wärme machen. Der Plan zeigt, wie die Häuser künftig geheizt werden. Wärme-Netze sollen klima-neutral werden. Fabriken sollen ihre übrige Wärme abgeben. So geht weniger Energie verloren.

Energie sparen und Sanierung vor Neubau stellen

Die Grünen wollen Energiesparen und Effizienz vor den Ersatz von Energieträgern stellen und Förderprogramme danach ausrichten. Beim Bauen soll Sanierung Vorrang vor Neubau haben, und es sollen mehr wiederverwertete und nachwachsende Baustoffe genutzt werden.

Die Grünen wollen, dass alle weniger Energie verbrauchen. Fördergeld soll es vor allem für sparsame Geräte, Autos und Häuser geben. Alte Häuser soll man lieber erneuern als neue bauen. Baustoffe sollen öfter wiederverwendet werden.

Aus Förderung von Erdgas und Erdöl aussteigen

Die Grünen wollen die Förderung von Erdgas und Erdöl in Niedersachsen mit einem Ausstiegsplan beenden und keine neuen Genehmigungen mehr erteilen. Sie begründen das mit dem Klimaschutz sowie mit Risiken für Umwelt und Anwohner.

In Niedersachsen holen Firmen Erdgas und Erdöl aus dem Boden. Die Grünen wollen das beenden. Es soll keine neuen Erlaubnisse mehr geben. Die Grünen sagen: Das schützt das Klima und die Menschen in der Nähe.

Nur schwimmende LNG-Terminals befristet zulassen

Die Grünen lehnen neue dauerhafte Anlagen für fossile Energien ab und halten schwimmende Flüssiggas-Terminals für ausreichend. Diese sollen russisches Pipeline-Gas kurzfristig ersetzen und nur befristet betrieben werden.

Deutschland will kein Gas mehr aus Russland. Dafür soll Flüssig-Gas mit Schiffen kommen. Die Grünen wollen dafür nur schwimmende Anlagen erlauben. Diese sollen nur für begrenzte Zeit laufen. Feste neue Anlagen für Gas lehnen die Grünen ab.

Wasserstoff-Infrastruktur für die Industrie aufbauen

Die Grünen wollen den Aufbau von Anlagen zur Erzeugung und zum Transport von grünem Wasserstoff fördern, damit die energieintensive Metall- und Chemieindustrie klimaneutral werden kann. Wilhelmshaven soll zum Umschlagplatz für erneuerbare Energien werden. Ein großer Teil des Wasserstoffs soll importiert werden.

Fabriken für Stahl und Chemie brauchen viel Energie. Sie sollen grünen Wasserstoff nutzen. Das ist ein Gas, das mit Öko-Strom hergestellt wird. Das Land soll Anlagen und Leitungen dafür fördern. Wilhelmshaven soll ein wichtiger Hafen für saubere Energie werden.

Energiewende als Jobmotor vorantreiben

Die Grünen wollen den Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigen und damit neue Geschäftsmodelle und Arbeitsplätze in Niedersachsen schaffen. Beschäftigte sollen Hilfe bekommen, wenn sie dafür neue Qualifikationen brauchen.

Die Grünen wollen mehr Strom aus Wind und Sonne. Das soll viele neue Arbeitsplätze bringen. Wer für diese Arbeit etwas Neues lernen muss, soll Hilfe bekommen.

Moore wiedervernässen und Torfabbau beenden

Die Grünen wollen trockengelegte Moore wiedervernässen, damit sie wieder Kohlendioxid speichern. Eine Landesgesellschaft für Moorschutz soll das beschleunigen. Neue Genehmigungen für Torfabbau soll es nicht mehr geben, und Torf soll durch andere Stoffe ersetzt werden.

Moore speichern Treibhaus-Gase, wenn sie nass sind. Die Grünen wollen trockene Moore wieder nass machen. Eine neue Landes-Gesellschaft soll das organisieren. Niemand soll neu Torf abbauen dürfen. Gärtner sollen Erde ohne Torf nutzen.

Energetische Sanierung sozial abgefedert fördern

Die Grünen wollen die energetische Sanierung beschleunigen und die Fördermittel an der Nachfrage ausrichten. Ein Förderprogramm zur Wärmewende soll gezielt Haushalten mit niedrigem Einkommen helfen, damit die Gesamtmiete nicht steigt.

Häuser sollen weniger Energie verbrauchen. Dafür will das Land mehr Geld geben. Menschen mit wenig Geld sollen besonders profitieren. Ihre Miete samt Heizkosten soll nicht steigen. Wer sanieren will, soll Beratung bekommen.

Öffentliche Gebäude bis 2035 klimaneutral machen

Die Grünen wollen die öffentlichen Gebäude bis 2035 klimaneutral machen und mit den Altbauten beginnen, die das Klima am stärksten belasten. Bei öffentlichen Bauaufträgen sollen Qualität und ökologische Anforderungen mehr Gewicht gegenüber dem Preis bekommen.

Gebäude des Landes sollen bis 2035 klima-neutral sein. Das heißt: Sie schaden dem Klima nicht mehr. Zuerst kommen die schlechtesten alten Gebäude dran. Bei Bau-Aufträgen soll nicht nur der Preis zählen.

Landesplanung auf Klima- und Umweltziele ausrichten

Die Grünen wollen einen Landesentwicklungsplan schaffen, der die Fachstrategien des Landes bündelt, und alle Planungen an Umwelt- und Klimazielen ausrichten. 2,5 Prozent der Landesfläche sollen Vorrangflächen für Windkraft werden, 15 Prozent sollen in einen Biotopverbund kommen.

Die Grünen wollen einen Plan für das ganze Land machen. Alle Planungen sollen zum Klima-Schutz passen. Auf 2,5 Prozent der Fläche sollen Wind-Räder Vorrang haben. 15 Prozent der Fläche sollen ein Netz für Tiere und Pflanzen bilden.

Kommunen an Dürre, Starkregen und Hochwasser anpassen

Die Grünen wollen Städte und Gemeinden zu sogenannten Schwammkommunen machen, die Regenwasser speichern und versickern lassen. Das soll nach dem Programm gegen Dürre, Hitze, Starkregen und Hochwasser zugleich helfen. Flüsse und Auen sollen mehr Raum bekommen.

Durch die Klima-Krise gibt es mehr Dürre und mehr starken Regen. Die Grünen wollen deshalb mehr Grün in Städten und Dörfern. Der Boden soll Wasser aufnehmen wie ein Schwamm. Flüsse sollen mehr Platz bekommen. Das schützt auch vor Hochwasser.

Endlagersuche transparent fortsetzen, Gorleben zurückbauen

Die Grünen wollen die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll mit hohen Sicherheitsstandards, Transparenz und Mitsprache der Regionen fortführen. In Gorleben sollen die nuklearen Anlagen zurückgebaut werden. Für die längere Zwischenlagerung fordern sie neue Sicherheitskonzepte.

Deutschland sucht einen sicheren Ort für stark strahlenden Atom-Müll. Die Grünen wollen, dass die Suche offen und sorgfältig weitergeht. Sicherheit ist dabei wichtiger als Tempo. Die Menschen in den Regionen sollen mitreden. In Gorleben sollen die Atom-Anlagen verschwinden.

Atomausstieg vollenden, Brennelementefabrik Lingen schließen

Die Grünen lehnen Atomkraft weiter ab und halten sie für teuer, riskant und ungeeignet als Antwort auf die Klimakrise. Nach der Abschaltung des AKW Emsland Ende 2022 soll auch die Brennelementefabrik in Lingen schließen. Den Export von Brennelementen an Risikoreaktoren im Ausland wollen sie verbieten lassen.

Die Grünen sind gegen Atom-Kraft. Sie finden Atom-Kraft teuer und gefährlich. Das letzte Atom-Kraftwerk in Niedersachsen geht Ende 2022 vom Netz. Auch die Fabrik für Brenn-Stäbe in Lingen soll schließen. Deutschland soll keine Brenn-Stäbe an unsichere Kraftwerke im Ausland liefern.

Neue Endlagersuche für schwach- und mittelradioaktiven Müll

Die Grünen fordern auch für schwach- und mittelradioaktive Abfälle eine transparente Endlagersuche mit einheitlichen, aktuellen Sicherheitsanforderungen. Sie unterstützen den Antrag, die Genehmigung für Schacht Konrad zu widerrufen, weil dessen Sicherheitskriterien aus den 1980er Jahren stammen.

Es gibt auch Atom-Müll, der weniger stark strahlt. Auch für diesen Müll wollen die Grünen eine offene Suche nach einem Lager. Die Regeln für Sicherheit sollen modern sein. Das geplante Lager Schacht Konrad halten die Grünen für veraltet.

Atommüll aus der Asse zurückholen

Die Grünen wollen den Atommüll so schnell wie möglich aus dem Bergwerk Asse holen. Das Verfahren soll transparent und mit Bürgerbeteiligung laufen. Die Suche nach einem Zwischenlagerstandort soll neu und ergebnisoffen geprüft werden.

Im Bergwerk Asse liegt Atom-Müll. Die Grünen wollen den Müll schnell herausholen. Die Menschen vor Ort sollen dabei mitreden. Der Ort für ein Zwischen-Lager soll neu geprüft werden. Jedes Jahr soll es einen Bericht zu Gesundheit und Umwelt geben.

Hochschulgebäude klimagerecht sanieren

Die Grünen wollen die Gebäude der Hochschulen klimagerecht sanieren und überall nachhaltige Energiekonzepte einführen. Das Programm begründet dies mit einem großen Investitionsstau und dem hohen Anteil der Hochschulgebäude an den Treibhausgasen der Landesverwaltung.

Viele Gebäude der Hochschulen sind alt. Sie verbrauchen viel Energie. Die Grünen wollen diese Gebäude erneuern. Das soll dem Klima helfen. Das Geld soll aus einem Fonds des Landes kommen.

Krankenhäuser klimafreundlich umbauen

Die Grünen wollen, dass Krankenhäuser zur CO2-Minderung beitragen, weil der Gesundheitssektor laut Programm 4,4 Prozent der weltweiten Treibhausgase verursacht. Kliniken sollen energetisch saniert werden und selbst erneuerbare Energie erzeugen.

Die Grünen wollen Krankenhäuser besser für das Klima machen. Die Gebäude sollen weniger Energie brauchen. Sie sollen eigenen Öko-Strom erzeugen. Auch Wasser und Müll sollen sie sparen.

Grüne: alle 30 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Niedersachsen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Klimaschutz zuerst, 7 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Flüssiggas-Terminals als Übergang, kein Fracking

Die SPD will kurzfristig Anlagen für den Import von Flüssiggas bauen, um von russischem Gas loszukommen. Sie sollen später klimaneutrales Gas aufnehmen. Fracking lehnt die Partei ab.

Die SPD will schnell Anlagen für Flüssig-Gas bauen. So soll Niedersachsen kein Gas aus Russland mehr brauchen. Später soll dort klima-freundliches Gas ankommen. Fracking will die SPD nicht. Fracking ist eine Methode, um Gas aus tiefem Gestein zu holen.

Wind- und Solarenergie massiv ausbauen

Die SPD will den Ausbau von Photovoltaik und Windkraft stark beschleunigen, damit Niedersachsen bis 2040 seinen Energiebedarf rechnerisch vollständig aus erneuerbaren Quellen deckt. Dafür sollen Flächen bereitgestellt, Genehmigungen beschleunigt und Netze ausgebaut werden.

Die SPD will viel mehr Strom aus Sonne und Wind. Bis 2040 soll die ganze Energie in Niedersachsen daher kommen. Dafür soll es mehr Flächen für Anlagen geben. Genehmigungen sollen schneller gehen.

Bürger und Kommunen an Energiewende beteiligen

Die SPD will, dass Gemeinden und Einwohner vom Ausbau der erneuerbaren Energien finanziell profitieren. Das soll nach Darstellung des Programms Akzeptanz und Wertschöpfung vor Ort schaffen.

Gemeinden und Menschen vor Ort sollen an Wind- und Solaranlagen mitverdienen. Die SPD meint: Dann sind mehr Menschen dafür. Auch Strom unter Nachbarn soll günstiger werden.

Am Atomausstieg festhalten, Atommüll sicher lagern

Die SPD hält den Ausstieg aus der Atomkraft für unumkehrbar. Die Suche nach einem Endlager will sie transparent begleiten, den Atommüll aus der Asse zurückholen lassen und das Bergwerk Gorleben zurückbauen.

Die SPD will keine Atomkraft mehr. Die Suche nach einem Lager für Atom-Müll soll offen ablaufen. Der Atom-Müll aus dem Bergwerk Asse soll wieder herausgeholt werden. Das Bergwerk Gorleben soll abgebaut werden.

Wasserstoffwirtschaft und grünen Stahl aufbauen

Die SPD will Niedersachsen zum Vorreiter bei grünem Wasserstoff machen und die Stahlindustrie auf klimaneutrale Erzeugung umstellen. Dafür sollen Infrastruktur, Forschung und Schlüsselprojekte staatlich unterstützt werden.

Niedersachsen soll viel grünen Wasserstoff herstellen und nutzen. Wasserstoff ist ein Gas, das Energie speichert. Die Stahl-Werke sollen damit klimafreundlich arbeiten. Der Staat soll dabei mit Geld helfen.

Niedersachsen bis 2040 klimaneutral machen

Die SPD will, dass Niedersachsen möglichst bis 2040 klimaneutral ist, und nennt dafür feste Zwischenziele. Moore und Wälder sollen renaturiert werden, damit sie mehr Treibhausgase binden.

Niedersachsen soll bis 2040 klimaneutral sein. Das heißt: Das Land schadet dem Klima dann nicht mehr. Die SPD nennt Ziele für die Jahre davor. Moore und Wälder sollen mehr schädliche Gase aufnehmen.

Landesverwaltung klimaneutral machen

Die Landesverwaltung soll nach dem Willen der SPD als Vorbild vorangehen und bis 2040 vollständig klimaneutral sein. Dazu gehören Solaranlagen auf Landesgebäuden, ein emissionsfreier Fuhrpark und Klimakriterien bei Einkauf und Förderung.

Die Behörden des Landes sollen ein Vorbild beim Klimaschutz sein. Bis 2040 sollen sie klimaneutral arbeiten. Auf alle Gebäude des Landes sollen Solaranlagen kommen. Die Autos des Landes sollen keine Abgase mehr ausstoßen.

Klimafonds einrichten, Klimaschutz kommunale Pflicht

Die SPD will einen Klimafonds schaffen, der Klimaschutzmaßnahmen dauerhaft und über mehrere Jahre finanziert. Für Städte und Gemeinden soll Klimaschutz zur Pflichtaufgabe werden.

Die SPD will einen Klima-Fonds gründen. Das ist ein Geldtopf für Klimaschutz über viele Jahre. Städte und Gemeinden müssen sich dann um Klimaschutz kümmern. In den Landkreisen soll es Beratungsstellen dafür geben.

Wärmewende fördern, Solarpflicht für Neubauten

Die SPD will Hauseigentümer bei Sanierung, Energieeffizienz und Wärmepumpen finanziell unterstützen, damit Energie und Wärme bezahlbar bleiben. Für alle Neubauten soll eine Pflicht zu Solaranlagen gelten.

Wer ein Haus besitzt, soll Geld für klimafreundliches Heizen bekommen. Zum Beispiel für eine Wärmepumpe oder für bessere Dämmung. Auf jedes neue Gebäude muss eine Solaranlage. Wärme soll bezahlbar bleiben.

SPD: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl