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Was sagen die Parteien in Bayern zu Klima und Energie?

5 aktuelle Wahlprogramme in Bayern haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt (+1,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+1,6), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 3 eher Wachstum zuerst, 4 deutlich Wachstum zuerst

CO2-Abgabe abschaffen und Energiesteuern senken

Die AfD will die CO2-Abgabe streichen, Energie- und Stromsteuern senken und die Umsatzsteuer auf Energie dauerhaft auf 7 Prozent verringern. Die Preise für Strom, Wärme und Kraftstoffe sollen sich am Weltmarkt orientieren. Das Programm begründet dies mit den Belastungen für Haushalte und der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie.

Die AfD will Energie billiger machen. Die CO2-Abgabe soll wegfallen. Das ist ein Aufschlag auf Benzin, Öl und Gas. Die Steuern auf Strom und Energie sollen sinken. Die Umsatz-Steuer auf Energie soll nur noch 7 Prozent betragen.

Holzöfen erhalten, Eigenversorgung abgabenfrei stellen

Die AfD lehnt ein Verbot von Holzöfen ab und will jede dezentrale Energieversorgung von Privatleuten und Betrieben unterstützen. Selbst erzeugte Energie für den eigenen Bedarf soll frei von Abgaben sein. Energie aus nachwachsenden Rohstoffen befürwortet die Partei, jedoch ohne staatliche Förderung.

Die AfD will Holzöfen nicht verbieten. Jeder soll selbst wählen, wie er Energie bekommt. Wer Strom oder Wärme für sich selbst erzeugt, soll dafür keine Abgaben zahlen. Energie aus Holz und Pflanzen findet die AfD gut. Der Staat soll dafür aber kein Geld geben.

Kernkraftwerke in Bayern wieder betreiben

Die AfD will bestehende Kernkraftwerke in Bayern wieder in Betrieb nehmen und neue bauen lassen. Damit sollen Industrie und Bürger Strom zu niedrigen Preisen erhalten. Bayern soll sich außerdem an der Forschung zu neuer Kerntechnik beteiligen.

Die AfD will Atom-Kraftwerke in Bayern wieder einschalten. Sie will auch neue Atom-Kraftwerke. So soll Strom billiger werden. Bayern soll an neuer Atom-Technik forschen. Atom-Müll soll man später wieder herausholen können.

EEG-Förderung streichen, Windkraftausbau begrenzen

Die AfD will die Förderung neuer Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz beenden und den Ausbau von Wind- und Solarkraft in Bayern bremsen. Die 10H-Abstandsregel für Windräder soll bleiben. Aus Sicht der Partei lässt sich das Klima von Deutschland oder Bayern aus nicht beeinflussen.

Die AfD will neue Wind- und Solar-Anlagen nicht mehr fördern. Alte Verträge sollen weiter gelten. Windräder sollen weit weg von Häusern stehen. In Wäldern soll es keine solchen Anlagen geben. Die AfD glaubt nicht, dass Deutschland das Klima ändern kann.

Anpassung an Klimawandel statt Klimapolitik

Die AfD will in Hochwasserschutz, Abwassernetze und Trinkwasserreserven investieren, statt weitere Windräder zu bauen. Aus Sicht des Programms ist die Anpassung an einen natürlichen Klimawandel günstiger als eine Klimapolitik, die die Partei für nutzlos und teuer hält.

Die AfD will Bayern besser vor Hochwasser schützen. Sie will auch neue Vorräte an Trinkwasser finden. Das ist ihr wichtiger als neue Windräder. Die AfD hält die heutige Klimapolitik für teuer und nutzlos.

Versorgungssicherheit vor CO2-Zielen stellen

Die AfD will, dass billiger Strom und eine sichere Versorgung wichtiger sind als alle Ziele zur CO2-Einsparung. Sie lehnt es ab, grundlastfähige Kraftwerke zugunsten von Wind- und Solarstrom abzuschalten, weil das aus ihrer Sicht die Gefahr großer Stromausfälle erhöht.

Die AfD will billigen und sicheren Strom. Das ist ihr wichtiger als weniger CO2. Sie will große Kraftwerke nicht abschalten. Sie sagt: Wind und Sonne liefern Strom nicht zuverlässig.

Geothermie vor allem für Wärme nutzen

Die AfD will Tiefengeothermie in Südbayern in erster Linie für Nah- und Fernwärme einsetzen. Strom aus Erdwärme soll nur dort erzeugt werden, wo auch Wärme gebraucht wird, weil die Partei diese Stromerzeugung für zu ineffizient hält.

Tief in der Erde ist es heiß. Mit dieser Wärme kann man Häuser heizen. Die AfD will das fördern, auch auf dem Land. Strom aus Erdwärme will sie nur erlauben, wenn man dort auch die Wärme nutzt.

Keine Waldrodung für Windkraftanlagen

Die AfD lehnt es ab, Wald für den Bau von Windrädern zu roden, und bezeichnet Windenergie insgesamt als Irrweg. Sie begründet das mit dem Schutz von Greifvögeln, Fledermäusen und Insekten sowie mit dem Landschaftsbild.

Die AfD ist gegen Windräder im Wald. Für Windräder soll niemand Bäume fällen. Die AfD sagt: Windräder töten Vögel, Fledermäuse und Insekten. Sie sagt auch: Windräder machen die Landschaft hässlich.

Sanierungspflicht und Heizungsverbote verhindern

Die AfD lehnt jede Pflicht zu Dämmung und energetischer Sanierung sowie Verbote von Gas- und Ölheizungen ab. Die Energievorgaben für Neubauten sollen auf ein Mindestmaß sinken. Aus Sicht der Partei würden solche Pflichten viele Eigentümer in Schulden treiben und die Mieten erhöhen.

Die AfD will keine Pflicht zum Dämmen von Häusern. Sie will auch kein Verbot von Gas-Heizungen und Öl-Heizungen. Die Partei sagt: Sonst müssen viele Haus-Besitzer Schulden machen. Auch die Mieten steigen dann.

AfD: alle 9 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CSU

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Klimaausgewogen (+0,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 2 ausgewogen, 2 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Erneuerbare Energien, Speicher und Netze ausbauen

Die CSU will den Strom aus erneuerbaren Quellen in Bayern bis 2030 verdoppeln, die Photovoltaik verdreifachen und 1.000 neue Windräder errichten. Auch Wasserkraft, Bioenergie, Geothermie, Speicher und Netze sollen ausgebaut werden. Ziel ist ein Strommix, der grundlastfähig, bezahlbar und klimaneutral ist.

Die CSU will viel mehr Strom aus Sonne, Wind und Wasser. Bis 2030 soll es doppelt so viel sein. Bayern soll 1.000 neue Windräder bekommen. Auch Strom-Speicher und Strom-Leitungen sollen wachsen. So soll Strom sicher und bezahlbar bleiben.

Wasserstoffwirtschaft aufbauen und Gasnetze erhalten

Die CSU will Bayern zum führenden Wasserstoffstandort machen und dafür 700 Millionen Euro investieren. Die bestehenden Gasnetze sollen erhalten und später für Wasserstoff genutzt werden. Zur Absicherung der Stromversorgung setzt sie zudem auf Gaskraftwerke und eine strategische Gasreserve.

Die CSU will viel Wasserstoff in Bayern nutzen. Wasserstoff ist ein Gas, das Energie liefert. Eine neue Leitung soll ihn von der Adria nach Bayern bringen. Die Gas-Leitungen in Bayern sollen bleiben. Später soll dort Wasserstoff fließen.

Kernkraftwerke weiterbetreiben, Kernforschung ausbauen

Die CSU will die bayerischen Kernkraftwerke als Brückentechnologie weiterlaufen lassen, falls nötig in Landeszuständigkeit. Sie begründet das mit dem Bedarf an bezahlbarem, verlässlichem und CO2-freiem Strom. Zudem soll Bayern bei Kerntechnologie und Kernfusion führend werden.

Die CSU will die Atom-Kraftwerke in Bayern weiter nutzen. Notfalls soll Bayern selbst dafür zuständig sein. Die CSU sagt: Atom-Strom ist verlässlich und ohne CO2. Bayern soll auch an neuer Kern-Technik forschen.

Klimaneutralität 2040 ohne Vorziehen und Verbote

Die CSU will, dass Bayern bis 2040 klimaneutral wird, und lehnt ein früheres Zieljahr wie 2035 ab. Klimaschutz soll über Technologieoffenheit und Investitionen statt über Verbote gelingen. Protestierende, die sich bei Klebeaktionen nicht an das Recht halten, sollen konsequent bestraft werden.

Bayern soll bis 2040 klimaneutral sein. Früher soll das Ziel nicht kommen. Die CSU will Klima-Schutz ohne Verbote. Wer sich bei Protesten auf die Straße klebt und Gesetze bricht, soll hart bestraft werden.

Heizungsverbote ablehnen, Technologieoffenheit beim Heizen

Die CSU lehnt die Heizungs- und Sanierungspläne der Bundesregierung ab, weil sie Wohnen und Eigentum aus ihrer Sicht für Normalverdiener zu teuer machen. Sie setzt auf Förderung und Anreize statt Verbote und will alle Heizarten offenhalten.

Die Bundesregierung plant neue Regeln für Heizungen. Die CSU ist dagegen. Sie sagt: Die Regeln machen Wohnen zu teuer. Die CSU will lieber Geld als Hilfe geben. Heizen mit Holz und Pellets soll erlaubt bleiben.

CSU: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Freie Wähler

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Erneuerbare, Speicher und Wasserstoff ausbauen

Die Freien Wähler wollen erneuerbare Energien, Speicher und die Wasserstoffwirtschaft in Bayern ausbauen und die 10-H-Abstandsregel für Windräder abschaffen. Im schrittweisen Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien sieht das Programm großes Potenzial für die Wertschöpfung in den Regionen.

Die Freien Wähler wollen mehr Strom aus Wind, Sonne, Wasser und Biogas. Die strenge Abstands-Regel für Windräder soll wegfallen. Bayern soll viel Wasserstoff herstellen. Strom soll man besser speichern können.

Atom- und fossile Kraftwerke vorerst weiter nutzen

Die Freien Wähler wollen Atom- und fossile Kraftwerke so lange nutzen, wie es für eine sichere Versorgung nötig ist. Die Energiepreise sollen durch ein leichtes Überangebot und eine Reform der Strompreisbildung niedrig bleiben.

Die Freien Wähler wollen Atom-Kraftwerke und Kraftwerke mit Kohle oder Gas vorerst behalten. Sie sollen laufen, solange man sie braucht. Strom und Wärme sollen bezahlbar bleiben. Auf private Holzöfen soll es keine CO2-Steuer geben.

Freie Wähler: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 9 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,3), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 5 deutlich Klimaschutz zuerst, 11 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Bayern bis 2035 klimaneutral machen

Die Grünen wollen Bayern bis 2035 klimaneutral machen. Dafür soll ein neues Klimagesetz mit einem rechtlich bindenden CO2-Budget sorgen, das sich an den Pariser Klimazielen orientiert.

Die Grünen wollen: Bayern soll bis 2035 klimaneutral sein. Klimaneutral heißt: Das Land schadet dem Klima nicht mehr. Dafür soll es ein neues Klima-Gesetz geben. Das Gesetz legt fest, wie viel CO2 Bayern noch ausstoßen darf.

Bürgerenergie und kommunale Stadtwerke stärken

Die Grünen wollen Bürgerenergie-Projekte, regionale Energiegenossenschaften und Stadtwerke in kommunaler Hand stärken. So sollen sich die Menschen in Bayern finanziell an der Energiewende beteiligen können. Hinzu kommt eine Aus- und Weiterbildungsoffensive für Fachkräfte.

Die Grünen wollen Energie-Projekte von Bürgern stärken. Auch Stadtwerke von Städten und Gemeinden sollen stärker werden. Menschen sollen ihr Erspartes in saubere Energie stecken können. Außerdem sollen mehr Fachleute für die Energiewende ausgebildet werden.

Windstrom bis 2030 versechsfachen

Die Grünen wollen die Erzeugung von Windstrom in Bayern bis 2030 auf 30 Milliarden Kilowattstunden versechsfachen. Dazu sollen bis Ende 2024 in jeder Region zwei Prozent der Fläche für Windkraft bereitstehen und Verfahren sowie der Netzausbau schneller werden.

Die Grünen wollen viel mehr Strom aus Wind. Bis 2030 soll es sechsmal so viel sein wie jetzt. Dafür soll jede Region Flächen für Windräder festlegen. Genehmigungen sollen schneller gehen. Auch die Stromnetze sollen schneller wachsen.

Solarstrom vervierfachen und Solarpflicht einführen

Die Grünen wollen die Solarstromerzeugung bis 2030 auf 60 Milliarden Kilowattstunden vervierfachen, vorrangig auf Dächern. Für Neubauten aller Art und bei größeren Dachsanierungen soll eine Solarpflicht gelten.

Die Grünen wollen viermal so viel Strom aus Sonne bis 2030. Die Anlagen sollen vor allem auf Dächer kommen. Neue Häuser sollen eine Solar-Anlage haben müssen. Das soll auch gelten, wenn jemand sein Dach stark erneuert.

Stromspeicher und Back-up-Kraftwerke ausbauen

Die Grünen wollen Stromspeicher ausbauen, damit Sonnen- und Windstrom auch nachts und bei Flaute verfügbar ist. Klimafreundliche Reservekraftwerke sollen die Versorgung zusätzlich absichern.

Strom aus Sonne und Wind gibt es nicht immer. Deshalb wollen die Grünen mehr Speicher bauen. Dazu gehören große Batterien im Stromnetz. Zusätzlich soll es klimafreundliche Kraftwerke als Reserve geben.

Wiedereinstieg in die Atomenergie verhindern

Die Grünen lehnen eine Rückkehr zur Atomenergie ab. Sie bekennen sich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Zwischenlagern und zur Suche nach einem Endlager.

Die Grünen wollen keine Atomkraft mehr. Atomkraftwerke sollen nicht wieder ans Netz gehen. Der Atommüll soll sicher gelagert werden. Die Suche nach einem festen Lager soll weitergehen.

Wärmegesetz für klimaneutrale Gebäude bis 2040

Die Grünen wollen ein bayerisches Wärmegesetz, damit bis 2040 alle Gebäude klimaneutral beheizt werden. Kommunen sollen Wärmepläne erstellen, und Förderprogramme sollen Sanierungen für Mieter und Eigentümer bezahlbar machen. Wärmepumpen und Wärmenetze sollen die Versorgung tragen.

Die Grünen wollen ein Wärme-Gesetz für Bayern. Bis 2040 sollen alle Häuser klimaneutral geheizt werden. Jede Gemeinde soll einen Plan für die Wärme machen. Der Staat soll Geld für die Erneuerung von Wohnungen geben. Wärmepumpen und Wärmenetze sollen das Heizen übernehmen.

Energiesparen in Behörden und Haushalten fördern

Die Grünen wollen das Energiesparen dauerhaft verankern. Öffentliche Gebäude sollen per Öko-Audit auf Einsparmöglichkeiten geprüft werden, und Haushalte mit wenig Geld sollen Hilfe beim Kauf sparsamer Geräte bekommen.

Die Grünen wollen, dass Bayern Energie spart. Ämter sollen prüfen, wo sie Energie sparen können. Die Bürger sollen regelmäßig Tipps zum Sparen bekommen. Menschen mit wenig Geld sollen Hilfe für sparsame Geräte bekommen.

Wasserkraftwerke zurückkaufen, staatliches Energieunternehmen gründen

Die Grünen wollen Uniper die Wasserkraftwerke an vier bayerischen Flüssen wieder abkaufen: Main, Lech, Isar und Donau. Die Anlagen sollen in ein neues öffentliches Energieunternehmen namens Bayern-Energie übergehen, das in erneuerbare Anlagen investiert.

Die Grünen wollen Wasserkraftwerke zurückkaufen. Die Kraftwerke gehören heute der Firma Uniper. Außerdem soll Bayern eine eigene Energie-Firma gründen. Diese Firma soll Anlagen für saubere Energie bauen.

Klimaanpassung zur kommunalen Pflichtaufgabe machen

Die Grünen wollen die Anpassung an Hitze und Sturzfluten zur Pflichtaufgabe der Kommunen machen. Dafür sollen die Kommunen über Förderprogramme mindestens eine Milliarde Euro in fünf Jahren erhalten.

Hitze und starker Regen sind eine Gefahr. Die Grünen wollen: Gemeinden müssen sich darauf vorbereiten. Das soll eine Pflicht werden. Bayern soll den Gemeinden dafür Geld und Beratung geben. Geplant ist mindestens eine Milliarde Euro in fünf Jahren.

Solarparks zu Biotopen für Artenvielfalt machen

Die Grünen wollen Freiflächen-Solaranlagen ökologisch aufwerten, sodass dort zusätzliche Biotope entstehen. Teilnehmende Solarparks sollen dafür einmalig eine Vergütung erhalten.

Solar-Anlagen stehen oft auf Wiesen und Feldern. Die Grünen wollen dort mehr Pflanzen und Tiere. Die Betreiber sollen dafür einmal Geld bekommen. So sollen Strom aus Sonne und Naturschutz zusammenpassen.

Tierbestände senken und Moore wiedervernässen

Die Grünen wollen die Landwirtschaft stärker in den Klimaschutz einbinden. Bis 2030 sollen 40 Prozent der trockengelegten Moore wiedervernässt, die Tierbestände um 20 Prozent verringert und der Einsatz von Mineraldünger um 20 Prozent gesenkt werden.

Die Grünen wollen, dass Bauern beim Klima-Schutz helfen. Trockene Moore sollen wieder nass werden. Bis 2030 soll es 20 Prozent weniger Tiere auf den Höfen geben. Die Tiere sollen dafür mehr Platz haben. Bauern sollen weniger künstlichen Dünger nutzen.

Solarpflicht einführen und Gebäudesanierung fördern

Die Grünen wollen Solaranlagen bei Neubauten und bei der Erneuerung von Dächern zur Pflicht machen. Die Einhaltung der Energievorgaben für Gebäude soll nachgewiesen und kontrolliert werden. Familien mit kleinen und mittleren Einkommen sollen einen Sanierungsbonus erhalten.

Die Grünen wollen eine Pflicht für Solar-Anlagen. Sie gilt für neue Häuser und für neue Dächer. Der Staat soll prüfen, ob Häuser die Energie-Regeln einhalten. Familien mit wenig Geld bekommen Hilfe beim Sanieren.

Schulen energetisch sanieren und Umweltbildung stärken

Die Grünen wollen alle 4800 bayerischen Schulen energetisch sanieren und mit Solaranlagen ausstatten. Schulen sollen aus Sicht des Programms Vorbilder für Nachhaltigkeit und Klimaschutz sein; Umweltbildung soll mehr Geld und Zeit bekommen.

Die Grünen wollen alle 4800 Schulen in Bayern sanieren. Die Schulen sollen dann weniger Energie brauchen. Auf die Dächer sollen Solar-Anlagen kommen. Kinder sollen in der Schule mehr über Umwelt und Klima lernen.

Hitzeaktionspläne für alle Kommunen erarbeiten

Die Grünen wollen gemeinsam mit Kommunen und Landkreisen Konzepte gegen Hitzebelastung entwickeln. Sie begründen das damit, dass Hitzewellen durch die Klimakrise häufiger werden und vor allem kleine Kinder, Vorerkrankte und Ältere gefährden.

Die Grünen wollen Pläne gegen große Hitze machen. Jede Gemeinde soll einen solchen Plan haben. Hitze ist gefährlich für kleine Kinder, kranke und alte Menschen. Mehr Grün an Häusern und weniger Beton sollen helfen.

Strom durch Erneuerbare dauerhaft günstig machen

Die Grünen wollen Wind- und Sonnenenergie rasch ausbauen und dadurch den Strompreis auf Dauer niedrig halten. Kommunen sollen ihre Dächer mit Fotovoltaik ausstatten, Bürger sollen bei eigenen Anlagen und Energiegenossenschaften unterstützt werden. Ein bayerischer Härtefallfonds soll besonders belasteten Gruppen helfen.

Die Grünen wollen viel mehr Strom aus Wind und Sonne. So soll Strom auf Dauer billig bleiben. Gemeinden sollen Solar-Anlagen auf ihre Dächer bauen. Bürger sollen Hilfe für eigene Solar-Anlagen bekommen. Menschen mit großen Geldsorgen sollen Geld aus einem Hilfs-Topf bekommen.

Anwohner und Kommunen an Ökostrom-Anlagen beteiligen

Die Grünen wollen, dass Menschen und Gemeinden in der Nähe von Windrädern und Solarparks finanziell profitieren. Betreiber sollen Anreize für günstigere Stromtarife erhalten, und Kommunen sollen für erneuerbare Energie auf ihrem Gebiet einen zusätzlichen Bonus bekommen.

Windräder und Solar-Parks stehen oft auf dem Land. Die Grünen wollen: Die Menschen in der Nähe haben etwas davon. Sie sollen billigeren Strom bekommen. Auch die Gemeinden sollen zusätzliches Geld bekommen. Damit können sie zum Beispiel ein Schwimmbad bezahlen.

Energieagenturen in jedem Landkreis einrichten

Die Grünen wollen in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt eine regionale Energieagentur aufbauen. Sie soll als leicht zugängliche Anlaufstelle die Energiewende vor Ort unterstützen, weil dort nach Darstellung des Programms viele Fäden zusammenlaufen.

Die Grünen wollen überall in Bayern Energie-Agenturen. Das sind Stellen, die Menschen zu Energie beraten. Es soll eine in jedem Landkreis und jeder großen Stadt geben. Sie helfen zum Beispiel bei Solaranlagen und Förder-Anträgen.

Grüne: alle 18 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat (-2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,5), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Strom bis 2035 vollständig erneuerbar erzeugen

Die SPD will, dass Bayerns Strom spätestens 2035 vollständig aus erneuerbaren Quellen stammt, und strebt bis dahin ein klimaneutrales Bayern an. Klimaschutz soll zur Pflichtaufgabe der Kommunen werden, damit diese Rechtssicherheit und eine finanzielle Grundlage erhalten.

Die SPD will, dass Bayern ab 2035 nur noch sauberen Strom nutzt. Der Strom soll dann aus Wind, Sonne und Wasser kommen. Klima-Schutz soll eine feste Aufgabe für Städte und Gemeinden werden. Dafür sollen sie Geld und klare Regeln bekommen.

Energieversorgung in öffentliches Eigentum überführen

Die SPD will Erzeugung und Verteilung von Strom, Gas und Wärme so weit wie möglich wieder in staatliches oder kommunales Eigentum bringen. Als Beispiel nennt sie die bayerischen Wasserkraftwerke des Uniper-Konzerns. Aus Sicht des Programms darf die Energieversorgung nicht dem Gewinnstreben privater Anteilseigner überlassen werden.

Die SPD will, dass Energie wieder dem Staat oder den Gemeinden gehört. Das gilt für Kraftwerke und für Leitungen. Bayern soll zum Beispiel die Wasser-Kraftwerke von Uniper übernehmen. Der Staat soll auch die Preise mitgestalten.

10-H-Regel abschaffen und Windkraft ausbauen

Die SPD will die bayerische 10-H-Abstandsregel für Windräder abschaffen und Genehmigungen deutlich beschleunigen. Angestrebt werden zwei Prozent der Fläche Bayerns für Windkraft. Betreiber sollen Kommunen und Bürger an ihren Anlagen beteiligen müssen.

Die SPD will mehr Wind-Räder in Bayern. Dafür will sie die 10-H-Regel abschaffen. Diese Regel schreibt einen großen Abstand zu Wohnhäusern vor. Genehmigungen sollen schneller gehen. Gemeinden und Bürger sollen an Wind-Rädern mitverdienen.

Photovoltaikpflicht für Neu- und Umbauten einführen

Die SPD will eine Solarpflicht für sämtliche Neubauten und Umbauten einführen, sowohl bei Gewerbe- als auch bei Privatgebäuden. Zusätzlich sollen Solaranlagen auf weiteren Flächen gefördert und auf denkmalgeschützten Gebäuden ermöglicht werden.

Die SPD will eine Solar-Pflicht einführen. Wer neu baut oder umbaut, muss dann eine Solar-Anlage einbauen. Das gilt für Firmen und für private Häuser. Bayern soll auch Solar-Anlagen über Parkplätzen und auf Seen fördern.

Netze, Speicher, Wärme und Wasserstoff ausbauen

Die SPD will Stromleitungen, Verteilnetze und große Energiespeicher schneller ausbauen. Eine bayerische Wärmestrategie soll Wärmenetze, Abwärme und Geothermie voranbringen. Außerdem soll die Erzeugung von Wasserstoff, vor allem für die Industrie, gefördert werden.

Die SPD will neue Strom-Leitungen schneller bauen. So soll Wind-Strom aus dem Norden nach Bayern kommen. Bayern soll große Energie-Speicher bauen. Mehr Wärme soll aus der Erde kommen. Das nennt man Geothermie. Auch Wasserstoff für die Industrie soll gefördert werden.

SPD: alle 5 Punkte mit Zitat und Seitenzahl