Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Damit Sachsen Heimat bleibt – Wahlprogramm der AfD Sachsen für die Landtagswahl Sachsen 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 65 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 2 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschaftdeutlich konservativ (+1,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 4 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Andere Lebensmodelle tolerieren, nicht fördern

Die AfD will, dass vom traditionellen Modell abweichende Lebensformen öffentlich nicht mehr Raum erhalten, als sie im Alltag haben. Sie wendet sich gegen eine Neudefinition von Abstammung, Familie und Ehe und lehnt das ab, was sie Frühsexualisierung nennt. Die Einordnung von Lebensmodellen und Sexualität soll Sache der Eltern bleiben.

Die AfD will andere Lebensformen dulden, aber nicht fördern. Die Begriffe Ehe, Familie und Abstammung sollen so bleiben wie bisher. Eltern sollen mit ihren Kindern über Sexualität sprechen, nicht die Kita. Kinder sollen passend zu ihrem Alter aufgeklärt werden.

Das Programm fordert Toleranz, lehnt es aber ab, Kinder zur Akzeptanz anderer Lebensmodelle zu drängen. Die Partei will auf allen Ebenen gegen eine Umdeutung der Begriffe Abstammung, Familie und Ehe vorgehen. Jedes Kind soll seine biologischen Eltern kennen dürfen. Unter Verweis auf Artikel 22 der Landesverfassung soll die Bewertung von Lebensformen und Sexualität bei den Eltern liegen, bis Kinder selbst Interesse zeigen. Sexualerziehung im Rahmen von Präventionsarbeit in der frühkindlichen Bildung, die die Partei als übergriffig bezeichnet, soll unterbleiben; Aufklärung soll altersgerecht und mit Rücksicht auf das Schamgefühl erfolgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 2)
„Die AfD lehnt jede Art der Frühsexualisierung ab.“
Seite 2 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Sexualpädagogische Angebote in der frühkindlichen Bildung sollen zurückgedrängt und überlieferte Begriffe von Ehe und Familie verteidigt werden, was zum konservativen Pol passt.

Kinder von CSD-Paraden fernhalten

Die AfD will, dass Kinder nicht mehr an Paraden wie dem Christopher Street Day teilnehmen. Der Freistaat soll dies unter Berufung auf den Jugendschutz sicherstellen. Öffentliche Schulen und Kitas sollen für solche Veranstaltungen nicht werben dürfen.

Die AfD will Kinder von Regenbogen-Paraden fernhalten. Ein Beispiel ist der Christopher Street Day. Das Land Sachsen soll dafür sorgen. Schulen und Kitas sollen keine Werbung für solche Feste machen.

Das Programm bezeichnet Paraden, die sexuelle Orientierungen öffentlich zeigen, als ungeeignet für Kinder. Es stellt fest, dass Kinder in Sachsen seit Jahren an solchen Aufzügen teilnehmen. Der Freistaat soll dies künftig unterbinden und stützt sich dabei nach dem Willen der Partei auf den Jugendschutz. Zusätzlich fordert die AfD ein Werbeverbot für Regenbogenparaden und LGBTQ-Veranstaltungen an öffentlichen Schulen und Kindertagesstätten.

Originalzitat anzeigen (Seite 2)
„Im Sinne des Jugendschutzes muss der Freistaat Sachsen sicherstellen, dass in Zukunft keine Kinder mehr an derartigen Veranstaltungen teilnehmen.“
Seite 2 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Der Staat soll die Teilnahme von Kindern an öffentlichen Aufzügen unterbinden, was die Versammlungsteilnahme stärker als heute einschränkt.

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Ein bisher nicht bestehender Ausschluss von Kindern von LGBTQ-Paraden und ein Werbeverbot an Schulen und Kitas wären eine neue Einschränkung zugunsten überlieferter Wertvorstellungen.

Gleichstellungsbeauftragte abschaffen, Gender-Förderung beenden

Die AfD will Gleichstellungsbeauftragte abschaffen und die Förderung dessen beenden, was sie Gender-Ideologie nennt. Bei Stellen soll nur die fachliche Eignung zählen. Vorgaben zu einer „politisch korrekten“ Sprache lehnt sie ab.

Die AfD will keine Gleichstellungs-Beauftragten mehr. Sie will kein Geld mehr für Gender-Themen geben. Regeln für eine gendergerechte Sprache lehnt sie ab. Bei Stellen soll nur das Können zählen.

Aus Sicht der AfD leugnet die Gender-Forschung natürliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen und widerspricht Biologie und Entwicklungspsychologie. Sie schwäche zudem die Stellung von Ehe und Familie und verunsichere Kinder. Die Partei bestreitet, dass es sich um Wissenschaft handelt. Unterschiede bei der Berufswahl gelten ihr nicht als Beleg für Diskriminierung.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Gleichstellungsbeauftragte sind abzuschaffen. Bei der Besetzung von Stellen muss allein die fachliche Qualifikation des Bewerbers entscheiden.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Bestehende Gleichstellungsstrukturen und die Förderung der Geschlechterforschung sollen abgeschafft werden.

Pubertätsblocker für Minderjährige unterbinden

Die AfD will Pubertätsblocker und ähnliche Medikamente bei Kindern, die nicht selbst einwilligen können, bis auf seltene Ausnahmen unterbinden. Auch geschlechtsangleichende Operationen an Minderjährigen sollen grundsätzlich untersagt werden.

Pubertäts-Blocker sind Medikamente. Sie halten die körperliche Entwicklung von Jugendlichen auf. Die AfD will diese Medikamente für Kinder fast immer verbieten. Auch Operationen zur Änderung des Geschlechts sollen bei Minderjährigen verboten sein. Nur in Ausnahme-Fällen soll das erlaubt bleiben.

Das Verbot der Medikamente soll für Kinder gelten, die nicht einwilligungsfähig sind, mit Ausnahmen nur in besonderen Einzelfällen. Chirurgische Eingriffe zur Geschlechtsangleichung sollen bei unter 18-Jährigen ebenfalls nur ausnahmsweise möglich sein. Zudem wendet sich die Partei gegen das, was sie als Frühsexualisierung in Kitas und Schulen bezeichnet.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Die Behandlung von nicht einwilligungsfähigen Kindern mit Pubertätsblockern und vergleichbaren Medikamenten ist bis auf absolute Ausnahmefälle zu unterbinden.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Ein weitgehendes Verbot heute zulässiger Behandlungen für trans Minderjährige wäre eine neue Einschränkung im Sinne überlieferter Geschlechtervorstellungen.

Keine neuen Moscheen, Moscheevereine kontrollieren

Die AfD lehnt den Bau von Moscheen in Sachsen ab, vor allem mit Minarett. Moscheevereine sollen eine Demokratieerklärung abgeben und ihre Finanzen offenlegen müssen; Geld aus dem Ausland soll verboten werden.

Die AfD will keine neuen Moscheen in Sachsen. Moschee-Vereine sollen eine Erklärung unterschreiben. Darin bekennen sie sich zum Staat und gegen Gewalt. Sie sollen zeigen, woher ihr Geld kommt. Geld aus dem Ausland soll verboten sein.

In der Erklärung sollen sich die Vereine zum säkularen Staat, zur Religionsfreiheit und zum Gewaltverzicht bekennen. Wer sich weigert, soll nach dem Willen der AfD jede rechtliche Legitimation verlieren. Offenzulegen wären auch Beziehungen zu internationalen Organisationen und zu Einrichtungen fremder Staaten. Das Programm erklärt, Bekenntnis und Religionsausübung von Muslimen seien gewährleistet, Moscheen seien dafür aber nicht nötig. Außerdem fordert die AfD, jede Form von Antisemitismus gesellschaftlich zu ächten, ausdrücklich auch aus dem linken und dem muslimischen Milieu.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Moscheen bedarf es dafür nicht. Daher lehnt die AfD Moscheebauten, besonders mit Minarett, ab.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Pflichterklärungen, Offenlegungspflichten und Überwachung von Vereinen erweitern staatliche Kontrolle über religiöse Vereinigungen.

  • Gesellschaftdeutlich konservativ

    Die Ablehnung von Moscheebauten und neue Sonderauflagen für Moscheevereine schränken die heute geltende Gleichbehandlung der Religionen grundlegend ein.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich