Lohnlücke zwischen Frauen und Männern schließen
Die SPD fordert gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit und will dafür Betriebsräte, Personalräte und die Tarifbindung stärken. Im Bund will sie auf ein schärferes Entgelttransparenzgesetz hinwirken. Der Freistaat soll bei der Gleichstellung am Arbeitsmarkt vorangehen.
Frauen verdienen oft weniger als Männer. Die SPD will das ändern. Sie will mehr Tarif-Verträge und starke Betriebsräte. Ein Bundes-Gesetz zur Offenlegung von Löhnen soll strenger werden.
Das Programm hält den Lohnabstand zwischen den Geschlechtern für zu groß. Als Mittel nennt es starke Betriebs- und Personalräte, mehr Tarifbindung und eine Verschärfung des Entgelttransparenzgesetzes auf Bundesebene. In tarifgebundenen Betrieben seien die Unterschiede bei der Bezahlung geringer. Hinzu kommen ein Förderprogramm für Unternehmensgründerinnen, Programme und Preise für mehr Sichtbarkeit von Frauen sowie der Ausbau von MINT-Angeboten wie Schullaboren oder der Girls’ Day Akademie, damit mehr Frauen technische Berufe wählen. Außerdem verlangt die SPD ein Umdenken in der Rentenpolitik, damit unterbrochene Erwerbsverläufe nicht in Altersarmut führen.
Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Wir setzen uns im Bund dafür ein, dass das Entgelttransparenzgesetz nachgeschärft wird.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Mehr Tarifbindung und ein strengeres Transparenzgesetz erweitern die Regulierung des Arbeitsmarkts schrittweise.
- Gesellschafteher progressiv
Die Gleichstellung der Geschlechter im Erwerbsleben soll mit zusätzlichen Maßnahmen vorangebracht werden.