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Linke zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Durch & durch sozial! Landtagswahlprogramm der Linken Sachsen zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 98 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1,3), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 4 deutlich progressiv, 8 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kompetenzzentrum für Gendermedizin aufbauen

Die Linke will die Gesundheitsversorgung von trans- und intergeschlechtlichen Menschen absichern. Ein Kompetenzzentrum für Gendermedizin soll Ausbildung, Lehre und Forschung geschlechtersensibel machen.

Die Linke will trans- und inter-geschlechtliche Menschen gut medizinisch versorgen. Dafür soll ein neues Zentrum entstehen. Es soll forschen und Fachleute ausbilden. Ärzte und Pflegekräfte sollen mehr darüber lernen.

Das Zentrum soll in Sachsen entstehen und sich mit geschlechtersensibler Medizin befassen. Für die Heilberufe sollen zusätzliche Angebote der Aus- und Weiterbildung geschaffen werden. Darüber hinaus strebt die Partei ein Gesundheitswesen ohne Barrieren, Diskriminierung und Übergriffe an. Mehr Menschen mit Behinderungen sollen Gesundheitsberufe ergreifen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Dazu wollen wir ein Kompetenzzentrum für Gendermedizin aufbauen, das zu einer geschlechtersensiblen Ausbildung, Lehre und Forschung in diesem Bereich beiträgt“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Ein eigenes Zentrum für die Versorgung trans- und intergeschlechtlicher Menschen stärkt geschlechtliche Vielfalt im Gesundheitswesen.

UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen, Sonderstrukturen abschaffen

Die Linke will die UN-Behindertenrechtskonvention auf allen politischen Ebenen umsetzen und getrennte Strukturen für Menschen mit Behinderungen in Arbeit, Wohnen und Bildung beenden. Das Sächsische Inklusionsgesetz soll überarbeitet werden und auch für Kommunen gelten.

Menschen mit Behinderungen sollen überall gleich mitmachen können. Die Linke will getrennte Einrichtungen abschaffen. Das gilt für Arbeit, Wohnen und Schule. Das sächsische Inklusions-Gesetz soll auch für Städte und Gemeinden gelten.

Die Maßnahmen des Landesaktionsplans sollen in konkrete Gesetze überführt werden. Ziel ist ein offener Arbeitsmarkt mit freier Wahl des Arbeitsplatzes sowie ein inklusives Bildungssystem einschließlich der Berufsbildung. Bei der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes soll das Land die Kommunen stärker unterstützen, und Berufe wie die Heilerziehungspflege sollen attraktiver werden. Für die politische Teilhabe sollen mehr Texte in Leichte Sprache übertragen, Gebärdensprachdolmetschende bei politischen Veranstaltungen eingesetzt und Wahlprogramme in Gebärdensprache übersetzt werden. Inklusion darf nach Ansicht der Partei nicht von der Haushaltslage abhängen.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Dazu gehört die Abschaffung trennender Strukturen in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Bildung, die Menschen mit Behinderungen ausschließen.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Abbau getrennter Einrichtungen und ein ausgeweitetes Inklusionsgesetz treiben die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen voran.

Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen durchsetzen

Die Linke will Barrierefreiheit bei Gebäuden, Verkehrsmitteln, Geräten und digitalen Angeboten umfassend verwirklichen. Die Norm DIN 18040 soll ins sächsische Baurecht übernommen werden, und eine unabhängige Landesfachstelle soll beraten.

Alle Menschen sollen Gebäude, Busse und Internet-Seiten nutzen können. Die Linke will das zur Pflicht machen. Neue Bauten sollen von Anfang an ohne Hindernisse geplant werden. Es soll mehr Wohnungen ohne Hindernisse geben. Eine neue Stelle im Land soll dazu beraten.

Gutachter- und Beratungsstellen sollen schon in der Planungsphase verpflichtend einbezogen werden. Die Partei will deutlich mehr barrierefreie Wohnungen sowie inklusive Wohnquartiere und Wohnprojekte fördern. Neue Förderprogramme sollen den barrierefreien Umbau bestehender Wohnungen unabhängig von der Person unterstützen. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz soll im öffentlichen und privaten Bereich verbindlich gelten, Ausnahmen und Übergangsfristen sollen überprüft werden. Bei der digitalen Barrierefreiheit verlangt das Programm schnellere Fortschritte.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Barrierefreiheit muss von Beginn an bei der Planung neuer Bauprojekte zwingend berücksichtigt werden.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Verbindliche Bauvorgaben, auch für Private, und neue Förderprogramme bedeuten mehr Regulierung und öffentliche Ausgaben.

  • Gesellschafteher progressiv

    Umfassende Barrierefreiheit soll die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ausbauen.

„Schule der Vielfalt“ landesweit ausweiten

Die Linke will das Pilotprojekt „Schule der Vielfalt“ in ganz Sachsen einführen und Sexualbildung, die Vielfalt berücksichtigt, in alle Lehrpläne aufnehmen. Dazu kommen Beschwerdestellen und Schutzangebote für queere Jugendliche.

Ein Projekt für Vielfalt an Schulen soll es in ganz Sachsen geben. Alle Lehrpläne sollen vielfältige Sexual-Bildung enthalten. Schulen und Hochschulen sollen Stellen für Beschwerden bekommen. Queere Jugendliche sollen einen sicheren Ort finden können.

An Schulen und Hochschulen sollen verpflichtend unabhängige Stellen entstehen, an die man sich bei Queerfeindlichkeit und Rassismus wenden kann. Für queere Jugendliche, deren Eltern ihre sexuelle Identität ablehnen, will die Linke Zufluchtsorte schaffen. Die Sexualbildung soll in sämtlichen Lehrplänen festgeschrieben werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 62)
„Das Pilotprojekt „Schule der Vielfalt“ wollen wir auf ganz Sachsen ausweiten und vielfältige Sexualbildung in allen Lehrplänen verankern.“
Seite 62 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Ein bestehendes Pilotprojekt zur Vielfalt soll landesweit gelten und Sexualbildung breiter verankert werden, was Vielfalt der Lebensformen stärkt.

Frauenquote von 50 Prozent und Lohngleichheit durchsetzen

Die Linke will die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter erreichen. Dazu fordert sie Frauenquoten von 50 Prozent in Führungspositionen und Gremien, das Ende der Lohnlücke und einen erweiterten Diskriminierungsschutz im Grundgesetz.

Frauen und Männer sollen wirklich gleichgestellt sein. Die Linke will, dass die Hälfte der Chefposten an Frauen geht. Frauen sollen für gleiche Arbeit gleich viel verdienen. Das Grundgesetz soll auch vor Benachteiligung wegen der sexuellen Orientierung schützen.

Das Programm nennt für Sachsen eine Lohnlücke von 11,8 Prozent bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit. In öffentlichen Unternehmen und der Verwaltung sollen Bewerbungen anonymisiert werden. Tarifverträge sollen Arbeit geschlechtersensibel bewerten, sodass die Anforderungen der Tätigkeit zählen und nicht die Person. Frauen sollen in männlich geprägten Berufen, im Handwerk, in der Wissenschaft und in MINT-Fächern stärker gefördert werden, auch durch Netzwerke. Beratung für Betroffene von Diskriminierung soll ausgebaut werden. Artikel 3 des Grundgesetzes soll um das Merkmal der sexuellen Orientierung ergänzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Bis wir zu einer Gleichstellung gelangt sind, die sich selbst verstetigt, benötigt es Frauenquoten von 50 % in Führungspositionen und in allen weiteren politischen und gesellschaftlichen Gremien.“
Seite 68 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Quoten, anonymisierte Bewerbungen und Vorgaben zur Arbeitsbewertung in Tarifverträgen erhöhen die Regulierung von Personalentscheidungen und Löhnen.

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Verbindliche Quoten von 50 Prozent in allen Gremien und Führungspositionen sowie eine Grundgesetzänderung gehen weit über den heutigen Stand der Gleichstellung hinaus.

Parité-Gesetz für Wahllisten einführen

Die Linke will per Gesetz vorschreiben, dass Wahllisten zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern besetzt werden. Ziel ist eine gleichmäßige Vertretung der Geschlechter in den sächsischen Parlamenten.

Die Linke will ein Parité-Gesetz. Parität heißt: gleich viele Frauen wie Männer. Parteien sollen ihre Wahl-Listen so aufstellen müssen. So sollen mehr Frauen in die Parlamente kommen.

Das Programm sieht eine verpflichtende Regel für die Aufstellung von Wahllisten vor. Das Gesetz soll rechtssicher gestaltet sein. Es soll für die Parlamente in Sachsen gelten und dort eine paritätische Besetzung nach Geschlecht erreichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 73)
„Wir wollen gesetzlich verankern, dass bei der Listenaufstellung für Wahlen verpflichtend ebenso viele Frauen wie Männer zu berücksichtigen sind.“
Seite 73 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Eine verpflichtende Geschlechterquote für Wahllisten gibt es heute nicht; ihre Einführung wäre ein neuer gesetzlicher Schritt zur Gleichstellung.

Landesantidiskriminierungsgesetz und queere Angebote schaffen

Die Linke will ein Landesgesetz gegen Diskriminierung durch Behörden mit einklagbaren Rechten für Betroffene. Dazu kommen mehr Beratungsstellen, Angebote für queere Menschen und ein Verbot sexistischer Werbung im öffentlichen Raum.

Die Linke will ein Gesetz gegen Benachteiligung durch Behörden. Betroffene sollen vor Gericht klagen können. Es soll mehr Beratungs-Stellen geben, vor allem auf dem Land. Queere Menschen sollen besser geschützt werden. Sexistische Werbung auf Straßen und Plätzen soll verboten werden.

Das Gesetz soll kollektive Klagemöglichkeiten stärken. Antidiskriminierungsbüros sollen vor allem auf dem Land entstehen, ergänzt um queere Wohngruppen, autonome MINTA*- und FLINTA*-Häuser und eine unabhängige Meldestelle nach dem Berliner Modell „Maneo“. Vereine und freie Träger sollen mehr Geld für Personal bekommen. Gefordert werden gleiche Rechte bei Kinderwunschbehandlung und Adoption, mehr Sensibilität von Polizei und Justiz bei queerfeindlicher Hasskriminalität und besserer Schutz queerer Geflüchteter. Außerdem sollen Menstruationsprodukte auf allen öffentlichen Toiletten bereitliegen, und sexistische sowie diskriminierende Werbung im öffentlichen Raum soll untersagt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 69)
„Wir befürworten daher ein Landesantidiskriminierungsgesetz, das gegen alle Formen behördlicher Ungleichbehandlung in Sachsen wirkt.“
Seite 69 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Ein neues Landesgesetz mit einklagbaren Rechten, ein Werbeverbot und rechtliche Gleichstellung bei Adoption und Kinderwunsch gehen deutlich über den heutigen Stand hinaus.

Gewaltschutz ausbauen und Istanbul-Konvention umsetzen

Die Linke will die Istanbul-Konvention, ein europäisches Abkommen gegen Gewalt an Frauen, vollständig umsetzen. Schutzeinrichtungen sollen ausgebaut und komplett vom Land bezahlt werden, die Zahl der Schutzplätze soll sich mindestens verdoppeln.

Die Linke will Frauen besser vor Gewalt schützen. Es soll mindestens doppelt so viele Schutz-Plätze geben. Das Land Sachsen soll die Schutz-Häuser ganz bezahlen. Betroffene sollen nichts mehr selbst zahlen müssen.

Koordinierungs- und Interventionsstellen sollen nach Bedarf wachsen, die Beratung soll angemessen gefördert werden. Im ganzen Land sollen Trauma-Ambulanzen entstehen, dazu Fachwissen zu Gewalt im Netz und ein Monitoring von Femiziden. Polizei und Justiz sollen besser geschult werden, auch zum Grundsatz, dass Gewaltschutz Vorrang vor dem Umgangsrecht hat. Schutzeinrichtungen sollen barrierefrei werden. Geflüchtete, die Gewalt erleben, sollen ein eigenes Aufenthaltsrecht bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Schutzeinrichtungen sind barrierefrei auszubauen und vollständig vom Freistaat zu finanzieren, sodass Betroffene nicht mehr gezwungen sind, einen Eigenanteil zu bezahlen.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Volle Landesfinanzierung der Schutzeinrichtungen und mindestens doppelt so viele Plätze bedeuten mehr öffentliche Ausgaben für eine soziale Leistung.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau des Schutzes vor geschlechtsspezifischer Gewalt stärkt Gleichstellung und Selbstbestimmung innerhalb des bestehenden Rahmens.

  • Migrationeher offen

    Ein eigenständiges Aufenthaltsrecht für von Gewalt betroffene Geflüchtete erweitert die Rechte Zugewanderter.

Sexarbeit entstigmatisieren, Opfer von Menschenhandel schützen

Die Linke will das sächsische Ausführungsgesetz zum Prostituiertenschutz grundlegend ändern und Kontrollen sowie Stigmatisierung beenden. Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter sollen unterstützt werden. Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution sollen umfassende Schutzrechte bekommen.

Die Linke will ein neues Gesetz für Sex-Arbeit in Sachsen. Sex-Arbeiter sollen nicht mehr abgewertet und streng kontrolliert werden. Sie sollen Hilfe und Beratung bekommen. Opfer von Menschen-Handel sollen besseren Schutz erhalten.

Die Selbstbestimmung am Arbeitsplatz und die Selbstorganisation von Sexarbeitenden sollen gefördert, Beratungsstellen unterstützt werden. Betroffene von Menschenhandel sollen Schutz erhalten, auch wenn ihr Aufenthaltsstatus ungeklärt ist oder sie nicht mit Ermittlern zusammenarbeiten wollen. Fachberatungsstellen sollen genug Geld bekommen, um Zufluchtswohnungen anzubieten. Beraterinnen und Berater sollen ein Zeugnisverweigerungsrecht erhalten, damit Gespräche vertraulich bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Das Sächsische Prostituiertenschutzausführungsgesetz (SächsProstSchGAG) wollen wir grundlegend erneuern.“
Seite 75 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Weniger Kontrolle und mehr Selbstbestimmung in der Sexarbeit verschieben die Landesregeln in eine liberalere Richtung.

  • Migrationeher offen

    Schutzrechte unabhängig vom Aufenthaltsstatus erweitern die Rechte betroffener Zugewanderter.

Geschlechtergerechte Sprache im Freistaat verwenden

Die Linke will geschlechtergerechte Sprache in Texten des Freistaats verwenden, um auf geschlechtliche Vielfalt hinzuweisen. Die Anweisung des Kultusministers, die solche Schreibweisen an Schulen untersagt, soll zurückgenommen werden.

Die Linke will eine Sprache, die alle Geschlechter nennt. Der Staat Sachsen soll so schreiben. An Schulen ist diese Schreibweise heute verboten. Die Linke will dieses Verbot aufheben.

Das Programm nennt Gesetze, Verordnungen, Richtlinien und Satzungen des Freistaats als Anwendungsfelder. Auch Statistiken, Formulare, Internetseiten, Handreichungen und Rundschreiben des Landes sollen angepasst werden. Die Weisung des Kultusministers an die Schulen soll sofort aufgehoben werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 76)
„Die unsägliche Weisung des Kultusministers an Schulen zum Verbot geschlechtergerechter Schreibweisen wollen wir umgehend revidieren.“
Seite 76 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Gendergerechte Sprache soll in staatlichen Texten Einzug halten und das Schulverbot fallen, was den heutigen Stand in Sachsen in Richtung Vielfalt verschiebt.

Queere Menschen schützen und beraten

Die Linke will Gewalt und Diskriminierung gegen queere Menschen durch Vorbeugung und Eingreifen beenden. Geplant sind eine unabhängige Melde- und Beratungsstelle, Zufluchtsorte, mehr Aufklärung an Schulen sowie ein besserer Zugang zu Beratung und Gesundheitsversorgung.

Queere Menschen erleben oft Gewalt und Ausgrenzung. Die Linke will eine Stelle, bei der man solche Fälle melden kann. Es soll sichere Orte für Betroffene geben. Auch an Schulen soll es mehr Aufklärung geben. Beratung und ärztliche Hilfe sollen leichter erreichbar sein.

Zufluchtsmöglichkeiten sollen Menschen offenstehen, die Gewalt in Beziehungen erleben oder ein queerfeindliches Umfeld verlassen müssen. Das Pilotprojekt „Schule der Vielfalt“ soll gesichert und ausgeweitet werden, dazu kommen Vielfalt in den Lehrplänen und Richtlinien, die nicht-binäre, inter* und trans* Schüler einbeziehen. Angebote christlich-fundamentalistischer Gruppen wie „TeenSTAR“ will die Partei von Schulen fernhalten. Ein Kompetenzzentrum für queere Gesundheit soll entstehen, und HIV/AIDS-Angebote sollen im ländlichen Raum sowie für Gefangene und Geflüchtete besser zugänglich werden. Beratung soll es landesweit für alle Altersgruppen geben, und Sport soll allen Geschlechtern gleich offenstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„So setzen wir uns für eine unabhängige Melde- und Beratungsstelle nach dem Berliner Vorbild „Maneo“ ein.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Neue Beratungs-, Schutz- und Bildungsangebote für queere Menschen bauen die bestehende Förderung von Vielfalt aus.

Rechte queerer Menschen und Regenbogenfamilien ausweiten

Die Linke verlangt, dass Sachsen sich im Bundesrat für den Schutz queerer Menschen einsetzt, unter anderem durch eine Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes. Regenbogenfamilien sollen gleichgestellt und der „Landesaktionsplan Vielfalt“ erneuert werden.

Die Linke will mehr Rechte für queere Menschen. Das Grundgesetz soll sie ausdrücklich vor Benachteiligung schützen. Familien mit zwei Müttern oder zwei Vätern sollen gleiche Rechte haben. Sachsen soll sich im Bund dafür einsetzen.

Artikel 3 soll künftig auch sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität nennen. Die Partei fordert ein aus ihrer Sicht modernes Selbstbestimmungsgesetz sowie Aufarbeitung und Entschädigung für Unrecht an trans* Menschen. Neue Regeln zu Personenstand und Namen sollen in Sachsen zügig gelten, der dgti-Ergänzungsausweis soll in öffentlichen Einrichtungen leichter anerkannt werden. Das Adoptionsrecht soll geändert und die Förderung von Kinderwunschbehandlungen für gleichgeschlechtliche Eltern geöffnet werden. Der Landesaktionsplan soll gemeinsam mit der Community überarbeitet und mit Haushaltsmitteln unterlegt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Dazu gehört die Erweiterung des Schutzes von Artikel 3 des Grundgesetzes auf die sexuelle Orientierung und die geschlechtliche Identität.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Eine Grundgesetzänderung, ein geändertes Adoptionsrecht und Entschädigungen für trans* Menschen würden die Rechtslage für neue Familien- und Lebensformen grundlegend öffnen.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme in Sachsen im Vergleich