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SSW zur Bildung

Aus dem Programm „Damit das Leben im Norden bezahlbar bleibt. Wahlprogramm des SSW zur Landtagswahl am 8. Mai 2022“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 84 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 10 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-0,8), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 4 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Friesischunterricht ausweiten und rechtlich gleichstellen

Der SSW will Friesisch als Schulfach anderen Sprachen rechtlich gleichstellen und den Unterricht in Nordfriesland und auf Helgoland ausbauen. Friesischlehrkräfte sollen eine Jobgarantie und eine Zulage erhalten, das Unterrichtsmaterial soll kostenlos sein. Die Partei begründet das damit, dass die friesische Volksgruppe keine eigenen Bildungseinrichtungen betreibt.

Der SSW will mehr Friesisch in Schulen und Kindergärten. Friesisch soll ein normales Schulfach sein. Lehrer für Friesisch sollen sicher eine Stelle bekommen. Das Lernmaterial soll kostenlos sein.

Auf Sylt und Föhr, auf Helgoland sowie im Norden des nordfriesischen Festlands soll Friesisch in allen Klassen und in den Kindergärten angeboten werden. An Grundschulen soll es reguläres Fach statt Arbeitsgemeinschaft sein. Wer das Lehramtsstudium mit Friesisch-Zertifikat abschließt, soll einen Referendariatsplatz in Nordfriesland oder auf Helgoland und danach eine Planstelle bekommen können, dazu eine Zulage wie für Lehrkräfte in wenig nachgefragten Regionen. Kostenloses, laufend aktualisiertes Material soll für jede Klassenstufe und Sprachform vorliegen, auch digital. Eine neue Einrichtung in Nordfriesland soll Lehrmaterial erstellen und Lehrkräfte sprachlich ausbilden, finanziert aus dem Landeshaushalt.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Wir wollen, dass das Schulfach Friesisch rechtlich anderen Sprachangeboten gleichgestellt und der Friesischunterricht an den Schulen Nordfrieslands und auf Helgoland ausgeweitet wird.“
Seite 11 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Jobgarantie, Zulagen, kostenloses Material und eine neue Einrichtung bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben für Bildung.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Sprache einer Minderheit soll im öffentlichen Bildungswesen deutlich mehr Raum bekommen, was die kulturelle Vielfalt ausbaut.

Dänisch oder Friesisch ab Klasse 1 unterrichten

Der SSW will, dass öffentliche Schulen im Grenzland und in der Fehmarnbeltregion vom ersten Schuljahr an Dänisch oder Friesisch anbieten. Aus Sicht der Partei eröffnet Mehrsprachigkeit jungen Menschen Chancen und stärkt den Wirtschaftsstandort.

Kinder im Grenzland sollen ab der ersten Klasse Dänisch oder Friesisch lernen. Das gilt auch für die Region am Fehmarnbelt. Auch Berufs-Schulen sollen diese Sprachen anbieten. Der SSW sagt: Mehr Sprachen bringen mehr Chancen.

Die Forderung betrifft die öffentlichen Schulen im Grenzland und rund um den Fehmarnbelt. An beruflichen Schulen sollen beide Sprachen einen festen Platz bekommen. Der SSW begründet das mit besseren Chancen für junge Leute und einem stärkeren Wirtschaftsstandort in der Grenzregion.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir wollen, dass an den öffentlichen Schulen im Grenzland und der Fehmarnbeltregion ab der 1. Klasse Dänisch oder Friesisch unterrichtet wird.“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Minderheiten- und Nachbarsprachen sollen im Regelunterricht verankert werden, was sprachliche Vielfalt schrittweise ausbaut.

Ganztag und Ferienbetreuung ausbauen

Der SSW will Ganztagsangebote und Ferienbetreuung ausbauen und die Landeszuschüsse für Ganztagsschulen deutlich anheben. Das soll laut Programm Chancengleichheit fördern und Familie und Beruf besser vereinbar machen.

Der SSW will mehr Betreuung am Nachmittag. Alle Schulkinder unter 12 Jahren sollen ein Angebot bekommen. Auch in den Ferien soll es Betreuung geben. Das Land soll dafür mehr Geld zahlen.

Familien mit Grundschulkindern sollen in den Ferien auf qualifizierte Betreuung zugreifen können; dafür soll ein landesweites Konzept mit kommunalen und freien Trägern entstehen. Öffnungszeiten sollen sich stärker nach den Arbeitszeiten der Eltern richten. Ob Angebote offen oder gebunden sind, sollen Schulträger und Eltern je nach örtlichem Bedarf mitentscheiden. Unterricht und Angebote etwa von Sportvereinen und Musikschulen sollen durch feste Konzepte verzahnt werden. Die Schulen der Minderheiten sollen beim Ganztagsausbau einbezogen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Wir wollen, dass der Ganztagsanspruch erweitert wird und alle Schulkinder unter 12 Jahren am Nachmittag ein qualifiziertes Betreuungsangebot wahrnehmen können.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein erweiterter Betreuungsanspruch und höhere Landeszuschüsse bauen öffentliche Leistungen aus.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Betreuung außerhalb der Familie soll die Erwerbstätigkeit beider Eltern erleichtern.

Lernmittel und Schulweg kostenfrei machen

Der SSW will die Kosten für Lernmittel, digitale Geräte und Schülerbeförderung für Familien so weit wie möglich senken. Bildung soll laut Programm nicht vom Einkommen der Eltern abhängen.

Der SSW will, dass Schule für Familien wenig kostet. Bücher und Material sollen möglichst kostenlos sein. Das gilt auch für Tablets und Laptops. Auch der Schulbus soll für ältere Schüler kostenlos werden.

Zu den Lernmitteln zählt der SSW auch digitale Endgeräte; Eigenanteile und Leihgebühren sieht er als Hürden. Das Land soll mehr Geld für digitale Bildung geben. Die Schülerbeförderung soll langfristig auch in der Sekundarstufe II kostenlos sein, und die Kreise sollen dabei Schulen in freier Trägerschaft einbeziehen. Diese Schulen, vor allem die der dänischen Minderheit, sollen gleichermaßen von höheren Bildungsausgaben profitieren. Die bestehende Schulstruktur aus Gemeinschaftsschulen, Gymnasien und beruflichen Schulen soll bleiben; Elternvertretungen, Schülervertretungen und Beschwerdestrukturen sollen gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Wir wollen einen umfassenden Ausbau der Lernmittelfreiheit und höhere Landeszuschüsse für digitale Bildung.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr kostenlose Lernmittel und Schülerbeförderung erweitern staatlich finanzierte Leistungen schrittweise.

Inklusion mit multiprofessionellen Teams umsetzen

Der SSW will Inklusion an Schulen durch Teams aus verschiedenen Berufsgruppen verwirklichen und zugleich Förderzentren nach Bedarf erhalten. Besonders geforderte Schulen sollen mehr Personal bekommen.

Der SSW will, dass alle Kinder gut zusammen lernen können. Dafür sollen an Schulen verschiedene Fachleute zusammenarbeiten. Förder-Zentren sollen bleiben. Eltern sollen wählen können. Schulen mit besonderen Aufgaben sollen mehr Personal bekommen.

Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Schulassistenz, Schulbegleitung und Schulpsychologie sollen eng zusammenarbeiten, unterstützt durch Fortbildungen des IQSH. Förderzentren sollen bedarfsgerecht bestehen bleiben, weil die Regelschule nach Ansicht des SSW nicht für jedes Kind mit Förderbedarf passt. Schulen mit vielen Aufgaben bei Inklusion und Integration oder in sozialen Brennpunkten sollen zusätzliches Personal erhalten. Die Schulpflicht soll auch für Heimkinder mit Zweitwohnsitz in einem anderen Bundesland gesetzlich gelten, und das Land soll die Qualität der Inklusion laufend überprüfen. Ergänzend fordert das Programm einen Schulbaufonds für inklusions- und ganztagsgerechte Schulen sowie mehr Bundesbeteiligung am Schulbau.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Wir wollen Inklusion konsequent über den Einsatz multiprofessioneller Teams an den Schulen verwirklichen.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliches Personal und ein Schulbaufonds bedeuten mehr öffentliche Ausgaben im bestehenden Schulsystem.

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet den Ausbau der Inklusion mit dem Erhalt eigener Förderzentren.

Berufliche Bildung stärken und Jugendberufsagenturen ausbauen

Der SSW will mehr Geld für die berufliche Bildung und ein Gesamtkonzept, das Abschlüsse vereinheitlicht und Übergänge erleichtert. Jugendberufsagenturen sollen es im ganzen Land dauerhaft geben.

Der SSW will mehr Geld für die Berufs-Ausbildung geben. Es soll einen Plan für die ganze berufliche Bildung geben. Jugendliche sollen beim Wechsel von der Schule in den Beruf Hilfe bekommen. Dafür soll es überall Jugend-Berufs-Agenturen geben.

Das Schleswig-Holsteinische Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) soll dem Bildungsministerium zugeordnet werden. Ein Gesamtkonzept soll duale Ausbildung, weitere Ausbildungsgänge an beruflichen Schulen, Fort- und Weiterbildung und den Übergang von der Schule in den Beruf einschließen. Vor Ort sollen Standorte und Personal passende Rahmenbedingungen erhalten. Außerdem will der SSW die Berufsausbildung über die deutsch-dänische Grenze hinweg ausbauen, um Fachkräfte in der Region zu halten.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Das Modell der Jugendberufsagenturen wollen wir flächendeckend ausbauen und verstetigen.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Mittel und der Ausbau staatlicher Beratungsstellen erweitern bestehende Leistungen.

Lehrkräfte entlasten und Stellen besetzen

Der SSW will die Pflichtstunden von Lehrkräften senken und sie durch weitere Berufsgruppen an den Schulen entlasten. Offene Stellen sollen mit ausgebildeten Lehrkräften besetzt werden.

Lehrerinnen und Lehrer haben heute mehr Aufgaben als früher. Der SSW will, dass sie weniger Stunden unterrichten müssen. Andere Fachleute sollen an den Schulen mithelfen. Es soll mehr Studien-Plätze für das Lehramt geben.

Schulen sollen mehr Ausgleichsstunden erhalten, etwa für Klassenleitungen und Korrekturzeiten. Schulbegleitungen, Assistenzen, Schulsozialarbeit und Schulpsychologie sollen die Lehrkräfte stärker unterstützen. Um freie Stellen mit ausgebildetem Personal zu besetzen, will der SSW mehr Studienplätze für das Lehramt und mehr Plätze im Vorbereitungsdienst schaffen. Das Programm begründet dies mit gestiegenen Anforderungen an Lehrkräfte.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„Wir wollen die Unterrichtsverpflichtung von Lehrkräften reduzieren und den Schulen einen größeren Pool an Ausgleichsstunden zur Verfügung zu stellen.“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Weniger Pflichtstunden und mehr Ausbildungsplätze erfordern mehr öffentliches Personal und Ausgaben.

Weiterbildung und Volkshochschulen ausbauen

Der SSW will Weiterbildung zu einer gleichrangigen Säule des Bildungswesens machen und mehr Menschen dafür gewinnen. Die Zuschüsse für Volkshochschulen und Bildungsstätten sollen regelmäßig steigen.

Der SSW will, dass mehr Erwachsene weiter lernen können. Kurse sollen für Menschen mit wenig Geld bezahlbar sein. Volks-Hochschulen sollen mehr Geld bekommen. Das Geld soll regelmäßig steigen.

Der Zugang soll vor allem für Geringqualifizierte und Bildungsbenachteiligte leichter werden, und Kursgebühren sollen sich an niedrigen Einkommen orientieren. Das Programm verlangt genügend hauptberuflich geleitete Volkshochschulen. Das Weiterbildungsgesetz soll reformiert werden, um eine Grundversorgung sowie Qualität der Angebote zu sichern. Leitgedanke ist das lebenslange Lernen.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Wir wollen eine Dynamisierung der Zuschüsse für Volkshochschulen und Bildungsstätten und eine Reform des Weiterbildungsgesetzes.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Regelmäßig steigende Zuschüsse und sozial gestaffelte Gebühren bauen öffentliche Leistungen aus.

Grundfinanzierung der Hochschulen erhöhen

Der SSW will die Grundfinanzierung der Hochschulen ab 2022 weiter anheben und alle Standorte ausgewogen entwickeln. Die Hochschulen sollen sich in ihren Profilen ergänzen und internationaler werden.

Der SSW will den Hochschulen mehr Geld geben. Alle Hochschulen im Land sollen davon etwas haben. Die Hochschulen sollen gut zusammenarbeiten. Sie sollen auch mehr mit Dänemark zusammenarbeiten.

Die Angebote der Hochschulen sollen im Dialog aufeinander abgestimmt werden. Studienangebote für Minderheiten- und Regionalsprachen sollen dauerhaft gesichert sein. Der SSW will die Internationalisierung finanziell fördern, besonders mit Dänemark und dem Ostseeraum. Die grenzüberschreitenden Studiengänge in Flensburg sollen gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„darum wollen wir einen weiteren Anstieg der Grundfinanzierung im Hochschulbereich ab 2022“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine höhere Grundfinanzierung bedeutet mehr öffentliche Ausgaben für Hochschulen.

Arbeitsbedingungen an Hochschulen verbessern

Der SSW will mehr unbefristete Stellen an Hochschulen und Tarifverträge für studentische Beschäftigte. Das Programm begründet dies mit der aus seiner Sicht prekären Lage des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Viele Menschen an Hochschulen haben nur Verträge auf Zeit. Der SSW will mehr feste Stellen schaffen. Studierende mit einem Job an der Uni sollen einen Tarif-Vertrag bekommen. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeits-Zeit für viele Beschäftigte.

Für dauerhafte Aufgaben sollen Dauerstellen entstehen, und Verträge sollen die längste mögliche Laufzeit haben. Arbeitsverträge sollen klare Tätigkeitsbeschreibungen enthalten, Karrierewege sollen durchschaubarer werden. Die Lehrverpflichtungsverordnung soll geändert werden, um Lehrkräfte für besondere Aufgaben und Professorinnen und Professoren gleichzustellen und Lehrbeauftragte besser zu bezahlen. Beschäftigte sollen zudem mehr Mitbestimmung erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir wollen mehr Arbeitsverhältnisse an den Hochschulen entfristen und für Daueraufgaben Dauerstellen schaffen.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Dauerstellen, Tarifbindung und Mitbestimmung stärken Arbeitnehmerrechte im öffentlichen Bereich.

Elternunabhängiges BAföG und mehr Wohnheimplätze

Der SSW will das BAföG unabhängig vom Einkommen der Eltern auszahlen, damit alle Studierenden gleich gefördert werden. Zudem soll es deutlich mehr Wohnraum für Studierende und Auszubildende geben.

BAföG ist Geld vom Staat für Studierende. Heute hängt es vom Einkommen der Eltern ab. Der SSW will das ändern. Alle Studierenden sollen BAföG bekommen können. Es soll auch mehr Wohnheime geben.

Die Studienförderung soll nicht mehr an die finanzielle Lage des Elternhauses gebunden sein. Daneben will der SSW den Wohnungsmarkt entlasten, indem die Wohnheime im Land ausgebaut werden. Davon sollen Studierende wie Auszubildende profitieren. Das Programm verbindet dies mit dem Ziel gerechter Chancen auf dem Bildungsweg.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir wollen ein elternunabhängiges BAföG, damit alle Studierenden gleichberechtigt und unabhängig vom Portemonnaie ihrer Eltern gefördert werden.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Der Wegfall der Elternprüfung würde das BAföG zu einer Leistung für alle Studierenden umbauen.

Politische Bildung und Minderheitenwissen ausbauen

Der SSW will Demokratie stärker in der Schule vermitteln und bundesweit Wissen über die vier nationalen Minderheiten in allen Bildungsbereichen verankern. Auch Bildung für nachhaltige Entwicklung und MINT-Fächer sollen stärker gefördert werden.

Der SSW will, dass Schüler mehr über Demokratie lernen. In ganz Deutschland sollen Menschen etwas über die vier nationalen Minderheiten lernen. Dafür soll es Unterrichts-Material geben. Auch Mathe, Informatik, Natur und Technik sollen mehr Förderung bekommen.

Demokratisch organisierte Schulen sollen gestärkt und Programme des Landesbeauftragten für Politische Bildung dauerhaft fortgeführt werden. Zu den nationalen Minderheiten sollen Unterrichtsmaterialien entstehen, die fächerübergreifend einsetzbar sind, und eine bundesweite Plattform soll sie verbreiten. Der Nationale Aktionsplan für nachhaltige Entwicklung in der Bildung soll in allen Bildungsbereichen umgesetzt werden. Die MINT-Förderung soll geschlechtergerecht erfolgen und der MINT-Aktionsplan erweitert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir wollen die bundesweite Einführung von Wissensvermittlung zu den vier nationalen Minderheiten in allen Bildungsbereichen“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Wissen über Minderheiten und geschlechtergerechte Förderung stärken Vielfalt und Gleichstellung im Bildungswesen.

Kulturelle Bildung ausbauen und dauerhaft finanzieren

Der SSW will die kulturelle Bildung besser und dauerhaft finanzieren und als eigenständigen Bereich in Bildungseinrichtungen verankern. Ein Gesamtkonzept „Bildung und Kultur“ soll Projekte nachhaltig sichern.

Kulturelle Bildung heißt zum Beispiel: Theater, Musik, Kunst und Tanz lernen. Der SSW will dafür mehr Geld geben. Schulen und Kultur-Angebote sollen mehr zusammenarbeiten. Alle Menschen in jedem Alter sollen mitmachen können.

Zum Gesamtkonzept gehören regelmäßiger Austausch zwischen Kulturschaffenden und Bildungseinrichtungen, Fortbildungen für Ehrenamtliche und Zielvorgaben für die Qualität. Die Zusammenarbeit von kultureller Jugendbildung und Schule soll wachsen, besonders an Ganztagsschulen. Neben dem Ehrenamt hält der SSW hauptamtliches Personal für nötig, um Professionalität zu sichern. Das Freiwillige Soziale Jahr Kultur soll finanziell besser gestellt und stärker anerkannt werden, unter anderem von Hochschulen. Die politische Jugendbildung soll gefördert werden und mittelfristig Technik für hybride Veranstaltungen erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 68)
„Wir wollen eine verbesserte Finanzierung der kulturellen Bildung.“
Seite 68 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr und dauerhafte öffentliche Mittel für kulturelle Bildung und hauptamtliches Personal weiten staatliche Leistungen schrittweise aus.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Schleswig-Holstein im Vergleich