Friesischunterricht ausweiten und rechtlich gleichstellen
Der SSW will Friesisch als Schulfach anderen Sprachen rechtlich gleichstellen und den Unterricht in Nordfriesland und auf Helgoland ausbauen. Friesischlehrkräfte sollen eine Jobgarantie und eine Zulage erhalten, das Unterrichtsmaterial soll kostenlos sein. Die Partei begründet das damit, dass die friesische Volksgruppe keine eigenen Bildungseinrichtungen betreibt.
Der SSW will mehr Friesisch in Schulen und Kindergärten. Friesisch soll ein normales Schulfach sein. Lehrer für Friesisch sollen sicher eine Stelle bekommen. Das Lernmaterial soll kostenlos sein.
Auf Sylt und Föhr, auf Helgoland sowie im Norden des nordfriesischen Festlands soll Friesisch in allen Klassen und in den Kindergärten angeboten werden. An Grundschulen soll es reguläres Fach statt Arbeitsgemeinschaft sein. Wer das Lehramtsstudium mit Friesisch-Zertifikat abschließt, soll einen Referendariatsplatz in Nordfriesland oder auf Helgoland und danach eine Planstelle bekommen können, dazu eine Zulage wie für Lehrkräfte in wenig nachgefragten Regionen. Kostenloses, laufend aktualisiertes Material soll für jede Klassenstufe und Sprachform vorliegen, auch digital. Eine neue Einrichtung in Nordfriesland soll Lehrmaterial erstellen und Lehrkräfte sprachlich ausbilden, finanziert aus dem Landeshaushalt.
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„Wir wollen, dass das Schulfach Friesisch rechtlich anderen Sprachangeboten gleichgestellt und der Friesischunterricht an den Schulen Nordfrieslands und auf Helgoland ausgeweitet wird.“Einordnung
- Wirtschafteher mehr Staat
Jobgarantie, Zulagen, kostenloses Material und eine neue Einrichtung bedeuten zusätzliche öffentliche Ausgaben für Bildung.
- Gesellschafteher progressiv
Die Sprache einer Minderheit soll im öffentlichen Bildungswesen deutlich mehr Raum bekommen, was die kulturelle Vielfalt ausbaut.