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Was sagen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zur Bildung?

5 aktuelle Wahlprogramme in Nordrhein-Westfalen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 6 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Mehrgliedriges Schulsystem erhalten und ausbauen

Die AfD will die verschiedenen Schulformen erhalten und ausbauen und lehnt eine Entwicklung zu Einheitsschulen ab. In allen Schulen sollen Lerngruppen mit ähnlichem Leistungsstand gebildet werden. Haupt-, Real- und Sekundarschulen sollen gezielt auf die duale Berufsausbildung vorbereiten.

Die AfD will verschiedene Schul-Arten behalten. Sie will keine Schule für alle. Kinder mit ähnlicher Leistung sollen zusammen lernen. Die AfD will auch die Berufs-Ausbildung stärken. Schulen sollen besser auf eine Ausbildung vorbereiten.

Schreiben mit verbundener Handschrift lernen

Die AfD fordert, dass Kinder ab der ersten Klasse mit verbundener Handschrift und nach der Fibelmethode schreiben und lesen lernen. Diktate und Schreibübungen sollen wieder fester Teil des Deutschunterrichts sein. Das Programm sieht in einer guten Handschrift eine Voraussetzung für Schulerfolg.

Kinder sollen in der ersten Klasse Schreib-Schrift lernen. Sie sollen mit einer Fibel lernen. Eine Fibel ist ein Buch, das Buchstaben Schritt für Schritt einführt. Diktate sollen wieder fest zum Deutsch-Unterricht gehören.

Förderschulen erhalten, Inklusionspraxis stoppen

Die AfD will die bisherige Praxis der schulischen Inklusion beenden und die Förderschulen erhalten und ausbauen. Aus ihrer Sicht erfüllt Deutschland die Vorgaben der Vereinten Nationen zur Teilhabe an Bildung bereits durch das Förderschulsystem.

Förder-Schulen sind Schulen für Kinder mit besonderem Bedarf. Die AfD will diese Schulen behalten und ausbauen. Sie will den gemeinsamen Unterricht in der heutigen Form stoppen. Die AfD sagt: Förder-Schulen helfen diesen Kindern am besten.

Kleinere Klassen und besserer offener Ganztag

Die AfD will mehr Lehrkräfte für alle Schulformen einstellen und die Klassen mittelfristig auf 12 bis 20 Schüler verkleinern. Den offenen Ganztag will sie beibehalten und professionalisieren. Das Land soll sich maßgeblich an dessen Finanzierung beteiligen und die Personalkosten tragen.

Die AfD will kleinere Schul-Klassen. In einer Klasse sollen 12 bis 20 Kinder sein. Dafür soll es mehr Lehrer geben. Die Betreuung am Nachmittag soll bleiben und besser werden. Das Land soll das Personal dafür bezahlen.

Verbindliche Kleiderregeln, kein Kopftuch bis 14

Alle Schulen sollen sich nach dem Willen der AfD eine verbindliche Bekleidungsrichtlinie geben. Kopftücher bei Schülerinnen lehnt die Partei bis mindestens zum Alter von 14 Jahren ab. Sie begründet dies mit der Neutralität der Schule und einer professionellen Lernatmosphäre.

Jede Schule soll feste Regeln für Kleidung haben. Die Regeln gelten für alle an der Schule. Mädchen unter 14 Jahren sollen in der Schule kein Kopftuch tragen. Die AfD sagt: Die Schule soll neutral sein.

Bundeseinheitliche Abiturstandards und Propädeutikum

Die AfD fordert bundesweit einheitliche Standards für Aufgaben, Bewertung und Korrektur des Abiturs. Zusätzlich will sie an Gymnasien ein freiwilliges Propädeutikum als erweiterte Abiturprüfung einführen, das auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereitet.

Das Abitur soll in ganz Deutschland nach gleichen Regeln ablaufen. Das gilt für Aufgaben und Noten. Die AfD will außerdem eine freiwillige Zusatz-Prüfung am Gymnasium. Sie heißt Propädeutikum. Sie bereitet besonders gute Schüler auf das Studium vor.

Lehrer als fachliche und erzieherische Autorität

Die AfD will den lehrergeleiteten Plenumsunterricht wieder zum wesentlichen Teil des Lernens machen. Lehrkräfte sollen als fachliche und erzieherische Autorität gestärkt werden. Auffälligkeiten im Sozial- und Arbeitsverhalten sollen auf dem Zeugnis stehen.

Lehrer sollen den Unterricht wieder selbst leiten. Sie sollen vor der ganzen Klasse unterrichten. Die AfD will mehr Disziplin in der Schule. Im Zeugnis soll stehen, wie sich ein Schüler verhält und wie er arbeitet.

DITIB vom islamischen Religionsunterricht ausschließen

Die AfD will die Kommission für den islamischen Religionsunterricht nur mit Vertretern von Vereinigungen besetzen, die eine der europäischen Aufklärung verpflichtete Religionsauffassung haben. Organisationen, denen sie fundamentalistische Tendenzen zuschreibt, etwa DITIB, sollen ausgeschlossen werden.

In NRW gibt es eine Kommission für den islamischen Religions-Unterricht. Die AfD will dort nur bestimmte islamische Gruppen zulassen. Diese Gruppen sollen die Werte der Aufklärung teilen. Der Verband DITIB soll nicht mehr mitmachen dürfen.

Diplom, Magister und Staatsexamen wieder zulassen

Die AfD will an den Hochschulen in NRW Diplom, Magister und Staatsexamen neben Bachelor und Master wieder zulassen. Sie hält die Bologna-Reform für gescheitert. Auch die Lehrerausbildung soll umgebaut werden, mit Pädagogischen Hochschulen und einem zweijährigen Referendariat.

Früher gab es an Unis die Abschlüsse Diplom, Magister und Staats-Examen. Die AfD will diese Abschlüsse wieder erlauben. Bachelor und Master soll es weiter geben. Auch Lehrer sollen anders ausgebildet werden. Ihre praktische Ausbildung soll zwei Jahre dauern.

Forschungsfreiheit stärken, Akkreditierung zurückfahren

Die AfD will Lehrstühle unabhängiger von Drittmitteln machen und verlangt von den Hochschulleitungen, die freie Debatte an den Hochschulen zu sichern. Die Genehmigung von Studiengängen soll von privaten Akkreditierungsagenturen zurück an das Ministerium gehen, um Bürokratie abzubauen.

Forscher brauchen oft Geld von außen. Die AfD will, dass sie weniger davon abhängen. An Unis soll jeder seine Meinung sagen können. Studien-Gänge soll wieder das Ministerium genehmigen. Heute machen das private Firmen.

AfD: alle 10 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 11 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 1 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Berufliche Bildung und Weiterbildung ausbauen

Die CDU will Nordrhein-Westfalen zusammen mit Wirtschaft, Sozialpartnern und Kammern zum führenden Land der Berufsbildung machen. Für Beschäftigte, die der Strukturwandel besonders trifft, plant sie eine Offensive für Fort- und Weiterbildung.

Die CDU will die Ausbildung im Betrieb stärken. Sie soll so viel gelten wie ein Studium. Beschäftigte sollen leichter Neues lernen können. Das gilt vor allem dort, wo sich die Wirtschaft stark verändert.

Gegliedertes Schulsystem und Förderschulen erhalten

Die CDU will das gegliederte Schulsystem mit verschiedenen Schulformen beibehalten und die Förderschulen erhalten sowie nach Bedarf ausbauen. Zugleich sollen Lehrkräfte an Regelschulen mehr Hilfe für inklusiven Unterricht bekommen. Aus Sicht des Programms sichert diese Vielfalt Wahlfreiheit und fördert unterschiedliche Begabungen.

In Nordrhein-Westfalen gibt es verschiedene Schul-Arten. Die CDU will das so lassen. Auch Förder-Schulen sollen bleiben. Kinder mit Unterstützungs-Bedarf sollen auch an normalen Schulen lernen können. Die Lehrer dort sollen mehr Hilfe bekommen.

Talentschulen auf alle Brennpunktschulen ausweiten

Die CDU will alle Schulen in sozial schwierigen Lagen zu Talentschulen machen. Diese sollen mehr Personal und eine bessere Ausstattung bekommen. Lehrkräfte dort sollen für besondere Leistungen eine zusätzliche Vergütung erhalten.

Manche Schulen haben besonders viele Kinder mit schwierigen Bedingungen. Die CDU will alle diese Schulen zu Talent-Schulen machen. Talent-Schulen bekommen mehr Lehrer und bessere Räume. Lehrer dort sollen für besondere Leistungen mehr Geld bekommen.

Schulleitungsposten attraktiver machen

Die CDU will die Leitung von Schulen attraktiver gestalten. Schulleiterinnen und Schulleiter sollen weniger unterrichten müssen und Hilfe von Verwaltungsfachkräften bekommen. Das Programm wünscht sich mehr Managementfähigkeiten an der Schulspitze.

Schulen brauchen gute Leiterinnen und Leiter. Die CDU will diese Arbeit attraktiver machen. Schul-Leiter sollen weniger Unterricht geben müssen. Fachleute für Verwaltung sollen ihnen helfen. So sollen die Abläufe an Schulen besser werden.

Digitales Lernen und Endgeräte für alle Schulkinder

Die CDU will digitales Lernen im Präsenzunterricht ausbauen und jedes Kind mit einem eigenen digitalen Gerät ausstatten. Digitale Methoden sollen den Unterricht ergänzen, aber nicht ersetzen. Schulträger sollen dafür eine Digital-Pauschale erhalten.

Die CDU will mehr digitales Lernen in der Schule. Jedes Kind soll ein eigenes Gerät bekommen, zum Beispiel ein Tablet. Der normale Unterricht soll aber bleiben. Die Städte und Gemeinden sollen Geld für die Technik bekommen.

MINT-Unterricht stärken, Informatik zum Abiturfach machen

Die CDU will den Unterricht in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) stärken. Informatik soll ausgebaut und Abiturfach werden. Dafür sollen mehr MINT-Lehrkräfte ausgebildet werden.

Die CDU will mehr Unterricht in MINT-Fächern. MINT heißt: Mathematik, Informatik, Natur-Wissenschaften und Technik. Informatik soll ein Fach für das Abitur werden. Es soll mehr Lehrerinnen und Lehrer für diese Fächer geben.

Familiengrundschulen und Offenen Ganztag ausbauen

Die CDU will mehr Grundschulen zu Familienzentren entwickeln und den Offenen Ganztag weiter ausbauen. Sie begrüßt den Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz ab 2026, verlangt aber eine dauerhafte Beteiligung des Bundes an den Kosten. Ziel ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die CDU will mehr Ganztags-Plätze an Grundschulen. Ab 2026 haben Kinder ein Recht auf einen solchen Platz. Der Bund soll dafür dauerhaft mitbezahlen. Grundschulen sollen auch Orte für Beratung von Familien werden.

10.000 neue Lehrkräfte einstellen und Besoldung angleichen

Die CDU will binnen fünf Jahren 10.000 weitere Lehrkräfte einstellen. Die Besoldung für Lehrkräfte an Grundschulen und in der Sekundarstufe I soll an die der Sekundarstufe II angepasst werden. Multiprofessionelle Teams sollen Lehrkräfte entlasten.

Die CDU will 10.000 neue Lehrerinnen und Lehrer einstellen. Das soll in fünf Jahren geschehen. Lehrkräfte an Grundschulen sollen besser bezahlt werden. Andere Fachleute sollen an Schulen helfen, zum Beispiel Sozial-Arbeiter.

Lehrerausbildung und Fortbildung reformieren

Die CDU will das Lehrerausbildungsgesetz überprüfen und reformieren. Im Grundschullehramt sollen künftig nur noch zwei statt drei Pflichtfächer studiert werden. Fortbildungen für Lehrkräfte sollen ausgebaut werden, vor allem zu digitalen Themen.

Die CDU will die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern ändern. Wer Grundschul-Lehrer werden will, soll nur noch zwei Fächer studieren. Bisher sind es drei. Es soll auch mehr Fortbildungen für Lehrkräfte geben.

Religionsunterricht bewahren, Imame in NRW ausbilden

Die CDU hält am bekenntnisorientierten Religionsunterricht fest, der unter deutscher Schulaufsicht und auf Deutsch stattfindet. Sie will eine islamisch-theologische Fakultät in Münster fördern. Langfristig sollen Imame und islamische Religionslehrer in Nordrhein-Westfalen auf Deutsch ausgebildet werden.

Die CDU will den Religions-Unterricht an Schulen behalten. Er soll auf Deutsch sein. Der Staat soll ihn beaufsichtigen. In Münster soll eine Fakultät für islamische Theologie entstehen. Imame sollen künftig in Nordrhein-Westfalen ausgebildet werden.

Duale Ausbildung und Berufsorientierung stärken

Die CDU sieht berufliche und akademische Bildung als gleichwertig an und will die duale Ausbildung stärken. Schulabschlüsse der Sekundarstufe I sollen stärker auf die Berufsausbildung ausgerichtet werden. Berufsschulen sollen mehr Personal und modernisierte Gebäude erhalten.

Die CDU will die Berufs-Ausbildung stärken. Mehr junge Menschen sollen eine Ausbildung im Betrieb machen. Schülerinnen und Schüler sollen Praktika in Betrieben machen. Berufs-Schulen sollen mehr Lehrkräfte und bessere Gebäude bekommen.

Schulfinanzierung mit den Kommunen neu regeln

Die CDU will die Finanzierung der Schulen zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden neu ordnen. Zunächst soll eine Bestandsaufnahme der heutigen Schulfinanzierung erfolgen. Begründet wird das mit gewachsenen Ansprüchen, an die die Zuständigkeiten angepasst werden müssten.

Land und Gemeinden bezahlen die Schulen gemeinsam. Die CDU will diese Aufteilung besser regeln. Zuerst will sie prüfen, wie es heute läuft. Das will sie zusammen mit den Verbänden der Städte und Gemeinden tun.

Weiterbildung und Zweiten Bildungsweg stärken

Die CDU will Volkshochschulen und freie Weiterbildungseinrichtungen weiter stärken. Der Zweite Bildungsweg soll ausgebaut werden, damit Menschen Schulabschlüsse nachholen können. Auch wer in der Schule gescheitert ist, soll so Chancen auf Teilhabe und Aufstieg bekommen.

Die CDU will die Weiterbildung für Erwachsene stärken. Menschen sollen Schul-Abschlüsse später nachholen können. Es soll mehr Kurse zum Lesen und Schreiben geben. Auch ältere Menschen sollen mehr Angebote bekommen.

Ausgaben für kulturelle Bildung verdoppeln

Die CDU will doppelt so viel Geld für kulturelle Bildung ausgeben und Angebote für alle Altersgruppen von der Kita bis ins Seniorenalter erweitern. Musikschulen sollen mehr Landesgeld und damit mehr feste Stellen erhalten.

Die CDU will doppelt so viel Geld für kulturelle Bildung ausgeben. Das heißt zum Beispiel: Musik, Tanz und Kunst lernen. Es soll Angebote für Kinder und Erwachsene geben. Musikschulen sollen mehr feste Lehrkräfte bekommen.

Alle Kinder sollen sicher schwimmen lernen

Die CDU will erreichen, dass alle Kinder bis zum Ende der sechsten Klasse sicher schwimmen können. Sie begründet das mit der wachsenden Zahl von Kindern und Jugendlichen, die nicht schwimmen können.

Die CDU will: Jedes Kind soll schwimmen können. Das soll spätestens nach der 6. Klasse so sein. Dafür soll es mehr Schwimm-Lehrer geben. Auch mehr Becken zum Üben sind geplant.

Mehr Geld für Lehre und hybride Formate

Die CDU will die Landesmittel für eine bessere Lehre an den Hochschulen aufstocken. Digitale Lehrformen sollen dauerhaft mit der Präsenzlehre verbunden werden, wobei die Hochschulen Präsenzhochschulen bleiben sollen.

Die CDU will mehr Geld für den Unterricht an Hochschulen geben. Studierende sollen weiter vor Ort lernen. Dazu sollen digitale Angebote kommen. Beides zusammen nennt man hybride Lehre.

Wiedereinführung von Studienbeiträgen ausschließen

Die CDU erklärt die Debatte über Studienbeiträge für abgeschlossen. Sie sagt zu, solche Beiträge in Nordrhein-Westfalen nicht wieder einzuführen.

Studieren kostet in Nordrhein-Westfalen keine Gebühren. Die CDU will, dass das so bleibt. Sie will keine Studien-Gebühren wieder einführen.

BAföG reformieren und Studienberatung verbessern

Die CDU will beim Bund auf eine Reform des BAföG hinwirken, bei der das Einkommen der Eltern eine geringere Rolle spielt. Zugleich sollen bessere Beratung und gezielte Talentförderung dazu führen, dass mehr junge Menschen ihr Studium abschließen.

BAföG ist Geld vom Staat für Studierende. Heute hängt es stark vom Einkommen der Eltern ab. Die CDU will das ändern. Sie will auch die Beratung für Studierende besser machen.

Spitzenforschung mit Innovationsfonds stärken

Die CDU will die Spitzenforschung und ihre Einrichtungen ausbauen, damit Nordrhein-Westfalen als Wissenschaftsstandort bundesweit vorn liegt. Ein neuer Innovationsfonds mit zusätzlich 100 Millionen Euro soll neue wissenschaftliche Schwerpunkte anstoßen.

Die CDU will die Forschung im Land stärken. Dafür soll es einen neuen Fonds geben. Ein Fonds ist ein Geldtopf. In dem Topf sollen 100 Millionen Euro sein.

Landesweite CampusApp für Studierende einführen

Die CDU will die Digitalisierung an den Hochschulen fortsetzen und eine einheitliche CampusApp für das ganze Land anbieten. Sie soll als digitaler Studierendenausweis dienen und Dienste des Hochschulalltags bündeln.

Die CDU will eine App für alle Studierenden im Land. Die App soll der Ausweis für Studierende sein. Man soll damit in der Mensa bezahlen können. Auch das Ticket für Bus und Bahn soll in der App sein.

Hochschulgebäude sanieren und Studierendenwohnungen bauen

Die CDU will den Investitionsstau an den Hochschulen weiter abbauen und dafür ein Sanierungsprogramm starten. Außerdem soll mehr bezahlbarer Wohnraum für Studentinnen und Studenten entstehen.

Viele Gebäude von Hochschulen sind alt. Die CDU will sie reparieren und erneuern. Sie will auch mehr günstige Wohnungen für Studierende schaffen.

CDU: alle 21 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 20 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 17 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Sprachförderung und plusKITAS stärken

Die FDP will die Sprachförderung in der frühkindlichen Bildung ausbauen und dafür ein Landesinstitut für frühkindliche Sprachbildung gründen. Sprachrückstände aus der Corona-Zeit sollen erfasst und ausgeglichen werden. Die plusKITAS, die Kinder aus sozial schwierigem Umfeld fördern, sollen deutlich gestärkt werden.

Kinder sollen früh gut sprechen lernen. Die FDP will dafür ein neues Institut des Landes gründen. Viele Kinder haben wegen Corona weniger gelernt. Das will die FDP mit Sprach-Förderung ausgleichen. Besondere Kitas für benachteiligte Kinder sollen mehr Hilfe bekommen.

MINT- und Digitalbildung in Kitas stärken

Die FDP will Kinder schon in der Kita an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik heranführen und ihnen erste Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien vermitteln. Ein digitaler Kita-Bonus soll Geräte und Fortbildungen fördern. Für Erzieherinnen und Erzieher soll es ein Fortbildungskonzept für einfache Experimente geben.

Kinder sollen schon in der Kita forschen und experimentieren. Sie sollen auch lernen, gut mit digitalen Medien umzugehen. Die FDP will Geld für Geräte und Fortbildungen geben. Jede Erzieherin und jeder Erzieher soll ein digitales Gerät haben.

Landesweites Schülerstipendium und Talentscouts ausbauen

Die FDP will innerhalb von fünf Jahren ein landesweites Stipendium für mindestens 100.000 Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen auflegen. Talentscouts der Hochschulen sollen diese Jugendlichen finden, beraten und begleiten. Die Talentförderung soll dauerhaft finanziert und gesetzlich abgesichert werden.

Die FDP will ein Stipendium für mindestens 100.000 Schülerinnen und Schüler. Ein Stipendium ist eine Förderung für begabte junge Leute. Talentscouts sollen diese Jugendlichen finden und beraten. Die Herkunft soll dabei keine Rolle spielen.

Talentschulen auf 1.000 Standorte ausweiten

Die FDP will das Modell der Talentschulen aus dem Schulversuch herauslösen und landesweit auf 1.000 Schulen ausdehnen. Bildungschancen sollen nach dem Programm weder vom Einkommen der Eltern noch vom Wohnviertel abhängen.

Die FDP will viel mehr Talent-Schulen. Talent-Schulen bekommen besondere Hilfe in schwierigen Stadtteilen. Es soll 1.000 davon im ganzen Land geben. Kinder sollen gute Chancen haben, egal wo sie wohnen.

Mehrgliedriges Schulsystem und Schulvielfalt sichern

Die FDP will das gegliederte Schulsystem mit seinen verschiedenen Schulformen sowie öffentlichen und freien Trägern erhalten. Debatten über die Abschaffung einzelner Schulformen lehnt sie ab; zugleich sollen die Schulformen gleich behandelt werden.

In Nordrhein-Westfalen gibt es viele Arten von Schulen. Die FDP will, dass das so bleibt. Keine Schulart soll abgeschafft werden. Alle Schularten sollen gleich gut behandelt werden.

Grundschulen mit mehr Personal stärken

Die FDP will die Grundschulen über den Masterplan Grundschule weiter stärken, mit Schwerpunkt auf Lesen, Rechnen und Schreiben. Dazu sollen 3.000 sozialpädagogische Fachkräfte bereitstehen und der Lehrermangel binnen fünf Jahren durch mehr Studienplätze behoben werden.

Die FDP will die Grund-Schulen stärken. Kinder sollen dort vor allem Lesen, Rechnen und Schreiben lernen. Jede Grund-Schule soll eine zusätzliche Fachkraft für Sozial-Pädagogik bekommen. Es soll mehr Studien-Plätze für Grund-Schul-Lehrer geben.

Offenen Ganztag ausbauen und Standards festlegen

Die FDP will den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung umsetzen und dafür mindestens 200.000 weitere Plätze schaffen. Verbindliche Qualitätsstandards sollen landesweit gelten, und der Bund soll die Finanzierung dauerhaft mittragen.

Die FDP will mehr Plätze für die Betreuung am Nachmittag. Es sollen mindestens 200.000 neue Plätze entstehen. Für alle Angebote sollen feste Regeln zur Qualität gelten. Der Bund soll dauerhaft Geld dazugeben.

Mittlere Schulabschlüsse und Berufsorientierung stärken

Die FDP will Haupt-, Real- und Sekundarschulen mit einer Qualitätsoffensive und einem Sonderinvestitionsprogramm fördern. Mittlere Abschlüsse sollen aufgewertet und die Berufsorientierung verbessert werden, um den Fachkräftenachwuchs zu sichern.

Die FDP will Haupt-Schulen, Real-Schulen und Sekundar-Schulen stärken. Sie sollen mehr Personal und bessere Ausstattung bekommen. Schüler sollen schon in der Schulzeit Berufe praktisch kennenlernen. Eine Ausbildung soll so viel gelten wie ein Studium.

Wirtschaft, Informatik und Abitur reformieren

Die FDP will die ökonomische Bildung ausbauen und Wirtschaft überall als Leistungskurs anbieten. Informatik soll im Abitur den Naturwissenschaften gleichgestellt werden, und in den Kernfächern soll ein bundesweit vergleichbares „Deutschland-Abitur“ entstehen.

Die FDP will mehr Wirtschaft im Unterricht. Schüler sollen auch etwas über Aktien lernen. Informatik soll im Abitur leichter wählbar sein. Das Abitur soll in ganz Deutschland vergleichbar sein.

Begabte Schülerinnen und Schüler fördern

Die FDP will zusätzliche Angebote für begabte Schülerinnen und Schüler schaffen. Dazu gehören das gruppenweise Überspringen einer Klasse auch an Gesamtschulen und eine engere Zusammenarbeit von Schulen und Hochschulen.

Die FDP will begabte Kinder besser fördern. Gruppen von Schülern sollen auch an Gesamt-Schulen eine Klasse überspringen können. Schulen und Hochschulen sollen mehr zusammenarbeiten. Es soll mehr Angebote wie die Schüler-Uni geben.

Inklusion ausbauen und Förderschulen erhalten

Die FDP will das gemeinsame Lernen an Regelschulen schrittweise ausbauen und zugleich die Förderschulen erhalten. Eltern sollen frei entscheiden, an welchem Ort ihr Kind mit Förderbedarf lernt; beide Wege gelten dem Programm als gleichwertig.

Kinder mit Förder-Bedarf können an Regel-Schulen oder an Förder-Schulen lernen. Die FDP will beide Wege stärken. Die Eltern sollen entscheiden, welche Schule ihr Kind besucht. Dafür soll es mehr Fachleute und Beratung geben.

Corona-Folgen aufholen, Bildungsgutscheine weiterentwickeln

Die FDP will am Präsenzunterricht festhalten und bei Kindern und Jugendlichen sowohl Lernrückstände als auch seelische Belastungen aufarbeiten, die durch die Pandemie entstanden sind. Bildungsgutscheine sollen beibehalten werden, um die Schulfinanzierung schrittweise stärker an der einzelnen Person auszurichten.

Die FDP will, dass Schulen offen bleiben. Kinder sollen verpassten Stoff nachholen können. Auch seelische Folgen der Corona-Zeit sollen beachtet werden. Die FDP will weiter Bildungs-Gutscheine einsetzen. Mit einem Bildungs-Gutschein bekommt ein Kind Geld für zusätzliche Förderung.

Offensive gegen Mobbing an Schulen starten

Die FDP will mit einer Offensive gegen Mobbing Kinder und Jugendliche besser schützen und Anlaufstellen für Betroffene schaffen. Angehende Lehrkräfte sollen verpflichtend in Prävention geschult werden.

Viele Schüler werden in der Schule gemobbt. Die FDP will sie besser schützen. Betroffene sollen Stellen finden, die ihnen helfen. Neue Lehrer sollen lernen, wie man mit Mobbing und Gewalt umgeht.

Lehrkräftemangel beheben, Zulassungsbeschränkungen im Lehramt abschaffen

Die FDP will den Mangel an Lehrkräften dauerhaft beheben, um kleinere Klassen in allen Schulformen zu ermöglichen. Dazu sollen mehr Studienplätze entstehen und die Zulassungsbeschränkungen für alle Lehramtsstudiengänge entfallen.

Es fehlen Lehrer, vor allem an Grund-Schulen. Die FDP will mehr Studien-Plätze für das Lehramt. Jeder, der Lehrer werden will, soll einen Studien-Platz bekommen. Dann können die Klassen kleiner werden.

Schulen digital ausstatten, Endgeräte für alle

Die FDP will jede Schule mit schnellem Internet, WLAN und aktueller Technik versorgen und allen Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ein eigenes Gerät bereitstellen. Digitales Lernen soll in allen Fächern verankert werden, beginnend mit Programmieren in der Grundschule.

Die FDP will, dass alle Schulen schnelles Internet haben. Jeder Schüler soll ein eigenes Gerät wie ein Tablet bekommen. Die Eltern zahlen einen kleinen Teil. Wer wenig Geld hat, zahlt nichts. Kinder sollen schon in der Grund-Schule Programmieren lernen.

Investitionsprogramm „Gute Schule 2030“ auflegen

Die FDP will mit einem neuen Investitionsprogramm den Sanierungs- und Baustau an Schulen abbauen. Private Schulträger sollen für zusätzlichen Raumbedarf durch die Rückkehr zu G9 ebenso entschädigt werden wie öffentliche.

Viele Schul-Gebäude sind alt. Die FDP will ein neues Programm für den Schul-Bau starten. Es heißt Gute Schule 2030. Auch private Schulen sollen Geld für neue Räume bekommen.

Bildungsfinanzierung mit Bund und Kommunen neu ordnen

Die FDP strebt eine neue Vereinbarung mit Bund und Kommunen an, die Zuständigkeiten in der Bildung klar regelt. Der Bund soll sich stärker an den Kosten beteiligen.

Bund, Land und Städte zahlen gemeinsam für Schulen. Die FDP will neu regeln, wer wofür zuständig ist. Der Bund soll mehr Geld für Bildung geben.

Multiprofessionelle Teams an Schulen fest verankern

Die FDP will Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und weitere Fachkräfte neben den Lehrkräften dauerhaft an den Schulen etablieren. Auch die Schulverwaltung soll gestärkt werden, damit Lehrkräfte mehr Zeit für den Unterricht haben.

An Schulen arbeiten nicht nur Lehrer. Es gibt auch Sozial-Arbeiter und Psychologen. Die FDP will mehr von diesen Fachleuten einstellen. Auch die Schul-Büros sollen mehr Hilfe bekommen. So haben Lehrer mehr Zeit für den Unterricht.

Lehramtsstudium praxisnäher gestalten

Die FDP will mehr Praxisphasen im Lehramtsstudium, darunter ein Praxissemester schon im Bachelor, und eine Aufwandsentschädigung dafür. So sollen weniger Studierende abbrechen oder den Schuldienst meiden.

Wer Lehrer werden will, soll früher in der Schule üben. Schon im ersten Teil des Studiums soll es ein Praxis-Semester geben. Dafür sollen die Studenten Geld bekommen. Die FDP will, dass mehr Studenten später wirklich Lehrer werden.

Fortbildung für Lehrkräfte verpflichtend machen

Die FDP will Lehrkräfte zu Fortbildungen in einem festen jährlichen Stundenumfang verpflichten. Das Angebot soll landesweit gesteuert, digital ergänzt und für private Anbieter geöffnet werden.

Lehrer sollen sich jedes Jahr weiterbilden müssen. Dafür soll es eine feste Zahl von Stunden geben. Es soll mehr Kurse im Internet geben. Auch private Anbieter sollen Kurse für Lehrer machen dürfen.

Einheitliche Einstiegsbesoldung für alle Lehrämter

Die FDP will, dass Lehrkräfte aller Lehrämter beim Einstieg gleich bezahlt werden, weil sie die Ausbildungen als gleichwertig ansieht. Kettenbefristungen im Schuldienst sollen zurückgehen und möglichst enden.

Lehrer an verschiedenen Schul-Arten verdienen heute unterschiedlich. Die FDP will, dass alle beim Berufs-Start gleich viel bekommen. Lehrer sollen seltener nur befristete Verträge haben. Das soll auch für Seiten-Einsteiger gelten.

Praxislehrer und flexible Lehrerlaufbahnen ermöglichen

Die FDP will die Lehrerlaufbahn flexibler gestalten, sodass Menschen aus anderen Berufen als „Praxislehrer“ unterrichten können. Umgekehrt sollen ausgebildete Lehrkräfte leichter befristet aussteigen und später zurückkehren können.

Menschen aus anderen Berufen sollen an Schulen unterrichten können. Die FDP nennt sie Praxis-Lehrer. Lehrer sollen auch für eine Zeit etwas anderes arbeiten dürfen. Danach können sie in die Schule zurückkommen.

Schulen mehr Eigenständigkeit geben

Die FDP will, dass Schulen stärker selbst über Pädagogik, Personal und Geld entscheiden. Das Land soll sich auf landesweite Standards, die personelle Grundausstattung und Fortbildungen für Lehrkräfte konzentrieren. Das Programm verweist auf die PISA-Studie, nach der Kinder an Schulen mit mehr Entscheidungsfreiheit besser abschneiden.

Die FDP will den Schulen mehr Freiheit geben. Schulen sollen selbst über Unterricht, Personal und Geld entscheiden. Das Land soll nur wichtige Regeln für alle festlegen. Die FDP sagt: Kinder lernen an freien Schulen besser.

Ferienregelung der Länder flexibler machen

Die FDP will in der Kultusministerkonferenz erreichen, dass die Länder ihr Schuljahr freier gestalten können und die Ferientermine rollierend vergeben werden. Nordrhein-Westfalen soll später in die Sommerferien starten und dauerhaft Pfingstferien bekommen können. Aus Sicht des Programms ist das Land bisher benachteiligt.

Die Bundes-Länder legen die Ferien gemeinsam fest. Die FDP will diese Regeln ändern. Die Sommer-Ferien in Nordrhein-Westfalen sollen später anfangen können. Dann sind auch Pfingst-Ferien möglich. Die FDP findet: Das Land ist bisher im Nachteil.

Schüleraustausch und Schulpartnerschaften ausbauen

Die FDP will europäische und internationale Schüleraustausche und Schulpartnerschaften weiter unterstützen. Ein Stipendienwettbewerb soll dafür sorgen, dass die Teilnahme nicht vom Einkommen der Eltern abhängt.

Schüler sollen andere Länder kennenlernen können. Die FDP will Austausch und Partnerschaften zwischen Schulen unterstützen. Es soll Stipendien geben. Ein Stipendium ist Geld für die Teilnahme. So können auch Kinder aus ärmeren Familien mitmachen.

Einstieg in die Ausbildung erleichtern

Die FDP will den Weg in eine Ausbildung mit modularen Ausbildungen, Teilqualifikationen und mehr Teilzeitausbildungen erleichtern. Die Berufsorientierung soll jugendgerechter werden, und offene Stellen sollen besser mit Bewerbern zusammengebracht werden.

Die FDP will, dass mehr junge Menschen eine Ausbildung anfangen. Ausbildungen sollen in Teilen oder in Teilzeit möglich sein. Die Berufs-Beratung in der Schule soll mehr Lust auf Berufe machen. Freie Stellen und Bewerber sollen besser zusammenfinden.

Schulgeld für alle Ausbildungsberufe abschaffen

Die FDP will das Schulgeld in allen Ausbildungsberufen abschaffen, nachdem es in mehreren Gesundheitsberufen bereits entfallen ist. Jede Erstausbildung soll ohne finanzielle Belastung möglich sein. Zudem soll die Förderung von Weiterbildung und Meisterqualifikation wachsen.

Manche Ausbildungen kosten Schulgeld. Die FDP will das Schulgeld für alle Ausbildungen abschaffen. Die erste Ausbildung soll nichts kosten. Auch für Weiterbildung soll es mehr Hilfe geben.

Berufliche Bildung aufwerten und digitalisieren

Die FDP will die berufliche Bildung mit einer Exzellenzinitiative, digitalen Angeboten und Begabtenförderung stärken und der akademischen Bildung gleichstellen. Geplant ist unter anderem ein rein digitales Fern-Ausbildungszentrum. Wechsel zwischen Berufsbildung und Hochschule sollen leichter werden.

Die FDP will die Berufs-Ausbildung besser machen. Eine Ausbildung soll so viel zählen wie ein Studium. Es soll ein digitales Zentrum für die Berufs-Schule geben. Dann kann man von überall lernen. Der Wechsel zwischen Ausbildung und Hochschule soll leichter werden.

Digitale Lehre verstetigen, Digitaluniversität einrichten

Die FDP will digitale Formate, die sich an Hochschulen in der Pandemie bewährt haben, dauerhaft und rechtssicher verankern; Präsenzlehre soll daneben bestehen bleiben. Zusätzlich soll eine Digitaluniversität vor allem Menschen mit Berufsabschluss und nicht-traditionelle Studierende erreichen.

In der Corona-Zeit haben Hochschulen viel digital gemacht. Die FDP will das Gute davon behalten. Unterricht vor Ort soll es weiter geben. Außerdem soll es eine Digital-Universität geben. Sie soll auch Menschen mit Beruf erreichen.

Studienstart erleichtern, BAföG digitalisieren

Die FDP will den Übergang von der Schule ins Studium erleichtern und finanzielle wie psychologische Hürden abbauen. BAföG soll vollständig digital beantragt und bearbeitet werden. Auch für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit sollen Hürden sinken.

Die FDP will den Start ins Studium leichter machen. Den BAföG-Antrag soll man ganz digital stellen können. BAföG ist Geld vom Staat für Studierende. Auch Menschen mit Behinderung sollen leichter studieren können.

Pflichtmitgliedschaft in der Studierendenschaft beenden

Die FDP will die verfasste Studierendenschaft in eine freiwillige umwandeln. Studierende sollen nicht mehr automatisch mit der Einschreibung Mitglied werden, sondern nur, wenn sie aktiv beitreten. Das Programm begründet dies mit mehr Mitbestimmung und Kontrolle über die eigenen Studienkosten.

Heute sind Studierende automatisch Mitglied der Studierendenschaft. Das ist die Vertretung der Studierenden. Die FDP will das ändern. Studierende sollen selbst entscheiden, ob sie Mitglied werden. So bestimmen sie auch mit über ihre Kosten.

Wissenstransfer und Schlüsseltechnologien fördern

Die FDP will Grundlagenforschung, angewandte Forschung und den Transfer in Wirtschaft und Gesellschaft voranbringen. Eine unabhängige Einrichtung soll den Wissenstransfer systematisch fördern. Mehr Professuren sollen Schlüsseltechnologien erforschen, damit das Land als Forschungsstandort international an der Spitze steht.

Die FDP will die Forschung im Land stärken. Wissen aus Hochschulen soll schneller in Firmen und in die Gesellschaft kommen. Dafür soll es eine eigene Einrichtung geben. Es soll mehr Professuren für wichtige neue Techniken geben.

Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft verbessern

Die FDP will für Daueraufgaben an Hochschulen mehr unbefristete Stellen schaffen, hält Befristungen in der Qualifizierungsphase aber für sinnvoll. Aufstiegsbarrieren für Frauen sollen ohne weitere Quoten abgebaut werden. Kinderbetreuung und das Tenure-Track-Programm sollen ausgebaut werden.

Die FDP will mehr feste Stellen an Hochschulen. Junge Forschende sollen aber weiter befristete Stellen haben können. Frauen sollen die gleichen Chancen beim Aufstieg haben. Neue Quoten will die FDP dafür nicht. Es soll mehr Kinder-Betreuung an Hochschulen geben.

Hochschulen zu Orten der Weiterbildung machen

Die FDP will die wissenschaftliche Weiterbildung ausbauen und Hochschulen für Berufstätige öffnen. Digitale Lehrformate sollen anerkannt und ausgebaut werden, und ein Weiterbildungsfonds soll erprobt werden. Ziel sind mehr Durchlässigkeit im Bildungssystem und lebensbegleitendes Lernen.

Die FDP will, dass Menschen ihr Leben lang lernen können. Hochschulen sollen auch Kurse für Berufstätige anbieten. Online-Kurse sollen anerkannt werden. Ein neuer Fonds soll die Weiterbildung bezahlen helfen. Ein Fonds ist ein Geld-Topf.

Kooperationen bei Eingriff in Wissenschaftsfreiheit beenden

Die FDP will, dass Hochschulen externe Kooperationen beenden müssen, wenn diese die Wissenschaftsfreiheit einschränken. Die Zusammenarbeit mit den chinesischen Konfuzius-Instituten in Nordrhein-Westfalen soll daraufhin kritisch überprüft werden.

Forschung soll frei sein. Manche Partner von Hochschulen schränken diese Freiheit ein. Dann sollen die Hochschulen die Zusammenarbeit beenden müssen. Die FDP will die chinesischen Konfuzius-Institute im Land genau prüfen.

Hochschulbau mit einer Agenda beschleunigen

Die FDP will mit einer „Agenda Hochschulbau“ Investitionen an Hochschulen erleichtern und den Sanierungsstau schneller abbauen. Dazu soll die Aufgabenverteilung zwischen Behörden, Ministerien und Hochschulen neu geordnet werden, die das Programm als investitionshemmend ansieht.

Viele Gebäude von Hochschulen sind alt und kaputt. Die FDP will, dass schneller gebaut und repariert wird. Dafür sollen die Aufgaben der Ämter neu verteilt werden. Auch leere Häuser in Innenstädten können Hochschulen nutzen.

Weiterbildung vernetzen und online buchbar machen

Die FDP will Weiterbildungsangebote verschiedener Träger zusammenführen und auf einer gemeinsamen Online-Plattform buchbar machen. Ein einheitlicher Zertifizierungsrahmen soll Qualität und Vergleichbarkeit sichern. Lebenslanges Lernen gilt dem Programm als Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und freie Meinungsbildung.

Die FDP will Weiterbildung einfacher machen. Alle Kurse sollen auf einer Internet-Seite stehen. Dort kann man sie auch buchen. Ein einheitliches Zeugnis-System soll die Kurse vergleichbar machen.

Praktische Philosophie als Alternative zu Religion anbieten

Die FDP will, dass alle öffentlichen Schulen langfristig Praktische Philosophie als Wahlfach neben dem Religionsunterricht anbieten. Im Fach Religion sollen der Vergleich der Religionen und die Wertevermittlung mehr Raum bekommen, um Toleranz zu fördern.

Die FDP will an allen Schulen das Fach Praktische Philosophie. Schüler können es statt Religion wählen. Im Fach Religion sollen Schüler mehr über andere Religionen lernen. Jeder Schüler soll eine Kirche, eine Moschee und eine Synagoge besuchen.

Gedenkstättenbesuche für alle Schüler verpflichtend machen

Die FDP will, dass jede Schülerin und jeder Schüler während der Schulzeit eine NS-Gedenkstätte und eine Gedenkstätte zum DDR-Unrecht besucht. Aus Sicht der Partei ist Antisemitismus häufig ein Bildungsproblem, dem solche Besuche besonders wirksam begegnen.

Alle Schüler sollen Gedenkstätten besuchen. Das soll Pflicht sein. Eine Gedenkstätte soll an die Nazi-Zeit erinnern. Eine andere soll an das Unrecht in der DDR erinnern.

Kulturgarantie für jedes Schulkind einführen

Die FDP will kulturelle Bildung ausbauen und bestehende Projekte wie JeKits zu einem sogenannten 3K-Programm erweitern. Jedes Kind soll in seiner Schulzeit mindestens drei Kulturangebote besuchen. Die Partei sieht kulturelle Bildung als Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe.

Die FDP will, dass jedes Kind Kunst und Kultur erlebt. Jedes Kind soll in der Schulzeit mindestens drei Kultur-Angebote besuchen. Das kann zum Beispiel ein Theater oder ein Museum sein. Das soll für alle Schulformen gelten.

Landesstiftung für politisch verfolgte Studierende gründen

Die FDP will eine Landesstiftung schaffen, die politisch verfolgten Studierenden aus dem Ausland ein Studium in Nordrhein-Westfalen ermöglicht. Sie sollen dafür ein umfassendes Stipendium erhalten.

In manchen Ländern dürfen junge Menschen wegen ihrer Meinung nicht studieren. Die FDP will diesen Menschen helfen. Eine Stiftung des Landes soll ihnen Geld geben. Dann können sie in NRW studieren.

Jurastudium modernisieren und Bachelor ermöglichen

Die FDP will das Jurastudium in NRW attraktiver machen und die Zahl der Studienabbrüche senken. Studierende sollen neben dem ersten Staatsexamen auch einen Bachelor of Laws erwerben können. Die beiden Staatsexamen bleiben Voraussetzung für das Richteramt.

Die FDP will das Jura-Studium in NRW verbessern. Weniger Studierende sollen das Studium abbrechen. Man soll im Studium auch einen Bachelor-Abschluss machen können. Die zwei Staats-Prüfungen bleiben bestehen.

FDP: alle 42 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 19 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 17 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 9 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 3 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 1 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Bildung für nachhaltige Entwicklung überall verankern

Die Grünen wollen Bildung für nachhaltige Entwicklung in sämtlichen Bildungsbereichen fest etablieren, von der Kita bis zur Senioren-Uni. Mehr Menschen sollen so Wissen über Umwelt-, Natur- und Klimaschutz erwerben.

Die Grünen wollen, dass alle Menschen mehr über Natur und Klima lernen. Das Thema soll in Kitas, Schulen und Unis vorkommen. Auch ältere Menschen sollen dazu lernen können. Dafür soll es ein Netzwerk im ganzen Land geben.

Fachkräfteoffensive für das Handwerk starten

Die Grünen wollen zusammen mit Innungen und Kammern mehr Menschen für das Handwerk gewinnen. Die Offensive umfasst eine stärkere duale Ausbildung, neue Zielgruppen, bessere Aufstiegswege und leichteren Zugang für Fachkräfte aus dem Ausland. Hintergrund ist, dass viele Meister und Gesellen bald in den Ruhestand gehen.

Das Handwerk braucht mehr junge Leute. Die Grünen wollen die Ausbildung besser machen. Azubis sollen günstiger Bus und Bahn fahren und Wohnheime bekommen. Die Meister-Ausbildung soll der Staat bezahlen wie ein Studium. Handwerker aus dem Ausland sollen leichter hier arbeiten können.

Qualifizierungsoffensive starten, Ausbildungsgebühren abschaffen

Die Grünen wollen dem Fachkräftemangel mit einer breiten Qualifizierungsoffensive begegnen. Gebühren für Berufsausbildung und Meisterbrief sollen erst sinken und dann nach und nach entfallen. Hürden für bisher wenig erreichte Gruppen sollen abgebaut werden, mit besonderem Blick auf Asylbewerber.

In vielen Berufen fehlen Fachkräfte. Die Grünen wollen mehr Menschen ausbilden. Ausbildung und Meisterbrief sollen nach und nach nichts mehr kosten. Auch Asyl-Bewerber sollen früh eine Ausbildung machen können. Abschlüsse aus dem Ausland sollen leichter gelten.

Kita-Plätze ausbauen und Personalschlüssel neu regeln

Die Grünen wollen jedem Kind ab dem ersten Lebensjahr einen guten Platz in Kita oder Kindertagespflege anbieten. Dafür sollen das Angebot ausgebaut und der Personalbedarf nach wissenschaftlichen Standards neu berechnet werden.

Jedes Kind ab einem Jahr soll einen guten Platz in der Kita bekommen. Dafür wollen die Grünen mehr Plätze schaffen. Sie wollen neu festlegen, wie viele Kinder eine Fachkraft betreut. Zusätzliche Kräfte sollen bei Büro-Arbeit und Küche helfen.

Kita-Mittagessen beitragsfrei machen, Qualität stärken

Die Grünen wollen das Mittagessen in Kitas und Kindertagespflege beitragsfrei stellen und die Qualität der frühkindlichen Bildung verbessern. Einrichtungen in benachteiligtem Umfeld sollen besonders gefördert werden, damit Bildungschancen von Beginn an fairer verteilt sind.

Das Mittagessen in der Kita soll für Eltern nichts mehr kosten. Kitas in ärmeren Vierteln sollen mehr Hilfe bekommen. Kinder sollen in der Kita mitbestimmen können. Die Grünen wollen auch Sprache, Bewegung und gesundes Essen stärker fördern.

Mehr Fachkräfte für Kitas gewinnen

Die Grünen wollen deutlich mehr Erzieherinnen und Erzieher gewinnen, indem Ausbildungs- und Studienplätze ausgebaut und neue Zugänge zum Beruf geöffnet werden. Arbeitsbedingungen und Bezahlung sollen die Verantwortung des Berufs widerspiegeln.

In Kitas fehlen Fachkräfte. Die Grünen wollen mehr Menschen für den Beruf ausbilden. Auch Menschen aus anderen Berufen sollen leichter in der Kita arbeiten können. Mehr Männer sollen Erzieher werden. Kitas, die ausbilden, sollen mehr Geld bekommen.

Kommunen bei Schulsanierung finanziell unterstützen

Die Grünen wollen Städten und Gemeinden helfen, ihre Schulgebäude zu sanieren und zu modernisieren. Das Land soll dabei nicht nur Kredite bereitstellen, sondern sich auch an deren Rückzahlung beteiligen. Zudem soll die Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Bildung für Investitionen und zusätzliches Personal genutzt werden.

Viele Schulgebäude müssen repariert werden. Die Grünen wollen den Städten und Gemeinden dabei helfen. Das Land soll auch beim Zurückzahlen der Kredite helfen. Bund und Land sollen bei den Schulen mehr zusammenarbeiten.

Schulen mehr pädagogische Freiheit geben

Die Grünen wollen den Schulen mehr Spielraum bei der Gestaltung des Unterrichts einräumen. Dazu gehören Projektlernen, Alternativen zu Noten und mehr eigene Entscheidungen beim Personal. Begründet wird das damit, dass die Schulen die Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler am besten kennen.

Schulen sollen mehr selbst entscheiden dürfen. Sie sollen zum Beispiel mehr in Projekten unterrichten können. Sie sollen auch andere Bewertungen als Noten nutzen dürfen. Die Grünen sagen: Schulen wissen selbst, was ihre Kinder brauchen.

Alle Schulen digital ausstatten

Die Grünen wollen, dass digitales Lernen an allen Schulen in NRW alltäglich wird. Dafür sollen alle Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte mobile Geräte bekommen. Eine Fortbildungsoffensive über fünf Jahre soll das Schulpersonal auf neue Medien vorbereiten.

Alle Schüler und Lehrer sollen ein tragbares Gerät bekommen, zum Beispiel ein Tablet. Das Lernen mit digitalen Medien soll überall normal werden. Die Lehrer sollen dafür Schulungen bekommen. Diese Schulungen sollen fünf Jahre lang laufen.

Politische Bildung und Nachhaltigkeit im Unterricht stärken

Die Grünen wollen an Schulen mehr Gewicht auf Politik, Sozialwissenschaften und Gesellschaft legen. Hinzu kommen Schwerpunkte bei Bildung für nachhaltige Entwicklung und Antidiskriminierung. Aus Sicht des Programms soll Schule so Demokratie stärken und zum Schutz von Umwelt und Klima beitragen.

In der Schule soll es mehr um Politik und Gesellschaft gehen. Kinder sollen auch mehr über Umwelt und Nachhaltigkeit lernen. Die Grünen wollen damit die Demokratie stärken. Auch Sprachen und Schüler-Austausch wollen sie fördern.

Mehr Personal und gleiche Besoldung für Lehrkräfte

Die Grünen wollen den Lehrkräftemangel mit einer Reform der Ausbildung, mehr Qualifizierungswegen und zusätzlichen Berufsgruppen an Schulen angehen. Alle Lehrämter sollen mit der Besoldungsstufe A13 einsteigen. Lehrkräfte sollen weniger Verwaltungsarbeit haben, damit mehr Zeit für den Unterricht bleibt.

An vielen Schulen fehlen Lehrer. Die Grünen wollen die Ausbildung für Lehrer ändern. An Schulen sollen auch andere Fachleute arbeiten, zum Beispiel Sozial-Arbeiter. Alle Lehrer sollen am Anfang gleich viel verdienen.

Ganztag ausbauen und Finanzierung verdoppeln

Die Grünen wollen 200.000 zusätzliche Ganztagsplätze schaffen und die Finanzierung je Platz auf 4.000 Euro verdoppeln. So soll NRW auf den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch in der Grundschule vorbereitet sein. Außerdem soll verbindlich festgelegt werden, welche Qualität der Ganztag haben muss.

In NRW gibt es zu wenige Ganztags-Plätze an Grundschulen. Die Grünen wollen 200.000 neue Plätze schaffen. Für jeden Platz soll es doppelt so viel Geld geben wie bisher. Ab 2026 haben Kinder ein Recht auf einen Platz.

Bildung schrittweise beitragsfrei machen

Die Grünen nennen als Ziel, dass Bildung für alle beitragsfrei wird. Als Zwischenschritt sollen landesweit gleiche, sozial gestaffelte Elternbeiträge für Kitas, Tagespflege und offenen Ganztag gelten, mit Befreiung für Geringverdienende. Die Lernmittelfreiheit soll auch digitale Lernmittel umfassen.

Bildung soll später für alle kostenlos sein. Zuerst sollen die Eltern-Beiträge in ganz NRW gleich geregelt werden. Wer wenig verdient, soll nichts zahlen. Auch digitale Lern-Mittel sollen kostenlos sein.

Schulmittel nach Sozialindex verteilen

Die Grünen wollen Geld und Stellen für Schulen künftig nach Bedarf vergeben. Ein Sozialindex für jede einzelne Schule soll bestimmen, wo zusätzliche Lehrkräfte, Sozialarbeit und Mittel hingehen. Schulen an schwierigen Standorten sollen dadurch mehr bekommen.

Nicht alle Schulen sollen gleich viel Geld bekommen. Schulen mit vielen Problemen sollen mehr bekommen. Ein Sozial-Index soll das zeigen. Das ist eine Zahl, die die Lage jeder Schule beschreibt.

Inklusion an allen Schulformen umsetzen

Die Grünen verstehen Inklusion als Menschenrecht und als Aufgabe aller Schulformen; Leitlinie ist die UN-Behindertenrechtskonvention. Abschulungen und unfreiwilliges Sitzenbleiben soll es nicht mehr geben. Schulen sollen dafür mehr Personal, Geld und barrierefreie Räume erhalten.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen zusammen lernen. Das soll an allen Schulen möglich sein. Kein Kind soll gegen seinen Willen eine Klasse wiederholen. Die Schulen sollen dafür mehr Personal und Geld bekommen.

Ausbildungsgarantie und Ausbildungsfonds einführen

Die Grünen wollen allen Jugendlichen eine Ausbildung bis zum vollwertigen Berufsabschluss garantieren. Ein Fonds, in den sämtliche Unternehmen einzahlen, soll die Kosten der Ausbildung verteilen. Außerbetriebliche Ausbildungsplätze sollen ausgeweitet werden.

Jeder Jugendliche soll eine Ausbildung machen können. Das wollen die Grünen garantieren. Alle Firmen sollen in einen gemeinsamen Topf einzahlen. So tragen auch Firmen ohne Azubis einen Teil der Kosten.

Auszubildende bei Wohnen und Mobilität unterstützen

Die Grünen wollen es Auszubildenden erleichtern, für die Ausbildung umzuziehen. Dazu sollen gemeinsame Wohnheime für Lernende entstehen, und Azubitickets sollen den Tickets für Studierende gleichgestellt werden. Auszubildende mit unsicherem Aufenthaltsstatus sollen vor Abschiebung geschützt sein.

Azubis sollen leichter in eine andere Stadt ziehen können. Dafür soll es Wohnheime für Azubis und Studenten geben. Das Azubi-Ticket soll so gut sein wie das Ticket für Studenten. Azubis ohne sicheres Bleibe-Recht sollen nicht abgeschoben werden.

Weiterbildung und zweiten Bildungsweg ausbauen

Die Grünen wollen allen Menschen ermöglichen, einen Schulabschluss oder eine Ausbildung nachzuholen. Dafür sollen der zweite Bildungsweg gestärkt, Berufskollegs zu regionalen Zentren ausgebaut und die Weiterbildung dauerhaft mit steigenden Mitteln finanziert werden. Für das Handwerk sind eine Reform der Meisterausbildung und Gründungsprämien vorgesehen.

Erwachsene sollen einen Schul-Abschluss nachholen können. Dafür soll es mehr Angebote geben, zum Beispiel an Volkshochschulen. Die Weiterbildung soll auf Dauer mehr Geld bekommen. Handwerker sollen leichter Meister werden können.

Studienstarthilfe und mehr Geld für Studierendenwerke

Die Grünen wollen bedürftige Studienanfängerinnen und Studienanfänger mit bis zu 1.000 Euro unterstützen. Die Studierendenwerke sollen höhere Zuschüsse erhalten, unter anderem für Neubau und Sanierung von Wohnraum. Nach Auffassung der Partei ist der Staat dafür verantwortlich, dass ein Studium nicht an finanziellen oder sozialen Hürden scheitert.

Studenten mit wenig Geld sollen zum Start bis zu 1.000 Euro bekommen. Es soll mehr Wohnungen für Studenten geben. Die Studierenden-Werke sollen dafür mehr Geld bekommen. Die Semester-Beiträge sollen bezahlbar sein.

Zugangshürden im Studium abbauen

Die Grünen wollen Hürden beim Zugang zum Studium beseitigen, damit alle unabhängig von Geld, Behinderung oder Lebenslage studieren können. Dazu sollen unter anderem Materialkosten für finanziell benachteiligte Studierende übernommen und Teilzeitstudiengänge ausgebaut werden.

Die Grünen wollen, dass alle studieren können. Wer wenig Geld hat, soll nötige Studien-Materialien bezahlt bekommen. Es soll mehr Studiengänge in Teilzeit geben. Studierende mit Behinderung sollen mehr Hilfe bekommen.

Anwesenheitspflichten abschaffen und Lehre verbessern

Die Grünen wollen die Hochschullehre verbessern und inklusiver machen. Anwesenheitspflichten sollen wegfallen, das Betreuungsverhältnis soll deutlich besser werden und der Senat soll gegenüber Hochschulrat und Rektorat mehr Gewicht erhalten.

Die Grünen wollen bessere Lehre an den Hochschulen. Studierende sollen nicht mehr anwesend sein müssen. Es soll mehr Lehrende pro Studierende geben. Der Senat der Hochschule soll mehr zu sagen haben.

Dauerstellen und planbare Karrieren an Hochschulen schaffen

Die Grünen wollen die Arbeitsbedingungen an den Hochschulen verbessern, weil gute Lehre und Forschung aus ihrer Sicht davon abhängen. Kern sind unbefristete Stellen für dauerhafte Aufgaben, verlässliche Qualifikationswege und mehr Mitbestimmung.

Die Grünen wollen bessere Arbeit an den Hochschulen. Wer dauerhafte Aufgaben erledigt, soll eine feste Stelle bekommen. Der Weg in der Wissenschaft soll planbar sein. Beschäftigte und Studierende sollen mehr mitbestimmen.

Forschung in NRW stärker fördern

Die Grünen wollen Forschung aus NRW besser finanzieren, weil sie Antworten auf soziale Fragen, Konflikte und Klimaschutz liefere. Im Mittelpunkt stehen die Institute der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft und die Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

Die Grünen wollen mehr Geld für Forschung in NRW geben. Fach-Hochschulen sollen mehr forschen können. Dafür sollen Professoren weniger unterrichten müssen. Es soll auch mehr Stellen geben.

Zivilklausel wieder einführen, Friedensforschung fördern

Die Grünen wollen die Zivilklausel wieder gesetzlich verankern, damit öffentlich finanzierte Forschung transparent bleibt und friedlichen Zwecken dient. Die Friedens- und Konfliktforschung soll dauerhaft gefördert werden.

Die Grünen wollen die Zivil-Klausel zurückbringen. Das ist eine Regel: Forschung mit öffentlichem Geld soll dem Frieden dienen. Die Forschung zu Frieden und Konflikten soll dauerhaft Geld bekommen.

Praktische Philosophie ab Klasse eins, Religionsunterricht weiterentwickeln

Die Grünen wollen, dass Schülerinnen und Schüler von Beginn an frei wählen können, ob sie am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen. Als Alternative soll überall Praktische Philosophie angeboten werden; der islamische Religionsunterricht wird unterstützt.

Kinder sollen ab der ersten Klasse frei wählen können. Sie sollen Religion oder Praktische Philosophie belegen können. Die Grünen unterstützen auch islamischen Religions-Unterricht. Die Lehrkräfte dafür sollen in NRW studieren. Später sollen die Religionen gemeinsam unterrichten.

Grüne: alle 25 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,1), aus 17 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 16 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Meisterausbildung kostenfrei machen, Weiterbildung ausbauen

Die SPD will, dass das Land die Kosten der Meisterausbildung übernimmt, die nach Meister-BAföG und anderen Förderungen übrig bleiben. Zudem sollen Weiterbildung und berufliche Neuorientierung jederzeit möglich sein und die Hochschulen sich für beruflich Qualifizierte öffnen.

Die SPD will, dass die Ausbildung zum Meister nichts mehr kostet. Das Land soll die restlichen Kosten bezahlen. Menschen sollen auch später im Leben etwas Neues lernen können. Hochschulen sollen offener für Menschen mit Berufs-Ausbildung werden.

Ausbildungsplatzgarantie mit Umlage einführen

Die SPD will jedem jungen Menschen in NRW einen Ausbildungsplatz garantieren. Bezahlen sollen das Betriebe, die nicht ausbilden, während ausbildende Betriebe Unterstützung erhalten. Jugendliche ohne Abschluss oder Ausbildungsplatz sollen aufgefangen werden.

Die SPD will eine Ausbildungs-Platz-Garantie. Jeder junge Mensch soll einen Ausbildungs-Platz bekommen. Firmen, die nicht ausbilden, sollen dafür zahlen. Firmen, die ausbilden, bekommen Hilfe. Wer die Schule ohne Abschluss verlässt, soll neue Chancen bekommen.

Berufskollegs sanieren und Lehrkräfte gewinnen

Die SPD will mit dem Programm „Gute Berufskollegs 2030“ alle Berufskollegs sanieren, modernisieren und digital ausstatten. Um mehr Lehrkräfte zu gewinnen, sollen mehr Studienstandorte entstehen und die Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Die SPD will alle Berufskollegs erneuern. Berufskollegs sind Schulen für die Berufs-Ausbildung. Sie sollen moderne Technik und genug Personal bekommen. Mehr Hochschulen sollen Lehrer für Berufskollegs ausbilden.

Auszubildende mit Studierenden gleichstellen

Die SPD will Auszubildende den Studierenden gleichstellen. Dazu gehören ein günstigeres Azubiticket mit mehr Leistung, der Wegfall versteckter Ausbildungskosten und die Förderung barrierefreier Wohnheime für Auszubildende.

Die SPD will, dass Azubis genauso gut gestellt sind wie Studenten. Das Azubi-Ticket für Bus und Bahn soll billiger und besser werden. Versteckte Kosten der Ausbildung sollen wegfallen. Es soll mehr Wohnheime für Azubis geben.

Anspruch auf Bildungslotsen ab Geburt schaffen

Die SPD will jedem Kind von Geburt an einen Anspruch auf einen Bildungslotsen geben. Diese Person soll Kinder und Jugendliche auf ihrem Bildungsweg beraten und begleiten und Schulabbrüche früh verhindern.

Jedes Kind soll einen Bildungs-Lotsen bekommen können. Das ist eine Person, die Kinder beim Lernen und bei der Schule begleitet. Sie hilft mit Rat. Sie soll auch verhindern, dass Jugendliche die Schule abbrechen.

Einschulung flexibler gestalten

Die SPD will die Schuleingangsphase flexibler machen. Ob ein Kind früher oder später eingeschult wird, soll nicht mehr allein vom Stichtag abhängen, sondern auch von der Einschätzung der Eltern und der Fachleute.

Bisher entscheidet vor allem ein festes Datum über die Einschulung. Die SPD will das ändern. Eltern, Ärzte und Erzieher sollen mitreden. Ein Kind soll auch später in die Schule kommen können.

Ganztagsgesetz mit Standards und kostenfreien Kernzeiten

Die SPD will den Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz ab 2026 vorbereiten und ein Ganztagsgesetz mit verbindlichen Mindeststandards schaffen. Der Ganztag soll als Bildungsangebot gelten und in den Kernzeiten für Familien nichts kosten.

Ab 2026 haben Kinder ein Recht auf einen Ganztags-Platz in der Grundschule. Die SPD will dafür ein Gesetz mit festen Regeln machen. Die Regeln gelten für Personal, Räume, Angebote und Mittagessen. In den Kernzeiten soll der Ganztag kostenlos sein.

Schulen in schwierigen Lagen gezielt fördern

Die SPD will Bildungseinrichtungen in sozial schwierigen Lagen mit mehr Personal und Geld ausstatten. Ein Sozialindex soll die Mittel nach den Verhältnissen vor Ort verteilen; zunächst sollen 1.000 Schulen zusätzliche Mittel bekommen.

Manche Schulen und Kitas liegen in Gegenden mit vielen Problemen. Die SPD will diesen Einrichtungen mehr Geld und Personal geben. Ein Sozial-Index soll zeigen, wo die Hilfe nötig ist. Zuerst sollen 1.000 Schulen mehr bekommen.

Kostenfreien Büchereiausweis für alle Kinder

Die SPD will jedem Kind bis zum Ende der Schulzeit einen kostenlosen Büchereiausweis geben. Kinder sollen unabhängig vom Geld der Eltern Zugang zu Büchern und digitalen Medien haben.

Jedes Kind soll einen Ausweis für die Bücherei bekommen. Der Ausweis kostet nichts. Er gilt bis zum Ende der Schulzeit. So kommen alle Kinder an Bücher und digitale Medien.

Personaloffensive und gleiches Einstiegsgehalt für Lehrkräfte

Die SPD will mit einer Personaloffensive den Unterrichtsausfall beenden und mehr multiprofessionelle Teams an Schulen bringen. Alle Lehrkräfte sollen das gleiche Einstiegsgehalt bekommen, und die Zahl der Studienplätze für pädagogische Berufe soll stark steigen.

An Schulen fällt oft Unterricht aus. Die SPD will deshalb mehr Personal einstellen. Alle Lehrerinnen und Lehrer sollen am Anfang gleich viel verdienen. Es soll viel mehr Studienplätze für das Lehramt geben.

Pädagogische Zentren für Inklusion an jeder Schule

Die SPD will, dass Inklusion zu jeder Schule gehört, und dafür an allen Schulen ein pädagogisches Zentrum mit Fachleuten aufbauen. Zusätzlich soll es in jedem Schulbezirk eine schnelle Unterstützungsgruppe für akute Fälle geben. Das Programm begründet dies mit der UN-Behindertenrechtskonvention, die einzuhalten sei.

Kinder mit Behinderung sollen an jeder Schule willkommen sein. Dafür will die SPD an jeder Schule ein Zentrum mit Fachleuten einrichten. Die Fachleute helfen den Lehrerinnen und Lehrern. In jedem Schulbezirk soll es außerdem eine Gruppe für schnelle Hilfe geben.

Bildungskommission einsetzen und Schulfinanzierung neu ordnen

Die SPD will eine Bildungskommission aus Fachleuten einsetzen, die Lerninhalte und die Finanzierung der Bildung überprüft. Die Aufteilung der Kosten zwischen Land und Kommunen soll klar und verbindlich geregelt werden. Ein Sonderprogramm für Schulneubau und Schulsanierung soll dort helfen, wo Bedarf besteht.

Die SPD will eine Gruppe von Fachleuten für Bildung gründen. Sie prüft, was Kinder lernen sollen. Sie prüft auch, wer die Schulen bezahlt. Land und Städte sollen das klar regeln. Für neue und reparierte Schulen soll es ein eigenes Programm geben.

Digitalisierung in Kitas und Schulen voranbringen

Die SPD will mehr Geld für digitale Infrastruktur und Ausstattung in Kitas und Schulen bereitstellen. IT-Fachleute sollen die Technik betreuen, damit Lehrkräfte entlastet werden und Medienkompetenz vermitteln können. In allen Schulformen sollen Grundlagen der Informationstechnologie unterrichtet werden.

Kitas und Schulen sollen bessere digitale Technik bekommen. Dafür will die SPD mehr Geld geben. Fachleute für Computer sollen die Technik pflegen. Lehrerinnen und Lehrer haben dann mehr Zeit für den Unterricht. Alle Schulen sollen Grundwissen über Computer-Technik unterrichten.

Berufsorientierung ausbauen und Ausbildungsplatzgarantie einführen

Die SPD will das Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ausbauen und in Nordrhein-Westfalen eine Ausbildungsplatzgarantie einführen. Berufsorientierung und praktischer Unterricht sollen in der Sekundarstufe I mehr Raum bekommen. Ziel ist, dass niemand die Schule ohne Anschluss verlässt.

Alle jungen Menschen sollen nach der Schule eine Ausbildung oder einen anderen Anschluss haben. Die SPD will einen Ausbildungsplatz garantieren. In der Schule soll es mehr praktischen Unterricht geben. Schülerinnen und Schüler sollen früher Berufe kennenlernen.

Forschung an Hochschulen und Instituten stärken

Die SPD will Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften als Kern des Wissenschaftssystems stärken und die Ansiedlung weiterer außeruniversitärer Institute fördern. Besonders die anwendungsnahe Forschung soll mehr Mittel und Freiräume erhalten. Damit soll das Land im Wettbewerb um Forschende bestehen.

Die SPD will die Forschung im Land stärken. Hochschulen sollen bessere Bedingungen bekommen. Neue Forschungs-Institute sollen ins Land kommen. Professorinnen und Professoren an Fachhochschulen sollen weniger unterrichten müssen. Dann haben sie mehr Zeit zum Forschen.

Unbefristete Stellen in der Wissenschaft zur Regel machen

Die SPD will, dass promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Regel unbefristet beschäftigt werden. Für Promovierende und studentische Hilfskräfte sollen bessere Vertrags- und Tarifbedingungen gelten. Das Programm begründet dies damit, dass dauerhafte Aufgaben auch dauerhafte Stellen erfordern.

Viele Forscherinnen und Forscher haben nur Verträge auf Zeit. Die SPD will das ändern. Wer einen Doktortitel hat, soll in der Regel eine feste Stelle bekommen. Auch Studierende mit Job an der Uni sollen bessere Verträge bekommen.

Studierendenwerke besser finanzieren und Wohnheime bauen

Die SPD will die Studierendenwerke so ausstatten, dass sie ihre Aufgaben erfüllen und die Semesterbeiträge sinken können. Außerdem soll das Land in Neubau und Sanierung von Wohnanlagen für Studierende investieren. Weniger Geldsorgen führen aus Sicht des Programms zu mehr Bildungserfolg.

Die Studierendenwerke kümmern sich um Mensen, Wohnheime und Beratung. Die SPD will ihnen mehr Geld geben. Dann können die Beiträge für Studierende sinken. Das Land soll auch Wohnheime bauen und reparieren.

Gebührenfreies Studium garantieren und Hochschulen sozial öffnen

Die SPD will das Studium gebührenfrei halten und die Hochschulen für junge Menschen aus Familien mit wenig Geld öffnen. Ein Landesprogramm soll junge Akademikerinnen fördern, und ein Forschungsverbund soll soziale Ungleichheit untersuchen. Wissenschaft soll nach dem Willen der Partei nicht von der sozialen Herkunft abhängen.

Das Studium soll weiter keine Gebühren kosten. Auch junge Menschen aus armen Familien sollen studieren können. Die SPD will Frauen in der Wissenschaft mit einem eigenen Programm fördern. Forscherinnen und Forscher sollen untersuchen, warum es Ungleichheit gibt.

Viertelparität in allen Hochschulgremien einführen

Die SPD will, dass in allen Gremien der Hochschulen die vier Statusgruppen gleich stark vertreten sind. Das Programm begründet dies damit, dass Hochschulen besser würden, wenn alle sie gemeinsam gestalten.

An Hochschulen gibt es vier Gruppen. Das sind Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter, Beschäftigte in Technik und Verwaltung sowie Studierende. Die SPD will, dass alle vier Gruppen gleich viel mitbestimmen. Jede Gruppe soll gleich viele Sitze in den Gremien haben.

Studium flexibel halten, Anwesenheitspflicht ablehnen

Die SPD lehnt Anwesenheitspflichten und eine Höchstdauer des Studiums ab. Studierende sollen ihr Studium selbst gestalten können, vor allem jene mit Kind, mit Pflegeaufgaben oder mit chronischer Krankheit. Dazu sollen digitale Ausstattung, digitale Verwaltung und die frühe Bescheinigung erworbener Kompetenzen beitragen.

Studierende leben sehr unterschiedlich. Manche haben Kinder oder sind krank. Die SPD will deshalb keine Pflicht zur Anwesenheit. Sie will auch keine feste Höchstdauer für das Studium. Hochschulen sollen digital besser ausgestattet sein.

Hochschulgebäude sanieren und Campus weiterentwickeln

Die SPD will Hochschulgebäude sanieren, energetisch modernisieren und barrierefrei machen. Darüber hinaus soll die Weiterentwicklung der Campus dauerhaft gefördert werden, weil sich Lehre verändert und neue Räume erfordert.

Viele Gebäude der Hochschulen sind alt. Die SPD will sie reparieren. Die Gebäude sollen weniger Energie verbrauchen. Menschen mit Behinderung sollen überall hinkommen. Der Campus soll ein guter Ort zum Lernen, Arbeiten und Leben werden.

Nationalen Bildungsrat neu gründen

Die SPD will sich für einen neuen Nationalen Bildungsrat einsetzen. Das dauerhafte Gremium soll unabhängig von der Kultusministerkonferenz gemeinsame Ziele und Maßnahmen für das deutsche Bildungssystem erarbeiten.

Die SPD will einen Bildungsrat für ganz Deutschland. Dort arbeiten Menschen aus der Praxis und aus der Wissenschaft zusammen. Sie überlegen gemeinsame Ziele für Schulen und Bildung. Ihre Ergebnisse machen sie öffentlich.

Politische Bildung und Gedenkstätten stärken

Die SPD will politische Bildung von der Kita über die Schule bis zur Weiterbildung verankern und das Schulfach Sozialwissenschaften wieder einführen. Die Landeszentrale für politische Bildung soll mehr Mittel bekommen, und jeder junge Mensch soll einmal eine Gedenkstätte besuchen.

Kinder und Erwachsene sollen mehr über Politik lernen. Das soll schon in der Kita beginnen. Das Schul-Fach Sozial-Wissenschaften soll zurückkommen. Die Landes-Zentrale für politische Bildung soll mehr Geld bekommen. Jeder junge Mensch soll einmal eine Gedenk-Stätte besuchen.

SPD: alle 23 Punkte mit Zitat und Seitenzahl