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Was sagen die Parteien in Bayern zur Bildung?

5 aktuelle Wahlprogramme in Bayern haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 4 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 0 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Viergliedriges Schulsystem mit Leistungsprinzip erhalten

Die AfD will das bayerische Schulsystem aus Mittelschule, Realschule, Gymnasium und Förderschule beibehalten und in allen Schularten das Leistungsprinzip anwenden. Ausbildungsberufe sollen mehr Ansehen erhalten, die Mittelschulen gestärkt werden und weniger Kinder aufs Gymnasium wechseln. Einmischung von Bund und EU in die Bildungspolitik lehnt sie ab.

Die AfD will die vier Schul-Arten in Bayern behalten. Überall soll Leistung zählen. Die Mittel-Schule soll besser auf eine Ausbildung vorbereiten. Weniger Kinder sollen aufs Gymnasium gehen. Bayern soll selbst über seine Schulen bestimmen.

Lernen außerhalb der Schule ermöglichen

Die AfD will Wege schaffen, Bildung auch außerhalb des herkömmlichen Schulsystems zu erwerben. Andere Schul- und Lernformen sollen zulässig sein, wenn der Lernfortschritt nachgewiesen wird. Das Programm verweist dabei auf die Erfahrungen aus der Corona-Zeit.

Kinder sollen auch außerhalb der normalen Schule lernen dürfen. Dafür müssen sie zeigen, dass sie genug lernen. Die AfD nennt als Grund die Erfahrungen aus der Corona-Zeit.

Hochschulen ohne Genderforschung und Quoten

Die AfD will an Bayerns Hochschulen vor allem MINT-Fächer und traditionelle Studiengänge fördern und hält Lehrstühle für Genderforschung für überflüssig. Quoten nach Geschlecht, Gender-Identität oder Migrationshintergrund lehnt sie ab. Aus Sicht des Programms ist die Wissenschaftsfreiheit durch ideologische Einflüsse gefährdet.

Die AfD will Fächer wie Mathematik, Technik und Natur-Wissenschaft stärker fördern. Lehrstühle für Gender-Forschung hält sie für unnötig. Sie ist gegen Quoten an Hochschulen. Eine Quote ist ein fester Anteil von Stellen für eine Gruppe. Niemand soll Nachteile haben, wenn er nicht gendert.

Deutsch als Wissenschaftssprache erhalten

Die AfD will Deutsch als Sprache der Wissenschaft an bayerischen Hochschulen bewahren und lehnt Studiengänge ab, die nur auf Englisch stattfinden. Zugleich erkennt sie Englisch als weltweite Wissenschaftssprache an und will Fremdsprachenkenntnisse fördern.

Die AfD will, dass an Hochschulen weiter auf Deutsch geforscht und gelehrt wird. Sie ist gegen Studiengänge nur auf Englisch. Englisch findet sie trotzdem wichtig. Studenten sollen Fremdsprachen gut lernen können.

Drittmittelforschung transparent machen

Die AfD will die Abhängigkeit der Hochschulen von Drittmittelgebern verringern und verlangt Offenheit bei Projekten, die mit eingeworbenen Geldern bezahlt werden. Die Unabhängigkeit der Forschung soll gewahrt bleiben.

Hochschulen bekommen Geld auch von außen, zum Beispiel von Firmen. Das nennt man Drittmittel. Die AfD will, dass Forschung davon weniger abhängt. Bürger sollen sehen können, wofür das Geld dient.

Diplom und Magister wieder einführen

Die AfD will die Abschlüsse Diplom und Magister zurückbringen und Bachelor- und Masterstudiengänge auslaufen lassen. Sie begründet das mit dem guten Ruf, den das deutsche Hochschulsystem vor der Bologna-Reform gehabt habe.

Die AfD will die alten Abschlüsse Diplom und Magister zurück. Bachelor und Master sollen nach und nach enden. Das Staats-Examen soll bleiben. Die AfD sagt: Das alte System hatte weltweit einen guten Ruf.

AfD: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CSU

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Gegliedertes Schulsystem und Noten beibehalten

Die CSU will das gegliederte Schulsystem in Bayern erhalten und lehnt eine Gemeinschaftsschule für alle sowie Eingriffe des Bundes in die Bildungspolitik ab. Schulfächer, Klassenverbände und Noten sollen bleiben. Vor der Einschulung sollen Kinder Deutsch können.

In Bayern gibt es verschiedene Schul-Arten. Die CSU will das so lassen. Sie will keine gemeinsame Schule für alle Kinder. Noten und Schul-Fächer sollen bleiben. Kinder sollen vor der Schule Deutsch lernen.

8.000 neue Stellen an Schulen schaffen

Die CSU will bis 2028 an den Schulen 8.000 zusätzliche Stellen einrichten und alle Schülerinnen und Schüler mit Tablets versorgen. Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen sollen bis 2027 durchgehend nach A 13 bezahlt werden. Kleine Grundschulen sollen erhalten bleiben.

Die CSU will 8.000 neue Stellen an den Schulen schaffen. Alle Schüler sollen bis 2028 ein Tablet bekommen. Lehrer an Grund-Schulen und Mittel-Schulen sollen mehr verdienen. Grund-Schulen sollen nicht schließen, wenn Eltern sie behalten wollen.

Schwimmbäder fördern und Schwimmkurse bezuschussen

Die CSU will, dass jedes Kind schwimmen lernt. Dafür sollen Kommunen mehr Hilfe für ihre Schwimmbäder bekommen, und Kinder erhalten Gutscheine für einen Schwimmkurs.

Jedes Kind soll schwimmen lernen. Die CSU will Städten und Gemeinden mehr Geld für Schwimm-Bäder geben. Kinder bekommen einen Gutschein über 50 Euro für einen Schwimm-Kurs.

CSU: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Freie Wähler

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Gegliedertes Schulsystem und Schulstandorte erhalten

Die Freien Wähler wollen das dreigliedrige Schulsystem und alle Schulstandorte in Bayern beibehalten. Schulgebäude sollen saniert und wo nötig neu gebaut werden.

In Bayern gibt es verschiedene Schularten. Die Freien Wähler wollen das so lassen. Keine Schule soll schließen. Kaputte Schulen sollen schnell repariert werden.

Lehrkräfte besser bezahlen und mehr Schulpersonal einstellen

Die Freien Wähler wollen die Besoldungsstufe A13 als Einstiegsgehalt für Lehrkräfte aller Schularten umsetzen und genügend Nachwuchs gewinnen. Außerdem sollen Lehrkräfte fest angestellt und durch zusätzliches Personal entlastet werden.

Die Freien Wähler wollen mehr Lehrer für Bayern. Alle Lehrer sollen am Anfang gleich viel verdienen. Sie sollen feste Stellen bekommen. Auch andere Helfer sollen an den Schulen arbeiten.

Erwachsenenbildung stärken und Bildungsurlaub einführen

Die Freien Wähler wollen die Erwachsenenbildung ausbauen und einen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub schaffen. Begründet wird das mit einer Arbeitswelt, die sich immer schneller verändert.

Die Arbeit ändert sich schnell. Darum sollen auch Erwachsene weiter lernen können. Die Freien Wähler wollen dafür mehr Geld geben. Es soll ein Recht auf Bildungs-Urlaub geben. Das ist freie Zeit von der Arbeit zum Lernen.

Hochschulen besser finanzieren und BAföG anpassen

Die Freien Wähler wollen die Grundfinanzierung der Hochschulen erhöhen und das BAföG so ändern, dass mehr Studierende mehr Geld bekommen. Bayern soll bei Hochschulen und Forschung an der Spitze bleiben.

Die Freien Wähler wollen mehr Geld für Hochschulen. Mehr Studenten sollen BAföG bekommen. BAföG ist Geld vom Staat für das Studium. Es soll auch mehr günstige Wohnungen für Studenten geben.

Digitale Bildung fest verankern

Die Freien Wähler wollen digitale Bildung von der Grundschule bis zum Studium ausbauen. An weiterführenden Schulen soll Informations- und Kommunikationstechnologie Pflichtunterricht werden; analoge Lerninhalte sollen daneben bestehen bleiben.

Schüler sollen mehr über Computer und das Internet lernen. An höheren Schulen soll das ein Pflicht-Fach werden. Auch Lehrer sollen das in ihrer Ausbildung lernen. Der Staat soll beim Kauf von Geräten helfen.

Meisterausbildung kostenlos machen, Berufsbildung aufwerten

Die Freien Wähler wollen die Meisterausbildung und -fortbildung in Bayern kostenlos machen und berufliche Bildung insgesamt weitgehend von Kosten befreien. Aus Sicht des Programms sind berufliche und akademische Bildung gleichwertig.

Wer Meister werden will, soll dafür nichts zahlen. Die Freien Wähler finden: Eine Lehre ist so viel wert wie ein Studium. Berufsschulen sollen besser ausgestattet werden. Der Staat soll für die Lehre werben.

Freie Wähler: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 16 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 8 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Ernährungsbildung und Lebensmittelberufe stärken

Die Grünen wollen Ernährung und Ökologie in Kitas, Schulen und der Berufsausbildung stärker verankern. Ein kommunales Gärten- und Küchenprogramm soll Kinder ans Anbauen und Kochen heranführen, eine Ausbildungsoffensive das Lebensmittelhandwerk attraktiver machen. Wer weggeworfene Lebensmittel aus dem Müll holt, soll nicht bestraft werden.

Kinder sollen in Kita und Schule Essen anbauen und kochen. Dafür gibt es ein Programm für Gärten und Küchen. Die Ausbildung für Köche, Bäcker und ähnliche Berufe soll besser werden. Öko-Themen sollen in der Ausbildung wichtiger werden. Wer Essen aus dem Müll rettet, bekommt keine Strafe.

Meisterkurse kostenfrei machen, Handwerksausbildung modernisieren

Die Grünen wollen die Ausbildung im Handwerk attraktiver machen: Meisterkurse sollen nichts mehr kosten, und alle Schulen sollen ab der 7. Klasse zwei Pflichtpraktika sowie Projekttage zum Handwerk anbieten. Ausbildungsinhalte und Berufsschulen sollen modernisiert werden.

Die Grünen wollen das Handwerk stärken. Der Kurs zum Meister soll kostenlos sein. Schüler sollen ab der 7. Klasse zwei Praktika machen. Berufs-Schulen sollen moderner werden.

IT-Fachkräfte für alle Schulen einstellen

Die Grünen wollen, dass sich an jeder Schule hauptberufliche Systemadministratorinnen und -administratoren um die IT kümmern. Das soll die Technik professioneller machen und Lehrkräften mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben geben.

An Schulen kümmert sich oft niemand fest um die Computer. Die Grünen wollen dafür eigene Fachleute einstellen. Diese warten die Technik und helfen den Lehrkräften. So haben Lehrkräfte mehr Zeit für den Unterricht.

Studium für alle bezahlbar und zugänglich machen

Die Grünen wollen, dass ein Studium in Bayern nicht von Herkunft oder Geld abhängt. Sie lehnen Gebühren ab, wollen Zulassungsbeschränkungen abbauen und den Studierendenwerken mehr Geld für Wohnheime geben.

Alle sollen in Bayern studieren können, auch mit wenig Geld. Die Grünen sind gegen Gebühren für das Studium. Sie wollen mehr Wohnheime für Studierende. Es soll weniger Fächer mit Noten-Grenze geben. Wer Sorgen hat, soll leichter Beratung bekommen.

Hochschulen demokratischer organisieren

Die Grünen wollen die Verfasste Studierendenschaft in Bayern wieder einführen und die Hochschulen stärker demokratisch organisieren. Das Bayerische Hochschulinnovationsgesetz lehnen sie in der geltenden Fassung ab und wollen es überarbeiten.

Studierende sollen an ihrer Hochschule mehr mitbestimmen. Dafür wollen die Grünen eine eigene Vertretung der Studierenden wieder einführen. Die gibt es in allen anderen Bundes-Ländern. Die Hälfte der Plätze in Gremien soll an Frauen gehen. Das Hochschul-Gesetz soll sich ändern.

Hochschulen für Menschen mit Behinderung öffnen

Die Grünen wollen Hürden beseitigen, auf die behinderte Menschen beim Studieren und Forschen stoßen. Dazu gehören barrierefreie Gebäude und digitale Angebote, direkte Unterstützung der Studierenden und mehr Einfluss für die Behindertenbeauftragten.

Menschen mit Behinderung sollen leichter studieren können. Gebäude und Internet-Angebote der Hochschulen sollen barrierefrei sein. Die Hochschulen bekommen dafür mehr Geld. Sie sollen auch Dolmetscher für Gebärden-Sprache stellen. Die Beauftragten für Menschen mit Behinderung sollen mitstimmen dürfen.

Hochschulen sanieren und bis 2028 klimaneutral machen

Die Grünen wollen den Sanierungsstau an Bayerns Hochschulen mit einem gezielten Programm abbauen, das Vorrang vor neuen Prestigebauten hat. Ein Landesprogramm für energetische Sanierung und erneuerbare Energien soll den Hochschulen helfen, ihr selbst gesetztes Ziel der Klimaneutralität bis 2028 zu erreichen.

Viele Gebäude der Hochschulen in Bayern sind marode. Die Grünen wollen sie zuerst reparieren, bevor teure Neubauten kommen. Die Hochschulen wollen bis 2028 klimaneutral sein. Dafür soll ein Programm des Landes Geld geben. Neue Gebäude müssen klimaneutral sein.

Grundfinanzierung sichern, Forschung breit aufstellen

Die Grünen wollen, dass Forschung und Lehre in sämtlichen Fächern eine verlässliche Basisfinanzierung haben, statt immer mehr Geld nur befristet für Projekte zu vergeben. Die Forschungspolitik soll breiter werden und sich an Zukunftsfragen wie Klima, Energie und gesellschaftlichem Zusammenhalt ausrichten.

Hochschulen sollen genug festes Geld für Forschung und Lehre bekommen. Bisher gibt es viel Geld nur für einzelne Projekte auf Zeit. Die Grünen wollen Forschung in vielen Bereichen fördern. Dazu gehören Klima, Energie und Verkehr. Alle Hochschulen sollen über ihre Nachhaltigkeit berichten.

Mehr Dauerstellen und Tarifbindung in der Wissenschaft

Die Grünen wollen die Arbeitsbedingungen in Forschung und Lehre verbessern und Kettenbefristungen zurückdrängen. Sie unterstützen eine umfassende Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, wollen zusätzliche Dauerstellen schaffen und fordern einen Tarifvertrag für studentische Beschäftigte.

Viele junge Forschende haben nur Verträge auf Zeit. Die Grünen wollen mehr feste Stellen an Hochschulen schaffen. Das Gesetz über Zeit-Verträge in der Wissenschaft soll sich ändern. Studierende, die an der Hochschule arbeiten, sollen einen Tarif-Vertrag bekommen. Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeitszeit.

Schulsozialarbeit und Jugendhilfe stärken

Die Grünen wollen Sozialarbeit an allen bayerischen Schulen stärken und dort Teams aus verschiedenen Berufen einführen. Die Kinder- und Jugendhilfe soll mehr Studienplätze, bezahlte Praxissemester, einen Digitalpakt und eine bessere Finanzierung freier Träger bekommen. Ziel ist, dass alle Kinder die Hilfe bekommen, die sie brauchen, um sich gut zu entwickeln.

Die Grünen wollen mehr Hilfe für Kinder an Schulen. An jeder Schule soll es Sozial-Arbeit geben. Dort arbeiten dann Fachleute aus verschiedenen Berufen zusammen. Auch die Jugend-Hilfe soll mehr Geld und mehr Fachkräfte bekommen.

Sprachförderung und Herkunftssprachen stärken

Die Grünen wollen Kinder, die zu Hause kein Deutsch sprechen, früh sprachlich fördern und bestehende Programme dafür erhalten. Gleichzeitig sollen Herkunftssprachen gefördert und an weiterführenden Schulen als Ersatz für die zweite Fremdsprache anerkannt werden.

Manche Kinder sprechen zu Hause kein Deutsch. Sie sollen früh Hilfe beim Deutsch-Lernen bekommen. Die Grünen wollen auch die Sprache der Familie fördern. Diese Sprache soll in der Schule die zweite Fremdsprache ersetzen können.

Inklusive Schule mit multiprofessionellen Teams

Die Grünen wollen jede Schule mit ausreichend pädagogischen, sonderpädagogischen und psychologischen Fachkräften ausstatten. Nach und nach soll in den Klassen eine zweite pädagogische Fachkraft arbeiten, zuerst an Grund- und Mittelschulen.

Alle Kinder sollen in der Schule die Hilfe bekommen, die sie brauchen. Dafür soll es mehr Fachleute an den Schulen geben. In den Klassen soll nach und nach eine zweite Fachkraft mitarbeiten. Das beginnt in Grundschulen und Mittelschulen.

Übertrittsnoten abschaffen, länger gemeinsam lernen

Die Grünen wollen die verbindlichen Notenschnitte für den Wechsel auf die weiterführende Schule streichen; die Eltern sollen nach Beratung entscheiden. Außerdem sollen längeres gemeinsames Lernen und Alternativen zu Ziffernnoten möglich werden.

Heute entscheiden Noten in der 4. Klasse über die nächste Schule. Die Grünen wollen das abschaffen. Die Eltern sollen nach einer Beratung selbst entscheiden. Kinder sollen länger zusammen lernen können. Schulen sollen auf Noten mit Ziffern verzichten dürfen.

Ganztagsbildung für alle und bezuschusstes Schulessen

Die Grünen wollen allen Schülerinnen und Schülern ein hochwertiges Ganztagsangebot machen, nicht nur in der Grundschule. Regionales und biologisches Schulessen soll durch Zuschüsse für jede Familie bezahlbar werden.

Die Grünen wollen Ganztags-Angebote für alle Schülerinnen und Schüler. Das soll auch für ältere Kinder gelten. Das Schul-Essen soll gesund sein und aus der Region kommen. Der Staat soll Geld dazugeben, damit es alle bezahlen können.

Digitales Endgerät für jedes Kind, mehr Medienbildung

Die Grünen wollen jedem Schulkind in Bayern ein digitales Gerät stellen und es aktuell halten. Medienbildung und Informatik sollen im Unterricht mehr Gewicht bekommen, damit junge Menschen Informationen einordnen und Desinformation erkennen können.

Jedes Kind in Bayern soll ein digitales Gerät für die Schule bekommen. Die Geräte sollen immer aktuell sein. Kinder sollen lernen, Nachrichten und Meinungen zu unterscheiden. Sie sollen auch mehr Informatik lernen.

Mitbestimmung und politische Bildung an Schulen ausbauen

Die Grünen wollen Klassenräte und Schulparlamente an allen Schulen vorschreiben und ihnen eigene Entscheidungsrechte und ein Budget geben. Politische Bildung und Geschichtsunterricht sollen in allen Jahrgangsstufen ausgebaut, das Fach Ethik aufgewertet werden.

Schülerinnen und Schüler sollen an ihrer Schule mitentscheiden. Dafür soll es an jeder Schule Klassen-Räte und ein Schul-Parlament geben. Diese bekommen eigenes Geld. Auch Lehrkräfte und Eltern sollen mehr mitreden. Es soll mehr Unterricht über Politik geben.

Lehrkräfte besser bezahlen und Ausbildung reformieren

Die Grünen wollen dem Lehrkräftemangel begegnen, indem Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen nach A13 bezahlt werden und Referendarinnen und Referendare mehr verdienen. Die Lehrerausbildung soll auf ein Bachelor-Master-System umgestellt werden.

In Bayern fehlen Lehrerinnen und Lehrer. Die Grünen wollen deshalb mehr Gehalt an Grundschulen und Mittelschulen zahlen. Auch die Ausbildung soll sich ändern. Alle lernen zuerst gemeinsam und wählen später ihre Schulart. Büro-Personal soll den Lehrkräften Arbeit abnehmen.

Ausbildungsplatzgarantie für junge Menschen geben

Die Grünen wollen allen jungen Menschen in Bayern einen Ausbildungsplatz garantieren. Ein bayernweites Matching-Programm soll Betriebe und Ausbildungssuchende zusammenbringen. Wer trotzdem leer ausgeht, soll ein verbindliches Angebot in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte bekommen.

Jeder junge Mensch in Bayern soll einen Ausbildungs-Platz bekommen. Ein Programm soll Betriebe und Bewerber zusammenbringen. Wer keinen Platz findet, bekommt ein festes Angebot. Die Ausbildung findet dann in einer eigenen Ausbildungs-Stätte statt. Am Ende steht ein anerkannter Berufs-Abschluss.

Inklusion in Kitas, Schulen und Ausbildung ausbauen

Die Grünen wollen Menschen mit Behinderung den Zugang zu Kitas, allgemeinbildenden Schulen, Ausbildung, Weiterbildung und Studium erleichtern. In allen Schularten soll sonderpädagogische Kompetenz vorhanden sein, und ein Wechsel zwischen Förderschule und allgemeiner Schule soll in jeder Jahrgangsstufe möglich werden.

Kinder mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam lernen können. Die Grünen wollen das in Kitas, Schulen und im Studium leichter machen. Gemischte Kita-Gruppen sollen kleiner sein und mehr Personal haben. Jede Schul-Art soll Fachleute für Förderung haben. Kinder sollen jederzeit die Schule wechseln können.

Gebührenfreies Mittagessen an Schulen einführen

Die Grünen wollen das Schulfinanzierungsgesetz ändern, damit das Mittagessen an bayerischen Schulen vom Staat bezuschusst wird und für Familien gebührenfrei ist. Damit sollen einheitliche Standards und Bioquoten gelten und heimische Bio-Betriebe neue Abnehmer finden.

Die Grünen wollen gutes Mittagessen an allen Schulen. Der Staat soll dafür Geld geben. Die Familien sollen keine Gebühr zahlen. Es soll auch Bio-Essen und Essen aus Pflanzen geben. Das hilft auch den Bio-Bauern in Bayern.

Integration und Vielfalt in Kitas und Schulen fördern

Die Grünen wollen Kitas und Schulen mit mehr Personal und Geld ausstatten, um Kinder mit unterschiedlichen Voraussetzungen gezielter zu fördern, vor allem sprachlich. Zugleich sollen Demokratiebildung und Antidiskriminierungsarbeit ausgebaut und mehr Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte eingestellt werden.

Kinder sollen in Kita und Schule besser Deutsch lernen können. Dafür soll es mehr Personal und mehr Geld geben. Eltern sollen Beratung in mehreren Sprachen bekommen. Schulen sollen mehr gegen Rassismus tun. Mehr Lehrkräfte sollen selbst eine Migrations-Geschichte haben.

Grüne: alle 21 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Bayern 2023

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,4), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 3 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 3 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Recht auf Freistellung für Weiterbildung einführen

Die SPD will ein bayerisches Weiterbildungsgesetz, das Beschäftigten und Auszubildenden einen Anspruch auf Freistellung für berufliche Fortbildung gibt. Finanziert werden soll Qualifizierung zusätzlich über Fonds, in die per Umlage eingezahlt wird.

Die SPD will ein neues Gesetz für Weiterbildung. Beschäftigte und Azubis sollen dafür frei bekommen. Darauf sollen sie ein Recht haben. Betriebsräte sollen Kurse vorschlagen dürfen. Gemeinsame Geld-Töpfe sollen Kurse mitbezahlen.

Ausbildungsgarantie mit Umlagefonds einführen

Die SPD will jedem jungen Menschen in Bayern einen Ausbildungsplatz zusichern und dies über eine Umlage der Unternehmen bezahlen. Die berufliche Bildung soll bis zum Meister kostenfrei werden, weil die Partei sie als gleichwertig mit akademischen Abschlüssen ansieht.

Jeder junge Mensch in Bayern soll eine Ausbildung bekommen. Das will die SPD garantieren. Die Firmen zahlen dafür in einen gemeinsamen Geld-Topf ein. Die Ausbildung soll bis zum Meister nichts kosten. Für Azubis soll es mehr Wohnheime geben.

Berufliche Schulen und duales Studium stärken

Die SPD will Berufsschulen besser ausstatten, mehr Lehrkräfte gewinnen und die Schulsozialarbeit ausbauen. Für dual Studierende sollen einheitliche Rechte gelten. Die Partei begründet das mit der Gleichwertigkeit von praktischer und theoretischer Ausbildung.

Die SPD will bessere Berufsschulen. Dafür soll es mehr Geld und mehr Lehrkräfte geben. Schüler mit einer anderen Muttersprache sollen Kurse für Fach-Wörter bekommen. Bei Prüfungen sollen sie mehr Zeit haben. Wer dual studiert, soll fair bezahlt werden.

Gemeinschaftsschule einführen, Übertrittszeugnis abschaffen

Die SPD will die Gemeinschaftsschule als weitere Schulart neben den bestehenden einführen, damit Kinder länger gemeinsam lernen. Bis dahin soll das Übertrittszeugnis wegfallen; über die Schullaufbahn entscheiden dann Eltern und Lehrkräfte in einem Pflichtgespräch.

Die SPD will eine neue Schul-Art einführen: die Gemeinschafts-Schule. Dort lernen alle Kinder zusammen. Die anderen Schul-Arten bleiben. Das Übertritts-Zeugnis nach der Grundschule soll wegfallen. Eltern und Lehrer sprechen dann gemeinsam über die passende Schule.

Kleinere Klassen, mehr Personal, reformierte Lehrerbildung

Die SPD will Klassen mittelfristig auf höchstens 20 Kinder begrenzen und Schulen mit zusätzlichem Fach- und Verwaltungspersonal ausstatten. Die Lehramtsausbildung soll umgebaut werden, und alle Lehrkräfte sollen vom Berufsstart an nach A13 bezahlt werden.

Die SPD will kleinere Klassen. Höchstens 20 Kinder sollen in einer Klasse sein. Schulen sollen mehr Fachleute bekommen, zum Beispiel Schul-Psychologen. Alle Lehrer sollen gleich viel verdienen. Schulen mit vielen armen Kindern sollen mehr Geld bekommen.

Kostenfreie Bildung und volle Lernmittelfreiheit

Die SPD will, dass Bildung von der Kindertagesstätte bis zum Meister oder Master nichts kostet. Lernmittel einschließlich digitaler Geräte sollen für Schülerinnen und Schüler frei sein, damit das Einkommen der Eltern nicht über Bildung entscheidet.

Die SPD will: Bildung soll nichts kosten. Das gilt von der Kita bis zum Studium oder zur Meister-Prüfung. Auch Bücher und Tablets sollen für Schüler kostenlos sein. Lehrer sollen Dienst-Geräte bekommen.

Rechtsanspruch auf Ganztagsschule und kostenloses Schulessen

Die SPD will einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer gebundenen Ganztagsschule schaffen, auch nach der Grundschule. Alle Schülerinnen und Schüler sollen ein gesundes Frühstück und Mittagessen ohne Kosten bekommen. Ziel ist nach dem Programm mehr Chancengerechtigkeit.

Die SPD will: Jedes Kind hat ein Recht auf einen Platz in einer Ganztags-Schule. Das gilt auch nach der Grundschule. Alle Schüler bekommen Frühstück und Mittagessen kostenlos. Alle Kinder sollen schwimmen lernen.

Hochschulen solide finanzieren, Dauerstellen schaffen

Die SPD will die Grundfinanzierung der Hochschulen stärken, damit Lehre und Forschung weniger von Drittmitteln abhängen. Die Personalstrukturen sollen reformiert werden, sodass dauerhafte Aufgaben mit unbefristeten Stellen besetzt sind.

Die SPD will den Hochschulen mehr festes Geld geben. Für Aufgaben, die immer anfallen, soll es feste Stellen geben. Junge Forscher sollen besser planen können. Es soll mehr Wohnheim-Plätze für Studierende und Azubis geben.

Hochschulen demokratisieren und Gleichstellung stärken

Die SPD will an Bayerns Hochschulen die verfasste Studierendenschaft und die Viertelparität einführen, bei der vier Gruppen der Hochschule in Gremien gleich stark vertreten sind. Frauenbeauftragte sollen mehr Befugnisse bekommen, und das Studium soll barrierefreier werden.

Die SPD will mehr Mitbestimmung an Hochschulen. Studierende sollen eine eigene, gesetzlich festgelegte Vertretung bekommen. In den Gremien sollen alle Gruppen gleich viele Stimmen haben. Frauen-Beauftragte sollen mehr Rechte bekommen. Für Opfer von Belästigung soll es feste Beratungs-Stellen geben.

Politische Bildung und Gedenkarbeit ausbauen

Die SPD will mehr politische Bildung im Unterricht und einen verpflichtenden Besuch einer Gedenkstätte oder eines Demokratie-Ortes für alle Schülerinnen und Schüler. Politische Bildung soll von der Kita bis ins Erwachsenenalter reichen. Das Programm begründet das damit, demokratische Werte zu festigen und rechten Tendenzen zu begegnen.

Die SPD will mehr politische Bildung an Schulen. Jedes Schulkind soll einmal eine Gedenkstätte besuchen. Eine Gedenkstätte erinnert zum Beispiel an die Opfer der Nazi-Zeit. Schon Kinder in der Kita sollen Demokratie lernen. Auch Erwachsene sollen Angebote bekommen.

Bildung europäischer ausrichten und gebührenfrei halten

Die SPD will Bildung in Bayern unabhängig von der Staatsangehörigkeit gebührenfrei machen und stärker auf Europa ausrichten. Englisch soll durchgehend ein Schwerpunkt des Unterrichts sein, und alle Schülerinnen und Schüler sollen mindestens einmal kostenlos ins Ausland reisen können. Für internationale Studierende, Forschende und Lehrende ist eine Wohnungsgarantie vorgesehen.

Die SPD will, dass Bildung in Bayern nichts kostet. Das soll für alle gelten, egal aus welchem Land sie kommen. Englisch soll in allen Klassen wichtig sein. Jedes Schulkind soll einmal eine Woche kostenlos ins Ausland fahren können.

SPD: alle 11 Punkte mit Zitat und Seitenzahl