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CDU zur Bildung

Aus dem Programm „Auf den Inhalt kommt es an. #kurSHalten – Unser Wahlprogramm zur Landtagswahl am 8. Mai“

Landtagswahl Schleswig-Holstein 2022, 8. Mai 2022Original-PDF, 166 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Bildung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 16 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 13 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschaftausgewogen (-0,1), aus 11 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 6 eher progressiv, 0 ausgewogen, 5 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher offen (-0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Diplomatie zuerst, 0 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bewegungsstunde im Ganztag einführen

Die CDU will zusammen mit der Ganztagsschule eine Bewegungsstunde einführen. Vereine und Träger sollen daran mitwirken. Das Ganztagsangebot in der Grundschule soll zudem gut ausgebaut und hochwertig sein.

Die CDU will eine Bewegungs-Stunde an Schulen. Kinder sollen sich dort bewegen und Sport machen. Die Stunde gehört zur Ganztags-Schule. Das ist Schule mit Angeboten am Nachmittag. Vereine sollen dabei helfen.

Die Bewegungsstunde soll gemeinsam mit dem Ganztag an Schulen kommen. Für die Umsetzung setzt das Programm auf die Zusammenarbeit mit Vereinen und Trägern. Die CDU nennt außerdem ein gut ausgebautes Ganztagsangebot von hoher Qualität an Grundschulen als Mittel, um Kinder mit ihren Stärken und Schwächen zu unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 2)
„In Zusammenarbeit mit Vereinen und Trägern wollen wir die Bewegungsstunde mit der Ganztagsschule einführen.“
Seite 2 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Erzieherausbildung ausbauen und vergüten

Die CDU will die praxisintegrierte Ausbildung (PiA) für Erzieherinnen und Erzieher deutlich ausweiten und eine Ausbildungsvergütung einführen. Mittelfristig soll daraus eine duale Ausbildung werden. So soll der wachsende Bedarf an Kita-Fachkräften gedeckt werden.

Die CDU will mehr Erzieherinnen und Erzieher ausbilden. Sie sollen in der Ausbildung Geld bekommen. Die Ausbildung soll es in jedem Kreis geben. Später soll sie in Schule und Betrieb zugleich stattfinden. Das nennt man duale Ausbildung.

Alle Kreise und kreisfreien Städte sollen einen Standort für die PiA-Ausbildung bekommen, bevölkerungsreiche Gebiete bei Bedarf mehrere. Das Programm nennt sie ein Erfolgsmodell und verweist auf die Verdopplung der Standorte auf elf Fachschulen seit 2019. Auch die Ausbildungsplätze für Sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten (SPA) sollen mehr werden. Zudem will die CDU es erleichtern, Menschen aus fachähnlichen Berufen als Fachkraft anzuerkennen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir wollen die PiA-Ausbildung erheblich ausweiten und zukünftig für den Beruf der Erzieherinnen und Erzieher eine Ausbildungsvergütung einführen.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue Ausbildungsvergütung und mehr Ausbildungsplätze erweitern die öffentlich getragenen Leistungen im Kita-Bereich.

Untersuchung für Viereinhalbjährige erproben

Die CDU will eine Untersuchung von Kindern im Alter von viereinhalb Jahren erproben, um sonderpädagogischen Förderbedarf früh zu erkennen. Kita und Grundschule sollen dabei zusammenarbeiten und gemeinsame Förderangebote einführen.

Die CDU will Kinder mit viereinhalb Jahren untersuchen lassen. Das soll zuerst getestet werden. So sieht man früh, ob ein Kind Hilfe braucht. Es geht um Sprache und Bewegung. Kita und Grundschule sollen dann gemeinsam helfen.

Die Untersuchung soll zunächst als Erprobung in Zusammenarbeit von Kita und Grundschule stattfinden. Ziel ist es, früh auf Defizite bei Sprache und Motorik reagieren zu können. Dafür sind Förderangebote vorgesehen, die beide Einrichtungen gemeinsam anbieten. Das Programm nennt es vorrangig, dass jedes Kind die Förderung bekommt, die seinem persönlichen Bedarf entspricht.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„In Kooperation zwischen Kita und Grundschule wollen wir eine Viereinhalbjährigen-Untersuchung mit Blick auf sonderpädagogische Förderbedarfe erproben“
Seite 9 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Inklusionsoffensive in Kitas starten

Die CDU will eine Inklusionsoffensive für Kitas, damit Inklusion in allen Einrichtungen umgesetzt wird. Fachleute verschiedener Richtungen sollen Personal und Eltern vor Ort unterstützen.

Die CDU will mehr Inklusion in Kitas. Inklusion heißt: Kinder mit und ohne Behinderung sind zusammen. Das soll in allen Kitas im Land so sein. Fachleute sollen dem Personal und den Eltern helfen.

Nach dem Programm muss der Inklusionsgedanke Teil des Kita-Alltags werden. Die Offensive soll erreichen, dass dies im ganzen Land geschieht. Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen sollen den Beschäftigten und den Eltern in den Einrichtungen zur Seite stehen. Die CDU will Inklusion zudem insgesamt qualitativ verbessern und passgenau umsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„Wir wollen eine Inklusionsoffensive, damit flächendeckend Inklusion in den Einrichtungen gelebt wird.“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Inklusion soll in allen Kitas ausgebaut werden, was die gemeinsame Teilhabe von Kindern mit und ohne Förderbedarf schrittweise stärkt.

Bildungs-Plus-Programm und Standards in Kitas einführen

Die CDU will Kinder in der Kita gezielter auf die Schule vorbereiten. Dazu sollen ein Bildungs-Plus-Programm und verbindliche Bildungsstandards dienen.

Die CDU will Kinder in der Kita besser auf die Schule vorbereiten. Dafür soll es ein neues Programm geben. Für alle Kitas sollen feste Regeln zur Bildung gelten.

Das Programm soll Vorläuferfähigkeiten für Lesen, Schreiben und Mathematik sowie den Zugang zu Naturwissenschaften fördern. Bestehende Fortbildungsprojekte aus Schleswig-Holstein wie „Versuch macht klug“ können einfließen. Auch Medien- und Ernährungskompetenz, kulturelle Bildung und musikalische Früherziehung sollen früh vermittelt werden. Zudem will die CDU eine Untersuchung der Viereinhalbjährigen erproben, bei der Kita und Grundschule zusammenarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Mit einem Bildungs-Plus-Programm wollen wir Kinder umfassend auf die Schulzeit vorbereiten.“
Seite 11 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Nachhaltigkeit, Demokratie und Kultur in Kitas verankern

Die CDU will Bildung für nachhaltige Entwicklung und Demokratieerziehung in sämtlichen Kitas des Landes einführen. Außerdem sollen Naturkindertagesstätten ausgebaut und Kooperationen mit Kultureinrichtungen gestärkt werden.

Kinder sollen in der Kita etwas über Umwelt und Demokratie lernen. Das soll in allen Kitas im Land so sein. Die CDU will auch mehr Natur-Kitas. Kitas sollen mehr mit Kultur-Einrichtungen zusammenarbeiten.

Kinder sollen nach dem Programm Zukunftsthemen spielerisch kennenlernen und in der Kita stärker beteiligt werden. Den Ausbau von Natur- und Wald-Kitas will die CDU gemeinsam mit Kommunen und Verbänden fördern. Künstlerische Aktivitäten wie Musik, Tanz oder bildende Kunst sollen Kindern von den ersten Jahren an vermittelt werden. Dafür soll die Vernetzung mit kulturellen Einrichtungen außerhalb der Kita wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Bildung für nachhaltige Entwicklung und Demokratieerziehung wollen wir flächendeckend in allen Kitas implementieren und die Beteiligung von Kindern schon in der Kita weiter stärken.“
Seite 11 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Bewegungsoffensive in Kitas und Grundschulen starten

Die CDU will Kindern in Kitas und Grundschulen mehr Bewegung ermöglichen. Sie begründet das damit, dass Spiel und Sport die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen dauerhaft fördern.

Kinder sollen sich mehr bewegen. Das gilt für die Kita und für die Grundschule. Die CDU sagt: Bewegung ist gut für die Gesundheit. In der Grundschule soll es jede Woche eine Bewegungs-Stunde geben.

Erzieherinnen und Erzieher sollen durch Fortbildungen und freiwillige Ausbildungsmodule für Sport und Bewegung besser qualifiziert werden, damit die tägliche Bewegungszeit steigt. Das Programm „Kinder in Bewegung“ samt „Kein Kind ohne Sport“ soll weiterlaufen. An jeder Grundschule soll es im Ganztag mindestens eine wöchentliche Bewegungsstunde zusätzlich zum Sportunterricht geben, wo möglich zusammen mit Sportvereinen oder Volkshochschulen. Auch der Umbau von Schulhöfen und Schulräumen soll gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Wir wollen eine Bewegungsoffensive in den Kindertagesstätten auf den Weg bringen.“
Seite 11 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Professur für frühkindliche Bildung einrichten

Die CDU will in Schleswig-Holstein eine Professur für frühkindliche Bildung schaffen. Dazu sollen ein dualer Bachelor- und ein Masterstudiengang gehören.

Die CDU will eine neue Professur schaffen. Sie soll sich mit Bildung für kleine Kinder befassen. Dazu soll es zwei neue Studiengänge geben.

Die Professur soll nach dem Programm helfen, die Bildungsziele für Kitas in ihrer ganzen Breite zu erreichen. Der Bachelorstudiengang ist dual angelegt, verbindet also Studium und Praxis. Ergänzend ist ein Masterstudiengang vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 11)
„Wir werden eine Professur für frühkindliche Bildung mit dualem Bachelorstudiengang und Masterstudiengang einrichten.“
Seite 11 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Mehr Unterricht und Förderung an Grundschulen

Die CDU will in den ersten beiden Grundschulklassen je eine Unterrichtsstunde mehr einführen, um Deutsch und Mathematik zu stärken. Kleine Grundschulstandorte sollen weiter vom Land unterstützt werden.

Kinder in Klasse 1 und 2 sollen eine Stunde mehr Unterricht bekommen. Die Stunde ist für Deutsch und Mathe gedacht. Kleine Grundschulen sollen bleiben. Das Land soll ihnen dabei helfen.

Stärken und Schwächen der Kinder sollen früh mit einfachen Diagnoseinstrumenten erfasst werden, damit Förderbedarf ohne Stigmatisierung erkannt und ausgeglichen wird. In den Klassen 3 und 4 sollen informatische Grundbildung, Medienkompetenz und kulturelle Bildung mehr Raum bekommen, auch mit außerschulischen Partnern. Kleine Standorte sollen nach dem Grundsatz „kurze Beine, kurze Wege“ zusätzliche Landesmittel erhalten. Der Übergang zu den weiterführenden Schulen soll durch engere Zusammenarbeit der Schulen erleichtert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Wir werden in der 1. und 2. Klasse der Grundschule jeweils eine zusätzliche Unterrichtsstunde einführen, die zur Stärkung der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik eingesetzt werden soll.“
Seite 13 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Gymnasium und Gemeinschaftsschule mit eigenen Profilen stärken

Die CDU will Gymnasien und Gemeinschaftsschulen als gleichwertige Schularten mit jeweils eigenem Profil weiterentwickeln. An Gemeinschaftsschulen sollen Lerngruppen nach Leistung getrennt und Abschlussprüfungen für alle verpflichtend werden.

Die CDU will beide Schul-Arten behalten: Gymnasium und Gemeinschafts-Schule. Das Gymnasium soll auf das Studium vorbereiten. Die Gemeinschafts-Schule soll auf alle Abschlüsse vorbereiten. Dort sollen Schüler ab Klasse 7 nach Leistung in Gruppen lernen.

Das Gymnasium soll als Ort des Leistungsgedankens auf eine akademische Ausbildung vorbereiten, die Gemeinschaftsschule auf alle Abschlüsse und besonders auf die duale Ausbildung. In den Hauptfächern sollen Gemeinschaftsschulen ab der siebten Klasse Gruppen mit grundlegendem und erhöhtem Niveau bilden; in Nebenfächern bleibt das freiwillig. Alle Schülerinnen und Schüler dort sollen an den Prüfungen zum Ersten allgemeinbildenden und zum Mittleren Schulabschluss teilnehmen, auch damit weniger Jugendliche ohne Abschluss abgehen. Hinzu kommen Berufsorientierung mit Potenzialanalyse ab Klasse 7 und eine gleichmäßigere Verteilung der Wege zum Abitur im Land.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„An Gemeinschaftsschulen werden wir ab Klasse 7 in den Hauptfächern und freiwillig in den Nebenfächern Lerngruppen nach Leistungsstand teilen.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Trennung von Lerngruppen nach Leistung und die Betonung des Gymnasiums stärken schrittweise ein herkömmliches, gegliedertes Schulverständnis.

Informatik als Pflichtfach ab Klasse 5 einführen

Die CDU will Informatik an sämtlichen weiterführenden Schulen von der fünften Klasse an zum Pflichtfach machen. Schülerinnen und Schüler sollen so früh mit Zukunftskompetenzen vertraut werden.

Alle Schüler sollen Informatik lernen. Das Fach soll ab Klasse 5 Pflicht sein. Die CDU will dafür mehr Lehrer ausbilden.

Medienbildung soll daneben Aufgabe aller Fächer bleiben. Um genug Lehrkräfte zu haben, will die CDU die laufende Weiterbildungsoffensive Informatik fortsetzen und IT-Fachleute aus Wirtschaft und Verwaltung als Partner gewinnen. Informatik soll fest in der Lehrkräfteausbildung verankert werden, mit Studienplätzen auch an der Europa-Universität. Geplant ist außerdem eine Professur für digitale Bildung und künstliche Intelligenz in der Bildung.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Informatik soll verpflichtend ab Klasse 5 an allen weiterführenden Schulen eingeführt werden.“
Seite 13 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Fremdsprachen und herkunftssprachlichen Unterricht ausbauen

Die CDU will den Fremdsprachenunterricht stärken und neue Modelle wie bilingualen und herkunftssprachlichen Unterricht erproben. In den großen Städten sollen internationale Schulangebote entstehen.

Schüler sollen mehr Fremdsprachen lernen können. Kinder aus eingewanderten Familien sollen auch die Sprache ihrer Familie lernen können. In großen Städten soll es internationale Schulen geben.

Fremdsprachen zählt das Programm neben der Digitalisierung zu den Zukunftskompetenzen. Bilingualer Unterricht, also Fachunterricht in einer Fremdsprache, soll als neues Modell ausprobiert werden. Für Kinder und Jugendliche aus Einwandererfamilien sollen Angebote in den Sprachen ihrer Herkunftsländer wachsen. Internationale Schulangebote sieht die CDU als Bedarf der großen Städte im Land.

Originalzitat anzeigen (Seite 12)
„Gerade für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund wollen wir Sprachangebote der Herkunftsländer gezielt ausbauen.“
Seite 12 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr herkunftssprachlicher und bilingualer Unterricht fördert schrittweise sprachliche und kulturelle Vielfalt an Schulen.

  • Migrationeher offen

    Der Ausbau herkunftssprachlicher Angebote erweitert schrittweise die schulischen Angebote für Zugewanderte und ihre Kinder.

Gründergeist und MINT-Bildung an Schulen fördern

Die CDU will ökonomische Bildung und Gründerkultur an weiterführenden Schulen im ganzen Land verankern. Zudem sollen MINT-Angebote wie Schülerlabore und die MINT-Akademie ausgebaut werden.

Schüler sollen lernen, wie Wirtschaft funktioniert. Sie sollen auch lernen, wie man eine Firma gründet. Die CDU will außerdem mehr Angebote für Mathe, Informatik, Natur-Wissenschaft und Technik.

Das bereits gestartete Konzept Entrepreneurship Education umfasst geänderte Fachanforderungen sowie Projekte und Aktionen und soll überall im Land gelten. Nach Darstellung der CDU geht es dabei auch um Selbstständigkeit und Projektdenken, nicht allein um Unternehmertum. Schülerlabore und MINT-Akademie sollen wachsen und überprüft werden, ähnliche Förderung soll es an Grundschulen geben. Außerschulische Lernorte wie die Flensburger Phänomenta oder das Multimar Wattforum in Tönning sollen Schulen mit Hochschulen und Unternehmen vernetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Wir möchten die Gründerkultur an allen weiterführenden Schulen fördern und das Konzept Entrepreneurship Education landesweit umsetzen.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Unternehmertum und Gründergeist sollen schrittweise stärker im Unterricht vermittelt werden, was Eigenverantwortung und Marktorientierung betont.

Freie Schulen und Mitwirkung von Eltern stärken

Die CDU will Schulen in freier Trägerschaft bei Unterrichtsgenehmigungen und bei der Suche nach Fachkräften stärker unterstützen. Außerdem sollen Eltern- und Schülervertretungen bessere Bedingungen für ihre Arbeit bekommen.

Die CDU will private Schulen unterstützen. Sie sollen leichter Lehrer finden. Auch Eltern-Vertreter und Schüler-Vertreter sollen besser arbeiten können.

Die CDU verweist darauf, die Ersatzschulförderung in den vergangenen Jahren deutlich erhöht zu haben. Ein neues Konzept soll den Zugang von Fachkräften zu freien Schulen erleichtern und zugleich die Qualitätsstandards bei deren Qualifizierung wahren. Die Bedingungen für Eltern- und Schülervertretungen will die Partei im Gespräch mit diesen Gremien weiter verbessern.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Wir wollen diese Schulen noch besser bei der Unterrichtsgenehmigung und beim Fachkräftemangel unterstützen.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Nichtstaatliche Schulträger sollen schrittweise leichtere Zugangsbedingungen für Personal und mehr Unterstützung erhalten.

Unterrichtsversorgung sichern und Lehrkräfte gewinnen

Die CDU will die Unterrichtsversorgung dauerhaft über 100 Prozent halten, um Unterrichtsausfall zu verringern. Eine Allianz für Lehrkräftebildung soll helfen, mehr Lehrkräfte zu gewinnen, vor allem in Mangelfächern.

Es soll genug Lehrer geben, damit weniger Unterricht ausfällt. Die CDU will mehr Lehrer gewinnen. Besonders fehlen Lehrer für Mathe, Informatik und Natur-Wissenschaften. Ein Bündnis soll die Ausbildung der Lehrer verbessern.

Die Allianz für Lehrkräftebildung soll Maßnahmen für eine bessere Lehramtsausbildung und für die Gewinnung didaktisch fundiert ausgebildeter Lehrkräfte aller Schularten anstoßen. Geprüft werden soll, das Lehrkräftebildungsgesetz und das Beamtenrecht flexibler zu gestalten. An den Hochschulen und am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH) will die CDU Exzellenz in Qualität und Umfang der Ausbildung sichern. Jahrgänge, deren Ausbildung von der Coronapandemie betroffen war, sollen nach dem Vorbereitungsdienst vorübergehend zusätzliche Unterstützung bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 16)
„Wir wollen weiterhin eine Unterrichtsversorgung von über 100 Prozent erreichen.“
Seite 16 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Fortbildungspflicht und digitale Schulung für Lehrkräfte

Die CDU will Lehrkräfte verpflichten, jährlich mindestens 15 Stunden Fortbildung nachzuweisen. Digitale Bildung soll in Ausbildung und Fortbildung einen festen Platz bekommen.

Lehrer sollen sich jedes Jahr weiterbilden müssen. Es sollen mindestens 15 Stunden im Jahr sein. Sie sollen vor allem mehr über digitalen Unterricht lernen.

Für die zusätzlichen Pflichtfortbildungen sieht das Programm Entlastungen beim Unterricht vor. In der Lehrkräfteausbildung sollen neue Pflichtmodule zu digitalem Unterricht und Medienbildung entstehen. Ein regional gestütztes Netzwerk digitaler Kompetenzzentren soll Schulen passgenau beraten und fortbilden. Jede Schule soll einmal pro Schuljahr einen zusätzlichen, verbindlichen Schulentwicklungstag zur digitalen Bildung abhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 17)
„Lehrkräfte sollen zukünftig verpflichtend im Jahr mindestens 15 Stunden Fortbildung nachweisen.“
Seite 17 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Ganztag an Grundschulen bis 2026/27 ausbauen

Die CDU will die Ganztagsangebote an Grundschulen bis zum Schuljahr 2026/27 so erweitern, dass der Rechtsanspruch schrittweise erfüllt werden kann. Land und Bund sollen die Schulträger bei Räumen und Personal finanziell unterstützen.

Die CDU will mehr Ganztag an Grundschulen. Ganztag heißt: Kinder werden auch am Nachmittag in der Schule betreut. Bis 2026/27 soll es genug Plätze geben. Das Land und der Bund sollen dafür Geld geben.

Vereine, Verbände, Jugendhilfe, Sport und kulturelle Bildung sollen in den Ganztag eingebunden werden, ebenso Ernährung, Bewegung und Prävention. Die Ausbildungskapazitäten für Fachkräfte sollen nach Bedarf weiter wachsen; bessere Personalentwicklung und attraktive Verträge sollen häufige Personalwechsel verringern. Das Land soll Fahrten zu außerschulischen Lernorten fördern, wobei der Schulträger einen Eigenanteil trägt. Für die Klassen 5 und 6 will die CDU prüfen, wie verlässliche Ganztagsangebote schrittweise gesichert werden können. Ganztagsthemen sollen in die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften einfließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Wir wollen den Ganztag in seinen unterschiedlichen Formen an den Grundschulen bis zum Schuljahr 2026/27 so ausbauen, dass der Rechtsanspruch auf Ganztag aufwachsend gewährleistet werden kann.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das öffentliche Betreuungsangebot soll mit zusätzlichem Geld von Land und Bund ausgebaut werden, was mehr staatliche Leistungen bedeutet.

Schulbauförderung des Landes fortsetzen

Die CDU will die Schulträger auch nach 2023 beim Bau und bei der Sanierung von Schulen fördern. Dazu sollen ein Musterraumprogramm und neue Schulbauberater des Landes kommen.

Die CDU will weiter Geld für den Bau von Schulen geben. Das soll auch nach 2023 gelten. Es soll Berater für den Schulbau geben. Sie helfen vor allem kleinen Schulträgern.

Gemeinsam mit den kommunalen Landesverbänden soll ein Musterraumprogramm als Empfehlung für den Klassenraum der Zukunft entstehen, das auch die Belüftung behandelt. Schulbauberater des Landes sollen besonders kleine Schulträger bei Sanierung und Neubau begleiten. Neubauten sollen feste Arbeitsplätze für Lehrkräfte stärker vorsehen und Räume für digitalen Unterricht sowie Barrierefreiheit berücksichtigen. Geprüft werden soll, wie nachhaltiges Bauen möglich ist, und der Umgang mit Denkmalschutz in Schulgebäuden soll ausgewertet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Wir werden die Schulträger beim Schulbau auch über 2023 hinaus unterstützen und fördern“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentliche Investitionsförderung für Schulgebäude soll über das bisherige Ende hinaus weiterlaufen.

Perspektivschulen fortführen und Sprachangebote stärken

Die CDU will das Programm für Schulen in sozial schwierigen Lagen, die mehr Geld erhalten, fortsetzen und weiterentwickeln. Dazu gehören mehr Deutschangebote, auch für Eltern, und ein Frühstück an diesen Schulen.

Manche Schulen haben es besonders schwer. Sie bekommen mehr Geld. Die CDU will dieses Programm weiterführen. Es soll mehr Deutsch-Kurse geben, auch für Eltern. An diesen Schulen soll es auch Frühstück geben.

Die Perspektivschulen sollen nach einer erfolgreichen Auswertung weiterlaufen und weiterentwickelt werden. Das Programm begründet das mit gleichen Bildungschancen für jedes Kind. Zusätzliche Angebote für Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache sollen auch Eltern und Familien von Grundschulkindern offenstehen, was aus Sicht der CDU die Integration fördert. Außerdem will sich die Partei für ein Frühstücksangebot an diesen Schulen einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Deswegen werden wir uns weiterhin für die Stärkung des PerspektivSchul-Programms einsetzen, bei dem diese Schulen erhöhte Zuwendungen erhalten“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Mittel sollen gezielt an Schulen in sozial schwierigen Lagen fließen, was dem Ausbau staatlicher Leistungen entspricht.

  • Migrationeher offen

    Mehr Deutschangebote für Kinder und Eltern sollen die Integration Zugewanderter fördern.

Lern- und Betreuungsangebote in den Ferien verstetigen

Die CDU will schulische Lern- und Betreuungsangebote in den Ferien dauerhaft einrichten. Sie verweist darauf, dass sich solche Angebote im Programm zum Aufholen nach Corona bewährt hätten.

Die CDU will Lern-Angebote in den Ferien. Diese soll es dauerhaft geben. Die Kinder können dort lernen und werden betreut. Der Bund soll dafür weiter Geld geben.

Die Angebote sollen mit außerschulischen Lernorten verknüpft sein. Gefördert werden sollen sowohl leistungsschwächere als auch leistungsstarke und besonders begabte Schülerinnen und Schüler. Beim Bund will sich die CDU dafür einsetzen, dass Aufhol- und Ferienprogramme auch nach der Pandemie bestehen bleiben und mitfinanziert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Im Sinne der Bildungsgerechtigkeit wollen wir dauerhaft schulische Lern- und Betreuungsangebote in den Ferien unter Vernetzung mit außerschulischen Lernorten anbieten.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein bisher befristetes, öffentlich finanziertes Angebot soll dauerhaft bestehen bleiben.

Pilotprojekt für kostenlose Menstruationsartikel an Schulen

An weiterführenden Schulen will die CDU in einem Pilotprojekt Hygieneartikel kostenlos bereitstellen. Sie begründet das damit, dass Kosten und Unsicherheit rund um die Menstruation Schülerinnen vom Unterricht fernhalten können.

Die CDU will einen Versuch an Schulen starten. Dort soll es kostenlose Hygiene-Artikel für die Periode geben. Manche Mädchen fehlen sonst im Unterricht. Das will die CDU verhindern.

Das Vorhaben ist als Pilotprojekt angelegt und betrifft weiterführende Schulen. Nach Darstellung des Programms können sowohl die Ausgaben für Menstruationsartikel als auch die damit verbundene Unsicherheit dazu führen, dass Schülerinnen dem Unterricht fernbleiben. Das Projekt soll dem vorbeugen.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„werden wir ein Pilotprojekt zur Unterstützung von kostenlosen Hygieneartikeln an weiterführenden Schulen einrichten.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Eine neue, öffentlich finanzierte Leistung soll zunächst in kleinem Rahmen erprobt werden.

  • Gesellschafteher progressiv

    Ein Versuch mit kostenlosen Menstruationsartikeln soll Nachteile für Schülerinnen abbauen und dient damit der Gleichstellung.

Multiprofessionelle Teams an Schulen ausbauen

Die CDU will Schulbegleitung, Schulassistenz und Schulsozialarbeit in gemeinsamen Teams mit regionalen Budgets bündeln und landesweit ausbauen. Schule sei längst mehr als ein Ort der Wissensvermittlung und brauche deshalb neben Lehrkräften weitere Berufsgruppen.

An Schulen arbeiten nicht nur Lehrer. Es gibt auch Helfer für einzelne Kinder und Sozial-Arbeiter. Die CDU will diese Fachleute in einem Team zusammenfassen. Jede Region bekommt dafür ein festes Budget. Es soll mehr solche Teams im Land geben.

Schulassistenz und Schulbegleitung sollen als eine gemeinsame Leistung gedacht werden; auch Sonderpädagogik und Schulsozialarbeit gehören zum Team. Die Schulassistenzen sollen auf Basis des Evaluationsberichts von Oktober 2020 ausgeweitet werden. Die Schulsozialarbeit soll unter Wahrung ihrer fachlichen Eigenständigkeit eingebunden und mittelfristig mit Bund, Land und Kommunen ausgebaut werden. Land, Kreise und kreisfreie Städte sollen auf Grundlage von Daten und Verteilungskriterien Budgets vereinbaren; an Modellstandorten zeigt sich laut Programm eine höhere Wirtschaftlichkeit. Regionale Fortbildungen zur Teamentwicklung sollen wachsen.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Wir wollen rechtskreisübergreifende Poollösungen als regionale Budgetmodelle von Schulbegleitungen und Schulassistenz unter Einbeziehung der unteren Schulaufsicht weiter erproben und landesweit weiterentwickeln.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Schulassistenz und Schulsozialarbeit sollen als öffentliche Leistungen ausgeweitet werden, wenn auch mit festen Budgets.

Inklusion mit mehr Sonderpädagogen und Standards stärken

Die CDU will weitere Stellen für Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen schaffen und landesweit verbindliche Standards für Inklusion einführen. Maßstab bleibt ein Gutachten von 2016, das den Bedarf auf 493 zusätzliche Stellen beziffert.

Inklusion heißt: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen. Die CDU will dafür mehr Fach-Lehrer einstellen. Im ganzen Land sollen dieselben festen Regeln gelten. Der Beruf soll attraktiver werden.

Das Programm verweist darauf, dass in der vergangenen Wahlperiode bereits 350 zusätzliche Sonderpädagogen eingestellt wurden. Die CDU will für das Studium werben und den Beruf attraktiver machen. Arbeitsplatzbeschreibungen sollen klare Zuständigkeiten festlegen, damit die Fachkräfte die Lehrkräfte an Regelschulen konkret unterstützen. Ab 2025 kann an weiterführenden Schulen erprobt werden, Schulassistenzen statt zusätzlicher Sonderpädagogen einzusetzen. Eltern sollen Unterstützung erhalten und Bürokratie soll sinken.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„In der nächsten Legislatur werden wir weitere Stellen für Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen schaffen.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche Stellen im öffentlichen Schuldienst bedeuten mehr staatliche Ausgaben für Bildung.

  • Gesellschafteher progressiv

    Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Förderbedarf soll mit mehr Personal und festen Standards gestärkt werden.

Förderzentren erhalten und besondere Lerngruppen einrichten

Die CDU will Förderzentren mit eigenen Schülerinnen und Schülern beibehalten, damit dort bei Bedarf individuell gefördert werden kann. Zusätzlich sollen Lerngruppen für Kinder mit Förderbedarf in der emotionalen und sozialen Entwicklung entstehen.

Förderzentren sind Schulen für Kinder mit besonderem Förder-Bedarf. Die CDU will diese Schulen behalten. Es soll auch neue Lern-Gruppen geben. Sie sind für Kinder mit Problemen im Verhalten. Später sollen diese Kinder in ihre Klasse zurück.

Pro Region soll an ausgewählten Schulen je eine solche Lerngruppe eingerichtet werden. Dort arbeiten Lehrkräfte aus Regel- und Sonderschulen mit Sozialpädagogen zusammen; Ziel ist die Rückkehr der Kinder in den regulären Unterricht. Regionale Fortbildungen, landesweiter fachlicher Austausch und Auswertungen sollen die Netzwerke stärken. Der Unterricht in Krankenhäusern soll neu strukturiert und ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir bekennen uns zum Erhalt von Förderzentren, auch mit eigenen Schülerinnen und Schülern“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die getrennte Förderschule soll ausdrücklich neben dem gemeinsamen Unterricht bestehen bleiben, statt ganz in der Regelschule aufzugehen.

Schulleitungen qualifizieren und Schulaufsicht stärken

Die CDU will Führungskräfte an Schulen gezielt finden, ausbilden und fortbilden und die Besetzung von Leitungsstellen neu regeln. Die Schulaufsicht, vor allem die Schulämter, soll gestärkt werden.

Die CDU will Schulleiter besser ausbilden. Sie will früh Lehrer finden, die gut leiten können. Die Auswahl für Leitungs-Stellen soll neu geregelt werden. Die Schul-Ämter sollen mehr Unterstützung geben können.

Geplant ist eine Personalreserve für Funktionsstellen, für die Vorbereitungslehrgänge und eine Potenzialanalyse Pflicht sind. Funktionsstellen sollen nach der Aufgabe und nicht nach der Laufbahn besetzt und bezahlt werden. An großen Schulen sollen Verwaltungsleitungen im Landesdienst erprobt werden. Am neuen Verfahren zur Besetzung von Schulleitungen sollen die Schulträger beteiligt sein. Geprüft wird, ob Ausgleichs- und Entlastungsstunden an gewachsene Aufgaben angepasst werden müssen; auch für den Unterricht mit neuen Medien soll es überprüfbare Qualitätsmerkmale geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Wir wollen zukünftig die Personalentwicklung an unseren Schulen systematisch fördern und die Schulleitungsqualifizierung weiter verbessern und professionalisieren.“
Seite 22 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Berufsorientierung und Jugendberufsagenturen ausbauen

Die CDU will Programme zur beruflichen Orientierung dauerhaft weiterführen und erweitern. Jugendberufsagenturen sollen in allen Regionen des Landes entstehen und den Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen.

Schüler sollen früh etwas über Berufe erfahren. Die CDU will dafür mehr Programme. Überall im Land soll es Jugend-Berufs-Agenturen geben. Sie helfen Jugendlichen beim Start in den Beruf.

Die Programme zu Berufsfelderkundung, Coaching und Potenzialanalyse sollen verlässlich und ohne zeitliche Befristung laufen. Flexklassen, in denen der erste allgemeinbildende Abschluss erst nach zehn Schuljahren abgelegt wird, sollen nach Bedarf wachsen. Einrichtungen des produktiven Lernens für junge Menschen ohne Abschluss sollen an weiteren Standorten entstehen. Die CDU bekennt sich zugleich zur beruflichen Bildung als eigenem Bildungsweg.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Wir setzen uns für einen Ausbau von Programmen in den Bereichen Berufsfelderkundung, Coaching und Potenzialanalyse ein.“
Seite 23 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Landesweite Schüler-ID einführen

Die CDU will eine landesweite Kennung für Schülerinnen und Schüler einführen. Sie soll die Bildungsberichterstattung verbessern und Wechsel im Bildungsweg unbürokratischer machen.

Jeder Schüler soll eine eigene Nummer bekommen. Die CDU nennt das Schüler-ID. Damit soll ein Schul-Wechsel einfacher werden. Das Land will so auch bessere Zahlen über Bildung bekommen.

Ziel der CDU ist, dass die Kennung bundesweit anwendbar wird. Geprüft werden soll außerdem, ob sie sich für bessere Übergänge einsetzen und ausbauen lässt, ebenso für die gemeinsame Arbeit der Jugendberufsagenturen.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„Zudem wollen wir eine landesweite Schüler-ID zum Zweck einer verbesserten Bildungsberichterstattung und unbürokratischer Wechsel innerhalb der individuellen Bildungslaufbahn einrichten.“
Seite 23 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Berufliche Schulen und duale Ausbildung sichern

Die CDU will die sechs Schularten der beruflichen Bildung erhalten und die duale Ausbildung mit einem Masterplan absichern. Berufliche Schulen sollen modern ausgestattet und digital arbeiten können.

Die CDU will die Berufs-Schulen stärken. Alle sechs Arten von Berufs-Schulen sollen bleiben. Ein Plan soll den Unterricht auch auf dem Land sichern. Die Schulen sollen gute Technik bekommen.

Den Masterplan soll das Landesinstitut für Berufliche Bildung (SHIBB) mit weiteren Akteuren erstellen, um Berufsschulunterricht in Zentren und in der Fläche zu sichern. Unterricht soll möglichst in Präsenz stattfinden; digitale Formen werden geprüft, um kleine Klassen auf dem Land und in wenig nachgefragten Berufen zu halten. Kreise und kreisfreie Städte sollen bei Laboren und Werkstätten über mögliche Schulbauprogramme Hilfe erhalten. Alle Schülerinnen und Schüler sollen mit einem Lernmanagementsystem arbeiten. Lehrkräfte allgemeinbildender Schulen sollen mehr über berufliche Bildung erfahren, und mit den Kammern will die CDU über Wohnmöglichkeiten für Auszubildende sprechen.

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„Das System der beruflichen Bildung lebt von den sechs verschiedenen Schularten. Diese wollen wir erhalten und weiterentwickeln.“
Seite 24 im Original

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Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Abschlüsse gegenseitig anerkennen, offene Berufshochschule gründen

Die CDU will den Wechsel zwischen schulischer Berufsbildung, dualer Ausbildung und Studium erleichtern, indem Abschlüsse gegenseitig angerechnet werden. Zusätzlich soll eine offene Berufshochschule entstehen, die Ausbildung und Studium verbindet.

Die CDU will, dass Abschlüsse überall zählen. Wer an einer Berufsschule etwas gelernt hat, soll das in der Ausbildung anrechnen können. Auch im Studium soll ein Berufs-Abschluss zählen. Außerdem soll es eine neue offene Berufs-Hochschule geben.

Rein schulisch erworbene Berufsabschlüsse, etwa aus der Berufsfachschule, sollen auf eine duale Ausbildung angerechnet werden. Berufliche Abschlüsse sollen wiederum in passenden Studiengängen zählen. Für die offene Berufshochschule sollen Berufsschulen, Fachhochschulen und die Weiterbildung über oncampus enger zusammenarbeiten. Das Schleswig-Holsteinische Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) soll die Bildungsketten koordinieren; die CDU will es evaluieren, fortführen und weiter professionalisieren.

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„Wir wollen mehr Durchlässigkeit zwischen den Systemen durch wechselseitige Anerkennung von Abschlüssen und Qualifizierungen ermöglichen.“
Seite 26 im Original

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Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

MINT-Bildungsgänge an beruflichen Schulen stärken

Die CDU will technische und naturwissenschaftliche Bildungsgänge an beruflichen Schulen überdurchschnittlich stärken. Sie begründet das mit dem Fachkräftemangel in den MINT-Berufen.

In technischen Berufen fehlen viele Fachleute. Die CDU will deshalb technische Fächer an Berufsschulen besonders fördern. MINT heißt: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Auch die Ausbildung von Schiffs-Offizieren soll besser werden.

Im Blick stehen berufliche Gymnasien mit technischen Fachrichtungen und beruflicher Informatik sowie die Fachrichtung Technik in anderen Bildungsgängen. Nach Darstellung des Programms tragen sie dazu bei, den Bedarf in gewerblich-technischen Berufen und im Ingenieurwesen zu decken. Auch die Ausbildung nautischer und technischer Schiffsoffiziere soll gestärkt werden.

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„Bildungswege und Ausbildungen zu MINT-Berufen wollen wir stärker fördern.“
Seite 26 im Original

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Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

App für Berufs- und Studienorientierung schaffen

Die CDU will eine App einführen, die Ausbildungs- und Berufswege zeigt und freie Ausbildungs- und Praktikumsplätze sichtbar macht. Sie soll auch Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern den Weg in eine Ausbildung verkürzen.

Die CDU will eine App für die Berufs-Wahl. Die App zeigt, welche Berufe und Ausbildungen es gibt. Sie zeigt auch freie Plätze für Ausbildung und Praktikum. Sie soll besonders für die Ausbildung im Betrieb werben.

Die App soll die Bandbreite möglicher Wege darstellen und konkrete Einstiegsangebote wie offene Lehrstellen anzeigen. Ziel ist, Ausbildungs- und Praktikumsplätze schneller bekannt zu machen. Wer ein Studium abbricht, soll rascher in den Ausbildungsmarkt finden. Die duale Ausbildung soll in der App besonders beworben werden.

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„Wir wollen eine Berufs- und Studienorientierungsapp schaffen.“
Seite 26 im Original

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Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Weniger Abgänge ohne Abschluss im Übergangsbereich

Die CDU will, dass weniger Jugendliche die berufsbildenden Schulen ohne Abschluss verlassen. Dazu sollen Ausbildungsvorbereitung und Berufsintegrationsklassen weiterentwickelt werden.

Manche Jugendliche verlassen die Berufsschule ohne Abschluss. Die CDU will, dass das seltener passiert. Dafür sollen Vorbereitungs-Klassen besser werden. Jugendliche sollen schneller eine Ausbildung im Betrieb beginnen.

Der Übergangsbereich umfasst Angebote zwischen Schule und Ausbildung. Das Programm verweist darauf, dass im Bundesdurchschnitt dort zu viele junge Menschen ohne Abschluss abgehen. Die Angebote sollen so verändert werden, dass Jugendliche schneller in eine duale Ausbildung wechseln. Außerdem sollen sie mehr Unterstützung bekommen, um die Ausbildung abzuschließen.

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„Wir müssen im Übergangsbereich die Anzahl von Abgängen ohne Abschluss reduzieren.“
Seite 27 im Original

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Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Lehrkräfte für berufsbildende Schulen gewinnen

Die CDU will mehr Lehrkräfte für berufsbildende Schulen gewinnen und die Unterrichtsversorgung von über 100 Prozent halten. Dafür soll der Bedarf auch für diese Schulen vorausberechnet und der Quer- und Seiteneinstieg attraktiver werden.

An Berufsschulen fehlen Lehrerinnen und Lehrer. Die CDU will mehr Menschen für diesen Beruf gewinnen. Auch Leute aus Betrieben sollen leichter Lehrkraft werden können. Es soll weiter genug Unterricht geben.

Die Prognose zum Lehrkräftebedarf soll auf berufsbildende Schulen ausgedehnt werden; weitere Schritte sollen mit der Allianz für Lehrkräftebildung entstehen. Besonders im Blick sind die Mangelfächer Sozialpädagogik, Informationstechnik, Elektro-, Metall- und Kfz-Technik. Der Vorbereitungsdienst soll stärker auf die berufliche Bildung zugeschnitten und für Wechsler aus der Wirtschaft attraktiv sein. Die CDU will prüfen, wie die Arbeit als Fachlehrkraft attraktiver wird und Aufstiegschancen entstehen. Das duale Studium an der Europa-Universität Flensburg soll evaluiert und bei Bedarf weiterentwickelt werden.

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„Wir wollen zusätzliche Studierende für die Lehramtsstudiengänge in den Mangelfachrichtungen Elektrotechnik, Metalltechnik, Kfz-Technik, Informationstechnik und Sozialpädagogik gewinnen.“
Seite 27 im Original

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Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Weiterbildungsstrategie entwickeln und gesetzlich verankern

Die CDU will eine landesweite Strategie für Weiterbildung erarbeiten und in ein Gesetz schreiben. Finanzierung, digitale Angebote und die Vernetzung der Träger sollen weiterentwickelt werden, damit Weiterbildung in den Bildungswegen mehr Gewicht bekommt.

Die CDU will einen Plan für Weiterbildung im Land machen. Weiterbildung heißt: Erwachsene lernen Neues für Beruf oder Alltag. Der Plan soll in einem Gesetz stehen. Es soll eine Internet-Plattform mit Angeboten geben. Die Anbieter sollen enger zusammenarbeiten.

An der Strategie sollen Volkshochschulen, Weiterbildungseinrichtungen, Wirtschaft, berufsbildende Schulen und Hochschulen mitwirken. Das Weiterbildungsgesetz soll überprüft und bei Bedarf reformiert werden, auch mit Blick auf die Finanzierung. Geplant ist eine Landesplattform für Weiterbildung, die an die vorgesehene Bildungsplattform des Bundes anschließt. Hinzu kommen Vernetzungsgespräche auf Kreis- und Landesebene sowie eine landesweite Weiterbildungskonferenz. Die CDU will sich für bundesweit einheitliche Zertifizierungsregeln einsetzen und einen Weiterbildungsmaster für Künstliche Intelligenz in Lübeck prüfen.

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„Wir werden eine umfassende Weiterbildungsstrategie für Schleswig-Holstein entwickeln und gesetzlich normieren.“
Seite 28 im Original

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Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

BAföG für Weiterbildung öffnen und elternunabhängiger machen

Die CDU will sich im Bund dafür einsetzen, BAföG und Aufstiegs-BAföG zusammenzulegen und die Altersgrenze zu öffnen. Zudem soll die Förderung weniger vom Einkommen der Eltern abhängen.

BAföG ist Geld vom Staat für Ausbildung und Studium. Die CDU will, dass auch ältere Menschen BAföG bekommen können. Das BAföG soll weniger vom Geld der Eltern abhängen. Zwei Arten von BAföG sollen eine werden.

Das Aufstiegs-BAföG fördert berufliche Fortbildungen wie den Meister. Beide Förderarten sollen zu einer zusammengeführt werden. Die Förderung soll auch jenseits der bisherigen Altersgrenze möglich sein. Die CDU beschreibt das Ziel als weiterbildungsfreundliche Weiterentwicklung des BAföG.

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„Auf Bundesebene werden wir uns für die Zusammenführung von BAföG und Aufstiegs-BAföG, die Öffnung des BAföG über die aktuelle Altersgrenze hinaus“
Seite 28 im Original

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  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die staatliche Ausbildungsförderung soll auf ältere Menschen ausgeweitet und weniger an das Elterneinkommen gebunden werden, was öffentliche Leistungen schrittweise ausbaut.

Grundbildungszentren ausbauen, Gebühren für ersten Schulabschluss streichen

Die CDU will die Grundbildungszentren ausbauen, um den Anteil Erwachsener zu senken, die nicht ausreichend lesen und schreiben können. Wer den ersten allgemeinbildenden Schulabschluss an einer Weiterbildungseinrichtung nachholt, soll dafür keine Gebühren mehr zahlen.

Manche Erwachsene können nicht gut lesen und schreiben. Die CDU will mehr Orte schaffen, an denen sie das lernen können. Diese Orte heißen Grundbildungs-Zentren. Wer als Erwachsener den ersten Schul-Abschluss nachholt, soll nichts mehr bezahlen.

Laut Programm reichen bei über sieben Prozent der Erwachsenen die Lese- und Schreibkenntnisse nicht aus. Diese Quote soll durch regionale, leicht zugängliche Angebote sinken. Langfristig soll es in allen Kreisen und kreisfreien Städten ein solches Zentrum geben. Die Schulgebühren für den ersten allgemeinbildenden Abschluss in Weiterbildungseinrichtungen sollen entfallen.

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„Perspektivisch wollen wir in jedem Kreis und in jeder kreisfreien Stadt ein Grundbildungszentrum etablieren.“
Seite 28 im Original

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  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentlich getragene Grundbildungszentren und der Wegfall von Schulgebühren bauen öffentliche Leistungen schrittweise aus.

Grundfinanzierung der Hochschulen weiter erhöhen

Die CDU will die Mittel für die Hochschulen weiter Jahr für Jahr anheben, um eine auskömmliche Grundfinanzierung zu erreichen. Das Geld bleibt an Zielvereinbarungen und den Hochschulvertrag gebunden. Begründet wird dies mit neuen Anforderungen durch Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit.

Die Hochschulen sollen jedes Jahr mehr Geld bekommen. Die CDU sagt: Bisher reicht das Geld noch nicht. Die Hochschulen vereinbaren dafür Ziele mit dem Land. Auch private Hochschulen sollen Förderung bekommen können.

Nach dem Programm ist eine ausreichende Finanzierung der Grundhaushalte trotz der Zuwächse der vergangenen Jahre noch nicht erreicht. Die Mittel sollen auch die Entwicklung neuer Studiengänge ermöglichen. Zielvereinbarungen bilden den Rahmen, in dem sich Hochschulen und Hochschulmedizin eigenverantwortlich entwickeln. Für private Hochschulen will sich die CDU vor allem beim Bund dafür einsetzen, dass sie gleichberechtigt an Förderprogrammen teilhaben.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir werden daher die jährliche Steigerung der Hochschulmittel fortsetzen.“
Seite 38 im Original

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  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die öffentlichen Ausgaben für Hochschulen sollen weiter jährlich steigen, was den heutigen Stand schrittweise in Richtung mehr staatlicher Leistungen verschiebt.

Mehr Lehrkräfte an den Hochschulen ausbilden

Die CDU will an den Hochschulen die Bedingungen dafür schaffen, dass deutlich mehr Menschen ein Lehramtsstudium abschließen, vor allem in Mangelfächern. Grund ist der vorhergesagte hohe Bedarf an Grundschulen und besonders an Gemeinschaftsschulen.

Das Land braucht in Zukunft viele neue Lehrerinnen und Lehrer. Die CDU will deshalb mehr Menschen für das Lehramt ausbilden. Die Hochschulen bekommen dafür Geld. Im Studium soll das Digitale wichtiger werden.

Die CDU stützt sich auf die Lehrkräftebedarfsprognose des Landes. Im Lehramtsstudium soll ein Schwerpunkt auf digitalen Herausforderungen liegen. Die Allianz für Lehrkräfte soll die nötigen Mittel erhalten, und dieses Geld soll in die Grundhaushalte der Hochschulen übergehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir werden daher die notwendigen Voraussetzungen an den lehrkräfteausbildenden Hochschulen schaffen, um die Zahl der Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen deutlich zu steigern“
Seite 38 im Original

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Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Hochschulbau stärken und Immobilienbetrieb prüfen

Die CDU will mehr Geld für den Hochschulbau und für Forschungsbauten der Universitätsmedizin bereitstellen. Sie prüft einen eigenen Immobilienbetrieb für die Hochschulgebäude, um den Investitionsstau aufzulösen. Sanierungen sollen genutzt werden, um die Gebäude energetisch zu erneuern.

Viele Gebäude der Hochschulen müssen erneuert werden. Die CDU will dafür mehr Geld geben. Sie prüft einen eigenen Betrieb für diese Gebäude. Er soll bauen und die Gebäude pflegen. Die Gebäude sollen später ohne Schaden für das Klima laufen.

Der geprüfte Immobilienbetrieb würde die Liegenschaften der Hochschulen übernehmen und für Bau und Unterhalt zuständig sein. Ausbau und Sanierung des Universitätsklinikums UKSH und anderer lehrender Kliniken sollen weitergehen, anknüpfend an den Zukunftspakt UKSH. Die Hochschulbauten sollen dabei energetisch saniert und später klimaneutral betrieben werden. Als Beispiel nennt das Programm ein Energiekonzept mit Geothermie am Bremerskamp der Universität Kiel.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Wir werden die Gründung eines Immobilienbetriebs prüfen, dem die Hochschulliegenschaften übertragen werden und der sich um Bau und Unterhalt kümmern wird.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Zusätzliche öffentliche Mittel für Hochschul- und Klinikbauten bedeuten mehr staatliche Investitionen als heute.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Hochschulgebäude sollen energetisch saniert und später klimaneutral betrieben werden, was den Klimaschutz im öffentlichen Bau schrittweise ausweitet.

Digital-Pakt Hochschule mit dem Bund schaffen

Die CDU will zusammen mit dem Bund einen Digital-Pakt Hochschule anstoßen, der die digitale Ausstattung der Hochschulen verbessert. Zusätzlich sollen die digitalen Fähigkeiten von Lehrenden und Studierenden gestärkt und weitere Landesmittel bereitgestellt werden.

Die Hochschulen sollen bessere digitale Technik bekommen. Die CDU will dafür ein Programm von Bund und Land. Es heißt Digital-Pakt Hochschule. Lehrende und Studierende sollen besser mit digitaler Technik umgehen können. Auch die Bibliotheken sollen digitaler werden.

Das Programm verweist auf den Schub, den die Coronapandemie der Digitalisierung von Lehre und Forschung gegeben hat. Der Pakt soll als Bund-Länder-Programm entstehen. Begleitende Forschungsprojekte sollen untersuchen, wie wirksam neue Lehrformate sind. Die Digitalisierung der Bibliotheken soll weitergehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Wir werden die digitale Ausstattung von Hochschulen durch einen Digital-Pakt Hochschule in Verantwortung von Bund und Land stärken.“
Seite 39 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Landesexzellenzstrategie mit eigenem Budget einführen

Die CDU will Spitzenforschung mit einer Landesexzellenzstrategie und einem eigenen Budget gezielt fördern. Schwerpunkt ist, dass die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Exzellenzuniversität wird.

Die CDU will sehr gute Forschung im Land besonders fördern. Dafür soll es einen Plan und eigenes Geld geben. Die Universität Kiel soll Exzellenz-Universität werden. Das ist ein Titel für besonders starke Universitäten in Deutschland.

Die Strategie soll für Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und das Universitätsklinikum UKSH gelten. Bestehende starke Forschungsbereiche sollen weiter unterstützt und neue aussichtsreiche Projekte früh gefördert werden. Die Universitäten sollen Hilfe erhalten, in der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern weitere Projekte wie Exzellenzcluster einzuwerben. Außerdem will die CDU die anwendungsbezogene Spitzenforschung fördern und Lehrenden an Hochschulen für angewandte Wissenschaften mehr Ermäßigung für Forschung gewähren.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Wir werden eine Landesexzellenzstrategie entwickeln und dazu ein Landesexzellenzbudget einrichten.“
Seite 41 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Außeruniversitäre Forschung im Land ausbauen

Die CDU will Forschungseinrichtungen außerhalb der Hochschulen stärken und weitere Abteilungen und Außenstellen ins Land holen. Dafür plant sie eine Fraunhofer-Strategie und ein eigenes Landesbudget. Lübeck soll ein Zentrum für KI in Medizin und Medizintechnik werden.

Es gibt Forschungs-Institute außerhalb der Hochschulen. Die CDU will mehr davon ins Land holen. Dafür soll es eigenes Geld vom Land geben. Für die Fraunhofer-Institute soll es einen eigenen Plan geben. Lübeck soll ein starker Ort für KI in der Medizin werden.

An der Technischen Fakultät der Universität Kiel soll eine neue Fraunhofer-Forschungsgruppe für elektronische Energiesysteme entstehen, um industrienahe Forschung zur Energiewende zu stärken. Die Außenstelle des Deutschen Forschungszentrums für KI in Lübeck soll weiter unterstützt werden. Das Leibniz-Institut IPN soll beim Aufbau einer Abteilung für die Didaktik der Informatik Hilfe bekommen, wie es der Wissenschaftsrat empfohlen hat. Beim Bund will die CDU für den Forschungsstandort werben. Zudem will sie sich für mehr Förderung von Forschung und Entwicklung in privaten Unternehmen einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Das Land wird eine Fraunhofer-Strategie auf den Weg bringen, um schneller auf neue technologische Entwicklungen zu reagieren und diese für die Praxis anwendbar zu machen.“
Seite 40 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Angewandte Forschung zu Energiewende und KI ausbauen

Die CDU will anwendungsnahe Spitzenforschung an allen Hochschularten fördern. Schwerpunkte sind die Forschung zu Energiewende und Wasserstoff sowie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Mittelfristig soll ein eigenes Kompetenzzentrum für Energiewendeforschung entstehen.

Die CDU will mehr Forschung an den Hochschulen. Die Forschung soll praktisch nutzbar sein. Wichtig sind Energie, Wasserstoff und Künstliche Intelligenz. Später soll es ein Zentrum für Energiewende-Forschung geben.

An den Hochschulen für angewandte Wissenschaft sollen Lehrende deutlich mehr Entlastung von der Lehre bekommen können, damit Zeit für Forschung und Transfer bleibt. Das Wasserstoffkompetenzzentrum HY.SH soll mit allen wissenschaftlichen Akteuren des Landes weiterentwickelt werden. Das Verbundprojekt KI-SIGS und QuantumBay, ein Netzwerk für Quantencomputing, will die CDU weiterführen. Die Bildungsplattform Future Skills und der Digital Learning Campus sollen digitale und KI-Kompetenzen vermitteln. In KI-Anwendungszentren sollen Projektideen aus Unternehmen gemeinsam weiterentwickelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Unser Ziel ist es, mittelfristig ein Kompetenzzentrum zur Energiewendeforschung zu schaffen.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Forschung zu Energiewende und Wasserstoff soll mit Landesmitteln weiter ausgebaut werden, was den Klimaschutz schrittweise unterstützt.

Studienbedingungen verbessern und Abbrüche verringern

Die CDU will das landesweite Semesterticket dauerhaft beibehalten und dafür sorgen, dass mehr Studierende ihr Studium abschließen. Die psychosoziale Beratung an den Hochschulen soll deutlich wachsen, weil die Corona-Maßnahmen Studierende aus Sicht der Partei stark belastet haben. Die Lehre soll überwiegend in Präsenz stattfinden.

Die CDU will das Semesterticket behalten. Weniger Studierende sollen ihr Studium abbrechen. Es soll mehr Beratung bei seelischen Problemen geben. Der Unterricht an Hochschulen soll meist vor Ort stattfinden.

Als Mittel gegen Studienabbrüche nennt das Programm Online-Selbsttests vor Studienbeginn, bessere Fachberatung vor der Einschreibung und eine Vermittlungsplattform für Abbruchwillige. Der runde Tisch Studienerfolg soll weiterarbeiten. Geprüft werden soll ein fachbezogenes Orientierungssemester. Junge Menschen aus Familien ohne akademischen Hintergrund sollen häufiger studieren; dafür will die CDU in der Berufsorientierung an Schulen gezielt werben und Hilfen zum Studienstart ausbauen.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„werden wir das landesweite Semesterticket verstetigen und Maßnahmen zur Erhöhung der Studienabschlussquote umsetzen“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Öffentliche Angebote wie Beratung und Unterstützung für Studierende sollen innerhalb des bestehenden Systems ausgebaut werden.

Hochschulautonomie per Gesetzesnovelle stärken

Die CDU will den Hochschulen mehr Eigenverantwortung geben und dafür das Hochschulgesetz ändern. Der erweiterte Senat soll abgeschafft werden. Zugleich sollen Hochschulen stärker in die Gesellschaft wirken, unter anderem durch Orte der Wissenschaftskommunikation.

Die CDU will, dass Hochschulen mehr selbst entscheiden. Dafür soll das Hochschul-Gesetz geändert werden. Ein Gremium, der erweiterte Senat, soll wegfallen. Außerdem soll es Orte geben, an denen alle Menschen Forschung erleben können.

Bei der Novelle sollen mehr Flexibilität bei der Personalgewinnung, eine eigene Bauherrenrolle der Hochschulen, niedrigere Hürden für die Optionsklausel und Regeln für engere Kooperation mit der Wirtschaft geprüft werden. Die Zusammenarbeit mit Kommunen und gesellschaftlichen Organisationen soll gezielt wachsen. Ein landesweites Konzept soll bestehende Angebote der Wissenschaftskommunikation auswerten und zu Leuchtturmeinrichtungen an Hochschulstandorten führen. Als Vorbilder nennt das Programm das Tönninger Multimar Wattforum und die Flensburger Phänomenta. Dafür will die CDU auch um Bundesmittel werben.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Wir wollen unseren Hochschulen weitere Freiräume für mehr Eigenverantwortlichkeit ermöglichen. Dazu wollen wir das Hochschulgesetz novellieren.“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Hochschulen sollen mehr Eigenverantwortung und weniger staatliche Vorgaben erhalten, was das bestehende System schrittweise in Richtung Eigenständigkeit verschiebt.

Zivilklauseln und Gender-Vorgaben an Hochschulen ablehnen

Die CDU lehnt Zivilklauseln an Hochschulen ab, also Selbstverpflichtungen, nur für zivile Zwecke zu forschen. Ebenso lehnt sie Vorgaben zu geschlechtergerechter Sprache ab, vor allem wenn diese in die Bewertung von Prüfungen einfließen. Sie begründet das mit der Wissenschaftsfreiheit und den Rechtschreibregeln.

Manche Hochschulen wollen nur für friedliche Zwecke forschen. Das nennt man Zivil-Klausel. Die CDU ist dagegen. Sie ist auch gegen Pflichten zum Gendern. Besonders bei Noten für Prüfungen soll Gendern keine Rolle spielen.

Nach Darstellung des Programms gilt die Freiheit der Wissenschaft für jedes Mitglied einer Hochschule. Zivilklauseln hält die CDU damit für unvereinbar; Gender-Gebote widersprechen aus ihrer Sicht den Rechtschreib-Vorgaben der Kultusministerkonferenz. Hochschulen sollen aus ihrer Sicht Orte mit offenem Klima und gegenseitiger Wertschätzung sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Daher lehnen wir Regelungen wie die Zivilklausel oder auch Gebote für Gendersprache insbesondere bei der Bewertung von Prüfungsleistungen ab.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Vorgaben zu geschlechtergerechter Sprache an Hochschulen werden abgelehnt, was die überlieferte Sprachnorm gegen eine diskutierte Änderung verteidigt.

  • Außenpolitikeher Abschreckung zuerst

    Die Ablehnung von Zivilklauseln hält militärbezogene Forschung an Hochschulen offen und stellt sich gegen eine Selbstbeschränkung auf zivile Zwecke.

Keine Burka und kein Niqab in Lehrveranstaltungen

Die CDU lehnt es ab, dass in Lehrveranstaltungen und Prüfungen an Hochschulen Burka oder Niqab getragen werden. Sie sieht in dieser Kleidung ein Zeichen der Unterdrückung von Frauen und hält sichtbare Mimik und Gestik für notwendig.

Burka und Niqab verhüllen das Gesicht. Die CDU will das in Kursen und Prüfungen an Hochschulen nicht. Sie sagt: Diese Kleidung steht für die Unterdrückung von Frauen. Man soll beim Sprechen das Gesicht sehen können.

Das Programm beschreibt die Hochschule als freiheitlichen Ort der Gleichberechtigung. Die Vollverschleierung ist aus Sicht der CDU damit nicht vereinbar. Offene Kommunikation an Hochschulen setzt nach ihrer Darstellung voraus, dass Gestik und Mimik erkennbar sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 45)
„Daher lehnen wir das Tragen von Burka oder Niqab in Lehrveranstaltungen und Prüfungen ab.“
Seite 45 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Eine religiös geprägte Kleidungsform soll in Lehrveranstaltungen und Prüfungen nicht zulässig sein, was die individuelle Wahlfreiheit zugunsten einer kulturellen Norm einschränkt.

Gesundheit, Bewegung und Erste Hilfe an Schulen fördern

Die CDU will Erste-Hilfe- und Reanimationskurse im Schulunterricht einführen. Dazu kommen mehr Bewegung im Schulalltag, gesundes Mittagessen und Kondomautomaten an weiterführenden Schulen. Das Programm begründet dies mit den Folgen von Bewegungsmangel und dem Vorbild skandinavischer Länder bei der Ersten Hilfe.

Kinder sollen in der Schule Erste Hilfe lernen. Sie sollen sich in der Schule mehr bewegen. Das Mittag-Essen in der Schule soll gesund sein. An weiterführenden Schulen soll es Kondom-Automaten geben. So will die CDU die Gesundheit von Kindern stärken.

Neben dem Schulsport soll Bewegung auch in anderen Fächern, in Pausen, in der Nachmittagsbetreuung und auf dem Schulweg gefördert werden, etwa durch Spielgeräte und ausreichend große Schulhöfe. Mit dem Ausbau des Ganztags wird aus Sicht der CDU ein ausgewogenes Schulessen noch wichtiger. Modellvorhaben zur Gesundheits- und Ernährungsbildung sollen in Lehrerausbildung, Schulen und Erwachsenenbildung unterstützt werden. Sportangebote in Kitas und Vereinen will die Partei ebenfalls fördern. Kondomautomaten sollen sexuell übertragbaren Infektionen vorbeugen.

Originalzitat anzeigen (Seite 137)
„Daher werden wir Erste-Hilfe-Kurse bereits im Schulunterricht für unsere Schülerinnen und Schüler durchführen und für eine regelmäßige Auffrischung des Wissens werben.“
Seite 137 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Kondomautomaten an weiterführenden Schulen wären ein neues Angebot, das auf Aufklärung und selbstbestimmten Umgang mit Sexualität setzt.

Gesellschaftliches Jahr in der Schulzeit einführen

Die CDU will an weiterführenden Schulen ein verpflichtendes gesellschaftliches Jahr einführen, das ein Schuljahr dauert. So sollen junge Menschen früh an ehrenamtliches Engagement herangeführt werden.

Die CDU will ein gesellschaftliches Jahr an Schulen. Schülerinnen und Schüler helfen dann ein Schuljahr lang in einem Verein oder einer Organisation. Sie tun das an einem Nachmittag pro Woche. Alle sollen mitmachen müssen.

Während dieses Schuljahres sollen sich die Jugendlichen einmal wöchentlich nachmittags für eine festgelegte Zeit in einer ehrenamtlichen Organisation ihrer Wahl einbringen. Die Erfahrungen sollen im Unterricht regelmäßig besprochen werden. In der Auflistung der konkreten Vorhaben heißt es, die Möglichkeiten eines solchen Jahres würden geprüft.

Originalzitat anzeigen (Seite 144)
„Deshalb werden wir an unseren weiterführenden Schulen für die Dauer eines Schuljahres ein gesellschaftliches Jahr einführen.“
Seite 144 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Eine neue Pflicht zum Engagement für Schülerinnen und Schüler schafft eine zusätzliche staatliche Verpflichtung, bleibt aber auf einen Nachmittag pro Woche im Schulrahmen begrenzt.

Politische Bildung in Kita und Schule ausbauen

Die CDU will die Demokratiebildung in Kitas und Schulen stärken und den Pflichtunterricht im Fach Wirtschaft/Politik (WiPo) in der Sekundarstufe I um eine Stunde erhöhen. Das Programm begründet dies mit Populismus, Verschwörungstheorien und sinkender Wahlbeteiligung.

Die CDU will mehr politische Bildung. Schon in der Kita sollen Kinder Demokratie kennenlernen. In der Schule soll es eine Stunde mehr Wirtschaft und Politik geben. Kinder und Jugendliche sollen mehr über Extremismus lernen.

Die zusätzliche fünfte WiPo-Stunde soll ihren Schwerpunkt auf historisch-politischer Bildung haben. Schülerinnen und Schüler sollen auch außerhalb von Wahlkämpfen direkt mit Politikerinnen und Politikern sprechen können. Die Aufklärung über Extremismus und Internetkriminalität soll mit modernen Medien verstärkt werden, wobei für Jugendliche aus Wohngebieten mit schwieriger sozialer Lage eigene Projekte geprüft werden. Der Landesbeauftragte für politische Bildung, Bildungsträger, politische Stiftungen und der Verband politischer Jugend sollen gestärkt werden. Jede Schule soll dauerhaft die Flaggen der EU, Deutschlands und Schleswig-Holsteins zeigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 147)
„Dafür wollen wir die Anzahl von verpflichtenden WiPo-Stunden in der Sekundarstufe I von vier Stunden auf fünf Stunden erhöhen.“
Seite 147 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Konfessionellen Religionsunterricht und interreligiösen Dialog erhalten

Die CDU will den nach Konfessionen getrennten Religionsunterricht an den Schulen beibehalten und verweist auf dessen Schutz durch das Grundgesetz. Zugleich plant sie eine Initiative für mehr Gespräch zwischen den Religionen und mit nicht gläubigen Menschen.

Die CDU will den Religions-Unterricht in der Schule behalten. Kinder sollen ihre eigene Religion gut kennenlernen. Sie sollen auch etwas über andere Religionen lernen. Die CDU will außerdem mehr Gespräche zwischen den Religionen.

Zum Religions- wie zum Philosophieunterricht gehört nach dem Programm auch die Beschäftigung mit anderen Glaubens- und Wertvorstellungen. Über die fachlichen Anforderungen will die CDU dauerhaft mit den Religionsgemeinschaften sprechen. Die Studienangebote für christliche Theologie in Kiel und Flensburg sollen weiter gefördert werden. Die Dialoginitiative soll Menschen aller Altersgruppen und Kulturen zusammenbringen, weil aus Sicht der Partei oft Wissen über die Religion anderer fehlt.

Originalzitat anzeigen (Seite 161)
„Wir halten am konfessionellen Religionsunterricht fest.“
Seite 161 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Der bekenntnisgebundene Religionsunterricht wird ausdrücklich gegen diskutierte Alternativen wie einen gemeinsamen Werteunterricht verteidigt.

Islamischen Religionsunterricht und islamische Theologie aufbauen

Die CDU will gemeinsam mit den islamischen Verbänden einen islamischen Religionsunterricht im Land einführen und die Gespräche über eine Vereinbarung abschließen. Zusammen mit anderen Bundesländern sollen Studiengänge für islamische Theologie entstehen.

Die CDU will islamischen Religions-Unterricht an Schulen aufbauen. Dafür redet sie mit den islamischen Verbänden. Am Ende soll eine Vereinbarung stehen. Es soll auch ein Studium für Imame und Lehrkräfte geben. Das Studium soll auf Deutsch sein.

Die geplanten Studiengänge sollen für das geistliche muslimische Amt und für den Beruf der islamischen Religionslehrkraft qualifizieren. Sie sollen in Kooperation mit anderen Ländern entwickelt werden. Als Bedingung nennt das Programm, dass die Ausbildung auf Deutsch stattfindet. Die CDU verweist dabei auf die Islamwissenschaft an der Universität Kiel.

Originalzitat anzeigen (Seite 161)
„Wir wollen den Dialogprozess mit den islamischen Verbänden weiterführen und zu einer Vereinbarung kommen.“
Seite 161 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Islam soll mit Unterricht, Studiengängen und einer Vereinbarung stärker in bestehende staatliche Strukturen einbezogen werden, was religiöse Vielfalt schrittweise anerkennt.

  • Migrationausgewogen

    Die Ausbildung von Imamen im Inland dient der Integration, wird aber an die deutsche Sprache als Bedingung geknüpft.

Was sagen die anderen Parteien zur Bildung?

Alle Programme in Schleswig-Holstein im Vergleich