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BSW zu Arbeit und Sozialem

Aus dem Programm „Sachsens Zukunft: friedlich, vernünftig, gerecht. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2024“

Landtagswahl Sachsen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 50 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Arbeit und Soziales

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung

Das BSW will das Bundesteilhabegesetz umsetzen und Leistungen stärker am einzelnen Menschen ausrichten. Der Bund soll die Mehrkosten tragen, damit Kommunen entlastet werden. Kitas, Schulen, Jugendhilfe und Arbeitsmarkt sollen inklusiv gestaltet werden.

Menschen mit Behinderung sollen überall mitmachen können. Das BSW will das Gesetz dazu umsetzen. Der Bund soll die Mehrkosten zahlen. Kitas, Schulen und Arbeit sollen für alle offen sein.

Für die Eingliederungshilfe sollen wie in der Pflege verstärkt Fachkräfte gewonnen und neue Berufsbilder für Assistenzleistungen entwickelt werden. Bis zum Inkrafttreten des inklusiven SGB VIII am 1. Januar 2028 will das BSW die Voraussetzungen für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe schaffen. Kindertagesstätten samt Hort und das Bildungssystem sollen auf Kinder mit besonderen Bedürfnissen eingestellt werden. Auch der Arbeitsmarkt soll inklusiv werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Das Bündnis Sahra Wagenknecht setzt sich für die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) ein.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau inklusiver Kitas, Schulen und Arbeitsplätze stärkt Gleichstellung und Teilhabe im Rahmen bereits beschlossener Gesetze.

Soziale Einrichtungen und Personal im öffentlichen Dienst sichern

Das BSW will, dass Kommunen keine sozialen Einrichtungen mehr schließen und neue eröffnen. Zugleich lehnt die Partei weiteren Stellenabbau in der Verwaltung ab und verlangt mehr Personal. Das soll den Zusammenhalt vor allem in strukturschwachen Gegenden stärken.

Das BSW will Treffpunkte, Bäder und Sportstätten erhalten. Es sollen auch neue entstehen. Ämter, Schulen und Heime sollen mehr Personal bekommen. Die Gemeinden sollen dafür dauerhaft Geld erhalten.

Das Programm lehnt einen weiteren Abbau von Stellen in der Verwaltung ab und fordert mehr Beschäftigte in Schulen, Kliniken, Pflegeheimen und Ämtern. Kommunen sollen langfristig Geld für ihre sogenannten freiwilligen Leistungen erhalten, etwa für Jugendclubs sowie Familien- und Begegnungszentren auf dem Land und in kleineren Städten. Für Kinder- und Jugendhilfe, Schulsozialarbeit, Frauenhäuser und Unterkünfte für Obdachlose verlangt das BSW deutlich mehr Mittel. Alltagshelfer sollen besser finanziert werden; ein Modellprojekt soll Arbeitslose in solche Tätigkeiten bringen.

Originalzitat anzeigen (Seite 28)
„Keine weiteren Schließungen sozialer Einrichtungen der Kommunen – und die Neuerrichtung sozialer Einrichtungen (wie Begegnungszentren, Clubs, Bädern, Sportzentren)“
Seite 28 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliches Personal und mehr Geld für kommunale Einrichtungen bauen staatliche Leistungen innerhalb des bestehenden Systems aus.

Ausbildung besser bezahlen statt Fachkräfte anwerben

Das BSW will Ausbildungen finanziell attraktiver machen, um den Bedarf an Fachkräften mit eigenem Nachwuchs zu decken. Zuwanderung von Arbeitskräften aus aller Welt lehnt die Partei als Lösung ab, weil sie aus ihrer Sicht Löhne drückt und den Herkunftsländern schadet.

Das BSW will, dass Azubis mehr Geld bekommen. So sollen mehr junge Menschen eine Ausbildung machen. Die Partei will Fachkräfte nicht aus aller Welt holen. Sie sagt: Das drückt die Löhne.

Auszubildende sollen höhere Vergütungen und Aufstiegschancen erhalten. Berufsqualifizierungen, Meisterkurse und Umschulungen sollen stärker gefördert und beworben werden, wenn sie zum Bedarf an Arbeitskräften und zur Eignung der Bewerber passen. Zur Begründung heißt es, Zuwanderung aus aller Welt senke die Löhne und entziehe den Herkunftsländern Arbeitskräfte.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Ausbildungen müssen besser entlohnt werden und eine Perspektive für späteren beruflichen Aufstieg bieten.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Höhere Ausbildungsvergütungen und mehr öffentliche Förderung von Weiterbildung verschieben den heutigen Stand schrittweise in Richtung mehr staatlicher Unterstützung.

  • Migrationeher restriktiv

    Das Programm stellt sich gegen die heute geförderte Anwerbung ausländischer Fachkräfte und setzt stattdessen auf heimischen Nachwuchs.

Tarifverträge häufiger für allgemeinverbindlich erklären

Das BSW will, dass Tarifverträge in deutlich mehr sächsischen Branchen für alle Betriebe gelten. Über den Bundesrat soll dafür die Hürde im Arbeitnehmer-Entsendegesetz gesenkt werden.

Ein Tarif-Vertrag regelt Lohn und Arbeitszeit. Das BSW will: In mehr Branchen soll der Tarif-Vertrag für alle Betriebe gelten. Dafür soll ein Bundes-Gesetz geändert werden. Sachsen soll das im Bundesrat vorschlagen.

Allgemeinverbindlich heißt, dass ein Tarifvertrag auch für Betriebe und Beschäftigte gilt, die nicht tarifgebunden sind. Das BSW will eine Bundesratsinitiative starten, damit im Arbeitnehmer-Entsendegesetz klargestellt wird, dass dafür kein Organisationsgrad von 50 Prozent im Tarifgebiet erforderlich ist. Daneben will das Programm die Qualifizierung von Fachkräften mit Berufsschulen und Hochschulen fördern, Arbeitskräfte aus dem Ausland integrieren und Unterkünfte für Auszubildende bei der Planung der Berufsschulstandorte sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Wir streben an, dass in wesentlich mehr Branchen in Sachsen die Allgemeinverbindlichkeit des dort geltenden Tarifvertrags erklärt wird“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Tarifverträge sollen leichter auf ganze Branchen erstreckt werden, was die Regulierung von Löhnen im bestehenden System ausweitet.

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Alle Programme in Sachsen im Vergleich