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parteiprogramm

AfD zum Wohnen

Aus dem Programm „Berlin. Stark. Machen.“

Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026, 20. September 2026Original-PDF, 99 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wohnen

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (+0,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+2), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 1 deutlich Wachstum zuerst

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Einheimische bei gefördertem Wohnraum bevorzugen

Die AfD will geförderte Wohnungen vorrangig an Menschen vergeben, die in Berlin geboren sind oder seit vielen Jahren dort leben. Dazu soll ein Punktesystem dienen, außerdem ein eigenes Sonderbaurecht für Einheimische. Das Programm begründet das damit, dass langjährige Berliner bei der Wohnungssuche benachteiligt seien.

Die AfD will geförderte Wohnungen zuerst an Berliner geben. Gemeint sind Menschen, die in Berlin geboren sind oder schon lange dort wohnen. Ein Punkte-System soll die Vergabe regeln. Für Einheimische soll man auch leichter bauen dürfen.

Das Punktesystem soll die Dauer des Wohnsitzes mit sozialen Merkmalen verbinden: Einkommen, Zahl der Kinder, Pflege von Angehörigen und Arbeit in Bereichen wie Polizei, Feuerwehr, Pflege, Kinderbetreuung oder Nahverkehr. Der Vorrang soll für Mietwohnungen gelten und auch für Wohnungen landeseigener Unternehmen, die verkauft werden sollen. Die kooperative Baulandentwicklung will die AfD so ändern, dass dort entstehende Wohnungen ebenfalls nach diesem System bevorzugt an Einheimische gehen. Zudem soll § 246 Baugesetzbuch, der heute Sonderregeln für Flüchtlingsunterkünfte enthält, neu gefasst werden. Ziel ist ein Sonderbaurecht für Einheimische in angespannten Wohnungsmärkten mit leichteren Ausnahmen, Befreiungen und vereinfachten Änderungen von Bebauungsplänen.

Originalzitat anzeigen (Seite 5)
„Wir treten deshalb dafür ein, dass Berliner, die hier geboren sind oder seit vielen Jahren in unserer Stadt leben, bei der Vergabe von gefördertem Wohnraum vorrangig berücksichtigt werden.“
Seite 5 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Ein Vorrang nach Wohnsitzdauer und ein Sonderbaurecht statt der Regeln für Flüchtlingsunterkünfte stellen neu Zugewanderte beim Zugang zu Wohnraum schlechter als heute.

Private Investitionen erleichtern, Milieuschutz begrenzen

Die AfD will den Bau von Mietwohnungen durch weniger Regulierung ankurbeln und setzt dabei auf private Wohnungsunternehmen. Enteignungen lehnt sie ab, den Milieuschutz will sie einschränken. Aus Sicht des Programms dämpft ein großes Wohnungsangebot die Mieten am besten.

Die AfD will weniger Regeln für den Wohnungs-Bau. Private Firmen sollen mehr Miet-Wohnungen bauen. Die AfD ist gegen die Enteignung von Wohnungs-Firmen. Enteignung heißt: Der Staat nimmt jemandem sein Eigentum weg. Auch der Milieu-Schutz soll weniger streng sein.

Das Programm will Hürden abbauen, die das Angebot an Mietwohnungen begrenzen, und ein investitionsfreundliches Umfeld schaffen. Enteignungen und als planwirtschaftlich bezeichnete Instrumente lehnt die AfD ab, weil dadurch keine neue Wohnung entstehe und Investoren abgeschreckt würden. Bei Milieuschutzgebieten nach § 172 Baugesetzbuch strebt sie eine Gesetzesänderung an, damit Umbauten und Neubau dort einfacher werden. Sie begründet das unter anderem mit nötigen Anpassungen der Wohnungen an eine älter werdende Bevölkerung. Außerdem sollen Mieter leichter Eigentümer werden können.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Wir lehnen planwirtschaftliche Instrumente und die Enteignung von Wohnungsunternehmen strikt ab“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Weniger Bauregulierung, gelockerter Milieuschutz und die Absage an Enteignungen verschieben die Wohnungspolitik in Richtung Markt.

Mietzuschüsse zahlen und Fehlbelegungsabgabe wieder einführen

Die AfD will Menschen mit Wohnberechtigungsschein Zuschüsse zur Miete zahlen, damit sie auf dem freien Markt eine Wohnung finden. Sie setzt damit auf die Förderung von Personen statt von Gebäuden. Wer in einer Sozialwohnung lebt, ohne bedürftig zu sein, soll wieder eine Abgabe zahlen.

Die AfD will Geld für die Miete direkt an Menschen zahlen. Das gilt für Menschen mit einem Wohn-Berechtigungs-Schein. Sie sollen damit selbst eine Wohnung mieten können. Wer nicht mehr arm ist und in einer Sozial-Wohnung wohnt, soll extra zahlen.

Das Wohngeld soll um Mietzuschüsse für Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins ergänzt werden, statt die Betroffenen auf den Neubau von Sozialwohnungen warten zu lassen. Das Programm verweist auf Untersuchungen, nach denen über die Hälfte der Mieter in Sozialwohnungen nicht oder nicht mehr bedürftig sei. Deshalb soll die Fehlbelegungsabgabe zurückkehren. Zusätzlich fordert die AfD, das Untervermieten von Sozialwohnungen generell zu verbieten, um Missbrauch vorzubeugen.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Wir setzen uns deshalb für eine Ergänzung des Wohngeldes um Mietzuschüsse für Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins (WBS) ein.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Zuschüsse für die Anmietung am freien Markt statt des Baus von Sozialwohnungen verlagern die Wohnraumförderung stärker auf den Markt.

Heizkostenabrechnungen transparent machen und Nachforderungen deckeln

Die AfD will, dass Mieter in der Heizkostenabrechnung alle Kostenbestandteile sehen und Anbieter vergleichen können. Landeseigene Wohnungsunternehmen sollen ihre Energie so einkaufen, dass kurzfristige Börsenpreise nicht durchschlagen. Anlass sind laut Programm hohe Nachzahlungen, deren Ursachen für Mieter nicht nachvollziehbar seien.

Die AfD will klare Abrechnungen für die Heiz-Kosten. Mieter sollen alle Kosten genau sehen können. Die Wohnungs-Firmen des Landes sollen Energie anders einkaufen. Hohe Nachzahlungen sollen eine Grenze bekommen.

Das Programm führt die gestiegenen Energiepreise auf die Energiewende und auf Steuern zurück und nennt besonders das Wärme-Contracting als undurchsichtig. Künftig sollen alle Kostenfaktoren in der Abrechnung offenliegen. Die landeseigenen Unternehmen will die AfD zu einem Energieeinkauf verpflichten, der nicht von kurzfristigen Börsenschwankungen abhängt. Bei Verstößen sollen Nachforderungen per Gesetz gedeckelt werden. Bei unklaren Abrechnungen soll die Beweislast umgekehrt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„dass in den Heizkostenabrechnungen künftig sämtliche Kostenfaktoren für die Mieter transparent offengelegt werden müssen“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Offenlegungspflichten, eine Deckelung von Nachforderungen und die Beweislastumkehr regulieren Vermieter und Versorger stärker als heute.

Wohneigentum und Genossenschaften stärker fördern

Die AfD will mehr Berlinern zu Wohneigentum verhelfen, mit öffentlichen Bürgschaften und einer Befreiung von der Grunderwerbsteuer beim ersten selbst genutzten Kauf. Investoren von außerhalb des Euro-Raums sollen dagegen 20 Prozent zahlen. Auch Wohnungsgenossenschaften sollen stärker gefördert werden.

Die AfD will, dass mehr Berliner eine eigene Wohnung besitzen. Das Land soll beim Kredit mit einer Bürgschaft helfen. Eine Bürgschaft heißt: Das Land haftet für den Kredit mit. Beim ersten Kauf soll eine Steuer wegfallen. Auch Genossenschaften sollen mehr Hilfe bekommen.

Das Programm beruft sich auf Artikel 28 der Berliner Verfassung, der die Förderung von Wohneigentum vorsieht, und nennt eine Eigentumsquote von 15 Prozent in Berlin gegenüber rund 70 Prozent in der EU. Eigentum schütze vor Altersarmut und steigenden Mieten. Wer genug verdient, aber mangels Eigenkapital keinen Kredit bekommt, soll eine öffentliche Bürgschaft erhalten. Für einheimische Ersterwerber selbst genutzter Wohnungen soll die Grunderwerbsteuer entfallen, für Investoren mit Sitz außerhalb des Euro-Raums soll sie 20 Prozent betragen. Genossenschaften sollen bei landeseigenen Baugrundstücken und bei einer Privatisierung öffentlicher Wohnungen bevorzugt werden, vor allem langjährig bewährte.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„werden wir die Grunderwerbsteuer für einheimische Ersterwerber selbstgenutzten Wohneigentums vollständig abschaffen“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet eine Steuerbefreiung und Eigentumsbildung mit staatlichen Bürgschaften und einer neuen hohen Steuer für bestimmte Investoren.

Bauordnung vereinfachen und Dämmstandards absenken

Die AfD will Baugenehmigungen beschleunigen, indem sie die Berliner Bauordnung verschlankt. Die Vorgaben zur Gebäudedämmung sollen auf den Stand der frühen 2000er-Jahre zurückgehen, weil Kosten und Aufwand aus Sicht des Programms den Nutzen übersteigen. Neue Landespflichten wie das Nachrüsten von Solaranlagen lehnt sie ab.

Die AfD will, dass man in Berlin schneller bauen kann. Dafür soll es weniger Bau-Regeln geben. Häuser sollen weniger stark gedämmt werden müssen. Eine Pflicht zu Solar-Anlagen auf alten Häusern lehnt die AfD ab.

Die Regeln der Berliner Bauordnung sollen gekürzt und vereinfacht werden. Als Beispiel nennt das Programm, dass bei einem genehmigten Neubau keine eigene Abrissgenehmigung für das alte Gebäude mehr nötig sein soll. Die energetischen Standards bei der Dämmung will die AfD auf das Niveau von Anfang der 2000er-Jahre senken und begründet das mit einem Missverhältnis zwischen Kosten, Bürokratie und Effizienzgewinn. Zusätzliche landesrechtliche Pflichten, etwa zur Nachrüstung von Fotovoltaik, lehnt sie ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 9)
„die aktuellen energetischen Baustandards bei der Gebäudedämmung auf das Niveau der frühen 2000er-Jahre zurückzusetzen“
Seite 9 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine verschlankte Bauordnung und weniger Auflagen verringern die Regulierung für Bauherren.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Die Dämmvorgaben sollen um rund zwei Jahrzehnte zurückgesetzt werden, was geltende Klimavorgaben im Gebäudebereich grundlegend abschwächt.

Kleingärten und Wochenendsiedlungen sichern

Die AfD will Kleingartenanlagen in der Innenstadt dauerhaft erhalten und rechtlich absichern. Auch Wochenendsiedlungen sollen geschützt werden. Wegen wachsender sozialer Not sollen deren Nutzer dort für eine begrenzte Zeit dauerhaft wohnen dürfen.

Die AfD will die Klein-Gärten in Berlin erhalten. Bebauungs-Pläne sollen die Gärten schützen. Auch Wochenend-Siedlungen sollen bleiben. Menschen sollen dort 20 Jahre lang fest wohnen dürfen.

Flächen, die im Flächennutzungsplan als Grünfläche oder Kleingarten ausgewiesen sind und im Kleingartenentwicklungsplan zur Schutzkategorie 2 gehören, sollen langfristig bleiben. Festgesetzte Bebauungspläne sollen sie zusätzlich sichern. Für Wochenendsiedler strebt die AfD ein Dauerwohnrecht an, das zunächst auf 20 Jahre befristet ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 10)
„Der Erhalt der innerstädtischen Kleingartenanlagen ist für die Berliner AfD ein zentrales landespolitisches Anliegen.“
Seite 10 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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