Mietendeckel für landeseigene Wohnungen einführen
Die Linke will für die rund 400.000 Wohnungen der landeseigenen Wohnungsunternehmen einen Mietendeckel beschließen. Zunächst soll ein Jahr lang keine Miete steigen, danach sollen Erhöhungen gesetzlich auf ein Prozent pro Jahr begrenzt sein. Das Programm begründet das damit, dass sich viele Mieterinnen und Mieter die jüngsten Erhöhungen nicht mehr leisten könnten.
Berlin besitzt eigene Wohnungs-Firmen. Die Linke will dort die Mieten begrenzen. Ein Jahr lang soll keine Miete steigen. Danach darf die Miete nur um 1 Prozent im Jahr steigen. Sehr hohe Mieten sollen sinken.
Der Deckel soll in den ersten 100 Tagen per Senatsbeschluss kommen und einen einjährigen Mietenstopp bringen. Anschließend soll das Wohnraumversorgungsgesetz Erhöhungen auf höchstens ein Prozent im Jahr festlegen. Mieten, die die ortsübliche Vergleichsmiete um mehr als 20 Prozent übersteigen, sollen auf Antrag sinken; bei Neuvermietung soll der Preis 10 Prozent unter der Vergleichsmiete liegen. Mieterinnen und Mieter sollen die Wohnwertmerkmale ihrer Wohnung erfahren, um die Einstufung nach dem Mietspiegel prüfen zu können. Modernisierungskosten sollen nur noch zu höchstens 6 Prozent umgelegt werden, Sanierungen möglichst ohne höhere Warmmiete auskommen, und die Härtefallregelung soll auch dann gelten.
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„Innerhalb der ersten 100 Tage der neuen Regierung wollen wir auf Grundlage eines Senatsbeschlusses einen Mietendeckel für die Landeseigenen Wohnungsunternehmen (LWU) einführen.“Einordnung
- Wirtschaftdeutlich mehr Staat
Ein Mietenstopp und eine gesetzliche Begrenzung auf ein Prozent jährlich führen für den landeseigenen Bestand eine neue, deutlich strengere Preisregulierung ein.