Zum Inhalt springen
parteiprogramm

Was sagen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zum Verkehr?

5 aktuelle Wahlprogramme in Nordrhein-Westfalen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (+0,3), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 2 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 4 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Kaufprämien für E-Autos und Wasserstoffbusse streichen

Die AfD lehnt staatliche Zuschüsse für den Kauf von Elektroautos, Ladestationen und Wasserstoffbussen ab. Stattdessen sollen Forschungsgelder allen Antriebstechniken gleichermaßen offenstehen.

Der Staat gibt heute Geld dazu, wenn jemand ein Elektro-Auto kauft. Die AfD will das beenden. Sie sagt: Diese Autos kaufen vor allem Menschen mit viel Geld. Forschungs-Geld soll es für alle Arten von Antrieben geben.

Verkehrswege vorrangig sanieren und finanzieren

Die AfD will der Verkehrspolitik im Landeshaushalt kurz- und mittelfristig Vorrang geben und vor allem Landesstraßen sanieren. Sie lehnt eine Politik ab, die einzelne Verkehrsmittel bevorzugt oder benachteiligt, und betont die freie Wahl des Verkehrsmittels.

Die AfD will mehr Geld für Straßen und Verkehrswege. Kaputte Landes-Straßen sollen zuerst repariert werden. Jeder soll sein Verkehrs-Mittel frei wählen. Bei großen Fragen zum Verkehr sollen die Bürger abstimmen.

Autoverkehr schützen und bezahlbar halten

Die AfD will den Autoverkehr schützen, fördern und bezahlbar halten. Dieselfahrverbote, Pförtnerampeln und Umweltspuren lehnt sie ab und setzt stattdessen auf digitale Verkehrssteuerung und flüssigen Verkehr.

Die AfD will das Autofahren schützen. Autofahren soll bezahlbar bleiben. Fahrverbote für Diesel-Autos lehnt die Partei ab. Ampeln sollen so geschaltet sein, dass der Verkehr fließt.

Brücken sanieren, Rheinbrücken vom Bund finanzieren

Die AfD will dem Erhalt der Straßenbrücken in NRW höchste Priorität geben und ältere Brücken sofort prüfen lassen. Die Instandsetzung der Rheinbrücken soll vollständig der Bund bezahlen, um finanzschwache Kommunen zu entlasten.

Viele Brücken in NRW sind alt. Die AfD will sie sofort prüfen lassen. Die Brücken über den Rhein sollen zuerst repariert werden. Der Bund soll dafür das Geld geben.

ÖPNV pünktlicher und sicherer machen

Die AfD will einen pünktlichen und sicheren Nahverkehr und die bestehende Struktur der drei Aufgabenträger beibehalten. Umstiege sollen besser abgestimmt werden, und Verkehrsbetriebe, Ordnungsämter und Polizei sollen gemeinsam gegen Kriminalität vorgehen.

Busse und Bahnen sollen pünktlich und sicher sein. Die AfD will, dass das Umsteigen besser klappt. Polizei und Verkehrs-Betriebe sollen zusammen gegen Straftaten arbeiten. Autofahrer sollen dafür nicht mehr zahlen.

Verbrennungsmotor erhalten, Euro-7-Norm ablehnen

Die AfD hält die einseitige Förderung der Elektromobilität für falsch und will den Verbrennungsmotor erhalten. Die Euro-7-Abgasnorm lehnt sie ab, weil diese aus ihrer Sicht einem Verbot des Verbrenners gleichkommt.

Die AfD will Autos mit Benzin und Diesel behalten. Sie findet es falsch, nur Elektro-Autos zu fördern. Eine neue strenge Abgas-Regel der EU lehnt sie ab. Die Auto-Industrie soll in Deutschland bleiben.

Luftverkehrsteuer abschaffen und Flughäfen stärken

Die AfD will den Luftverkehr in NRW nach der Coronakrise beleben und dafür über den Bundesrat die Luftverkehrsteuer dauerhaft abschaffen. Ein Nachtflugverbot in Köln/Bonn lehnt sie ab, und Düsseldorf soll eine neue Betriebsgenehmigung erhalten.

Die AfD will den Flug-Verkehr in NRW stärken. Die Steuer auf Flug-Tickets soll wegfallen. In Köln/Bonn sollen Flugzeuge weiter nachts fliegen dürfen. Der Flughafen Düsseldorf soll mehr Flüge anbieten können.

AfD: alle 7 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,7), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,7), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 3 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Nahverkehr mit dichterem Takt und mehr Anbindungen ausbauen

Die CDU will den öffentlichen Nahverkehr zu einer vollwertigen Alternative zum Auto machen. Größere Kommunen sollen an Bahn oder Schnellbus angeschlossen werden, Züge sollen im Grundsatz alle 15 Minuten fahren, und Bus- sowie On-Demand-Angebote sollen landesweit wachsen.

Die CDU will mehr Busse und Bahnen. Jede Stadt ab 20.000 Einwohnern soll eine Bahn oder einen Schnellbus bekommen. Züge sollen alle 15 Minuten fahren. Auch Busse auf Bestellung soll es überall geben.

Verkehrsmittel vernetzen und Tickets vereinfachen

Die CDU will die verschiedenen Verkehrsangebote digital und räumlich enger verbinden. Vorgesehen sind eine gemeinsame App für alle Verkehrsmittel, 1.000 weitere Mobilstationen und ein vergünstigtes Monatsticket für ältere Menschen.

Die CDU will Bus, Bahn, Fahrrad und Leih-Autos besser verbinden. Eine einzige App soll für alle Fahrten reichen. Es soll 1.000 neue Mobil-Stationen geben. Dort kann man leicht umsteigen. Ältere Menschen sollen ein Ticket für 30 Euro im Monat bekommen.

Radwegenetz ausbauen und Verkehrssicherheit erhöhen

Die CDU will das Radwegenetz so ausbauen, dass künftig ein Viertel aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt wird. Binnen fünf Jahren sollen mindestens 1.000 Kilometer neue Radwege entstehen. Zugleich hält sie am Ziel fest, dass im Straßenverkehr niemand mehr zu Schaden kommt.

Die CDU will mehr Radwege bauen. In fünf Jahren sollen es mindestens 1.000 Kilometer mehr sein. Die Menschen sollen jeden vierten Weg mit dem Rad fahren. Fußgänger und Radfahrer sollen sicherer sein.

Mehr Güter auf Schiene und Wasserstraße verlagern

Die CDU will gemeinsam mit dem Bund mehr Güterverkehr von der Straße auf Bahn und Binnenschiff bringen. Dazu sollen das Schienennetz ausgebaut, Güterbahnhöfe modernisiert und Kanalbrücken angehoben werden. Begründet wird das mit dem Bedarf des Industriestandorts an einem belastbaren Logistiknetz.

Die CDU will mehr Waren mit Zügen und Schiffen transportieren. Dafür soll das Schienen-Netz besser werden. Brücken über Kanäle sollen höher werden. Dann passen mehr Container auf die Schiffe.

Straßen erhalten und Ortsumgehungen bauen

Die CDU will die Ausgaben für Landesstraßen auf dem bisherigen hohen Niveau halten und weitere Ortsumgehungen bauen. Aus ihrer Sicht sind intakte Straßen, Brücken und Tunnel eine Grundlage für Wachstum und Mobilität, und weniger Durchgangsverkehr verbessert die Lebensqualität in den Orten.

Die CDU will weiter viel Geld für Straßen ausgeben. Sie will Straßen bauen, die um Orte herum führen. Dann fahren weniger Autos durch den Ort. Für Lastwagen soll es mehr Parkplätze geben.

Planung und Bau beschleunigen, Brücken rasch erneuern

Die CDU will Planungs-, Genehmigungs- und Bauverfahren weiter verkürzen und stärker digitalisieren. Vom Bund verlangt sie, die Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen im Land so schnell wie möglich zu erneuern. Zusätzliche Fachkräfte für die Planung sollen über eine Studienoffensive gewonnen werden.

Die CDU will, dass Straßen und Brücken schneller geplant und gebaut werden. Dafür sollen die Ämter mehr mit dem Computer arbeiten. Der Bund soll kaputte Brücken schnell neu bauen. Mehr junge Menschen sollen Planer werden.

E-Mobilität und alternative Antriebe fördern

Die CDU sieht im Elektromotor den Antrieb der Zukunft und will die Förderung von Ladestationen ausweiten, damit E-Mobilität überall im Land alltagstauglich wird. Daneben sollen weitere Antriebe wie E-Fuels und Brennstoffzellen technologieoffen gefördert werden.

Die CDU will mehr Lade-Stationen für Elektro-Autos fördern. Alle sollen laden können, in der Stadt und auf dem Land. Die CDU will auch andere Antriebe fördern. Dazu gehören künstlich hergestellte Kraftstoffe. Man nennt sie E-Fuels.

Dezentrale Flughafenstruktur beibehalten

Die CDU will die über das Land verteilten Flughäfen erhalten. Wie sich der Flugverkehr in Nordrhein-Westfalen entwickeln soll, will sie anhand des vom Bund angekündigten Luftfahrtkonzepts entscheiden und dabei Klimaschutz und Lärmschutz für Anwohner einbeziehen.

Die CDU will die vielen Flughäfen im Land behalten. Sie will erst einen Plan vom Bund abwarten. Dann entscheidet sie über den Flug-Verkehr. Klima-Schutz und Lärm-Schutz sollen dabei wichtig sein.

CDU: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 2 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Häfen ausbauen und Logistikstrategie entwickeln

Die FDP will, dass Nordrhein-Westfalen der führende Logistikstandort in Deutschland bleibt. Dafür sollen die Häfen als Knotenpunkte ausgebaut und eine Logistikstrategie für das Land erarbeitet werden. Das soll Lieferketten stärken und die Versorgung der Industrie sichern.

Die FDP will den Waren-Verkehr im Land stärken. Die Häfen sollen größer werden. Dort treffen sich Schiff, Bahn und Lkw. Das Land soll einen Plan für die Logistik machen. Logistik heißt: Waren lagern und transportieren.

Straßen erhalten, ausbauen und Ladenetz erweitern

Die FDP will weiter in Erhalt und Ausbau des Straßennetzes investieren und alle Verkehrsträger gleichberechtigt stärken. Klimaneutrale Mobilität auf der Straße soll technologieoffen und ohne Verbote erreicht werden, unter anderem durch mehr Ladeinfrastruktur.

Die FDP will Straßen reparieren und neue bauen. Baustellen sollen weniger stören. Es soll mehr Lade-Säulen für E-Autos geben, auch auf dem Land. Die Partei will keine Verbote für bestimmte Fahrzeuge.

Schienennetz ausbauen und Strecken reaktivieren

Die FDP will den Schienennahverkehr zuverlässiger machen und die Kapazitäten für Pendler und Güter erweitern. Dazu gehören Ausbauprojekte, die Prüfung stillgelegter Strecken und der Wiederaufbau der Eifelstrecke.

Die FDP will, dass Züge pünktlicher fahren. Es soll mehr Platz auf den Schienen geben, für Menschen und für Waren. Alte Strecken sollen vielleicht wieder genutzt werden. Die Eifelstrecke soll nach der Flut schnell wieder aufgebaut werden.

Güterverkehr auf Wasserstraßen verlagern

Die FDP will mehr Güterverkehr von der Straße auf Flüsse und Kanäle verlagern und dafür eine Strategie des Landes für die Wasserstraßen erarbeiten. Sie begründet das mit Klimaschutz und weniger Stau.

Die FDP will mehr Waren mit Schiffen transportieren. Dann fahren weniger Lastwagen auf den Straßen. Das soll dem Klima helfen und Staus vermeiden. Dafür soll das Land einen Plan für Flüsse und Kanäle machen.

Landesweites Radwegenetz aufbauen

Die FDP will die Investitionen in Radwege auf dem erreichten Niveau fortführen und ein landesweites Netz schaffen. Es soll alle größeren Städte verbinden und überörtliche mit kommunalen Wegen verknüpfen.

Die FDP will mehr Radwege bauen. Ein Netz soll alle größeren Städte verbinden. Es soll auch mehr Abstell-Plätze für Fahrräder geben. E-Scooter findet die Partei gut.

Regionalflughäfen und Nachtflug in Köln erhalten

Die FDP will die Regionalflughäfen des Landes und die Nachtflugmöglichkeit in Köln erhalten. Zugleich soll der Lärmschutz für Anwohner ausgebaut werden, und Flugtaxen sollen binnen fünf Jahren ein reguläres Angebot werden.

Die FDP will die kleinen Flughäfen im Land behalten. In Köln sollen Flugzeuge weiter nachts fliegen dürfen. Dafür soll es weniger Lärm für Anwohner geben. Flug-Taxis sollen in fünf Jahren normal fliegen.

ÖPNV mit Einheitstarif und On-Demand modernisieren

Die FDP will den öffentlichen Nahverkehr vom Kunden her neu aufstellen: mit einem landesweit einheitlichen Tarif, digitalem Zugang per App und flächendeckenden On-Demand-Angeboten, besonders auf dem Land. Die Struktur der Verkehrsverbünde soll überprüft und der Fahrdienstmarkt für mehr Wettbewerb geöffnet werden.

Die FDP will Bus und Bahn einfacher machen. Im ganzen Land soll ein einziger Tarif gelten. Man soll überall mit einer Handy-App einsteigen können. Auf dem Land sollen Busse auf Bestellung fahren. Das nennt man On-Demand.

Planung und Genehmigung von Infrastruktur beschleunigen

Die FDP will Infrastrukturvorhaben schneller planen und genehmigen, besonders große Bahnprojekte und Brückenneubauten wie an der A45. Dafür sollen Bürokratie abgebaut und Klagerechte an frühe Einwendungen geknüpft werden.

Die FDP will, dass Straßen, Brücken und Bahnstrecken schneller gebaut werden. Dafür soll es weniger Bürokratie geben. Wer klagen will, soll seine Einwände früh nennen müssen. Die A45-Brücke soll besonders schnell neu gebaut werden.

FDP: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1,2), aus 12 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich Klimaschutz zuerst, 10 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Verkehrsemissionen mit Rad, Bus und Bahn senken

Die Grünen wollen den Treibhausgasausstoß im Verkehr senken. Dazu sollen ein Fahrradgesetz, eine Klimaprüfung für Straßenbauprojekte und ein stärkerer Ausbau von Bus und Bahn dienen.

Der Verkehr soll dem Klima weniger schaden. Die Grünen wollen ein Gesetz für das Fahrrad. Neue Straßen sollen vorher auf Klima-Schäden geprüft werden. Busse und Bahnen sollen mehr Hilfe bekommen. Auch Dörfer sollen gut angebunden sein.

Mobilitätsgarantie und landesweites Bürgerticket einführen

Die Grünen streben eine Garantie an, dass alle Menschen im Land tagsüber mindestens einmal pro Stunde eine verlässliche Verbindung mit Bus oder Bahn haben. Schrittweise soll ein solidarisch finanziertes Ticket für ganz NRW kommen, zuerst kostenlos für junge Menschen bis 18. Der heutige Anteil von 8,5 Prozent der Wege reicht dem Programm zufolge nicht für das Klimaziel im Verkehr.

Die Grünen wollen, dass überall regelmäßig Busse und Bahnen fahren. Mindestens einmal pro Stunde soll es eine Verbindung geben. In großen Städten alle halbe Stunde. Es soll ein Ticket für ganz NRW geben. Alle zahlen dafür gemeinsam. Kinder und Jugendliche bis 18 sollen zuerst kostenlos fahren.

Schiene ausbauen, Straßenneubau zurückfahren

Die Grünen wollen die Investitionen pro Kopf in Bus, Bahn, Schiene und Stationen verdoppeln, Bahnstrecken reaktivieren und keine Strecken mehr stilllegen. Neue Landstraßen soll es nur noch im Ausnahmefall geben, und auch bei Autobahnen und Bundesstraßen soll deutlich weniger neu- und ausgebaut werden. Das Programm will Bus, Bahn, Rad- und Fußverkehr Vorrang geben und stellt Klimaschutz und Lebensqualität in den Mittelpunkt.

Die Grünen wollen viel mehr Geld für Bus und Bahn ausgeben. Alte Bahn-Strecken sollen wieder genutzt werden. Neue Straßen sollen nur noch selten gebaut werden. Das Geld soll in kaputte Straßen, Schienen, Rad-Wege und Fuß-Wege fließen. Innenstädte ohne Autos sollen möglich werden.

Schnellbuslinien und emissionsfreie Busse schaffen

Die Grünen wollen bis 2025 im ganzen Land regionale Schnellbuslinien einrichten und in ein abgasfreies Busangebot investieren. Klimafreundliche Antriebe sollen in den örtlichen Nahverkehrsplänen künftig verbindlich festgelegt werden. So soll die Verkehrswende in Stadt und Land schneller vorankommen.

Die Grünen wollen bis 2025 überall Schnell-Busse einführen. Diese Busse verbinden Städte und Gemeinden schnell miteinander. Busse sollen keine Abgase mehr ausstoßen. Städte bekommen Geld für solche Busse. Busse sollen eigene Spuren bekommen.

Rad- und Fußverkehr ausbauen

Die Grünen wollen den Anteil des Fahrrads an allen Wegen von rund 8 Prozent bis 2035 auf mindestens 25 Prozent steigern. Dafür sind ein verbessertes Radverkehrsgesetz und ein landesweites Netz aus Radschnellwegen und Vorrangrouten geplant. Kommunen sollen außerdem Hilfe bei einer Strategie für den Fußverkehr erhalten.

Die Grünen wollen, dass viel mehr Menschen Rad fahren. Bis 2035 soll jeder vierte Weg mit dem Rad gemacht werden. Dafür soll es ein Netz aus schnellen Rad-Wegen im ganzen Land geben. Auch Fuß-Gänger sollen sichere Wege ohne Hindernisse bekommen.

Ladenetz für Elektroautos flächendeckend aufbauen

Die Grünen setzen beim Auto auf den Elektroantrieb und wollen innerhalb von fünf Jahren überall Lademöglichkeiten schaffen. Öffentliche Fahrzeugflotten sollen bis spätestens 2030 auf regenerative Antriebe umgestellt sein. Das Programm verweist darauf, dass Familien auf dem Land und Unternehmen weiter auf das eigene Auto angewiesen sind.

Die Grünen wollen mehr Elektro-Autos. In 5 Jahren soll es überall Lade-Stationen geben. Firmen mit Lade-Stationen sollen weniger Steuern zahlen. Die Autos von Behörden sollen bis 2030 ohne Benzin und Diesel fahren.

Verkehrsmittel vernetzen und Umstieg fördern

Die Grünen wollen alle Verkehrsmittel miteinander verknüpfen und binnen fünf Jahren eine einheitliche Buchungsplattform aufbauen. Haushalte sollen eine Prämie bekommen, wenn sie auf Nahverkehr oder Fahrrad umsteigen. Das Programm verspricht sich davon Wahlfreiheit zwischen den Verkehrsmitteln.

Die Grünen wollen Bus, Bahn, Rad und Leih-Fahrzeuge besser verbinden. In 5 Jahren soll es eine Plattform zum Buchen für alles geben. Bahnhöfe sollen das Umsteigen leichter machen. Wer auf Bus, Bahn oder Rad umsteigt, soll Geld bekommen. Busse, Bahnen und Halte-Stellen sollen ohne Hindernisse sein.

Tempo 30 innerorts und niedrigere Tempolimits

Die Grünen wollen, dass Kommunen innerorts Tempo 30 als Regel einführen können und Tempo 50 nur noch in begründeten Ausnahmen gilt. Auf Autobahnen und außerorts sollen die Höchstgeschwindigkeiten sinken. Das Programm begründet dies mit höherer Unfallgefahr und höherem Energieverbrauch bei hohem Tempo.

Die Grünen wollen, dass Autos langsamer fahren. In Orten soll Tempo 30 die Regel sein können. Städte entscheiden, wo noch Tempo 50 gilt. Auch auf Autobahnen und Land-Straßen soll das Tempo sinken. Das soll Kinder, Fuß-Gänger und Rad-Fahrer schützen.

Flugverkehr auf Klimaneutralität ausrichten

Die Grünen wollen nach der Pandemie kein unbegrenztes Wachstum des Luftverkehrs mehr, sondern ihn am Ziel der Klimaneutralität ausrichten. Ein nachhaltiges Flugverkehrskonzept soll dafür den Rahmen setzen. Das Programm nennt das Flugzeug das klimaschädlichste Verkehrsmittel und verweist auf Belastungen für Anwohner.

Die Grünen wollen, dass der Flug-Verkehr nicht mehr unbegrenzt wächst. Fliegen soll dem Klima weniger schaden. Die Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn sollen klima-freundlichen Treibstoff beimischen. Menschen in der Nähe von Flughäfen sollen besser geschützt werden.

Flughafenausbau stoppen und Nachtflüge einschränken

Die Grünen wollen Nachtflüge verringern und lehnen den weiteren Ausbau aller Flughäfen in NRW ab. Öffentliche Zuschüsse von Land und Kommunen für Flughäfen sollen entfallen. Begründet wird das mit Lärmschutz und Klimaschutz.

Die Grünen wollen weniger Flüge in der Nacht. Kein Flughafen in NRW soll größer werden. Land und Städte sollen Flughäfen kein Geld mehr geben. Kurze Flüge sollen durch Bus und Bahn ersetzt werden.

Güterverkehr verlagern und LKW emissionsfrei machen

Die Grünen wollen deutlich mehr Güter mit Bahn und Binnenschiff transportieren und unterstützen das EU-Ziel, drei Viertel des Straßengüterverkehrs zu verlagern. Der übrige LKW-Verkehr soll bis 2035 ohne Emissionen fahren. Dafür sollen alle geeigneten Antriebe gefördert werden.

Heute fahren die meisten Waren mit dem Lastwagen. Die Grünen wollen mehr Waren mit Zug und Schiff befördern. Die übrigen Lastwagen sollen bis 2035 keine Abgase mehr ausstoßen. Dafür fördern die Grünen verschiedene Antriebe, zum Beispiel Batterie und Wasserstoff.

Klimaneutrale City-Logistik mit Hubs und Paketboxen

Die Grünen wollen die Paketzustellung in den Städten bündeln und klimaneutral organisieren. Dafür sollen City-Hubs entstehen und bis 2030 alle Haushalte an Paketboxen angeschlossen sein. Das soll den Verkehr in Wohngebieten verringern.

Immer mehr Pakete kommen nach Hause. Die Grünen wollen Sammelstellen für Pakete in den Städten bauen. Von dort sollen Lastenräder und Elektro-Autos die Pakete bringen. Bis 2030 soll jeder Haushalt eine Paketbox in der Nähe haben.

Grüne: alle 12 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-0,7), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 5 eher Klimaschutz zuerst, 2 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Verkehrswende mit mehr öffentlichem Verkehr einleiten

Die SPD strebt eine Verkehrswende an und will deutlich mehr Geld in öffentliche Verkehrsangebote und Verkehrswege stecken. Ein größerer Teil des Verkehrs soll auf Bus, Bahn und Fernzüge verlagert werden, damit das Land zu den Klimazielen für 2030 und 2045 beiträgt. Nordrhein-Westfalen soll zudem ein Knotenpunkt für Nachtzüge werden.

Die SPD will den Verkehr im Land verändern. Mehr Menschen sollen Bus und Bahn nutzen statt das Auto. Das soll dem Klima helfen. Dafür will die SPD viel mehr Geld für Bus, Bahn und Verkehrs-Wege ausgeben. Außerdem sollen mehr Nacht-Züge über NRW fahren.

Fuß- und Radverkehr ausbauen und sicherer machen

Die SPD will den Fuß- und Radverkehr deutlich stärken und dafür die Verkehrsinfrastruktur vor allem in den Kommunen umbauen. Radwegenetze sollen wachsen, Radschnellwege zügig gebaut werden. Leitbild ist die Vision Zero, also keine Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr.

Die SPD will mehr für Fußgänger und Radfahrer tun. Es soll mehr und bessere Radwege geben. Die Straßen sollen sicherer werden. Das Ziel heißt: Niemand soll im Verkehr sterben oder schwer verletzt werden. Das Land soll den Städten dafür Geld geben.

Nahverkehr mit Mobilitätsgarantie und Schienenausbau verbessern

Die SPD will jedem Menschen im Land per Mobilitätsgarantie den Weg von der Haustür zum nächsten Anschluss an den öffentlichen Verkehr sichern, damit auch ländliche Räume profitieren. Bahnstrecken sollen elektrifiziert, reaktiviert und erweitert werden. Eine landesweite App mit Abrechnung nach Kilometern soll die Nutzung vereinfachen.

Die SPD will Bus und Bahn besser machen. Jeder Mensch soll von zu Hause zum nächsten Bus oder Zug kommen. Das gilt auch auf dem Land. Alte Bahn-Strecken sollen wieder in Betrieb gehen. Es soll eine App für ganz NRW geben. Damit zahlt man nur die gefahrenen Kilometer.

Günstigere Tickets und langfristig ticketlosen ÖPNV einführen

Die SPD will Schülerinnen und Schülern ein kostenfreies Ticket geben, das Sozialticket stärker bezuschussen und das Azubiticket verbilligen. Langfristig soll der Nahverkehr ohne Fahrschein nutzbar sein und über eine Umlage finanziert werden; das 365-Euro-Ticket gilt als Zwischenschritt. Der Nahverkehr soll in öffentlicher Hand ausgebaut werden.

Die SPD will Bus und Bahn billiger machen. Schüler sollen kostenlos fahren. Auszubildende sollen weniger zahlen. Später soll niemand mehr ein Ticket brauchen. Dann zahlen alle gemeinsam einen Beitrag für Bus und Bahn. Ein Schritt dahin ist ein Ticket für 365 Euro im Jahr.

Straßen erhalten, Engpässe beseitigen, E-Mobilität fördern

Die SPD will weiter in den Erhalt der Landesstraßen investieren und die Kommunen dabei unterstützen, weil die Straße der wichtigste Verkehrsträger bleibt. Sie unterstützt den Bundesverkehrswegeplan 2030 und den Neubau der Rahmedetalbrücke an der A45. Zugleich sollen mehr Güter auf Schiene und Wasser verlagert und die E-Mobilität gefördert werden.

Die meisten Menschen und Waren sind auf der Straße unterwegs. Die SPD will die Straßen des Landes deshalb in gutem Zustand halten. Eine kaputte Autobahn-Brücke bei Lüdenscheid soll schnell neu gebaut werden. Mehr Waren sollen mit Zug und Schiff fahren. Es soll mehr Lade-Säulen für Elektro-Autos geben.

Flughäfen sichern, Lärmschutz und Kerosinsteuer voranbringen

Die SPD will das dezentrale Flughafensystem des Landes erhalten und den Frachtflughafen Köln/Bonn rund um die Uhr offen halten. Ein Luftverkehrskonzept soll den Flughäfen Planungssicherheit geben, Anwohner sollen besser vor Lärm geschützt werden. Im Bund und in der EU will sie sich für gleiche Bedingungen aller Verkehrsträger einsetzen, etwa bei der Besteuerung von Kerosin.

Die SPD will die Flughäfen in NRW behalten. Der Flughafen Köln/Bonn soll für Fracht immer geöffnet sein, auch nachts. Menschen in der Nähe sollen besser vor Lärm geschützt werden. Laute und schmutzige Flugzeuge sollen mehr Gebühren zahlen. Die SPD will auch, dass Flug-Benzin besteuert wird.

Binnenschifffahrt und Häfen ausbauen

Die SPD will deutlich mehr Güter von der Straße aufs Wasser verlagern und das Land als Hafen- und Logistikstandort ausbauen. Beim Bund will sie auf eine schnellere Sanierung und den Ausbau der Wasserstraßen dringen. Ein eigenes Förderprogramm soll die Binnenschifffahrt umweltfreundlicher machen.

In NRW gibt es viele Flüsse, Kanäle und Häfen. Die SPD will, dass mehr Waren mit dem Schiff fahren statt mit dem Lkw. Dafür sollen Kanäle und Schleusen schneller repariert werden. Die Häfen sollen wachsen können. Schiffe sollen weniger Abgase ausstoßen.

Binnenschiffer mit Zuschüssen und Krediten fördern

Die SPD will Binnenschiffer aus Nordrhein-Westfalen mit einem Programm aus Zuschüssen und Krediten unterstützen. Außerdem will sie beim Bund auf steuerliche Erleichterungen für Landstrom hinwirken.

Die SPD will den Binnen-Schiffern in Nordrhein-Westfalen helfen. Sie sollen Zuschüsse und Kredite bekommen. Schiffe sollen im Hafen leichter Strom vom Land nutzen können. Dafür sollen Hindernisse bei den Steuern wegfallen.

SPD: alle 8 Punkte mit Zitat und Seitenzahl