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FDP zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Von hier aus weiter. Landtagswahlprogramm der Freien Demokraten Nordrhein-Westfalen (Beschlussfassung vom 22. Januar 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 96 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 4 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Kreislaufwirtschaft landesweit ausbauen

Die FDP will eine Kreislaufwirtschaft fördern, die über das heutige Recycling hinausgeht und die Wiederverwertung schon beim Entwurf von Produkten einplant. Sie begründet das mit steigenden Preisen für Materialien sowie mit Klimaschutz und Rohstoffsicherheit.

Die FDP will, dass Firmen Material mehrfach nutzen. Schon beim Planen eines Produkts soll man an die Wieder-Verwertung denken. Das schützt das Klima. Es macht Rohstoffe auch sicherer und bezahlbarer.

Nach dem Programm zeigen die zuletzt gestiegenen Preise für Materialien und Vorprodukte, dass Sekundärrohstoffe an Bedeutung gewinnen. Das Circular Valley in Wuppertal und Unternehmensinitiativen im Thinktank IN4climate sollen als Ausgangspunkte für einen landesweiten Ausbau dienen. Die Industrie gilt der Partei dabei als Motor und Problemlöser, der moderne Technologien, Prozesse und Produkte entwickelt.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Über das bisherige Recycling deutlich hinaus unterstützen wir die Entwicklung einer zirkulären Wirtschaft, die das Wiederverwerten bereits beim Produktdesign zu Beginn der Wertschöpfungskette mitdenkt.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Ausbau der Kreislaufwirtschaft über das heutige Recycling hinaus stärkt den Klimaschutz schrittweise, ohne neue Verbote.

Schutz vor Hochwasser und Starkregen verbessern

Die FDP will den technischen Hochwasserschutz überprüfen und mehr Flächen schaffen, auf denen sich Wasser ausbreiten kann. Außerdem sollen Warnsysteme auch bei Stromausfall funktionieren.

Starker Regen kann zu Überschwemmungen führen. Die FDP will mehr Flächen, auf denen Wasser Platz hat. Die Warnung der Menschen soll auch ohne Strom klappen. Bund und Länder sollen im Notfall besser zusammenarbeiten.

Nach dem Programm stoßen Talsperren und Rückhaltebecken bei Extremwetter an Grenzen, und kleinere Flüsse wurden bisher zu wenig beachtet. Ufersäume sollen unbewirtschaftet bleiben, Rückhalteflächen ertüchtigt oder neu angelegt und Auen aktiviert werden. Mehr Humus in Land- und Forstwirtschaft soll den Boden mehr Wasser speichern lassen. Gefahren- und Risikokarten sollen überarbeitet werden. Bund und Länder sollen ihre Kooperation ausbauen, damit bei Überschwemmungen Geräte und Fachkräfte schnell verfügbar sind.

Originalzitat anzeigen (Seite 56)
„Wir setzen uns deswegen für mehr Überschwemmungsräume für Breit- statt Hochwasser ein.“
Seite 56 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Flächenzertifikate einführen und Ausgleichsregeln reformieren

Die FDP will einen Zertifikatehandel einführen, über den Kommunen Rechte zur Ausweisung von Bauland handeln. Ausgleichsmaßnahmen für Flächenverbrauch sollen besser koordiniert und Brachflächen wieder nutzbar gemacht werden.

Boden ist knapp. Die FDP will Zertifikate für neues Bauland einführen. Städte und Gemeinden können diese untereinander handeln. Alte Industrie-Flächen sollen wieder genutzt werden.

Kommunen sollen Zertifikate brauchen, wenn sie Außenbereiche zu Bauland machen; für zurückgenommenes Bauland gibt es „weiße Zertifikate“. Auch der Handel mit Kompensationsflächen soll weiterentwickelt werden, um Vorhaben zu beschleunigen. Zentrale Koordinierungsstellen sollen Ausgleichsmaßnahmen wirksamer umsetzen. Für ökologisch sinnvolle Projekte wie Radwege strebt die FDP eine Befreiung von der Ausgleichspflicht an. Altlastensanierung, Entsiegelung und Flächenrecycling sollen ehemalige Bergbau- und Industrieflächen für neue Nutzung erschließen.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Wir setzen uns für die Einführung eines Flächenzertifikatehandels ein, mit dem Kommunen Flächen untereinander handeln können“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Ein neues Handelssystem begrenzt die Ausweisung von Bauland, nutzt dafür aber ein marktwirtschaftliches Instrument statt fester Vorgaben.

Luftverschmutzung mit neuer Technik verringern

Die FDP will die Luftqualität durch neue Antriebe, mehr Begrünung und intelligente Verkehrssysteme verbessern. Grenzwerte sollen regelmäßig wissenschaftlich überprüft werden, und Messstationen sollen verlässliche Werte liefern.

Die Luft soll sauberer werden. Die FDP setzt dafür auf neue Antriebe für Fahrzeuge. Auch mehr Grün soll helfen. Fachleute sollen die Grenz-Werte für Schadstoffe regelmäßig prüfen.

Das Programm setzt auf einen Mix emissionsarmer Technologien im Verkehr. Besonders grüner Wasserstoff soll stärker genutzt werden. Die öffentliche Hand soll als Vorbild beim Kauf neuer Fahrzeuge auf innovative Antriebe achten. Messstationen sollen nach Auffassung der FDP realistische und belastbare Daten liefern.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Zur Verringerung der Luftverschmutzung setzen wir auf innovative Verkehrsantriebe, eine verstärkte Begrünung und intelligente Verkehrssysteme.“
Seite 57 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Wälder und Moore als CO2-Speicher nutzen

Die FDP will mehr aufforsten, bestehende Wälder schützen und Moore wiedervernässen. Solche natürlichen CO2-Speicher sollen in den Emissionshandel aufgenommen werden, damit sich ihr Erhalt lohnt.

Wälder und Moore speichern CO2. Die FDP will mehr Bäume pflanzen und Wälder schützen. Trockene Moore sollen wieder nass werden. Wer solche Speicher schafft, soll im Emissions-Handel einen Vorteil haben.

Der Schutz soll im Land und weltweit gelten, etwa durch den Erhalt von Regenwäldern. Negative Waldbilanzen sollen international geächtet werden. Neben Aufforstung nennt das Programm Agroforstwirtschaft und Wiedervernässung als Wege, die Erderwärmung zu begrenzen. Wälder und Moore gelten der FDP zugleich als Schutzräume für die Artenvielfalt.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Diese CO2-Senken sollen in den Emissionshandel einbezogen werden, um entsprechende Anreize zu setzen.“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Aufforstung und Moorschutz sollen ausgebaut und über den Emissionshandel angereizt werden, was den Klimaschutz schrittweise stärkt.

Naturschutzflächen aufwerten, Nationalpark Senne ablehnen

Die FDP will bestehende Naturschutzflächen aufwerten, bevor neue ausgewiesen werden. Nationalparks gegen den Willen der Menschen vor Ort lehnt sie ab, insbesondere einen Nationalpark in der Senne. Dort setzt sie auf ein gemeinsames Nutzungskonzept.

Die FDP will vorhandene Naturschutz-Gebiete verbessern. Das soll wichtiger sein als neue Gebiete. Einen Nationalpark in der Senne will die FDP nicht. Dort sollen alle Beteiligten gemeinsam einen Plan machen.

Nach Ansicht der FDP gibt es auf bereits geschützten Flächen noch viel Spielraum für den Artenschutz, weshalb deren Aufwertung Vorrang vor neuen Schutzgebieten haben soll. Die Beobachtung der Artenvielfalt soll mit digitaler Datenerfassung und mit Hilfe der Jägerschaft ausgebaut werden. Einen Nationalpark in der Senne hält das Programm für schädlich, weil Nutzungsauflagen die Kulturlandschaft gefährden würden. Stattdessen soll ein Konzept Naturschutz, Anliegen von Bürgern und Kommunen, britische Streitkräfte, Tourismus und den Bundeswehrstandort Augustdorf verbinden.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Ideologisch betriebene Prestigeprojekte wie die Ausweisung von Nationalparks gegen die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort lehnen wir ab.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Neue Schutzgebiete mit Nutzungsauflagen sollen zugunsten von Bewirtschaftung und Investitionen zurückstehen, was weniger Regulierung bedeutet.

Wald aufforsten und in Emissionshandel einbeziehen

Die FDP will Waldbauern und Forstwirtschaft bei Aufforstung und Schädlingsbekämpfung unterstützen, damit sich die Wälder nach Dürre, Sturm und Borkenkäfer erholen. Land- und Forstwirtschaft sollen in den europäischen Emissionshandel aufgenommen werden. Bürger sollen sich etwa über Bürgerwälder beteiligen können.

Viele Wälder sind durch Trockenheit, Sturm und Käfer kaputt. Die FDP will den Wald-Besitzern helfen. Es sollen neue Bäume gepflanzt werden. Der Wald soll Teil vom Emissions-Handel werden. Das ist ein Handel mit Rechten für den Ausstoß von Treibhaus-Gasen.

Das Programm nennt den Wald einen der wichtigsten Faktoren für Klima und Artenvielfalt. Aufforstung und Schädlingsbekämpfung gelten als zentral, um heimische Wälder zukunftsfest zu machen. Neue Anreize sollen Waldflächen als Lebensraum und Kohlenstoffspeicher stärken und Flächen für Aufforstung erschließen. Dafür soll der europäische Emissionshandel (ETS) auf Land- und Forstwirtschaft ausgedehnt werden, ergänzt um Beteiligungsmodelle wie Bürgerwälder.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Dazu wollen wir die Land- und Forstwirtschaft in das europäische Emissionshandelssystem (ETS) aufnehmen“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Ein EU-Instrument soll auf zusätzliche Sektoren ausgedehnt werden.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Der Emissionshandel soll auf Land- und Forstwirtschaft ausgeweitet und Aufforstung gefördert werden, was den Klimaschutz über Marktanreize ausbaut.

Städte mit Wasser und Grün vor Hitze schützen

Die FDP will Großstädte gegen Sommerhitze wappnen, indem Wasser- und Grünflächen ausgebaut werden. Dazu gehören Wasserspeicherung nach dem Prinzip der Schwammstadt sowie begrünte Dächer und Fassaden. Die Kommunen sollen dabei Unterstützung erhalten.

Im Sommer wird es in großen Städten sehr heiß. Die FDP will mehr Wasser und mehr Grün in den Städten. Städte sollen Regen-Wasser speichern. Auch Dächer und Haus-Wände sollen Pflanzen bekommen. Das Land soll den Städten dabei helfen.

Neben Wasserflächen in Parks setzt das Programm auf ein neues Wassermanagement, bei dem die Schwammstadt, also das Speichern von Regenwasser im Stadtgebiet, ein Baustein ist. Auch private Wasserspeicher sollen durch Anreize gefördert werden. Zusätzliche Grünflächen, die Aufwertung vorhandener Flächen sowie Dach- und Fassadenbegrünung sollen für Abkühlung sorgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 58)
„Wir setzen uns für einen Ausbau blauer und grüner Infrastruktur ein.“
Seite 58 im Original

Einordnung

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Die Anpassung der Städte an den Klimawandel soll durch zusätzliche Grün- und Wasserflächen und Förderung ausgebaut werden.

Recycling ausbauen statt Produkte verbieten

Die FDP will die Kreislaufwirtschaft stärken und setzt auf Recycling anstelle von Produktverboten. Das Kunststoffrecycling soll ausgeweitet werden, auch mit chemischen Verfahren. Landesweit sollen Wertstoffcontainer für Elektrokleingeräte und Metalle aufgestellt werden.

Die FDP will, dass aus Abfall neue Rohstoffe werden. Sie will Produkte nicht verbieten. Stattdessen soll mehr recycelt werden. Überall in NRW soll es Container für Wertstoffe geben. Dort kann man kleine Elektro-Geräte und Metall abgeben.

Das Programm begründet den Ausbau mit den Pariser Klimazielen, die einen sparsameren Umgang mit Ressourcen verlangten. Neue Verfahren wie chemisches Recycling bei Verpackungen sollen die Menge an wiederverwertetem Material erhöhen. Die Sammlung von Wertstoffen sei bisher regional uneinheitlich geregelt und soll effizienter werden. Die geplanten Wertstoffcontainer sollen nach dem Vorbild der Glascontainer funktionieren.

Originalzitat anzeigen (Seite 59)
„Wir setzen uns für modernes Recycling als Alternative zu Produktverboten ein.“
Seite 59 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Recyclingtechnik soll an die Stelle von Produktverboten treten, also weniger regulatorische Eingriffe in den Markt.

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Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich