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Was sagen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zur Familie?

5 aktuelle Wahlprogramme in Nordrhein-Westfalen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 3 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Familien mit Kindern finanziell fördern, Geburtenrate erhöhen

Die AfD will die Geburtenrate steigern und dafür die klassische Familienförderung in den Mittelpunkt stellen. Eltern sollen pro Kind 20.000 Euro Rentenbeiträge aus Steuermitteln erstattet bekommen, außerdem sind Familiensplitting, geringere Abgaben und Hilfen beim Wohneigentum vorgesehen. Die Kindergrundsicherung lehnt die Partei ab.

Die AfD will, dass mehr Kinder geboren werden. Eltern sollen für jedes Kind 20.000 Euro Renten-Beiträge zurückbekommen. Familien sollen weniger Steuern und Abgaben zahlen. Eine Kinder-Grundsicherung will die AfD nicht.

Berufliche Rückkehr nach Erziehungszeiten erleichtern

Die AfD will Betriebe dazu bewegen, Eltern nach einer familienbedingten Pause den Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen. Der öffentliche Dienst soll Eltern bei Einstellungen stärker berücksichtigen als Kinderlose.

Viele Eltern machen eine Pause vom Beruf. Die AfD will die Rückkehr in den Beruf leichter machen. Firmen sollen dafür Hilfen bekommen. Der Staat soll als Arbeitgeber Eltern bevorzugt einstellen.

Verdienstausgleich für Betreuung zu Hause einführen

Die AfD will Eltern, die ihre Kleinkinder selbst betreuen und dafür beruflich zurückstecken, den Verdienstausfall ausgleichen. Sie will klassische Familienformen fördern, die Wahl der Betreuungsform aber den Eltern überlassen.

Manche Eltern bleiben für ihre kleinen Kinder zu Hause. Dann verdienen sie weniger Geld. Die AfD will, dass der Staat das ausgleicht. Eltern sollen selbst entscheiden, wie sie ihre Kinder betreuen.

AfD: alle 3 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschaftausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Fachpersonal und Strukturen im Kinderschutz stärken

Die CDU will Kinderschutz in Wissenschaft, Ausbildung und Praxis fester verankern. Geplant sind Professuren für Kinderschutz, verpflichtende Fortbildungen in der Jugendhilfe und ein Ausbau der Kinderschutzambulanzen. Gut ausgebildete Fachkräfte gelten im Programm als Kern eines wirksamen Kinderschutzes.

Die CDU will Kinder besser schützen. Fachleute sollen dafür mehr lernen. An Hochschulen soll es eigene Professuren für Kinderschutz geben. Es soll mehr Ambulanzen für den Kinderschutz geben.

Familien mit Aktionsplan und Familienkarte fördern

Die CDU will Nordrhein-Westfalen zum familien- und kinderfreundlichsten Bundesland machen. Ein Aktionsplan soll die Familiengründung erleichtern, Familienzentren sollen ausgebaut und kinderreiche Familien mit einer Familienkarte entlastet werden.

Die CDU will Familien stärker helfen. Dafür macht sie einen Aktions-Plan. Familien mit vielen Kindern sollen eine Familien-Karte bekommen. Damit kommen sie leichter in Museen oder Zoos. Spielplätze und Bolzplätze sollen repariert werden.

Schwangerschaftskonfliktberatung erhalten und zugänglicher machen

Die CDU will an der Schwangerschaftskonfliktberatung im Land festhalten. Schwangere sollen Hilfe statt Vorwürfe bekommen und erfahren, wie ein Leben mit Kind gelingen kann. Das diene aus Sicht des Programms auch dem ungeborenen Leben.

Manche Frauen sind schwanger und wissen nicht weiter. Für sie gibt es Beratung. Die CDU will diese Beratung behalten. Die Frauen sollen Hilfe bekommen und keine Vorwürfe. Die Angebote sollen leichter zu finden sein.

Drittes Kita-Jahr beitragsfrei machen

Die CDU will auch das dritte Kindergartenjahr vor der Einschulung von Elternbeiträgen befreien. Damit wäre die Betreuung für Kinder über drei Jahren vollständig beitragsfrei. Das Programm begründet dies mit der Bedeutung früher Bildung und der finanziellen Entlastung der Eltern.

Eltern zahlen oft Geld für den Kindergarten. Die CDU will das ändern. Auch das dritte Jahr vor der Schule soll nichts mehr kosten. Dann ist der Kindergarten ab drei Jahren ganz kostenlos. Eltern haben so mehr Geld.

Kita-Plätze ausbauen und Fachkräfte gewinnen

Die CDU will die Garantie für den Ausbau von Kita-Plätzen fortführen und ein System zur Gewinnung von Fachkräften aufbauen. Erzieherinnen und Erzieher sollen von Verwaltungsarbeit entlastet werden. Eine digitale Platzvergabe soll Eltern mehr Planungssicherheit geben.

Die CDU will mehr Plätze in Kitas schaffen. Sie will mehr Fachleute für die Kitas finden. Die Fachleute sollen weniger Büro-Arbeit haben. Eltern sollen Plätze einfacher im Internet buchen können.

Kinder- und Jugendförderplan stärken

Die CDU will den Kinder- und Jugendförderplan des Landes ausbauen und die jährliche Anpassung der Mittel beibehalten. Neue Schwerpunkte sollen Inklusion, das Aufholen nach der Corona-Pandemie und seelische Gesundheit sein. Ein Aktionsplan soll die Beteiligung junger Menschen regeln.

Das Land gibt Geld für Angebote für Kinder und Jugendliche. Die CDU will dieses Geld weiter erhöhen. Es soll mehr Angebote für junge Menschen mit Behinderung geben. Es soll Geld für Ferien-Freizeiten geben. Jugendliche sollen mehr mitreden können.

CDU: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,9), aus 10 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 8 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Kita-Plätze weiter ausbauen

Die FDP will zusammen mit Kommunen und Trägern mehr Betreuungsplätze schaffen, damit der Bedarf der Eltern gedeckt wird. Das soll die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und die frühkindliche Bildung stärken.

Die FDP will mehr Plätze in Kitas und bei Tageseltern. Städte und Kita-Betreiber sollen dabei mitmachen. So sollen Eltern leichter arbeiten können. Kinder sollen früh gut lernen können.

Kita-Anmeldung digitalisieren und koordinieren

Die FDP will die Anmeldung für Kita-Plätze landesweit digitalisieren und mit Kommunen und Trägern weiterentwickeln. Familien sollen bei Bedarf einen Platz von der Kommune angeboten bekommen, statt selbst suchen zu müssen. Nach der Geburt soll das Jugendamt den Eltern Unterstützungsangebote zuschicken.

Eltern sollen ihr Kind online für die Kita anmelden können. Die Stadt soll den Familien einen Platz anbieten. Eltern müssen dann nicht mehr lange suchen. Nach der Geburt soll das Jugendamt einen Brief mit Hilfen schicken.

Kita-Öffnungszeiten flexibler gestalten

Die FDP will die Öffnungszeiten von Kitas flexibler machen und vor allem die Betreuung früh morgens und am Abend ausbauen. Je nach Bedarf sollen auch Kitas entstehen, die Kinder über Nacht betreuen, etwa für Eltern im Schichtdienst. Ziel ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Mütter und Väter gleichermaßen.

Kitas sollen länger und flexibler geöffnet sein. Das gilt vor allem früh morgens und abends. Manche Kitas sollen Kinder auch über Nacht betreuen. Das hilft Eltern, die in Schichten arbeiten.

Kita schrittweise ganz beitragsfrei machen

Die FDP will die Elternbeiträge für die frühkindliche Bildung Schritt für Schritt auch in den übrigen Kindergartenjahren abschaffen. Damit sollen Familien finanziell entlastet werden.

Eltern zahlen oft Geld für die Kita. Zwei Jahre sind in NRW schon kostenlos. Die FDP will nach und nach auch die anderen Jahre kostenlos machen. So sollen Familien mehr Geld übrig haben.

Mehr Personal für Kitas gewinnen

Die FDP will kurz- und mittelfristig mehr Personal für die Kinderbetreuung gewinnen. Die bezahlte, praxisintegrierte Erzieherausbildung soll zur wichtigsten Ausbildungsform werden. Hauswirtschafts- und Verwaltungskräfte sollen das pädagogische Personal von anderen Aufgaben entlasten.

Kitas brauchen mehr Personal. Die FDP will die bezahlte Ausbildung mit viel Praxis zum Hauptweg machen. Andere Fachleute sollen Büro-Arbeit und Hausarbeit übernehmen. Dann haben Erzieherinnen und Erzieher mehr Zeit für die Kinder.

Familienzentren und Familiengrundschulzentren ausbauen

Die FDP will die Familienzentren an Kitas ausbauen und ihre Beratungsangebote erweitern. Landesweit sollen möglichst schnell 300 neue Familiengrundschulzentren entstehen, deren Finanzierung dauerhaft gesichert wird. Das soll für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen.

Familienzentren beraten und unterstützen Familien. Die FDP will mehr davon und mehr Beratung dort. An 300 Grundschulen sollen neue Zentren für Familien entstehen. Das Geld dafür soll dauerhaft sicher sein.

Kindertagespflege weiter fördern

Die FDP will die Kindertagespflege weiter fördern und Tagespflegepersonen den Zugang zu pädagogischen Fortbildungen öffnen. Überall im Land soll es Vertretungsregelungen bei Krankheit, Urlaub und Fortbildung geben, während die Geldleistungen weiterlaufen. Betreuungsverträge sollen flexibler werden.

Tagesmütter und Tagesväter betreuen Kinder in kleinen Gruppen. Die FDP will sie weiter fördern. Sie sollen Fortbildungen besuchen können. Bei Krankheit oder Urlaub soll es überall eine Vertretung geben. Das Geld soll dann weiter fließen.

Private Kita-Träger und Betriebs-Kitas unterstützen

Die FDP will private Anbieter und Betriebs-Kitas gezielt unterstützen und enger in die bestehenden Strukturen einbinden. Bürokratische Hindernisse bei der Gründung betrieblicher Betreuungseinrichtungen sollen wegfallen.

Manche Kitas gehören privaten Anbietern oder Firmen. Die FDP will diese Kitas gezielt unterstützen. Sie sollen auch Geld bekommen. Firmen sollen leichter eine eigene Kita gründen können. Dafür soll es weniger Vorschriften geben.

Kinderschutz und Prävention weiter ausbauen

Die FDP will das Landeskinderschutzgesetz weiterentwickeln und Vorbeugung, Eingreifen und Hilfen bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder verbessern. Wer mit Minderjährigen arbeitet, soll regelmäßig fortgebildet werden, Beratungsangebote sollen landesweit wachsen.

Die FDP will Kinder besser vor Gewalt und Missbrauch schützen. Menschen, die mit Kindern arbeiten, sollen regelmäßig geschult werden. Es soll überall leicht erreichbare Beratung geben. Kinder sollen ihre Rechte kennen.

Betroffenen Kindern schnell helfen, Justiz kindgerecht gestalten

Die FDP will, dass Kinder und Jugendliche nach sexualisierter Gewalt rasch therapeutische Hilfe erhalten, besonders auf dem Land. Gerichtsverfahren sollen kindgerechter ablaufen, um erneute Traumatisierungen zu vermeiden.

Kinder, die Gewalt erlebt haben, sollen schnell Hilfe bekommen. Auf dem Land soll es mehr Therapie-Angebote geben. Vor Gericht sollen Kinder schonend befragt werden. Sie sollen nicht mehrmals aussagen müssen.

Familien und Alleinerziehende stärker unterstützen

Die FDP will Familienbildung und Familienberatung ausbauen und Allein- und Getrennterziehende besonders unterstützen. Dazu gehören mehr Betreuung auch zu Randzeiten, flexiblere Arbeitszeiten und finanzielle Entlastung. Das Programm begründet dies mit den finanziellen Problemen dieser Familien, die die Chancen der Kinder beeinträchtigen.

Die FDP will Familien mehr helfen. Es soll mehr Beratung für Eltern geben. Eltern, die allein erziehen, sollen mehr Kinder-Betreuung bekommen. Das gilt auch früh morgens und abends. Sie sollen auch mehr Geld behalten.

Kinderchancengeld als gebündelte Leistung einführen

Die FDP will familienpolitische Leistungen zu einem Kinderchancengeld zusammenfassen. Damit sollen Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen unterstützt und Kinderarmut verringert werden.

Für Familien gibt es viele verschiedene Hilfen. Die FDP will daraus eine einzige Hilfe machen. Sie heißt Kinder-Chancen-Geld. Sie soll Familien mit wenig Geld helfen. Kinder sollen Bildungs-Angebote selbst nutzen können.

Kinder- und Jugendarbeit sowie Ferienprogramme fördern

Die FDP will die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit stärken und Ferien- und Bildungsprogramme vor allem für benachteiligte Kinder stärker fördern. Auch der Ausbau der Schulpsychologie soll weitergehen, weil die Pandemie Kinder und Jugendliche seelisch belastet hat.

Die FDP will mehr Angebote für Kinder und Jugendliche außerhalb der Schule. Es soll mehr Geld für Ferien-Programme geben. Auch Mitgliedschaften in Vereinen sollen gefördert werden. Das soll vor allem benachteiligten Kindern helfen. An Schulen soll es mehr psychologische Beratung geben.

Digitales Familienportal NRW einrichten

Die FDP will ein zentrales Online-Portal schaffen, über das Familien alle Leistungen finden und beantragen können. Das soll Behördengänge, Wartezeiten und Bürokratie verringern.

Eltern müssen für Anträge oft zum Amt gehen. Die FDP will eine Internet-Seite für alle Familien-Leistungen. Dort können Eltern alles finden und beantragen. Wer möchte, kann weiter persönlich zum Amt gehen.

FDP: alle 14 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 6 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Kinder- und Jugendarbeit dauerhaft und inklusiv fördern

Die Grünen wollen Projekte dauerhaft absichern, die sich in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie bei den Jugendverbänden bewährt haben. Die Angebote sollen allen jungen Menschen diskriminierungsfrei und barrierefrei offenstehen, weil die Partei Jugendarbeit als notwendiges und nicht als zusätzliches Angebot versteht.

Jugendtreffs und Jugendverbände sind wichtig für junge Menschen. Die Grünen wollen gute Projekte dauerhaft bezahlen. Alle Kinder und Jugendlichen sollen mitmachen können. Das gilt auch für Kinder mit Behinderung. Dafür soll das Land Geld geben.

Familienzentren an Kitas und Grundschulen ausbauen

Die Grünen wollen mehr Kitas auf dem Weg zum Familienzentrum unterstützen und auch Grundschulen zu Anlaufstellen für Familien machen. Eltern sollen dort Austausch, Beratung und leicht zugängliche Hilfe finden, auch nach der Kita-Zeit.

Ein Familienzentrum ist ein Ort, an dem Eltern Rat und Hilfe bekommen. Die Grünen wollen mehr Kitas zu Familienzentren machen. Auch Grundschulen sollen solche Orte werden. Die Beratung für Familien soll stärker werden.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern

Die Grünen wollen kommunale Zeitbüros fördern, die Betreuungszeiten, Busfahrpläne und andere Abläufe besser auf den Alltag von Familien abstimmen. Außerdem soll ein Netzwerk familienfreundlicher Unternehmen entstehen und die öffentliche Verwaltung familienfreundlich werden.

Viele Familien haben im Alltag zu wenig Zeit. Die Grünen wollen Zeit-Büros in den Städten fördern. Diese Büros prüfen, welche Betreuungs-Zeiten Familien brauchen. Auch Bus-Fahrpläne sollen besser passen. Firmen und Ämter sollen mehr Rücksicht auf Familien nehmen.

Alleinerziehende besser unterstützen

Die Grünen wollen die Kinderbetreuung früh morgens und abends ausbauen und Betreuung in Notfällen ermöglichen. Alleinerziehende sollen zudem Hilfe aus einer Hand bei Behördenfragen und Angebote zur Erholung erhalten, weil sie besonders auf verlässliche Infrastruktur angewiesen seien.

Manche Eltern erziehen ihre Kinder allein. Die Grünen wollen ihnen mehr helfen. Es soll mehr Betreuung früh am Morgen und am Abend geben. Im Notfall soll jemand auf die Geschwister aufpassen. Beratungsstellen sollen bei Ämter-Fragen helfen.

Inklusive Spielflächen für Kinder fördern

Die Grünen wollen mit einer Landesinitiative mehr sichere Spielräume im Freien schaffen, weil Kinder Bewegung und frische Luft brauchen. Kommunen sollen Spielflächen erhalten und barrierefrei ausbauen können.

Kinder brauchen Platz zum Spielen draußen. Die Grünen wollen Städten dafür Geld geben. Spielplätze sollen bleiben und barriere-frei werden. Kinder sollen bei der Planung mitreden.

Kinderschutz mit einheitlichen Standards und Landesbeauftragten stärken

Die Grünen wollen landesweit gleiche fachliche und personelle Standards in der Jugendhilfe und feste Kinderschutz-Netzwerke vor Ort. Eine unabhängige Landesbeauftragte oder ein Landesbeauftragter für Kinderschutz und Kinderrechte soll eingesetzt werden. Anlass sind laut Programm die Mängel, die der Untersuchungsausschuss zum Fall Lügde aufgedeckt hat.

Die Grünen wollen Kinder besser vor Gewalt schützen. Überall in NRW sollen gleiche Regeln für die Jugendhilfe gelten. Eine unabhängige Person soll sich im Land um Kinderschutz kümmern. Polizei und Gerichte sollen besser mit Kindern umgehen können.

Grüne: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,4), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich mehr Staat, 3 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Familienzentren an Grundschulen aufbauen

Die SPD will Familienzentren, die es bisher vor allem an Kitas gibt, auch an Schulen einrichten und an jeder Grundschule möglich machen. Dort sollen Familienbildung, Förderung und Hilfen an einem Ort zusammenkommen, damit Eltern den Bildungsweg ihrer Kinder leichter unterstützen können.

Familien-Zentren sind Orte mit Hilfen und Infos für Familien. Bisher gibt es sie vor allem an Kitas. Die SPD will sie auch an Grundschulen aufbauen. Eltern finden dann alle Angebote an einem Ort.

Familienarbeitszeit und Partnerfreistellung einführen

Die SPD will eine Familienarbeitszeit einführen, mit der Eltern weniger arbeiten können, ohne Einkommen zu verlieren. Zusätzlich soll es eine Freistellung für Partnerinnen und Partner nach der Geburt und ergänzende Betreuung zu Randzeiten geben. Ziel ist mehr gemeinsame Zeit und eine partnerschaftliche Aufteilung der Betreuung.

Eltern sollen weniger arbeiten können. Sie sollen dabei kein Geld verlieren. Nach der Geburt soll auch der Partner frei bekommen. Früh morgens und spät abends soll es zusätzliche Betreuung für Kinder geben.

Familienbüros für Anträge einführen

Die SPD will Familienbüros schaffen, die jungen Eltern Anträge wie den auf Elterngeld in den ersten Wochen nach der Geburt abnehmen. Auch später sollen sie beim Beantragen von Leistungen und bei der Suche nach Angeboten helfen.

Nach einer Geburt müssen Eltern viele Anträge stellen. Die SPD will Familien-Büros einführen. Diese Büros helfen bei den Anträgen, zum Beispiel beim Elterngeld. Sie helfen Familien auch später.

Kita-Plätze ausbauen und Gebühren abschaffen

Die SPD will Kitas nach Bedarf ausbauen und für jedes Kind ein passendes Betreuungsangebot schaffen. Die Kita soll vollständig gebührenfrei werden, damit Bildung aus Sicht der Partei nicht vom Einkommen oder Wohnort abhängt.

Die SPD will mehr Kita-Plätze schaffen. Jedes Kind soll einen passenden Platz bekommen. Eltern sollen für die Kita nichts mehr bezahlen. Geld soll bei der Entscheidung für die Kita keine Rolle spielen.

Kita-Finanzierung und Personalschlüssel neu regeln

Die SPD will die Kita-Finanzierung mit einem Kita-Zukunftsgesetz neu ordnen. Statt Pauschalen nach Belegung und Buchungszeiten sollen Einrichtungen eine feste Sockelfinanzierung und mehr Personal pro Gruppe erhalten. Das soll Bürokratie verringern und mehr Zeit für die Kinder schaffen.

Die SPD will ein neues Gesetz für Kitas. Kitas sollen einen festen Grund-Betrag bekommen. Sie sollen weniger Anträge und Abrechnungen schreiben müssen. Es soll mehr Personal für die Kinder geben.

Kinderschutz landesweit einheitlich regeln

Die SPD will den Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen einheitlich organisieren. Jugendämter sollen überall gleich ausgestattet sein, und die Zusammenarbeit der Behörden soll einheitlichen Regeln folgen. Ein Kinderschutzgesetz soll dies laufend weiterentwickeln.

Die SPD will Kinder besser schützen. Alle Jugendämter im Land sollen gleich gut ausgestattet sein. Behörden sollen nach gleichen Regeln zusammenarbeiten. Ein Kinderschutz-Gesetz soll das festlegen.

SPD: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl