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parteiprogramm

CDU zu Umwelt und Tierschutz

Aus dem Programm „Machen, worauf es ankommt. Nordrhein-Westfalen: Sicher, nachhaltig, solidarisch und stark (Beschluss 26. März 2022)“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 109 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Umwelt und Tierschutz

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Bäume pflanzen, Wälder und Stadtgrün fördern

Die CDU will mit neuen Förderprogrammen mehr Grün in die Städte bringen und die Wälder widerstandsfähiger gegen den Klimawandel machen. Geplant sind ein Baum-Scheck-Programm über 50 Millionen Euro, Umweltschecks für lokale Projekte und eine Baumprämie für Waldbauern.

Die CDU will mehr Bäume in Städten und Dörfern pflanzen. Es sollen über eine Million neue Bäume werden. Vereine sollen 2.000 Euro für Umwelt-Projekte bekommen. Wald-Besitzer sollen eine Prämie bekommen. Die Wälder sollen das veränderte Klima besser aushalten.

Die Umweltschecks über 2.000 Euro je Projekt richten sich an Vereine und Gruppen, die etwa Kleinstwälder oder Insektenhotels anlegen. Anreize soll es auch für begrünte Dächer, Fassaden und Vorgärten sowie für öffentliches Grün geben, um die Aufheizung der Städte zu mindern. Die Baumprämie für Waldbauern soll sich an der CO2-Bindung pro Hektar bemessen. Alleen sollen geschützt, instand gesetzt und erweitert, das Waldbau- und das Wiederaufforstungskonzept des Landes überarbeitet und Waldwege nach dem Abtransport von Schadholz repariert werden. Gegen invasive Arten will die CDU eine eigene Strategie erarbeiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Damit sollen mehr als eine Million Bäume in den Städten und Gemeinden neu gepflanzt werden.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Förderprogramme und Prämien aus Landesmitteln erweitern die öffentlichen Ausgaben für Umwelt und Forst.

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst

    Eine an der CO2-Bindung ausgerichtete Prämie und mehr Bäume sollen den Klimaschutz über Anreize schrittweise stärken.

Aktives Wolfsmanagement ermöglichen, Schutzstatus ändern

Die CDU will in Deutschland ein aktives Wolfsmanagement möglich machen und den Schutzstatus des Wolfes an seine tatsächliche Verbreitung anpassen. Sie begründet das mit der schnell wachsenden Zahl der Tiere und dem Ziel, die Weidetierhaltung zu sichern.

Es gibt immer mehr Wölfe. Die CDU will den Bestand der Wölfe aktiv steuern dürfen. Der Wolf soll weniger streng geschützt sein. So will die CDU Schafe und andere Tiere auf der Weide schützen.

Als Vorbild nennt das Programm andere Länder, in denen ein solches Management bereits besteht. Es soll sowohl die Zukunft der Weidetierhaltung als auch die Akzeptanz für die Rückkehr des Wolfes in Nordrhein-Westfalen sichern. Die Verpflichtungen aus der europäischen FFH-Richtlinie, die den Artenschutz regelt, will die CDU dabei weiter einhalten. Jägerinnen und Jäger bezeichnet sie als wichtige Partner des Naturschutzes.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Wir setzen uns dafür ein, den Schutzstatuts des Wolfes mit Blick auf seine tatsächliche Verbreitung zu verändern.“
Seite 50 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Rohstoffstrategie umsetzen und Recycling stärken

Die CDU will den Abbau von Rohstoffen über eine umfassende Strategie regeln, die Umwelt- und Flächenschutz mit Planungssicherheit für die Industrie verbindet. Recycling und die Nutzung von Sekundärrohstoffen sollen stärker gefördert werden.

Die CDU will den Abbau von Rohstoffen besser regeln. Rohstoffe sind zum Beispiel Sand und Kies. Dabei soll weniger Fläche verbraucht werden. Firmen sollen trotzdem sicher planen können. Die CDU will auch mehr Recycling fördern.

Vorhandene Lagerstätten sollen möglichst vollständig genutzt werden, damit weniger neue Flächen in Anspruch genommen werden; dazu soll die Beobachtung der Abgrabungen besser werden. Um einzelne Regionen nicht zu stark zu belasten, soll der Bedarf an Sand und Kies wissenschaftlich neu ermittelt werden. Neue Verfahren für Re- und Upcycling sollen Förderung erhalten. Die CDU will prüfen, ob der Einsatz von Sekundärrohstoffen bei öffentlichen Vergaben als Vorteil gewertet wird. Außerdem sollen Umweltbildung und außerschulische Lernorte weiter gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 50)
„Daher wollen wir eine ganzheitliche Rohstoffstrategie umsetzen, die Mensch, Umwelt und Landwirtschaft schützt, Planungssicherheit für die Industrie herstellt, Flächenverbrauche reduziert und Alternativen fördert.“
Seite 50 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Die Strategie verbindet staatliche Steuerung des Rohstoffabbaus zum Schutz von Umwelt und Fläche mit Planungssicherheit für die Industrie.

Jagd und Fischerei mit weniger Bürokratie stärken

Die CDU will die Eigenverantwortung der Jägerinnen und Jäger weiter stärken und Bürokratie abbauen. Der Jagdschein soll landesweit einheitlich und einfacher zu bekommen sein. Jagd und Fischerei gelten im Programm als Beitrag zur heimischen Artenvielfalt.

Die CDU will Jägern mehr eigene Verantwortung geben. Es soll weniger Papierkram geben. Den Jagdschein soll man einfacher bekommen. Das soll auch digital gehen. Auch die Fischerei will die CDU unterstützen.

Die Erteilung des Jagdscheins soll landeseinheitlich, einfacher und digital möglich werden, wobei auf Barrierefreiheit geachtet wird. Die Jägerschaft soll bei der Wiederbewaldung geschädigter Waldflächen und bei der Abwehr der Afrikanischen Schweinepest mitwirken; dafür hält die CDU angepasste Wildschweinbestände für nötig. Die Kormoranverordnung will die Partei überprüfen und bei Bedarf genauer fassen. Bei der Aquakultur nennt das Programm umweltverträgliche Erzeugung und hohe Tierwohlstandards als Qualitätsmerkmal.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Wir werden landeseinheitliche und unbürokratische Wege entwickeln, die Jagdscheinerteilung zu vereinfachen.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Jägerschaft soll mehr Eigenverantwortung und weniger Bürokratie bekommen, was schrittweise weniger staatliche Regulierung bedeutet.

Flächenverbrauch senken und Agrarflächen schonen

Die CDU will den Flächenverbrauch weiter verringern. Der ökologische Ausgleich für Bauvorhaben soll möglichst nicht dazu führen, dass wertvolle Ackerflächen verloren gehen. Stattdessen sollen Entsiegelung, Ersatzgeld und Ökokonten Vorrang erhalten.

Es soll weniger Boden verbaut werden. Wer baut, muss der Natur etwas zurückgeben. Dafür sollen aber keine guten Äcker verloren gehen. Die CDU will lieber Flächen von Beton befreien. Auch Geld-Zahlungen sollen als Ausgleich gelten.

Bei der naturschutzrechtlichen Kompensation neuer Bauvorhaben soll die Entsiegelung bebauter Flächen den höchsten ökologischen Wert zugeschrieben bekommen. Dazu soll der AAV, der Verband für Altlastensanierung und Flächenrecycling, weiterhin ausreichend Geld bekommen. Ausgleichsmaßnahmen, die in die landwirtschaftliche Produktion integriert sind, sollen gestärkt werden. Auf Bundesebene strebt die Partei eine Regelung an, die Ersatzgeld und Ökokonten gegenüber Ausgleichsflächen bevorzugt; auch der Vertragsnaturschutz soll dafür genutzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Unser Ziel bleibt eine Bundesregelung, wonach die Kompensation über Ersatzgeldzahlungen und Ökokonten statt über Ausgleichsflächen bevorzugt wird.“
Seite 53 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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