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Was sagen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zur Landwirtschaft?

5 aktuelle Wahlprogramme in Nordrhein-Westfalen haben Punkte zu diesem Thema.

Hier stehen ihre Punkte nebeneinander, zusammengefasst und eingeordnet. Das Zitat und die Seitenzahl zu jedem Punkt stehen auf der Themenseite der Partei.

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

AfD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

Bürokratie für Landwirte abbauen, Hofläden fördern

Die AfD will die Verwaltungslast der Landwirte stark verringern und Dokumentationspflichten deutlich kürzen. Außerdem sollen Hindernisse für die Direktvermarktung fallen und Hofläden gefördert werden, damit regionale Lebensmittel leichter erhältlich sind.

Bauern müssen viele Formulare ausfüllen. Die AfD will das stark verringern. Bauern sollen ihre Waren leichter selbst verkaufen können. Hofläden sollen Förderung bekommen.

Pauschale Düngegrenzen beenden, Pflanzenschutz ausweiten

Die AfD will die pauschale Verringerung der Düngemengen beenden und stattdessen genau ermitteln, wer Nitrat in den Boden einträgt. Den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln will sie in angemessenem Umfang ausweiten.

Bauern dürfen in manchen Gebieten nur weniger düngen. Die AfD will diese allgemeine Regel beenden. Man soll genau prüfen, wer das Wasser belastet. Bauern sollen auch mehr Mittel gegen Schädlinge nutzen dürfen.

AfD: alle 2 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

CDU

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 1 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Landwirte entlasten und EU-Agrarregeln 1:1 umsetzen

Die CDU will, dass sich Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen weiter lohnt, und setzt dafür auf fairen Wettbewerb in der EU. Die Vorgaben der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sollen ohne nationale Zusätze umgesetzt werden. Außerdem sollen Landwirte bei Steuern und Bürokratie entlastet werden.

Bauern sollen genug Geld verdienen. Die CDU will die Agrar-Regeln der EU genau so umsetzen, wie sie sind. Es soll keine strengeren Regeln nur für Deutschland geben. Bauern sollen beim Kauf von Flächen weniger Steuern zahlen. Sie sollen auch weniger Anträge und Nachweise schreiben müssen.

Naturschutzleistungen der Landwirte bezahlen

Die CDU will, dass Landwirte mit Leistungen für Natur und Klima Geld verdienen können. Zusätzliche Umweltleistungen sollen finanziell ausgeglichen werden, und Eingriffe in die Bewirtschaftung sollen nie ohne Ausgleich erfolgen. Dabei setzt die Partei auf Freiwilligkeit und Anreize statt auf Zwang.

Bauern tun etwas für Natur und Klima. Dafür sollen sie Geld bekommen. Die CDU will keine Auflagen ohne Ausgleich. Sie setzt auf freiwillige Angebote und Belohnungen. Der Bund soll versprochenes Geld auszahlen.

Digitalisierung und neue Züchtungsmethoden nutzen

Die CDU will digitale Technik und neue Technologien in der Landwirtschaft einsetzen. Neue Züchtungsmethoden sollen Pflanzen widerstandsfähiger machen und damit nach Ansicht der Partei Umwelt, Klima, Ernährungssicherung und Artenvielfalt dienen.

Die CDU will moderne Technik für Bauern nutzen. Dazu gehören neue Methoden in der Pflanzen-Zucht. So sollen Pflanzen robuster werden. Das soll Umwelt und Klima helfen. Auf dem Land soll es überall schnelles Internet geben.

Mehr Tierwohl fördern und Mehrkosten ausgleichen

Die CDU will den Umbau der Tierhaltung zu mehr Tierwohl beschleunigen und dabei die Folgen für die Betriebe berücksichtigen. Die höheren Kosten sollen den Erzeugern über staatliche Förderung und Ausgleichszahlungen ersetzt und in Maßen an die Verbraucher weitergegeben werden.

Tiere in Ställen sollen es besser haben. Das kostet die Bauern mehr Geld. Der Staat soll den Bauern dabei helfen. Auch die Preise im Laden sollen etwas steigen. Auf Fleisch soll stehen, woher es kommt und wie das Tier lebte.

CDU: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

FDP

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Planungssicherheit und Digitalisierung für Landwirte

Die FDP will landwirtschaftlichen Betrieben mehr wirtschaftliche Eigenständigkeit und langfristige Planungssicherheit geben. Investitionen sollen schneller abgeschrieben werden können. Forschung und Anwendung digitaler Technik in der Landwirtschaft sollen bessere Bedingungen erhalten.

Bauern planen für viele Jahre. Die FDP will ihnen verlässliche Regeln geben. Bauern sollen Ausgaben für Neues schneller von der Steuer absetzen können. Digitale Technik soll auf den Höfen mehr genutzt werden. Auch Forschung für die Landwirtschaft soll wachsen.

Landwirtschaft in CO2-Handel einbinden, Sojaanbau erforschen

Die FDP will die Landwirtschaft in den Handel mit CO2-Zertifikaten einbeziehen. Forschung zur Emissionsminderung soll zur Marktreife gebracht werden. Außerdem soll der Anbau von Soja in Deutschland stärker erforscht werden.

Die FDP will die Landwirtschaft am Handel mit CO2-Rechten beteiligen. Neue Ideen aus der Forschung sollen in die Praxis kommen. Zum Beispiel anderes Futter für Rinder. Auch der Anbau von Soja in Deutschland soll erforscht werden.

Aktives Wolfsmanagement einführen

Die FDP will Weidetierhalter schützen und fordert, dass die Länder den Wolfsbestand regional unterschiedlich steuern dürfen. Wölfe, die wiederholt Weidetiere reißen, sollen schnell und rechtssicher entnommen werden können. Den bisherigen strengen Schutz ohne Blick auf solche Tiere hält sie für falsch.

Wölfe töten immer mehr Schafe und andere Weide-Tiere. Die FDP will den Tier-Haltern helfen. Die Bundes-Länder sollen selbst über den Umgang mit Wölfen entscheiden. Wölfe, die viele Tiere reißen, sollen getötet werden dürfen.

EU-weites Tierwohllabel und Tierwohl-Förderung

Die FDP will ein in der ganzen EU einheitliches Tierwohllabel und eine europaweite Herkunftskennzeichnung für Fleisch und Milch. Zusätzliche nationale Auflagen für Landwirte lehnt sie ab. Betriebe sollen bei Maßnahmen für mehr Tierwohl unterstützt werden, etwa durch schnellere Genehmigungen für offene Ställe.

Die FDP will ein Tierwohl-Zeichen für ganz Europa. Auf Fleisch und Milch soll stehen, woher sie kommen. Deutsche Bauern sollen keine extra Regeln bekommen. Wer offene Ställe bauen will, soll schneller eine Erlaubnis bekommen.

FDP: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

Grüne

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 5 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 1 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Ökolandbau auf 30 Prozent steigern

Die Grünen wollen den Ökolandbau in NRW bis 2030 von knapp 7 auf 30 Prozent ausbauen und den Tierbestand mittelfristig verringern. Leitbild ist eine ökologische, bäuerliche Landwirtschaft ohne Gentechnik und chemisch-synthetische Pestizide.

Die Grünen wollen mehr Bio-Landwirtschaft. Bis 2030 sollen 30 Prozent der Höfe-Fläche bio sein. Heute sind es knapp 7 Prozent. Es soll weniger Tiere in den Ställen geben. Bauern sollen beim Umstieg Hilfe bekommen.

Pestizideinsatz halbieren und Abgabe einführen

Die Grünen wollen den Pestizideinsatz in NRW kurzfristig halbieren und die Landwirtschaft langfristig von chemisch-synthetischen Mitteln unabhängig machen. Das Programm begründet das mit Schäden für Artenvielfalt und Gesundheit.

Die Grünen wollen weniger Pflanzen-Gifte auf den Feldern. Die Menge soll schnell auf die Hälfte sinken. Wer die Gifte nutzt, soll dafür eine Abgabe zahlen. Bauern bekommen Geld und Beratung für die Umstellung.

Agrarförderung auf kleine und naturschonende Höfe ausrichten

Die Grünen wollen öffentliche Agrargelder an Betriebe lenken, die Natur und Tiere schützen, und kleine Höfe gezielt stützen. Bisher fließt nach Darstellung des Programms der größte Teil der Förderung an die größten Betriebe.

Die Grünen wollen das Förder-Geld für Bauern anders verteilen. Mehr Geld sollen Höfe bekommen, die Natur und Tiere schützen. Kleine Höfe sollen besondere Hilfe bekommen. Sie sollen nicht aufgeben müssen.

Regionale Verarbeitung und Bio-Essen in Kantinen fördern

Die Grünen wollen in jedem Kreis und jeder Großstadt Zentren für handwerkliche Lebensmittelverarbeitung schaffen und Kantinen beim Umstieg auf Bio- und Regionalprodukte fördern. Verlässliche Abnehmer sollen Landwirten Planungssicherheit geben.

Die Grünen wollen mehr Essen aus der Region. Überall soll es Zentren geben, die Lebensmittel handwerklich verarbeiten. Kantinen sollen mehr Bio-Essen anbieten. Dafür bekommen sie Fördergeld.

Lebensmittelverschwendung eindämmen, Containern erlauben

Die Grünen wollen Handel und Hersteller verpflichten, noch essbare Lebensmittel weiterzugeben, und das sogenannte Containern straffrei stellen. Das Programm verweist auf 12 Millionen Tonnen essbarer Lebensmittel, die jährlich in Deutschland im Müll landen.

In Deutschland wird viel gutes Essen weggeworfen. Die Grünen wollen das ändern. Läden und Hersteller sollen essbare Lebensmittel abgeben müssen. Wer Essen aus Müll-Tonnen von Läden holt, soll keine Strafe bekommen.

Gemeinnützige Landgesellschaft gründen

Die Grünen wollen in NRW eine gemeinnützige Landgesellschaft schaffen, die Boden vorhält und nach Gemeinwohlkriterien vergibt. Damit soll die Nutzung unbebauter Flächen für Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft gesteuert werden.

Die Grünen wollen eine Land-Gesellschaft gründen. Sie soll Boden kaufen und weitergeben. Der Boden soll für Naturschutz, Bauern und Wald da sein. Ein unabhängiges Gremium soll das überwachen.

Grüne: alle 6 Punkte mit Zitat und Seitenzahl

SPD

Programm zur Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Klimaschutz zuerst (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 2 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Regionale Landwirtschaft stärken, Bodenmarkt regulieren

Die SPD will der Konzentration in der Landwirtschaft mit regionalen Verarbeitungs- und Vertriebsstrukturen begegnen. Das soll die Stellung der Betriebe gegenüber Großabnehmern verbessern. Hinzu kommen ein Verbot von Dumpingpreisen und eine Bodenreform.

Die SPD will Bauernhöfe in der Region stärken. Lebensmittel sollen öfter in der Nähe verarbeitet und verkauft werden. So sollen Bauern bessere Preise bekommen. Sehr niedrige Preise will die SPD verbieten. Auch der Markt für Ackerland soll neue Regeln bekommen.

Ernährungsstandards in öffentlichen Kantinen verbindlich machen

Die SPD will die Nachhaltigkeitsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für öffentliche Kantinen und Mensen auf längere Sicht zur Pflicht machen. Gesunde Ernährung ist aus Sicht des Programms eine soziale Frage, weil gesunde Lebensmittel teuer seien.

Die SPD will gesünderes Essen in öffentlichen Kantinen. Dafür sollen feste Regeln gelten. Die Kantinen sollen mehr Essen aus der Region und Bio-Essen kaufen. Alle Menschen sollen sich gesund ernähren können, auch mit wenig Geld.

Gemeinwohlprämie für die Landwirtschaft einführen

Die SPD will Leistungen von Landwirten honorieren, die der Markt bisher nicht bezahlt, etwa Artenschutz oder schonende Bodenbearbeitung. Bewertungssysteme für Nachhaltigkeit sollen die gesellschaftlichen Kosten der Lebensmittelproduktion in den Preisen sichtbar machen.

Bauern tun viel für Natur und Umwelt. Dafür bekommen sie bisher oft kein Geld. Die SPD will das ändern. Bauern sollen dafür eine Prämie bekommen. Billiges Fleisch aus Massen-Tierhaltung soll keinen Preis-Vorteil mehr haben.

Verpflichtendes Tierwohllabel und Umbau der Tierhaltung

Die SPD will sich im Bund für ein staatliches Pflichtlabel zum Tierwohl einsetzen, das für alle Tierarten gilt. Tierhalter sollen Hilfe beim Umbau ihrer Ställe erhalten, damit sie mit weniger Tieren ein ausreichendes Einkommen erzielen.

Die SPD will ein Tierwohl-Label für alle Tierarten. Das Label soll Pflicht sein. Es zeigt, wie die Tiere gehalten wurden. Bauern sollen Hilfe bekommen, wenn sie ihre Ställe umbauen. Sie sollen auch mit weniger Tieren genug verdienen.

SPD: alle 4 Punkte mit Zitat und Seitenzahl